-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung
zweier Komponenten einer für eine Stelleinrichtung vorgesehenen
Antriebseinheit an einem tragenden, zumindest bereichsweise flach
ausgebildeten Strukturelement eines Kraftfahrzeugs.
-
Stand der Technik
-
Die
in einem Kraftfahrzeug vorgesehenen Verstelleinrichtungen, wie etwa
ein elektrischer Fensterheber, ein elektrisches Schiebedach oder
dergleichen elektromechanische Verstelleinrichtungen werden in der
Regel an tragenden Teilen der Kraftfahrzeugkarosserie befestigt.
Dabei wird typischerweise ein aus Kunststoff gefertigtes Gehäuse,
wie etwas das Gehäuse eines Getriebemotors an einem tragenden
Strukturteil, etwa einem Türinnenblech, befestigt, welches
aus einem formstabilen Material, etwa einem Stahlblech besteht.
-
Die
Verbindung von Motorgehäuse und Strukturelement erfolgt
dabei typischerweise über eine Schraubverbindung, damit
das Motorgehäuse im Bedarfsfall, etwa zu Reparaturzwecken
vom tragenden Strukturelement wieder gelöst werden kann.
-
Bei
solchen Bauteilverbindungen ist es von Nachteil, dass die Kunststoffkomponente
durch Materialalterung einem Schrumpfprozess unterliegt und sich
unter Temperatureinfluss verformt. Hierdurch kann sich die gebildete
Verbindung zumindest geringfügig lockern wodurch ein Spiel
in der Befestigung der entsprechenden Baugruppe der Stelleinrichtung
entstehen kann. Handelt es sich bei der Stelleinrichtung etwa um
den elektrischen Fensterheber eines Kraftfahrzeugs, so führt
eine gelockerte Befestigung des Motorgehäuses zu frühzeitigem
Verschleiß und erzeugt im Betrieb unangenehme Schlaggeräusche.
-
Aus
der
EP 0 892 724 B1 ist
eine Vorrichtung zur Befestigung eines Kunststoffgehäuses
einer Verstelleinrichtung für Kraftfahrzeuge an einer durch
ein Durchgangsloch gebildeten Befestigungsstelle eines tragenden
Teils bekannt, wobei an der dem Kunststoffgehäuse abgewandten
Stirnseite des Durchgangslochs ein zweites Kunststoffgehäuse,
etwa das Gehäuse einer Seiltrommel angeordnet ist. Dabei weist
eines der beiden Kunststoffgehäuse einen Zapfen auf, der
durch das Durchgangsloch des tragenden Teils hindurch und in eine
Aussparung des anderen Kunststoffgehäuseteils hinein ragt.
Dabei werden die beiden Kunststoffgehäuse mit einem Verbindungsmittel
derart miteinander verbunden, dass das tragende Teil zwischen ihnen
eingeklemmt wird.
-
Zwar
wird durch das Verschachteln zweier Kunststoffgehäuse eine
unmittelbare Abstützung der Kunststoffgehäuseteile
am tragenden Teil geschaffen, wobei die beiden Kunststoffgehäuse
in gleicher Weise auf Temperatureinflüsse und Alterung
reagieren, sodass die so gebildete Verbindung dauerhaft stabil bleibt.
Allerdings gestaltet sich die Montage einer solchen Befestigungsvorrichtung
als aufwendig, da zur Verbindung der beiden Kunststoffgehäuse nach
wie vor ein separates Verbindungsmittel, wie etwa ein Schraubbolzen
vorgesehen ist, welcher mittels eines geeigneten Werkzeugs in beide
Kunststoffgehäuse eingeschraubt werden muss.
-
Aufgabe
-
Der
vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde,
eine dauerhaft stabile und einfachere Montage zweier Komponenten
einer für eine Stelleinrichtung vorgesehenen Antriebseinheit
an einem tragenden, zumindest bereichsweise flach ausgebildeten
Strukturelement eines Kraftfahrzeugs zur Verfügung zu stellen.
