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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur automatischen Auswahl von Bekleidungselementen
aus einem Elementsortiment.
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Die
Erfindung betrifft darüber
hinaus eine Vorrichtung zur automatischen Auswahl von Bekleidungselementen
aus einem Elementsortiment.
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Bekleidungsstücke werden
derzeit von einem jeweiligen Benutzer individuell und mit einem mehr
oder weniger ausgeprägten
Stilempfinden kombiniert. Der Benutzer ist hierbei von seinem ästhetischen
Empfinden, seiner Kenntnis über
vorhandene Kleidungsstücke,
einem begrenzten Zugriff auf aktuell nicht vorhandene Kleidungsstücke sowie
vom Kenntnisstand über
aktuelle Stilentwicklungen begrenzt. Dies führt dazu, daß viele
Personen mit ihrem äußeren Erscheinungsbild
unzufrieden sind, ohne über
geeignete Möglichkeiten
zu verfügen,
dieser Unzufriedenheit zu begegnen.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren der einleitend
genannten Art derart zu verbessern, daß bei einfacher Verwendung umfangreiche
Benutzungsmöglichkeiten
bereitgestellt und eine stilsichere Kombination von Bekleidungselementen
erreicht wird.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß ein
Benutzer computergesteuert aus einer Stildatenbank eine Stildefinition
auswählt und
daß von
einer Steuereinrichtung aus einem Elementsortiment diejenigen Bekleidungselemente
ausgewählt
werden, die eine möglichst
große Übereinstimmung
mit durch die Stildefinition vorgegebenen Bekleidungselementen aufweisen.
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Weitere
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der
einleitend genannten Art derart zu konstruieren, daß eine einfache
Benutzbarkeit und eine stilsichere Kombination von Bekleidungselementen
unterstützt
wird.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß Daten
der Elemente des Elementsortimentes in einer Speichereinrichtung
abgespeichert sind, daß Stildefinitionen
zur Kombination von Bekleidungselementen in einer Stildatenbank
abgespeichert sind und daß eine
Steuereinrichtung einen Kombinator aufweist, der in Abhängigkeit
von einer von einem Benutzer auswählbaren Stildefinition diejenigen
Bekleidungselemente auswählt,
die eine möglichst
große Übereinstimmung
mit durch die Stildefinition vorgegebenen Bekleidungselementen aufweisen.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
und die erfindungsgemäße Vorrichtung
ermöglichen
es, ohne wesentliche Vorkenntnisse eine optimale Kombination von
Bekleidungselementen entsprechend einer vorgegebenen Stildefinition
vorzunehmen.
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Eine
hohe Individualisierung wird dadurch unterstützt, daß mindestens eine individuell
vom Benutzer vorgegebene Stildefinition verwendet wird.
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Eine
sehr einfache Systembenutzung wird dadurch unterstützt, daß mindestens
eine von einem Stilpartner vorgegebene Stildefinition verwendet wird.
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Die
Berücksichtigung
von aktuellen Stilinformationen ist dadurch möglich, daß der Benutzer mindestens eine
von einem Stilpartner vorgegebene Stildefinition in seiner individuellen
Stildatenbank abspeichert.
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Eine
Zuordnung von Bekleidungselementen zu Stildefinitionen ist dadurch
möglich,
daß dem
Elementsortiment jedem berücksichtigten
Bekleidungselement zugeordnete Parametersätze entsprechen.
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Die
dem Benutzer gehörenden
Bekleidungselemente können
dadurch berücksichtigt
werden, daß Parametersätze für Bekleidungselemente
verwendet werden, die dem Benutzer gehören.
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Eine
möglichst
große
Annäherung
an eine vorgegebene Stildefinition kann dadurch erfolgen, daß Parametersätze für Bekleidungselemente
verwendet werden, die externen Ausstattungspartnern gehören.
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Die
konkrete Umsetzung der von der Vorrichtung bereitgestellten Informationen
kann dadurch erfolgen, daß die
Steu ereinrichtung eine Liste von ausgewählten und der jeweiligen Stildefinition
entsprechenden Bekleidungselementen generiert.
