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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Bremsbetätigungseinrichtung
einer Kraftfahrzeug-Bremsanlage mit einem Bremskraftverstärker und
einer Betätigungsvorrichtung, wie etwa einer Pedalbox,
wobei Bremskraftverstärker und Betätigungsvorrichtung
an gegenüberliegenden Seiten einer fahrzeugfesten Wand
des Fahrzeuges, der sogenannten Spritzwand, zu befestigen sind.
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Stand der Technik
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Die
Befestigung und Montage von Komponenten einer Bremsbetätigungseinrichtung
einer Kraftfahrzeug-Bremsanlage gestaltet sich mitunter als aufwendig
und arbeitsintensiv, da einzelne Komponenten der Bremsbetätigungseinrichtung,
wie etwa der Bremskraftverstärker und eine mit dem Bremskraftverstärker
in Wirkverbindung stehende Betätigungsvorrichtung, etwa
in Form einer Pedalbox, an unterschiedlichen Seiten einer fahrzeugfesten
Wand, typischerweise der Spritzwand, anzuordnen sind. Diese Wand
stellt zugleich eine Trennung zwischen dem Fahrzeuginnenraum und
dem äußeren Nassraum des Fahrzeuges dar.
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So
ist der Bremskraftverstärker beispielsweise vom Motorraum
des Fahrzeuges her an der Spritzwand anzuordnen und ggf. zu halten,
bis von der entsprechend gegenüberliegenden Seite der Spritzwand
her eine mit dem Bremskraftverstärker in Wirkverbindung
tretende Pedalbox angeordnet wird. Auch ist ein umgekehrter Montageablauf üblich,
bei welchem zunächst die Pedalbox, ggf. provisorisch an der
Spritzwand vom Fahrzeuginnenraum her befestigt wird bevor von der
Motorraumseite her der Bremskraftverstärker mit der Pedalbox
verbunden wird.
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Zur
Befestigung dieser beiden Komponenten der Bremsbetätigungseinrichtung,
Bremsverstärker und Pedalbox, ist zumindest ein die Spritzwand durchsetzendes
Befestigungsmittel vorgesehen, welches üblicherweise als
Bolzen oder Schraubbolzen oder als einfache Schraube ausgebildet
ist. Dieses Befestigungsmittel kann üblicherweise mit einem
Gewindeabschnitt vom Gehäuse des Verstärkers hervorstehen
und kann eine an der Spritzwand vorgesehene Befestigungsöffnung
durchsetzend in eine korrespondierend ausgebildete Hülse
mit einen Innengewinde der Pedalbox eingeschraubt werden.
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Auf
diese Art und Weise können der Bremskraftverstärker
und die Pedalbox mittels einer Schraubverbindung direkt miteinander
verbunden werden, sodass die Spritzwand zwischen diesen beiden Komponenten
eingeklemmt wird.
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Die
DE 10 2006 038 168
A1 offenbart eine Bremsbetätigungsvorrichtung
einer Kraftfahrzeug-Bremsanlage mit einem Bremskraftverstärker, wobei
ein Befestigungselement zur Befestigung der Bremsbetätigungsvorrichtung
an einer fahrzeugfesten Wand des Fahrzeugs durch eine Öffnung
des Verstärkergehäuses herausragt. Dabei ist ein
Mittel zur provisorischen Befestigung der Bremsbetätigungsvorrichtung
an der fahrzeugfesten Wand vorgesehen, welches kraftschlüssig
und/oder formschlüssig mit der fahrzeugfesten Wand oder
einem Bauteil, welches an der fahr zeugfesten Wand des Fahrzeugs
befestigt vorgesehen ist, zusammenwirkt.
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Zwar
kann auf diese Art und Weise eine provisorische Befestigung der
Bremsbetätigungsvorrichtung an der Spritzwand zur Verfügung
gestellt werden. So kann insbesondere vorgesehen sein, das Verstärkergehäuse
mit seinem durch die Öffnung des Verstärkergehäuses
herausragenden Befestigungselement durch die an der Spritzwand vorgesehene Befestigungsöffnung
hindurch in einen Stopfen einzuführen, welcher im Bereich
einer das Befestigungselement aufnehmenden Hülse an der
anderen Seite der Spritzwand angeordnet ist.