Diese soll ferner insbesondere ohne Zuhilfenahme etwaiger Werkzeuge montierbar
sein.
-
Erfindung und vorteilhafte
Wirkungen
-
Die
der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird mittels einer Befestigungsvorrichtung
gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den zugehörigen Unteransprüchen
angegeben.
-
Die
erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung ist zur
Anbindung zweier Komponenten einer für eine Stelleinrichtung
vorgesehenen Antriebseinheit an einem tragenden, zumindest bereichsweise
flach ausgebildeten Strukturelement eines Kraftfahrzeugs ausgebildet.
Dabei weist das Strukturelement, welches als Türinnenblech
ausgebildet sein kann, zumindest eine Befestigungsstelle mit einer
Durchgangsöffnung oder einem Durchgangsloch auf. An dieser
Durchgangsöffnung gelangt die erste Komponente mit einer
Befestigungsöffnung fluchtend zu liegen, während
die zweite Komponente an der der ersten Komponente abgewandten Seite
des Strukturelements zur Anlage gelangend anordenbar ist.
-
Die
zweite Komponente und die erste Komponente werden folglich an gegenüberliegenden
Seiten des Strukturelementes in Höhe dessen Befestigungsstelle
angeordnet. Die zweite Komponente der Antriebseinheit weist zumindest
einen, die Durchgangsöffnung der Befestigungsstelle des
Strukturelements als auch die Befestigungsöffnung der ersten Komponenten
durchsetzenden Zapfen auf. Dieser Zapfen durchsetzt in seiner Endmontagestellung
sowohl die Durchgangsöffnung als auch die Befestigungsöffnung
vollständig, sodass dieser mit der dem Strukturelement
abgewandten Seite der ersten Komponente zur Ausübung einer
beide Komponenten am Strukturelement fixierenden Klemmkraft unmittelbar zusammenwirkt.
-
Anstelle
eines separaten Befestigungsmittels, wie dies etwa bei einem beide
Komponenten durchsetzenden Schraubbolzen nach dem Stand der Technik
der Fall ist, sieht die Erfindung nunmehr vor, dass ein integraler
Bestandteil einer der beiden Komponenten, nämlich der an
der zweiten Komponente vorgesehene Zapfen mit der ersten Komponente eine
unmittelbare, das zwischen erster und zweiter Komponente liegenden
Strukturelement einklemmende Befestigung bildet.
-
Die
Verbindung der beiden Komponenten kann dabei form- und/oder kraftschlüssig
erfolgen, sodass auf etwaige separat vorgesehene Verbindungs- und
Befestigungsmittel in vorteilhafter Weise verzichtet werden kann.
Ferner können die beiden an unterschiedlichen Seiten des
Strukturelements anzuordnenden Komponenten der Antriebseinheit ohne Werkzeug
miteinander klemmend verbunden werden, was den Montageaufwand für
die beiden Komponenten merklich verringert.
-
Nach
einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind am Zapfen
und an der zweiten Komponente einander korrespondierende Klemmmittel
vorgesehen, welche zur axialen Verspannung des Zapfens ausgebildet
sind. Axialrichtung meint hierbei die Längserstreckung
des sowohl das Strukturelement als auch die erste Komponente durchsetzenden
Zapfens. Die Klemmmittel sind folglich derart ausgestaltet, dass
infolge der axialen Verspannung des Zapfens beide Komponenten unter Einklemmung
des zwischen ihnen befindlichen Strukturelements aufeinander zu
bewegt und gegeneinander verspannt werden. Der Zapfen erstreckt sich
insbesondere senkrecht zur Ebene des Strukturelements bzw. parallel
zu einer Flächennormalen der Befestigungsstelle des Strukturelements.
-
Weiterhin
ist vorgesehen, dass die Klemmmittel zumindest eine sich unter einem
Winkel zur Ebene der Befestigungsöffnung erstreckende Schrägfläche
aufweisen. Durch eine relative Verschiebung der korrespondierenden
und an den beiden Komponenten vorgesehenen Klemmmittel in der Ebene
des Strukturelements kann aufgrund der an zumindest einer der Komponenten
ausgebildeten Schrägfläche eine Verspannung und
Klemmwirkung in Axialrichtung in einfacher Art und Weise erzielt werden.
