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DE102008046326A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Beobachten eines Bewegungsverlaufs einer Webmaschine - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Beobachten eines Bewegungsverlaufs einer Webmaschine Download PDF

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DE102008046326A1
DE102008046326A1 DE102008046326A DE102008046326A DE102008046326A1 DE 102008046326 A1 DE102008046326 A1 DE 102008046326A1 DE 102008046326 A DE102008046326 A DE 102008046326A DE 102008046326 A DE102008046326 A DE 102008046326A DE 102008046326 A1 DE102008046326 A1 DE 102008046326A1
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DE
Germany
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movement
course
characteristic value
heald
weaving
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102008046326A
Other languages
English (en)
Inventor
Jan Selschotter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Picanol Be
Original Assignee
Picanol NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Picanol NV filed Critical Picanol NV
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Priority to CN200980133699.6A priority patent/CN102150091B/zh
Priority to EP09778073.8A priority patent/EP2340470B1/de
Priority to PCT/EP2009/006126 priority patent/WO2010022908A2/en
Publication of DE102008046326A1 publication Critical patent/DE102008046326A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C13/00Shedding mechanisms not otherwise provided for
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C1/00Dobbies
    • D03C1/14Features common to dobbies of different types
    • D03C1/144Features common to dobbies of different types linking to the heald frame
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/18Automatic stop motions
    • D03D51/44Automatic stop motions acting on defective operation of loom mechanisms
    • D03D51/46Automatic stop motions acting on defective operation of loom mechanisms of shedding mechanisms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Beobachten eines Bewegungsverlaufs mindestens eines angetriebenen Elements einer Webmaschine, vorzugsweise mindestens eines Webschafts (1), umfassend die Schritte: Erfassen mindestens eines Messwertes, vorzugsweise mehrerer Messwerte, wobei mindestens eine Ist-Position des angetriebenen Elements, vorzugsweise des Webschafts, zu einem festlegbaren Mess-Moment in einem Webzyklus und/oder ein Ist-Moment des Webzyklus bei Erreichen einer festlegbaren Mess-Position des angetriebenen Elements, vorzugsweise des Webschafts (1), erfasst wird, und Ermitteln mindestens eines charakteristischen Wertes des Bewegungsverlaufs anhand des mindestens einen erfassten Messwerts, vorzugsweise anhand der erfassten Messwerte.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Beobachten eines Bewegungsverlaufs eines angetriebenen Elements einer Webmaschine, insbesondere eines Bewegungsverlaufs eines Webschafts.
  • Eine Webmaschine weist verschiedene angetriebene Elemente auf. Die Bewegungen der einzelnen Elemente müssen zeitlich aufeinander abgestimmt sein, wobei die einzelnen Elemente entweder über einen gemeinsamen Antriebsmotor oder über mehrere unabhängige Antriebsmotoren angetrieben werden können.
  • Webschäfte einer Webmaschine führen üblicherweise eine lineare Bewegung zwischen einer oberen (Umkehr-)Position und einer unteren (Umkehr-)Position durch. Zum Antreiben der Webschäfte wird üblicherweise ein Getriebe benötigt, das eine Rotationsbewegung eines Antriebsmotors in die lineare Bewegung umformt. Mögliche Antriebsgetriebe sind beispielsweise in WO 2004/092465 A1 oder WO 2004/092466 A1 beschrieben, auf deren Inhalt hiermit vollumfänglich Bezug genommen wird. Die Bewegung eines Webschafts über einen Webzyklus oder mehrere Webzyklen, welche ein Webmuster bestimmen, bezogen auf Momente des Webvorgangs oder des Webzyklus wird im Sinne der Erfindung als Bewegungsverlauf des Webschafts bezeichnet. Als Webmuster werden mehrere Webzyklen bezeichnet, nach welchen sich die Bewegung des Webschafts, bzw. eines anderen angetriebenen Elements, wiederholt.
  • Aus der JP 59-192749 ist es bekannt, Metallteile an einer Seite eines Webschafts und Sensoren an einem der Seite gegenüberliegenden Seitenteil einer Webmaschine anzubringen. Die Metallteile sind an der Seite in festen Abständen angebracht und werden bei einer Bewegung des Webschafts nacheinander an den Sensoren vorbeigeführt. Beim Vorbeiführen eines Metallteils wird durch den Sensor ein Signal erzeugt, wobei die aufeinanderfolgenden Signale gezählt werden. Durch Abzählen der Signale ist eine Öffnung des Webfachs ermittelbar, wobei so ein gewünschter, maximaler Öffnungswinkel festgelegt werden kann.
  • Der Bewegungsverlauf des Webschafts kann durch Einstellen verschiedener Stellelemente, wie beispielsweise einer Stellschraube zur Einstellung eines Hubs, der Auswahl eines Nockens oder dergleichen an verschiedene Web-Bedingungen angepasst werden. Eine derartige Anpassung ist beispielsweise auch in EP 0 520 540 A1 beschrieben. Ein Einstellen erfolgt in der Regel manuell. Es ist jedoch nicht oder nur schwer möglich festzustellen, ob die verschiedenen, manuell einstellbaren Stellelemente richtig eingestellt wurden.