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Obschon
durch diese Maßnahmen eine Montageerleichterung und -Vereinfachung
erzielt werden kann, treten in der Praxis dennoch Montageprobleme
auf. Denn die Befestigung zumindest eines der Gehäuse,
insbesondere des Bremsverstärkergehäuses erfolgt
aufgrund der vorgegebenen Fahrzeuggeometrie nahezu blind, sodass
die typischerweise am Bremsverstärkergehäuse vorkonfektioniert angeordneten
und vom Gehäuse hervorstehenden Befestigungsbolzen bei
einer nicht exakt fluchtenden Ausrichtung von Befestigungsbolzen
und spritzwandseitiger Durchgangsöffnung bei einem Montageversuch
in das Verstärkergehäuse zurückgeschoben werden
können. Der Monteur ist dann gezwungen, die Befestigungsbolzen
erneut gegenüber dem Bremskraftverstärkergehäuse
auszurichten.
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Daneben
tritt ferner das Problem auf, dass ein zur Befestigung vorgesehener
Befestigungs- oder Schraubbolzen mit einem gewissen radialen Spiel
durch das Gehäuse des Bremskraftverstärkers geführt
ist. Systeminhärente Bauteiltoleranzen und ein sich daraus
ergebendes Spiel erschweren ein einfaches und passgenaues Einsetzen
bzw. Einführen der Schraubbolzen in die dafür vorgesehenen Befestigungsöffnungen
der Spritzwand, bzw. der sich daran fluchtend anschließenden
und korrespondierend ausgebildeten Befestigungshülsen,
welche in oder am Gehäuse der Pedalbox vorgesehen sind.
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Aufgabe
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Der
vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde,
eine verbesserte und vereinfachte Montage einer Bremsbetätigungseinrichtung
an einer fahrzeugfesten Wand eines Kraftfahrzeuges zur Verfügung
zu stellen, welche mit möglichst geringem konstruktivem
Aufwand zu verwirklichen ist.
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Erfindung und vorteilhafte
Wirkungen
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Die
der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird mittels einer Bremsbetätigungseinrichtung gemäß Patentanspruch
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Die
erfindungsgemäße Bremsbetätigungseinrichtung
einer Kraftfahrzeug-Bremsanlage weist einen Bremskraftverstärker
und eine hierfür vorgesehene damit gekoppelte Bremsbetätigungsvorrichtung,
typischerweise eine sogenannte Pedalbox auf. Die Gehäuse
dieser beiden Komponenten sind an gegenüberliegenden, typischerweise
dem Motorraum und dem Fahrzeuginnenraum zugewandten Seiten einer
fahrzeugfesten Wand, typischerweise der Spritzwand, anzuordnen.
Die Befestigung beider Gehäuse an der fahrzeugfesten Wand
erfolgt dabei mittels zumindest einem die Wand durchsetzenden Befestigungsmittel,
wobei das Befestigungsmittel die beiden Gehäuse unmittelbar
miteinander und an der Wand befestigt. Hierbei ist insbesondere
vorgesehen, dass mittels dem Befestigungsmittel eine klemmende Verbindung
beider Gehäu se und der dazwischen zu liegen kommenden Wand
verwirklicht werden kann.
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Die
Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das Befestigungsmittel
mittels einem Sicherungselement zumindest gegen ein axiales Verschieben
gegenüber dem Gehäuse gesichert ist. Das zur axialen
Sicherung des Befestigungsmittels vorgesehene Sicherungselement
weist einen Ends einen umlaufenden Rand oder Bund auf. Mit diesem
Rand oder Bund ist das Sicherungselement selbst an dem Gehäuse
befestigbar, während es andern Ends zumindest zur axialen
Fixierung des Befestigungsmittels gegenüber dem Gehäuse
ausgebildet ist und das Herausfallen des Befestigungselements aus
dem Verstärkergehäuse verhindert.
