DE19509569A1 - Ofen zur Wärmebehandlung von Lebensmitteln und Verfahren zum Backen - Google Patents
Ofen zur Wärmebehandlung von Lebensmitteln und Verfahren zum BackenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Ofen zur Wärmebehandlung von
Lebensmitteln, mit einem Gehäuse, innerhalb dessen ein Garraum
vorgesehen ist, der mittels einer Tür verschließbar ist, mit
einer Heizeinrichtung zur Beheizung des Garraums, mit einem
Gebläse, und mit einer Abluftöffnung.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Backen von
Lebensmitteln, bei dem die Lebensmittel in einem Ofen mit Hitze
beaufschlagt werden.
Ein Ofen der eingangs genannten Art ist aus der DE-32 46 333 A1
bekannt.
Der bekannte Ofen weist einen durch eine Tür verschließbaren
Garraum auf, deren oberer Abschluß aus einer sich über die
gesamte Türbreite erstreckenden Leiste aus Kunststoff besteht,
die eine Griffmulde sowie Lüftungsschlitze und eine mit dem
Garraum in Verbindung stehende Wrasenabfühuungsöffnung aufweist.
Um einen Kondensations-Niederschlag des aus dem Garraum austre
tenden Wrasens an den Frontteilen des Ofens zu vermeiden, ist
in der Tür ein über eine Öffnung mit dem Garraum in Verbindung
stehender Wrasenschacht untergebracht, der von der Wrasenein
trittsöffnung aus senkrecht bis zur Tür-Leiste hochgeführt ist.
Dabei kann zusätzlich ein Abluftventilator vorgesehen sein,
um die Abführung des Wrasens mittels am oberen Ende der
Tür-Leiste austretender Blasluft zu unterstützen.
Ein Ofen ähnlicher Bauart ist aus der DE 33 38 094 A1 bekannt.
Hierbei befindet sich in der deckenseitigen Muffelwand eine
Wrasenaustrittsöffnung, an der ein schlauchartiger Wrasenkanal
angekoppelt ist, durch den hindurch der Wrasen nach außen mit
Hilfe von Blasluftunterstützung in einen Abluftschacht abströmt.
Als nachteilig bei derartigen Öfen hat es sich herausgestellt,
daß insbesondere bei der Behandlung von gefrorenen Lebensmitteln
und bei Backwaren kurz vor Ende der Backzeit die Wrasenbildung
innerhalb des Ofens so stark ist, daß selbst eine ven
tilatorunterstützte Wrasenabsaugung nicht verhindern kann, daß
die Lebensmittel durch den Wrasen nachteilig beeinflußt werden
bzw. daß Backwaren in manchen Fällen nicht richtig kroß werden.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, hier Abhilfe
zu schaffen und einen Ofen sowie ein Verfahren zum Backen zu
schaffen, womit selbst bei starker Wrasenbildung innerhalb des
Ofens eine ausreichende Abführung des Wrasens sichergestellt
ist. Dabei soll es insbesondere ermöglicht sein, selbst tief
gefrorene Backwaren mit hohem Feuchtegehalt richtig kroß zu
backen.
Diese Aufgabe wird bei einem Ofen der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, daß der Garraum eine Zuluftöffnung zur Luftzufuhr
aufweist.
Auf diese Weise wird der Ofen nicht, wie herkömmlicherweise,
im Umluftbetrieb mit Wrasenabsaugung betrieben, sondern statt
dessen in einem "Durchluftbetrieb", da über das Gebläse durch
die Zuluftöffnung Luft in den Garraum eingesaugt wird und der
Wrasen über die Abluftöffnung abgesaugt wird. Somit entsteht
ein ständiger Luftfluß durch den Garraum, wodurch freiwerdender
Wrasen sofort wirkungsvoll abgeführt wird. Auf diese Weise lassen
sich selbst tiefgefrorene Lebensmittel und tiefgefrorene
Backwaren mit hohem Feuchtegehalt ohne den nachteiligen Einfluß
des Wrasens mit Wärme behandeln bzw. backen. Somit können
beispielsweise selbst tiefgefrorene Backwaren mit sehr hohem
Feuchtegehalt ohne weiteres kroß gebacken werden.
