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Die
Erfindung betrifft eine Dampferzeugungsvorrichtung für ein mobiles
Speisenwarmhalte- und Speisengargerät mit einem Gebläse, einer
Heizeinrichtung und einem Gebläsekasten
mit Luftleiteinrichtungen. Die Erfindung betrifft auch ein mobiles Speisenwarmhalte-
und Speisengargerät
mit einem Innenraum zum Aufnehmen von Speisen, einer den Innenraum
verschließenden,
abnehmbaren Türe
und einer erfindungsgemäßen Dampferzeugungsvorrichtung.
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Mit
der Erfindung soll eine kompakte und konstruktiv einfach aufgebaute
Dampferzeugungsvorrichtung für
ein mobiles Speisenwarmhalte- und Speisengargerät sowie ein mobiles Speisenwarmhalte-
und Speisengargerät
zum Aufnehmen von Speisen bereitgestellt werden.
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Erfindungsgemäß ist hierzu
eine Dampferzeugungsvorrichtung für ein mobiles Speisenwarmhalte-
und Speisengargerät
mit einem Gebläse,
einer Heizeinrichtung und einem Gebläsekasten mit Luftleiteinrichtungen
bereitgestellt, bei der eine Tropfeinrichtung vorgesehen ist, um
Wasser tropfenweise in einen vom Gebläse erzeugten Luftstrom einzubringen,
und bei der das Gebläse,
die Heizeinrichtung und die Tropfeinrichtung wenigstens teilweise
in dem Gebläsekasten
angeordnet sind.
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Durch
diese Maßnahmen
wird eine kompakte und konstruktiv einfach aufgebaute Dampferzeugungsvorrichtung
bereitgestellt. Überraschenderweise
ist eine einfache Tropfvorrichtung in Verbindung mit dem Gebläse dabei
völlig
ausreichend, um eine für
Speisen ideale Dampfatmosphäre
zu schaffen. Darüber
hinaus kann die erfindungsgemäße Dampferzeugungsvorrichtung
nach Abschalten der Wasserzufuhr der Tropfeinrichtung selbstverständlich auch zur
Erzeugung von Kaltluft mittels des Gebläses oder von Heißluft mittels
der Heizeinrichtung und dem Gebläse
verwendet werden. Auf besonders einfache Weise wird dadurch eine
vielfältig
einsetzbare Dampferzeugungsvorrichtung geschaffen, mit der das Zubereiten
und Warmhalten von Speisen ermöglicht
ist. Wird lediglich das Gebläse
ohne die Heizeinrichtung verwendet, kann selbstverständlich auch
in Verbindung mit einem zusätzlichen
Kühlelement
eine gleichmäßige Kaltlufttemperatur
aufrechterhalten werden. Die Dampferzeugungsvorrichtung ist dabei so
kompakt und leicht aufbaubar, dass sie in mobile Speisetransportbehälter integriert
werden kann. Durch die Erfindung werden dadurch neue Möglichkeiten
bei der Zubereitung und Verteilung von Speisen geschaffen, indem
die Speisen im Transportbehälter
selbst, ohne Umladen, regeneriert oder auch vollständig gegart
werden können.
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In
Weiterbildung der Erfindung sind ein Lüfterrad des Gebläses, ein
Heizstab der Heizeinrichtung und ein Tropfauslass der Tropfeinrichtung
innerhalb des Gebläsekastens
angeordnet.
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Auf
diese Weise kann die Dampferzeugung vollständig innerhalb des Gebläsekastens
erfolgen, so dass ein sehr kompakter Aufbau erreicht werden kann.
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In
Weiterbildung der Erfindung ist eine zentrale Steuereinheit zum
Beaufschlagen des Gebläses,
der Heizeinrichtung und der Tropfvorrichtung in Abhängigkeit
des jeweiligen Funktionszustandes, vorgebbarer Einstellungen und
mittels Sensoren erfasster Messwerte vorgesehen.
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Mittels
einer zentralen Steuereinheit kann die Bedienung der erfindungsgemäßen Dampferzeugungsvorrichtung
wesentlich vereinfacht werden und vor allem können Bedienungsfehler von unerfahrenem
Bedienungspersonal vermieden werden. Beispielsweise werden in der
Steuereinheit vordefinierte Programme hinterlegt, die dann ideale
Einstellungen zum Dampfgaren bestimmter Speisen oder zum Warmhalten
bestimmter Speisen enthalten. Ein Bediener muss dann beispielsweise
lediglich die Art der zuzubereitenden oder warmzuhaltenden Speise
eingeben und was mit dieser Speise geschehen soll, beispielsweise
Warmhalten oder Garen. Die Steuereinheit wählt dann automatisch das geeignete,
hinterlegte Programm aus und beaufschlagt das Gebläse, die
Heizeinrichtung und die Tropfvorrichtung entsprechend. Geregelt
werden kann die Dampferzeugung, Umluft- oder Heißlufterzeugung selbstverständlich mittels
der Erfassung von Messwerten, beispielsweise Luftfeuchtigkeit, Temperatur
und dergleichen. Sensoren können
beispielsweise auch bekannte Kerntemperatursensoren für Speisen
sein.