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Hierfür
ist zumindest der Innendurchmesser des dem umlaufenden Rand gegenüberliegenden Endabschnitts
des Sicherungselements verjüngt ausgebildet, sodass eine
unmittelbare Fixierung des von einer Gehäusewand hervorstehenden
Befestigungsmittels an dem Gehäuse bereits in einem Vormontagezustand
erfolgen kann. Die sich verjüngende Kontur des Sicherungselements
betrifft vornehmlich die Innenkontur, bzw. den lichten Innendurchmesser
des Sicherungselements. Auf diese Art und Weise kann somit verhindert
werden, dass beim Einsetzen etwa des Bremskraftverstärker-Gehäuses
an die vorgesehene Befestigungsstelle an der Spritzwand die vom
Bremskraftverstärker hervorstehenden Befestigungsmittel
in das Gehäuse des Bremskraftverstärkers zurückgeschoben
werden.
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Nach
der Erfindung ist folglich vorgesehen, das Befestigungsmittel nicht
nur gegenüber oder an einem Gehäuse zu positionieren
oder daran zur Anlage zu bringen, sondern dieses auch gegenüber dem
Gehäuse zu fixieren, dies insbesondere um einen Montagevorgang
zu erleichtern und um das Befestigungsmittel vor einer Endmontage
verliersicher am Gehäuse zu halten.
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Mittels
dieser axialen Fixierung von etwa am Bremskraftverstärker-Gehäuse
vorkonfektioniert angeordneten Befestigungsmitteln geht eine merkliche Montagevereinfachung
einher, denn der Monteur kann etwa das mit den vorstehenden Befestigungsmitteln
versehene Bremsverstärkergehäuse tastend an der
fahrzeugfesten Wand entlangführen, bis die vorstehenden,
typischerweise als Schraubbolzen ausgebildeten Befestigungsmittel
fluchtend zu den in der fahrzeugfesten Wand ausgebildeten Befestigungsöffnungen
zu liegen kommen und nachfolgend in oder durch die vorgesehenen
Befestigungsöffnungen ein- oder hindurchgeführt
werden können.
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Insoweit
muss der Monteur nicht mehr dafür Sorge tragen, dass durch
ein abtastendes Entlanggleiten des mit Befestigungsmitteln versehenen
Gehäuses entlang der fahrzeugfesten Wand die Befestigungsmittel
in das Gehäuse zurückgeschoben werden.
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Nach
einer ersten vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen,
dass das Sicherungselement nicht nur zur axialen Fixierung des Befestigungsmittels,
sondern auch zum Fixieren des Befestigungsmittels in Radialrichtung
ausgebildet ist. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass Bauteiltoleranzen
und/oder ein etwaiges Spiel zur Ausrichtung des Befestigungsmittels
im Bezug zum Gehäuse ausgeglichen bzw. kompensiert wird.
Durch die Fixierung in Radialrichtung kann insbesondere erreicht werden,
dass sich das länglich ausgebildete Befestigungsmittel
im Wesentlichen senkrecht, bzw. orthogonal zur Ebene eines mit der
fahrzeugfesten Wand zur Anlage gelangenden Gehäusewandabschnitts erstreckt.
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Dies
ist insbesondere bei der Verwirklichung von mehreren beabstandet
zueinander angeordneten Befestigungsmitteln von Bedeutung. Durch
die Fixierung von der Gehäusewand hervor ragenden Befestigungsmitteln
in Radialrichtung bzw. durch die im Wesentlichen senkrechte Ausrichtung
der Befestigungsmittel gegenüber der fahrzeugfesten Wand oder
gegenüber der damit in Anlagestellung tretenden Gehäusewand
kann ein besonders einfaches Einsetzen bzw. Einführen der
in Einführrichtung vorn liegenden freien Enden der Befestigungsmittel
in dafür vorgesehene Befestigungsöffnungen erreicht werden.
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Durch
die senkrechte Ausrichtung der Befestigungsmittel gegenüber
der Gehäusewand, bzw. der fahrzeugfesten Wand kann bei
einer Vielzahl von beabstandet voneinander angeordneten Befestigungsmitteln
und korrespondierenden Befestigungsöffnungen bereits bei
fluchtender Anordnung von nur zwei Befestigungsmitteln gegenüber
zugeordneten Befestigungsöffnungen eine fluchtende Anordnung
bzw. Ausrichtung sämtlicher Befestigungsmittel und zugeordneter
Befestigungsöffnungen gewährleistet werden.
