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DE102008023514B4 - Fahrzeugdach für ein Cabriolet - Google Patents

Fahrzeugdach für ein Cabriolet Download PDF

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DE102008023514B4
DE102008023514B4 DE200810023514 DE102008023514A DE102008023514B4 DE 102008023514 B4 DE102008023514 B4 DE 102008023514B4 DE 200810023514 DE200810023514 DE 200810023514 DE 102008023514 A DE102008023514 A DE 102008023514A DE 102008023514 B4 DE102008023514 B4 DE 102008023514B4
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vehicle roof
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vehicle
convertible
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Abstract

Fahrzeugdach für ein Cabriolet, aufweisend zumindest ein vorderes Dachteil (1) sowie ein als Verdeckabdeckung fungierendes hinteres Dachteil (2),
wobei eine permanente Zwangskopplung einer Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils (1) und einer Bewegungsmechanik des hinteren Dachteils (2) vorgesehen ist, wobei die permanente Zwangskopplung derart ausgestaltet ist, dass während eines Öffnungs- sowie eines Schließvorgangs des Fahrzeugdachs die Verdeckabdeckung geöffnet und wieder geschlossen wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
das als Verdeckabdeckung fungierende hintere Dachteil (2) wenigstens einen Teil einer C-Säule (3) aufweist, und das als Verdeckabdeckung fungierende hintere Dachteil (2) in jeder seiner Schließpositionen eine identische Lage wenigstens in vertikaler Richtung einnimmt.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach für ein Cabriolet, das zumindest ein vorderes Dachteil sowie ein als Verdeckabdeckung fungierendes hinteres Dachteil aufweist.
  • Ein Cabriolet (in der Kurzform Cabrio) ist ein Fahrzeug mit einem abnehmbaren oder einem einklappbaren bzw. faltbaren und versenkbaren Fahrzeugdach. Bei einem Öffnungsvorgang des Fahrzeugdachs wird das Fahrzeugdach manuell oder auch automatisch gefaltet bzw. eingeklappt und daraufhin in einem Ablageraum verstaut, der oftmals zugleich ein Kofferraum des Cabriolets ist.
  • Die US 6,736,445 B2 offenbart ein Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug, umfassend ein hinteres, schwenkbar an dem Cabriolet-Fahrzeug angebrachtes Verdeckteil, ein vorderes, bewegbar gehaltertes Verdeckteil, wobei das vordere Verdeckteil und das hintere Verdeckteil in einem geschlossenen Verdeckzustand über dem Cabriolet-Fahrzeug angeordnet sind und wobei das vordere Verdeckteil und das hintere Verdeckteil in einem geöffneten Verdeckzustand hinter den Frontsitzen des Cabriolet-Fahrzeugs abgelegt sind. ist das vordere Verdeckteil unterhalb des hinteren Verdeckteils abgelegt. In dem geöffneten Verdeckzustand ist das hintere Verdeckteil in einer tieferen Position als in dem geschlossenen Verdeckzustand.
