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DE102008042396A1 - Antrieb für eine Rotationsdruckmaschine - Google Patents

Antrieb für eine Rotationsdruckmaschine Download PDF

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DE102008042396A1
DE102008042396A1 DE102008042396A DE102008042396A DE102008042396A1 DE 102008042396 A1 DE102008042396 A1 DE 102008042396A1 DE 102008042396 A DE102008042396 A DE 102008042396A DE 102008042396 A DE102008042396 A DE 102008042396A DE 102008042396 A1 DE102008042396 A1 DE 102008042396A1
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drive
motor
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Arndt Jentzsch
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Koenig and Bauer AG
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Koenig and Bauer AG
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    • B41PINDEXING SCHEME RELATING TO PRINTING, LINING MACHINES, TYPEWRITERS, AND TO STAMPS
    • B41P2213/00Arrangements for actuating or driving printing presses; Auxiliary devices or processes
    • B41P2213/70Driving devices associated with particular installations or situations
    • B41P2213/73Driving devices for multicolour presses
    • B41P2213/734Driving devices for multicolour presses each printing unit being driven by its own electric motor, i.e. electric shaft

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Antrieb für eine Rotationsdruckmaschine mit - mehreren Werken, die als Druck- oder Lackwerke ausgebildet sind, - einem werkübergreifenden Antriebsräderzug, der eine Mehrzahl von Rotationskörpern während eines Druckbetriebs antreibt, - mindestens einem Hauptantriebsmotor, der Antriebsmomente in den Antriebsräderzug einspeist, wobei zumindest einem weiteren Rotationskörper in den Werken jeweils ein Einzelantrieb zugeordnet ist und die weiteren Rotationskörper mit den vom Antriebsräderzug angetriebenen Rotationskörpern in einem Drehmomente übertragenden Kontakt stehen. Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, den Hauptantrieb in Druckmaschinen mit Einzelantrieben zur Überwindung der Nachteile aus dem Stand der Technik zu verbessern, wird dadurch gelöst, dass der Hauptantriebsmotor ein als High-Torque-Motor ausgebildeter Langsamläufer ist, der direkt oder über ein vorzugsweise einstufiges Vorgelegegetriebe mit hoher Steifigkeit dem Antriebsräderzug zugeordnet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Antrieb für eine Rotationsdruckmaschine mit mehreren Werken gemäß dem Oberbegriff des ersten Anspruches.
  • In konventionellen Rotationsdruckmaschinen mit einem zentralen Hauptantrieb werden alle den Bedruckstoff durch die Druckmaschine transportierenden Zylinder oder Trommeln und alle Farbe, Lack oder Feuchtmittel übertragenden Walzen, Heber, Duktoren oder Zylinder von einem zentralen Antriebsmotor über einen druck- und lackwerkübergreifenden durchgehenden Antriebsräderzug angetrieben. Im Folgenden sollen alle angetriebenen Zylinder, Trommeln, Walzen usw. unter dem Begriff Rotationskörper zusammengefasst werden. Bei einem zentralen Antrieb ist der Mehrzahl der Rotationskörper jeweils ein Antriebszahnrad des Antriebsräderzuges zugeordnet, die übrigen Rotationskörper, insbesondere Farbwerkwalzen, werden über Oberflächenreibung mittelbar von benachbarten, über den Antriebsräderzug angetriebenen Rotationskörpern in Bewegung versetzt.
  • Nachteilig an einem zentralen Antrieb ist die Neigung zur Übertragung von lokal initiierten Schwingungen über den durchgehenden Antriebsräderzug, der ein schwingungsfähiges System bildet, auf die gesamte Druckmaschine und die daraus resultierenden Druckqualitätseinschränkungen.
  • Zur Reduzierung der Zahnkräfte im Antriebsräderzug langer Druckmaschinen und zur Reduzierung von Schwingungsproblemen sind Längswellen bekannt, die das Antriebsmoment des Hauptmotors auf mehrere Eintriebsstellen im Antriebsräderzug verteilen.
  • Auch die Längswelle bildet ein schwingfähiges System, welches die Schwingungsprobleme in einem durchgehenden Antriebsräderzug nicht lösen kann.
