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Die Erfindung betrifft eine Trocknungsvorrichtung, der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.
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Durch
DE 34 43 915 C2 ist eine Trocknungsvorrichtung der betreffenden Art bekannt, die wenigstens zwei separate Trocknungskammern zur Aufnahme von zu trocknendem Gut aufweist, wobei jeder Trocknungskammer wenigstens ein Lüfter zur Beströmung ihres Nutzraumes mit Trocknungsmedium zugeordnet ist und wobei den Trocknungskammern wenigstens eine Heizeinrichtung zur Erwärmung des Trocknungsmediums zugeordnet ist. Unterhalb einer Decke der Trocknungskammern weist jede Trocknungskammer eine Zwischendecke auf, die den Nutzraum der jeweiligen Trocknungskammer nach oben begrenzt. Bei der bekannten Trocknungsvorrichtung ist wenigstens ein Strömungskanal vorgesehen, der zwischen der Decke und der Zwischendecke gebildet ist, wobei jeder Strömungskanal mit wenigstens einer Zu-/Abluftöffnung zur Zuführung von Zuluft oder Abführung von Abluft zu der bzw. aus der Trocknungskammer in Verbindung steht.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Trocknungsvorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art anzugeben, die relativ einfach und damit kostengünstig aufgebaut ist und die hinsichtlich des Trocknungsbetriebes eine erhöhte Flexibiliät aufweist.
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Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst.
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Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, eine Trocknungsvorrichtung bereitzustellen, die es bei einem einfachen und relativ kostengünstigen Aufbau ermöglicht, die Trocknungsmedienströme aus zwei oder mehreren Trocknungskammern strömungstechnisch miteinander zu verknüpfen. Auf diese Weise ist es beispielsweise und insbesondere möglich, die einer Trocknungskammer zugeordnete Heizleistung für einen Trocknungsvorgang in einer anderen Trocknungskammer zu nutzen.
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Hierzu sieht die Erfindung vor, daß Mittel zum Herstellen einer Strömungsverbindung zwischen den Strömungskanälen benachbarter Trocknungskammern und vorzugsweise Mittel zum wenigstens teilweisen strömungstechnischen Trennen des Nutzraumes einer Trocknungskammer von dem zugeordneten Strömungskanal vorgesehen sind. Erfindungsgemäß kann somit eine Strömungsverbindung zwischen den Strömungskanälen benachbarter Trocknungskammern hergestellt werden, um beispielsweise Trocknungsmedium zwischen dem Trocknungskammern auszutauschen. Zum anderen ist es erfindungsgemäß möglich, den Nutzraum einer Trocknungskammer strömungstechnisch wenigstens teilweise von dem zugeordneten Strömungskanal zu trennen.
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Besteht eine erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung beispielsweise aus zwei Trocknungskammern, so können diese beispielsweise in einer ersten Betriebsart so betrieben werden, daß zwischen den Strömungskanälen der Trocknungskammern keine Strömungsverbindung besteht, indem beispielsweise eine die Strömungskanäle verbindende Öffnung abgesperrt ist. Bei dieser Betriebsart sind die Trocknungskammern strömungstechnisch vonein- ander getrennt, so daß in den Trocknungskammern voneinander getrennte Trocknungsprozesse ablaufen.
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Wird eine Strömungsverbindung zwischen den Strömungskanälen der Trocknungskammern hergestellt, so kann die Trocknungsvorrichtung beispielsweise in einer zweiten Betriebsart so betrieben werden, daß die einer ersten Trocknungskammer zugeordnete Heizleistung zur Unterstützung des Trocknungsvorganges in der zweiten Trocknungskammer herangezogen wird. Hierzu wird zunächst eine Strömungsverbindung zwischen den Strömungskanälen der Trocknungskammern hergestellt. Außerdem wird der Nutzraum der ersten Trocknungskammer durch die entsprechenden Mittel von dem zugeordneten Strömungskanal getrennt. Ist eine der ersten Trocknungskammer zugeordnete Heizeinrichtung in dem zugeordneten Strömungskanal angeordnet, so kann das durch diese Heizeinrichtung erwärmte Trocknungsmedium, beispielsweise mithilfe eines Lüfters, in die zweite Trocknungskammer geleitet werden, so daß der Trocknungsvorgang entsprechend unterstützt ist.
