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Die
Erfindung betrifft ein elektrohydraulisches Motorpumpenaggregat
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1,
das als Spann- und Antriebsmodul Anforderungen an kompakte modulare Baugruppen
erfüllt.
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Bei
derartigen kompakten Aggregaten bilden Behälter, Motor
und Pumpe sowie die komplette Steuerung eine einbaufertige Einheit.
Von der Firma Rexroth werden diese kompakte Aggregate unter der Typenbezeichnung
UPE entsprechend dem RD-Blatt 51142/10.05 oder RD 51147/10.05 für
eine Vielzahl an Funktionen in der Automation, vor allem in Werkzeugmaschinen,
in Pressen, in der Reifenindustrie und in der Papierverarbeitung
eingesetzt. Hierbei gelangen Behältervolumen von 4,5 bis
9 Liter zum Einsatz und sind Leistungen von 0,37 bis 4 kW lieferbar. Als
Pumpen werden vornehmlich Radialkolbenpumpen, Zahnradpumpen und
Flügelzellenpumpen eingesetzt. Das Spann- und Antriebsmodul
vom Typ UPE 2 der Firma Rexroth weist im Wesentlichen ein Aluminiumgehäuse,
eine Pumpe und einen Unterölmotor auf. Ein in das Aluminiumgehäuse
eingepresste Stator führt die sich entwickelnde Wärme
auf die Außenwand des Aluminiumgehäuses.
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Die
vorstehend beschriebenen elektrohydraulische Motorpumpenaggregate
gelangen nur stehend zum Einsatz, wobei die Pumpe sich in der stehenden
Anordnung unten befindet, in Öl eintaucht und somit ansaugen
kann. Ein liegender Einsatz ist nicht möglich, da an in
Radialrichtung entgegengesetzten Abschnitten der Pumpe das Ansaugen
vorgenommen wird.
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Aus
der Druckschrift
DE
100 09 587 A1 ist ein kompaktes elektrohydraulisches Motorpumpenaggregat
beschrieben, bei dem eine Radialkolbenpumpe und eine Außenzahnradpumpe
in Axialrichtung hintereinander angeordnet sein können.
Dabei sind sowohl die Radialkolbenpumpe als auch die Zahnradpumpe
mit dem jeweiligen Gehäuse an einer Tragplatte befestigt,
wodurch sich ein hoher Montageaufwand und eine große Axiallänge
ergeben.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein elektrohydraulisches
Motorpumpenaggregat mit variabler Montage bei kostengünstiger Fertigung
und geringer Bauteilezahl zu schaffen.
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Diese
Aufgabe wird durch ein elektrohydraulisches Motorpumpenaggregat
gemäß Anspruch 1 gelöst.
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Es
wird ein elektrohydraulisches Motorpumpenaggregat mit einem Gehäuse
vorgesehen, das einen Speicher für Druckflüssigkeit
bildet und das ein mit einem rohrartigen Gehäusemittelteil
verbindbares Gehäuseabschlussteil aufweist, mit einem im
Gehäuse befindlichen Elektromotor und mit einer in dem Gehäuse
befindlichen Pumpe, die von dem Elektromotor über eine
Motorwelle antreibbar ist. Die Pumpe und das erste Gehäuseabschlussteil
sind so ausgestaltet, dass eine liegende oder stehende Betriebsweise
des Motorpumpenaggregats ermöglicht ist. Dadurch lässt
sich das Motorpumpenaggregat variabel einsetzen.
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Es
wird bevorzugt, dass zwischen dem Saugraum der Pumpe und dem Innenraum
des Gehäuses radial außerhalb des Saugraums der
Pumpe in Axialrichtung eine Verbindungsöffnung vorliegt,
die in einer solchen Weise vorgesehen ist, dass diese beim Einsitz
in der liegenden Betriebsweise näher als die Mittelachse
des Motorpumpenaggregates an der Auflagefläche des Motorpumpenaggregats
angeordnet werden kann. Auf diese Weise sind mit dem gleichen Pumpenaggregat
eine liegende und eine stehende Betriebsweise möglich.