  • Alternativ zur Längswelle kann der Hauptantrieb auch mittig zwischen den Druckwerken angeordnet sein, damit wird in die Teilmaschinen jeweils nur das halbe Antriebsmoment eingeleitet. Allerdings führt diese zentrale Anordnung des Hauptmotors aufgrund der entgegengesetzt fließenden Antriebsmomente wiederum zu Problemen bezüglich einer stabilen Zahnflankenanlage bei Drehmomentschwankungen, die sich in schwer beherrschbaren Registerabweichungen der Druckteilbilder äußern.
  • Mit den beschriebenen Mitteln konnten die Nachteile der konventionellen Hauptantriebe nicht grundsätzlich überwunden werden. Zur Aufbringung der hohen Antriebsleistungen für alle Druck- und Lackwerke und peripheren Einrichtungen einer Rotationsdruckmaschine sind bewährte Gleichstrom- oder Drehstrommotoren im Einsatz, die zur Erzeugung der benötigten Druckdrehzahlen im Bereich von 3000–18000 u/h (Eintourenwelle) im Allgemeinen über Riemengetriebe mit dem Antriebsräderzug der Druckmaschine gekoppelt sind und bei besonders langen Druckmaschinen (mit einer Vielzahl von Druck- und Lack werken) über mehrere Eintriebstellen oder mit mehreren Antriebsmotoren Antriebsmomente einspeisen. Die Riementriebe und Verteilungsgetriebe bilden jedoch aufgrund ihrer Elastizität und wegen unvermeidbarer Riemenunwuchten ihrerseits Schwingungsquellen, die Drehwinkelasynchronitäten bei der Farbübertragung auf den Bedruckstoff oder beim Bedruckstofftransport verstärken und ebenfalls zu daraus resultierenden Druckungenauigkeiten führen. Die schlupfbehafteten Hauptantriebsmotoren sind darüber hinaus schwer lageregelbar und sind aufgrund ihrer Baugröße und Trägheit nur begrenzt zur Einspeisung von Schwingungskompensationsdrehmomenten geeignet.
  • Zur Überwindung dieser Nachteile wurden in neuerer Zeit separate Einzelantriebe an denjenigen Rotationskörpern vorgesehen, deren Abkopplung vom Antriebsräderzug zu einer Verbesserung der Druckqualität infolge der Reduzierung von Störschwingungen führt oder deren separate Verdrehbarkeit einen Rüstzeit einsparenden, parallelen Ablauf von Hilfsprozessen oder eine einfachere Korrektur von Asynchronitäten zwischen benachbarten Rotationskörpern ermöglicht. Bevorzugt werden Druckform-, Lackform- bzw. Plattenzylinder in Offsetdruckmaschinen mit Einzelantrieben ausgestattet, um neben der Unterbindung von Schwingungseinflüssen einen gleichzeitigen Plattenwechsel in allen Druckwerken oder eine zeitliche Parallelität von Hilfsprozessen zur Rüstzeiteinsparung zu ermöglichen.
  • Eine derartige Druckmaschine ist beispielsweise aus der DE 196 23 224 A1 bekannt. Darin sind Einzelantriebe in unterschiedlichen Anordnungen für Bogenoffsetrotationsdruckmaschinen mit einem Hauptantrieb oder – zur Reduzierung der über die Zahnräder übertragenen Drehmomente – mit mehreren Hauptantrieben (Mehrmotorenantrieb) beschrieben.
  • In der DE 198 22 893 A1 ist es für eine Rotationsdruckmaschine mit einem Hauptantrieb und integrierten Bebilderungseinrichtungen für die Druckformen vorgesehen, Druckformzylinder während der Bebilderungsphase aus dem Antriebsräderzug auszukuppeln und mit separaten Einzelantrieben schwingungsarm und mit höherer Geschwindigkeit anzutreiben. Außerhalb des Bebilderungsbetriebes können die gleichförmig umlaufenden Druckmaschinenkomponenten der Druck- und Lackwerke mit den Einzelantrieben und die schwingungsbehafteten Baugruppen der Bogenan- und -auslage weiterhin mit dem Hauptantrieb angetrieben werden.
  • Für die Einzelantriebe werden bevorzugt sogenannte High-Torque-Motoren (= hohes Drehmoment) aufgrund der spielfreien und steifen Direktantriebsmöglichkeit der Rotationskörper eingesetzt. Ein Nachteil von High-Torque-Motoren ist ihre Baugröße.