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In
Weiterbildung der Erfindung bildet die Dampferzeugungsvorrichtung
einschließlich
einer elektrischen Anschlussleitung ein an einem mobilen Speisenwarmhalte-
und Speisengargerät
montierbares und demontierbares Modul.
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Der
konstruktiv einfache und kompakte Aufbau der erfindungsgemäßen Dampferzeugungsvorrichtung
ermöglicht
es, diese in einem Modul vorzusehen, das insgesamt von einem Speisenwarmhalte- und
Speisengargerät
entfernt werden kann, beispielsweise durch einfaches Heraus nehmen.
Dadurch kann das Speisenwarmhalte- und Speisengargerät nach Demontieren
des Dampferzeugungsmoduls gründlich
gereinigt und beispielsweise sogar maschinell gespült werden.
Dies ist gerade im Gastronomie- und Großküchenbereich von erheblichem Vorteil.
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In
Weiterbildung der Erfindung ist die Dampferzeugungsvorrichtung einschließlich einer
elektrischen Anschlussleitung in einer abnehmbaren Türe eines
Speisentransportbehälters
vorgesehen.
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Die
Dampferzeugungsvorrichtung lässt
sich dadurch einschließlich
der Türe
in einfacher Weise von dem Korpus eines Speisentransportbehälters entfernen,
der dann beispielsweise maschinell gespült werden kann. Wesentlich
ist auch, dass ein jedenfalls in Bezug auf seinen Korpus konventioneller Speisentransportbehälter in
sehr einfacher Weise zu einem sogenannten Kombidämpfer umgerüstet werden kann, mit dem Speisen
zubereitet, warmgehalten oder auch nur aufbewahrt werden können. Die
erfindungsgemäße Dampferzeugungsvorrichtung
ermöglicht
diesen flexiblen Einsatz eines Speisentransportbehälters als
Speisenwarmhalte- und Speisengargerät aufgrund ihrer Kompaktheit,
da sie dann in der Türe
eines Speisentransportbehälters
vorgesehen werden kann. Erheblich vereinfacht wird beispielsweise
auch die Reparatur erfindungsgemäßer Dampferzeugungsvorrichtungen.
Beispielsweise können
Kunden die komplette Türe
einschließlich
der Dampferzeugungsvorrichtung anliefern und erhalten umgehend ein
Austauschteil. Ein wesentlicher Vorteil ist auch, dass bereits vorhandene
Speisentransportbehälter
durch einfaches Auswechseln der Türen in einen vollwertigen Kombidämpfer, also
ein Speisengargerät,
umgebaut werden können.
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In
Weiterbildung der Erfindung weist das Gebläse ein Lüfterrad auf und ein Tropfenauslass
der Tropfvorrichtung ist in einer Gebrauchslage der Dampferzeugungsvorrichtung
oberhalb des Lüfterrades
angeordnet.
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Durch
eine solche Anordnung des Tropfenauslasses fallen austretende Wassertropfen
in Richtung des Lüfterrades.
Die Tropfen werden dadurch vom Luftstrom mitgerissen und zerstäubt. Besonders große Tropfen,
die nicht sofort vom Luftstrom mitgerissen werden, fallen auf das
Lüfterrad,
werden durch den Aufprall auf eine Schaufel des Lüfterrades
ebenfalls zerstäubt
und radial in den Luftstrom abgeschleudert. Die erfindungsgemäße Anordnung
von Tropfenauslass und Lüfterrad
ermöglicht
dadurch in überraschend
einfacher Weise ein fein zerstäubtes Tropfenspektrum
für die
Verdampfung zu erzeugen, ohne konstruktiv aufwändige Zerstäubungsvorrichtungen vorsehen
zu müssen.
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In
Weiterbildung der Erfindung weist das Gebläse ein Lüfterrad auf und die Heizeinrichtung
umgibt das Lüfterrad
kreisförmig.
