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Die
Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach für ein Cabriolet, das zumindest
ein vorderes Dachteil sowie ein als Verdeckabdeckung fungierendes
hinteres Dachteil aufweist.
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Ein
Cabriolet (in der Kurzform Cabrio) ist ein Fahrzeug mit einem abnehmbaren
oder einem einklappbaren bzw. faltbaren und versenkbaren Fahrzeugdach.
Bei einem Öffnungsvorgang
des Fahrzeugdachs wird das Fahrzeugdach manuell oder auch automatisch
gefaltet bzw. eingeklappt und daraufhin in einem Ablageraum verstaut,
der oftmals zugleich ein Kofferraum des Cabriolets ist.
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Die
US 6,736,445 B2 offenbart
ein Verdeck für
ein Cabriolet-Fahrzeug,
umfassend ein hinteres, schwenkbar an dem Cabriolet-Fahrzeug angebrachtes
Verdeckteil, ein vorderes, bewegbar gehaltertes Verdeckteil, wobei
das vordere Verdeckteil und das hintere Verdeckteil in einem geschlossenen
Verdeckzustand über
dem Cabriolet-Fahrzeug angeordnet sind und wobei das vordere Verdeckteil
und das hintere Verdeckteil in einem geöffneten Verdeckzustand hinter
den Frontsitzen des Cabriolet-Fahrzeugs
abgelegt sind. ist das vordere Verdeckteil unterhalb des hinteren
Verdeckteils abgelegt. In dem geöffneten Verdeckzustand
ist das hintere Verdeckteil in einer tieferen Position als in dem
geschlossenen Verdeckzustand.
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Die
DE 103 39 273 A1 offenbart
ein Cabriolet, umfassend eine Karosserie, einen Fahrgastraum innerhalb
der Karosserie, ein aufklappbares Dach, das ein Dachteil umfasst,
das wenigstens einen Teil des Fahrgastraumes zu bedecken angepasst
ist und eine Heckscheibe und C-Säulen
umfasst, welche zusammen eine steife strukturelle Einheit bilden.
Das Dachteil ist an einem Schwenkarm gelagert, der am anderen Ende
an der Karosserie angelenkt ist, derart, dass es zwischen einer
wenigstens einen Teil des Fahrgastraumes bedeckenden geschlossenen
Position und einer versenkten geöffneten
Position verschwenkt werden kann. Ein im Hinterteil des Fahrzeuges
hinter dem Fahrgastraum befindlicher Kofferraum enthält einen
Verdeckkasten, der im oberen Teil des Kofferraumes zum Empfangen
und Ablegen des in die versenkte Position gebrachten Daches vorgesehen
ist. Ein Kofferraumdeckel ist an der Karosserie so gelagert, dass
er zwischen einer geschlossenen Position, wo er wenigstens einen
Teil des Kofferraumes bedeckt, und zwei wählbaren geöffneten Positionen verschwenkt
werden kann. Die geöffneten
Positionen umfassen eine erste geöffnete Position, die den Kofferraum
von hinter dem Kabriolett zugänglich macht
und in welcher ersten Position das hintere Ende des Kofferraumdeckels
angehoben ist, während
das vordere Ende an der Karosserie angelenkt bleibt, und eine geöffnete zweite
Position, die das Dach von der Vorderseite des Kofferraumdeckels
in den Verdeckkasten versenkt zu werden erlaubt und in welcher zweiten
Position das vordere Ende des Deckels angehoben ist, während das
hintere Ende an der Karosserie angelenkt bleibt. Das Dachteil und
der Kofferraumdeckel sind durch eine mechanische Übertragung
aneinander verbunden, um sie gleichzeitig zu bewegen, wenn der Kofferraumdeckel
zwischen der geschlossenen Position und der zweiten geöffneten
Position verschwenkt wird.
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Die
US 6,604,775 B2 offenbart
ein Verdeck für
ein Cabriolet-Fahrzeug,
umfassend ein in einem geschlossenen Zustand das Fahrzeug zumindest teilweise überdeckendes,
um ein Hauptlager verschwenkbares Dachteil, ein in einem Heckbereich des
Fahr zeugs angeordnetes Rahmenelement, und ein in einem geschlossenen
Zustand den Heckbereich des Fahrzeugs zumindest teilweise überdeckendes
Heckelement. Das Heckelement ist mittels eines zum Hauptlager beabstandet
angeordneten Hecklagers gegenüber
dem Rahmenelement verschwenkbar an dem Rahmenelement festgelegt.