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Es
wird bevorzugt, dass das Gehäuseabschlussteil einen Teil
des Pumpengehäuses bildet. Dadurch lassen sich die Anzahl
der verwendeten Bauteile verringern und eine geringe Axialabmessung
des Motorpumpenaggregats erzielen.
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Der
Druckanschluss und der Sauganschluss sind bevorzugt radial ausgebildet,
so dass das Anschlussbild herkömmlicher Spann- und Antriebsmodulen
umgesetzt werden kann.
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Ferner
können das Gehäuseabschlussteil und die Pumpe
ausgelegt sein, so dass für unterschiedliche Nenngrößen
der Pumpe der Abstand zwischen der zum Elektromotor weisenden Standfläche
der Pumpenwelle und der Standfläche des Gehäuseabschlussteils
konstant ist. Im Ergebnis kann bei verringertem Materialeinsatz
die Baugröße für unterschiedliche Nenngrößen
konstant gehalten werden.
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Die
Pumpe ist bevorzugt eine Außenzahnradpumpe, die einen variablen
Einsatz ermöglicht.
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Das
Gehäuseabschlussteil weist bevorzugt einen Zentriervorsprung
für die Pumpe auf, so dass diese in einfacher Weise am
Gehäuseabschlussteil ausgerichtet montierbar ist.
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Entsprechend
einer Weiterbildung sind das Gehäuseabschlussteil und die
Pumpe mit einer solchen Ausgestaltung versehen, dass für
unterschiedliche Nenngrößen der Pumpen eine unterschiedliche Länge
der Welle des angetriebenen Zahnrades anwendbar ist. Auf diese Weise
kann über unterschiedliche Wellenlängen ein unterschiedlicher
Fördervolumenstrom bei gleicher Axiallänge umgesetzt
werden.
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Die
Pumpe kann eine Radialkolbenpumpe sein. Somit ist auch bei diesem
Pumpentyp sowohl der stehende als auch der liegende Einsatz in einem Motorpumpenaggregat
möglich.
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Es
wird ferner bevorzugt, wenn das Pumpengehäuse durch das
Gehäuseabschlussteil des Motorpumpenaggregats und durch
einen in dieses eingebrachten Gehäuseabschnitt gebildet
wird, so dass die Baugruppe aus Gehäuseabschlussteil und
Pumpe kompakt ausgebildet werden kann.
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Wenn
der untere Lagerdeckel der Pumpe entfällt, dann baut das
Motorpumpenaggregat besonders kurz und wird durch den Wegfall einer
Komponente der Pumpe kostengünstiger.
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Erfindungsgemäße
Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Nachfolgend
wird die vorliegende Erfindung anhand schematischer Zeichnungen
beschrieben. Es zeigen:
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1A eine
Vorderansicht eines elektrohydraulischen Motorpumpenaggregats und 1B eine Ansicht
des Motorpumpenaggregats von links,
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2 eine
Schnittansicht eines Gehäuseabschlussteil mit Außenzahnradpumpe
entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
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3 ein
Gehäuseabschlussteil mit einer Radialkolbenpumpe entsprechend
dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
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4 ein
Gehäuseabschlussteil mit einer Radialkolbenpumpe entsprechend
einer Abwandlung des zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung,
und
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5 eine
Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles mit
einem Gehäuseabschlussteil und einer Außenzahnradpumpe
mit kürzer bauendem Gehäuse.
