DE102008033606B4 - Papierlocher - Google Patents
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Abstract
Papierlocher mit einem Bodenteil (12), das an seiner Unterseite eine Aufstellfläche (40) zum Aufstellen auf eine Tischplatte aufweist, mit mindestens zwei vertikal bezüglich des Bodenteils (12) verschiebbar gelagerten Lochwerkzeugen (26) zum Lochen von Schriftgut und mit einem Handhebel (22) zum Beaufschlagen der Lochwerkzeuge (26), der über einem vorderen, eine Auflagefläche (28) für das Schriftgut aufweisenden Bereich (14) des Bodenteils (12) um eine Schwenkachse (20) begrenzt verschwenkbar gelagert ist und dessen freies Ende (24) sich im Abstand zum Bodenteil (12) in Richtung zu einer Rückseite (16) des Bodenteils (12) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenteil (12) einen zu seiner Ruckseite (16) hin offenen Greifausschnitt (44) aufweist, der nach oben hin durch eine im Abstand zur Aufstellfläche (40) verlaufende Deckenwand (32) und nach vorne hin durch eine Querwand (52) begrenzt wird.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Papierlocher gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Bekannte Papierlocher weisen ein Bodenteil auf, auf dem das zu lochende Schriftgut auf einer Auflagefläche abgelegt wird. Über dem Bodenteil ist ein Handhebel um eine Schwenkachse begrenzt verschwenkbar gelagert, der dem Niederdrücken von Lochwerkzeugen, wie Lochstempeln oder Lochpfeifen, dient. Die Lochwerkzeuge sind verschiebbar beispielsweise in die Schwenkachse des Handhebels tragenden, sich vom Bodenteil nach oben erstreckenden Seitenwangen gelagert und stanzen beim Niederdrücken des Handhebels aus dem auf der Auflagefläche liegenden Schriftgut runde Papierschnitzel aus, die durch Löcher in der Auflagefläche in eine Schnitzelwanne des Bodenteils hindurchgedrückt werden. Beim Lochvorgang steht der Papierlocher entweder mit einer Aufstellfläche an der Unterseite seines Bodenteils auf einer ebenen Fläche, beispielsweise einer Tischplatte, und der Benutzer drückt das in Richtung der Rückseite des Bodenteils vorstehende freie Ende des Handhebels nieder. Bei dieser Benutzungsart werden überwiegend die Muskelgruppen des Oberarms und des Oberkörpers des Benutzers beansprucht, wobei dieser aufgrund des durch seinen Arm gebildeten langen Hebelarms eine große Kraft aufwenden muß. Oftmals ist es erforderlich, dass der Benutzer aufsteht und sich so mit seinem Gewicht auf den Handhebel stützen kann. Eine andere Art der Benutzung besteht darin, den Papierlocher in die Hand zu nehmen, wobei die Finger an der Aufstellfläche und der Handballen am freien Ende des Handhebels angreifen. Beim Lochvorgang werden dann überwiegend die Muskelgruppen der Hand und des Unterarms beansprucht, wobei der Benutzer auch im Sitzen eine hohe Kraft ausüben kann. Bei den bekannten Lochern, deren Bodenteil mit seiner gesamten Unterseite auf der Tischplatte aufliegt, wird diese einfachere Handhabung jedoch oft als unvorteilhaft empfunden, da zum Anheben des Papierlochers meist beide Hände benötigt werden. Aus der
ist ein Papierlocher der eingangs genannten Art bekannt, der an seiner Unterseite eine Griffmulde aufweist. Das Anheben des Papierlochers von einer Tischplatte wird durch diese Griffmulde aber nicht erleichtert.JP 2003-245896 A - Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Papierlocher der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass er einfacher handhabbar ist.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Papierlocher mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
- Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, dass der Benutzer mit seinen Fingern in den Greifausschnitt des Bodenteils eingreifen kann, während der Handballen am freien Ende des Handhebels angreift. So kann das Bodenteil auch dann auf einfache Weise untergriffen werden, wenn der Papierlocher auf einer Tischplatte steht. Desweiteren ist der Abstand von der Deckenwand zum freien Ende des Handhebels geringer als von der Aufstellfläche zum freien Ende des Handhebels, so dass ein Lochvorgang, bei dem der Papierlocher in der Hand gehalten wird, auch von Benutzern mit kleineren Händen ausgeführt werden kann. Desweiteren kann der Papierlocher auch während des Lochvorgangs auf der Tischplatte stehen bleiben, so dass für Lochvorgänge, bei denen größere Kräfte erforderlich sind, der Einsatz der Muskelgruppen der Hand und des Unterarms mit dem Einsatz der Muskelgruppen des Oberarms und des Oberkörpers kombiniert werden kann.