Das Rahmenelement ist um eine im Bereich des Hauptlagers angeordnete
Achse gegenüber
dem Fahrzeug verschwenkbar an dem Fahrzeug festgelegt, und das Dachteil
ist in einer geöffneten
Ablageposition gemeinsam mit dem Rahmenelement um die Achse gegenüber dem
Fahrzeug verschwenkbar. Ein Beladedeckel ist gegenüber dem
Heckelement verschwenkbar an dem Heckelement festgelegt.
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Die
bekannten Bewegungskinematiken zum öffnen bzw. Schließen des
Fahrzeugdachs und der Verdeckabdeckung sind relativ teuer und aufwändig.
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Aufgabe
der Erfindung ist es daher, ein Fahrzeugdach für ein Cabriolet mit zumindest
einem vorderen Dachteil sowie einem als Verdeckabdeckung fungierenden
hinteren seitlichen Dachteil zu beschreiben, bei dem ein Öffnungsvorgang
sowie ein Schließvorgang
auf einfache und kostengünstige
Art realisiert werden kann.
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Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein
Fahrzeugdach der eingangs genannten Art gelöst, das zumindest ein vorderes
Dachteil sowie ein als Abdeckung eines Verdeckablageraums fungierendes
hinteres Dachteil, im Folgenden kurz Verdeckabdeckung genannt, aufweist.
Es ist eine permanente Zwangskopplung einer Bewegungsmechanik des
vorderen Dachteils und einer Bewegungsmechanik des hinteren Dachteils
vorgesehen, wobei die permanente Zwangskopplung derart ausgestaltet
ist, dass während
eines Öffnungs-
sowie eines Schließvorgangs
des Fahr zeugdachs die Verdeckabdeckung geöffnet und wieder geschlossen
wird. Das als Verdeckabdeckung fungierende hintere Dachteil weist
wenigstens einen Teil einer C-Säule
auf. Das als Verdeckabdeckung fungierende hintere Dachteil nimmt
in jeder seiner Schließpositionen
eine identische Lage wenigstens in vertikaler Richtung ein.
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Durch
die permanente Zwangskopplung der Bewegungsmechanik von hinterem
und vorderem Dachteil kann erreicht werden, dass sich das hintere Dachteil,
das zugleich als Verdeckabdeckung fungiert, während des Einklappens des vorderen
Dachteils öffnet.
Auch der Schließvorgang
der Verdeckabdeckung kann gegebenenfalls bereits beginnen, noch
bevor das vordere Dachteil vollständig in einem Verdeckablageraum
versenkt ist und eine endgültige – eingeklappte – Position
erreicht hat. Dadurch ist eine einfache, parallele und zeitlich
optimal aufeinander abgestimmte Bewegung von Verdeckabdeckung und
vorderem Dachteil sowie ein schnelles Öffnen des Fahrzeugdachs ohne
Verzögerung
sichergestellt.
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Auch
bei einem Schließen
des Fahrzeugdachs beschleunigt die permanente Zwangskopplung den
Schließvorgang
dadurch, dass bereits bei einem Öffnen
der Verdeckabdeckung das Ausklappen des vorderen Dachteils beginnt
und noch bevor das Fahrzeugdach durch das vordere Dachteil vollständig verschlossen
ist, der Schließvorgang
also beendet ist, die Verdeckabdeckung wieder geschlossen wird.
Durch die permanente Zwangskopplung kann ein getrennter Antrieb
von der Bewegungsmechanik des ersten Dachteils und der Bewegungsmechanik
des zweiten Dachteils komplett entfallen, da eine Bewegung der einen
Bewegungsmechanik durch die Zwangskopplung direkt an die zweite
Bewegungsmechanik weitergegeben wird.
