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Stand der Technik
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Die
Erfindung geht aus einer Vorrichtung zur Steuerung von pneumatischen
Einrichtungen eines Anhängers
einer Zugfahrzeug-Anhänger-Kombination
wie einer Luftfederungseinrichtung mit Niveauregulierung, beinhaltend
ein manuell betätigbares Schaltventil
der Luftfederungseinrichtung zum willkürlichen Heben und Senken des
Anhängeraufbaus, welches
durch impulsförmiges,
kürzer
als eine vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Be- oder Entlüften eines
pneumatischen Steuereingangs in eine Fahrstellung rückstellbar
ist, in welcher ein Luftfederungsventil das Niveau des Anhängeraufbaus
reguliert.
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Eine
gattungsgemäße Vorrichtung
ist beispielsweise aus der
DE
42 02 729 A1 bekannt. Diese Vorrichtung beinhaltet ein
manuell mechanisch schaltbares Schaltventil für eine Luftfederungseinrichtung
des Anhängers
mit einem Bedienhebel, welcher in vier Schaltstellungen Heben, Senken,
Fahrt und Stop schaltbar ist, wobei das Schaltventil einen Steuerkolben
aufweist, dessen Steuerkammer zum automatischen Erreichen der Stellung
Fahrt mit Druckluft beaufschlagbar ist. Der Fahrzustand des Fahrzeugs
wird von einer Steuereinrichtung zugehenden Signalen erfasst. Aus
diesen Signalen wird ein elektrisches Steuersignal generiert, welches
auf ein elektrisch ansteuerbares Stellglied wirkt, wobei das Stellglied über eine
Druckbeaufschlagung der Steuerkammer das Schaltventil in Stellung
Fahrt schaltet. In dieser Stellung wird die Luftfederungseinrichtung
dann durch das Luftfederungsventil gesteuert, welches das Niveau
des Anhängeraufbaus
automatisch reguliert.
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Ein
solches manuell betätigbares
Schaltventil kann daher durch ein impulsförmiges, kürzer als eine vorgegebene Grenzzeitdauer
andauerndes Be- oder Ent lüften
eines pneumatischen Steuereingangs automatisch in die Fahrstellung
rückgestellt
werden.
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Weiterhin
ist der Anmelderin aus der Praxis eine Steuereinrichtung bekannt,
welche einerseits ein Schaltventil der oben beschriebenen Art und
andererseits ein Liftachsventil steuert.
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Ein
solches Liftachsventil wird im allgemeinen durch kontinuierliches,
länger
als eine vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Belüften eines pneumatischen
Steuereingangs betätigt,
zum lastabhängigen,
d. h. abhängig
von einer Beladung des Anhängers
stattfindenden Belüften
oder Entlüften
wenigstens eines Hubbalgs und wenigstens eines Luftfederbalgs einer
Liftachse des Anhängers.
Mit anderen Worten wird die Liftachse durch kontinuierliches Belüften des
Hubbalgs gehoben oder in dem gehobenen Zustand gehalten, falls die
Beladung kleiner als eine vorbestimmte Grenzbeladung ist und andernfalls
durch Entlüftung
abgesenkt. Gleichzeitig werden bei abgesenkter Liftachse die Luftfederbälge der Liftachse
belüftet.