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In der vorbeschriebenen Betriebsart der Trocknungsvorrichtung ist es beispielsweise auch möglich, feuchte Luft aus einer der Trocknungskammern in eine andere Trocknungskammer zu leiten, wenn in dieser eine Befeuchtung erforderlich ist.
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Auf diese Weise ergibt sich insbesondere bei den Trocknungsvorrichtungen mit einer Mehrzahl von Trocknungskammern eine hohe Flexibilität hinsichtlich des Einsatzes der insgesamt zur Verfügung stehenden Heizleistung. Diese Vorteile bestehen bereits bei Trocknungsvorrichtungen mit zwei Trocknungskammern. Besonders erschließen sich die Vorteile der Erfindung jedoch bei Trocknungsvorrichtungen mit drei oder mehreren Trocknungskammern.
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Erfindungsgemäß wird im Ergebnis eine geringe installierte Heizleistung je Kammer benötigt und ein geringerer Verbrauch an elektrischer Energie zur Belüftung erzielt. Außerdem ergibt sich eine bessere Trocknungsqualität sowie kürzere Trocknungszeiten.
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß der Aufwand für die Erzeugung eines feuchteren Klimas verringert ist und den Trocknungskammern bei Bedarf mehr frisches Trocknungsmedium zugeführt werden kann.
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Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß für einen Austausch von Trocknungsmedium zwischen den Trocknungskammern die ohnehin vorhandene Infrastruktur in Form der den Trocknungskammern zugeordneten Strömungskanälen verwendet wird. Separate Verbindungskanäle, die eine entsprechende Trocknungsvorrichtung aufwendig und damit teurer in der Herstellung gestalten, sind damit nicht erforderlich.
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Erfindungsgemäß ist es möglich, daß jede der Trocknungskammern eine separate Zwischendecke aufweist. Es ist erfindungsgemäß jedoch auch möglich, daß die Zwischendecken der einzelnen Trocknungskammern durch eine sich über sämtliche Trockungskammern erstreckende gemeinsame Zwischendecke gebildet ist.
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Erfindungsgemäß können die Mittel zum Herstellen einer Strömungsverbindung zwischen den Strömungskanälen benachbarter Trocknungskammern in beliebiger geeigneter Weise ausgebildet sein, beispielsweise als Rohrleitung. Um die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung besonders einfach und damit kostengünstig zu gestalten, sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, daß die Mittel zum Herstellen einer Strömungsverbindung zwischen den Strömungskanälen benachbarter Trocknungskammern wenigstens eine vorzugsweise in einer Wandung zwischen den Strömungskanälen gebildete erste Öffnung aufweisen, durch die die Strömungskanäle miteinander kommunizieren können.
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Auch die Verbindung zwischen dem Nutzraum einer Trocknungskammer und dem zugeordneten Strömungskanal kann in beliebiger geeigneter Weise ausgebildet sein. Im Sinne einer Vereinfachung des Aufbaus der Trocknungsvorrichtung ist es zweckmäßig, daß der Nutzraum jeder Trocknungskammer mit dem zugeordneten Strömungskanal über wenigstens eine zweite Öffnung verbunden ist.