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Dadurch,
dass das als Verdeckabdeckung fungierende hintere Dachteil mindestens
einen Teil einer C-Säule
aufweist, erhält
das Fahrzeug auch bei geöffnetem
Fahrzeugdach eine größere Stabilität.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist ein manueller
Antrieb der Bewegungsmechanik vorgesehen. Dies ist mit der Einsparung
von Kosten und Gewicht sowie mit einer geringen Fehleranfälligkeit
verbunden.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist bei dem Öffnungsvorgang
des Fahrzeugdachs eine Absenkung der Heckscheibe sowie des vorderen
Dachteils in einen Verdeckablageraum vorgesehen. Durch die getrennte
Ausgestaltung von Verdeckablageraum und einem im Cabriolet vorgesehenen
Kofferraum ist demnach auch bei geöffnetem bzw. versenktem Fahrzeugdach
eine Nutzung des Kofferraums jederzeit ohne Einschränkung möglich.
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Die
Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen
näher erläutert.
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In
den Zeichnungen zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung eines Teils eines Cabriolets mit einem
anmeldungsgemäßen Fahrzeugdach
in einem geschlossenen Zustand in einer Innenansicht,
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2 eine
schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 1 während eines Öffnungsvorgangs
des anmeldungsgemäßen Fahrzeugdachs in
einer Seitenansicht,
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3 eine
schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 3 bei
weiter fortgeschrittenem Öffnungsvorgang
des Fahrzeugdachs,
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4 eine
schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 3 in
einer perspektivischen Ansicht,
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5 eine
schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 3 bei
noch weiter fortgeschrittenem Öffnungsvorgang,
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6 eine
schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 5 bei
noch weiter fortgeschrittenem bzw. fast abgeschlossenem Öffnungsvorgang
des Fahrzeugdachs.
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1 zeigt
eine schematische Darstellung eines Teils eines Cabriolets mit einem
anmeldungsgemäßen Fahrzeugdach
in einem geschlossenen Zustand in einer Innenansicht. Das Fahrzeugdach weist
ein vorderes Dachteil 1 sowie ein hinteres Dachteil 2 auf,
das einen Teil einer C-Säule 3 beinhaltet.
Das Fahrzeugdach weist zudem eine Heckscheibe 4 auf. Des
weiteren sind ein vorderer Lenker 5, ein hinterer Lenker 6,
eine Koppelstange 7 sowie ein Kofferraumdeckel 8 zu
sehen. Die 1 zeigt zudem einen Kurbelarm 9 und
einen Schwanenhalslenker 10.
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Das
Fahrzeugdach weist die zwei Dachteile (vorderes Dachteil 1 und
hinteres Dachteil 2) auf. Das hintere Dachteil 2 ist
dabei so ausgestaltet, dass es die Heckscheibe 4 U-förmig umfasst,
wobei die Heckscheibe 4 lösbar – beispielsweise über eine Schnapp-
oder Klemmverbindung – mit
dem hinteren Dachteil 2 verbunden ist, so dass die Heckscheibe 4 bei
einem Öffnungsvorgang
des Fahrzeugdachs von dem hinteren Dachteil 2 gelöst und zusammen
mit dem vorderen Dachteil 1 versenkt werden kann.
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Dafür kann die
Heckscheibe 4 eine gelenkartige Verbindung zum vorderen
Dachteil 1 aufweisen, wobei zudem eine gelenkartige Verbindung
der Heckscheibe 4 mit dem vorderen Lenker 5 einer
Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils 1 oder dem hinteren
Lenker 6 der Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils 1 vorgesehen
sein sollte, so dass bei dem Öffnungsvorgang
des Fahrzeugdachs ein gemeinsames Versenken von der Heckscheibe 4 und dem
vorderen Dachteil 1 ermöglicht
ist bzw. die Heckscheibe 4 bei einem Schließvorgang
des Fahrzeugdachs auch gemeinsam mit dem vorderen Dachteil 1 wieder
ausgeklappt werden kann. Alternativ kann aber auch – um ein
gemeinsames Versenken von Heckscheibe 4 und vorderem Dachteil 1 zu
realisieren – eine
feste Verbindung der Heckscheibe 4 mit einem der Lenker 5, 6 vorgesehen
sein. Der vordere Dachteil 1 ist – unabhängig von den oben genannten Ausgestaltungsmöglichkeiten
zur Anbindung der Heckscheibe 4 – in jedem Fall an einem der
Lenker 5, 6 angebunden.