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Die
Belüftung
bzw. Entlüftung
des Liftachsventils und des Schaltventils erfolgt bei einer der
Anmelderin aus der Praxis bekannten Ausführung über von der Steuereinrichtung
elektrisch angesteuerte Magnetventile, welche in die Steuereinrichtung
integriert sind, wobei die Steuereinrichtung über zwei pneumatische Ausgänge verfügt, über welche
das Liftachsventil bzw. das Schaltventil pneumatisch angesteuert
werden.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung zur Steuerung von pneumatischen Einrichtungen eines Anhängers der
eingangs erwähnten
Art derart weiter zu entwickeln, dass sie einfacher und kostengünstiger
aufgebaut ist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
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Offenbarung der Erfindung
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Die
Erfindung basiert auf dem Gedanken, dass
- – weiterhin
wenigstens ein durch kontinuierliches, länger als die vorgegebene Grenzzeitdauer
andauerndes Be- oder Entlüften
eines pneumatischen Steuereingangs gesteuertes Liftachsventil zum
lastabhängigen
Belüften
oder Entlüften
wenigstens eines Hubbalgs und wenigstens eines Luftfederbalgs einer
Liftachse des Anhängers
vorgesehen ist, sowie
- – eine
Steuereinrichtung mit einem pneumatischen Steuerausgang, welcher
einerseits mit dem pneumatischen Steuereingang des Liftachsventils und
andererseits mit dem pneumatischen Steuereingang des Schaltventils
in Verbindung bringbar ist, wobei
- – die
Steuereinrichtung derart ausgebildet ist, dass an ihrem pneumatischen
Steuerausgang sowohl ein kontinuierliches, länger als die vorgegebene Grenzzeitdauer
andauerndes Be- oder Entlüftungssignal
als auch ein impulsförmiges,
kürzer als
die vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Be- oder Entlüftungssignal erzeugbar ist,
und
- – dem
pneumatischen Steuerausgang der Steuereinrichtung und dem pneumatischen
Steuereingang des manuell betätigbaren
Schaltventils der Luftfederungseinrichtung ein pneumatischer Signalwandler
zwischengeordnet ist, welcher ein am pneumatischen Steuerausgang
der Steuereinrichtung anstehendes kontinuierliches, länger als die
vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Be- oder Entlüftungssignal
in ein impulsförmiges, kürzer als
die vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Be- oder Entlüftungssignal
am pneumatischen Steuereingang des manuell betätigbaren Schaltventils der
Luftfederungseinrichtung wandelt, aber ein am pneumatischen Steuerausgang
der Steuereinrichtung anstehendes impulsförmiges, kürzer als die vorgegebene Grenzzeitdauer
andauerndes Be- oder Entlüftungssignal zum
pneumatischen Steuereingang des manuell betätigbaren Schaltventils der
Luftfederungseinrichtung als impulsförmiges, kürzer als die vorgegebene Grenzzeitdauer
andauerndes Be- oder Entlüftungssignal
steuert.
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Mit
anderen Worten kann dann mit nur einem einzigen pneumatischen Steuerausgang
der Steuereinrichtung einerseits das Liftachsventil und andererseits
das manuell betätigbare
Schaltventil der Luftfederungseinrichtung gesteuert werden. Da für die pneumatische
Steuerung das Liftachsventil ein kontinuierliches, länger als
eine vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Be- oder Entlüftungssignal
benötigt
wird, für
die pneumatische Steuerung des manuell betätigbaren Schaltventils jedoch
ein impulsförmiges,
kürzer
als die vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Be- oder Entlüftungssignal,
sieht die Erfindung einen pneumatischen Signalwandler vor.
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Dieser
dem manuell betätigbaren
Schaltventil vorgeordnete pneumatische Signalwandler wandelt ein
kontinuierliches pneumatisches Signal in ein impulsförmiges pneumatisches
Signal um, da das manuell betätigbare
Schaltventil nur oder ausschließlich
durch ein solches Impulssignal von der Stellung „Heben”, „Senken” oder „Stop” in die Stellung „Fahrt” umschaltbar
ist.
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Andererseits
steuert der pneumatische Signalwandler ein bereits impulsförmiges pneumatisches
Signal durch, welches dann das manuell betätigbare Schaltventil umschalten
kann.