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Erfindungsgemäß kann ein strömungstechnisches Verbinden bzw. Trennen einer Trocknungskammer von ihrem zugeordneten Strömungskanal oder zwischen den Strömungskanälen benachbarter Trocknungskammern ausschließlich durch strömungstechnische Maßnahmen erfolgen, beispielsweise durch entsprechende Ansteuerung der vorgesehenen Lüfter, insbesondere durch Einstellung der Richtung der von den Lüftern erzeugten Strömungen. Eine außerordentlich vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht jedoch vor, daß wenigstens einer der Öffnungen eine Absperreinrichtung zugeordnet ist, die zwischen einer Offenstellung und einer Sperrstellung derart beweglich ist, daß die lichte Weite der Öffnung veränderbar ist. Durch entsprechende Ansteuerung der Absperreinrichtung und damit Einstellung der lichten Weite der Öffnung ist bei dieser Ausführungsform innerhalb weiter Grenzen einstellbar, ob und in welchem Maße zwei durch die Öffnung miteinander verbundene Bereiche der Trocknungsvorrichtung strömungstechnisch miteinander kommunizieren.
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Bei der vorgenannten Ausführungsform ist die Sperreinrichtung zweckmäßigerweise als Klappe, Schieber, Strömungsblech oder Jalousie ausgebildet.
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Erfindungsgemäß ist es möglich, Heizeinrichtungen bzw. Lüfter in dem Nutzraum der jeweiligen Trocknungskammer anzuordnen. Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß wenigstens eine Heizeinrich tung und/oder wenigstens ein Lüfter in dem Raum zwischen der Decke und der Zwischendecke angeordnet ist.
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Um eine strömungstechnische Kommunikation zwischen über eine der Öffnungen miteinander verbundenen Bereichen der Trocknungsvorrichtung zu fördern, sieht eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung vor, daß wenigstens ein Lüfter im Bereich einer der Öffnungen angeordnet ist, insbesondere im Bereich einer der ersten Öffnungen.
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Um hinsichtlich der strömungstechnischen Kommuni kation zwischen dem Nutzraum einer Trocknungskammer und dem Strömungskanal bzw. zwischen den Strömungskanälen benachbarter Trocknungskammern eine noch höhere Flexibilität zu erreichen, sieht eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung vor, daß wenigstens einer der Lüfter hinsichtlich seiner Leistung und/oder Förderrichtung steuerbar ist.
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Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung ist eine Steuerungseinrichtung zur Ansteuerung wenigstens einer Absperreinrichtung, wenigstens einer Heizeinrichtung und wenigstens eines Lüfters vorgesehen. Bei dieser Ausführungsform können durch entsprechende hard- oder softwaretechnische Ausgestaltung der Steuerungseinrichtung, die insbesondere durch einen Rechner gebildet sein kann, für die Trocknungskammern entsprechend den jeweiligen Anforderungen unterschiedliche Trocknungsprogramme automatisch eingestellt werden.
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Eine andere zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß wenigstens einer Trocknungskammer wenigstens zwei zweite Öffnungen zugeordnet sind, die vorzugsweise entlang des zugeordneten Strömungskanales zueinander beabstandet sind, derart, daß eine der zweiten Öffnungen eine Zustromöffnung und die andere zweite Öffnung eine Abstromöffnung bildet.
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Um die Strömungsverhältnisse innerhalb der Trocknungskammern noch günstiger zu gestalten, sieht eine vorteilhafte Weiterbildung der Ausführungsformen mit dem Strömungsblech vor, daß wenigstens ein Strömungsblech in eine Position verstellbar ist, in der es in einem strömungsungünstigen Bereich der Trocknungskammer, insbesondere eine Ecke, strömungsleitend wirkt.
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Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß in einer Außenwand der Trocknungsvorrichtung wenigstens eine dritte Öffnung gebildet ist, über die wenigstens einer der Strömungskanäle zur Zuführung von Außenluft mit der Umgebung in Verbindung bringbar ist, wobei der dritten Öffnung eine Absperreinrichtung zugeordnet ist. Die dritte Öffnung oder die dritten Öffnungen ermöglichen bei Bedarf eine zusätzliche Zu- bzw. Abfuhr von Frisch- bzw. Abluft.