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Weiterhin
ist nach der Erfindung vorgesehen, dass das Sicherungselement nach
Art einer Hülse ausgebildet ist und an den umlaufenden
und geschlossenen Randabschnitt in Axialrichtung angrenzend über
den Umfang verteilt angeordnete und sich in Axialrichtung erstreckende
Fortsätze aufweist. Mit Hilfe dieser Fortsätze,
welche elastisch oder plastisch deformierbar ausgebildet sein können,
kann eine Klemmwirkung bezüglich des durch das hülsenartige
Sicherungselement hindurchführbare Befestigungsmittels
erzielt werden.
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Dabei
ist insbesondere vorgesehen, dass sich die Fortsätze zu
ihrem freien Ende hin, das heißt dem geschlossenen Randab schnitt
oder Bund gegenüberliegend radial nach innen verjüngen
oder eine nach innen gerichtete Neigung aufweisen, sodass das Sicherungselement
an seinem dem umlaufenden Rand oder Bund gegenüberliegenden
axialen Endabschnitt einen demgegenüber verkleinerten Innendurchmesser
zur Herbeiführung einer Klemmwirkung auf das Befestigungsmittel
aufweist. Der Neigungswinkel der Fortsätze bezogen auf
die Axialrichtung können dabei bis zu 90° betragen,
so dass sich die Fortsätze quasi flanschartig nach innen
erstrecken. Eine nahezu konisch verlaufende Außenkontur des
Sicherungselementes ist jedoch gleichermaßen denkbar und
zur Fixierung des Befestigungsmittels geeignet.
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Ferner
ist vorgesehen, dass das Sicherungselement zwischen den in Umfangsrichtung
verteilt angeordneten Fortsätzen geschlitzt ausgebildet
oder mit Ausnehmungen versehen ist. Dabei kann ferner vorgesehen
sein, dass sich die Fortsätze in Axialrichtung gesehen
zu ihrem freien Ende hin in Umfangsrichtung verjüngen.
Insoweit können die Fortsätze eine zu ihrem freien
Ende hin verjüngende trapezartige Geometrie aufweisen.
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Von
Vorteil ist ferner, dass die Fortsätze an ihrem freien
Endabschnitt abgeflacht ausgebildet sind, um eine möglichst
große Anlagefläche mit dem zu fixierenden Befestigungsmittel
zu bilden.
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Nach
einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
dass das Sicherungselement einen solchen Außendurchmesser aufweist,
der ein Einführung und/oder zumindest bereichsweises Hindurchführen
des Sicherungselementes in oder durch eine in der fahrzeugfesten Wand
ausgebildete Befestigungsöffnung ermöglicht. Die
Anpassung des Außendurchmessers bzw. der Außenabmessungen
des Sicherungselementes an den Innendurchmesser der wandseitigen
Befestigungs- oder Durchgangs öffnung hat den Vorteil, dass das
Sicherungselement bereits in einer Vormontage-Konfiguration an einem
mit Befestigungsmitteln versehenen Gehäuse der Bremsbetätigungseinrichtung
angeordnet werden kann, bevor dieses Gehäuse mit seinen
Befestigungsmitteln an der fahrzeugfesten Wand angeordnet wird.
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Dabei
kann ferner vorgesehen sein, dass der Außendurchmesser
des Randes oder des umlaufenden Bundes des Sicherungselements derart
an den Innendurchmesser einer Befestigungsöffnung der fahrzeugfesten
Wand angepasst ist, dass beim Einführen oder bereichsweisen
Hindurchführen des Sicherungselementes in oder durch die
Befestigungsöffnung hindurch eine Klemmung mit der Befestigungsöffnung
erzielt wird. Auf diese Art und Weise kann mittels dem zur Fixierung
des Befestigungsmittels am Gehäuse vorgesehenen Sicherungselement auch
eine provisorische Fixierung des Gehäuses selbst an der
fahrzeugfesten Wand erfolgen, bis das gegenüberliegend
anzuordnende Gehäuse in vorgesehener Art und Weise unter
Verwendung der Befestigungsmittel an der fahrzeugfesten Wand mit
der etwa pedalboxseitigen Befestigungshülse befestigt wird.