Die Aufgabe wird ferner durch ein Verfahren zum Backen von
Lebensmitteln gelöst, bei dem die Lebensmittel in einem Ofen
mit Hitze beaufschlagt werden, wobei zunächst das Fluid innerhalb
des Ofens umgewälzt wird (Umluftbetrieb), und wobei vor Ende
der Backzeit auf eine Durchsaugung von Fluid durch den Ofen
umgeschaltet wird (Durchluftbetrieb), um einen ständigen Wechsel
des Fluides innerhalb des Ofens zu bewirken.
Auf diese Weise wird erfindungsgemäß zunächst ein energiesparen
des Backen im Umluftbetrieb ermöglicht und erst gegen Ende der
Backzeit eine rasche Abführung des Wrasens durch Umschaltung
auf Durchluftbetrieb sichergestellt, um so krosse Backwaren
auf energiesparende Weise zu erzeugen.
In vorteilhafter Weiterbildung des erfindungsgemäßen Ofens ist
die Zuluftöffnung mit einem Ansaugkanal verbunden, der im Bereich
des oberen Endes der Tür mündet.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß das Gebläse gleichzeitig
zur Absaugung von im Türbereich auftretendem Wrasen genutzt
wird.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Gebläse
ein außerhalb des Garraums angeordneter Abluftventilator, mit
dem die Abluftöffnung verbunden ist.
Auf diese Weise wird nicht das ohnehin meist im Ofen vorhandene
Gebläse zur Absaugung des Wrasens genutzt, sondern hierzu ein
spezieller Abluftventilator vorgesehen, mit dem eine besonders
wirkungsvolle Absaugung ermöglicht ist.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Ausführung ist
die Saugseite des Abluftventilators mit einem Ansaugkanal
verbunden, der im Bereich des oberen Endes der Tür mündet, und
die Druckseite des Abluftventilators ist mit der Abluftöffnung
verbunden.
Auf diese Weise wird der Abluftventilator nicht unmittelbar
mit dem heißen aus dem Garraum abgesaugten Fluid beaufschlagt,
da die Absaugung über eine Injektorwirkung an der Druckseite
des Abluftventilators erfolgt.
Es versteht sich, daß statt einer derartigen Luftführung der
Abluftventilator auch mit Mischluft, Warmluft oder Frischluft
beaufschlagt sein kann, so daß dieser zwar unmittelbar aus dem
Garraum absaugt, diesem aber zur Kühlung zusätzlich ein gewisser
Anteil Kaltluft zugemischt ist, um eine Überhitzung zu vermeiden.
Somit kann der Abluftventilator mit weit geringeren Temperaturen
betrieben werden und erheblich kostengünstiger ausgelegt werden.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung umfaßt der Ansaug
kanal einen Ansaugtrichter, der im Bereich des oberen Endes
der Tür mündet.
Somit wird mit Hilfe der Gebläseunterstützung über die gesamte
Türbreite eine wirkungsvolle Absaugung von austretendem Wrasen
ermöglicht.
Innerhalb des Ansaugkanals können zusätzlich rippenartige
Elemente angeordnet sein, um über den Ansaugkanal von der Tür
angesaugte Dämpfe zu kühlen und zu kondensieren.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Tür
mindestens eine Eintrittsöffnung im unteren Bereich und minde
stens eine Austrittsöffnung im oberen Bereich in der Nähe der
Mündung des Ansaugkanals auf, die über einen Verbindungskanal
in der Tür verbunden sind.
Auf diese Weise wird die Tür von Luft durchströmt, wodurch sich
eine vorteilhafte Kühlung der Tür ergibt.
Gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung ist das Gebläse
außerhalb des Garraums in einem getrennten Gebläseraum an
geordnet, der auf der Saugseite des Gebläses über mindestens
eine Ansaugöffnung mit dem Garraum verbunden ist und der auf
der Druckseite des Gebläses über Zutrittsöffnungen mit dem
Gebläse verbunden ist, um eine Umwälzung des Fluides innerhalb
des Garraums zu ermöglichen, und wobei die Druckseite des
Gebläses mit der Abluftöffnung verbunden ist.