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Eine Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, daß die dritte Öffnung im Bereich der ersten Öffnung oder einer der ersten Öffnungen angeordnet ist.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beige fügten Zeichnung näher erläutert. Dabei bilden alle beschriebenen, in der Zeichnung dargestellten und in den Patentansprüchen beanspruchten Merkmale für sich genommen sowie in beliebiger Kombination miteinander den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen sowie deren Rückbeziehung sowie unabhängig von ihrer Beschreibung bzw. Darstellung in der Zeichnung.
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Es zeigt:
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1 eine Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung,
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2 einen Grundriß der Trocknungsvorrichtung gemäß 1,
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3A einen Vertikalschnitt durch eine erste Trocknungskammer der Trocknungsvorrichtung gemäß 1,
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3B in gleicher Darstellung wie 3A eine zweite Trocknungskammer der Trocknungsvorrichtung gemäß 1 und
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3C in gleicher Darstellung wie 3A eine dritte Trocknungskammer der Trocknungsvorrichtung gemäß 1.
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In 1 ist eine Schnittansicht und in 2 ein Grundriß eines Ausführungsbeispieles einer erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung 2 dargestellt, die insbesondere zum Trocknen von Schnittholz dient. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Trocknungsvorrichtung 2 drei separate Trocknungskammern 4, 4' und 4'' auf, wobei die Trocknungskammern 4' und 4'' etwa gleich groß ausgebildet sind und die Trocknungskammer 4 größer als die Trocknungskammern 4', 4'' ausgebildet ist. Die Trocknungskammern 4, 4', 4'' dienen im Betrieb zur Aufnahme von zu trocknendem Gut, das bei dem Bezugszeichen 6 angedeutet ist. Nachfolgend wird ausschließlich die Trocknungskammer 4 näher erläutert. Die Trocknungskammern 4' und 4'' sind entsprechend ausgebildet, und ihre Komponenten sind mit Bezugszeichen versehen, die den Bezugszeichen der Komponenten der Trocknungskammer 4 entsprechen.
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Nachfolgend wird anhand von 3A die Trocknungskammer 4 näher erläutert.
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Der Trocknungskammer 4 ist ein Lüfter 8 zur Beströmung ihres Nutzraumes mit einem Trocknungsmedium, beispielsweise Trocknungsluft, zugeordnet. Ferner ist der Trocknungskammer 4 eine Heizeinrichtung 12 zur Erwärmung des Trocknungsmediums zugeordnet.
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Unterhalb einer gemeinsamen Decke 14 der Trocknungs- kammern 4, 4', 4'' weist die Trocknungskammer 4 eine Zwischendecke 16 auf, die den Nutzraum der Trocknungskammer 4 nach oben begrenzt und sich bei diesem Ausführungsbeispiel nur über einen Teil der Ausdehnung der Trocknungskammer 4 parallel zur Zeichenebene erstreckt.
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Der Trocknungskammer 4 ist ein Strömungskanal 18 zugeordnet, der zwischen der Decke 14 und der Zwischendecke 16 gebildet ist. Der Strömungskanal 18 steht mit einer Zuluftöffnung 22 zur Zuführung von Zuluft in den Nutzraum 10 der Trocknungskammer 4 und mit einer Abluftöffnung 20 zur Abführung von Abluft aus dem Nutzraum 10 der Trocknungskammer 4 in Verbindung, wobei die Zuluftöffnung 22 durch eine Klappe 24 und die Abluftöff- nung 20 durch eine Klappe 26 verschließbar ist.
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Erfindungsgemäß sind Mittel zum Herstellen einer Strömungsverbindung zwischen den Strömungskanälen benachbarter Trocknungskammern, beispielsweise zwischen den Strömungskanälen 18, 18' der Trocknungskammern 4, 4' vorgesehen (vgl. 2), die bei diesem Ausführungsbeispiel eine erste Öffnung 28 aufweisen, durch die die Strömungskanäle 18, 18' miteinander kommunizieren können. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist in der ersten Öffnung 28 ein Lüfter 29 angeordnet.