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Schließlich ändert ein
am pneumatischen Steuerausgang der Steuereinrichtung anstehendes impulsförmiges Signals,
welches zum Schalten des manuell betätigbaren Schaltventils in die
Stellung „Fahrt” erzeugt
wurde, die Schaltstellung des an denselben Steuerausgang angeschlossenen
Liftachsventils in der Regel nicht, weil solche Liftachsventile eine
gewisse Schalträgheit
aufweisen, die durch ein impulsförmiges
Signal im allgemeinen nicht überwunden
werden kann.
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Folglich
können
zwei Funktionen, eine dem Liftachsventil zugeordnete Funktion (Heben,
Gehobenhalten bzw. Senken der Liftachse, Belüften oder Entlüften der
Luftfederbälge
der Liftachse) wie auch eine dem manuell betätigbaren Schaltventil zugeordnete
Funktion (Umschalten in die Fahrstellung) durch einen ein zigen Steuerausgang
der Steuereinrichtung bedient werden. Dies spart Montage- und Fertigungskosten.
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Durch
die in den Unteransprüchen
aufgeführten
Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der in dem
unabhängigen Anspruch
angegebenen Erfindung möglich.
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Ein
besonders einfacher und kostengünstig herstellbarer
pneumatischer Signalwandler ergibt sich, wenn er durch ein durch
Be- oder Entlüften
eines pneumatischen Steueranschlusses gegen die Wirkung von Federmitteln
pneumatisch gesteuertes 3/2-Wegeventil gebildet wird, wobei
- a) der pneumatische Steueranschluss mit dem pneumatischen
Steuerausgang der Steuereinrichtung über wenigstens eine Drossel
in Verbindung steht, mit
- b) einem ersten Anschluss, welcher mit dem pneumatischen Steuerausgang
der Steuereinrichtung in Verbindung steht,
- c) einem zweiten Anschluss, welcher mit dem pneumatischen Steuereingang
des manuell betätigbaren
Schaltventils der Luftfederungseinrichtung in Verbindung steht,
sowie mit
- d) einem mit einer Drucksenke verbundenen Entlüftungsanschluss,
wobei
- e) das 3/2-Wegeventil durch die Federmittel in einen ersten
Schaltzustand, in welchem der erste Anschluss mit dem zweiten Anschluss
verbunden und der Entlüftungsanschluss
gesperrt ist, und durch eine Be- oder Entlüftung des Steueranschlusses
in einen zweiten Schaltzustand gedrängt wird, in welchem der zweite
Anschluss mit dem Entlüftungsanschluss
verbunden und der erste Anschluss gesperrt ist, und wobei
- f) die Drossel derart ausgeführt
ist, dass eine impulsförmige,
kürzer
als die vorgegebene Grenzzeitdauer andauernde Be- oder Entlüftung des pneumatischen
Steueranschlusses keine Änderung
des ersten Schaltzustands, aber eine kontinuierliche, länger als
die vorgegebene Grenzzeitdauer andauern des Be- oder Entlüftung des pneumatischen
Steueranschlusses ein Umschalten des 3/2-Wegeventils in die zweite
Schaltstellung zur Folge hat.
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Wenn
gemäß einer
besonders zu bevorzugenden Ausführungsform
der Strömungsquerschnitt der
Drossel einstellbar ist, kann die Grenzzeitdauer, während der
das temporäre
pneumatische Impulssignal wirkt, eingestellt und somit an die jeweiligen
Erfordernisse insbesondere in Bezug zum Schalten des manuell betätigbaren
Schaltventils in die Fahrstellung bzw. in Bezug zum Nicht-Überwinden der Schaltträgheit des
Liftachsventils angepasst werden.
