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Die
Erfindung betrifft einen Adapter zum Befestigen eines Lautsprechers
an der Rückseite
einer Briefkastenfront oder einer Kommunikationstafel.
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Aus
der
DE 10 2005
019 704 A1 ist ein Modulhalter bekannt, mit dem zum Beispiel
Klingelmodule, Lautsprechermodule, Videomodule und so weiter an
der Rückseite
einer Frontplatte befestigt werden können. Der Modulhalter besitzt
den wesentlichen Vorteil, dass das eigentliche Modul nicht direkt an
der Rückseite
der Frontplatte des Briefkastens oder der Briefkastenanlage befestigt
werden muss, sondern lediglich der Modulhalter. Somit können alle elektrischen
Anschlüsse
und gegebenenfalls Einstellungen am Modul vorgenommen werden, wenn
dieses noch nicht befestigt ist. Erst anschließend erfolgt die Befestigung,
die ebenfalls einfach und mitunter sogar werkzeuglos erfolgen kann.
Jedoch muss für jedes
Modul ein eigener Modulhalter bereitgestellt werden, was zum einen
die Lagerhaltung erschwert, zum anderen aufgrund der Vielfalt der
Modulhalter deren Preis erhöht.
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Aus
der
DE 296 02 325
U1 ist eine Briefkastenanlage bekannt, bei der der Lautsprecher
mittels eines Adapters an der Rückseite
der Vorderfront befestigt ist. Der Lautsprecher selbst ist mittels
Schrauben oder Nieten am Adapter befestigt. Hierfür wird auf
jeden Fall ein Werkzeug benötigt.
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Aus
der
DE 81 11 366 U1 ist
die Befestigung eines Lautsprechers mittels eines Drahtbügels bekannt.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Adapter bereitzustellen,
der universell einsetzbar ist.
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Diese
Erfindung wird mit einem Adapter gelöst, der die Merkmale des Anspruchs
1 aufweist.
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Der
erfindungsgemäße Adapter
hat den wesentlichen Vorteil, dass er einfach an der Rückseite der
Briefkastenfront beziehungsweise einer Kommunikationstafel befestigt
werden kann, da lediglich das erste Adapterteil an der Rückseite
befestigt werden muss. An diesem ersten Adapterteil wird dann das zweite
Adapterteil montiert, was ebenfalls schnell und vor allem ohne Werkzeug
erfolgen kann, da die beiden Adapterteile mittels einer Rastvorrichtung
miteinander verbunden werden. An diesem montierten Adapter wird
dann das Kommunikationsmodul, insbesondere der Lautsprecher, montiert,
wobei dieser am zweiten Adapterteil gehalten wird.
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Erfindungsgemäß sind die
beiden Adapterteile identisch ausgebildet. Auf diese Weise können sie
in hohen Stückzahlen
und somit preiswert hergestellt werden. Außerdem ist die Lagerhaltung
auf ein Minimum beschränkt,
da lediglich identisch ausgebildete Adapterteile bevorratet werden
müssen.
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Bei
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist
vorgesehen, dass der erste Adapterteil an seiner der Rückseite
der Briefkastenfront beziehungsweise der Kommunikationstafel zugewandten
Fläche
eine Klebefläche
aufweist. Diese Klebefläche
ist zum Beispiel mittels einer silikonisierten Folie geschützt, die unmittelbar
vor dem Befestigen des Adapterteils an der Rückseite entfernt wird. Auf
diese Weise ist die Montage auch bei extrem unzugänglichen
Rückseiten,
insbesondere bei eingebauten Briefkästen, problemlos möglich. Ein
wesentlicher Vorteil wird darin gesehen, dass die Briefkastenfront
beziehungsweise die Kommunikationstafel nicht mit Befestigungselementen
bestückt
werden muss, insbesondere von außen nicht angebohrt und keine
Schrauben gesetzt werden müssen.
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Zur
Befestigung des Lautsprechers weist der zweite Adapterteil erfindungsgemäß an seiner
dem Lautsprecher zugewandten Seite eine Befestigungsvorrichtung
auf. Mittels dieser Befestigungsvorrichtung, die zum Beispiel eine
Klemmvorrichtung ist, wird der verdrahtete und gegebenenfalls eingestellte Lautsprecher
am zweiten Adapterteil festgeklemmt.
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Hierfür bedarf
es ebenfalls keines Werkzeugs und die Klemmvorrichtung erlaubt die
Befestigung von Lautsprechern in unterschiedlichen Ausgestaltungen.