Auf diese Weise wird mit Hilfe der an sich bekannten Anordnung
eines Umwälzgebläses bei einem Umluftofen das ohnehin vorhandene
Gebläse genutzt, um eine wirkungsvolle Abführung des Wrasens
in Verbindung mit der Zuluftöffnung zu erreichen. Somit lassen
sich die erfindungsgemäßen Vorteile auf besonders kostengünstige
Weise erzielen.
In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung ist die Zuluftöffnung
zumindest teilweise verschließbar ausgebildet.
Hierdurch wird die Möglichkeit geschaffen, die Durchflußmenge
des Fluides durch den Garraum entweder manuell oder automatisch
in Abhängigkeit vom Wrasenanfall oder nach einem vorbestimmten
Programm zu steuern. Somit ist ein besonders energiesparender
Betrieb des Ofens ermöglicht.
Hierzu ist in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung eine
Steuereinrichtung zum Öffnen und Schließen der Zuluftöffnung
nach einem bestimmten Programm oder in Abhängigkeit von einem
Sensorsignal vorgesehen.
Auf diese Weise wird ein automatischer Betrieb des Ofens auf
möglichst energiesparende Weise ermöglicht.
Es versteht sich, daß auch die Abluftöffnung verschließbar
ausgebildet sein kann. Dabei kann in die Schließeinrichtung
vorteilhafterweise ein Überdruckventil integriert sein, obwohl
natürlich auch eine getrennte Anordnung eines Überdruckventils
möglich ist.
In zusätzlicher Weiterbildung dieser Ausführung erlaubt die
Steuereinrichtung ein zeitgesteuertes Öffnen und Schließen nach
einem vorwählbaren Programm für bestimmte Lebensmittel. Dabei
können die Zuluft- und Abluftöffnungen voneinander getrennt
oder synchron gesteuert werden.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß auf besonders kostengünstige
Weise ein programmgesteuerter Betrieb des Ofens ermöglicht wird.
In zusätzlicher Weiterbildung dieser Ausführung bewirkt die
Zeitsteuerung für Backwaren zum Ende der Backzeit hin eine
Öffnung der Zuluftöffnung.
Gemäß diesem Merkmal der Erfindung wird somit ein für Backwaren
typischer Backverlauf ermöglicht, um auf energiesparende Weise
krosse Backwaren, wie Brötchen, Brezeln u. dgl. erzeugen zu
können.
In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung ist ein Katalysator
zur Reinigung der Abluft vorgesehen.
Da erfindungsgemäß ohnehin entstehender Wrasen mit Hilfe der
Gebläseunterstützung wirkungsvoll abgeführt wird, so daß
zeitweise mit einem starken Wrasenaustritt zu rechnen ist, wird
so eine wirkungsvolle Reinigung der Abluft ermöglicht, so daß
praktisch keine Umweltbelastung auftritt.
In zusätzlicher Weiterbildung dieser Ausführung ist der Kataly
sator außerhalb des Ofens angeordnet und mit einer Heizeinrich
tung kombiniert.
Auf diese Weise kann der Katalysator an vorhandenen Öfen
nachgerüstet werden, ohne daß hierzu ein Umbau des Ofens
vorgenommen werden muß. Durch die Heizeinrichtung wird dabei
ein hoher Wirkungsgrad des Katalysators sichergestellt.
In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung ist ein Abluftfilter
vorgesehen.
Obwohl mit einem Katalysator eine optimale Reinigung der Abluft
ermöglicht wird, ist bei kleineren Öfen vielfach ein Katalysator
zu aufwendig oder zu teuer, so daß mit Hilfe eines Abluftfilters
zumindest eine teilweise Reduzierung der Geruchsbelästigung
auf kostengünstige Weise erreicht wird. Es versteht sich, daß
das Abluftfilter natürlich auch zusätzlich zu einem Katalysator
eingesetzt werden kann, um beispielsweise Fettbestandteile
o. dgl. aufzufangen.
Gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung kann zusätzlich
oder alternativ ein Zuluftfilter vorgesehen sein. Dabei kann
ein Druckfühler vorgesehen sein, um einen Druckabfall bei
verbrauchtem Filter anzuzeigen, damit ein Wechsel rechtzeitig
durchgeführt wird.
Es versteht sich ferner, daß die vorstehend genannten und die
nachstehend noch zu erläuternden Merkmale der Erfindung nicht
nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in
Alleinstellung oder in anderer Kombination verwendbar sind,
ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt einer ersten Ausführung eines
erfindungsgemäßen Ofens in stark vereinfachter,
schematischer Darstellung;
Fig. 2 einen Schnitt durch den Ofen gemäß Fig. 1 längs der
Linie II-II;
Fig. 3 einen Querschnitt eines gegenüber der Ausführung gemäß
Fig. 1 leicht abgewandelten Ofens;
Fig. 4 einen Schnitt des Ofens gemäß Fig. 3 längs der Linie
IV-IV und
Fig. 5 einen Querschnitt eines weiteren erfindungsgemäßen
Ofens.
In den Fig. 1 und 2 ist eine erste Ausführung eines erfin
dungsgemäßen Ofens insgesamt mit der Ziffer 10 bezeichnet.
Innerhalb eines Gehäuses 12, dessen Vorderseite mittels einer
Tür 16 verschließbar ist, ist ein Garraum 14 angeordnet. An
der Unterseite des mit Edelstahl ausgekleideten Garraums 14
ist ein Bodenablauf 66 vorgesehen, der an einen Abfluß an
geschlossen ist. Zur Beheizung des Garraums 14 sind an der
Oberseite und an der Unterseite Heizelemente 26 vorgesehen.
Ferner befindet sich hinter der Rückwand des Garraums 14 ein
Gebläseraum 30, innerhalb dessen ein von einem Motor 34 an
getriebenes Gebläse 32 vorgesehen ist, das durch axiale Ansaug
öffnungen 36 an der Rückwand des Garraums 14 ansaugt und das
über seitliche Zutrittsöffnungen 38 an den Rändern der Rückwand
mit dem Garraum 14 verbunden ist. Koaxial um das Gebläse 32
verlaufen zusätzliche Heizelemente 28 in Form von Heizschlangen.
Mit dieser an sich bekannten Anordnung wird eine Beheizung des
Ofens 10 sowohl mittels Ober- und Unterhitze als auch durch
Umluft ermöglicht.
Am oberen Ende des Gebläseraums 30 ist eine Abluftöffnung 44
vorgesehen, die mit einem Filter 68 in Verbindung steht, dessen
Austrittsöffnung mit einem Abzugsrohr 56 verbunden ist.
Am oberen Ende des Garraums 14 ist kurz vor der Rückwand ferner
eine Zuluftöffnung 42 vorgesehen, die über eine Stelleinrichtung
50 mit einem Ansaugkanal 13 verbunden ist. Der Ansaugkanal 13
umfaßt einen Ansaugtrichter 46 (vgl. Fig. 2), der am vorderen
Ende des Ofens oberhalb der Tür 16 über horizontal angeordnete
Luftschlitze 48 ausmündet. Wahlweise kann über den Luftschlitzen
48 noch ein Zuluftfilter 69 vorgesehen sein, wie lediglich in
Fig. 1 schematisch angedeutet ist.
Beide Filter 68, 69 können mittels Druckfühlern überwacht werden,
um bei verbrauchtem Filter einen Druckabfall anzuzeigen, damit
rechtzeitig ein Filterwechsel durchgeführt wird.
Die Tür 16 ist über eine umlaufende Dichtung 24 gegen die
Vorderseite des Garraums 14 abgedichtet und weist am unteren
Ende unterhalb der Dichtung 24 Luft-Eintrittsöffnungen 20 in
Form von Schlitzen auf, sowie in entsprechender Weise am oberen
Ende oberhalb der Dichtung 24 Luft-Austrittsöffnungen 22.