  • Aus der JP 2000-064144 ist es bekannt, eine erwartete Soll-Position eines Webschafts aufgrund der Kinematik eines Kopplungsgetriebes aus einer Bewegung eines zugehörigen Antriebs zu ermitteln und ein Erreichen dieser Soll-Position durch Sensoren zu überprüfen, um so auf Fehler im Bewegungsverlauf zu schließen.
  • Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Beobachten eines Bewegungsverlaufs zu schaffen, welche es einem Nutzer ermöglicht, auf einfache Weise, vorzugsweise während eines Webbetriebs, den Bewegungsverlauf zu überprüfen und/oder zu analysieren.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch die Gegenstände der Ansprüche 1 und 9. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Aufgabe wird insbesondere gelöst durch ein Verfahren zum Beobachten eines Bewegungsverlaufs mindestens eines angetriebenen Elements einer Webmaschine, vorzugsweise mindestens eines Webschafts, umfassend die Schritte Erfassen mindestens eines Messwertes, vorzugsweise mehrerer Messwerte, wobei mindestens eine Ist-Position des angetriebenen Elements, vorzugsweise des Webschafts, zu einem festlegbaren Mess-Moment in einem Webzyklus und/oder ein Ist-Moment des Webzyklus bei Erreichen einer festlegbar Mess-Positionen des angetriebenen Elements, vorzugsweise des Webschafts, erfasst wird, und Ermitteln mindestens eines charakteristischen Wertes des Bewegungsverlaufs anhand des mindestens einen erfassten Messwerts, vorzugsweise anhand der erfassten Messwerte.
  • Die Anzahl der notwendigen Messwerte zur Erfassung oder Beobachtung des Bewegungsverlaufs des Elements ist abhängig von einer Komplexität des zugehörigen Bewegungsverlaufs, insbesondere von einer Anzahl möglicher einstellbarer Stellgrößen, anhand derer ein Bewegungsverlauf beeinflussbar ist. Wenn mehr Messwerte erfasst werden, ist eine Fehlerkorrektur möglich, um so die Qualität der Beobachtung zu verbessern. Zur Beobachtung des Bewegungsverlaufs eines Webschafts werden vorzugsweise drei oder vier Messwerte erfasst. Die durch die Beobachtung erfassten charakteristischen Werte können während des Webbetriebs direkt analysiert und/oder ausgewertet werden und/oder einer anschließenden Analyse zugeführt werden. Durch die Beobachtung ist es möglich, den gesamten Bewegungsverlauf des Elements und/oder einzelne charakteristische Werte zu erfassen, insbesondere digital zu erfassen. Daneben ist es möglich, aus den Messwerten auch auf weitere Randbedingungen zu schließen. Beispielsweise kann erfasst werden, wie viele Webschäfte vorgesehen sind, ob bestimmte Webschäfte vorhanden sind und dergleichen.
  • In einer Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass als charakteristischer Wert mindestens ein Parameter des Bewegungsverlaufs des angetriebenen Elements aus der Gruppe umfassend eine Amplitude, einen Höhenversatz und ein Winkelversatz ermittelt wird. Ein möglicher Bewegungsverlauf ist in der Regel im Vorfeld bekannt und/oder kann durch eine etwa sinusförmige Kurve angenähert werden, so dass durch Bestimmen einzelner Parameter der gesamte Bewegungsverlauf zumindest in einer Näherung rekonstruiert werden kann. Je nach Komplexität des Bewegungsverlaufs können diese Parameter ausreichend sein, um den gesamten Bewegungsverlauf abzubilden.
  • In einer anderen Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass als charakteristischer Wert mindestens eine charakteristische Position eines Webschafts aus der Gruppe umfassend eine obere Position, eine untere Position oder einer Zwischen-Position des Webschafts ermittelt wird. Die Position des Webschafts kann dabei absolut, beispielsweise bezüglich eines Untergrunds, oder relativ, beispielsweise bezüglich einer Kreuzungs-Position mehrere Webschäfte bestimmt werden. Als Zwischen-Position wird eine beliebige Position zwischen der oberen Position und der unteren Position bezeichnet. Vorzugsweise kann eine Zwischen-Position erfasst werden, an welcher sich mehrere Webschäfte in der Auf- bzw. Abwärtsbewegung erwartungsgemäß kreuzen.
  • In einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass als charakteristischer Wert mindestens ein Parameter eines Kopplungsmechanismus zwischen einem Antriebsmotor und mindestens einem Webschaft aus der Gruppe umfassend eine Nockenform, einen Hub und eine Exzentrität eines Exzenters einer Schaftmaschine oder eines Exzentermechanismus ermittelt wird. Dabei ist es möglich, zu analysieren, ob ein Soll-Wert eines manuell einzustellenden Stellelements, beispielsweise eines Hubs, mit einem beobachteten Ist-Wert übereinstimmt. Bei fehlender Übereinstimmung kann dem Nutzer so ein entsprechender Hinweis für eine notwendige Korrektur geliefert werden.