  • Der Einsatz von Einzelantrieben kann jedoch die Schwingungsprobleme im Antriebsräderzug mit traditionellem Hauptantrieb nicht wesentlich mindern.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Hauptantrieb in Druckmaschinen mit Einzelantrieben zur Überwindung der Nachteile aus dem Stand der Technik zu verbessern.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des ersten Anspruchs gelöst.
  • Der erfindungsgemäße Antrieb für eine Rotationsdruckmaschine mit mehreren Werken, die als Druck- oder Lackwerke ausgebildet sind, die Farbe oder Lack übertragende Rotationskörper und Bedruckstoffe transportierende Rotationskörper enthalten, wobei ein werkübergreifender Antriebsräderzug eine Mehrzahl der Rotationskörper in und zwischen den Druck- oder Lackwerken während eines Druckbetriebs antreibt und mindestens ein Hauptantrieb Antriebsmomente in den Antriebsräderzug einspeist, zeichnet sich dadurch aus, dass bei Antriebskonfigurationen, bei denen einem oder mehreren weiteren Rotationskörper(n) in den Druck- oder Lackwerken Einzelantriebsmotoren zugeordnet sind, wobei die einzeln angetriebenen Rotationskörper mit den vom Antriebsräderzug angetriebenen Rotationskörpern in einem Drehmomente übertragenden Kontakt stehen, der Hauptantrieb mindestens einen als High-Torque-Motor ausgebildeten Langsamläufer aufweist, welcher direkt oder über ein vorzugsweise einstufiges Vorgelegegetriebe mit hoher Steifigkeit dem Antriebsräderzug zugeordnet ist.
  • Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass der Hauptteil der Antriebsleistung für eine Offsetrotationsdruckmaschine in den Farb- und Lackwerken infolge der dort erforderlichen Oberflächenreibung der Farbe oder Lack führenden Rotationskörper verbraucht wird und dass deshalb der Einsatz von Einzelantrieben an Rotationskörpern, die Antriebsmomente über Drehmomente übertragende Kontakte bzw. Verbindungen, d. h. über Getriebe, Oberflächen- oder Schmitzringreibung, auch in die Farb- oder Lackwerke einspeisen, zu einer Entlastung des Hauptantriebs führt, wodurch es möglich wird, den Hauptantrieb für geringere Antriebsleistungen auszulegen. Mit dem Einsatz von Einzelantrieben in Druck- oder Lackwerken von Offsetrotationsdruckmaschinen, die zweckmäßig an Druckform- bzw. Plattenzylindern oder an Gummizylindern angeordnet sind, kann die für den Antrieb des Antriebsräderzuges erforderliche Hauptantriebsleistung nunmehr soweit reduziert werden, dass der Einsatz von High-Torque-Motoren auch für den Hauptantrieb möglich wird. High-Torque-Motoren im Hauptantrieb weisen aufgrund ihres ausgezeichneten Regelverhaltens und ihrer schlupffreien Drehwinkel-Positionierbarkeit ein hohes Potential für eine effektive Störmomentkompensation und kontinuierliche Zahnflankenanlage im Antriebsräderzug auf.
  • Die Erfindung hat den Vorteil, dass es mit dem Einsatz von High-Torque-Hauptantriebsmotoren zu einer beträchtlichen kostensparenden Vereinfachung des Druckmaschinenantriebs und durch den möglichen Verzicht auf elastische Zwischengetriebe zu einer Reduzierung von Schwingungen im Antriebsräderzug kommt.
  • Im Folgenden soll die Erfindung am Beispiel einer Bogenoffsetrotationsdruckmaschine in Reihenbauweise erläutert werden. Die dazugehörige Zeichnung stellt in
  • 1: eine schematische Darstellung einer Bogenoffsetrotationsdruckmaschine mit Plattenzylinder-Einzelantrieben und High-Torque-Hauptantriebsmotoren in verschiedenen Anordnungen dar.