Innerhalb der Tür 16 sind die Eintrittsöffnungen 20 mit den
Austrittsöffnungen 22 über einen Verbindungskanal 18 verbunden.
Der Aufbau der Stelleinrichtung 50 ist aus Fig. 2 genauer zu
ersehen. Die Stelleinrichtung 50 umfaßt im einfachsten Fall
eine Klappe 54, die mittels eines Stellmotors 52 zu öffnen und
zu schließen ist bzw. in Zwischenstellungen verschwenkt werden
kann.
Es versteht sich, daß dem Fachmann zahlreiche andere Ausführungen
der Stelleinrichtung 50 zur Verfügung stehen.
Eine entsprechende Schließeinrichtung 51 oder Stelleinrichtung
mit einer Klappe 55, die über einen Stellmotor 53 betätigt wird,
kann innerhalb der Abluftöffnung 44 vorgesehen sein.
Zur Steuerung des Ofens 10 ist eine Steuereinrichtung 58
vorgesehen, die vorzugsweise eine Mikroprozessorsteuerung umfaßt,
von der die Heizeinrichtungen 26, 28 und die Stelleinrichtungen
50 und 51 gesteuert sind, wie durch Steuerleitungen 60, 61,
62, 64 angedeutet ist. Es versteht sich, daß die Steuerein
richtung 58 darüber hinaus auch das Gebläse 32 steuern kann
und weitere Steuerelemente, wie Sensoren u. dgl. umfassen kann.
Es versteht sich ferner, daß die Steuereinrichtung 58 über eine
entsprechende Eingabe- und Kontrolleinheit von der Vorderseite
des Ofens 10 aus bedient werden kann.
Die Steuereinrichtung 58 weist nun eine Reihe von vorwählbaren
Programmen zur Wärmebehandlung verschiedener Lebensmittel auf,
über die für verschiedene Lebensmittel ein gewünschter Garungs- oder
Backverlauf einstellbar ist. Dabei wird vorzugsweise die
Temperatur innerhalb des Garraums 14 in einer geeigneten Weise
gesteuert und zusätzlich die Stelleinrichtung 50 in geeigneter
Weise betätigt, um dann, wenn mit einem größeren Wrasenanfall
zu rechnen ist, eine vollständige oder, bei einem geringeren
Wrasenanfall, ggf. eine teilweise Öffnung der Zuluftöffnung
42 zu erreichen.
Um beispielsweise bei Backwaren wie bei Brezeln, Brötchen u. dgl.
eine krosse Backweise zu ermöglichen, wird lediglich in den
letzten Minuten vor Backzeitende eine Öffnung der Zuluftöffnung
42 durchgeführt, während diese im übrigen geschlossen bleibt,
um einen energiesparenden Betrieb zu ermöglichen. Sofern
tiefgefrorene Waren verwendet werden, so wird ferner vorzugsweise
nach einer entsprechenden Anwärmzeit eine Öffnung der Zuluft
öffnung 42 bewirkt, um eine wirkungsvolle Absaugung der beim
Auftauen entstehenden Dämpfe zu ermöglichen. Darüber hinaus
sind zahlreiche Programmabläufe für die Öffnung der Zuluftöffnung
42 über die Zeit denkbar, je nach dem gewünschten Wärme
behandlungsprozeß und nach der Menge und dem Zustand der zu
behandelnden Lebensmittel. Es versteht sich ferner, daß die
Zuluftöffnung 42 auch sensorunterstützt geöffnet und geschlossen
werden kann, wozu beispielsweise ein Temperatursensor oder ein
Feuchtesensor verwendet werden kann.
Bei ganz oder teilweise geöffneter Zuluftöffnung 42 ergibt sich
durch die Wirkung des Gebläses 32 ein Luftstrom gemäß der Pfeile
70 durch die Tür 18 und gemäß der Pfeile 72, 74, 76, 78 durch
den Ansaugkanal 13, die Zuluftöffnung 42, die Ansaugöffnungen
36 an der Rückwand des Garraums 14, und durch die Abluftöffnung
44 und durch das Filter 68, bis das abgesaugte Fluid schließlich
über ein Abzugsrohr 56 am oberen Ende des Ofens 10 austritt,
das ggf. an einen Abluftkanal angeschlossen ist.