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Gemäß einer
besonders zu bevorzugenden Weiterbildung sind in die Steuereinrichtung
elektronische und pneumatische Komponenten als Bestandteile einer
elektronisch geregelten, pneumatischen Bremseinrichtung (TEES) des
Anhängers
integriert. Eine solche elektronisch geregelte Bremseinrichtung für den Anhänger beinhaltet
insbesondere eine ABS-(Anti-Blockiersystem) und RSP-(Roll Stability Program)Funktion,
welche in einem elektronischen Bremssteuergerät implementiert sind. Hieraus
resultiert eine besonders kompakte Bauweise, insbesondere sinkt
der Verrohrungs- und Verkabelungsaufwand, weil das Signal zum Schalten
des manuell betätigten
Schaltventils zunächst
als elektrisches Signal, z. B. vom ABS-Steuergerät erzeugt und dann in ein pneumatisches,
am pneumatischen Steuerausgang anstehendes Ausgangssignal gewandelt
wird, beispielsweise mittels eines in die Steuereinrichtung integriertes
Magnetventil.
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Die
Steuereinrichtung bildet insbesondere ein kombiniertes Brems- und
Luftfederungsmodul, in welches die Funktionalitäten der elektronisch geregelten
Bremseinrichtung des Anhängers
sowie der Luftfederung mit Niveauregulierung integriert sind.
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Genaueres
geht aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels hervor.
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Zeichnung
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Nachstehend
ist ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher
erläutert.
In der Zeichnung zeigt
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1 einen
schematischen Schaltplan einer Steuervorrichtung zur Steuerung von
pneumatischen Einrichtungen eines Anhängers gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung mit einem Signalwandler;
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2 eine
vergrößerte Darstellung
des Signalwandlers von 1;
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3a ein
Druck-Zeit-Diagramm eines kontinuierlichen Eingangssignals des Signalwandlers;
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3b ein
Druck-Zeit-Diagramm eines impulsförmigen Ausgangssignals des
Signalwandlers als Reaktion auf das Eingangssignal von 3a.
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Beschreibung des Ausführungsbeispiels
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In 1 ist
ein schematischer Schaltplan einer Vorrichtung 1 zur Steuerung
von pneumatischen Einrichtungen eines Anhängers einer Zugfahrzeug-Anhänger-Kombination gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung gezeigt. Als pneumatische Einrichtungen verfügt der Anhänger über eine
Luftfederungseinrichtung, eine elektro-pneumatische Bremseinrchtung
mit vorrangiger elektronisch geregelter Bremseinrichtung (TEES, Trailer
Electronic Brake System) und nachgeordneter rein pneumatischer Rückfallebene
sowie eine Liftachseinrichtung mit wenigstens einer heb- oder senkbaren
Liftachse.
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Die
Vorrichtung beinhaltet im Einzelnen ein Überströmventil 2, welches über eine
pneumatische Leitung 4 an einen Vorratsbehälter 5 angeschlossen ist.
Von dort werden ein Liftachsventil 6, ein Luftfederungsventil 8 sowie
ein manuell betätigtes
Schaltventil 10 über
eine Vorratsdruckleitung 12 mit Druckluft versorgt.
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Das
Liftachsventil 6 steuert Luftfederbälge 14 einer Liftachse
des Anhängers
sowie wenigstens einen Hubbalg 16 der Liftachse in Abhängigkeit
vom Beladungszustand des Anhängers
an.
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Das
Liftachsventil 6 wird von einer Steuereinrichtung 18 pneumatisch
angesteuert. Hierzu verfügt das
Liftachsventil 6 über
einen pneumatischen Steuereingang 20, welcher über eine
pneumatische Steuerleitung 22 mit einem pneumatischen Steuerausgang 24 der
Steuereinrichtung 18 in Verbindung steht. Das Liftachsventil 6 wird
durch ein kontinuierliches, länger
als eine vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Belüften (oder
Entlüften)
seines pneumatischen Steuereingangs 20 gesteuert bzw. umgeschaltet.
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Bei über eine
vorgegebene Grenzlast beladenem Anhänger wird das Liftachsventil 6 nicht
angesteuert, d. h. es steht kein pneumatisches Signal an seinem
pneumatischen Steuereingang 20 an, wodurch das Liftachsventil 6 in
eine erste Stellung schaltet bzw. geschaltet bleibt, in welcher
der Hubbalg 16 entlüftet
und somit die Liftachse in abgesenkter Stellung, d. h. in Fahrbahnkontakt
steht. Hingegen strömt
Druckluft vom Vorratsbehälter 5 durch
das Liftachsventil 6 hindurch und belüftet die Luftfederbälge 14 der
Liftachse.