  • In 1 ist eine Bogenoffsetrotationsdruckmaschine in Reihenbauweise mit einer Bogenanlage AN, fünf Druckwerken W1...W5 und einer Bogenauslage AU dargestellt. Anstelle eines oder mehrerer der Druckwerke W1...W5 können auch Lackwerke vorhanden sein. Jedes der Druckwerke W1...W5 weist einen bogenführenden Druckzylinder 1 auf, der mit einer vor- und einer nachgeordneten bogenführenden Übergabetrommel 2 zwecks Bogentransportes zwischen den Druckwerken W1...W5 in Wirkverbindung steht. Jedem Druckzylinder 1 in den beispielhaft als Offsetdruckwerke ausgestalteten Druck- oder Lackwerken W1...W5 ist ein das jeweilige Druckteilbild auf die Bogen übertragender Gummizylinder 3 und diesem wiederum ein Plattenzylinder 4 zugeordnet, auf dessen Mantelfläche eine das Druckteilbild aufweisende Druckplatte (nicht dargestellt) aufgespannt ist. Die Plattenzylinder 4 stehen während des Druckbetriebes mit je einem Farbwerk 5 (wovon symbolisch nur eine Auftragwalze dargestellt ist) sowie mit dem Gummizylinder 3 in Oberflächenkontakt, um eine kontinuierliche Farbübertragung auf die zu bedruckenden Bogen zu gewährleisten. Anstelle von Plattenzylindern 4 können auch Druckformzylinder beispielsweise mit inline (direkt) bebilderbarer Mantelfläche vorgesehen sein. Im Ausführungsbeispiel nicht dargestellte Lackwerke sind etwas einfacher aufgebaut, hier entfällt der Gummizylinder 3, so dass der Lack von einem Lackformzylinder direkt auf den Bedruckstoffbogen aufgebracht wird.
  • Die Übergabetrommeln 2, Druckzylinder 1, Gummizylinder 3 und die den Plattenzylindern 4 zugeordneten Farbwerke 5 sind über einen durchgehenden Antriebsräderzug ARZ untereinander verbunden, der in 1 durch Linien zwischen den Drehachsen der Rotationskörper symbolhaft dargestellt ist.
  • Zumindest einem Farbe übertragenden Rotationskörper 3, 4 pro Druckwerk W1...W5 ist in bekannter Weise jeweils ein Einzelantrieb EA zugeordnet. Vorzugsweise sind die Platten zylinder 4 der Druckwerke W1...W5 aus dem Antriebsräderzug ARZ herausgelöst und werden durch Einzelantriebe EA separat angetrieben. Die Motoren der Einzelantriebe EA sind über ihre (nicht dargestellten) Antriebsregler mit dem Antriebsräderzug ARZ/Hauptantriebsmotor(en) M synchronisiert.
  • Es ist auch bekannt, die Gummizylinder 3 oder die Gummizylinder 3 und Plattenzylinder 4 (Druckformzylinder) mit dezentralen Einzelantrieben EA auszustatten. Die Einzelantriebe EA können auch Lackformzylindern von Lackwerken zugeordnet sein.
  • Erfindungsgemäß ist zumindest ein Hauptantriebsmotor M als ein High-Torque-Motor ausgebildet.
  • Zur besseren Anpassung an den für den Druck benötigten Drehzahlbereich kann der Eintrieb des Hauptantriebsmotors M in den Antriebsräderzug ARZ über ein einstufiges Vorgelegegetriebe mit hoher Steifigkeit, beispielsweise ein Stirnradgetriebe, erfolgen. Der Hauptantriebsmotor M wird von einer (nicht dargestellten) Antriebsregelung zumindest drehzahl- und drehmomentgeregelt.
  • Der Antriebsmoment des Hauptantriebsmotors M für die Druckmaschine wird vorzugsweise über den Druckzylinder 1 des ersten Druckwerkes W1 in den Antriebsräderzug ARZ eingespeist.
  • Über den durchgehenden Antriebsräderzug ARZ wird das Antriebsmoment auf alle zentral angetriebenen Rotationskörper 1, 2, 3, 5 in den Druckwerken W1...W5 verteilt. Zusätzlich werden über die reibungsbehafteten Oberflächenkontakte der farbführenden Rotationskörper (Gummizylinder 3, Plattenzylinder 4, Farbwerkwalzen ...) Antriebsmomente zwischen zentral und dezentral angetriebenen Rotationskörpern übertragen. Weiterhin befinden sich üblicherweise zur Erzielung eines konstanten Anpressdruckes zwischen Druckzylindern 1, Gummizylindern 3 und Plattenzylindern 4 in den Randbereichen dieser Zylinder gehärtete Metallringe mit den Abrolldurchmessern der Mantelflächen, die unter Pressung aufeinander abrollen und parallel zur Oberflächenreibung der Mantelflächen ebenfalls Antriebsmomente überfragen.