Bei geschlossener Zuluftöffnung 42 ergibt sich im wesentlichen
ein Umluftbetrieb, wobei lediglich bei starker Wrasenentwicklung
innerhalb des Garraums 14 geringe Anteile über die Abluftöffnung
44 nach oben austreten. Dagegen ergibt sich bei der Öffnung
der Zuluftöffnung 42 eine wirkungsvolle Absaugung von im Garraum
entstehenden Wrasen, da ein ständiger Austausch des Fluides
infolge des geringen Strömungswiderstandes von Zuluftöffnung
42 und Abluftöffnung 44 erfolgt.
Zusätzlich ergibt sich eine Kühlung der Tür 16 bei geöffneter
Zuluftöffnung 42, da ein Teil der Wirkung des Gebläses 32 dazu
ausgenutzt wird, um einen nach oben gerichteten Luftstrom durch
die Tür 16 zu erzeugen.
Bei der Ausführung gemäß den Fig. 3 und 4 sind der zuvor
beschriebenen Ausführung entsprechende Teile mit entsprechenden
Bezugsziffern gekennzeichnet.
Die Ausführung gemäß den Fig. 3 und 4 unterscheidet sich von
der zuvor beschriebenen Ausführung im wesentlichen dadurch,
daß zusätzlich zu dem Gebläse 32 ein Abluftventilator 80 im
oberen rückwärtigen Ende des Gehäuses 12 vorgesehen ist, der
über einen geteilten Luftstrom aus dem Ansaugkanal 13 versorgt
wird. Der Abluftventilator 80 ist saugseitig mit dem Ansaugkanal
13 verbunden. Der Abluftventilator 80 umfaßt druckseitig einen
Austrittsstutzen 84, der in das Filter 68 mündet. In den
Austrittsstutzen 84 mündet ein Steigrohr 82, dessen unteres
Ende die Abluftöffnung 44 am oberen Ende des Gebläseraums 30
bildet. Oberhalb der Zuluftöffnung 42 im Garraum 14 ist innerhalb
des Ansaugkanals 13 ein Trennblech 88 vorgesehen, durch das
der Luftstrom innerhalb des Ansaugkanals 13 in zwei Luftströme
unterteilt wird, nämlich in einen ersten, der von den Luft
schlitzen 48 gemäß dem Pfeil 72 bis zur Ansaugöffnung des
Abluftventilators 80 verläuft, und in einem zweiten, der von
den Luftschlitzen 48 gemäß dem Pfeil 74 durch die Zuluftöffnung
42 in den Garraum 14 verläuft. Wiederum ist die Zuluftöffnung
42 durch eine geeignete Stelleinrichtung 50 mittels einer Klappe
54 verschließbar, die von einem Stellmotor 52 angetrieben ist.
Somit entsteht infolge der Wirkung des Abluftventilators 80
eine ständige Luftströmung durch die Luftschlitze 48 und den
Ansaugkanal 13. Damit ist selbst bei geschlossener Zuluftöffnung
42 ein ständiger Luftstrom durch die Luftschlitze 48 und auch
durch den Verbindungskanal 18 der Tür 16 gewährleistet. Somit
ist selbst bei geschlossener Zuluftöffnung 42 nach der Art einer
Absaughaube eine Absaugung im Bereich der Tür gewährleistet,
so daß beim Öffnen der Tür austretender Dampf oder Wrasen
wirkungsvoll abgesaugt wird.
Bei geöffneter Zuluftöffnung 42 entsteht zusätzlich ein Luftstrom
durch den Garraum 14 über die Abluftöffnung 44 und das Steigrohr
82 in den Austrittsstutzen 84, da der Abluftventilator 80 bei
der gewählten Anschlußweise eine Injektorwirkung hat und somit
über das Steigrohr 82 ansaugt.
Durch diese Anordnung ist der Abluftventilator 80 nur erheblich
geringeren Temperaturen als den Temperaturen innerhalb des
Garraums (üblicherweise bis zu etwa 250°C) ausgesetzt, so daß
eine erheblich kostengünstigere Ausführung gewählt werden kann.