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Daneben
kann aber auch vorgesehen sein, dass der Außendurchmesser
des Sicherungselementes kleiner als der Innendurchmesser der Befestigungsöffnung
der fahrzeugfesten Wand ausgebildet ist, um ein einfaches und leichtgängiges
Ein- bzw. Hindurchführen des Sicherungselements in oder durch
die Befestigungsöffnung zu ermöglichen. Ferner
bietet die zur fahrzeugfesten Wand hin verlaufende verjüngende
Außenkontur des Sicherungselementes eine Einführ-
und Positionierhilfe beim Einsetzen in die wandseitige Befestigungsöffnung.
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Nach
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist ferner vorgesehen,
das Befestigungselement als Bolzen, Schraub bolzen oder Schraube auszubilden
und mittels einer Führungshülse zumindest bereichsweise
durch das Gehäuse eines Bremskraftverstärkers
hindurchzuführen. Die Führungshülse kommt
mit einem Endabschnitt im Bereich einer Gehäuseöffnung
zu liegen, welche bei Erreichen der Endmontagestellung an der fahrzeugfesten
Wand fluchtend mit den wandseitig ausgebildeten Befestigungsöffnungen
zu liegen kommt.
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Dabei
ist ferner vorgesehen, dass das Sicherungselement mit seinem umlaufenden
und geschlossenen Rand oder Bund auf den im Bereich der Gehäuseöffnung
zu liegen kommenden Endabschnitt der Führungshülse
aufschiebbar ist. Das Aufschieben des Sicherungselementes auf die
Führungshülse des Bolzens oder Schraubbolzens
erfolgt dabei vorzugsweise unter Bildung einer Klemmung. Die Führungshülse
oder das Sicherungselement können dabei elastischen oder
plastischen lokalen Deformationen oder Verformungen unterliegen.
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Neben
der kraft- oder reibschlüssigen Befestigung des Sicherungselementes
an der Führungshülse für den Bolzen oder
Schraubbolzen stellen die radial nach innen gerichteten oder entsprechend nach
innen geneigten Fortsätze des Sicherungselementes eine
axiale und/oder radiale Fixierung des Befestigungselementes, sprich
des Bolzens oder Schraubbolzens gegenüber dem Gehäuse
der Bremsbetätigungseinrichtung zur Verfügung.
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Von
Vorteil ist das Sicherungselement aus einem elastisch deformierbaren
Material, etwa einem thermoplastischen Kunststoff oder einem dünnwandigen
Metallabschnitt, etwa einem Metallblech gefertigt. Hierdurch kann
in besonders einfache Art und Weise eine reibschlüssige,
bzw. kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Sicherungselement
und einem Gehäuse, insbesondere dem Bremskraftverstärkergehäuse
gebildet werden.
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Daneben
ist ein elastisches Sicherungselement auch für die gegebenenfalls
provisorische Befestigung des Gehäuses an der kraftfahrzeugfesten Wand
von Vorteil, etwa wenn der vom Sicherungselement fixierte Schraubbolzen
zusammen mit diesem durch eine Durchgangsöffnung der Wand
hindurch bis in eine gegenüberliegend angeordnete Hülse
hinein geschoben wird.
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Nach
einem weiteren unabhängigen Aspekt betrifft die Erfindung
ein Montageprinzip zur Befestigung einer Bremsbetätigungseinrichtung
einer Kraftfahrzeug-Bremsanlage vorgesehen, wobei die Bremsbetätigungseinrichtung
zumindest einen Bremskraftverstärker und eine zugehörige
Betätigungsvorrichtung, etwa eine Pedalbox, aufweist. Die Betätigungsvorrichtung
und der Bremskraftverstärker sind an gegenüberliegenden
Seiten einer fahrzeugfesten Wand, etwa einer Spritzwand, mittels
zumindest einem die Wand durchsetzenden Befestigungsmittel, etwa
einem Schraubbolzen zu befestigen.
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Erfindungsgemäß ist
vorgesehen, das Befestigungsmittel in einem Vormontagezustand derart an
einem der Gehäuse, entweder dem Bremsverstärkergehäuse
oder der Pedalbox anzuordnen, dass es von einer an einer fahrzeugfesten
Wand im Endmontagezustand zur Anlage gelangenden Gehäusewand hervorsteht.