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Eine
erfindungsgemäße Ausgestaltung
sieht vor, dass die Befestigungsvorrichtung ein federelastisches
Spannbügel
ist, der nach Art einer Klammer den zweiten Adapterteil zumindest
abschnittsweise hintergreift und zwischen den ersten und den zweiten Adapterteil
eingreift. Mittels dieses Spannbügels,
der zum Beispiel aus Federstahl besteht, wird der Lautsprecher zumindest
teilweise umgriffen und gegen oder an den zweiten Adapterteil gepresst.
Diese Art der Befestigung erlaubt auch ein problemloses Wiederentfernen
des Lautsprechers vom Adapter.
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Eine
Weiterbildung sieht vor, dass die Befestigungsvorrichtung als separates
Bauteil in das zweite Adapterteil einsetzbar oder einhängbar ist.
Auf diese Weise kann das Adapterteil zum Beispiel aus Kunststoff,
insbesondere im Spritzgussverfahren, hergestellt werden, wohingegen
für die
Befestigungsvorrichtung ein anderes Material, zum Beispiel Federstahl,
verwendet wird, wobei die Befestigungsvorrichtung entweder in das
Adapterteil eingespritzt wird, oder, wie bei der bevorzugten Ausführungsform,
in das Adapterteil eingesetzt oder eingehängt wird. Die Adapterteile
und die Befestigungsvorrichtung können aus dem gleichen oder
aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sein.
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Um
unterschiedlich großen
Lautsprechern gerecht zu werden, weist das zweite Adapterteil erfindungsgemäß mehrere
Aufnahmeeinrichtungen für mehrere
Befestigungsvorrichtungen auf. So können zum Beispiel zwei Befestigungsvorrichtungen
eng beieinander liegend angeordnet werden, so dass relativ kleine
Lautsprecher befestigt werden können. Für die Klemmung
größerer Lautsprecher
werden die Spannbügel
beziehungsweise Klemmbügel
mit größerem gegenseitigen
Abstand am Adapterteil befestigt. Außerdem kann die Befestigungsvorrichtung
in unterschiedlichen Stellungen am zweiten Adapterteil montiert
werden, zum Beispiel in vertikaler und/oder horizontaler Ausrichtung,
so dass der Lautsprecher optimal ergriffen werden kann.
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Zur
Festlegung der Befestigungsvorrichtung weist der zweite Adapterteil
wenigstens einen parallel zur Rückseite
verlaufenden Kanal für
einen Befestigungsarm der Klemmvorrichtung auf. In diesen Kanal
kann ein Abschnitt, insbesondere ein gerader Befestigungsarm der
Klemmvorrichtung, eingesetzt werden, so dass die Klemmvorrichtung
am Adapterteil gehalten wird und dennoch geringfügig verschwenkbar ist. Der
Befestigungsarm dient dabei als Schwenkachse und der Kanal als Schwenklager.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
ist vorgesehen, dass die Rastvorrichtung wenigstens einen Rasthaken
und eine Rastöffnung
für den
Rasthaken aufweist. Jedes Adapterteil ist mit wenigstens einer Rastvorrichtung,
das heißt
mit einem Rasthaken und einer Rastöffnung versehen, so dass die
Adapterteile problemlos miteinander verrastet werden können. Die
Rastvorrichtung ist nach Art einer Bajonettverriegelung ausgestaltet,
so dass die Adapterteile versetzt aneinander gelegt und anschließend gegeneinander
verschoben werden, wodurch sie verrasten.
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Um
die Verrastlage sichern zu können,
sind die einander zugewandten und aneinander anliegenden Seitenflächen der
Adapterteile mit Rastnasen und Rastaufnahmen versehen. Mittels dieser
Rastnasen, die in die Rastaufnahmen eingreifen, wird ein gegenseitiges
Verschieben der beiden Adapterteile nach deren Montage verhindert,
so dass über
diese Rastvorrichtung die gegenseitige Rastlage gesichert ist.
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Bei
einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Adapterteile in Richtung
der Rückseite
der Briefkastenfront beziehungsweise der Kommunikationstafel mit
Durchbrüchen
versehen sind. Diese Durchbrüche
erlauben eine optimale Ausbreitung der Schallwellen durch den Adapter
hindurch, wobei zwischen die beiden Adapterteile mechanische Filter,
zum Beispiel Staubfilter oder dergleichen, eingebaut werden können. Es
kann aber auch eine dünne
Membran, zum Beispiel eine Kunststofffolie zwischengeschaltet werden,
mit der nicht nur ein Eindringen von Schmutz sondern auch von Feuchtigkeit
verhindert wird.