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Auf
diese Weise wird vom Lüfterrad
beförderte
Luft, die bei entsprechender Ausgestaltung des Lüfterrades hauptsächlich radial
nach außen
gefördert
wird, über
die Heizeinrichtung geleitet und dadurch gleichmäßig und schnell erwärmt.
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In
Weiterbildung der Erfindung ist der Tropfenauslass der Tropfvorrichtung
radial außerhalb
der Heizeinrichtung angeordnet.
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Auf
diese Weise können
die vom Tropfenauslass ausgehenden Wassertropfen in die radial von
der Heizeinrichtung ausgehende erwärmte Luft eingebracht und dadurch
verdampft werden. Luftleiteinrichtungen, beispielsweise in Form
einer speziellen Formgebung des Gebläsekastens, können sicherstellen,
dass im Bereich des Tropfenauslasses eine ausreichend starke Strömung erwärmter Luft vorliegt,
um die vom Tropfenauslass ausgehende Tropfen wenigstens teilweise
mitzureißen
und im Luftstrom zu verdampfen. Auf diese Weise kann ein Tropfenniederschlag
auf der Heizeinrichtung, der in der Regel mit einer Kalkablagerung
verbunden ist, im Wesentlichen vollständig vermieden werden.
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In
Weiterbildung der Erfindung ist der Tropfenauslass der Tropfeinrichtung
bezogen auf eine von der Heizeinrichtung aufgespannte radiale Ebene versetzt
zu der Heizeinrichtung angeordnet.
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Auf
diese Weise kann sichergestellt werden, dass auch sehr große Tropfen
nicht unmittelbar auf die Heizeinrichtung fallen, dort auftrocknen
oder verdampfen und Kalkrückstände hinterlassen,
sondern an der Heizeinrichtung vorbei auf das Lüfterrad fallen und von diesem
dann durch den Aufprall zerstäubt werden.
Der Tropfenauslass ist vorzugsweise so angeordnet, dass bei stillstehendem
Lüfterrad
die Tropfen an der Heizeinrichtung vorbei in Richtung der Welle
des Lüfterrades
fallen würden.
Beispielsweise kann die Heizeinrichtung einen Heizstab mit wenigstens
zwei, axial voneinander beabstandeten Windungen aufweisen, wobei
der Tropfenauslass der Tropfvorrichtung in einer Ebene angeordnet
ist, die in axialer Richtung zwischen den Windungen liegt. Von dem
Tropfenauslass ausgehende Tropfen würden dann, wenn sich das Gebläse im ausgeschalteten Zustand
befindet, zwischen den Windungen des Heizstabes hindurch in Richtung
auf die Welle des Lüfterrades
fallen. Auch wenn ein solcher Zustand, in dem Tropfen vom Tropfenauslass
ausgegeben werden, das Lüfterrad
sich aber nicht dreht, nicht vorgesehen ist, so wird durch diese
Anordnung doch erreicht, dass Tropfen, die zu groß sind,
um von dem Luftstrom radial außerhalb
der Heizeinrichtung mitgerissen zu werden, nicht unmittelbar auf
den Heizstab fallen, sondern zwischen den Windungen hindurch auf
das Lüfterrad
prallen und dadurch zerstäubt
werden.
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Das
der Erfindung zugrundeliegende Problem wird auch durch ein mobiles
Speisenwarmhalte- und Speisengargerät mit einem Innenraum zum Aufnehmen
von Speisen, einer den Innenraum verschließenden, abnehmbaren Türe und einer
Dampferzeugungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche gelöst, bei
dem die Dampferzeugungsvor richtung einschließlich einer elektrischen Anschlussleitung
und wenigstens einem Temperatursensor in der abnehmbaren Türe angeordnet
ist.
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Auf
diese Weise lässt
sich der Korpus des mobilen Speisenwarmhalte- und Speisengargeräts nach Abnehmen der Türe mit der
Dampferzeugungsvorrichtung in besonders einfacher Weise reinigen, beispielsweise
sogar maschinell spülen.
Beispielsweise kann der Innenraum in einem maschinell spülbaren Korpus
eines Speisentransportbehälters
vorgesehen sein. Auf diese Weise kann ein an und für sich herkömmlicher
Speisentransportbehälter
durch einfaches Auswechseln der Türe in ein vollwertiges Speisenwarmhalte-
und Speisengargerät
umgebaut werden. Der Korpus eines solchen Speisentransportbehälters kann
beispielsweise auch mit Rädern
versehen sein, um dessen leichten Transport zu ermöglichen.
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In
Weiterbildung der Erfindung ist ein Temperatursensor an einer Innenwand
der Türe
außerhalb des
Gebläsekastens
und benachbart zu einer luftundurchlässigen Außenwand des Gebläsekastens
angeordnet.