-
Nach
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist dabei insbesondere
vorgesehen, dass die an der ersten Komponente vorgesehenen Klemmmittel an
der dem Strukturelement abgewandten Seite unmittelbar angrenzend
an deren Befestigungsöffnung angeordnet sind. Auf diese
Art und Weise kann der die Befestigungsöffnung der ersten
Komponente durchsetzende Zapfen der zweiten Komponente unmittelbar
mit den an der ersten Komponente vorgesehenen Klemmmittel zur Herbeiführung
einer Klemmwirkung zusammenwirken.
-
Nach
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist ferner
vorgesehen, dass der Zapfen mit einem Kopf, welcher gegenüber
einer in Höhe der Befestigungsöffnung zu liegen
kommenden Einkerbung radial verbreitert ist, versehen ist, wobei der
Kopf des Zapfens, welcher ein freies, der zweiten Komponente abgewandtes
Ende des Zapfens darstellt, in Montagestellung an der dem Strukturteil
abgewandten Seite der ersten Komponente zu liegen kommt.
-
Die
Axialerstreckung der am Zapfen vorgesehenen Einkerbung ermöglicht
die Verschiebung des Zapfens in einen mehr oder minder geschlitzten, in
Radialrichtung, das heißt in der Ebene des Strukturelements
verjüngten Bereich der Befestigungsöffnung der
ersten Komponente, wodurch bereits eine gegenseitige klemmende Befestigung
beider Komponente mit verhältnismäßig
einfachen Mitteln erfolgen kann.
-
Nach
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
der Kopf des Zapfens im Übergangsbereich zur angrenzenden
Einkerbung eine Hinterschneidung aufweist. Diese Hinterschneidung
kann mit einer Schrägfläche versehen sein, sodass
eine Relativverschiebung von Zapfen und der ersten Komponente in
der Ebene des Strukturelements bereits zu einem axialen Verspannen
der beiden Komponenten und dem Strukturelement führen kann.
-
Nach
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Befestigungsöffnung der ersten Komponente einen Einsteckabschnitt
mit einer dem Durchmesser des Zapfens entsprechenden lichten Weite
und einem in den Einsteckabschnitt mündenden Klemmabschnitt
mit einer gegenüber dem Einsteckabschnitt reduzierten Weite
aufweist. Der Klemmabschnitt kann dabei eine Art schlitzförmige
Ausgestaltung aufweisen, während der Einsteckabschnitt
typischerweise an die Geometrie des Kopfs des Zapfens angepasst
ist.
-
Der
Klemmabschnitt dient insbesondere zur Aufnahme der gegenüber
dem Kopf des Zapfens axial versetzten Einkerbung, sodass die am
Kopf des Zapfens gebildeten Hinterschneidungen an den seitlich Rändern
des Klemmabschnitts zur Anlage gelangt.
-
Nach
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsgestaltung der
Erfindung ist vorgesehen, dass sich die komponentenseitigen Klemmmittel
seitlich entlang dem Klemmabschnitt erstrecken und jeweils einen
von einer Grundfläche hervorstehenden Klemmsockel mit einer
zum Mündungsbereich von Einsteckabschnitt und Klemmabschnitt
auslaufenden Schrägfläche aufweisen. Der von der
Grundfläche der ersten Komponente hervorstehende und mit
einer Schrägfläche versehene Klemmsockel gelangt
in Montagestellung mit der am Kopf des Zapfens ausgebildeten Hinterschneidung
zur Anlage und bewirkt eine Axialverschiebung bzw. ein axiales Verspannen der
beiden Komponenten, sobald der Zapfenkopf auf den Klemmsockel und
dessen Schrägfläche aufgeschoben wird.