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Bei
einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Adapterteile mit Regenabweisstegen
oder -lamellen versehen sind. Die Regenabweisstege verhindern ein
direktes Eindringen von Wasser in den Adapter, wodurch nicht nur
der Lautsprecher, sondern auch der Innenraum des Briefkastens beziehungsweise
der Raum hinter der Kommunikationstafel, geschützt wird.
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Um
sehr große
oder mehrere Kommunikationseinheiten befestigen zu können, sind
die Adapterteile zu einem Adapterfeld in horizontaler und/oder vertikaler
Richtung ergänzbar
bzw. erweiterbar. Außerdem
besteht die Möglichkeit,
dass lediglich die den Rand bildenden Adapterteile mit Befestigungsvorrichtungen
versehen sind.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen
sowie der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf
die Zeichnung besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele im Einzelnen
dargestellt sind. Dabei können
die in der Zeichnung dargestellten sowie in der Beschreibung und
in den Ansprüchen
erwähnten
Merkmale jeweils einzeln für sich
oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
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In
der Zeichnung zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht auf die Rückseite einer Briefkastenfront
oder einer Kommunikationstafel mit zwei daran in waagerechter Ausrichtung
befestigten Adaptern;
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2 die
Adapter gemäß 1 mit
einem daran befestigten Lautsprecher;
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3 zwei übereinander
angeordnete Adapter;
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4 eine
perspektivische Ansicht eines Adapters mit einer Befestigungsvorrichtung;
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5 eine
Ansicht auf die Vorderseite und die Rückseite eines teilweise dargestellten
Adapterteils;
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6 eine
Seitenansicht in Richtung des Pfeils VI gemäß 5;
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7 eine
Seitenansicht in Richtung des Pfeils VII gemäß 4;
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8 eine
vergrößerte Wiedergabe
des Ausschnitts VIII gemäß 7;
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9 einen
Längsschnitt
IX-IX durch den Adapter gemäß 3;
und
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10 eine
vergrößerte Wiedergabe
des Ausschnitts X gemäß 9.
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Die 1 zeigt
in perspektivischer Ansicht einen Abschnitt einer Rückseite 10 einer
Briefkastenfront 12 oder einer Kommunikationstafel 14,
an welcher zwei Adapter 16 befestigt sind. Mit diesen Adaptern 16 wird
zum Beispiel ein Lautsprecher 18 (2) oder
ein anderes Kommunikationsmodul an der Rückseite 10 der Briefkastenfront 12 befestigt. Dabei
können
die beiden Adapter 16, wie in 1 dargestellt,
sowohl nebeneinander als auch übereinander
angeordnet sein, was aus 3 ersichtlich ist. Es können auch
größere Felder
mit sowohl nebeneinander als auch übereinander angeordneten Adaptern 16 gebildet
werden. Die Adapter 16 sind mit Befestigungsvorrichtungen 20 bestückt, die
als Federklemmen oder als federelastische Spannbügel 22 ausgebildet
sind, so dass mit diesen der Lautsprecher 18 an die Rückseite
eines einzigen oder mehrerer Adapter 16 festgeklemmt werden
kann.
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Die 4 zeigt
einen einzelnen Adapter 16, der aus zwei Adapterteilen 24 und 26 aufgebaut
ist, wobei ein Adapterteil 24 der Rückseite 10 und ein
Adapterteil 26 dem Lautsprecher 18 zugewandt ist.
Aus dem Adapterteil 26 ragt die Befestigungsvorrichtung 20 beziehungsweise
der Spannbügel 22 hervor,
wobei der Adapterteil 26 vom Spannbügel 22 über eine von
vier Öffnungen 28 durchgriffen
wird.
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Die 5 zeigt
das Adapterteil 24 sowohl in Rückansicht (rechts) als auch
in Frontansicht (links). Es ist deutlich erkennbar, dass die Öffnungen 28 in einen
vertikalen Kanal 30 sowie einen horizontalen Kanal 32 münden, so
dass ein Befestigungsarm 34 (siehe 4) des Spannbügels 22 in
diesem Kanal 30 zu liegen kommt.
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Bei
der Anordnung gemäß 3 kommt
der Befestigungsarm 34 im waagerechten Kanal 32 zu liegen.