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Bei
unbeladenem oder unterhalb der Grenzlast beladenem Anhänger erhält der pneumatische Steuereingang 20 des
Liftachsventils 6 ein kontinuierliches Belüftungssignal
von der Steuereinrichtung 18, wodurch es in eine zweite
Schaltstellung geschaltet wird, in welcher die Luftfederbälge 14 der
Liftachse entlüftet
werden, der Hubbalg 16 aber belüftet wird, so dass die Liftachse
angehoben wird.
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Das
Luftfederungsventil
8 reguliert in beispielsweise aus der
DE 103 54 056 A1 bekannter Weise
das Niveau des Anhängeraufbaus
automatisch. Es ist über
eine pneumatische Leitung
26 mit dem manuell betätigten Schaltventil
10 verbunden, welches über ein
Bedienorgan
28 in die Stellungen „Heben”, „Senken” oder „Stop” manuell umschaltbar ist.
Weiterhin existiert eine Stellung „Fahrt”, welche beispielsweise dann
automatisch eingenommen wird, wenn der Anhänger eine bestimmte Grenzgeschwindigkeit,
beispielsweise 15 km/h überschreitet. Ein
solches Schaltventil
10 ist beispielsweise in der
DE 42 02 729 C2 beschrieben.
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Mit
anderen Worten dient das manuell betätigte Schaltventil 10 der
Luftfederungseinrichtung zum willkürlichen Heben und Senken des
Anhängeraufbaus.
Im Gegensatz zum Liftachsventil 6 wird das Schaltventil 10 aber
durch impulsförmiges,
kürzer
als eine vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Belüften (oder
Entlüften)
seines pneumatischen Steuereingangs 30 automatisch in die
Stellung „Fahrt” rückgestellt,
in welcher das Luftfederungsventil 8 das Niveau des Anhängeraufbaus
reguliert. Neben der manuellen Steuerung im Stillstand, beispielsweise
zum manuellen Anpassen des Niveaus des Anhängeraufbaus an eine Verladerampe
wird das Schaltventil 10 folglich auch pneumatisch angesteuert,
um die manuelle Einstellung zu überschreiben
und das Schaltventil 10 automatisch wieder in die Stellung „Fahrt” zu überführen. Hierzu
ist der pneumatische Steuereingang 30 des Schaltventils 10 über eine
pneumatische Steuerleitung 32 mit dem pneumatischen Steuerausgang 24 der
Steuereinrichtung 18 verbunden.
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Darüber hinaus
ist ein von der Steuereinrichtung 18 pneumatisch gesteuerter
Luftverteiler 34 vorhanden, über welchen die über das
Liftachsventil 6 durch eine pneumatische Leitung 36 herangeführte Druckluft
auf Luftfederbälge 38, 40 zweier
weiterer Achsen des Anhängers
verteilt wird. An diesen Luftverteiler 34 ist auch das
Schaltventil 10 über
eine pneumatische Leitung 42 angeschlossen.
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Um
einerseits das Liftachsventil 6 und andererseits das Schaltventil 10 über einen
einzigen Steuerausgang 24 pneumatisch ansteuern zu können, ist die
Steuereinrichtung 18 ausgebildet, dass an einem einzigen
pneumatischen Steuerausgang 24 sowohl ein kontinuierliches,
länger
als die vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Belüftungssignal
(oder Entlüftungssignal)
als auch ein impulsförmiges,
kürzer
als die vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Belüftungssignal
(oder Entlüftungssignal)
erzeugt werden kann, je nachdem, ob das Liftachsventil 6 oder
das Schaltventil 10 angesteuert bzw. geschaltet werden
soll.