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Eine
Ergänzung
der eigenen Bekleidungselemente des Benutzers wird dadurch erleichtert,
daß die
Steuereinrichtung Informationen hinsichtlich einer Beschaffung von
nicht unmittelbar beim Benutzer vorhandenen Bekleidungselementen
bereitstellt.
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Insbesondere
ist daran gedacht, daß die Steuereinrichtung
eine Online-Bestellung von Bekleidungselementen unterstützt.
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Die
Information des Benutzers kann dadurch verbessert werden, daß die Steuereinrichtung
in Abhängigkeit
von der ausgewählten
Stildefinition eine Anzeige von Werbeinformationen unterstützt.
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In
den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele
der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung der wesentlichen Vorrichtungskomponenten,
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2 eine
schematische Darstellung der Datenübertragungskanäle zwischen
den einzelnen Funktionsmodulen,
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3 eine
detaillierte Erläuterung
der Untermodule im Bereich des Desktops,
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4 eine
detaillierte Erläuterung
der Untermodule im Bereich des Mobilteils,
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5 eine
detaillierte Erläuterung
der Untermodule im Bereich der Internetanbindung,
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6 eine
detaillierte Erläuterung
der Untermodule im Bereich der Verkaufseinheit,
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7 eine
detaillierte Erläuterung
der Untermodule im Bereich der Beschreibung der Bekleidungselemente,
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8 eine
detaillierte Erläuterung
der Untermodule im Bereich der Stildefinition und
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9 eine
detaillierte Erläuterung
der Untermodule im Bereich der Profil-Definition.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
kann entsprechend 1 beispielsweise basiert auf
einer Datenverarbeitungsanlage, insbesondere einem Personalcomputer
(1), realisiert werden. Im Bereich des Personalcomputers
(1) ist eine Bedienoberfläche (2) installiert,
die es einem Benutzer ermöglicht,
aus einer Stildatenbank (3) eine Stildefinition abzurufen oder
gegebenenfalls auch eine Stildefinition selbst zu kreieren. Für Benutzer
mit vergleichsweise geringer Sachkenntnis ist insbesondere daran
gedacht, daß von
einem sogenannten Stilpartner vorgefertigte Stildefinitionen bereitgestellt
werden, die von einem Benutzer gegen ein Entgelt erworben werden
können. Der
Erwerb kann beispielsweise unter Einschaltung des Internets erfolgen.
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Nach
der Auswahl einer Stildefinition durch den Benutzer werden von der
Datenverarbeitungsanlage aus einem Elementsortiment (4)
zugehörige
Bekleidungselemente ausgewählt, die
eine möglichst große Übereinstimmung
zu Bekleidungselementen aufweisen, die der entsprechenden Stildefinition
entsprechen. Jedes Bekleidungselement ist hierbei durch einen Parametersatz
charakterisiert, der insbesondere Schnitt, Farbe, Größe und Material
enthält. Zusätzlich können diverse
weitere Faktoren abgespeichert sein, beispielsweise die Kombinierbarkeit mit
anderen Bekleidungselementen. Für
eigene Bekleidungselemente des Benutzers können die entsprechenden Parametersätze vom
Benutzer selbst eingegeben werden, von entsprechenden Dienstleistern
erstellt werden oder von den jeweiligen Herstellern oder Lieferanten
der Bekleidungselemente unentgeltlich oder entgeltlich bereitgestellt
werden.
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Zusätzlich zu
den bei dem Benutzer selbst vorhandenen Bekleidungselementen ist
es möglich, daß von der
Datenverarbeitungseinrichtung Bekleidungselemente von sogenannten
Ausstattungspartnern berücksichtigt
werden, die fehlende oder zusätzliche
Bekleidungselemente anbieten. Dem Benutzer können hierdurch Alternativen
zu unmittelbar vorhandenen Bekleidungselementen angeboten werden,
oder Beschaffungsquellen für
gegebenenfalls fehlende oder besser der jeweiligen Stildefinition
entsprechende Bekleidungselemente können bereitgestellt werden.