-
Vorzugsweise
sind an der ersten Komponente zwei an gegenüberliegenden
Rändern des Klemmabschnitts angeordnete Klemmsockel mit
entsprechenden Schrägflächen vorgesehen, sodass
der Zapfen beidseitig unterstützt in Axialrichtung verschoben
werden kann.
-
Die
Ausgestaltung des mit einer Hinterschneidung versehenen Zapfens,
welcher mit einem mit Schrägfläche versehenen
Klemmsockel in Wirkverbindung tritt, stellt eine Art bajonettverschlussartige
Befestigung der beiden Komponenten am Strukturelement zur Verfügung,
welche durch eine Relativverschiebung oder durch ein relatives Verdrehen
der beiden Komponenten in der Ebene des Strukturelements bzw. in
der Ebene der Befestigungsstelle des Strukturelements ohne Zuhilfenahme
etwaiger Werkzeuge verhältnismäßig einfach
gebildet werden kann.
-
Zur
klemmenden Befestigung der beiden Komponenten ist nach einer weiteren
Ausführung insbesondere vorgesehen, dass der Zapfen mit
seinem Kopf den Einsteckbereich der ersten Komponente durchsetzend
anordenbar und anschließend mit seiner Einkerbung bzw.
mit seiner am Kopf ausgebildeten Hinterschneidung in den Klemmabschnitt bzw. über
die sich seitlich des Klemmabschnitts erstreckenden Klemmsockel
ein- bzw. aufgeschoben werden kann.
-
Dabei
dienen die am Zapfen und/oder an der ersten Komponente, insbesondere
am Klemmsockel der ersten Komponente angeordneten Schrägflächen
zur Herbeiführung einer Klemmwirkung zwischen der ersten
Komponente, der zweiten Komponente und/oder dem Strukturteil, sodass
eine klemmende Verschiebung der beiden Komponenten in Axialrichtung
zueinander erfolgen kann.
-
Nach
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
dass die maximale Höhe des Klemmsockels in etwa der Axialerstreckung
der am Zapfen ausgebildeten Einkerbung entspricht. Insbesondere,
wenn zumindest eine der beiden Komponenten aus einem thermoplastischen Kunststoff
gefertigt ist, kann durch diese Ausgestaltung bereits auch unabhängig
von einer gegenseitigen Abstützung beider Komponenten am
Strukturelement eine klemmende Verbindung zwischen diesen erzielt
werden. Der Klemmsockel weist typischerweise eine parallel zur Grundfläche
verlaufende Anlageschulter auf, wobei der Abstand zwischen der Anlageschulter
und einer dem Klemmsockel abgewandten Unterseite der Grundfläche
in etwa der Axialerstreckung der am Zapfen ausgebildeten Einkerbung entspricht.
-
Des
Weiteren ist vorgesehen, dass die Breite des Klemmabschnitts der
ersten Komponente senkrecht zur vorgesehenen Verschieberichtung
des Zapfens in etwa der Breite der Einkerbung des Zapfens entspricht.
Durch diese letztgenannte Anpassung kann eine Verdrehsicherung zwischen
Zapfen und dem Klemmabschnitt bzw. der ersten Komponente erzielt
werden, zumindest dann, wenn die Einkerbung im Wesentlichen flach
und geradlinig ausgebildet und gegenüber einer Außenfläche
des Zapfens zurückversetzte, der Geometrie des Klemmabschnitts
angepasste Anlageflächen aufweist.
-
Von
Vorteil weist der Zapfen zumindest abschnittsweise eine zylindrische
Geometrie auf, wobei die Einkerbung eine dem Klemmabschnitt entsprechende
Anlagefläche aufweist, die sich quasi tangential, aber
radial nach innen versetzt zum Zylindermantel erstreckt.
-
Nach
einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist an der ersten Komponente an ihrer dem Strukturteil abgewandten
Seite ein schwenkbares Arretierglied angeordnet, welches zum Eingreifen
in eine am Zapfen ausgebildete Vertiefung vorgesehen ist. Dieses
Arretierglied dient dazu, den Zapfen bei Erreichen der Endmontagestellung
von erster und zweiter Komponente in der Endstellung zu arretieren,
damit ein selbsttätiges Lösen der beiden Komponenten
voneinander und vom Strukturelement verhindert werden kann. Das
Arretierglied ist dabei vorzugsweise um eine Achse schwenkbar, die
sich parallel zur Axialerstreckung des Zapfens erstreckt.