  • In einer noch anderen Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass vor einem Beobachten des Bewegungsverlaufs charakteristische Werte mehrerer möglicher Bewegungsverläufe in Abhängigkeit mindestens eines einstellbaren Stellelements, insbesondere in Abhängigkeit mindestens eines einstellbaren Stellelements eines Kopplungsmechanismus zwischen einem Antriebsmotor und einem Webschaft, bestimmt werden. Die im Vorfeld bestimmten charakteristischen Werte können in Tabellenform oder dergleichen abgelegt werden, so dass basierend auf den Messwerten die charakteristischen Werte und damit ein bestimmter Bewegungsverlauf aus der Tabelle ablesbar sind.
  • In einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass der mindestens eine charakteristische Wert des Bewegungsverlaufs im Webbetrieb, im Langsamlauf und/oder während eines Stillstands beobachtet wird. Insbesondere durch die Möglichkeit, den Bewegungsverlauf im Webbetrieb zu beobachten, ist es möglich, Einflüsse auf den Bewegungsverlauf zu berücksichtigen, welche erst durch eine dynamische Bewegung des angetriebenen Elements hervor treten. In einigen Fällen kann es jedoch vorteilhaft sein, die charakteristischen Werte in einem Langsamlauf zu ermitteln, um so korrigierend eingreifen zu können.
  • In einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens ist weiter vorgesehen, dass der mindestens eine charakteristische Wert und/oder der beobachtete Bewegungsverlauf grafisch dargestellt wird. Die grafische Darstellung kann dabei während des Webbetriebs, vorzugsweise in Echtzeit, und/oder in einer anschließenden Analyse erfolgen.
  • In einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens ist weiter vorgesehen, dass der ermittelte charakteristische Wert mit einem zugehörigen Soll-Wert verglichen wird. Es ist somit möglich, einem Nutzer Hinweise zu geben, wie mögliche einstellbare Stellgrößen zu korrigieren sind. In anderen Ausgestaltungen erfolgt ein Einstellen der Stellgrößen selbstregelnd, wobei Regelstrategien vorgesehen sein können, um sprunghafte Änderungen der Stellgrößen zu verhindern. In einer anschließenden Analyse ist es möglich, die Qualität des Webbetriebs in Abhängigkeit der beobachteten Bewegung zu analysieren.
  • Die Aufgabe wird weiter gelöst durch eine Vorrichtung zum Beobachten einer Bewegung eines angetriebenen Elements einer Webmaschine, vorzugsweise eines Webschafts, umfassend eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen mindestens eines Messwertes, vorzugsweise mehrerer Messwerte, wobei mindestens eine Ist-Position des angetriebenen Elements, vorzugsweise des Webschafts, zu einem festlegbaren Mess-Moment in einem Webzyklus und/oder ein Ist-Moment des Webzyklus bei Erreichen einer festlegbar Mess-Positionen des angetriebenen Elements, vorzugsweise des Webschafts, erfassbar ist, und eine Auswerteeinrichtung, durch welche mindestens ein charakteristischer Wert des Bewegungsverlaufs anhand des mindestens einen erfassten Messwerts, vorzugsweise anhand der erfassten Messwerte ermittelbar ist.
  • In einer Ausgestaltung umfasst die Erfassungseinrichtung eine Kamera, insbesondere eine Digitalkamera. Durch die Kamera ist es möglich, das angetriebene Element vorzugsweise den Webschafts, in mindestens einem Mess-Moment und/oder in mindestens einer Mess-Position aufzunehmen. Je nach Gestaltung der Kamera ist dabei eine Momentaufnahme oder eine Bewegungsaufnahme möglich, um so den Bewegungsverlauf zu beobachten.
  • In einer Ausgestaltung weist die Erfassungseinrichtung alternativ oder zusätzlich mindestens einen Sensor aus der Gruppe umfassend Hall-Sensoren, Abstandssensoren, Lasersensoren und optische Sensoren, auf. Durch derartige Sensoren sind einzelne Positionen zuverlässig erfassbar. Je nach Gestaltung des Sensors kann so eine kostengünstige Erfassungseinrichtung mit hoher Robustheit geschaffen werden. Durch die erfindungsgemäße Ermittlung, welche unter Berücksichtigung und/oder in Kenntnis denkbarer Bewegungsverläufe erfolgt, ist es möglich, kostengünstige digitale Sensoren zu verwenden. Dabei kann es ausreichen, dass ein Sensor lediglich das Erreichen einer Messposition signalisiert.