  • Der erfinderische Grundgedanke der vorgeschlagenen Lösung für den Hauptantriebsmotor M basiert auf der bereits beschriebenen Tatsache, dass aufgrund der Vielzahl der in den Farbwerken 5 eingesetzten Walzen, die über Oberflächenreibung und axiale Pendelbewegungen (Changieren) die Druckfarbe gleichmäßig über die Walzenbreite verteilen, im Fortdruckbetrieb ein großer Teil der Antriebsleistung in den Farb- oder auch Lackwerken W1...W5 verbraucht wird.
  • Da die separat angetriebenen Plattenzylinder 4 während des Druckbetriebes über Mantelflächen- und Schmitzringkontakte mit den vom Hauptantriebsmotor M angetrieben Gum mizylindern 3 und Farbwerken 5 in Drehmomente übertragender Verbindung stehen, fließen die über die Antriebsmomente für die Bewegung der Plattenzylinder 4 hinausgehenden überschüssigen Antriebsmomente der Einzelantriebe EA über die Oberflächenkontakte mit den Gummizylindern 3 und Farbwerken 5 in den Antriebsräderzug ARZ, so dass bei zugeschalteten Plattenzylinder- Einzelantrieben EA der Hauptantrieb entlastet wird.
  • Die Drehmomente der Einzelantriebe EA an den Plattenzylindern 4 werden dabei jeweils zu einem Teil über die Schmitzringkontakte auf die benachbarten Gummizylinder 3 übertragen und zum anderen Teil über die Mantelflächenkontakte mit jeweils zumindest einer Farbauftragwalze in die Farbwerke 5 eingeleitet. Gummizylinder 3 und Farbauftragwalzen sind mit ihren Antriebszahnrädern in den zentral angetriebenen Antriebsräderzug ARZ eingebunden.
  • Ein einzeln angetriebener und nicht mit dem Antriebsräderzug ARZ in Verbindung stehender Gummizylinder 3 würde dementsprechend mit dem Druckzylinder 1 und mit dem Plattenzylinder 4 in einem Drehmomente übertragenden Mantelflächen- und Schmitzringkontakt stehen, wobei bei dieser Antriebskonfiguration der Druckzylinder 1 und der Plattenzylinder 4 jeweils einen Teil des Antriebsmoments des Einzelantriebes EA in den Antriebsräderzug ARZ einspeisen und den Hauptantriebsmotor M somit entlasten.
  • Die reduzierte Antriebsleistung des Hauptantriebsmotors M ermöglicht den Einsatz von Motorbauarten, insbesondere hochdynamischen High-Torque-Motoren, die für eine trägheitsarme Drehwinkelregelung und Schwingungskompensation durch entgegengerichtete Antriebsmomente weitaus besser geeignet sind als die traditionellen Hauptantriebsmotoren.
  • Als High-Torque-Motoren werden üblicherweise Motortypen bezeichnet, bei denen für den Rotor besonders starke Seltenerdenmagnete verwendet werden.
  • Bei diesen Motoren handelt es sich insbesondere um vorzugsweise bürstenlose DC-Motoren, die als Langsamläufer ausgebildet sind. High-Torque-Motoren besitzen dazu eine hohe Polzahl, die eine hohe Leistungsdichte und eine sehr genaue Drehwinkellageregelung ermöglicht, weshalb sie auch als Schrittmotoren Verwendung finden.
  • Der Vorteil der hohen Leistungsdichte dieser Motoren wird vorteilhaft durch ihre Eignung auch für geringe Drehzahlen ergänzt, so dass weniger mechanische Komponenten, wie Riemen, Getriebe oder Kupplungen benötigt werden. Alle diese Komponenten bringen unnötige Elastizität in das erforderliche steife Antriebssystem ein. Die High-Torque-Langsamläufer treiben die Welle ohne Getriebe, also direkt und völlig spielfrei an.