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Aus 3A. ist ersichtlich, daß der Strömungskanal 18 über eine zweite Öffnung 30 mit dem Nutzraum 10 der Trocknungskammer 4 in Verbindung steht. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel steht der Strömungskanal 18 ferner über eine weitere zweite Öffnung 32 mit dem Nutzraum 10 in Verbindung. Den zweiten Öffnungen 30, 32 ist bei diesem Ausführungsbeispiel jeweils eine Absperreinrichtung in Form einer Klappe 34, 36 zugeordnet, die zwischen einer Offenstellung und einer Sperrstellung derart beweglich, bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel schwenkbeweglich, ist, daß die lichte Weite der jeweiligen Öffnung 30 bzw. 32 veränderbar ist. In 3A sind die Klappen 34, 36 in ihrer Sperrstellung dargestellt. In dieser Sperrstellung bilden die Klappen 34, 36 erfindungsgemäße Mittel zum wenigstens teilweise strömungstechnischen Trennendes Nutzraumes 10 der Trocknungskammer 4 von dem zugeordneten Strömungskanal 18. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind der Lüfter 8 und die Heizeinrichtung 12 in dem Strömungskanal 18, also in dem Raum zwischen der Decke 14 und der Zwischendecke 16 aufgenommen.
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3B zeigt die Trocknungskammer 4', wobei sich die Klappen 34', 36' in ihrer Offenstellung befinden, in der die lichte Weite der zweiten Öffnungen 30', 32' maximal ist.
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3C zeigt die Trocknungskammer 4'', wobei sich die Klappen 34'' und 36'' in einer Zwischenstellung befinden, in der die lichte Weite der Öffnungen 30'', 32'' gegenüber einer durch die Offenstellung der Klappen 34'', 36'' definierten maximalen lichten Weite verringert ist.
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Der ersten Öffnung 28 zwischen dem Strömungskanal 18 der Trocknungskammer 4 und dem Strömungskanal 18' der Trocknungskammer 4' kann ggf. eine Absperreinrichtung zugeordnet sein, die zwischen einer Offenstellung und einer Sperrstellung derart beweglich ist, daß die lichte Weite der ersten Öffnung 28 veränderbar ist.
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Entsprechendes gilt für eine zwischen dem Strömungskanal 18' der Trocknungskammer 4' und dem Strömungskanal 18'' der Trocknungskammer 4'' vorgesehene zweite Öffnung 40.
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Die in der Zeichnung dargestellten Lüfter, Heizeinrichtungen und Absperreinrichtungen werden bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch eine gemeinsame Steuerungseinrichtung angesteuert, die beispielsweise durch einen Rechner gebildet sein kann und entsprechend an die jeweilige Trocknungsaufgabe angepaßten Trocknungsprogrammen automatisch die Lüfter, die Heizeinrichtungen und Absperreinrichtungen ansteuert.
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Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung 2 ist wie folgt:
Über die ersten öffnungen 28, 40 ist bei Bedarf eine strömungstechnische Verbindung zwischen den Strömungskanälen 18, 18' bzw. 18', 18'' benachbarter Trocknungskammern 4, 4' bzw. 4', 4'' herstellbar. Gleichzeitig ist durch entsprechende Ansteuerung der einer Trocknungskammer zugeordneten Klappen, beispielsweise der Klappen 34, 36 die lichte Weite der zweiten Öffnung 30, 32 einstellbar ist, insbesondere ob und in welchem Maße der Nutzraum 10 der jeweiligen Trocknungskammer 4 mit dem zugeordneten Strömungskanal 18 strömungstechnisch kommuniziert.
