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Die
Erfindung betrifft einen Scheinwerfer für Fahrzeuge, mit
einer Gasentladungslampe und einem Reflektor zum Bündeln
des von der Gasentladungslampe ausgesandten Lichts sowie mit einer
am Sockel der Gasentladungslampe angeordneten Zündeinrichtung,
wobei die aus der Gasentladungslampe und der Zündeinrichtung
bestehende Anordnung mit Hilfe von Verbindungsmitteln lösbar
mit dem Reflektor verbindbar und aus einer Vormontagestellung in
eine Verbindungsstellung bringbar ist, wobei die Zündeinrichtung über
erste elektrische Leitungen mit einem Vorschaltgerät und über
zweite elektrische Leitungen mit Elektroden der Gasentladungslampe verbunden
ist, wobei die ersten elektrischen Leitungen jeweils einen ersten
Leitungsabschnitt und einen zweiten Leitungsabschnitt aufweisen,
wobei der erste Leitungsabschnitt jeweils einen elektrischen Anschluss
der Zündeinrichtung mit einem elektrischen Kontakt und
der zweite Leitungsabschnitt jeweils einen lösbar mit dem
Kontakt verbindbaren Gegenkontakt mit einer elektrischen Anschlussstelle
des Vorschaltgeräts verbindet, wobei die Kontakte mittels
einer ersten Halterung in einer vorbestimmten ersten Lage relativ
zur Zündeinrichtung an dieser gehalten sind.
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Ein
derartiger Scheinwerfer ist aus
DE 197 12 584 A1 bekannt. Der Scheinwerfer
hat eine Gasentladungslampe mit einem Sockel, an dem ein Montageflansch
angeordnet ist. Dieser weist Montagelöcher auf, mit denen
der Sockel an einem Reflektor, der eine zu dem Montageflansch passende Öffnung aufweist,
befestigt werden kann. An der Vorderseite des Sockels hat die Gasentladungslampe
eine Bogenröhre, in deren Innenhöhlung in einer
Gasatmosphäre Elektroden angeordnet sind, die durch eine Lichtbogenstrecke
voneinander beabstandet sind. An der Rückseite des Sockels
ist eine Zündeinrichtung angeordnet, die über
erste elektrische Leitungen mit einem Vorschaltgerät und über
zweite elektrische Leitungen mit den Elektroden der Gasentladungslampe
verbunden ist. Die Zündeinrichtung ist von einer Abdeckung
umgrenzt, an der ein Verbinder montiert ist, der elektrische Kontakte
aufweist. Diese sind jeweils über einen ersten Leitungsabschnitt
mit einem elektrischen Anschluss der Zündeinrichtung verbunden.
Die Kontakte sind lösbar mit dazu passenden Gegenkontakten
verbindbar, die über zweite Leitungsabschnitte an elektrischen
Anschlussstellen eines Vorschaltgeräts angeschlossen sind.
Mit Hilfe des Vorschaltgeräts wird der zwischen den Elektroden
fließende Gasentladungsstrom begrenzt bzw. eingestellt.
Bei der Montage des Scheinwerfers werden zunächst die der
Gasentladungslampe und der Zündeinrichtung bestehende Anordnung
und der Reflektor bereitgestellt. Dann wird die aus der Gasentladungslampe
und der Zündeinrichtung bestehende Anordnung mit dem Montageflansch
an der Öffnung des Reflektors positioniert und danach wird
der Montageflansch mit Hilfe der Montagelöcher dem Reflektor
zugewandt mit diesem verbunden. In einem weiteren Montageschritt
wird die elektrische Verbindung zwischen der Zündeinrichtung
und dem Vorschaltgerät hergestellt, indem die Gegenkontakte
mit den Kontakten verbunden werden. Dabei ist meist nur ein kleiner
Montagefreiraum vorhanden, weshalb die Montage des Scheinwerfers
mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Wird bei der Montage des Scheinwerfers
ein Fehler gemacht, kann dies zur Folge haben, dass der Scheinwerfer
nach dem Einbau in ein Kraftfahrzeug wieder aus diesem ausgebaut
und nach Beseitigung des Fehlers erneut in das Kraftfahrzeug eingebaut
werden muss.