  • Sie besitzen konstruktionsbedingt einen sehr hohen Wirkungsgrad, können problemlos mit Wasser gekühlt werden und können hohe Impulsbelastungen durch eine gute Wärmekopplung der Spulen mit dem Stator bewältigen.
  • Ein weiterer Vorteil der vorgeschlagenen Antriebslösung besteht darin, dass für die Einzelantriebe EA und den Hauptantriebsmotor M bauartgleiche Motoren verwendet werden können, wodurch auch ein Standardisierungseffekt eintritt.
  • Bei langen Druckmaschinen ist es analog zu bekannten konventionellen Antriebsanordnungen vorteilhaft, mehrere High-Torque-Motoren für den Hauptantrieb einzusetzen (Mehrmotorenantrieb), vorzugsweise kann am ersten und letzten Druck- oder Lackwerk W1...W5 jeweils ein High-Torque-Motor insbesondere dem Druckzylinder 1 oder Lackzylinder zugeordnet sein, wobei die High-Torque-Motoren aufgrund der hohen Dynamik dieser Antriebe im Vergleich zu bekannten Mehrmotorenantrieben ein weitaus besseres Regelverhalten in Bezug auf kontinuierliche Zahnflankenanlage (konstante Verspannung im Antriebsräderzug ARZ) oder Störmomentkompensation zeigen. Der zweite High-Torque-Motor vor der Auslage kann dabei in Abhängigkeit von der Betriebsart der Druckmaschine zur Erzielung einer stabilen Zahnflankenanlage temporär auch als Bremsmotor arbeiten. Falls die Einzelantriebe EA den Plattenzylindern 4 zugeordnet sind, kann der als High-Torque-Motor ausgebildete Hauptantriebsmotor M auch an einem Gummizylinder 3 angeordnet sein bzw. im Falle von Mehrmotorenantrieben können mindestens zwei High-Torque-Motoren als Hauptantriebsmotoren M an Gummizylindern 3 verschiedener Druck- oder Lackwerke W1...W5 vorgesehen sein.
  • 1
    Druckzylinder
    2
    Übergabetrommel
    3
    Gummizylinder
    4
    Plattenzylinder
    5
    Farbwerk
    AN
    Bogenanlage
    AU
    Bogenauslage
    ARZ
    Antriebsräderzug
    W1...W5
    Druck- oder Lackwerk
    EA
    Einzelantrieb
    M
    Hauptantriebsmotor
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19623224 A1 [0009]
    • - DE 19822893 A1 [0010]

Claims (4)

  1. Antrieb für eine Rotationsdruckmaschine mit – mehreren Werken (W1...W5), die als Druck- oder Lackwerke ausgebildet sind, – einem werkübergreifenden Antriebsräderzug (ARZ), der eine Mehrzahl von Rotationskörpern (1, 2, 3, 5) während eines Druckbetriebs antreibt, – mindestens einem Hauptantriebsmotor (M), der Antriebsmomente in den Antriebsräderzug (ARZ) einspeist, wobei zumindest einem weiteren Rotationskörper (4) in den Werken (W1...W5) jeweils ein Einzelantrieb (EA) zugeordnet ist und die weiteren Rotationskörper (4) mit den vom Antriebsräderzug (ARZ) angetriebenen Rotationskörpern (1, 2, 3, 5) in einem Drehmomente übertragenden Kontakt stehen, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Hauptantriebsmotor (M) ein als High-Torque-Motor ausgebildeter Langsamläufer ist, der direkt oder über ein vorzugsweise einstufiges Vorgelegegetriebe mit hoher Steifigkeit dem Antriebsräderzug (ARZ) zugeordnet ist.
  2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der als High-Torque-Motor ausgebildete Hauptantriebsmotor (M) dem in Bedruckstofftransportrichtung ersten Werk (W1) zugeordnet ist.
  3. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein als High-Torque-Motor ausgebildeter Hauptantriebsmotor (M) dem ersten und dem letzten Werk (W1, W5) zugeordnet ist.
  4. Antrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelantriebe (EA) ebenfalls als High-Torque-Motoren ausgebildete Langsamläufer sind.
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