  • Die DE 103 39 273 A1 offenbart ein Cabriolet, umfassend eine Karosserie, einen Fahrgastraum innerhalb der Karosserie, ein aufklappbares Dach, das ein Dachteil umfasst, das wenigstens einen Teil des Fahrgastraumes zu bedecken angepasst ist und eine Heckscheibe und C-Säulen umfasst, welche zusammen eine steife strukturelle Einheit bilden. Das Dachteil ist an einem Schwenkarm gelagert, der am anderen Ende an der Karosserie angelenkt ist, derart, dass es zwischen einer wenigstens einen Teil des Fahrgastraumes bedeckenden geschlossenen Position und einer versenkten geöffneten Position verschwenkt werden kann. Ein im Hinterteil des Fahrzeuges hinter dem Fahrgastraum befindlicher Kofferraum enthält einen Verdeckkasten, der im oberen Teil des Kofferraumes zum Empfangen und Ablegen des in die versenkte Position gebrachten Daches vorgesehen ist. Ein Kofferraumdeckel ist an der Karosserie so gelagert, dass er zwischen einer geschlossenen Position, wo er wenigstens einen Teil des Kofferraumes bedeckt, und zwei wählbaren geöffneten Positionen verschwenkt werden kann. Die geöffneten Positionen umfassen eine erste geöffnete Position, die den Kofferraum von hinter dem Kabriolett zugänglich macht und in welcher ersten Position das hintere Ende des Kofferraumdeckels angehoben ist, während das vordere Ende an der Karosserie angelenkt bleibt, und eine geöffnete zweite Position, die das Dach von der Vorderseite des Kofferraumdeckels in den Verdeckkasten versenkt zu werden erlaubt und in welcher zweiten Position das vordere Ende des Deckels angehoben ist, während das hintere Ende an der Karosserie angelenkt bleibt. Das Dachteil und der Kofferraumdeckel sind durch eine mechanische Übertragung aneinander verbunden, um sie gleichzeitig zu bewegen, wenn der Kofferraumdeckel zwischen der geschlossenen Position und der zweiten geöffneten Position verschwenkt wird.
  • Die US 6,604,775 B2 offenbart ein Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug, umfassend ein in einem geschlossenen Zustand das Fahrzeug zumindest teilweise überdeckendes, um ein Hauptlager verschwenkbares Dachteil, ein in einem Heckbereich des Fahr zeugs angeordnetes Rahmenelement, und ein in einem geschlossenen Zustand den Heckbereich des Fahrzeugs zumindest teilweise überdeckendes Heckelement. Das Heckelement ist mittels eines zum Hauptlager beabstandet angeordneten Hecklagers gegenüber dem Rahmenelement verschwenkbar an dem Rahmenelement festgelegt. Das Rahmenelement ist um eine im Bereich des Hauptlagers angeordnete Achse gegenüber dem Fahrzeug verschwenkbar an dem Fahrzeug festgelegt, und das Dachteil ist in einer geöffneten Ablageposition gemeinsam mit dem Rahmenelement um die Achse gegenüber dem Fahrzeug verschwenkbar. Ein Beladedeckel ist gegenüber dem Heckelement verschwenkbar an dem Heckelement festgelegt.
  • Die bekannten Bewegungskinematiken zum öffnen bzw. Schließen des Fahrzeugdachs und der Verdeckabdeckung sind relativ teuer und aufwändig.
  • Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Fahrzeugdach für ein Cabriolet mit zumindest einem vorderen Dachteil sowie einem als Verdeckabdeckung fungierenden hinteren seitlichen Dachteil zu beschreiben, bei dem ein Öffnungsvorgang sowie ein Schließvorgang auf einfache und kostengünstige Art realisiert werden kann.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Fahrzeugdach der eingangs genannten Art gelöst, das zumindest ein vorderes Dachteil sowie ein als Abdeckung eines Verdeckablageraums fungierendes hinteres Dachteil, im Folgenden kurz Verdeckabdeckung genannt, aufweist. Es ist eine permanente Zwangskopplung einer Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils und einer Bewegungsmechanik des hinteren Dachteils vorgesehen, wobei die permanente Zwangskopplung derart ausgestaltet ist, dass während eines Öffnungs- sowie eines Schließvorgangs des Fahr zeugdachs die Verdeckabdeckung geöffnet und wieder geschlossen wird. Das als Verdeckabdeckung fungierende hintere Dachteil weist wenigstens einen Teil einer C-Säule auf. Das als Verdeckabdeckung fungierende hintere Dachteil nimmt in jeder seiner Schließpositionen eine identische Lage wenigstens in vertikaler Richtung ein.