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Hierzu
ist dem pneumatischen Steuerausgang 24 der Steuereinrichtung 18 und
dem pneumatischen Steuereingang 30 des Schaltventils 10 der Luftfederungs einrichtung
ein pneumatischer Signalwandler 44 zwischengeordnet, welcher
ein am pneumatischen Steuerausgang 24 der Steuereinrichtung 18 anstehendes
kontinuierliches, länger
als die vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Belüftungssignal
(oder Entlüftungssignal)
in ein impulsförmiges, kürzer als
die vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Belüftungssignal (oder Entlüftungssignal)
am pneumatischen Steuereingang 30 des Schaltventils 10 der
Luftfederungseinrichtung wandelt, aber ein am pneumatischen Steuerausgang 24 der
Steuereinrichtung 18 anstehendes impulsförmiges,
kürzer
als die vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Belüftungssignal
(oder Entlüftungssignal)
zum pneumatischen Steuereingang 30 des Schaltventils 10 als
impulsförmiges,
kürzer
als die vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Belüftungssignal
(oder Entlüftungssignal)
steuert.
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Ob
ein Belüftungssignal,
d. h. ein Drucksignal größer als
ein in einer Drucksenke herrschender Druck oder ein Entlüftungssignal,
d. h. ein einer Drucksenke entsprechender Druck oder kleiner zum Schalten
des Liftachsventils 6 bzw. des Schaltventils 10 herangezogen
wird, hängt
von deren jeweiliger Ausgestaltung ab. Insbesondere ist eine Invertierung eines
Belüftungssignals
in ein Entlüftungssignal möglich und
umgekehrt.
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Der
pneumatische Signalwandler 44 ist dabei in der pneumatischen
Steuerleitung 32 an- und dem pneumatischen Steuerausgang 24 der
Steuereinrichtung 18 und dem pneumatischen Steuereingang 30 des
Schaltventils 6 zwischengeordnet.
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In 2 ist
ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Signalwandlers 44 dargestellt. Der Signalwandler 44 ist
bevorzugt ein durch Be- oder Entlüften eines pneumatischen Steueranschlusses 46 gegen die
Wirkung von Federmitteln 48 pneumatisch gesteuertes 3/2-Wegeventil,
wobei der pneumatische Steueranschluss 46 mit dem pneumatischen
Steuerausgang 24 der Steuereinrichtung 18 über die
pneumatische Steuerleitung 32 und wenigstens eine Drossel 50 in
Verbindung steht.
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Weiterhin
umfasst das 3/2-Wegeventil 44 einen ersten Anschluss 52,
welcher ebenfalls über
die pneumatische Steuerleitung 32 mit dem pneumatischen
Steuerausgang 24 der Steuereinrichtung 18 in Verbindung
steht, einen zweiten Anschluss 54, welcher mit dem pneumatischen
Steuereingang 30 des Schaltventils 10 der Luftfederungseinrichtung
in Verbindung steht, sowie einen mit einer Drucksenke verbundenen
Entlüftungsanschluss 56.
Dabei wird das 3/2-Wegeventil 44 durch
die Federmittel 48 in einen ersten Schaltzustand, in welchem
der erste Anschluss 52 mit dem zweiten Anschluss 54 verbunden und
der Entlüftungsanschluss 56 gesperrt
ist, und durch eine Belüftung
(oder durch eine Entlüftung)
des pneumatischen Steueranschlusses 46 gegen die Wirkung
der Federmittel 48 in einen zweiten Schaltzustand gedrängt, in
welchem der zweite Anschluss 54 mit dem Entlüftungsanschluss 56 verbunden
und der erste Anschluss 52 gesperrt ist.