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Die
beiden Lenker 5, 6 geben eine Bewegung eines Schwerpunkts
des vorderen Dachteils 1 (bzw. auch der Heckscheibe 4)
sowie eine Drehbewegung bei dem Öffnungs-
sowie Schließvorgang des
Fahrzeugdachs vor. Dabei kann eine Antriebseinheit beim Fahrzeugdach
vorgesehen sein, die beim Öffnungs-
sowie Schließvorgang
entweder auf den vorderen Lenker 5 oder auf den hinteren
Lenker 6 wirkt.
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Das
hintere Dachteil 2 dient bei dem Fahrzeugdach als Verdeckabdeckung,
der einen hier nicht dargestellten Verdeckablageraum, in den der vordere
Dachteil 1 zusammen mit der Heckscheibe 4 bei
geöffnetem
Fahrzeugdach versenkt ist, abdeckt. Dabei sind als Verdeckablageraum
und als ein Kofferraum des Cabriolets in diesem Ausführungsbeispiel
zwei unterschiedliche Stauräume
im Cabriolet vorgesehen, wodurch eine Nutzung des Kofferraums auch
bei geöffnetem
und versenktem Fahrzeugdach jederzeit möglich ist, was bei einer gleichzeitigen
Nutzung eines Stauraums als Kofferraum und als Verdeckablageraum
oftmals aus Platzgründen
nicht mehr gegeben ist.
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Durch
die separate Ausgestaltung von Verdeckablageraum und Kofferraum
sind natürlich
auch zwei separate Abdeckungen für
den Verdeckablageraum (hinteres Dachteil 2) sowie für den Kofferraum (Kofferraumdeckel 8)
vorgesehen. Dies hat den Vorteil, dass der Öffnungs- sowie Schließvorgang
des Fahrzeugdachs sowie das öffnen
und Schließen
der Verdeckabdeckung unabhängig
von einem öffnen des
Kofferraumdeckels 8 abläuft.
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Bei
einem Öffnungs-
bzw. Schließvorgang des
Fahrzeugdachs wird die Verdeckabdeckung – zum Versenken bzw. zum Ausklappen
des vorderen Dachteils 1 – hoch und runtergeklappt.
Bei geöffnetem
Fahrzeugdach bleibt das als Verdeckabdeckung fungierende hintere
Dachteil 2 folglich stehen, wodurch ein Erscheinungsbild
des Cabriolets bei geöffnetem
Fahrzeugdach stark einem Erscheinungsbild bei geschlossenem Fahrzeugdach ähnelt, so
dass ein Grundcharakter des Cabriolets durch die Ausgestaltung und
Verwendung des hinteren Dachteils 2 als Verdeckabdeckung
erhalten bleibt.
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Das
hintere Dachteil 2 enthält
zudem einen Teil der C-Säule 3 des
Cabriolets, wobei die C-Säule 3 eine
tragende Fahrzeugsäule
darstellt, die im Allgemeinen eine Verbindung zwischen dem Fahrzeugdach
und Kotflügeln
oder dem Kofferraumdeckel 8 an einem Heck des Cabriolets
herstellt. Das hintere Dachteil 2 kann jedoch auch die
komplette C-Säule 3 beinhalten.
Bei einem öffnen
der Verdeckabdeckung wird die C-Säule 3 gemeinsam mit
der Verdeckabdeckung angehoben und anschließend wieder in die ursprüngliche
Position gebracht.
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Dadurch,
dass das hintere Dachteil 2 zumindest einen Teil der C-Säule 3 enthält, wird
eine erhöhte
Stabilität
des Cabriolets und damit ein erhöhter Schutz
für einen
Fahrer des Cabriolets auch bei einem geöffneten Fahrzeugdach erreicht
und die Erhaltung des Grundcharakters des Cabriolets weiter optimiert.
Auch bei geöffnetem
Fahrzeugdach kann die C-Säule 3 beispielsweise
als eine Art Überrollbügel fungieren
und dadurch Insassen Schutz gewähren.
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Die
Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils 1 ist mit einer
Bewegungsmechanik des als Verdeckabdeckung fungierenden hinteren
Dachteils 2 mittels einer Zwangskopplung permanent gekoppelt.