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Das
in 1A in der Vorderansicht gezeigte elektrohydraulische
Motorpumpenaggregat 3 weist ein Gehäuse 1 auf,
das ein motorseitiges Gehäuseabschlussteil 2 und
ein pumpenseitiges Gehäuseabschlussteil 4, die über
ein Gehäusemittelteil 6 miteinander verbunden
sind, hat. Das Gehäusemittelteil 6 ist bevorzugt
ein aus einer Aluminiumlegierung hergestelltes Profilrohr, das spanend
bearbeitet wurde und in den Gehäuseabschlussteilen 2 und 4 abgedichtet
aufgenommen ist. Die Gehäuseabschlussteile 2 und 4 sind
scheibenförmig ausgebildet und weisen die Anschlüsse
für den Motor und für die Pumpe auf. Dieses Gehäuse 1 hat
die Funktion des Speichers für das Hydraulikfluid hat und
dient als Gehäuseabschnitt sowohl für einen Elektromotor
als auch für eine Pumpe in dem Motorpumpenaggregat.
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In 1B,
die eine Ansicht von links des Gegenstandes aus 1A darstellt,
ist ein Stromversorgungsmodul 8 in der Draufsicht dargestellt,
das mit dem im Motorpumpenaggregat befindlichen Elektromotor elektrisch
verbunden ist.
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An
einem in Radialrichtung außen liegenden Abschnitt des motorseitigen
Gehäuseabschlussteils 2 ist eine Füllstandsanzeige 10 vorgesehen, über
die im liegenden Betrieb des elektrohydraulischen Motorpumpenaggregats,
in dem die Gehäuseabschlussteile 2, 4 vertikal
angeordnet sind, der Füllstand des Druckmittels im Motorpumpenaggregat
entnehmbar ist. Das pumpenseitige Gehäuseabschlussteil 4 weist in
einer in Radialrichtung rechtwinkligen Ausrichtung einen Pumpenanschluss
auf, der in 1B nicht gezeigt ist und mit
dem ein Anbaumodul 14 hydraulisch verbunden ist. Das Anbaumodul 14 ist
ein Steuerblock für Spann- und Antriebsmodule wie dieser
beispielsweise von der Bosch Rexroth AG unter der Bezeichnung IH15A
vertrieben wird. Dieses Anbaumodul kann eine beliebige Ventilanordnung
aufweisen, über die das über den Druckanschluss
entnommene Druckmittel Verbrauchern zuführbar ist.
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An
einer vom Gehäusemittelteil 6 abgewandten, zum
Betrachter in 1B weisenden Stirnfläche des
motorseitigen Gehäuseabschlussteils 2 ist ein Druckmittelab lass 18 vorgesehen,
der mit einem Stopfen verschlossen ist. Am pumpenseitigen Gehäuseabschlussteil 4 ist
benachbart zur Auflagefläche bei horizontalem Betrieb des
Motorpumpenaggregates ein weiterer Druckmittelablass 20 vorgesehen. Über
die Druckmittelablässe 18, 20 kann das Druckmittel
aus dem Gehäuse 1 abgelassen werden.
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1B ist
entnehmbar, dass das Anbaumodul 14 außerhalb der
Mittellinie M der Gehäuseabschlussteile 2, 4 angeordnet
ist. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt,
sondern der Druckanschluss kann zusammen mit dem Anbaumodul in einem
beliebigen Abschnitt der Außenfläche des pumpenseitigen
Gehäuseabschlussteils 4 vorgesehen sein, wobei
aus Gründen der Platzersparnis bevorzugt wird, dass das
Anbaumodul 14 parallel zum Gehäusemittelteil 6 verläuft.
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Das
Gehäusemittelteil 6 weist ferner in Axialrichtung
des Gehäusemittelteils 6 versetzt zwei Befestigungsausnehmungen 16a, 16b auf, über
die die Füllstandsanzeige 10 bei einer stehenden
Anordnung des Gehäusemittelteils 6 an diesem anbringbar ist.
In dem genannten zweiten Anwendungsfall ist das pumpenseitige Gehäuseabschlussteil 4 unten und
das motorseitige Gehäuseabschlussteil 2 oben angeordnet.