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Weiterhin
ist die Drossel 50 derart ausgeführt, dass eine impulsförmige, kürzer als
die vorgegebene Grenzzeitdauer andauernde Belüftung (oder Entlüftung) des
pneumatischen Steueranschlusses 46 keine Änderung
des ersten Schaltzustands, aber eine kontinuierliche, länger als
die vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Belüftung (oder Entlüftung) des
pneumatischen Steueranschlusses 46 ein Umschalten des 3/2-Wegeventils 44 von
der ersten Schaltstellung in die zweite Schaltstellung zur Folge hat.
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Wenn
daher in den ersten Anschluss 52 des 3/2-Wegeventils 44 vom
pneumatischen Steuerausgang 24 der Steuereinrichtung 18 ein
kontinuierliches Belüftungssignal
wie in 3a gezeigt herangeführt wird,
verbleibt das 3/2-Wegeventil 44 zunächst in dem
in 2 gezeigten ersten Schaltzustand, in welchem der
erste Anschluss 52 mit dem zweiten Anschluss 54 verbunden
ist und somit eine gewisse Menge an Druckluft an den zweiten Anschluss 54 und
damit an den pneumatischen Steuereingang 30 des Schaltventils 10 weitergeleitet
wird. Das kontinuierliche Belüftungssignal
steht am ersten Anschluss 52 beispielsweise länger als
eine vorgegebene Grenzzeitdauer an, welche im vorliegenden Fall
groß ist.
Der Signalaufbau ist idealisiert durch die Stufe ausgehend von einem
in einer Drucksenke herrschenden Druckniveau in 3a charakterisiert,
danach ist das Belüftungssignal
andauernd oder kontinuierlich vorhanden.
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Nach
einiger Zeit baut sich, verzögert
durch die Drossel 50, am pneumatischen Steueranschluss 46 ein
Druck auf, welcher ausreichend ist, um das 3/2-Wegeventil 44 gegen die Wirkung
der Federmittel 48 in den zweiten Schaltzustand zu überführen, in welchem
der zweite Anschluss 54 des 3/2-Wegeventils 44 und
damit auch der pneumatische Steuereingang 30 des Schaltventils 10 mit
dem Entlüftungsanschluss 56 verbunden
ist, so dass der Druck am zweiten Anschluss 54 des 3/2-Wegeventils
nach einiger Zeit, welche der Wirkzeitdauer T des Impulses in der
den Druckverlauf am zweiten Anschluss 54 darstellenden 3b entspricht,
wieder auf das Niveau der Drucksenke wie zu Anfang abfällt.
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Mithin
wird daher das kontinuierliche Belüftungssignal am ersten Anschluss 52 in
ein Impulsförmiges
Signal am zweiten Anschluss 54 gewandelt, welches nur temporär, d. h. über einen
gewissen Zeitraum T wirksam ist, welcher kleiner als die vorgegebene
Grenzzeitdauer ist und beispielsweise 4 bis 8 Sekunden dauert. Der
sich zwischen dem ersten Anschluss 52 und dem zweiten Anschluss 54 zwangsläufig einstellende
Druckverlust soll beispielsweise nicht mehr als 0,4 bar (0,4·105 Pa) betragen.
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Es
ist dagegen leicht vorstellbar, dass das 3/2-Wegeventil 44 ein
impulsförmiges
pneumatisches Belüftungssignal
in der ersten Schaltstellung lediglich durchsteuert, weil die Zeit,
während
der ein solches impulsförmiges
Signal wirkt, in der der Regel zu kurz ist, um hinter der Drossel 50 einen
für ein
Umschalten des 3/2-Wegeventils ausreichenden Druck am pneumatischen
Steueranschluss 46 aufzubauen.
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Ein
andauernd oder kontinuierlich am pneumatischen Steuerausgang 24 der
Steuereinrichtung 18 anstehendes Belüftungssignal sorgt dafür, dass die
Liftachse angehoben wird bzw. in angehobener Stellung verbleibt.