Das von der Gehäusewand hervorstehende Befestigungsmittel
wird mittels eines Sicherungselements bereits in diesem Vormontagezustand,
das heißt vor einem Anbringen des entsprechenden Gehäuses
an der fahrzeugfesten Wand axial und/oder radial fixiert.
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Hiernach
wird das entsprechende Gehäuse mit den daran angeordneten
und von der Gehäusewand hervorstehenden Befestigungsmit tel
und ggf. zusammen mit dem Sicherungselement durch eine in der fahrzeugfesten
Wand ausgebildete Befestigungsöffnung hindurch oder zumindest
bereichsweise in eine solche Befestigungsöffnung eingeführt.
Das Befestigungsmittel wird dabei zumindest in einer am anderen
Gehäuse ausgebildete Aufnahme eingeführt, welche
im Endmontagezustand fluchtend zur Befestigungsöffnung
der fahrzeugfesten Wand zu liegen kommt. Alsdann ist vorgesehen,
die beiden Gehäuse kraft- und/oder formschlüssig
miteinander zu verbinden.
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Für
den Montageprozess kann insbesondere vorgesehen sein, die Befestigungsmittel
am Bremskraftverstärker-Gehäuse vorzusehen und
dort mit dem oben beschriebenen Sicherungselement axial und/oder
radial zu fixieren. Dabei kann ferner vorgesehen werden, die mit
dem Verstärkergehäuse zu verbindende Pedalbox
bereits mit anderweitigen Befestigungsmitteln provisorisch an der
fahrzeugfesten Wand zu befestigen. In einem solchen Vormontagezustand
sind am Gehäuse der Pedalbox fluchtend zu den Befestigungsöffnungen
der fahrzeugfesten Wand zu liegen kommende Aufnahmen bzw. mit einem
Innengewinde versehene Hülse zur Aufnahme der vom Gehäuse
des Bremskraftverstärkers hervorragenden Schraubbolzen
vorgesehen.
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Zur
Vorkonfektionierung des Verstärkergehäuses ist
insbesondere vorgesehen, die zur axialen und/oder radialen Fixierung
ausgebildeten Sicherungselemente auf eine den das Gehäuse
durchsetzenden Schraubbolzen führende Führungshülse
aufzuschieben, sodass das Sicherungselement einerseits fest mit
dem Bremskraftverstärker-Gehäuse bzw. mit der
Führungshülse für den Schraubbolzen verbunden
ist und andererseits mit seinen radial nach innen gerichteten Fortsätzen
eine ausreichende axiale und ggf. radiale Sicherung des Schraubbolzens zur
Verfügung stellt.
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Ausführungsbeispiele
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Weitere
Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der
vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung. Dabei bilden
alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für
sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der
vorliegenden Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung
in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
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Es
zeigen:
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1a eine
Ausgestaltung des Sicherungselementes in perspektivischer Darstellung,
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1b das
Sicherungselementes gemäß 1a in
Draufsicht,
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1c das
Sicherungselement gemäß der 1a und 1b in
Seitenansicht,
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2 eine
perspektivische Darstellung eines Bremskraftverstärker-Gehäuses
unmittelbar vor Befestigung an einer Spritzwand,
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3 das
Bremskraftverstärker-Gehäuse gemäß 2 im
Montagezustand,
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4 einen
Querschnitt durch eine Befestigungsstelle während der Montage
und
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5 einen
der 4 entsprechenden Querschnittes bei Erreichen der
Endmontagestellung,
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6a eine
perspektivische Darstellung einer weiteren Ausgestaltung des Sicherungselements,
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6b das
Sicherungselement gemäß 6a in
Draufsicht,
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6c das
Sicherungselement gemäß der 6a und 6b in
Seitenansicht und
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7 eine
detailgetreue perspektivische Darstellung der Anordnung des Bremskraftverstärker-Gehäuses
an der Spritzwand eines Kraftfahrzeuges.