Wie aus Fig. 4 ferner zu ersehen, sind zusätzlich innerhalb
des Gebläseraums 30 zwei Katalysatoren 86 angeordnet, die als
rechteckige Platten ausgebildet sind. Durch die Katalysatoren
86, die somit in er heißesten Zone des Ofens 10 angeordnet sind,
wird eine wirkungsvolle Abluftreinigung ermöglicht, so daß eine
Geruchsbelästigung ausgeschlossen wird.
Zusätzlich kann, wie im dargestellten Beispiel, das Filter 68
vorgesehen sein.
Bei der dargestellten Ausführung erfolgt die Beheizung des Ofens
90 ausschließlich mit Hilfe der konzentrisch um das Gebläse
32 verlaufenden Heizelemente 28. Es versteht sich, daß natürlich
weitere Heizelemente vorgesehen sein können, beispielsweise
wie etwa die Heizelemente 26 gemäß der Ausführung gemäß Fig. 1.
Auch der Abluftventilator 80 ist von der Steuereinrichtung 58
gesteuert, wie durch eine Steuerleitung 65 angedeutet ist.
Eine weitere Ausführung eines erfindungsgemäßen Ofens ist in
Fig. 5 dargestellt und insgesamt mit der Ziffer 100 bezeichnet.
Auch hierbei werden entsprechende Teile mit entsprechenden
Bezugsziffern gekennzeichnet.
Der Ofen gemäß Fig. 5 unterscheidet sich von der zuvor beschrie
benen Ausführung im wesentlichen dadurch, daß der Katalysator
und der Abluftventilator nicht in den Ofen integriert sind,
sondern außerhalb an der Rückseite des Ofens angeordnet und
zu einer separaten Einheit zusammengefaßt sind. Es handelt sich
somit um eine Ausführung, die leicht nachgerüstet werden kann.
Der Ansaugkanal 13 ist an seinem rückwärtigen Ende über ein
vertikal verlaufendes Rohr 102 mit einem Anschlußstutzen 120
eines Abluftventilators 118 verbunden, der druckseitig in einen
Katalysatorkörper 108 mündet. Der Katalysatorkörper 108 weist
eine elektrische Heizung 110 auf und ist zusammen mit dieser
und mit dem Abluftventilator 118 von einem gemeinsamen Gehäuse
106 aufgenommen. Innerhalb des Katalysatorkörpers 108 ist ferner
noch ein Temperaturfühler 112 vorgesehen, um die Heizung 110
derart zu steuern, daß der Katalysatorkörper 108 in einem
optimalen Temperaturbereich betrieben wird, um einerseits eine
ausreichende Wirksamkeit des Katalysators sicherzustellen und
um andererseits den Energieverbrauch möglichst niedrig zu halten.
Hierzu sind der Abluftventilator 118, der Temperaturfühler 112
und die Heizung 110 über entsprechende Steuerleitungen 116,
112 und 110 mit der Steuereinrichtung 58 verbunden.
Claims (21)
1. Ofen zur Wärmebehandlung von Lebensmitteln, mit einem
Gehäuse (12), innerhalb dessen ein Garraum (14) vorgesehen
ist, der mittels einer Tür (16) verschließbar ist, mit
einer Heizeinrichtung (26, 28) zur Beheizung des Garraums,
mit einem Gebläse (32, 80, 118), und mit einer Abluftöffnung
(44), dadurch gekennzeichnet, daß der Garraum (14) eine
Zuluftöffnung (42) zur Luftzufuhr aufweist.
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zuluftöffnung (42) mit einem Ansaugkanal (13) verbunden
ist, der im Bereich des oberen Endes der Tür (16) mündet.
3. Ofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gebläse ein außerhalb des Garraums (14) angeordneter
Abluftventilator (80) ist, mit dem die Abluftöffnung (44)
verbunden ist.
4. Ofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Saugseite des Abluftventilators (80) mit einem Ansaugkanal
(13) verbunden ist, der im Bereich des oberen Endes der
Tür (16) mündet, und daß die Druckseite (84) des
Abluftventilators (80) mit der Abluftöffnung (44) verbunden
ist.
