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Die
Erfindung betrifft einen Ratschenschlüssel mit Umschaltung.
Ratschenschlüssel dieser Art sind bekannt. Sie enthalten
einen an der einen Seite des Griffs aus einem Schlüsselkopf
herausragenden Vierkantansatz, der mit einer Nuss verbunden werden
kann. Der Vierkantansatz ist in dem Schlüsselkopf drehbar
gelagert, wobei die Lagerung so ausgestaltet ist, dass der Vierkantansatz
einen Freilauf im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn aufweist. In
der umgekehrten Richtung wird er beim Verdrehen mitgenommen. Zur
Bestimmung, in welche Richtung der Vierkantansatz drehmitgenommen
wird, gibt es eine Umschalteinrichtung, die manuell betätigt
werden kann. Wegen einer leichteren Handhabung ist diese Umschalteinrichtung
mit einer Handhabe versehen, die mit der Hand betätigt
werden kann, die den Ratschenschlüssel bedient.
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Es
gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie eine solche Handhabe
aussehen und angeordnet werden kann. Beispielsweise handelt es sich
um einen Hebel, der an der Übergangsstelle zwischen dem
Schlüsselkopf und dem Handgriff angeordnet ist und aus
einer Mittelstellung nach rechts und links verschwenkt werden kann
(
DE 20 2006 017293
U ).
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Ebenfalls
bekannt ist ein Ratschenschlüssel mit einer Umschalthandhabe,
die als Scheibe ausgebildet ist, deren Umfangsrand in einer Vertiefung
des Schlüsselkopfs angeordnet ist, wobei die Flachseite der
Scheibe mehrere Rippen aufweist (
WO 99/28091 ).
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen umschaltbaren Ratschenschlüssel
dieser Art derart weiter zu verbessern, dass auch unter ungünstigen
Bedingungen eine Einhandbedienung, insbesondere mit dem Daumen,
möglich ist.
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Zur
Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung einen
Ratschenschlüssel mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen
vor. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
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Die
Ringscheibe ist ein Bauteil, das sich zum Abdecken der in dem Schlüsselkopf
enthaltenen Umschalteinrichtung direkt anbietet. Diese Ringscheibe auch
zum Betätigen der Umschalteinrichtung zu verwenden, ist
daher sinnvoll. Der radiale Überstand über den
Schlüsselkopf an der Stelle, wo sich die beiden Teile treffen,
macht das Anfassen insbesondere mit dem Daumen sehr günstig.
Dies gilt insbesondere dann, wenn der Benutzer Arbeitshandschuhe
benutzt.
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Erfindungsgemäß kann
in Weiterbildung vorgesehen sein, dass die dem Schlüsselkopf
zugewandte Umfangskante der Ringscheibe abgerundet ausgebildet ist.
Diese Kante, die ja jetzt über den Schlüsselkopf
vorsteht, wird möglicherweise im harten Arbeitseinsatz
beschädigt. Damit eine solche Beschädigung nicht
zu Konflikten mit dem Übergangsbereich zwischen dem Schlüsselkopf
und dem Griff führt, wird diese Kante in Weiterbildung
der Erfindung abgerundet.
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In
nochmaliger Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass
die Umfangsfläche der Ringscheibe schräg verläuft,
und zwar vorzugs weise in einem Winkel zwischen 45 und 60° gegenüber
der Ebene des Übergangs zwischen dem Schlüsselkopf und
der Ringscheibe.
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Diese
Umfangsfläche kann vorzugsweise eine geradlinige oder eine
konvexe Kontur aufweisen.
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Die
Größe des Überstands der Ringscheibe über
den Schlüsselkopf kann von der Größe
des Vierkantantriebs abhängig sein. Sie beträgt
vorteilhaft zwischen 1,0 und 3 mm, vorzugsweise mindestens 1,5 mm.
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Zur
nochmaligen Verbesserung der Handhabung kann vorgesehen sein, dass
die Umfangsfläche der Ringscheibe eine Rändelung
aufweist, vorzugsweise eine Querrändelung oder eine Kreuzrändelung.
Damit soll ein Abrutschen des Benutzers mit der Hand verhindert
werden.
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Auch
die Dicke der Ringscheibe kann bei der Verbesserung der Handhabung
berücksichtigt werden. Hier schlägt die Erfindung
vor, der Ringscheibe eine Dicke zu geben, die etwa bei einem Drittel
der Dicke des Schlüsselkopfs liegt.