- Vorteilhaft weist der Greifausschnitt eine Höhe von mindestens 10 mm, vorzugsweise von mindestens 15 mm, auf. Die Höhe des Greifausschnitts wird von einer durch die Aufstellfläche verlaufenden Ebene, die der Ebene der Tischplatte entspricht, aus in vertikaler Richtung gemessen. Durch diese Maßnahme können die Finger des Benutzers bequem in den Greifausschnitt eingeführt werden, wenn der Locher noch auf der Tischplatte steht. Von Vorteil ist auch, wenn der Greifausschnitt eine Breite von mindestens 70 mm, vorzugsweise von mindestens 80 mm, aufweist. Die Breite wird in horizontaler Richtung gemessen, parallel zur Schwenkachse des Handhebels. Durch diese Maßnahme wird ermöglicht, dass der Benutzer alle Finger mit Ausnahme des Daumens in den Greifausschnitt einführen kann. Vorzugsweise erstreckt sich der Greifausschnitt über die gesamte Breite des Bodenteils.
- Der Greifausschnitt wird zweckmäßig seitlich durch sich in Richtung zur Rückseite erstreckende Seitenwände des Bodenteils begrenzt. Ein seitliches Abrutschen der Finger wird dadurch verhindert. Vorzugsweise weist das Bodenteil ein die Deckenwand aufweisendes Locherunterteil aus Blech und eine die Aufstellfläche aufweisende Schnitzelwanne aus Kunststoff auf, wobei die Schnitzelwanne und das Locherunterteil lösbar miteinander verbunden sind. Dies ermöglicht ein einfaches Entleeren der Schnitzelwanne. Die Querwand ist zweckmäßig Bestandteil der Schnitzelwanne, und eine mittlere Partie der Querwand ist vorzugsweise nach vorne gewölbt. Dadurch wird der Tatsache Rechnung getragen, dass die mittleren Finger länger sind als die äußeren Finger.
- Die Deckenwand weist zweckmäßig einen randoffenen Ausschnitt auf, in den eine Partie der Schnitzelwanne eingerastet ist. An dieser Stelle kann der Benutzer angreifen, um die Schnitzelwanne vom Locherunterteil zu lösen. Vorteilhaft ist der Greifausschnitt durch einen an der Deckenwand und gegebenenfalls an den Seitenwänden anliegenden Fortsatz der Schnitzelwanne ausgekleidet. Der Benutzer greift dann an dem aus Kunststoff, vorzugsweise aus weichem Kunststoff, bestehenden Fortsatz der Schnitzelwanne an, was als angenehmer empfunden wird, als wenn er an der aus Blech gebildeten Deckenwand angreifen müsste.
- Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
-
1 einen Papierlocher in perspektivischer Ansicht von schräg vorne und -
2 den Papierlocher gemäß1 in einer Ansicht von hinten. - Der in der Zeichnung dargestellte Papierlocher
10 weist ein Bodenteil12 auf, von dem aus sich von einem vorderen Bereich14 in Richtung zu seiner Rückseite16 zwei im Abstand zueinander verlaufende Seitenwangen18 nach oben erstrecken. In den Seitenwangen18 ist eine Schwenkachse20 gelagert, um die ein Handhebel22 begrenzt verschwenkbar ist. Das freie Ende24 des Handhebels22 erstreckt sich im Abstand zum Bodenteil12 schräg nach oben in Richtung zu dessen Rückseite16 . Durch ein Niederdrücken des freien Endes24 des Handhebels22 auf das Bodenteil12 zu werden zwei in den Seitenwangen18 verschiebbar gelagerte Lochstempel26 beaufschlagt, die runde Papierschnitzel aus auf einer Auflagefläche28 im vorderen Bereich14 des Bodenteils12 aufliegendem Schriftgut ausstanzen. - Das Bodenteil
12 weist ein Locherunterteil30 aus Blech auf, das eine Deckenwand32 sowie sich von einer Vorderseite34 zur Rückseite16 erstreckende, gegenüber der Deckenwand32 nach unten abgebogene Seitenwände36 aufweist. Die Deckenwand.32 ist im vorderen Bereich14 mit der Auflagefläche28 für das Schriftgut versehen. Als weiterer Bestandteil des Bodenteils12 ist auf das Locherunterteil30 von unten her eine Schnitzelwanne38 aus weichem Kunststoff aufgerastet, die an ihrer Unterseite eine ebene Aufstellfläche40 zum Aufstellen des Papierlochers10 auf eine Tischplatte aufweist. Die Schnitzelwanne38 ist auf das Locherunterteil30 aufgerastet und bildet mit diesem einen Aufnahmeraum für die ausgestanzten Papierschnitzel, die von den Lochstempeln26 durch Löcher in der Auflagefläche28 durchgedrückt werden. In der Schnitzelwanne38 ist eine Anschlagschiene42 verschiebbar geführt, die ein Positionieren des Schriftguts auf der Auflagefläche28 erleichtert. - Das Bodenteil
12 weist einen zu seiner Rückseite16 hin offenen Greifausschnitt44 auf, der nach oben hin durch das hintere Ende der Deckenwand32 und zu den Seiten hin durch die hinteren Enden der Seitenwände36 begrenzt wird. Der Greifausschnitt44 wird durch einen Fortsatz46 der Schnitzelwanne38 ausgekleidet, der an den Innenflächen der Deckenwand32 und der Seitenwände36 anliegt. Eine Partie48 der Schnitzelwanne38 ist zudem in einen randoffenen Ausschnitt50 der Deckenwand32 eingerastet und kann zum Lösen der Verbindung zwischen dem Locherunterteil30 und der Schnitzelwanne38 leicht ergriffen werden. Nach vorne hin wird der Greifausschnitt44 durch eine Querwand52 der Schnitzelwanne38 begrenzt, die zudem den Aufnahmeraum für die Papierschnitzel nach hinten begrenzt. Die Querwand52 ist an ihrer Mitte zwischen den Seitenwänden36 nach vorne hin gewölbt. - In den Greifausschnitt
44 kann ein Benutzer mit vier Fingern eingreifen, um den Papierlocher10 so zu fassen, dass er das freie Ende24 des Handhebels22 mit dem Handballen nach unten drücken kann. Zu diesem Zweck weist der Greifausschnitt44 eine Höhe h von ca. 15 mm auf, die zwischen der durch die Aufstellfläche40 verlaufenden Ebene und dem an der Innenseite der Deckenwand32 anliegenden Fortsatz46 der Schnitzelwanne38 gemessen wird. Zwischen den an den Innenflächen der Seitenwände36 anliegenden Partien des Fortsatzes46 beträgt die Breite b des Greifausschnitts44 ca. 80 mm. Die Seitenwangen18 erstrecken sich bis etwa zur Querwand52 und werden nach hinten hin flacher, so dass sie ein ansprechendes Design aufweisen. - Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten:
- Die Erfindung betrifft einen Papierlocher
10 mit einem Bodenteil12 , das an seiner Unterseite eine Aufstellfläche40 zum Aufstellen auf eine Tischplatte aufweist, mit mindestens zwei bezüglich des Bodenteils12 vertikal verschiebbar gelagerten Lochwerkzeugen26 zum Lochen von Schriftgut und mit einem Handhebel22 zum Beaufschlagen der Lochwerkzeuge26 , der über einem vorderen, eine Auflagefläche28 für das Schriftgut aufweisenden Bereich14 des Bodenteils12 um eine Schwenkachse20 begrenzt verschwenkbar gelagert ist und dessen freies Ende24 sich im Abstand zum Bodenteil12 in Richtung zu einer Rückseite16 des Bodenteils12 erstreckt. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Bodenteil12 einen zu seiner Rückseite16 hin offenen Greifausschnitt44 aufweist, der nach oben hin durch eine im Abstand zur Aufstellfläche40 verlaufende Deckenwand32 und nach vorne hin durch eine Querwand52 begrenzt wird.