5. Ofen nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ansaugkanal (13) einen Ansaugtrichter (46) umfaßt,
der im Bereich des oberen Endes der Tür (16) mündet.
6. Ofen nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Tür (16) mindestens eine
Eintrittsöffnung (20) im unteren Bereich und mindestens
eine Austrittsöffnung (22) im oberen Bereich der Tür (16)
in der Nähe der Mündung (48) des Ansaugkanals (13) aufweist,
die über einen Verbindungskanal (18) verbunden sind.
7. Ofen nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß innerhalb des Ansaugkanals (13)
rippenartige Elemente (47) zur Kühlung und Kondensation
angesaugter Dämpfe vorgesehen sind.
8. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse (32) außerhalb
des Garraums (14) in einem getrennten Gebläseraum (30)
angeordnet ist, der auf der Saugseite des Gebläses (32)
über mindestens eine Ansaugöffnung (36) mit dem Garraum
(14) verbunden ist und der auf der Druckseite des Gebläses
(32) über Zutrittsöffnungen (38) mit dem Gebläse (32)
verbunden ist, um eine Umwälzung des Fluides innerhalb
des Garraums (14) zu ermöglichen, und daß die Druckseite
des Gebläses (32) mit der Abluftöffnung (44) verbunden
ist.
9. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zuluftöffnung (42) zumindest
teilweise verschließbar ausgebildet ist.
10. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abluftöffnung (44)
verschließbar ausgebildet ist.
11. Ofen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abluftöffnung eine Schließeinrichtung (51) aufweist, die
mit einem Überdruckventil kombiniert ist.
12. Ofen nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Steuereinrichtung (58) zum Öffnen und Schließen
der Zuluftöffnung (42) oder Abluftöffnung (44) nach einem
bestimmten Programm oder in Abhängigkeit von einem
Sensorsignal vorgesehen ist.
13. Ofen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuereinrichtung (58) ein zeitgesteuertes Öffnen und
Schließen nach einem vorwählbaren Programm für bestimmte
Lebensmittel erlaubt.
14. Ofen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zeitsteuerung für Backwaren zum Ende der Backzeit hin eine
Öffnung der Zuluftöffnung (42) bewirkt.
15. Ofen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Katalysator (86, 104) zur
Reinigung der Abluft vorgesehen ist.
16. Ofen nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der
Katalysator (104) außerhalb des Gehäuses (12) des Ofens
(100) angeordnet ist und mit einer Heizeinrichtung (110)
kombiniert ist.
17. Ofen nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abluftventilator (110)
außerhalb des Gehäuses (12) des Ofens (100) angeordnet
und mit dem Katalysator (104) verbunden ist.
18. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Abluftfilter (68) vorgesehen
ist.
19. Ofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Zuluftfilter (48) vorgesehen
ist.
20. Ofen nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Filter (68, 69) ein Druckfühler angeordnet
ist, um einen Druckabfall bei verbrauchtem Filter (68,
69) anzuzeigen.
21. Verfahren zum Backen von Lebensmitteln, bei dem die
Lebensmittel in einem Ofen mit Hitze beaufschlagt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß zunächst das Fluid innerhalb
des Ofens (10, 90, 100) umgewälzt wird (Umluftbetrieb),
und daß vor Ende der Backzeit auf eine Durchsaugung von
Fluid durch den Ofen umgeschaltet wird (Durchluftbetrieb),
um einen ständigen Wechsel des Fluids innerhalb des Ofens
zu bewirken.
Priority Applications (2)
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| DE19509569A DE19509569A1 (de) | 1995-03-16 | 1995-03-16 | Ofen zur Wärmebehandlung von Lebensmitteln und Verfahren zum Backen |
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| DE19509569A DE19509569A1 (de) | 1995-03-16 | 1995-03-16 | Ofen zur Wärmebehandlung von Lebensmitteln und Verfahren zum Backen |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: WIESHEU GMBH, 71563 AFFALTERBACH, DE |
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| 8131 | Rejection |