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Weitere
Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben
sich aus den Ansprüchen und der Zusammenfassung, deren
beider Wortlaut durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht
wird, der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigen:
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1 eine
Seitenansicht des vorderen Endes eines Ratschenschlüssels
mit nur angedeutetem Griff;
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2 einen
Querschnitt durch die Ringscheibe;
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3 in
vergrößertem Maßstab einen Schnitt durch
den Randbe reich der Ringscheibe
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4 eine
Ansicht einer weiteren Ausführungsform in einer Richtung
von links in 1;
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5 eine
der 4 entsprechende Darstellung einer weiteren Ausführungsform.
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In 1 ist
rechts noch das Ende des Handgriffs 1 zu sehen, der zum
Betätigen des Ratschenschlüssel benutzt wird.
An dem Ende dieses Handgriffs 1 ist der Schlüsselkopf 2 ausgebildet.
Er enthält in seinem Inneren eine Einrichtung, um den aus
der in 1 unteren Seite herausragenden Vierkantansatz 3 in
einer Drehrichtung mitzunehmen und in der anderen Richtung freizugeben.
Der Schlüsselkopf 2 enthält eine ebene
Unterseite 4 und eine ebene Oberseite 5. Beide
sind im dargestellten Beispiel parallel zueinander. Aus der Unterseite
ragt, wie bereits erwähnt, der Vierkantansatz 3 heraus,
und die Unterseite ist durch eine Scheibe 6 abgedeckt.
An dieser Scheibe 6 ist der Vierkantansatz 3 angeformt.
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Auf
der gegenüberliegenden Oberseite 5 ist die Ringscheibe 7 angeordnet.
Sie ist gegenüber dem Schlüsselkopf 2 um
eine senkrecht zu der Oberseite 5 des Schlüsselkopfs 2 verlaufende
Achse begrenzt verdrehbar gelagert. Die Ringscheibe 7 weist eine
Stirnseite 8 auf, die ebenfalls zumindest angenähert
eben ausgebildet ist und parallel zu der zugeordneten Oberseite 5 des
Schlüsselkopfs 2 verläuft. An der Trennstelle
zwischen der Ringscheibe 7 und dem Schlüsselkopf 2,
die mit der Oberseite 5 des Schlüsselkopfs 2 zusammenfällt,
ragt die Ringscheibe 7 radial über den Schlüsselkopf 2 hinaus.
Dieser Überstand macht es möglich, dass ein Benutzer
mit dem Daumen an der Umfangsfläche 9 leichter
anfassen kann als wenn die Ringscheibe 7 nicht über
die Außenseite des Schlüsselkopfs 2 vorspringen
würde. Der Vorsprung ist natürlich nicht nur an
der in 1 zu sehenden linken Seite vorhanden, sondern über den
größten Teil des Umfangs des Schlüsselkopfs 2, der
in Draufsicht ebenfalls mit Ausnahme des Übergangs in den
Griff 1 einen kreisrunden Umfang aufweist.
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Die
Umfangsfläche 9 der Ringscheibe 7 verläuft
schräg, wobei der Winkel zwischen der radialen Außenseite 9 und
einer Senkrechten zu der ebenen Oberseite 5 des Schlüsselkopfs 2 etwa
30° beträgt. Auf diese Weise ist die freie Stirnfläche 8 der
Ringscheibe 7 etwas kleiner als ihre dem Schlüsselkopf 2 zugewandte
Seite.
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Die 2 zeigt
einen Schnitt durch die Ringscheibe 7. Die Ringscheibe 7 wird
in der Mitte durch eine Bohrung 10 durchsetzt, die an ihrem
der Stirnseite 8 zugewandten Ende angefast ist. Diese Bohrung 10 dient
dazu, die Ringscheibe mithilfe einer Schraube an der Umschalteinrichtung
festzuschrauben. Diese Schraube bildet gleichzeitig eine Lagerung
für die Ringscheibe. An ihrer in das Innere des Schlüsselkopfs 2 hin
gerichteten Unterseite ragt aus der Ringscheibe 7 ein Zapfen 11 heraus,
der die eigentliche Umschaltung vornimmt. Dieser Zapfen 11 ist
exzentrisch zu der Bohrung 10 angeordnet. Die dem Schlüsselkopf 2 abgewandte
Stirnseite 8 weist eine Vertiefung 14 auf, in
die eine Abdeckscheibe eingesetzt werden kann, um den Zugriff auf
die Lagerschraube zu versperren.