  • In einer weiteren Ausgestaltung ist die Auswerteeinrichtung ausgebildet um mindestens eine charakteristische Position des Bewegungsverlaufs aus der Gruppe umfassend eine obere Position, eine untere Position oder einer Zwischen-Position, mindestens einen Parameter des Bewegungsverlaufs aus der Gruppe umfassend eine Amplitude, einen Höhenversatz und einen Winkelversatz und/oder mindestens einen Parameter eines Kopplungsmechanismus zwischen einem Antriebsmotor und dem abgetriebenen Element, vorzugsweise dem Webschaft, aus der Gruppe umfassend eine Nockenform, einen Hub und eine Exzentrität eines Exzenters einer Schaftmaschine oder eines Exzentermechanismus zu erfassen.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die Vorrichtung mindestens eine mit der Auswerteeinrichtung gekoppelte Speichereinrichtung, wobei jeweils mindestens ein charakteristischer Wert mehrerer Bewegungsverläufe in Abhängigkeit mindestens einer einstellbaren Stellgröße des Kopplungsmechanismus in der Speichereinrichtung abgelegt ist. Die charakteristischen Werte sind im Vorfeld durch geeignete Versuche ermittelbar, wobei ein Einstellen einstellbarer Stellgrößen mit hoher Präzision, beispielsweise unter Verwendung hochauflösender Messsensoren und dergleichen erfolgt. Im Webbetrieb ist es dann möglich, die Stellgrößen zunächst manuell ohne Hilfsmittel einzustellen und die eingestellten Stellgrößen gegebenenfalls aufgrund der beobachteten charakteristischen Werte zu korrigieren.
  • In einer weiteren Ausgestaltung ist weiter eine Anzeigeeinrichtung für eine grafische Darstellung des mindestens einen charakteristischen Werts und/oder des beobachteten Bewegungsverlaufs vorgesehen. Die grafische Darstellung ermöglicht ein einfaches Auswerten des beobachteten Bewegungsverlaufs.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die Auswerteeinheit Mittel, um den beobachteten Bewegungsverlauf mit einem Soll-Bewegungsverlauf zu vergleichen. Dem Nutzer können dabei Hinweise übermittelt werden, beispielsweise in Form von akustischen und/oder optischen Signalen, wie der beobachtete Bewegungsverlauf an einen Soll-Bewegungsverlauf angepasst werden kann.
  • Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Zeichnungen schematisch dargestellt sind. Für gleiche oder ähnliche Bauteile werden in den Zeichnungen einheitliche Bezugszeichen verwendet. Als Teil eines Ausführungsbeispiels beschriebene oder dargestellte Merkmale können ebenso in einem anderen Ausführungsbeispiel verwendet werden, um eine weitere Ausführungsform der Erfindung zu erhalten.
  • In den Zeichnungen zeigen:
  • 1: eine teilweise geschnittene Vorderansicht eines Antriebs für Webschäfte mit einer erfindungsgemäßen Erfassungseinrichtung;
  • 2a: eine Ansicht einer an einem Webschaft integrierten oder anbringbaren Signalgebereinheit für die erfindungsgemäße Erfassungseinrichtung gemäß 1;
  • 2b: ein Detail II gemäß 2a;
  • 3: eine Ansicht einer an einem Rahmen anbringbaren Erfassungseinrichtung gemäß 1;
  • 4: mögliche, durch die Erfassungseinrichtung erfasste Signale;
  • 5: mögliche, anhand der erfassten Signale rekonstruierte Bewegungsverläufe;
  • 6: eine grafische Darstellung einer beobachteten Position in einer Seitenansicht; und
  • 7: mögliche Bewegungsverläufe in Abhängigkeit verschiedener, einstellbarer Parameter.
  • 1 zeigt schematisch eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Webmaschine mit vier Webschäfte, wobei in 1 nur ein Webschaft 1 sichtbar ist. 1 zeigt weiter einen zugehörigen Antrieb 2, welcher über ein Kopplungsgetriebe 3 mit dem Webschaft 1 gekoppelt ist. Der Antrieb 2 umfasst einen nicht sichtbaren Antriebsmotor mit einer Antriebswelle, welche in einem Gehäuse 4 angeordnet ist. Die Antriebswelle ist als Exzenterwelle gestaltet. Die Rotationsbewegung der nicht sichtbaren Antriebswelle wird über das Kopplungsgetriebe 3 in eine schematisch durch einen Pfeil P dargestellte Linearbewegung des Webschafts 1 umgewandelt. Das Kopplungsgetriebe 3 umfasst in dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine Koppelstange 31, eine Verbindungsstange 32, zwei Winkelhebel 33, 34, zwei Übertragungselemente 35, 36 und eine Übertragungsstange 37. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Verbindung zwischen der Koppelstange 31 und der Verbindungsstange 32 durch eine Einstellschraube 5 veränderbar. Weiter ist eine Höhe des Webschafts 1 durch eine Einstellschraube 6 an dem Rahmen des Webschafts 1 einstellbar. Das dargestellte Kopplungsgetriebe 3 ist lediglich beispielhaft. Andere denkbare Kopplungsgetriebe sind beispielsweise in WO 2004/092465 A1 und/oder WO 2004/092466 A1 beschrieben, auf deren Umfang hier vollumfänglich Bezug genommen wird. Die Antriebswelle und der Antriebsmotor können in verschiedenen relativen Winkelpositionen miteinander verbindbar sein, um so einen gewünschten Winkelversatz zu erzielen. Dabei ist es beispielsweise aus der WO 98/31856 , auf deren Inhalt ebenfalls vollumfänglich Bezug genommen wird, bekannt, ein Zahnrad vorzusehen, welches verschiedene relative Winkelpositionen ermöglicht. In anderen Ausgestaltungen sind andere Einrichtungen zum Einstellen und/oder Verstellen eines Winkelversatzes vorgesehen.
  • Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung zum Beobachten eines Bewegungsverlaufs des Webschafts 1 vorgesehen. Die Vorrichtung umfasst eine Erfassungseinrichtung 7, welche in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit einer Signalgebereinheit 8 zusammenwirkt, und eine schematisch dargestellte Auswerteeinheit 9.
  • In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Erfassungseinheit 7 derart angeordnet, dass sie mit einer an einem seitlichen Rand des Webschafts 1 vorgesehenen Signalgebereinheit 8 zusammenwirkt. Selbstverständlich ist diese Position lediglich beispielhaft und es sind andere Positionen, beispielsweise oberhalb und/oder unterhalb des Webschafts 1 für eine Anordnung der Erfassungseinheit 7 denkbar.
  • Die dargestellte Erfassungseinrichtung 7 weist Magnetsensoren auf, welche mit an der Signalgebereinheit 8 angeordneten Magneten zusammenwirken. Eine mögliche Anordnung der Magneten und der Magnetsensoren ist im Zusammenhang mit den 2a, 2b und 3 genauer beschrieben. In anderen Ausgestaltungen können andere Sensoren und/oder Anordnungen vorgesehen sein.
  • 2a zeigt schematisch die Signalgebereinheit 8 gemäß 1. Die dargestellte Signalgebereinheit 8 umfasst eine an dem Webschaft 1 anbringbare Schiene 80, an welcher vier Magnetpaare, welche jeweils einen ersten Magneten 8a und einen zweiten Magneten 8b aufweisen, angebracht sind. An der Schiene 80 sind Positionsstifte 82 vorgesehen zur exakten Positionierung der Magnete 8a, 8b. Die Positionsstifte 82 können im Betrieb entfernt sein. Die Schiene 80 ist mit dem Webschaft 1 gemäß 1 verbindbar, beispielsweise verklebbar und/oder verschraubbar. In anderen Ausgestaltungen sind die Magneten 8a, 8b direkt an dem Webschaft 1 angebracht. 2b zeigt schematisch ein Magnetpaar 83 mit den Magneten 8a, 8b in einer vergrößerten Darstellung. Wie in 2b erkennbar ist, sind die Magneten 8a, 8b jeweils als Stabmagneten ausgebildet, wobei die beiden Stabmagneten in unterschiedlicher Orientierung angeordnet sind. Entsprechend ist an einer der Erfassungseinrichtung 7 zugewandeten Oberfläche der Signalgebereinheit 8 ein magnetisches Feld ausgebildet.
  • 3 zeigt schematisch eine Erfassungseinrichtung 7 gemäß 1. Die Erfassungseinrichtung 7 umfasst zwölf Magnetsensoren 71a bis 71c, 72a bis 72c, 73a bis 73c und 74a bis 74c, welche in vier Spalten angeordnet sind. Jede Spalte ist dabei einem Webschaft 1 gemäß 1 zugeordnet, so dass durch die dargestellte Erfassungseinrichtung 7 Bewegungsverläufe der vier Webschäfte 1 gemäß 1 beobachtbar sind. Die Magnetsensoren oder Hall-Sensoren sind mit einer elektronischen Erfassungseinrichtung 70 verbunden, welche mit der Auswerteeinheit 9 gemäß 1 verbunden ist. In anderen Ausgestaltungen können die Sensoren an dem Webschaft angeordnet sein. Vorzugsweise sind die Sensoren jedoch am Rahmen angeordnet, so dass eine einfache Verkabelung möglich ist.
  • Durch die Sensoren 71a bis 71c, 72a bis 72c, 73a bis 73c und 74a bis 74c sind die Felder der Magnetpaare 8a, 8b gemäß 2a und 2b erfassbar.