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Es
besteht deshalb die Aufgabe, einen Scheinwerfer der eingangs genannten
Art zu schaffen, der eine einfache, schnelle und sichere Montage bzw.
Kontaktierung der Zündeinrichtung ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die elektrischen Gegenkontakte
mittels einer zweiten Halterung in einer vorbestimmten zweiten Lage
relativ zum Reflektor an diesem positioniert sind, und dass die
erste Lage und die zweite Lage derart gewählt sind, dass
die Kontakte beim Verstellen der Zündeinrichtung aus der
Vormontagestellung in die Verbindungsstellung derart auf die Gegenkontakte
zu bewegt werden, dass sie diese in der Verbindungsstellung kontaktieren.
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In
vorteilhafter Weise ist es dadurch möglich, in nur einem
Arbeitsgang die aus der Gasentladungslampe und der Zündeinrichtung
bestehende Anordnung mit Hilfe der Verbindungsmittel lösbar
mit dem Reflektor mechanisch zu verbinden und dabei gleichzeitig
die elektrische Verbindung zwischen dem Vorschaltgerät
und dem Zündgerät herzustellen.
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Bei
einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind
die Verbindungsmittel derart ausgestaltet, dass die aus der Gasentladungslampe
und der Zündeinrichtung bestehende Anordnung aus der Vormontagestellung
in die Verbindungsstellung verdrehbar ist. Der Scheinwerfer ist
dann noch leichter montierbar.
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Die
Verbindungsmittel sind vorzugsweise als Bajonettverbindung ausgestaltet.
Die die aus der Gasentladungslampe und der Zündeinrichtung
bestehende Anordnung ist dann in der Verbindungsstellung gegen unbeabsichtigtes
Lösen gesichert.
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Bei
einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die
Verbindungsmittel derart ausgestaltet, dass die aus der Gasentladungslampe und
der Zündeinrichtung bestehende Anordnung durch eine Verschiebebewegung
aus der Vormontagestellung in die Verbindungsstellung verstellbar
ist. Diese Ausgestaltung kommt bevorzugt dann zu Anwendung, wenn
der für die Montage der aus der Zündeinrichtung
und der Gasentladungslampe bestehende Anordnung am Reflektor benötigte
Montageraum nur von einer Seite aus seitlich zugänglich ist.
Die Anordnung kann dann auf einfache Weise auf den Reflektor aufgesteckt
werden.
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Vorzugsweise
sind die Kontakte und die Gegenkontakte als Steckkontakte ausgestaltet.
Die Kontakte und die Gegenkontakte ermöglichen dadurch
kompakte Abmessungen und sind kostengünstig herstellbar.
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Vorteilhaft
ist, wenn jeder Kontakt jeweils mindestens zwei Klemmschenkel aufweist,
die mit ihren freien Enden aus einer Ruhelage elastisch voneinander
wegbewegbar sind, und wenn der dem Kontakt zugeordnete Gegenkontakt
in der Verbindungsstellung zwischen den Klemmschenkeln eingespannt ist.
Dadurch wird zwischen den Kontakten und den Gegenkontakten auch über
einen längeren Zeitraum hinweg eine gute elektrische Verbindung
ermöglich.
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Selbstverständlich
können die Klemmschenkel auch an dem Gegenkontakt angeordnet
sein. Bei dieser Ausgestaltung sind die Kontakte in der Verbindungsstellung
zwischen den Klemmschenkeln eingespannt.
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Zweckmäßigerweise
sind an der ersten Halterung mehrere Kontakte in einer Reihe nebeneinander
angeordnet, vorzugsweise in konstanten Abständen zueinander.
Der die Kontakte und die Gegenkontakte aufweisende elektrische Verbindung
kann dann kostengünstig auf einfache Weise hergestellt
werden.
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Bevorzugt
weisen die Verbindungsmittel eine Verriegelungseinrichtung auf,
mittels der die Zündeinrichtung in der Verbindungsstellung
gegen den Reflektor verriegelbar ist. Die Verriegelungseinrichtung
kann beispielsweise an dem einen Teil (Reflektor oder Zündeinrichtung)
mindestens eine Rastnase und an dem anderen Teil (Zündeinrichtung
oder Reflektor) eine damit zusammenwirkende Vertiefung aufweisen.