Zusätzlich
wird dann, bedingt durch die Wandelung im Signalwandler 44 am
pneumatischen Steuereingang 30 des Schaltventils 10 ein impulsförmiges,
kürzer
als die vorgegebene Grenzzeitdauer andauerndes Impulssignal erzeugt,
welches dieses automatisch in die Stellung „Fahrt” rückstellt, in welcher das Luftfederungsventil 8 das
Niveau des Anhängeraufbaus
reguliert.
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Demgegenüber vermag
ein am pneumatischen Steuerausgang 24 der Steuereinrichtung 18 anstehendes
impulsförmiges
Belüftungssignal
den momentanen Zustand des Liftachsventils 6 nicht zu beeinflussen,
da Liftachsventile in der Regel zu träge sind, um mittels eines Impulssignals
geschaltet werden zu können.
Hierfür
ist vielmehr ein kontinuierliches Belüftungssignal (oder Entlüftungssignal)
notwendig. Ein solches kurzes, impulsförmiges Belüftungssignal wird daher an
den pneumatischen Steuerausgang 24 der Steuereinrichtung 18 ausgesteuert,
wenn die Liftachse in abgesenkter Stellung verbleiben und lediglich
das Schaltventil 10 automatisch in die Stellung „Fahrt” rückgestellt
werden soll.
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Gemäß einer
besonders zu bevorzugenden Ausführungsform
ist der Strömungsquerschnitt
der Drossel 50 einstellbar. Dadurch kann die Zeitdauer,
in welcher das 3/2-Wegeventil 44 Druck in der ersten Schaltstellung
durchsteuert, gesteuert werden. Der Strömungsquerschnitt der Drossel 50 ist
damit proportional zur Zeitdauer, während der das pneumatische
Impulssignal gemäß 3b andauert,
bevor wieder das Druckniveau der Drucksenke herrscht. Damit kann
das temporäre
pneumatische Impulssignal an die jeweiligen Erfordernisse des Schaltventils 10 angepasst
werden.
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Die
Steuereinrichtung 18 beinhaltet weiterhin elektronische
und pneumatische Komponenten als Bestandteile einer elektronisch
geregelten, pneumatischen Bremseinrichtung (TEES) des Anhängers. Dies
umfasst ABS-(Anti-Blockiersystem)
und RSP-(Roll Stability Program)Funktionen, welche in einem elektronischen
Bremssteuergerät
implementiert sind. Weiterhin sind in der Steuereinrichtung 18 auch
für die
Steuerung der Luftfederungseinrichtung notwendige pneumatische und
elektronische Komponenten wie ein elektronisches Steuergerät der Luftfederungseinrichtung
integriert. Die Steuereinrichtung 18 bildet dann ein kombiniertes
Brems- und Luftfederungsmodul, in welches die Funktionalitäten der
elektronisch geregelten Bremseinrichtung des Anhängers sowie der Luftfederung
mit Niveauregulierung integriert sind.
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- 1
- Vorrichtung
- 2
- Überstömventil
- 4
- pneumatische
Leitung
- 5
- Vorratsbehälter
- 6
- Liftachsventil
- 8
- Luftfederungsventil
- 10
- Schaltventil
- 12
- Vorratsdruckleitung
- 14
- Luftfederbälge
- 16
- Hubbalg
- 18
- Steuereinrichtung
- 20
- pneumatischer
Steuereingang
- 22
- pneumatische
Steuerleitung
- 24
- pneumatischer
Steuerausgang
- 26
- pneumatische
Leitung
- 28
- Bedienorgan
- 30
- pneumatischer
Steuereingang
- 32
- pneumatische
Steuerleitung
- 34
- Luftverteiler
- 36
- pneumatische
Leitung
- 38
- Luftfederbälge
- 40
- Luftfederbälge
- 42
- pneumatische
Leitung
- 44
- Signalwandler
- 46
- pneumatischer
Steueranschluss
- 48
- Federmittel
- 50
- Drossel
- 52
- erster
Anschluss
- 54
- zweiter
Anschluss