Diese variable Positionierung (stehend/liegend) wird durch den Innenaufbau
des Motorpumpenaggregats ermöglicht, der nachfolgend unter
Bezugnahme auf 2, die ein erstes Ausführungsbeispiel
darstellt, 3, die ein zweites Ausführungsbeispiel
darstellt, sowie 4, die eine Abwandlung des zweiten
Ausführungsbeispiels darstellt, beschrieben wird.
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2 zeigt
ein pumpenseitiges Gehäuseabschlussteil 34 mit
angebrachter Außenzahnradpumpe 36 entsprechend
dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung. In 2 ist
an der rechten Seite das Anbaumodul 14 angedeutet. Das
pumpenseitige Gehäuseabschlusssteil 34 weist einen
Scheibenabschnitt 38, einen Flansch 40 mit einer
Zurückstufung 42 und einem mittleren Abschnitt 44 zur
Aufnahme der Außenzahnradpumpe auf. Zwischen dem Flansch 40 und
der Außenfläche der Außenzahnradpumpe 36 ist
ein Ringraum 46 definiert, dessen Radius zum Scheibenabschnitt 38 hin
vergrößert ist.
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Die
Zurückstufung 42 ist mit einer Dichtung 48 versehen, über
die das auf das Gehäusemittelteil 6 aufgebrachte
pumpenseitige Gehäuseabschlussteil 34 mit dem
Gehäusemittelteil 6 fluiddicht verbindbar ist.
Im Scheibenabschnitt 38 sind in Radialrichtung ein Saugkanal 50 und
ein Druckkanal 52 vorgesehen, die jeweils zur Mittellinie
des Schaftabschnitts 54 hin verlaufen und vor dieser zur
Außenzahnradpumpe 36 hin abgewinkelt sind. Die
Außenzahnradpumpe 36 weist axial verlaufende Anschlüsse,
einen Sauganschluss S und einen Druckanschluss P, auf, die zum Scheibenabschnitt 38 hin
aus der Radialkolbenpumpe austreten.
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Im
Stand der Technik gelangen Außenzahnradpumpen mit eigenem
Gehäuse zum Einsatz. In der vorliegenden Erfindung wird
der zur Anschlusswelle 54 entgegengesetzt liegende Gehäuseabschnitt
der Außenzahnradpumpe durch das Gehäuseabschlussteil 34 gebildet.
Um eine Zentrierung der Außenzahnradpumpe in Bezug auf
das Gehäuseabschlussteil 34 vornehmen zu können,
ist an dem Gehäuseabschlussteil 34 ein Zentriervorsprung 56 vorgesehen,
der zwischen dem Sauganschluss S und dem Druckanschluss P zu einem
Gehäusemittelteil 58 der Außenzahnradpumpe 36 vorsteht
und das Gehäusemittelteil 58 zum Scheibenabschnitt 38 ausrichtet.
Zwischen dem Scheibenabschnitt 36 und dem Gehäusemittelteil 58 der
Außenzahnradpumpe 36 sind Dichtringe 60a, 60b ausgebildet, über
die die Druckräume der Außenzahnradpumpe 36 mit
dem Saugkanal 50 und dem Druckkanal 52 fluiddicht
verbindbar sind.
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Um
den horizontalen Betrieb des Motorpumpenaggregats zu ermöglichen,
steht der Ringraum 46 in einem Bereich, der zum Saugkanal 50 benachbart ist,
mit diesem über einer Verbindungsöffnung 62 in Druckmittelverbindung.
Der Saugkanal 50 ist durch einen Stopfen 51 verschlossen. Über
den Stopfen 51 kann Druckmittel aus dem Druckraum 46 abgelassen werden.
Dieser Saugkanal 50 kann statt des Druckmittelablasses 20 oder
zusätzlich zu diesem vorgesehen sein.