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Auf
diese Weise kann auch bei Anordnung des Temperatursensors an einer
Innenwand der Türe ein
für die
Temperaturverteilung im Innenraum repräsentativer Temperaturwert erfasst
werden. Indem der Temperatursensor in einer Totzone des vom Gebläse erzeugten
Luftstroms angeordnet wird, ist primär nicht der vom Gebläse ausgehende,
erhitzte Luftstrom, sondern die Gesamttemperaturverteilung im Innenraum
des Speisenwarmhalte- und Speisengargeräts entscheidend für den vom
Temperatursensor angezeigten Messwert.
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In
Weiterbildung der Erfindung sind in der Türe eine Dampferzeugungsvorrichtung
und eine weitere Dampferzeugungsvorrichtung, eine Heizeinrichtung
oder ein Umluftgebläse
vorgesehen und der Innenraum ist mittels eines Trennelements aufteilbar.
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Auf
diese Weise können
unterschiedliche Speisen in dem Speisenwarmhalte- und Speisengargerät zubereitet
oder warmgehalten werden. Es ist beispielsweise auch möglich, eine
der Dampferzeugungsvorrichtungen vollständig abzuschalten und in diesem
dann nicht beheizten Teil der Innenraums Kaltspeisen aufzubewahren.
Unter Zuhilfenahme des Gebläses
der Dampferzeugungsvorrichtung kann beispielsweise auch mittels
eines passiven Kühlelements
sichergestellt werden, dass die Temperatur in einem Teil des Innenraums
auf einem ausreichend niedrigen Wert gehalten wird, dass Kaltspeisen
nicht verderben. Gleichzeitig kann aber in einem anderen Teil des
Innenraums mittels einer der erfindungsgemäßen Dampferzeugungsvorrichtungen
eine Speise noch fertig gegart werden. Alternativ ist lediglich
eine Dampferzeugungsvorrichtung vorgesehen und für einen anderen Teil des Innenraums
ist ein Heizgebläse oder
auch nur ein Umluftgebläse
vorgesehen.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
im Zusammenhang mit den Zeichnungen. Einzelmerkmale unterschiedlicher
Ausführungsformen
können
dabei in beliebiger Weise kombiniert werden, ohne den Rahmen der
Erfindung zu überschreiten.
In den Zeichnungen zeigen:
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1 eine
Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Dampferzeugungsvorrichtung,
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2 die
Dampferzeugungsvorrichtung der 1 bei abgenommener
Abdeckung,
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3 eine
teilweise geschnittene Seitenansicht der Dampferzeugungsvorrichtung
der 1,
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4 eine
abschnittsweise Schnittansicht der Dampferzeugungsvorrichtung der 1 auf
die Schnittebene IV-IV und
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5 eine
schematische, perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Speisenwarmhalte-
und Speisengargerätes
mit zwei erfindungsgemäßen Dampferzeugungsvorrichtungen.
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Die
Darstellung der 1 zeigt eine erfindungsgemäße Dampferzeugungsvorrichtung 10,
die für
ein Speisenwarmhalte- und Speisengargerät vorgesehen ist. Ein Speisenwarmhalte-
und Speisengargerät
mit der erfindungsgemäßen Dampferzeugungsvorrichtung
wird auch als sogenannter Kombi-Dämpfer bezeichnet, da mit der
erfindungsgemäßen Dampferzeugungsvorrichtung 10 heißer Wasserdampf
zum Dampfgaren und Warmhalten, Heißluft zum Garen von Speisen
oder auch nur kalte Umluft erzeugt werden kann. Ein Speisenwarmhalte- und
Speisengargerät
mit einer erfindungsgemäßen Dampferzeugungsvorrichtung
ermöglicht
daher unterschiedlichste Arten der Speisenzubereitung und Speisenaufbewahrung.
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Die
Dampferzeugungsvorrichtung 10 weist eine Basisplatte 12 auf,
die in der Darstellung der 1 lediglich
schematisch dargestellt ist und die beispielsweise eine, einem Innenraum
eines Speisenbehälters
zugewandte Innenwand einer Türe
bildet. Die Dampferzeugungsvorrichtung 10 weist weiter
eine Abdeckung 14 auf, die haubenartig ausgebildet ist
und zusammen mit der Basisplatte 12 einen Gebläsekasten
bildet. Die Abdeckhaube 14 weist in ihrer Oberseite, die
parallel zur Basisplatte 12 angeordnet ist, mehrere quadratische
Durchgangsöffnungen
auf, die zum Ansaugen von Luft aus einem Innenraum eines Speisenwarmhalte- und Speisengargeräts vorgesehen
sind. In einer seitlichen Begrenzungsfläche der Abdeckhaube 14 sind
Ausblasöffnungen 18 vorgesehen.