  • Durch die permanente Zwangskopplung der Bewegungsmechanik von hinterem und vorderem Dachteil kann erreicht werden, dass sich das hintere Dachteil, das zugleich als Verdeckabdeckung fungiert, während des Einklappens des vorderen Dachteils öffnet. Auch der Schließvorgang der Verdeckabdeckung kann gegebenenfalls bereits beginnen, noch bevor das vordere Dachteil vollständig in einem Verdeckablageraum versenkt ist und eine endgültige – eingeklappte – Position erreicht hat. Dadurch ist eine einfache, parallele und zeitlich optimal aufeinander abgestimmte Bewegung von Verdeckabdeckung und vorderem Dachteil sowie ein schnelles Öffnen des Fahrzeugdachs ohne Verzögerung sichergestellt.
  • Auch bei einem Schließen des Fahrzeugdachs beschleunigt die permanente Zwangskopplung den Schließvorgang dadurch, dass bereits bei einem Öffnen der Verdeckabdeckung das Ausklappen des vorderen Dachteils beginnt und noch bevor das Fahrzeugdach durch das vordere Dachteil vollständig verschlossen ist, der Schließvorgang also beendet ist, die Verdeckabdeckung wieder geschlossen wird. Durch die permanente Zwangskopplung kann ein getrennter Antrieb von der Bewegungsmechanik des ersten Dachteils und der Bewegungsmechanik des zweiten Dachteils komplett entfallen, da eine Bewegung der einen Bewegungsmechanik durch die Zwangskopplung direkt an die zweite Bewegungsmechanik weitergegeben wird.
  • Dadurch, dass das als Verdeckabdeckung fungierende hintere Dachteil mindestens einen Teil einer C-Säule aufweist, erhält das Fahrzeug auch bei geöffnetem Fahrzeugdach eine größere Stabilität.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist ein manueller Antrieb der Bewegungsmechanik vorgesehen. Dies ist mit der Einsparung von Kosten und Gewicht sowie mit einer geringen Fehleranfälligkeit verbunden.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist bei dem Öffnungsvorgang des Fahrzeugdachs eine Absenkung der Heckscheibe sowie des vorderen Dachteils in einen Verdeckablageraum vorgesehen. Durch die getrennte Ausgestaltung von Verdeckablageraum und einem im Cabriolet vorgesehenen Kofferraum ist demnach auch bei geöffnetem bzw. versenktem Fahrzeugdach eine Nutzung des Kofferraums jederzeit ohne Einschränkung möglich.
  • Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen näher erläutert.
  • In den Zeichnungen zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung eines Teils eines Cabriolets mit einem anmeldungsgemäßen Fahrzeugdach in einem geschlossenen Zustand in einer Innenansicht,
  • 2 eine schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 1 während eines Öffnungsvorgangs des anmeldungsgemäßen Fahrzeugdachs in einer Seitenansicht,
  • 3 eine schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 3 bei weiter fortgeschrittenem Öffnungsvorgang des Fahrzeugdachs,
  • 4 eine schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 3 in einer perspektivischen Ansicht,
  • 5 eine schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 3 bei noch weiter fortgeschrittenem Öffnungsvorgang,
  • 6 eine schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 5 bei noch weiter fortgeschrittenem bzw. fast abgeschlossenem Öffnungsvorgang des Fahrzeugdachs.
  • 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Teils eines Cabriolets mit einem anmeldungsgemäßen Fahrzeugdach in einem geschlossenen Zustand in einer Innenansicht. Das Fahrzeugdach weist ein vorderes Dachteil 1 sowie ein hinteres Dachteil 2 auf, das einen Teil einer C-Säule 3 beinhaltet. Das Fahrzeugdach weist zudem eine Heckscheibe 4 auf. Des weiteren sind ein vorderer Lenker 5, ein hinterer Lenker 6, eine Koppelstange 7 sowie ein Kofferraumdeckel 8 zu sehen. Die 1 zeigt zudem einen Kurbelarm 9 und einen Schwanenhalslenker 10.