-
Ein
freier Endabschnitt des Arretierglieds ragt vorzugsweise in die
vom Klemmsockel gebildete Führung hinein. Gegebenenfalls
steht das Arretierglied unter einer entsprechenden Vorspannung,
welcher der Zapfen beim Aufschieben auf den Klemmsockel entgegenwirkt,
wobei das Arretierglied zumindest kurzzeitig entgegen der Vorspannung
verschwenkt und der Zapfen mit seinem Kopf in die Endmontagestellung überführt
werden kann. Sobald der Zapfen seine Endmontagestellung erreicht
hat, kann das Arretierglied in die am Zapfen ausgebildete Vertiefung
oder Aussparung eingreifen und den Zapfen somit in seiner Lage fixieren.
-
Nach
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der
Zapfen einstückig mit der zweiten Komponente verbunden.
Der Zapfen als auch die zweite Komponente sind dabei vorzugsweise
als Kunststoffspritzteil ausgebildet.
-
Nach
einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die erste
Komponente zumindest abschnittsweise eine runde Außenkontur
in der Ebene des Strukturelements aufweist und zumindest zwei, vorzugsweise
aber drei, in Umfangsrichtung verteilt angeordnete Befestigungsabschnitte
mit entsprechenden Befestigungsöffnungen aufweist. Entsprechend
sind an der zweiten Komponente in gleicher Art und Weise in Umfangsrichtung
verteilt angeordnete Zapfen vorgesehen, welche mit den Befestigungsabschnitten
der ersten Komponente und den daran vorgesehenen Befestigungsöffnungen
zur Herbeiführung der klemmenden Verbindung Wechselwirken.
-
Nach
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
dass die zur Aufnahme des Zapfens vorgesehenen Befestigungsabschnitte
der ersten Komponente flanschartig und radial nach außen
ragend ausgebildet und an der ersten Komponente angeordnet sind.
Es ist ferner vorgesehen, dass die erste und die zweite Komponente als
Gehäuse für eine Seiltrommel und/oder als Gehäuse
eines Getriebemotors einer elektrisch betätigbaren Stelleinrichtung
eines Kraftfahrzeugs, etwa eines elektrischen Fensterhebers ausgebildet
sind.
-
Des
Weiteren ist nach der Erfindung vorgesehen, dass zur Befestigung
der beiden Komponenten zunächst die zweite Komponente mit
ihrem zumindest einen die Durchgangsöffnung des Strukturelements
durchsetzenden Zapfen am Strukturelement fixiert oder vorfixiert
wird und danach die erste Komponente mit ihrem Einsteckabschnitt
den Zapfen aufnehmend an der gegenüberliegenden Seite des Strukturelements
zunächst in Anlagestellung mit dem Strukturelement bringbar und
anschließend zur klemmenden Verschiebung des Zapfens in
den an der ersten Komponente ausgebildeten Klemmabschnitt um einen
Winkel drehbar ist.
-
Insbesondere
dann, wenn mehrere über den Umfang der ersten Komponente
verteilt angeordnete Befestigungsabschnitte vorgesehen sind, kann
durch ein gegenseitiges Verdrehen der beiden Komponenten, um eine
Achse parallel zur Axialerstreckung der Zapfen eine bajonettverschlussartige
klemmende Verbindung der beiden Komponenten und des dazwischen befindlichen
Strukturelements ohne Zuhilfenahme etwaiger Werkzeuge in einfacher
Art und Weise erzielt werden.
-
Bei
dieser Art der Befestigung mittels Verdrehung ist es insbesondere
vorgesehen, dass der in den Einsteckabschnitt hineinragende Klemmabschnitt
der Befestigungsöffnung der ersten Komponente einen dem
Radius der Drehbewegung entsprechenden Kreisbogenabschnitt beschreibt.