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Nachfolgend
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigt:
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1 eine
Schrägansicht auf die Rückseite eines ersten Ausführungsbeispiels
eines Scheinwerfers, wobei die Zündeinrichtung in Vormontagestellung
angeordnet ist,
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2 eine
Teilansicht des Scheinwerfers, wobei die Zündeinrichtung
in Vormontagestellung angeordnet ist,
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3 und 5 Seitenansichten
des ersten Ausführungsbeispiels, wobei die Zündeinrichtung
mit dem Reflektor verbunden ist,
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4 Ausschnittvergrößerung
von 3,
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6 eine
Rückseitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels
des Scheinwerfers, wobei die Zündeinrichtung in Vormontagestellung
angeordnet ist,
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7 eine
Seitenansicht des zweiten Ausführungsbeispiels, wobei die
Zündeinrichtung in Vormontagestellung angeordnet ist,
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8 eine
Schrägansicht auf die Rückseite des zweiten Ausführungsbeispiels,
wobei die Zündeinrichtung mit dem Reflektor verbunden ist,
und
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9 eine
Teilseitenansicht des zweiten Ausführungsbeispiels, welche
die mit dem Reflektor verbundene Zündeinrichtung zeigt.
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Ein
Scheinwerfer 1 für Fahrzeuge weist als Leuchtmittel
eine Gasentladungslampe auf, die einen Sockel 2 hat, an
dessen Vorderseite ein mit Xenongas befüllter Glaskolben 3 angeordnet
ist. In dem Glaskolben 3 sind in an sich bekannter Weise
zwei durch eine Lichtbogenstrecke voneinander beabstandete Elektroden
angeordnet, die in der Zeichnung nicht näher dargestellt
sind.
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Wie
in 1 erkennbar ist, hat der Scheinwerfer 1 zum
Bündeln des von der Gasentladungslampe ausgesandten Lichts
einen Reflektor 4 und eine Linse 5. Die Linse 5 ist
in Lichtabstrahlrichtung 6 hinter dem Reflektor 4 angeordnet
und über ein Halteelement 7 mit diesem verbunden.
Der Reflektor 4 hat an einem Randbereich Lochungen zum
Befestigen des Reflektors 4 an einem Scheinwerfergehäuse.
In dem Reflektor 4 ist rückseitig eine Reflektoröffnung 8 für
den Durchtritt der Gasentladungslampe vorgesehen.
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An
der dem Glaskolben 3 abgewandten Rückseite des
Sockels 2 der Gasentladungslampe ist eine Zündeinrichtung 9 mit
dem Sockel 2 verbunden, die dazu dient, eine für
das Zünden der Gasentladungslampe benötigte Hochspannung
zu erzeugen.
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Die
aus der Gasentladungslampe und der Zündeinrichtung 9 bestehende
Anordnung ist mit Hilfe von Verbindungsmitteln lösbar mit
dem Reflektor verbindbar. Die Verbindungsmittel weisen ein mit dem
Reflektor 4 verbundenes Kupplungsstück 10 und
ein dazu passendes, mit der Zündeinrichtung 9 verbundenes
Kupplungsgegenstück 11 auf.
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Bei
dem in 1 bis 5 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die aus der Gasentladungslampe und der Zündeinrichtung 9 bestehende
Anordnung an der der Linse 5 abgewandten Rückseite
des Reflektors 4 vor der Reflektoröffnung 8 in
einer Vormontagestellung positionierbar, in der die Anordnung in einer
normal zu der von der Reflektoröffnung 8 aufgespannten
Ebene verlaufenden Richtung von dem Reflektor 4 beabstandet
ist (1 und 2).
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Die
in Vormontagestellung befindliche Gasentladungslampe kann in Richtung
des Pfeils 12 auf die Reflektoröffnung 8 aufgesteckt
und in eine Verbindungsstellung gebracht werden, in welcher die aus
der Gasentladungslampe und der Zündeinrichtung 9 bestehende
Anordnung mit dem Reflektor 4 verriegelbar ist.