  • Das Fahrzeugdach weist die zwei Dachteile (vorderes Dachteil 1 und hinteres Dachteil 2) auf. Das hintere Dachteil 2 ist dabei so ausgestaltet, dass es die Heckscheibe 4 U-förmig umfasst, wobei die Heckscheibe 4 lösbar – beispielsweise über eine Schnapp- oder Klemmverbindung – mit dem hinteren Dachteil 2 verbunden ist, so dass die Heckscheibe 4 bei einem Öffnungsvorgang des Fahrzeugdachs von dem hinteren Dachteil 2 gelöst und zusammen mit dem vorderen Dachteil 1 versenkt werden kann.
  • Dafür kann die Heckscheibe 4 eine gelenkartige Verbindung zum vorderen Dachteil 1 aufweisen, wobei zudem eine gelenkartige Verbindung der Heckscheibe 4 mit dem vorderen Lenker 5 einer Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils 1 oder dem hinteren Lenker 6 der Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils 1 vorgesehen sein sollte, so dass bei dem Öffnungsvorgang des Fahrzeugdachs ein gemeinsames Versenken von der Heckscheibe 4 und dem vorderen Dachteil 1 ermöglicht ist bzw. die Heckscheibe 4 bei einem Schließvorgang des Fahrzeugdachs auch gemeinsam mit dem vorderen Dachteil 1 wieder ausgeklappt werden kann. Alternativ kann aber auch – um ein gemeinsames Versenken von Heckscheibe 4 und vorderem Dachteil 1 zu realisieren – eine feste Verbindung der Heckscheibe 4 mit einem der Lenker 5, 6 vorgesehen sein. Der vordere Dachteil 1 ist – unabhängig von den oben genannten Ausgestaltungsmöglichkeiten zur Anbindung der Heckscheibe 4 – in jedem Fall an einem der Lenker 5, 6 angebunden.
  • Die beiden Lenker 5, 6 geben eine Bewegung eines Schwerpunkts des vorderen Dachteils 1 (bzw. auch der Heckscheibe 4) sowie eine Drehbewegung bei dem Öffnungs- sowie Schließvorgang des Fahrzeugdachs vor. Dabei kann eine Antriebseinheit beim Fahrzeugdach vorgesehen sein, die beim Öffnungs- sowie Schließvorgang entweder auf den vorderen Lenker 5 oder auf den hinteren Lenker 6 wirkt.
  • Das hintere Dachteil 2 dient bei dem Fahrzeugdach als Verdeckabdeckung, der einen hier nicht dargestellten Verdeckablageraum, in den der vordere Dachteil 1 zusammen mit der Heckscheibe 4 bei geöffnetem Fahrzeugdach versenkt ist, abdeckt. Dabei sind als Verdeckablageraum und als ein Kofferraum des Cabriolets in diesem Ausführungsbeispiel zwei unterschiedliche Stauräume im Cabriolet vorgesehen, wodurch eine Nutzung des Kofferraums auch bei geöffnetem und versenktem Fahrzeugdach jederzeit möglich ist, was bei einer gleichzeitigen Nutzung eines Stauraums als Kofferraum und als Verdeckablageraum oftmals aus Platzgründen nicht mehr gegeben ist.
  • Durch die separate Ausgestaltung von Verdeckablageraum und Kofferraum sind natürlich auch zwei separate Abdeckungen für den Verdeckablageraum (hinteres Dachteil 2) sowie für den Kofferraum (Kofferraumdeckel 8) vorgesehen. Dies hat den Vorteil, dass der Öffnungs- sowie Schließvorgang des Fahrzeugdachs sowie das öffnen und Schließen der Verdeckabdeckung unabhängig von einem öffnen des Kofferraumdeckels 8 abläuft.