-
Ausführungsbeispiele
-
Weitere
Ziele, Merkmale sowie vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten
der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung
unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert. Dabei bilden
sämtliche beschriebenen und/oder bildlich dargestellten
Merkmale für sich und in jeder sinnvollen Kombination den
Gegenstand der vorliegenden Erfindung; auch unabhängig
von den Patentansprüchen und deren Rückbezügen.
Es zeigen:
-
1 eine
schematische Querschnittsdarstellung des die Durchgangsöffnung
des Strukturelements durchsetzenden Zapfen,
-
2 eine
weitere der 1 entsprechende, aber um 90° gedrehte
Darstellung des Zapfens,
-
3 eine
perspektivische Ansicht des Zapfens,
-
4 einen
Befestigungsabschnitt der ersten Komponente in Draufsicht,
-
5 den
Befestigungsabschnitt gemäß 4 mit
einem in Endmontagestellung darin angeordneten Zapfen,
-
6 den
in Montagestellung der ersten Komponente klemmend befestigten Zapfen
im Querschnitt,
-
7 den
zur Aufnahme des Zapfens vorgesehenen Befestigungsbereich der ersten
Komponente in einer perspektivischen Darstellung,
-
8 eine
weitere perspektivische Darstellung des Befestigungskörpers
gemäß 7,
-
9 ein
mit einem Befestigungsabschnitt ausgebildetes Gehäuse eines
Getriebemotors,
-
10 ein
mit insgesamt drei Befestigungsabschnitten versehenes Getriebemotorgehäuse
und
-
11 ein
Getriebemotorgehäuse mit einem flanschartig ausgebildeten
Befestigungsabschnitt.
-
1 zeigt
den an der zweiten Komponente 8 angeordneten und eine Durchgangsöffnung 12 des im
Wesentlichen flach und bereichsweise eben ausgebildeten Strukturelements 10 durchsetzenden Zapfen 14.
Dieser weist, wie in 2 angedeutet, einen gegenüber
einer Einkerbung 18 radial verbreiterten Kopf 15 auf,
an dessen Außenumfang eine weitere Einkerbung, Vertiefung
oder Aussparung 16 zur Aufnahme eines schwenkbaren Arretierglieds 30 ausgebildet
ist.
-
Insgesamt
weist der Zapfen 14 eine zylindrische Geometrie auf, wobei
die Einkerbung 18 beidseitig eine gegenüber dem
Kopf 15 zurückversetzte Einbuchtung mit einer
geradlinig und eben verlaufenden Anlagefläche aufweist,
welche zum Aufschieben des Zapfens in einen radial verjüngten
Klemmabschnitt 26 einer Durchgangsöffnung 22 der
ersten Komponente 20 vorgesehen ist.
-
Während
der Zapfen 14 an einer in den Figuren nicht explizit dargestellten
zweiten Komponente der Antriebseinheit, etwa an einem für
einen Seilzug vorgesehenen Seiltrommelgehäuse angeordnet
ist, weist die in den Figuren als Getriebemotorgehäuse 20 ausgebildete
erste Komponente zumindest einen Befestigungskörper 21 oder
einen entsprechenden Befestigungsabschnitt auf, welcher durch eine
speziell ausgestaltete Durchgangsöffnung 22 für
den Zapfen 14 gekennzeichnet ist.
-
Die
geometrische Ausgestaltung dieses Befestigungsabschnitts 21 ist
am besten den 4, 5 sowie 7 und 8 entnehmbar.
Der Befestigungsabschnitt 21 weist eine Grundfläche 34 auf,
an welcher eine speziell für den vorgesehenen Einsatzzweck
ausgestaltete Befestigungsöffnung 22 mit einem
Einsteckabschnitt 24 und einem Klemmabschnitt 26 ausgebildet
ist. Der Einsteckabschnitt 24 hat eine der Außenkontur
des Kopfs 15 des Zapfens 14 angepasste Geometrie,
vorliegend etwa kreisförmig, während der Klemmabschnitt 26 radial verjüngt
und schlitzähnlich ausgebildet ist und in den Einsteckabschnitt 24 mündet.