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Die
permanente Zwangskopplung ist vorteilhafterweise derart ausgestaltet,
dass sich die Verdeckabdeckung während
des Öffnungs-
bzw. Schließvorgangs
des Fahrzeugdachs öffnet
und auch wieder schließt,
so dass ein öffnen
bzw. Schließen
der Verdeckabdeckung in zeitsparender Weise parallel zum Einklappen
des vorderen Dachteils 1 erfolgt.
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Die
permanente Zwangskopplung weist dabei die Koppelstange 7 auf,
durch die eine Bewegung des vorderen Dachteils 1 direkt in
eine Bewegung des hinteren Dachteils 2 übergeführt wird. Die Koppelstange 7 übernimmt
dabei zudem die zeitliche Steuerung der Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils 1 und
der Bewegungsmechanik des hinteren Dachteils 2. Die Betätigung der
Koppelstange 7 kann vorteilhafterweise über einen Kurbeltrieb mit Hilfe
des Kurbelarms 9 und des Schwanenhalslenkers 10 erfolgen,
der auf die Koppelstange 7 wirkt, so dass bei einem Einklappen
und Versenken des vorderen Dachteils 1 die Verdeckabdeckung
zuerst angehoben und dann wieder gesenkt wird, abhängig von
einer Position des vorderen Dachteils 1.
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Die
permanente Ausgestaltung der Zwangskopplung hat dabei den Vorteil,
dass die Bewegungsmechanik von Verdeckabdeckung und vorderem Dachteil 1 nicht
nur während
des Öffnungsvorgangs – solange
bis der vordere Dachteil 1 und die Heckscheibe 4 versenkt
sind –,
sondern auch danach und insbesondere während des Schließvorgangs
des Fahrzeugdachs gekoppelt ist und beide Vorgänge somit in kürzester
Zeit und ohne Verzögerung
ablaufen können.
Darüber
hinaus ist die Mechanik robust und kostengünstig.
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Durch
die permanente Zwangskopplung wird ein getrennter Antrieb der Bewegungsmechanik
des vorderen Dachteils 1 und der Bewegungsmechanik des
hinteren Dachteils 2 und auch eine zusätzliche zeitliche Steuerung
für die
Bewegungsmechaniken überflüssig, da
diese Funktion bei dem Fahrzeugdach automatisch durch die Koppelstange 7 gewährleistet
ist. Dadurch kann die komplette Bewegungsmechanik von vorderem 1 und
hinterem 2 Dachteil sehr übersichtlich gehalten werden
und Produktionskosten können
gespart werden.
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2 zeigt
eine schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 1 während eines Öffnungsvorgangs
des anmeldungsgemäßen Fahrzeugdachs
in einer Seitenansicht. Es gelten die selben Bezugszeichen, wie
bei der Beschreibung von 1, wobei die Bezugszeichen auch
für alle
folgenden Figuren ihre Gültigkeit
behalten. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
ist in 2 der vordere Lenker 5 nicht dargestellt.
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Bei
dem gezeigten Öffnungsvorgang
des Fahrzeugdachs werden sowohl das vordere Dachteil 1,
wie auch die Heckscheibe 4 nach hinten (in Richtung des
Hecks des Cabriolets) und nach unten (in Richtung des Verdeckablageraums)
bewegt, wobei die Heckscheibe 4 bei dem Öffnungsvorgang
unter das vordere Dachteil 1 geklappt wird.
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Bei
diesem Einklappvorgang des vorderen Dachteils 1 und der
Heckscheibe 4 wird automatisch deren Bewegung mittels der
Koppelstange 7, des Kurbelarms 9 und des Schwanenhalslenkers 10 auf die
Verdeckabdeckung übertragen – in Form
eines Kurbeltriebs, durch den die Koppelstange 7 bewegt wird – und die
Verdeckabdeckung wird zeitgleich – abhängig von der Position von vorderem
Dachteil 1 (sowie Heckscheibe 4) – über den
Schwanenhalslenker 10 bewegt. Der Kurbeltrieb kann dabei
derart ausgestaltet sein, dass er in einem bestimmten Abstand von
einem Drehpunkt an dem vorderen Lenker 5 oder dem hinteren
Lenker 6 angelenkt ist.