Insbesondere ist es möglich,
durch die Datenverarbeitungsanlage die Beschaffung von fehlenden
oder zusätzlichen
Bekleidungselementen zu unterstützen,
beispielsweise durch eine Online-Bestellung.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform stellt
die Datenverarbeitungseinrichtung eine interaktive Benutzeroberfläche bereit,
die dem Benutzer die entsprechend der jeweiligen Stildefinition
ausgewählten
Bekleidungselemente visualisiert. In einer einfachen Ausführungsform
werden die Bekleidungselemente lediglich einzeln dargestellt, in
einer besseren Ausbaustufe sind die Bekleidungselemente entsprechend
einer üblichen
Tragweise miteinander kombiniert. In einer Komfortversion können Körperparameter
des Benutzers ebenfalls visualisiert werden, so daß das System
interaktiv den Benutzer mit den jeweils ausgewählten Bekleidungselementen
darstellt. Dies kann statisch oder in unterschiedlichen Blickrichtungen
visualisiert erfolgen.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
ist auch daran gedacht, den Benutzer mit zusätzlichen visualisierten Werbeinformationen
zu versorgen, die von sogenannten Werbepartnern bereitgestellt werden.
Bei den Ausstattungspartnern, den Stilpartnern sowie den Werbepartnern
kann es sich um unterschiedliche Unternehmen oder Personen handeln,
es ist aber auch möglich,
daß bestimmte
Partner eine oder mehrere Funktionen wahrnehmen.
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Das
erfindungsgemäße System
besitzt eine Client-Server-Architektur.
Die komplette Logik läuft
in einer Server-Komponente.
Abgesehen von einem lokalen Multimedia-Cache werden auch alle Daten
auf dem Server gespeichert. Somit wird sichergestellt, dass sowohl
Erweiterungen als auch Fehlerkorrekturen in der Regel keine Anpassungen
an den verschiedenen Clients benötigen.
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Die
Client-Server-Architektur ermöglicht
es, mit minimalem Aufwand verschiedenste Clients zu entwickeln (z.
B. Windows, Mac, Web, Symbian OS, Windows Mobile etc.).
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Die
Clients kommunizieren mit Hilfe von Windows Communication Foundation
mit dem Server. Sämtliche
Kommunikation zwischen den Komponenten wird SSL-Verschlüsselt.
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Sämtliche
Stamm- und Multimediadaten werden in einer relationalen Datenbank
gespeichert. Die Generierung von Outfits anhand einer Stildefinition
setzt eine möglichst
exakte Beschreibung der einzelnen Kleidungsstücke voraus. Gleichzeitig ist
es möglich,
diese Kleidungsstücke
sowohl allgemein (z. B. ”Alle
Kleidungsstücke”), als
auch exakt (z. B. ”Alle Röhrenhosen
aus Jeans, mit aufgesetzten Taschen”) über entsprechende Bedingungen
zu filtern.
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Um
dieses Ziel mit möglichst
hoher Performance zu realisieren, werden alle Eigenschaften in Baumstrukturen
gespeichert (z. B.: Kleidungsstück/Unterteil/Hose).
Eigenschaften werden immer auf letzter Ebene eines Baumes gespeichert
(z. B. ItemX <-> Hose). Um abstrakt
zu filtern (z. B. ”Alle Kleidungsstücke), müssen alle
Items mit allen Eigenschaften, die sich im Baum oberhalb der jeweils
zugewiesenen Eigenschaften (im Beispiel ”Kleidung” und ”Unterteil”) befinden, verknüpft werden.
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Bei
mehreren tausend Items, mehreren hunderten Eigenschaften und einer
Vielzahl von Zuweisungen zwischen Items und Eigenschaften, entstehen
mehrere Millionen Datensätze.
Wirklich performante Zugriffe auf derart große Mengen an Datensätzen sind
gerade in Online-Szenarien mit tausenden von gleichzeitigen Zugriffen
kaum möglich.
Erschwerend kommt hinzu, dass sich Where-Klauseln in Datenbank-Abfragen
immer auf einen Datensatz beziehen. Wenn mehrere Eigenschaftenzuweisungen
zu einem Item in mehreren Datensätzen
abgelegt werden, ist es nicht möglich
mit einer einzelnen Datenbankabfrage Items auf komplexe Bedingungen zu
prüfen.
