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Die Erfindung betrifft eine Waschmaschine und insbesondere eine Waschmaschine, die eine verstärkte Waschwirkung hat, sowie ein Verfahren zum Steuern einer Waschmaschine.
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Allgemein wird bei Verwendung einer Waschmaschine Wäsche zunächst in die Waschmaschine eingelegt, wonach ein Waschmittel und/oder ein Funktionsdetergens, z. B. ein Weichspüler, in einen Waschmittelbehälter gegeben werden.
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Wird anschließend die Waschmaschine betrieben, strömt in das Innere der Waschmaschine geführtes Wasser über den Waschmittelbehälter in eine Trommel. Insbesondere strömt das in das Innere der Waschmaschine geführte Wasser zusammen mit dem Waschmittel im Waschmittelbehälter in die Trommel. Da in diesem Fall als Waschmittel im Waschmittelbehälter hauptsächlich ein Festwaschmittel zum Einsatz kommt, wird das Festwaschmittel in Wasser gelöst und dann der Trommel zugeführt.
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Beim Betrieb der Waschmaschine wird Kaltwasser in das Innere der Waschmaschine geführt, sofern nicht Warmwasser ausgewählt ist. Daher wird bei Kaltwasserzufuhr in den Waschmittelbehälter das Festwaschmittel im Waschmittelbehälter im Kaltwasser nicht problemlos gelöst und verbleibt dadurch im Waschmittelbehälter. Damit wird keine Sollmenge des Waschmittels in das Innere der Trommel geführt, was die Waschwirkung der Waschmaschine verringert und zudem einen Benutzer veranlaßt, das Restwaschmittel im Waschmittelbehälter nach abgeschlossenem Wäschewaschen zu entfernen.
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Eine Aufgabe der Erfindung ist, im Waschmittelbehälter verbliebenes Waschmittel problemlos zu lösen und dem Waschvorgang zur Verfügung zu stellen und somit eine verstärkte Waschwirkung zu erzielen.
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Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung und ein Verfahren mit den Merkmalen der Ansprüche 1 und 5 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen werden in den Unteransprüchen angegeben.
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Zur Lösung dieser Aufgabe und Realisierung anderer Vorteile sowie gemäß dem Zweck der Erfindung in ihrer Ausführung und allgemeinen Beschreibung hierin verfügt eine Waschmaschine über einen Bottich bzw. Laugenbehälter, um Waschwasser zu enthalten; eine im Laugenbehälter drehbar eingebaute Trommel, um zu waschende Wäsche zu enthalten; einen Waschmittelbehälter, um ein Waschmittel zu enthalten, das in das Innere des Laugenbehälters geführt wird; und eine Dampferzeugungsvorrichtung, um Wasser zu erwärmen und Dampf zu erzeugen, den erzeugten Dampf der Trommel zuzuführen und das erwärmte Wasser dem Waschmittelbehälter selektiv zuzuführen.
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Die Dampferzeugungsvorrichtung weist eine Wasserzulaufeinheit auf, um das erwärmte Wasser dem Waschmittelbehälter selektiv zuzuführen.
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Die Wasserzulaufeinheit weist auf: einen Verbindungskanal, um das durch die Dampferzeugungsvorrichtung erwärmte Wasser dem Waschmittelbehälter zuzuführen; und eine Öffnungseinheit, um den Verbindungskanal selektiv zu öffnen.
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Der Verbindungskanal kann mit einem Zulaufkanal verbunden sein, um Wasser dem Waschmittelbehälter zuzuführen.
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Ferner kann die Dampferzeugungsvorrichtung eine Restwasser-Ablauföffnung aufweisen, um Restwasser abzugeben; und der Verbindungskanal kann mit der Restwasser-Ablauföffnung verbunden sein.
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Die Restwasser-Ablauföffnung kann am unteren Abschnitt der Dampferzeugungsvorrichtung vorgesehen sein.
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Die Öffnungseinheit kann für eine festgelegte Zeit geöffnet werden, nachdem eine weitere festgelegte Zeit ab Beginn des Betriebs der Dampferzeugungsvorrichtung durch Eingeben eines Betriebsbefehls in die Waschmaschine abgelaufen ist.
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In einem weiteren Aspekt weist die Erfindung ein Verfahren zum Steuern einer Waschmaschine mit einer Dampferzeugungsvorrichtung auf, mit: Eingeben eines Betriebsbefehls in die Waschmaschine; Erwärmen von Wasser in der Dampferzeugungsvorrichtung; Zuführen des durch die Dampferzeugungsvorrichtung erzeugten Dampfes zu einem Laugenbehälter der Waschmaschine; und Durchführen von Wäschewaschen.