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Die
perspektivische Darstellung gemäß 7 gibt
die überaus komplexe Montagesituation für die
Befestigung eines Bremskraftverstärkergehäuses 30 an
einer orts- oder fahrzeugfesten Wand, etwa einer Spritzwand 40 des
Kraftfahrzeugs wieder. Die Spritzwand 40 weist im vorliegenden
Ausführungsbeispiel zwei Befestigungsöffnungen 50 zur Aufnahme
zweier Schraubbolzen 36 auf, welche von einer der Spritzwand 40 zugeordneten
bzw. zugewandten Anlagefläche 31 des Bremskraftverstärker-Gehäuses 30 hervorstehen.
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Das
Einführen der Schraubbolzen 36 in die dafür
vorgesehenen Befestigungs- oder Durchgangsöffnungen 50 gestaltet
sich mitunter als schwierig und aufwendig, da dieser Anbindungsbereich
bei der Montage am Band eines Automobilherstellers vom Monteur nur
schwer einsehbar ist. Es muss dabei insbesondere vermieden werden,
dass bei einer nicht exakten Ausrichtung von Schraubbolzen 36 und
Befestigungsöffnungen 50 zueinander die Schraubbolzen 36 in
das Gehäuse 30 zurückgeschoben werden.
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Dies
hätte zur Folge, dass ein mit einer Schlüsselfläche
versehenes gegenüberliegender Schraubenkopf 37 aus
dem Verstärkergehäuse 30 zumindest bereichsweise
herausgeschoben wird. Der Monteur wäre dann genötigt,
für einen wiederholten Montageversuch zunächst
den Schraubbolzen 36 wieder in die in 7 gezeigte
Ausgangsposition zu überführen.
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Mittels
des in den 1a und 1c separat
dargestellten Sicherungselements 10 kann zumindest eine
Fixierung bzw. Sicherung des Bolzens 36 in Axialrichtung
in Bezug zum Verstärkergehäuse 30 geschaffen
werden. Das Sicherungselement weist einen ringförmig umlaufenden
Rand oder Bund 12 und eine Anzahl sich in Axialrichtung
erstreckender Fortsätze 14 auf. Zwischen den einzelnen
Fortsätzen sind Zwischenräume 16 oder
Schlitze gebildet, die es ermöglichen, dass die Fortsätze
elastisch nach innen oder nach außen gebogen werden können.
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Die
Fortsätze weisen gegenüber dem zylindrisch ausgebildeten
Rand oder Bund 12 eine radial nach innen gerichtete Neigung
auf. Hierdurch kann eine Klemmwirkung mit dem durch das Sicherungselement 10 hindurchgeführten
Bolzen 36 erreicht werden. Die einzelnen, etwa trapezartig
ausgebildeten Fortsätze 14 weisen an ihren Seitenrändern 18 eine zu
ihrem freien Ende hin verjüngende Außenkontur und
an ihrem axialen Ende einen abgeflachten Rand 20 auf. Sie
sind dazu ausgebildet, den durch das Sicherungselement hindurch
fährbaren Bolzen 36 zu radial und axial zu führen
und gegen ein unbeabsichtigtes Verrutschen zu fixieren.
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Wie
aus der Zusammenschau der 2, 4 und 5 hervorgeht,
wird der Bolzen 36 mittels einer Führungshülse 34 durch
das Verstärkergehäuse 30 geführt.
Der Endabschnitt der Führungs hülse 34 ragt
zumindest geringfügig aus einer Gehäuseöffnung 32 heraus.
Auf diesen Endabschnitt der Führungshülse 34,
wie er in 2 zu sehen ist, wird der geschlossene
und umlaufende Bund oder Rand 12 des Sicherungselementes 10 unter
Herbeiführung einer Klemmwirkung aufgeschoben. Das Sicherungselement
ist somit kraft- oder reibschlüssig am Gehäuse 30 des
Bremskraftverstärkers fixiert.
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Mit
den radial nach innen gerichteten Fortsätzen 14 kann
schließlich eine sowohl axiale, aber auch radiale Führung
und Fixierung des Schraubbolzens 36 zur Verfügung
gestellt werden, sodass die Bolzen 36, wie in 2 dargestellt,
im Wesentlichen einen rechten Winkel zur Ebene mit der Spritzwand 40 in
Anlagestellung tretenden Gehäusewand 31 bilden.