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Zur
Unterstützung der Zentrierung der Außenkolbenpumpe
in Bezug auf das Gehäuseabschlussteil 34 können
zusätzlich zum Zentriervorsprung 56 zwei in 2 nicht
gezeigte Passstifte dienen.
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Das
Gehäuseabschlussteil 34 wird je nach verwendeter
Nenngröße unterschiedlich ausgestaltet. Der Abstand
zwischen der Aufsetzfläche 64 der Außenzahnradpumpe
auf den mittleren Abschnitt 44 und der Stirnfläche 66 der
Anschlusswelle 54, der 2 mit b
wiedergegeben ist, ist genauso wie der Abstand zwischen der Aufsetzfläche 64 und
der zum Gehäuseabschlussteil 34 weisenden Stirnfläche
des Gehäusemittelabschnitts 58 der Außenzahnradpumpe 36 konstant.
Die Axialabmessung c des Gehäusemittelabschnitts 58 ist
in Abhängigkeit von der Nenngröße variabel.
Mit einem Gehäuseabschlussteil, das eine Außenzahnradpumpe
aufweist, entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel kann
eine kostengünstigere Fertigung mit weniger Teilen und
geringerer Montagezeit umgesetzt werden. Da lediglich eine Ver bindungsöffnung 62 vorgesehen
ist, die sich im liegenden Betrieb benachbart zu Auflagefläche
des Aggregats befindet, ist mit dem erfindungsgemäßen Motorpumpenaggregat
nicht nur ein stehender, sondern auch ein liegender Betrieb möglich.
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3 zeigt
einen Schnitt durch einen pumpenseitigen Gehäuseabschnitt 74 mit
einer Radialkolbenpumpe 76 entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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Wie
beim ersten Ausführungsbeispiel weist der Gehäuseabschlussteil 74 einen
Scheibenabschnitt 78 mit Flansch 80 und Zurückstufung 82 sowie
einem mittleren Abschnitt 84 zur Aufnahme der Radialkolbenpumpe 76 auf.
Zwischen dem Außenumfang der Radialkolbenpumpe 76 und
dem Innenumfang des Flansches 80 ist ein Ringraum 86 ausgebildet.
Die Zurückstufung 82 ist über eine Dichtung 88 mit
dem Gehäusemittelteil 6 des Motorpumpenaggregats
verbindbar. Ein Saugkanal 90 und ein Druckkanal 92 sind
im Scheibenabschnitt 78 ausgebildet und der Saugkanal 90 ist über
einen Stopfen 91 verschließbar und über
eine Verbindungsöffnung 102, die in Axialrichtung
des Motorpumpenaggregats verläuft, mit dem Ringraum 86 verbunden.
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Wie
beim ersten Ausführungsbeispiel sind der Druckkanal 92 und
der Saugkanal 90 zur Pumpe hin abgewinkelt. Die Radialkolbenpumpe 76 weist eine
Anschlusswelle 94 auf, die mit dem Elektromotor im Motorpumpenaggregat
verbindbar ist. Hierbei ist der Abstand zwischen der Stirnfläche 106 der
Anschlusswelle 94 und der Aufsetzfläche 104 der
Radialkolbenpumpe 76 auf den mittleren Abschnitt 84 des Gehäuseabschlussteils 74 vorzugsweise
gleich der Größe b des ersten Ausfühungsbeispiels.
Da der Saugkanal 90 und der Druckkanal 92 direkt
zu den inneren Druckräumen der Radialkolbenpumpe 76 verlaufen,
sind die Dichtungen um den Saugkanal und den Pumpkanal herum nicht
notwendig. Somit ist im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel
das Gehäusemittelteil 98 auf den mittleren Abschnitt 84 über
eine Dichtung 100 aufgesetzt.