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Bei Zufuhr des durch die Dampferzeugungsvorrichtung erzeugten Dampfes zum Laugenbehälter wird das durch die Dampferzeugungsvorrichtung erwärmte Wasser nach Ablauf einer festgelegten Zeit an Beginn der Wassererwärmung einem Waschmittelbehälter der Waschmaschine zugeführt werden und dann dem Laugenbehälter der Waschmaschine zusammen mit dem Waschmittel im Waschmittelbehälter und Waschwasser zugeführt werden.
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Die beigefügten Zeichnungen, die zum besseren Verständnis der Erfindung bestimmt und in diese Anmeldung aufgenommen und Teil davon sind, veranschaulichen eine (mehrere) Ausführungsformen) der Erfindung und dienen gemeinsam mit der Beschreibung zur Erläuterung des Erfindungsgrundsatzes.
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Es zeigen:
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1 eine Querschnittansicht des Aufbaus einer Waschmaschine gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
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2 eine Perspektivansicht einer Dampferzeugungsvorrichtung der Waschmaschine von 1; und
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3 einen Ablaufplan eines Verfahrens zum Steuern der Waschmaschine von 1.
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Im Folgenden wird auf die bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung näher eingegangen, für die Beispiele in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind. Nach Möglichkeit werden in den Zeichnungen durchweg die gleichen Bezugszahlen zur Bezeichnung der gleichen oder ähnlicher Teile verwendet.
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1 ist eine Querschnittansicht des Innenaufbaus einer Waschmaschine gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
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Gemäß 1 verfügt die Waschmaschine dieser Ausführungsform über ein Gehäuse 100, mit dem das Aussehen der Waschmaschine bestimmt wird, einen im Gehäuse 100 eingebauten Laugenbehälter 300, eine im Laugenbehälter 300 drehbar eingebaute Trommel 400, einen Waschmittelbehälter 700, der ein in das Innere der Trommel 400 geführtes Waschmittel enthält, und eine Dampferzeugungsvorrichtung 600, die der Trommel 400 Dampf zuführt und eine Wasserzulaufeinheit 640 aufweist, die erwärmtes Wasser dem Waschmittelbehälter 700 selektiv zuführt.
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Ein Wasserzulaufventil 200, das mit einer externen Wasserleitung (nicht gezeigt) verbunden ist und Wasser in das Innere der Waschmaschine führt, ist an einer Seite des Gehäuses 100 vorgesehen. Ein Teil des über das Wasserzulaufventil 200 zugeführten Wassers wird dem Waschmittelbehälter 700 entlang einem Zulaufkanal 710 zugeführt und dann zusammen mit dem Waschmittel in das Innere des Laugenbehälters 300 geführt, und der Rest des Wassers wird der Dampferzeugungsvorrichtung 600 zugeführt.
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Die Dampferzeugungsvorrichtung 600 dieser Ausführungsform erwärmt nicht nur zugeführtes Wasser und führt erzeugten Dampf in das Innere der Trommel 400, sondern führt auch den Rest des erwärmten Wassers dem Waschmittelbehälter 700 zu, um so zu verhindern, daß Waschmittelreste im Waschmittelbehälter 700 verbleiben.
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Insbesondere strömt der durch die Dampferzeugungsvorrichtung 600 erzeugte Dampf entlang einem Dampfabgabekanal 610 und wird über eine Düse 250 in das Innere der Trommel 400 geführt. Ferner weist die Dampferzeugungsvorrichtung 600 dieser Ausführungsform die Wasserzulaufeinheit 640 auf, die den Wasserrest dem Waschmittelbehälter 700 zuführe. Die Wasserzulaufeinheit 640 führt den Rest des durch die Dampferzeugungsvorrichtung 600 erwärmten Wassers dem Waschmittelbehälter 700 unter Steuerung einer Steuereinheit (nicht gezeigt) zu.
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Hierbei verfügt die Wasserzulaufeinheit 640 über einen Verbindungskanal 620, der die Dampferzeugungsvorrichtung 600 und den Waschmittelbehälter 700 verbindet, und eine Öffnungseinheit 630, die den Verbindungskanal 620 selektiv öffnet. Der Verbindungskanal 620 verbindet die Dampferzeugungsvorrichtung 600 und den Waschmittelbehälter 700 miteinander und ermöglicht so, daß der Rest des durch die Dampferzeugungsvorrichtung 600 erwärmten Wassers zum Waschmittelbehälter 700 geführt wird. In diesem Fall ist die Öffnungseinheit 630 zum Einstellen des Durchflusses des erwärmten Restwassers vorzugsweise im Verbindungskanal 620 vorgesehen. Die Öffnungseinheit 630 wird unter der Steuerung der Steuereinheit selektiv geöffnet und bewirkt dadurch, daß das erwärmte Restwasser entlang dem Verbindungskanal 620 in den Waschmittelbehälter 700 fließt.