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Um
möglichst
performante Abfragen auf die Items-Datenbank anhand von Bedingungen
zu ermöglichen,
aktualisiert der Server bei jeder Änderung einen Eintrag in einem
separaten Item-Index. In diesem Index werden zu jedem Item die eindeutigen
ID's von allen dem
Item zugewiesenen Eigenschaften als Text gespeichert (z. B. ”IDEigenschaft IDEigenschaft2...”). Diese
Textdaten werden anschließend
mit einem Volltextindex versehen. Auf diesem Index werden dann im
Generatorbetrieb alle Filter angewendet.
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Zum
Generieren eines Outfits wählt
der User zuerst eine Stildefinition und eine Outfitart. Die Stildefinition
steuert, wie Teile kombiniert werden und besteht aus mehreren Outfitvarianten.
Eine Outfitvariante bestimmt anhand von Filterbedingungen, aus welchen
Items das Outfit bestehen soll.
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Folgende
Schritte werden bei der Outfitgenerierung durchlaufen:
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A. Auswahl einer Outfitvariante per Zufall
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Eine
Outfitvariante enthält
mehr oder weniger konkrete Vorgaben für die einzelnen Items des Outfits.
Beispiel:
- 1. Kategorie = Kleidung/Oberteil
[Erforderlich]
- 2. Kategorie = Kleidung/Unterteil/Hose [Erforderlich]
- 3. Kategorie = Schuh [Optional]
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B. Selektion der zwingend erforderlichen
Items für
die ausgewählte
Outfitvariante aus der Datenbank
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Um
die Geschwindigkeit der Generierung zu erhöhen, werden bei der ersten
Generierung einer Outfitvariante alle passenden Items aus der Datenbank
in den Arbeitsspeicher geladen.
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C. Selektion der Items für jede Bedingung
per Zufall
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Beim
anfänglichen
Laden der Items aus der Datenbank, werden die Items anhand der Stildefinition
mit Prioritäten
versehen, um beim Selektieren per Zufall z. B. bestimmte Trendfarben
oder -Schnitte zu bevorzugen.
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In
diesem Schritt wird für
jede Bedingung aus der Outfitvariante ein Item per Zufall selektiert.
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D. Prüfung
aller Kombinationsregeln für
die gewählten
Items
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Nachdem
für jede
Bedingung ein Item selektiert wurde, werden alle Kombinationsregeln
aus der Stildefinition angewendet. Jede Regel besitzt eine Gewichtung,
um festzulegen, wie wichtig die Einhaltung der jeweiligen Regel
ist. übersteigt
die Summe aller verletzten Regeln einen beim Start der Generierung
festgelegten Schwellwert, ist das Outfit ungültig und wird verworfen. Die
Schritte 3 und 4 werden so oft ausgeführt, bis eine gültige Kombination
gefunden wurde, oder eine bestimmte Anzahl an Versuchen überschritten
wurde.
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E. Selektion der optionalen Items für die ausgewählte Outfitvariante
aus der Datenbank
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Die
Selektion der optionalen Items und die Prüfung der sich ergebenden Outfits
funktioniert nach dem gleichen Schema wie die Auswahl der erforderlichen
Items. Das Outfit wird allerdings nicht ungültig, wenn sich nach einer
bestimmten Anzahl an Versuchen kein gültiges Outfit ermitteln lässt.
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2 zeigt
schematisch die Speicherstruktur sowie die Datenübertragungskanäle zur Veranschaulichung
der Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung. 3 bis 9 veran schaulichen
schematisch die Funktionsstruktur für unterschiedliche Einsatzgebiete.
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In 3 bis 9 ist
für jedes
einzelne der Funktionsmodule angegeben, welche bevorzugten Untermodule
bzw. Modulfunktionen im Bereich des betreffenden Moduls vorhanden
bzw. aktivierbar sind. Die einzelnen Untermodule bzw. Unterfunktionen
sind hierbei in dem im Vordergrund dargestellten Block textlich
aufgeführt,
der mit einem Pfeil dem jeweils betroffenen Einzelmodul zugeordnet
ist.