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Die
Ausgestaltungen des pumpenseitigen Gehäuseabschlussteils 34, 74 des
ersten und des zweiten Ausführungsbeispiels unterscheiden
sich voneinander. Jedoch ist aufgrund einer vergleichbaren Ausgestaltung
der Anschlusswelle 54, 94 und der Flansche 40, 80 beim
ersten und zweiten Ausführungsbeispiel ein modularer Austausch
von pumpenseitigem Gehäuseabschlussteil und Pumpe an einem Aggregat
mit Elektromotor, Gehäusemittelteil und motorseitigem Gehäuseabschlussteil
möglich.
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Die
verwendeten Pumpen unterscheiden sich bei unterschiedlichen Größen
lediglich in der Dicke bei gleichem Abstand zwischen Stirnfläche
der Anschlusswelle und Gehäuseabschlussteil. Auf diese
Weise kann das Gehäuseabschlussteil mit der Pumpe auf vorbestimmte
Anforderungen ausgerichtet werden. Zum Antrieb kann in allen Fällen
der gleiche Elektromotor verwendet werden.
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Bei
der Außenzahnradpumpe entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel
werden maßliche Unterschiede aufgrund der Längenunterschiede,
die durch die einzelnen Längengrößen
bedingt sind, durch unterschiedliche Wellenlängen des angetriebenen
Zahnrads gelöst. Auf diese Weise entfallen unterschiedlich
starke Gehäuseabschlussteile. Bei den Motorpumpenaggregaten
entsprechend dem ersten und zweiten Ausführungsbeispiel
ist der Ringraum bei installiertem Gehäuseabschlussteil
am Gehäusemittelteil bevorzugt luftleer, damit das Ansaugen
von Luft verhindert ist.
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In 4 ist
eine Schnittansicht durch ein Gehäuseabschlussteil mit
einer Pumpe entsprechend einer Abwandlung des zweiten Ausführungsbeispiels dargestellt.
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Das
pumpenseitige Gehäuseabschlussteil 174 ist hier
einstückig mit einer Radialkolbenpumpe 176 ausgebildet.
Das Anbaumodul 14 steht mit einem Druckkanal 192 in
Druckmittelverbindung, der zwei abgewinkelte Bereiche 192a, 192b aufweist,
die zu Druckräumen der Radialkolbenpumpe 176 an
in Bezug auf die Anschlusswelle 154 entgegengesetzte Seiten
verlaufen. Die Anschlusswelle 194 ist einerseits im Scheibenabschnitt 178 gelagert,
in dem auch der Druckkanal 192 ausgebildet ist, und andererseits in
einem Gehäuseabschnitt 208, der mit Innenflächen
des Flansches 180 über eine Dichtung 210 eingebracht
ist. In diesem Gehäuseabschnitt 208 verläuft
achsparallel zur Anschlusswelle 194 die Verbindungsöffnung 202 zu
den Saugräumen, deren Axialabmessung im Hinblick auf eine
geringe Dicke der Baugrube möglichst klein gewählt
wird. Im Unterschied zu 3, in dem der Gehäusemittelteil
herkömmlicher Radialkolbenpumpen verwendbar ist, wird bei
der Abwandlung nach 4 ein im Hinblick auf das einfache
Einbringen in das Gehäuseabschlussteil 174 optimiertes
Gehäuse vorgesehen.
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Das
Ausführungsbeispiel nach 5 unterscheidet
sich von dem Ausführungsbeispiel nach 2 dadurch,
dass die Außenzahnradpumpe 36, die auf das pumpenseitige
Gehäuseabschlussteil 34 aufsetzt, kürzer
baut. Das Gehäuse besteht hier aus einem oberen Gehäusedeckel 57 und
einem Gehäusemittelteil 58. Norma lerweise hat
eine Außenzahnradpumpe einen oberen und einen unteren Gehäusedeckel,
die das Gehäusemittelteil, das die schwimmend gelagerten
Zahnräder aufnimmt, umgeben. Nach 5 entfällt
der untere Lagerdeckel, so dass die Zentrierung des Gehäusemittelteils 58 am
mittleren Gehäuseabschlussteilabschnitt 44 und
mittels zweier nicht gezeigter Passstifte erfolgt. Der Zentriervorsprung 56 nach 2 entfällt.