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Insbesondere öffnet die Steuereinheit die Öffnungseinheit 630 nach Ablauf einer festgelegten Zeit ab Betrieb der Dampferzeugungsvorrichtung 600, d. h. ab Beginn der Wassererwärmung durch die Dampferzeugungsvorrichtung 600, durch den Betrieb der Waschmaschine. Das heißt, wird die Öffnungseinheit 630 gleichzeitig mit Beginn der Wassererwärmung durch die Dampferzeugungsvorrichtung 600 geöffnet, wird das Wasser in der Dampferzeugungsvorrichtung 600 dem Waschmittelbehälter 700 zugeführt und kann somit bei der Dampferzeugung unzureichend sein. Wird ferner die Öffnungseinheit 630 gleichzeitig mit Beginn der Wassererwärmung durch die Dampferzeugungsvorrichtung 600 geöffnet, wird das Wasser in der Dampferzeugungsvorrichtung 600 nicht ausreichend erwärmt und dann dem Waschmittelbehälter 700 zugeführt, weshalb es das Waschmittel im Waschmittelbehälter 700 nicht ausreichend lösen kann. Somit wird in dieser Ausführungsform nach Ablauf einer festgelegten Zeit, die ausreicht, Wasser in der Dampferzeugungsvorrichtung 600 zu erwärmen und erzeugten Dampf in das Innere der Trommel 400 zu führen, die Öffnungseinheit 630 geöffnet. Die festgelegte Zeit ist nicht speziell eingeschränkt und kann z. B. auf 3 bis 5 Minuten eingestellt sein.
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Die Öffnungseinheit 630 der Erfindung kann ein Ventil sein, ist aber nicht darauf beschränkt. Das heißt, die Öffnungseinheit 630 kann zu jeder Vorrichtung ordnungsgemäß abgewandelt sein, die den Verbindungskanal 620 selektiv öffnen und schließen kann.
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Der Verbindungskanal 620 der Waschmaschine dieser Ausführungsform ist mit dem Zulaufkanal 710 verbunden, der das Wasserzulaufventil 200 und den Waschmittelbehälter 700 verbindet. Das heißt, der Verbindungskanal 620 ist mit dem Zulaufkanal 710 verbunden, der mit dem Waschmittelbehälter 700 verbunden ist, wodurch das Restwasser im Verbindungskanal 620 durch den Zulaufkanal 710 in den Waschmittelbehälter 700 fließt. Dadurch ist es möglich, Verformung und Bruch des allgemein aus Kunstharz hergestellten Waschmittelbehälters 700 infolge der Zufuhr des Restwassers mit hoher Temperatur direkt zum Waschmittelbehälter 700 zu verhindern.
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Obwohl in den Zeichnungen nicht gezeigt, kann der sich von der Dampferzeugungsvorrichtung 600 erstreckende Verbindungskanal 620 direkt mit dem Waschmittelbehälter 700 verbunden sein. In diesem Fall ist der Waschmittelbehälter 700 vorzugsweise aus einem wärmebeständigen Material in Vorbereitung auf die direkte Zufuhr des Restwassers mit hoher Temperatur hergestellt.
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Ein Warmlufteinlaß 310, über den durch einen Heiztrockner 510 erwärmte Luft in das Innere des Laugenbehälters 300 geführt wird, ist an einer Seite des Laugenbehälters 300 gebildet, und ein Warmluftauslaß 320, über den die Luft im Laugenbehälter 300 aus dem Laugenbehälter 300 nach außen abgegeben wird, ist auf der anderen Seite des Laugenbehälters 300 gebildet. Die durch den Heiztrockner 510 erwärmte Luft strömt entlang einer Trockenleitung, die einen Kanal bildet, der den Warmluftauslaß 320 und den Warmlufteinlaß 310 verbindet, und wird durch ein in der Trockenleitung 500 vorgesehenes Luftgebläse 520 in den Laugenbehälter 300 und die Trommel 400 geführt, wodurch sie zirkuliert wird.
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2 ist eine Perspektivansicht der Dampferzeugungsvorrichtung 600 der Waschmaschine gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
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Gemäß 2 verfügt die Dampferzeugungsvorrichtung 600 über ein Gehäuse 650, um zu erwärmendes Wasser zu enthalten, und eine Heizung 660, um das Wasser im Gehäuse 650 zu erwärmen und Dampf zu erzeugen.