-
Der
Einsteckabschnitt 24 und der Klemmabschnitt 26 weisen
zusammen eine schlüssellochartig anmutende Kontur auf,
die es ermöglicht, dass der Zapfen mit seinem radial verbreitert
ausgebildeten Kopf 15 vollständig den Einsteckabschnitt 24 durchsetzend
zu liegen kommt und anschließend in den Klemmabschnitt 26 verschoben
wird, wobei die am Zapfenkopf 15 zur Einkerbung 18 hin
gewandte Hinterschneidung des Zapfens mit den seitlich sich entlang
dem Klemmabschnitt 26 erstreckenden Schrägflächen 28, 29 bzw.
den Klemmsockeln 40, 41 zur Herbeiführung
einer in Axialrichtung wirkenden Klemmkraft wechselwirkt.
-
Die
Breite des Klemmabschnitts 26 ist dabei an die Breite 19 der
Einkerbung 18 angepasst, während die Höhe
bzw. die Axialerstreckung 17 der Einkerbung 18 in
etwa der Höhe des parallel zur Grundfläche 34 verlaufenden
Klemmsockelabschnitts 40, 41 entspricht.
-
Durch
das Einfügen des Zapfens in den Einsteckabschnitt 24 und
das anschließende Verschieben in Richtung des Klemmabschnitts
wird der Zapfen 14 in die in 5 gezeigte
Endmontagestellung verschoben, in welcher das schwenkbar am Rahmen 32 des
Befestigungskörpers 21 angelenkte oder flexibel
ausgebildete Arretierglied 30 in einer dafür vorgesehene
Aussparung oder Vertiefung 16 des Zapfenkopfs 15 zu
liegen kommt, wodurch eine Fixierung des Zapfens 14 in
seiner in 5 dargestellten Endmontageposition
erreicht werden kann.
-
Anhand
der Darstellung gemäß 6 ist deutlich
erkennbar, dass die Axialerstreckung von Klemmsockeln 40, 41 zusammen
mit der Axialerstreckung oder der Dicke der Grundfläche 34 in
etwa der Axialerstreckung 17 der Einkerbung 18 des
Zapfens 14 entspricht. Auf diese Art und Weise kann bereits eine
klemmende Verbindung zwischen Zapfen 14 und dem Befestigungskörper 21 zur
Verfügung gestellt werden, ohne dass sich die Gehäusekomponente 20 und
die mit dem Zapfen 14 verbundene Gehäusekomponente 8 in
klemmender Art und Weise an gegenüberliegenden Seiten des
Strukturelements, etwa einem Montageträgerblech 10 einer Fensterheberanordnung
abstützen.
-
Wenngleich
eine unmittelbare Klemmwirkung zwischen dem Zapfen 14 und
dem Befestigungskörper 21 möglich ist,
so ist es nach der Erfindung jedoch vornehmlich vorgesehen, dass
die mit dem Befestigungskörper 21 und mit dem
Zapfen 14 einstückig verbundene Gehäuseteile 8, 20 klemmend am
Strukturelement 10 zur Anlage gelangen, wodurch eine sichere,
dauerhafte und in der Montage einfach zu handhabende Befestigung
der beiden Komponenten der Antriebseinheit am tragenden Strukturelement
erreicht werden kann.
-
In 9 ist
ein Getriebemotor 36 einer Fensterheberanordnung gezeigt,
welcher abtriebsseitig einen im Wesentlichen rund ausgebildeten
Getriebeabschnitt 48 aufweist, welcher fluchtend mit einer entsprechenden
Ausnehmung des Strukturelements zu liegen kommt und mit einer als
zweiten Komponente ausgebildeten Seiltrommel einer Fensterheberanordnung
durch die erfindungsgemäße Montage in eine kraftübertragende
Wirkverbindung treten kann. Ferner ist an dem Getriebemotorgehäuse 36 ein
zur Aufnahme eines Steckers für die Stromversorgung des
Motors vorgesehener Steckkontakt 38 vorgesehen.