Durch diese Ausblasöffnungen 18 wird
mittels der Dampferzeugungsvorrichtung 10 erzeugter Dampf
aus dem Gebläsekasten
ausgelei tet und in den Innenraum eingeleitet. Stromabwärts der
Ausblasöffnungen 18 und
bereits außerhalb
des Gebläsekastens
ist ein Luftleitblech 20 angeordnet. Das Luftleitblech 20 ist
zwar außerhalb
des Gebläsekastens
angeordnet, aber einstückig
mit der Abdeckhaube 14 ausgeführt. In der Vorderansicht der 1 weist
die Abdeckhaube 14 etwa die Form eines Rechtecks mit dreifach
abgeschrägter
unterer linker Ecke auf. Auf der, den Ausblasöffnungen 18 abgewandten
Seite der Abdeckhaube 14 ist diese dadurch schmäler und
verbreitert sich in Richtung auf die Ausblasöffnungen 18 zu. Durch
diese Formgebung der Abdeckhaube 14 können günstige Strömungsverhältnisse geschaffen werden,
um eine gleichmäßige Verteilung
der Luftmenge über
die Ausblasöffnungen 18 zu
erreichen. Die Abdeckhaube 14 ist als Blechbiegeteil aus
nicht rostendem Stahl einstückig
mit dem Luftleitblech 20 hergestellt.
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Unterhalb
der Abdeckhaube 14 und in der Ansicht der 1 an
und für
sich nicht zu erkennen ist ein Lüfterrad 22 und
ein das Lüfterrad
radial kreisringförmig
umgebender Heizstab 24 angeordnet. Das Lüfterrad 22 ist
in der Ansicht der 1 lediglich abschnittsweise,
nämlich
durch die Ansaugöffnungen 16 hindurch
zu erkennen und daher gestrichelt dargestellt. Der Heizstab 24 ist
in der Ansicht der 1 an und für sich überhaupt nicht zu erkennen
und daher ebenfalls gestrichelt dargestellt.
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Die
Abdeckhaube 14 ist mittels zweier Klemmstifte 26 an
der Basisplatte 12 befestigt. Die Klemmstifte 26 greifen
in passende Öffnungen 28 in der
Basisplatte 12 ein, wie sie in 2 zu erkennen sind.
Die Klemmstifte 26 sind an Laschen der Abdeckhaube 14 befestigt,
die parallel zur Basisplatte 12 angeordnet sind. Die Abdeckhaube 14 kann
dadurch in sehr einfacher Weise von der Basisplatte 12 abgezogen
werden und beispielsweise maschinell gespült werden.
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Die
Darstellung der 2 zeigt die Dampferzeugungsvorrichtung 10 bei
abgenommener Abdeckhaube 14. Zu erkennen ist das Lüfterrad 22,
das insgesamt sechs Lüfterflügel aufweist.
Die einzelnen Lüfterflügel bestehen
jeweils aus einem parallel zur Basisplatte 12 und damit
senkrecht zu einer Drehachse 30 des Lüfterrades 22 angeordneten
Abschnitt 32 sowie einem parallel zur Drehachse 30 und
damit senkrecht zur Basisplatte 12 angeordneten Steg 34. Die
Stege 34 sind dabei nicht radial zur Drehachse 30 ausgerichtet.
Vielmehr würde
eine Verlängerung der
Stege 34 tangential an einem Kreis um die Drehachse 30 anliegen,
der etwa den Radius eines kreisförmigen
Mittenabschnittes des Lüfterrades 22 aufweist
und an dem also die einzelnen Lüfterflügel ansetzen.
Eine Drehrichtung des Lüfterrades 22 ist
in der Ansicht der 2 im Uhrzeigersinn, wie durch
einen Pfeil 36 angedeutet ist. Die Stege 34 werden
dadurch Luft im Wesentlichen in einer Richtung radial von der Drehachse 30 nach
außen
fördern.
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Das
Lüfterrad 22 ist
radial außen
von dem Heizstab 24 umgeben, der wendelförmig ausgebildet ist
und insgesamt zwei Windungen aufweist. Der Heizstab 24 ist
mittels Halteschellen an der Basisplatte 12 befestigt und
Anschlussstücke 38 des
Heizstabes 24 sind in der Darstellung der 2 an
und für
sich nicht zu erkennen, da sie hinter der Basisplatte 12 liegen.