Die Dichtringe 60a, 60b sind zwischen der Anschlussseite
des Gehäusemittelteiles 58 und der pumpenseitigen
Stirnfläche des Gehäuseabschlussteiles 34 in
Einsenkungen im Gehäusemittelteil 58 angeordnet
und dichten die Verbindung zwischen dem Saugraum 49 der
Pumpe 36 und dem Saugkanal 50 des Gehäuseabschlussteils 34 sowie
die Verbindung zwischen dem Pumpraum 53 der Pumpe 36 und
dem Druckkanal 52 im Gehäuseabschlussteil 34 fluiddicht
ab.
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Es
wird ein elektrohydraulisches Motorpumpenaggregat vorgesehen, bei
dem das Gehäuse den Speicher für Druckflüssigkeit
und den Gehäuseabschnitt für den Elektromotor
bildet. Ein pumpenseitiges Gehäuseabschlussteil, dass mit
einem rohrartigen Gehäusemittelteil verbindbar ist, ist
mit einer Pumpe versehen, die von dem Elektromotor über
ein Motorwelle antreibbar ist. Die Pumpe und das Gehäuseabschlussteil
sind in einer solchen Weise ausgestaltet, dass eine liegende Betriebsweise
des Motorpumpenaggregates möglich ist.
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- 1
- Gehäuse
- 2
- motorseitiges
Gehäuseabschlussteil
- 3
- elektrohydraulisches
Motorpumpenaggregat
- 4
- pumpenseitiges
Gehäuseabschlussteil
- 6
- Gehäusemittelteil
- 8
- Stromversorgungsmodul
- 10
- Füllstandsanzeige
- 12
- Sauganschluss
- 14
- Anbaumodul
- 16a,
16b
- Befestigungsausnehmungen
- 18
- Druckmittelablass
- 20
- Druckmittelablass
- 34
- pumpenseitiges
Gehäuseabschlussteil
- 36
- Außenzahnradpumpe
- 38
- Scheibenabschnitt
- 40
- Flansch
- 42
- Zurückstufung
- 44
- mittlerer
Abschnitt
- 46
- Ringraum
- 48
- Dichtung
- 49
- Saugraum
- 50
- Saugkanal
- 51
- Stopfen
- 52
- Druckkanal
- 53
- Pumpraum
- 54
- Anschlusswelle
- 56
- Zentriervorsprung
- 57
- oberer
Gehäusedeckel
- 58
- Gehäusemittelteil
- 60a,
60b
- Dichtung
- 62
- Verbindungsöffnung
- 64
- Aufsetzfläche
- 66
- Stirnfläche
- 74
- pumpenseitiges
Gehäuseabschlussteil
- 76
- Radialkolbenpumpe
- 78
- Scheibenabschnitt
- 80
- Flansch
- 82
- Zurückstufung
- 84
- mittlerer
Abschnitt
- 86
- Ringraum
- 88
- Dichtung
- 90
- Saugkanal
- 91
- Stopfen
- 92
- Druckkanal
- 94
- Anschlusswelle
- 98
- Gehäusemittelteil
- 100
- Dichtung
- 102
- Verbindungsöffnung
- 104
- Aufsetzfläche
- 106
- Stirnfläche
- 174
- pumpenseitiges
Gehäuseabschlussteil
- 176
- Radialkolbenpumpe
- 178
- Scheibenabschnitt
- 180
- Flansch
- 192
- Druckkanal
- 192a,
192b
- abgewinkelter
Bereich
- 194
- Anschlusswelle
- 202
- Verbindungsöffnung
- 208
- Gehäuseabschnitt
- 210
- Dichtung
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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