  • 4 zeigt schematisch Magnetfelder, wobei auf der Abszisse ein Abstand von einem Mittelpunkt des Magnetpaares 8a, 8b in einer x-Richtung gemäß 2a und 2b und auf der Ordinate eine Feldstärke aufgetragen ist. Dabei sind in 4 drei Magnetfeldsignale I, II, III dargestellt, welche sich in ihrer maximalen Feldstärke unterscheiden. Zur Bestimmung der drei Magnetfeldsignale I, II, III wurden ein Abstand des Magnetpaars 8a, 8b von der Erfassungseinrichtung 7 in einer y-Richtung gemäß 2a und 2b verändert, wobei ein dem Magnetfeldsignal I zugrunde liegender Abstand geringer ist, als ein dem Magnetfeldsignal II und III zugrunde liegender Abstand. Je geringer der Abstand in y-Richtung, desto größer ist demnach die maximale Feldstärke. In jedem Fall ändert sich jedoch eine Richtung des erfassten Magnetfelds beim Durchlaufen einer „0-Position”. Durch den Richtungswechsel des Magnetfelds ist diese Position unabhängig von einer Größe des Magnetfelds zuverlässig erfassbar. Da sich der Abstand in y-Richtung im Webbetrieb ändert, ist es vorteilhaft, dass der Richtungswechsel unabhängig von dem Abstand in y-Richtung stattfindet und so die Position zuverlässig detektierbar ist.
  • In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind jeweils drei Sensoren 71a, 71b, 71c und vier Magnetpaare 8a, 8b vorgesehen. Ein Abstand B zwischen den Magnetpaaren ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel nahezu konstant und beträgt beispielsweise B = 25 mm. Ein Abstand C zwischen zwei Sensoren 71a, 71b, 71c der Erfassungseinrichtung 7 gemäß 3 ist dabei ebenfalls nahezu konstant, und beträgt beispielsweise C = 37,5 mm, d. h. 1,5 × Abstand B. Die Sensoren 71a, 71b, 71c und die Magnetpaare 8a, 8b sind beispielsweise derart angeordnet, dass das unterste Magnetpaar 83 gemäß 2a oberhalb eines unteren Sensors 71c angeordnet ist, wenn der Webschaft 1 gemäß 1 sich in einer oberen Position befindet. Bei einer Abwärtsbewegung aus dieser oberen Position wird dann ein Magnetpaar nach dem anderen über die Position des unteren Sensors 71c geführt. Dabei kann auf einfache Weise ein erfasstes Signal einem bestimmten Magnetpaar 8a, 8b zugeordnet werden. Durch den Sensor 71c können somit vier Signale gemäß 5 für einen Webschaft 1 gemäß 1 erfasst werden, d. h. das Erreichen von vier Positionen ist erfassbar. Durch die weiteren Sensoren 71a, 71b ist es bei der beispielhaften Anordnung möglich, im Abstand von 0,5 × B, nach einer Bewegung um 12,5 mm, ein neues Signal zu erfassen.
  • Basierend aus diesen Signalen lassen sich somit als Messwerte Momente innerhalb eines Webzyklus bestimmen, an welchen der Webschaft 1 bestimmte Positionen einnimmt.
  • Erfindungsgemäß wird anhand dieser Messwerte mindestens ein charakteristischer Wert eines Bewegungsverlaufs und/oder der gesamte Bewegungsverlauf des Webschafts 1 rekonstruiert.
  • 5 zeigt schematisch eine grafische Darstellung von zwei Bewegungsverläufen, wobei jeweils die Momente oder Winkelpositionen, zu welchen die bestimmten Positionen erreicht wurden, als Messwerte P1, P2 und P3 bzw. P1*, P2* und P3* eingezeichnet sind. Dabei ist erkennbar, dass ein erster, durch eine durchgezogene Kurve dargestellter Bewegungsverlauf zu den Messwerten P1, P2, P3 passt, wohingegen ein zweiter, durch eine gestrichelte Linie dargestellter Verlauf zu den Messwerten P1*, P2*, P3* passt. Aus den Messwerten P1, P2 und P3 bzw. P1*, P2* und P3* lässt sich somit feststellen, welcher Bewegungsverlauf gegeben ist. Im Umkehrschluss kann so beispielsweise auch auf die mittels der Einstellschraube 5 und/oder der Einstellschraube 6 gemäß 1 vorgenommenen Einstellungen geschlossen werden.
  • Die Bewegungsverläufe der Webschäfte 1 können für eine Analyse grafisch aufbereitet werden. Neben der in 5 abgebildeten Darstellung des Bewegungsverlaufs über die Winkelposition ist es dabei auch möglich, eine Öffnung der Webschäfte in einer Seitenansicht, wie schematisch in 6 dargestellt, für jeden Moment des Webzyklus und/oder Winkelpositionen grafisch aufzubereiten und so dem Nutzer zur Verfügung zu stellen.