Claims (10)
- Papierlocher mit einem Bodenteil (12), das an seiner Unterseite eine Aufstellfläche (40) zum Aufstellen auf eine Tischplatte aufweist, mit mindestens zwei vertikal bezüglich des Bodenteils (12) verschiebbar gelagerten Lochwerkzeugen (26) zum Lochen von Schriftgut und mit einem Handhebel (22) zum Beaufschlagen der Lochwerkzeuge (26), der über einem vorderen, eine Auflagefläche (28) für das Schriftgut aufweisenden Bereich (14) des Bodenteils (12) um eine Schwenkachse (20) begrenzt verschwenkbar gelagert ist und dessen freies Ende (24) sich im Abstand zum Bodenteil (12) in Richtung zu einer Rückseite (16) des Bodenteils (12) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenteil (12) einen zu seiner Ruckseite (16) hin offenen Greifausschnitt (44) aufweist, der nach oben hin durch eine im Abstand zur Aufstellfläche (40) verlaufende Deckenwand (32) und nach vorne hin durch eine Querwand (52) begrenzt wird.
- Papierlocher nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Greifausschnitt (44) eine Hohe von mindestens 10 mm, vorzugsweise von mindestens 15 mm, aufweist. - Papierlocher nach
Anspruch 1 oder2 , dadurch gekennzeichnet, dass der Greifausschnitt (44) eine Breite von mindestens 70 mm, vorzugsweise von mindestens 80 mm, aufweist. - Papierlocher nach
Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet, dass sich der Greifausschnitt (44) über die gesamte Breite des Bodenteils (12) erstreckt. - Papierlocher nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifausschnitt (44) seitlich durch sich in Richtung zur Rückseite (16) erstreckende Seitenwände (36) des Bodenteils (12) begrenzt wird.
- Papierlocher nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenteil (12) ein die Deckenwand (32) aufweisendes Locherunterteil (30) aus Blech und eine die Aufstellfläche (40) aufweisende Schnitzelwanne (38) aus Kunststoff aufweist, wobei die Schnitzelwanne (38) und das Locherunterteil (30) lösbar miteinander verbunden sind.
- Papierlocher nach
Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet, dass die Querwand (52) Bestandteil der Schnitzelwanne (38) ist. - Papierlocher nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine mittlere Partie der Querwand (52) nach vorne gewölbt ist.
- Papierlocher einem der
Ansprüche 6 bis8 , dadurch gekennzeichnet, dass die Deckenwand (32) einen randoffenen Ausschnitt (50) aufweist, in den eine Partie (48) der Schnitzelwanne (38) eingerastet ist. - Papierlocher nach einem der
Ansprüche 6 bis9 , dadurch gekennzeichnet, dass der Greifausschnitt (44) durch einen an der Deckenwand (32) und gegebenenfalls an den Seitenwänden (36) anliegenden Fortsatz (46) der Schnitzelwanne (38) ausgekleidet ist.
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