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Soll beispielsweise eine Heizleistung der Heizeinrichtung 10, die der Trocknungskammer 4 zugeordnet ist, vollständig herangezogen werden, um im Nutzraum der Trocknungskammer 4' aufgenommenes Gut zu trocknen, so werden die Klappen 34, 36 in die in 3A dargestellte Sperrstellung bewegt. Über die Zuluftöffnung 22 zugeführte Trocknungsluft wird durch die Heizeinrichtung 12 erwärmt und tritt durch die zweite Öffnung 28 in den Strömungskanal 18' der Trocknungskammer 4' ein. Gleichzeitig befinden sich die Klappen 34', 36' in ihrer Offenstellung, so daß die durch die erste Öffnung 28 in den Strömungskanal 18' eingetretene Trocknungsluft durch die zweite Öffnung 30' in den Nutzraum 10' der Trocknungskammer 4' eintritt, das zu trocknende Gut 6' umströmt und über die zweite Öffnung 32' wieder in den Strömungskanal 18' eintritt.
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In hierzu entsprechender Weise kann beispielsweise feuchte Luft aus einer der Trocknungskammern 4, 4', 4'' einer der anderen Trocknungskammern 4, 4', 4'' zugeführt werden.
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Durch Umsteuerung der Drehrichtung der Lüfter 8, 29 ist es möglich, die Strömungsrichtung des Trocknungsmediums in Teilen oder der gesamten Trocknungsvorrichtung 2 umzukehren.
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Wie in 2 dargestellt, sind für die Rückströmung des Trocknungsmediums in den Wänden zwischen den Trocknungkammern 4, 4' bzw. 4', 4'' weitere Öffnungen 42, 44 vorgesehen, die bezogen auf die Längsmittelebene der Trocknungsvorrichtung 2 zu den Öffnungen 28 und 40 spiegelbildlich angeordnet und bei diesem Ausführungsbeispiel durch Klappen 46 bzw. 48 ganz bzw. teilweise verschließbar sind.
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In der in 3C dargestellten Zwischenstellung der Klappen 34'', 36'' tritt lediglich eine Teilströmung der in dem Strömungskanal 18'' strömenden Trocknungsluft, die beispielsweise von den anderen Trocknungskammern 4, 4' her zugeführt worden ist, in den Nutzraum 10'' der Trocknungskammer 4'' ein.
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Wie in 2 dargestellt, ist in einer Außenwandung 50 der Trocknungsvorrichtung 2 eine dritte Öffnung 52 gebildet, über die der Strömungskanal 18 zur Zuführung von Außenluft mit der Umgebung in Verbindung bringbar ist, wobei der dritten Öffnung 52 eine Absperreinrichtung 54 zugeordnet ist, die bei diesem Ausführungsbeispiel durch eine Klappe gebildet ist. Die Absperreinrichtung kann jedoch auch durch eine Jalousie oder dergleichen gebildet sein. Wie ferner aus 2 ersichtlich ist, ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die dritte Öffnung 52 im Bereich der ersten Öffnung 28 angeordnet. Entsprechende dritte Öffnungen 56, 58, 60 mit jeweils zugeordneter Absperreinrichtung sind in der Außenwandung 50 im Bereich des Strömungskanales 18' und des Strömungskanales 18'' gebildet, wie in 2 dargestellt. Die dritten Öffnungen 52, 56, 58 und 60 dienen bei Bedarf einer zusätzlichen Zu- bzw. Abfuhr von Frisch- bzw. Abluft. Auf diese Weise können die Zu- bzw. Abluftöffnungen, beispielsweise die Zuluftöffnung 22 und die Abluftöffnung 20, entweder unterstützt bzw. entlastet und damit geringer dimensioniert oder sogar ganz ersetzt werden.
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Die Erfindung ermöglicht es somit, in einfacher und flexibler Weise die Ströme an Trocknungsluft von wenigstens zwei Trocknungskammern miteinander zu verknüpfen, wobei die Trocknungsvorrichtung 2 einen relativ einfachen und damit kostengünstigen Aufbau hat.