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In
diesem Ausführungsbeispiel
erfolgt das Öffnen
sowie auch das Schließen
des Fahrzeugdachs manuell. Dafür
kann beispielsweise entweder eine Kurbel zum manuellen Betätigen des
Fahrzeugdachs vorhanden sein, oder es kann vorgesehen sein, dass
ein Insasse das Fahrzeugdach zum Öffnen mit seinen Händen nach
hinten, also in Richtung des Hecks des Cabriolets bewegt und dabei
einklappt und zum Schließen
das Fahrzeugdach ebenso aus dem versenkten Zustand wieder herausbewegt. Das öffnen bzw.
Schließen
des Fahrzeugdachs kann aber natürlich
auch automatisch über
eine entsprechende Steuerung und durch einen Antrieb wie beispielsweise
einen Motor oder Pneumatik oder eine Hydraulik erfolgen.
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Das
manuelle öffnen
und Schließen
hat jedoch den Vorteil, dass ein Aufbau der Bewegungsmechanik bewusst übersichtlich
gehalten werden kann und dadurch sowohl Kosten als auch Gewicht gespart
werden können.
Zudem ist ein manuelles Betätigen
des Fahrzeugdachs weniger fehleranfällig als eine automatische
Betätigung.
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3 zeigt
eine schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 2 bei
weiter fortgeschrittenem Öffnungsvorgang
des Fahrzeugdachs. Aus Gründen
der Übersichtlichkeit
wurde wiederum der vordere Lenker 5 weggelassen.
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Deutlich
zu sehen ist, dass bei dem weiteren Verlauf des Öffnungsvorgangs die Heckscheibe 4 immer
weiter – in
Pfeilrichtung – unter
das vordere Dachteil 1 geklappt wird. Das vordere Dachteil 1 wird dabei
weiter zurück
Richtung Heck des Cabriolets (in 3 somit
nach rechts) sowie nach unten verlagert, wobei die Bewegung des
Schwerpunkts durch den (hier nicht dargestellten) vorderen Lenker 5 und
den hinteren Lenker 6 bestimmt wird.
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Durch
die Koppelstange 7 wird die Bewegung auf die Verdeckabdeckung übertragen,
welcher somit weiter geöffnet
wird. Dadurch ist ein Beginn der Versenkung des vorderen Dachteils 1 und
der Heckscheibe 4 in den Verdeckablageraum noch während des
Einklappvorgangs des Fahrzeugdachs möglich. Der Vorgang des Einklappens
von dem vorderem Dachteil 1 und der Heckscheibe 4 sowie
des Öffnens der
Verdeckabdeckung erfolgt demnach parallel und nicht sequentiell.
So wird sichergestellt, dass es keine Verzögerung beim Öffnungsvorgang
gibt, die dadurch hervorgerufen wird, dass vorderes Dachteil 1 und
Heckscheibe 4 auf das öffnen
der Verdeckabdeckung warten müssen.
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4 zeigt
eine schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 3 in
einer perspektivischen Ansicht.
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In
dieser Darstellung ist der Teil des in 3 dargestellten
Cabriolets in einer perspektivischen Rückansicht gezeigt. Dabei ist
deutlich zu sehen, dass bereits während des in 3 dargestellten
Stadiums des Öffnungsvorgangs,
also während
das vordere Dachteil 1 sowie die Heckscheibe 4 eingeklappt werden,
die Heckscheibe 4 auf Grund der permanenten Zwangskopplung
der Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils 1 und des
hinteren Dachteils 2 und der dadurch bereits geöffneten
Verdeckabdeckung in den hier nicht dargestellten Verdeckablageraum
des Cabriolets eintauchen kann. Eine Verzögerung des Öffnungsvorgangs auf Grund einer
erst verspätet
geöffneten
Verdeckabdeckungs entfällt
somit.
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5 zeigt
eine schematische Darstellung analog zu 3 bei noch
weiter fortgeschrittenem Öffnungsvorgang,
aus Gründen
der Übersichtlichkeit wieder
ohne den vorderen Lenker 5.