Eine Erwärmung
des Heizstabes 24 erfolgt mittels konventioneller Schalteinrichtungen,
die nicht dargestellt sind.
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Radial
außerhalb
des etwa kreisringförmigen Heizstabes 24 ist
ein Tropfenauslass 40 zu erkennen. In der Darstellung der 2 sind
insgesamt drei vom Tropfenauslass 40 ausgehende Wassertropfen 42 dargestellt.
Der Tropfenauslass 40 ist ein einfaches Rohr, das sich
durch die Basisplatte 12 hindurch erstreckt und in einem
kurzen Abstand vor der Basisplatte 12 endet. Der Tropfenauslass 40 ist
mit einem Wassertank über
ein Ventil verbunden, so dass die Wasserzufuhr zum Tropfenauslass 40 an-
und abgestellt und gegebenenfalls die Menge des zum Tropfenauslass 40 gelangenden
Wassers eingestellt werden kann.
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In
der Seitenansicht der 3 ist die Dampferzeugungsvorrichtung 10 der 2 teilweise
geschnitten dargestellt. Zu erkennen ist die Abdeckhaube 14 und
die Basisplatte 12, die die Vorderseite einer Türe 44 eines
Speisenwarmhalte- und Speisengargeräts bildet. Die Abdeckhaube 14 bildet
mit einem Abschnitt der Vorderseite der Basisplatte 12 den Gebläsekasten,
in dem das Lüfterrad 22,
der Heizstab 24 sowie der Tropfenauslass 40 angeordnet sind.
Das Lüfterrad 22 wird
von einer Welle 46 angetrieben, die sich durch die Basisplatte 12 hindurch
zu einem Antriebsmotor 48 erstreckt, der auf der Rückseite
der Türe 44 angeordnet
ist.
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Selbstverständlich weist
die Türe 44 noch eine
lediglich schematisch dargestellte Vorderfront 50 auf,
so dass der Antriebsmotor 48 innerhalb der Türe 44 angeordnet
und von außen
nicht sichtbar ist. Gleiches gilt für ein in der Darstellung der 3 lediglich
schematisch angedeutetes Steuergerät 52 zur Ansteuerung
des Heizstabes 24. Ebenfalls nur schematisch dargestellt
sind ein Wassertank 54 und ein Steuergerät 56,
das ein Ventil 58 beaufschlagt, mit dem ein Zufluss zum
Tropfenauslass 40 gesteuert werden kann. Eine zentrale
Steuereinheit 60 ist ebenfalls schematisch dargestellt
und weist unter anderem Eingabe- und Anzeigeeinheiten auf. Die zentrale
Steuereinheit 60 steuert und regelt den Motor 58,
das Steuergerät 52 für den Heizstab 24 und
das Steuergerät 56 für die Tropfvorrichtung
in Abhängigkeit
des jeweiligen Funktionszustandes, vorgebbarer Einstellungen und
mittels Sensoren erfasster Messwerte. Beispielsweise erhält die zentrale
Steuereinheit 60 Messwerte von einem Temperatursensor auf der
Basisplatte 12 und steuert in Abhängigkeit dieser Temperaturwerte
das Steuergerät 52 an,
um den Heizstab 24 stärker
oder weniger stark zu erwärmen und
damit die Temperatur im Innenraum zu regeln. Die zentrale Steuereinheit 60 beaufschlagt
auch das Steuergerät 56,
wenn eine Dampfzufuhr zum Innenraum gewünscht wird. Immer dann, wenn
das Ventil 58 geöffnet
wird und Tropfen aus dem Tropfenauslass 40 austreten, wird
gleichzeitig immer auch der Motor 48 in Drehung versetzt
und der Heizstab 24 erwärmt.
Die Steuereinheit 60 verhindert beispielsweise auch ein Öffnen des
Ventils 58, wenn kein Wasser mehr im Tank 54 vorhanden
ist.
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An
der Steuereinheit 60 können
vorgebbare Programme eingestellt werden, die für bestimmte Speisen und/oder
Zubereitungsarten optimiert sind. Idealerweise gibt ein Benutzer
lediglich die Art des zuzubereitenden Lebensmittels sowie die Art
der Zubereitung ein, also beispielsweise Rindfleisch und Niedertemperaturgaren.
Die zentrale Steuereinheit 60 nimmt dann in Abhängigkeit
von mittels Sensoren erfasster Messwerte eine Einstellung des Motors 48, des
Ventils 58 zur Steuerung des Wasserzuflusses zum Tropfenauslass 40 und
des Heizstabes 24 vor.