-
Ergänzend
hierzu weist die Ausführung gemäß 10 insgesamt
drei Befestigungsabschnitte 42, 44, 46 auf,
welche über den Umfang des Getriebegehäuses 48 verteilt
angeordnet sind. Die an der zweiten Komponente bzw. am Seiltrommelgehäuse ausgebildeten
Zapfen 14 sind entsprechend verteilt angeordnet. Auch weist
das zwischen den beiden Komponenten 8, 20 zu liegen
kommende Strukturelement 10 entsprechende Durchgangsöffnungen
für die Zapfen 14 auf.
-
Für
die Montage ist vorgesehen, dass zunächst die mit den Zapfen
versehene Komponente in einer Vormontagestellung am Strukturelement
fixiert oder vorfixiert wird, wobei die an der zweiten Komponente
ausgebildeten Zapfen die am Strukturelement 10 vorgesehenen
Durchgangsöffnungen durchsetzend zu liegen kommen. Die
zweite Komponente, im vorliegenden Ausführungsbeispiel
das Seiltrommelgehäuse 8, befindet sich dabei
bereits in ihrer Endmontageposition.
-
Zur
klemmenden Befestigung beider Komponenten 8, 20 am
Strukturelement 10 ist schließlich vorgesehen,
das Motorgehäuse 36 mit seinen insgesamt drei
Einsteckabschnitten 24 der jeweiligen Befestigungsöffnungen
auf die das Strukturelement 10 durchsetzenden Zapfen 14 aufzustecken
und anschließend mit der Achse des Getriebeabschnittes 48 als
Drehachse um einen gewissen Winkel zu drehen, sodass die ortsfest
angeordneten und das Strukturelement 10 durchsetzenden
Zapfen 14 in den an den jeweiligen Einsteckabschnitten 24 angrenzenden
Klemmabschnitten 26 der Befestigungsöffnungen
zu liegen kommen und dabei eine in Axialrichtung klemmende Verbindung
zwischen einem Seiltrommelgehäuse 8 und dem auf
der gegenüberliegenden Seite des Trägerblechs 10 angeordneten Getriebemotor 36 hergestellt
werden kann.
-
In 11 ist
eine weitere Variante der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
des Getriebemotorgehäuses 36 gezeigt. Diese unterscheidet
sich von den zuvor dargestellten Ausführungsformen, dass der
am Gehäuse des Getriebemotors 36 vorgesehene Befestigungskörper 21 nunmehr
keinen umlaufenden Rahmen 32 aufweist, sondern eine flanschartig am
runden Getriebegehäuseabschnitt 48 ausgebildete
Grundfläche 34 hat, welche zuvor beschriebene Klemmmitteln 28, 29 und
einen jeweils an die Geometrie des Zapfens 14 angepassten
Einsteckabschnitt 24 und Klemmabschnitt 26 einer
entsprechende Befestigungsöffnung aufweist.
-
- 8
- Gehäuseteil
- 10
- Strukturelement
- 12
- Durchgangsöffnung
- 14
- Zapfen
- 15
- Zapfenkopf
- 16
- Vertiefung
- 17
- Axialerstreckung
der Einkerbung
- 18
- Einkerbung
- 19
- Breite
der Einkerbung
- 20
- Gehäuseteil
- 21
- Befestigungskörper
- 22
- Durchgangsöffnung
- 24
- Einsteckabschnitt
- 26
- Klemmabschnitt
- 28
- Schrägfläche
- 29
- Schrägfläche
- 30
- Arretierglied
- 32
- Rahmen
- 34
- Grundfläche
- 36
- Motorgehäuse
- 38
- Steckerbuchse
- 40
- Klemmsockel
- 41
- Klemmsockel
- 42
- Befestigungsabschnitt
- 44
- Befestigungsabschnitt
- 46
- Befestigungsabschnitt
- 48
- Getriebegehäuseabschnitt
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-