  • Wie bereits erwähnt, sind die Bewegungsverläufe eines Webschafts 1 und/oder anderer, angetriebener Elemente der Webmaschine von verschiedenen Stellgrößen oder Parametern abhängig. 7 zeigt schematisch fünf verschiedene Bewegungsverläufe von Webschäften, in Abhängigkeit von verschiedenen Stellgrößen oder Parametern. Anhand der durch die erfindungsgemäße Vorrichtung erfassten Werte ist es möglich festzustellen, welcher der in 7 dargestellten möglichen Bewegungsverläufe tatsächlich vorliegt. Die Ermittlung eines zugehörigen Bewegungsverlaufs ist beispielsweise durch eine sogenannte Ausgleichsrechnung (Engt. Curve Fitting) oder dergleichen möglich. Vorzugsweise erfolgt die Ermittlung eines zugehörigen Bewegungsverlaufs jedoch anhand von Tabellen oder dergleichen, in welchen Soll-Werte für mögliche Bewegungsverläufe abgelegt sind. Durch Vergleich der Messwerte mit den Soll-Werten ist so ein Bewegungsverlauf und/oder ein zugehöriger charakteristischer Wert ermittelbar. Die Werte der Tabellen lassen sich durch Versuche oder ähnliches im Vorfeld bestimmen und die Werte können in einer geeigneten Speichereinrichtung abgelegt werden.
  • In dem in 7 dargestellten Ausführungsbeispiel wurden eine Hublänge mittels der Einstellschraube 5 gemäß 1, eine Höhe des Webschafts 1 mittels der Einstellschraube 6 gemäß 1 und ein Winkelversatz, beispielsweise durch Veränderung der relativen Winkelposition zwischen Antriebswelle und Antriebsmotor, variiert. Dabei zeigt eine gepunktet dargestellte erste Kurve 1 den Bewegungsverlauf bei einer Hublänge von 80 mm, einem Höhenversatz von 0 mm und einem Winkelversatz von 0°. Bei der durchgezogen dargestellten zweiten Kurve 2 und der mit einer Strichpunkt dargestellten dritten Kurve 3 wurden gegenüber der ersten Kurve 1 die Hublängen variiert. Die Hublänge beträgt dabei bei der zweiten Kurve 2 100 mm und bei der dritten Kurve 120 mm. Bei den Kurven 4 und 5 wurden der Höhenversatz bzw. der Winkelversatz gegenüber der mit der durchgezogenen Linie dargestellten zweiten Kurve 2 variiert. Im Unterschied zu dem durch die zweite Kurve 2 dargestellten Bewegungsverlauf beträgt der Höhenversatz bei dem durch eine Strich-Doppelpunkt-Kurve 4 dargestellten Bewegungsverlauf ein Höhenversatz von 20 mm eingestellt. Bei dem durch eine gestrichelte Kurve 5 dargestellten Bewegungsverlauf wurde ein Winkelversatz gegenüber dem durch die durchgezogene Kurve 2 dargestellten Bewegungsverlauf variiert. Dabei beträgt bei dem Bewegungsverlauf gemäß Kurve 5 der Winkelversatz 20°. In 7 ist die Ordinate im Abstand von 12,5 mm unterteilt. Diese Unterteilung entspricht dem Abstand von 0,5 × B bei den oben genannten Zahlenwerten. Damit lassen sich die Schnittpunkte der dargestellten Kurven 1 bis 5 mit den parallel zur Abszisse verlaufenden Skalierungslinien durch Sensoren, beispielsweise die Hallsensoren, ermitteln. Anhand dieser Punkte kann eine zugehörige Kurve und damit ein zugehöriger Bewegungsverlauf ermittelt werden.
  • Die Schnittpunkte denkbarer Kurven können in Tabellen abgelegt werden, wobei beispielsweise im Webbetrieb eine bei Erreichen der Position 12,5 mm vorliegende Winkelposition erfasst und mit den Werten der Tabelle verglichen wird. Anhand des Vergleichs kann mindestens ein charakteristischer Wert des vorliegenden Bewegungsverlaufs und/oder der Bewegungsverlauf als Ganzes ermittelt werden.