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Anhand
der vergrößerten,
abschnittsweise Schnittansicht der 4 auf die
Ebene IV-IV in 1 wird nun die Funktionsweise
der erfindungsgemäßen Dampferzeugungsvorrichtung 10 näher erläutert. Sobald
das Lüfterrad 22 in
Drehung versetzt ist, wird Luft gemäß dem Pfeil 62 aus
dem Innenraum angesaugt und in den Gebläsekasten zwischen der Abdeckhaube 14 und
der Basisplatte 12 eingesaugt. Durch das Lüfterrad 22 wird
die Luft dann radial nach außen
gefördert.
Da die Gebläsehaube 14 aber
mit Ausnahme der Ausblasöffnungen 18 an
ihren radial zum Lüfterrad 22 angeordneten
Seitenflächen
geschlossen ist, wird die Luft in Richtung der Ausblasöffnungen 18 gefördert und
tritt aus diesen in Richtung des Pfeiles 64 aus. Die Luft
wird nach dem Austritt durch die Ausblasöffnungen 18 dabei
entsprechend der Krümmung
des Pfeiles 64 in Richtung des Innenraums umgelenkt, da
oberhalb der Ausblasöffnungen 18 das
Leitblech 20 angeordnet ist. Das Leitblech 20 ist,
wie 3 zu entnehmen ist, zur Basisplatte 12 abgewinkelt
und zeigt in einem Winkel von etwa 45° von der Basisplatte 12 weg.
Zur Heißlufterzeugung
muss lediglich der Heizstab 24 erwärmt werden.
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Zur
Dampferzeugung wird der Tropfenauslass 40 mit Wasser versorgt,
das dann in Form von Tropfen 42 aus dem Tropfenauslass 40 austritt.
Der Tropfenauslass 40, entsprechend dem Ende des in 4 erkennbaren
Zuführrohres 66,
ist dabei so von der Basisplatte 12 beabstandet, dass er
genau oberhalb eines Zwischenraumes zwischen den beiden Windungen
des Heizstabs 24 zu liegen kommt. Bei ruhendem Lüfterrad 22 würden somit
die Tropfen 42 zwischen den beiden Windungen des Heizstabes 24 hindurch
und auf das Lüfterrad 22 fallen.
Bei laufendem Lüfterrad 22 werden
die Tropfen 42 teilweise bereits radial außerhalb
des Heizstabes 24 durch die ausströmende Luft zerstäubt, große Tropfen,
wie die dargestellten Tropfen 42, können aber dennoch zwischen
den beiden Windungen des Heizstabes 24 hindurch und auf
das sich drehende Lüfterrad 22 fallen. Dort
treffen sie zwangsläufig
auf einen der Stege 34 des Lüfterrades 22 und werden
durch diesen Aufprall in kleine Tropfen zerlegt. Diese kleinen Tropfen
prallen von den Stegen 34 ab und werden in einer Vorzugsrichtung
radial nach außen
abtransportiert. Aufgrund der verringerten Tropfengröße werden
diese nun aber in dem erwärmten
Luftstrom verdampft und treten als Wasserdampf in Richtung des Pfeiles 64 aus
dem Gebläsekasten
aus.
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Überraschenderweise
ist die konstruktiv sehr einfache Wasserzuführung mittels des Tropfenauslasses 40 und
der speziellen Anordnung des Lüfterrades 22 und
der Heizstäbe 24 geeignet,
für die
Zubereitung von Speisen optimalen Wasserdampf zu erzeugen. Da die
Tropfen 42 nicht unmittelbar auf der Oberfläche des
Heizstabes 24 verdampfen, treten am Heizstab 24 auch
keine Kalkablagerungen auf. Das Lüfterrad 22 selbst
ist nicht beheizt, so dass die Tropfen 42 nicht unmittelbar
auf dem Lüfterrad 22 verdampfen,
sondern von diesem wieder abgeschleudert werden. Auch auf den Stegen 34 des
Lüfterrades 22 sind
daher keine störenden
Kalkablagerungen zu befürchten.
Die erfindungsgemäße Dampferzeugungsvorrichtung
ist dabei so kompakt, einfach und kosten günstig aufbaubar, dass sie problemlos
in mobile Speisentransportbehälter
einbaubar ist.
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Die
Darstellung der 5 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes Speisenwarmhalte-
und Speisengargerät
in Form eines Speisentransportbehälters 70. Der Speisentransportbehälter 70 weist
einen an und für
sich konventionellen Korpus 72 mit isolierenden Wänden auf.