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Es
wurde bereits erwähnt, dass die Umfangsfläche 9 der
Ringscheibe 7 auf einer Art Kegelfläche liegt.
Dies ist in größerer Einzelheit in 3 dargestellt.
Wegen des größeren Maßstabs ist hier deutlicher
zu sehen, dass die Umfangsfläche konvex ausgebildet ist.
Die Umfangsfläche weist eine Rändelung auf, so
dass Vertiefungen 12 gebildet sind. Die umlaufende Unterkante 13 der
Ringscheibe 7, also diejenige Kante, die dem Schlüsselkopf 2 zugewandt
ist, ist abgerundet ausgebildet, was man am besten der vergrößerten
Darstellung in 3 entnehmen kann.
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Die 4 zeigt
eine Ansicht eines Ratschenschlüssels nach der Erfindung
von links in 1. Hier sind die Stellen zu
sehen, an denen ein Benutzer, der den Ratschenschlüssel
am Griff 1 hält, mit dem Daumen angreifen würde,
nämlich rechts beziehungsweise links von der Längsrichtung
des Griffs aus gesehen. Während bei der Ausführungsform nach 1 die
Umfangsfläche 9 auf einem sich nach oben verjüngenden
Kegel liegt, ist die Ausführungsform nach 4 anders
aufgebaut. Hier liegt die Umfangsfläche 19 ebenfalls
auf einer Kegelfläche, die aber gerade umgekehrt orientiert
ist. Dies bedeutet, dass an der Trennstelle zwischen der Fläche 5 des Schlüsselkopfs
und der entsprechenden Fläche der Ringscheibe 17 der
gleiche Durchmesser gegeben ist, und dass sich der Durchmesser der
Ringscheibe 17 erst von dort aus in 4 nach oben
vergrößert. Auch hier liegt die Umfangsfläche 19 an
mindestens einer Stelle entlang der Dicke der Ringscheibe 17 radial
weiter außen als der Schlüsselkopf 2 selbst.
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Bei
der Ausführungsform nach 5 ist die Ringscheibe 27 so
gebildet, dass sie eine Zusammensetzung der Ringscheibe 17 der 4 und
der Ringscheibe 7 der 1 bildet.
An der Übergangsstelle zwischen dem Schlüsselkopf 2 und
der Ringscheibe 27 ist also der gleiche Durchmesser gegeben,
so dass sich der Durchmesser der Ringscheibe 27 anschließend
bei weiterem Abstand vom Schlüsselkopf 2 zunächst
vergrößert und dann wieder verkleinert. Die dadurch
gebildete Kante 23 ist abgerundet.
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Mit
dem von der Erfindung vorgeschlagenen Ratschenschlüssel
kann ein Benutzer, während er den Schlüssel in
der Hand hält, die Umschalteinrichtung mit dem Daumen betätigen,
indem er diesen an die Umfangsfläche 9 der Ringscheibe 7, 17, 27 anlegt und
diese verdreht. Dies gilt wegen der symmetrischen Ringscheibe 7 und
deren symmetrischer Anordnung an dem Schlüsselkopf 2 sowohl
für Rechtshänder als auch für Linkshänder
in gleicher Weise. Da der Benutzer mit dem Daumen oder auch mit
einem anderen Finger von der Griffrichtung aus gesehen rechts oder
links anfasst, kommt es beim Überstand der Ringscheibe
daher in erster Linie auf die in 4 und 5 zu
sehenden Stellen rechts und links an. Es ist daher nicht notwendig,
dass die Ringscheibe 7 entlang ihres gesamten Umfangs radial über
den Schlüsselkopf vor steht. Es ist bei jeder Ausführungsform
ausreichend, wenn die Ringscheibe 7 entlang mindestens
eines ausgewählten Winkelbereichs radial vorsteht, nämlich
in dem Bereich, in dem der Benutzer bei einer Einhandbedienung angreift.
Dies ist der Bereich, der in 4 und 5 rechts
und links vorhanden ist. Dabei reicht ein Bogenbereich von etwa
90° aus. Entlang des dazwischenliegenden Bereichs über
einen Winkel von etwa 90° ist ein solches Vorstehen nicht
erforderlich, da der Benutzer dort mit Daumen oder Zeigefinger nicht
angreift. Dieser Bereich ist in 4 und 5 vorne
beziehungsweise in 1 links und rechts.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 202006017293
U [0002]
- - WO 99/28091 [0003]