  • Die Ermittlung und/oder die grafische Aufbereitung eines ermittelten oder beobachteten Bewegungsverlauf ist erfindungsgemäß im Webbetrieb, vorzugsweise in Echtzeit, möglich. Dabei können einem Nutzer Einstellanweisungen zur Einstellung von Stellgrößen, wie beispielsweise der Einstellschraube 5 und/oder der Einstellschraube 6 gemäß 1 zur Verfügung gestellt werden. Die Ermittlung und/oder grafische Aufbereitung ist dabei sowohl im Normallauf als auch in einem Langsamlauf möglich.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - WO 2004/092465 A1 [0003, 0034]
    • - WO 2004/092466 A1 [0003, 0034]
    • - JP 59-192749 [0004]
    • - EP 0520540 A1 [0005]
    • - JP 2000-064144 [0006]
    • - WO 98/31856 [0034]

Claims (15)

  1. Verfahren zum Beobachten eines Bewegungsverlaufs mindestens eines angetriebenen Elements einer Webmaschine, vorzugsweise mindestens eines Webschafts (1), umfassend die Schritte: a. Erfassen mindestens eines Messwertes, vorzugsweise mehrerer Messwerte, wobei mindestens eine Ist-Position des angetriebenen Elements, vorzugsweise des Webschafts, zu einem festlegbaren Mess-Moment in einem Webzyklus und/oder ein Ist-Moment des Webzyklus bei Erreichen einer festlegbar Mess-Positionen des angetriebenen Elements, vorzugsweise des Webschafts (1), erfasst wird, und b. Ermitteln mindestens eines charakteristischen Wertes des Bewegungsverlaufs anhand des mindestens einen erfassten Messwerts, vorzugsweise anhand der erfassten Messwerte.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als charakteristischer Wert mindestens ein Parameter des Bewegungsverlaufs des angetriebenen Elements aus der Gruppe umfassend eine Amplitude, ein Höhenversatz und ein Winkelversatz ermittelt wird.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als charakteristischer Wert mindestens eine charakteristische Position eines Webschafts (1) aus der Gruppe umfassend eine obere Position, eine untere Position oder einer Zwischen-Position des Webschafts ermittelt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass als charakteristischer Wert mindestens ein Parameter eines Kopplungsmechanismus zwischen einem Antriebsmotor und mindestens einem Webschaft aus der Gruppe umfassend eine Nockenform, einen Hub und eine Exzentrität eines Exzenters einer Schaftmaschine oder eines Exzentermechanismus ermittelt wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass vor einem Beobachten des Bewegungsverlaufs charakteristische Werte mehrerer möglicher Bewegungsverläufe in Abhängigkeit mindestens eines einstellbaren Stellelements, insbesondere in Abhängigkeit mindestens eines einstellbaren Stellelements (5, 6) eines Kopplungsmechanismus (3) zwischen einem Antriebsmotor und einem Webschaft (1), bestimmt werden.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine charakteristische Wert des Bewegungsverlaufs im Webbetrieb, im Langsamlauf und/oder während eines Stillstands beobachtet wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, weiter umfassend den Schritt c. grafisches Darstellen des mindestens einen charakteristischen Werts und/oder des beobachteten Bewegungsverlaufs.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, weiter umfassend den Schritt d. Vergleichen des ermittelten charakteristischen Werts mit einem zugehörigen Soll-Wert.
  9. Vorrichtung zum Beobachten einer Bewegung eines angetriebenen Elements einer Webmaschine, vorzugsweise eines Webschafts (1), umfassend eine Erfassungseinrichtung (7) zum Erfassen mindestens eines Messwertes, vorzugsweise mehrerer Messwerte, wobei mindestens eine Ist-Position des angetriebenen Elements, vorzugsweise des Webschafts (1), zu einem festlegbaren Mess-Moment in einem Webzyklus und/oder ein Ist-Moment des Webzyklus bei Erreichen einer festlegbar Mess-Positionen des angetriebenen Elements, vorzugsweise des Webschafts (1), erfassbar ist, und eine Auswerteeinrichtung (9), durch welche mindestens ein charakteristischer Wert des Bewegungsverlaufs anhand des mindestens einen erfassten Messwerts, vorzugsweise anhand der erfassten Messwerte ermittelbar ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungseinrichtung eine Kamera, insbesondere eine Digitalkamera umfasst.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungseinrichtung (7) mindestens einen Sensor aus der Gruppe umfassend Magnetsensoren (71a, ..., 74c), insbesondere Hall-Sensoren, Abstandssensoren, Lasersensoren und optische Sensoren aufweist.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (9) ausgebildet ist um mindestens eine charakteristische Position des Bewegungsverlaufs aus der Gruppe umfassend eine obere Position, eine untere Position oder einer Zwischen-Position, mindestens einen Parameter des Bewegungsverlaufs aus der Gruppe umfassend eine Amplitude, ein Höhenversatz und einen Winkelversatz und/oder mindestens einen Parameter eines Kopplungsmechanismus (3) zwischen einem Antriebsmotor und dem abgetriebenen Element, vorzugsweise dem Webschaft (1), aus der Gruppe umfassend eine Nockenform, einen Hub und eine Exzentrität eines Exzenters einer Schaftmaschine oder eines Exzentermechanismus zu erfassen.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, weiter umfassend mindestens eine mit der Auswerteeinrichtung (9) gekoppelte Speichereinrichtung, wobei jeweils mindestens ein charakteristischer Wert mehrerer Bewegungsverläufe in Abhängigkeit mindestens einer einstellbaren Stellgröße des Kopplungsmechanismus (3) in der Speichereinrichtung abgelegt ist.
  14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, weiter umfassend eine Anzeigeeinrichtung für eine grafische Darstellung des mindestens einen charakteristischen Werts und/oder des beobachteten Bewegungsverlaufs.
  15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit ausgebildet ist, um den beobachteten Bewegungsverlauf mit einem Soll-Bewegungsverlauf zu vergleichen.
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