Ein Innenraum des Korpus 72 kann durch eine schwenkbar
am Korpus 72 angelenkte Tür 74 verschlossen
werden. Die Türe 74 ist abnehmbar
am Korpus 72 befestigt. Die Türe 74 weist zwei erfindungsgemäße Dampferzeugungsvorrichtungen 10a, 10b auf,
wobei die obere Dampferzeugungsvorrichtung 10a für den oberen
Teil des Innenraums und die untere Dampferzeugungsvorrichtung 10b für den unteren
Teil des Innenraums des Korpus 72 vorgesehen ist. Die obere
Dampferzeugungsvorrichtung 10a ist dabei so angeordnet,
dass die Ausblasöffnungen 18 und
das Luftleitblech 20 der oberen Dampferzeugungsvorrichtung 10a die
Luft etwa angrenzend an eine Decke des Innenraums einblasen. Die
Ausblasöffnungen 18 und
das Luftleitblech 20 der unteren Dampferzeugungsvorrichtung 10b sind
hingegen so angeordnet, dass die Luft angrenzend an den Boden des
Innenraums eingeblasen wird. Die beiden Dampferzeugungsvorrichtungen 10a, 10b sind
dabei identisch zueinander aufgebaut.
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Mittels
eines isolierenden Trennelements 76 kann der Innenraum
in einen oberen und einen unteren Teil aufgeteilt werden, in denen
dann mittels der beiden Dampferzeugungsvorrichtungen 10a, 10b unterschiedliche
Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten eingestellt werden können, um
unterschiedliche Speisen unterschiedlich zuzubereiten. Beispielsweise
wird bei der oberen Dampferzeugungsvorrichtung 10a lediglich
das Gebläse
in Betrieb gesetzt und oberhalb des Trennelements 76 werden
Kaltspeisen angeordnet, gegebenenfalls zusätzlich ein passives Kühlelement.
Unterhalb des Trennelements 76 werden dahingegen zu rege nerierende
Warmspeisen angeordnet, die dann in einer Dampfatmosphäre auf Verzehrtemperatur
erwärmt
werden.
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Selbstverständlich kann
das Speisenwarmhalte- und Speisengargerät 70 auch Speisentabletts aufnehmen,
die dann zwischen Rippen 78 an den Seitenwänden des
Innenraums eingeschoben werden.
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Zur
Reinigung des Speisenwarmhalte- und Speisengargeräts 70 wird
die Türe 74 insgesamt
abgenommen. Der Korpus 72 und die ebenfalls leicht abzunehmenden
Abdeckhauben 14 der Dampferzeugungsvorrichtungen 10a, 10b können dann
maschinell gespült
werden.
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Der
Korpus 72 ist mit Rollen 80 versehen, um in einfacher
Weise transportiert werden zu können.
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Die
Basisplatte 12, die die Innenseite der Türe 74 bildet,
ist mit zwei Temperatursensoren 82 versehen. Jeder Temperatursensor 82 ist
jeweils benachbart zu einer Dampferzeugungsvorrichtung 10a, 10b angeordnet.
Die Temperatursensoren 82 sind dabei jeweils in einer Totzone
des von der Dampferzeugungsvorrichtung 10a, 10b ausgehenden
Luftstromes angeordnet, indem sie benachbart zu einer Seitenkante
der Abdeckhaube 14 angeordnet sind, die keine Durchlassöffnungen
aufweist. Auf diese Weise kann mittels der Temperatursensoren 82 ein Temperaturwert
erfasst werden, der repräsentativ
für die
Temperatur im Innenraum des Speisenwarmhalte- und Speisengargeräts 70 ist.
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Ein
wesentlicher Vorteil des Speisenwarmhalte- und Speisengargeräts 70 der 5 ist
dabei, dass dieses in einfacher Weise transportierbar ist. Speisen
können
dadurch beispielsweise in einer Großküche in einem sogenannten Gastronormbehälter vorgegart
werden, werden dann in den Korpus 72 eingeschoben und an
den vorgesehenen Verzehrort transportiert. Ohne überhaupt aus dem Innenraum entnommen
werden zu müssen,
können
die Speisen dann am vorgesehenen Verzehrort regeneriert oder fertig
gegart werden. Auf diese Weise müssen
Lebensmittel von der Zubereitung bis zum Verzehr nicht, wie bisher üblich, mehrfach
umgesetzt und umgefüllt
werden, was der Qualität
der Lebensmittel erheblich zugute kommt. Darüber hinaus kann das erfindungsgemäße Speisenwarmhalte-
und Speisengargerät 70 erheblich
zu einem verringerten Energieverbrauch beitragen.