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Die
Zündeinrichtung 9 ist über erste elektrische
Leitungen mit einem in der Zeichnung nicht näher dargestellten
Vorschaltgerät verbunden, dass dazu dient, den zwischen
den Elektroden des Gasentladungslampe fließenden elektrischen
Strom zu begrenzen. Über zweite elektrische Leitungen,
die durch das Innere des Glaskolbens 3 verlaufen, ist die Zündeinrichtung
mit den Elektroden der Gasentladungslampe verbunden.
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Die
ersten elektrischen Leitungen haben jeweils einen ersten Leitungsabschnitt,
der einen elektrischen Anschluss der Zündeinrichtung 9 mit
einem an der Zündeinrichtung 9 angeordneten elektrischen Kontakt 13 verbindet.
Jedem Kontakt 13 ist ein mit dem Reflektor 4 verbundener
Gegenkontakt 14 zugeordnet, der in 3 und 4 den
Kontakt 13 elektrisch kontaktiert. An den Gegenkontakten 14 ist
jeweils ein zweiter, flexibler Leitungsabschnitt 15 angeschlossen,
der zu einer elektrischen Anschlussstelle des Vorschaltgeräts
führt.
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In 2 ist
erkennbar, dass die Kontakte 13 mittels einer ersten Halterung 16 in
einer vorbestimmten ersten Lage relativ zur Zündeinrichtung 9 an
dieser gehalten sind. Mehrere Kontakte 13 sind in gleichmäßigen
Abständen zueinander in einer Reihe nebeneinander angeordnet.
Dabei erstreckt sich die Reihe quer zu der Richtung 12,
in der die Gasentladungslampe auf die Reflektoröffnung 8 aufsteckbar ist.
Zwischen zueinander benachbarten Kontakte 13 weist die
erste Halterung elektrisch isolierende Trennwände auf,
die von den Kontakten 13 beabstandet sind.
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In 2 ist
außerdem erkennbar, dass die Gegenkontakte 14 mittels
einer zweiten Halterung 17 in einer vorbestimmten zweiten
Lage relativ zum Reflektor 4 an diesem gehalten sind. Die
erste Lage und die zweite Lage sind derart gewählt, dass
die Kontakte 13 beim Verstellen der aus der Zündeinrichtung und
der Gasentladungslampe gebildeten Anordnung aus der Vormontagestellung
in die Verbindungsstellung derart auf die Gegenkontakte 14 zu
bewegt werden, dass sie diese in der Verbindungsstellung kontaktieren.
In entsprechender Weise werden die Kontakte 13 von den
Gegenkontakten getrennt, wenn die Anordnung entgegen der Richtung
des Pfeils 12 von der Reflektoröffnung 8 abgezogen
wird.
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Bei
dem in 6 bis 9 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die aus der Gasentladungslampe und der Zündeinrichtung
bestehende Anordnung aus der Vormontagestellung (6 und 7)
um eine etwa normal zu der von der Reflektoröffnung 8 aufgespannten
Ebene angeordnete Drehachse 18 in Richtung des Pfeils 19 in
die Verbindungsstellung (8 und 9) verdrehbar.
Bei diesem Ausführungsbeispiel bilden das am Reflektor 4 angeordnete
Kupplungsstück 10 und das an der Zündeinrichtung 9 angeordnete
Kupplungsgegenstück 11 eine Bajonettverbindung.
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In 6 und 8 ist
erkennbar, dass die Gegenkontakte 14 mit Abstand zur Drehachse 18 an der
zweiten, mit dem Reflektor 4 verbundenen Halterung 17 und
die Kontakte 13 mit entsprechendem Abstand zur Drehachse
an der mit der Zündeinrichtung 9 verbundenen ersten
Halterung 16 angeordnet sind. Die Reihe, in der die Kontakte 13 angeordnet
sind, verläuft quer zur Drehrichtung.
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Die
Kontakte 13 und die Gegenkontakte 14 sind bei
den Ausführungsbeispielen jeweils als Steckkontakte ausgestaltet.
Wie in 2, 4, 7 und 9 erkennbar
ist, haben die Kontakte 13 jeweils zwei Klemmschenkel 20,
die mit ihren freien Enden aus einer Ruhelage elastisch voneinander wegbewegbar
sind. In der Verbindungsstellung ist der den Kontakten 13 jeweils
zugeordnete Gegenkontakt 14 zwischen den Klemmschenkeln 20 eingespannt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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