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Das Gehäuse 650 bestimmt das Aussehen der Dampferzeugungsvorrichtung 600 und weist ein oberes Gehäuse 630 und ein unteres Gehäuse 640 auf, die einen geeigneten Aufnahmeraum darin bilden, um Wasser zu enthalten, das über eine Wasserzulauföffnung 670 zugeführt wird. In diesem Fall kann eine externe Wasserversorgungsquelle, z. B. ein Wasserhahn oder eine abnehmbare patronenartige Wasserversorgungsquelle, als Wasserversorgungsquelle zum Einsatz kommen.
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Ein Wasserstandssensor 632 zur Erfassung des Wasserstands im Gehäuse 650 ist an einer Seite des Gehäuses 650 vorgesehen. Der Wasserstandssensor 632 erfaßt den Stand von Wasser, das in das Innere des Gehäuses 650 geführt wird. Ist also eine richtige Wassermenge in das Innere des Gehäuses 650 geführt, stoppt die Steuereinheit (nicht gezeigt) den Wasserzulauf gemäß dem durch den Wasserstandssensor 632 gemessenen Wasserstand.
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Ferner weist die Dampferzeugungsvorrichtung 600 eine Restwasser-Ablauföffnung 690 auf, um Restwasser abzugeben, wenn das Restwasser erzeugt wird. Vorzugsweise liegt die Restwasser-Ablauföffnung 690 am unteren Abschnitt des Gehäuses 650. Grund dafür ist, daß sich das Restwasser im unteren Abschnitt des Gehäuses 650 befindet. Somit ist ein Ende des Verbindungskanals 620 (gemäß 1) zur Zufuhr des Restwassers von der Dampferzeugungsvorrichtung 600 zum Waschmittelbehälter 700 (gemäß 1) vorzugsweise mit der Restwasser-Ablauföffnung 690 verbunden.
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Bei Zufuhr des Restwassers der Dampferzeugungsvorrichtung 600 zum Waschmittelbehälter 700 gemäß der vorstehenden Beschreibung würde erwartungsgemäß die gesamte Waschmittelmenge im Waschmittelbehälter 700 in die Trommel 400 geführt, und Fremdstoffe in der Dampferzeugungsvorrichtung 600 würden entfernt. Das heißt, ist die Härte von Wasser hoch, das der Dampferzeugungsvorrichtung 600 zugeführt wird, wird infolge von Calciumionen, Magnesiumionen usw., die im Wasser enthalten sind, ein kalkartiger Stoff gebildet. Der kalkartige Stoff, der sich an der Innenseite der Dampferzeugungsvorrichtung 600 anlagert, senkt den Heizwirkungsgrad der Dampferzeugungsvorrichtung 600 und verschließt eine Dampfabgabeöffnung 680 der Dampferzeugungsvorrichtung 600. Daher gibt die Dampferzeugungsvorrichtung 600 der Erfindung das erwärmte Restwasser zum Waschmittelbehälter 700 ab und verhindert so die Bildung von Fremdstoffen, z. B. eines kalkartigen Stoffs, in der Dampferzeugungsvorrichtung 600.
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Im Folgenden wird ein Betrieb der o. g. Waschmaschine anhand von 3 beschrieben. 3 ist ein Ablaufplan eines Verfahrens zum Steuern der Waschmaschine von 1.
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Zuerst legt ein Benutzer zu waschende Wäsche in die Trommel 400 der Waschmaschine und gibt einen Betriebsbefehl ein (S310).
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Danach erwärmt die Dampferzeugungsvorrichtung 600 zugeführtes Wasser darin und erzeugt so Dampf (S330). Der durch die Dampferzeugungsvorrichtung 600 erzeugte Dampf wird in die Trommel 400 geführt und sterilisiert dadurch die Wäsche oder ermöglicht der Wäsche, leicht in Wasser getränkt zu werden.
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Nach Ablauf einer festgelegten Zeit wird der Rest des durch die Dampferzeugungsvorrichtung 600 erwärmten Wassers zusammen mit dem Waschmittel dem Laugenbehälter 300 der Waschmaschine zugeführt (S350). Insbesondere wird das durch die Dampferzeugungsvorrichtung 600 erwärmte Wasser dem Waschmittelbehälter 700 der Waschmaschine zugeführt und dann zusammen mit dem Waschmittel und dem dem Waschmittelbehälter 700 zugeführten Waschwasser in den Laugenbehälter 300 der Waschmaschine geführt. Das heißt, da das erwärmte Restwasser dem Waschmittelbehälter 700 zugeführt wird, ist es möglich, die gesamte Menge des Waschmittels im Waschmittelbehälter 700 der Trommel 400 zuzuführen.
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Nachdem die Waschmittelmenge der Trommel 400 insgesamt zugeführt ist, wird die Wäsche gewaschen (S370).