Sowohl der Kanal 30 als auch der Kanal 32 bilden
somit ein Schwenklager für
den als Schwenkachse fungierenden Befestigungsarm 34 des
Spannbügels 22.
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Die
beiden Adapterteile 24 und 26 sind identisch ausgebildet,
weshalb nachfolgend lediglich der Adapterteil 24 beschrieben
wird. In 5 ist außerdem erkennbar, dass der
Adapterteil 24 mit Regenabweisstegen 36 oder -lamellen,
die eine Z-förmige Querschnittsform
besitzen, ausgestattet ist, die labyrinthartig angeordnet sind und
die zwischen sich Durchbrüche 38 oder
Schlitze bilden, durch welche die Schallwellen des Lautsprechers 18 hindurchtreten
können.
Die Durchbrüche 38 besitzen
aufgrund der Form der Regenabweisstege 36 eine labyrinthähnliche
Form.
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Die
Ausgestaltung des Querschnitts des Adapterteils 24 ist
auch in 6 dargestellt, wobei hier auch
noch eine Rastvorrichtung 40 erkennbar ist. Diese Rastvorrichtung 40 besitzt
einen die Ebene des Adapterteils 24 überragenden Rasthaken 42 und eine
Rastöffnung 44,
in welcher der Rasthaken 42 des anderen Adapterteils 26 eingreift.
Diese gegenseitige Verrastung ist zum Beispiel aus der 9 erkennbar.
Aus der 6 ist noch deutlich ersichtlich, dass
die Ausgestaltung und Anordnung der Regenabweisstege 36 verhindern,
dass in Richtung des Pfeils 46 auftreffender Regen das
Adapterteil 24 durchdringt.
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Die
Befestigung des Adapterteils 24 erfolgt dadurch, dass auf
der der Rückseite 10 zugewandten Seite 48 des
Randes 50 ein Klebemittel 52, zum Beispiel eine
Klebefolie oder dergleichen, angebracht ist, über welche das Adapterteil 24 mit
der Rückseite 10 verklebt
wird.
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In
der 10 ist in vergrößerter Wiedergabe der Ausschnitt
X gemäß 9 dargestellt
und es ist deutlich der Hintergriff des Rasthakens 42 hinter
einen die Rastöffnung 44 bildenden
Steg 54 erkennbar. In 9 ist außerdem erkennbar,
dass jedes Adapterteil 24 und 26 einen derartigen
Rasthaken 42 aufweist, so dass der jeweils andere Adapterteil 26 und 24 ergriffen
werden kann.
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Die 7 zeigt
die miteinander verrasteten und den Adapter 16 bildende
Adapterteile 24 und 26, die an ihren einander
zugewandten Seiten im Bereich des Randes 50 ebenfalls miteinander
verrastet sind, was auch in den 4 und 5 erkennbar
ist. Diese Verrastung wird über
Rastnasen 56 und Rastaufnahmen 58, in welche die
Rastnasen 56 des jeweils anderen Adapterteils eingreifen,
realisiert. Diese Verrastung 60 verhindert ein gegenseitiges
Verschieben der beiden Adapterteile 24 und 26.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Adapter 16 kann
also ein Lautsprecher 18 elektrisch angeschlossen, d. h.
verdrahtet, und eingestellt werden und dann anschließend mittels
der Spannbügel 22 mittelbar
an der Rückseite 10 der
Briefkastenfront 12 beziehungsweise der Kommunikationstafel 14 befestigt werden,
indem Spannarme 62 über
den Lautsprecher 18 gestreift werden, die den Lautsprecher 18 an den
Adapter 16 federelastisch anpressen. Diese Montage erfolgt
manuell und ohne Werkzeug. Es ist ohne Weiteres aus der Zeichnung
erkennbar, dass mit dem erfindungsgemäßen Adapter 16 unterschiedliche
Lautsprecher 18, das heißt Lautsprecher 18 mit
unterschiedlicher Ausgestaltung hinsichtlich Form und/oder Größe, problemlos
befestigt werden können.
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Durch
die identische Ausgestaltung der beiden Adapterteile 24 und 26 ist
eine preiswerte Herstellung und effektive Lagerhaltung möglich. Außerdem können die
Spannbügel 22 in
den Öffnungen 26 geringfügig verschwenkt
werden, da die Kanäle 30 und 32 Schwenklager
für den
Befestigungsarm 34 bilden. Die Spannbügel 22 können sowohl
in waagerechter als auch in vertikaler Ausrichtung an den Adaptern 16 befestigt
werden.