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Wie
anhand der 2, 4 und 5 erkennbar,
weist der Schraubbolzen 36 einen Schaftabschnitt 39 und
einen radial verbreiterten Gewindeabschnitt 38 auf. Die
radial nach innen gerichteten Vorsprünge 14 bewirken,
dass der Bolzen 36 allenfalls im Bereich des Schaftabschnitts 39 in
Axialrichtung bewegt werden kann. Die Fortsätze 14 verhindern
aber, dass der Bolzen 36 mit seinem Gewindeabschnitt 38 in
die Führungshülse 34 zurückgedrückt werden
kann.
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Die
teils geschnittene Darstellung gemäß der 2 und 3 zeigt
eine Hülse 42, welche Teil des Pedalboxgehäuses
ist und die mit ihrer Aufnahme 46 fluchtend zur Befestigungsöffnung 50 der
Spritzwand 40 zu liegen kommen. Bei der Montage werden,
wie durch einen Vergleich der 2 und 3 deutlich wird,
die Bolzen 36 zumindest bereichsweise in die dafür
vorgesehenen Hülsen 42 eingeführt. Mittels
einen geeigneten Werkzeug, insbesondere einem Schraubenschlüssel,
welcher am anderen Kopfende 37 des Bolzens 36 angreift,
kann dann eine Verschraubung zur Herbeiführung der Endmontagestellung
erfolgen.
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In
den 4 und 5 ist ferner deutlich zu erkennen,
dass das hülsenartig ausgebildete Sicherungselement zusammen
mit der Führungshülse 34 und zusammen
mit dem darin geführten Schraubbolzen 36 durch
die an der Spritzwand 40 vorgesehenen Befestigungsöffnungen 50 hindurch,
bzw. eingesetzt wird. Im Ausführungsbeispiel gemäß der 4 und 5 ist
der Außendurchmesser des Sicherungselements 10 exakt
an den Innendurchmesser der Befestigungsöffnung 50 und
sowie an der Aufnahme der pedalboxseitigen Befestigungshülse 42 angepasst. Auf
diese Art und Weise kann ferner bereits beim Einfügen und
vor Herstellung einer Schraubverbindung, wie beispielsweise in 4 dargestellt,
eine provisorische Befestigung beider Gehäuseteile am dazwischenliegenden
fahrzeugfesten Blech 40 erfolgen.
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Durch
die Verschraubung des Schraubbolzens 36 gelangt dieser
mit seinem Außengewinde 38 mit dem korrespondierend
ausgebildeten Innengewinde 44 der pedalboxseitigen Befestigungshülse 42 in
Eingriff. Bei Erreichen des Endmontagezustands, wie er in 5 beispielhaft
dargestellt ist, wird schließlich eine Klemmung der Spritzwand 40 zwischen
einem verstärkergehäuseseitigen Wandabschnitt 31 und
einem pedalboxseitigen Wandabschnitt 52 gebildet.
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In
den 6a bis 6c ist
ferner eine weitere Ausgestaltung des Sicherungselementes 60 in verschiedenen
Ansichten dargestellt. Dieses weist im Unterschied zu dem in 1 dargestellten Sicherungselement insgesamt
acht nach innen gerichtete Vorsprünge 64 und dazwischenliegende
Schlitze 66 auf, hat ansonsten aber ebenfalls einen umlaufenden und
durchgehenden Rand 62.
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- 10
- Sicherungselement
- 12
- Umlaufender
Rand
- 14
- Fortsatz
- 16
- Zwischenraum/Schlitz
- 18
- Seitenrand
- 20
- Rand
- 30
- Bremskraftverstärkergehäuse
- 31
- Anlagefläche
- 32
- Gehäuseöffnung
- 34
- Führungshülse
- 36
- Schraubbolzen
- 37
- Bolzenende
- 38
- Gewindeabschnitt
- 39
- Schaftabschnitt
- 40
- Spritzwand
- 42
- Befestigungshülse
- 44
- Innengewinde
- 46
- Aufnahme
- 50
- Durchgangsöffnung
- 60
- Sicherungselement
- 62
- Umlaufender
Rand
- 64
- Fortsatz
- 66
- Zwischenraum
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102006038168
A1 [0006]