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Die
Heckscheibe 4 ist noch weiter unter das vordere Dachteil 1 geklappt.
Beim endgültigen
Versenken von vorderem Dachteil 1 und Heckscheibe 4 in
den Verdeckablageraum wird die Heckscheibe 4 folglich unter
dem vorderen Dachteil 1 gelagert, wodurch das Fahrzeugdach
in einem eingeklappten und versenkten Zustand wenig Platz beansprucht
und der Verdeckablageraum dadurch möglichst klein gehalten werden
kann.
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Noch
während
des Öffnungsvorgangs
des Fahrzeugdachs und dem weiteren Einklappen bzw. Versenken von
vorderem Dachteil 1 und Heckscheibe 4 beginnt
das hintere Dachteil 2 sich – abhängig von der Position des vorderen
Dachteils 1 – mittels der Übertragung
der Bewegung des vorderen Dachteils 1 durch den Kurbelarm 9 auf
die Koppelstange 7 und der Übertragung der Bewegung der
Koppelstange 7 durch den Schwanenhalslenker 10 auf
die Verdeckabdeckung, wieder zu senken, wie durch den oberen Bewegungspfeil
in 5 dargestellt ist. So kann durch die permanente
Zwangskopplung das Öffnen
der Verdeckabdeckung optimal auf die Bewegung des vorderen Dachteils 1 abgestimmt
und so kurz wie möglich
gehalten werden.
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6 zeigt
eine schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 5 bei
fast abgeschlossenem Öffnungsvorgang
des Fahrzeugdachs.
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Dabei
ist die Verdeckabdeckung bereits wieder geschlossen, noch bevor
das vordere Dachteil 1 und die Heckscheibe 4 ihre
endgültige
und platzsparende Position übereinander
im Verdeckablageraum erreicht haben.
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Durch
die permanente Zwangskopplung der Bewegungsmechanik des vorderen
Dachteils 1 und der Verdeckabdeckung kann deren Bewegung
demnach zeitlich optimal einander angepasst werden und der Öffnungsvorgang
in kürzester
Zeit abgewickelt werden.
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Ein
getrennter Antrieb der Bewegungsmechanik der beiden Dachteile 1, 2 ist überflüssig und die
in dem Cabriolet enthaltende Elektronik kann übersichtlich gehalten werden,
was die Fehleranfälligkeit
verringert und die Kosten senkt.
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Dadurch
dass die Zwangskopplung permanent ist, kann der Vorgang selbstverständlich auch mit
den gleichen Vorteilen in umgekehrter Reihenfolge – also als
Schließvorgang
des Fahrzeugdachs – durchgeführt werden.
Dabei ist vorgesehen, dass bereits während die Verdeckabdeckung
anfängt
sich zu öffnen,
der vordere Dachteil 1 und die Heckscheibe 4 wieder
auseinandergeklappt werden – angetrieben durch
die Bewegung (bzw. das Öffnen)
der Verdeckabdeckung, die über
die Koppelstange 7 an das vordere Dachteil 1 übertragen
wird.
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Beim
weiteren Auseinanderklappen von vorderem Dachteil 1 und
Heckscheibe 4 werden diese immer weiter nach oben bewegt,
wodurch sich die Verdeckabdeckung ganz öffnet. Daraufhin werden das
vordere Dachteil 1 und die Heckscheibe 4 weiter nach
vorne und nach oben verlagert und die Koppelstange 7 veranlasst
die Verdeckabdeckung zu einer Schließbewegung, noch bevor das Fahrzeugdach durch
das vordere Dachteil 1 und die Heckscheibe 4 wieder
vollständig
verschlossen ist. Auf diese Weise kann auch der Schließvorgang
optimiert und mittels des parallelen Bewegungsablaufs von Verdeckabdeckung
und vorderem Dachteil 1 in kürzester Zeit ohne Verzögerung durchgeführt werden.
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- 1
- Vorderes
Dachteil
- 2
- Hinteres
Dachteil
- 3
- C-Säule
- 4
- Heckscheibe
- 5
- Vorderer
Lenker
- 6
- Hinterer
Lenker
- 7
- Koppelstange
- 8
- Kofferraumdeckel
- 9
- Kurbelarm
- 10
- Schwanenhalslenker