  • Bei einem Öffnungs- bzw. Schließvorgang des Fahrzeugdachs wird die Verdeckabdeckung – zum Versenken bzw. zum Ausklappen des vorderen Dachteils 1 – hoch und runtergeklappt. Bei geöffnetem Fahrzeugdach bleibt das als Verdeckabdeckung fungierende hintere Dachteil 2 folglich stehen, wodurch ein Erscheinungsbild des Cabriolets bei geöffnetem Fahrzeugdach stark einem Erscheinungsbild bei geschlossenem Fahrzeugdach ähnelt, so dass ein Grundcharakter des Cabriolets durch die Ausgestaltung und Verwendung des hinteren Dachteils 2 als Verdeckabdeckung erhalten bleibt.
  • Das hintere Dachteil 2 enthält zudem einen Teil der C-Säule 3 des Cabriolets, wobei die C-Säule 3 eine tragende Fahrzeugsäule darstellt, die im Allgemeinen eine Verbindung zwischen dem Fahrzeugdach und Kotflügeln oder dem Kofferraumdeckel 8 an einem Heck des Cabriolets herstellt. Das hintere Dachteil 2 kann jedoch auch die komplette C-Säule 3 beinhalten. Bei einem öffnen der Verdeckabdeckung wird die C-Säule 3 gemeinsam mit der Verdeckabdeckung angehoben und anschließend wieder in die ursprüngliche Position gebracht.
  • Dadurch, dass das hintere Dachteil 2 zumindest einen Teil der C-Säule 3 enthält, wird eine erhöhte Stabilität des Cabriolets und damit ein erhöhter Schutz für einen Fahrer des Cabriolets auch bei einem geöffneten Fahrzeugdach erreicht und die Erhaltung des Grundcharakters des Cabriolets weiter optimiert. Auch bei geöffnetem Fahrzeugdach kann die C-Säule 3 beispielsweise als eine Art Überrollbügel fungieren und dadurch Insassen Schutz gewähren.
  • Die Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils 1 ist mit einer Bewegungsmechanik des als Verdeckabdeckung fungierenden hinteren Dachteils 2 mittels einer Zwangskopplung permanent gekoppelt.
  • Die permanente Zwangskopplung ist vorteilhafterweise derart ausgestaltet, dass sich die Verdeckabdeckung während des Öffnungs- bzw. Schließvorgangs des Fahrzeugdachs öffnet und auch wieder schließt, so dass ein öffnen bzw. Schließen der Verdeckabdeckung in zeitsparender Weise parallel zum Einklappen des vorderen Dachteils 1 erfolgt.
  • Die permanente Zwangskopplung weist dabei die Koppelstange 7 auf, durch die eine Bewegung des vorderen Dachteils 1 direkt in eine Bewegung des hinteren Dachteils 2 übergeführt wird. Die Koppelstange 7 übernimmt dabei zudem die zeitliche Steuerung der Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils 1 und der Bewegungsmechanik des hinteren Dachteils 2. Die Betätigung der Koppelstange 7 kann vorteilhafterweise über einen Kurbeltrieb mit Hilfe des Kurbelarms 9 und des Schwanenhalslenkers 10 erfolgen, der auf die Koppelstange 7 wirkt, so dass bei einem Einklappen und Versenken des vorderen Dachteils 1 die Verdeckabdeckung zuerst angehoben und dann wieder gesenkt wird, abhängig von einer Position des vorderen Dachteils 1.
  • Die permanente Ausgestaltung der Zwangskopplung hat dabei den Vorteil, dass die Bewegungsmechanik von Verdeckabdeckung und vorderem Dachteil 1 nicht nur während des Öffnungsvorgangs – solange bis der vordere Dachteil 1 und die Heckscheibe 4 versenkt sind –, sondern auch danach und insbesondere während des Schließvorgangs des Fahrzeugdachs gekoppelt ist und beide Vorgänge somit in kürzester Zeit und ohne Verzögerung ablaufen können. Darüber hinaus ist die Mechanik robust und kostengünstig.
  • Durch die permanente Zwangskopplung wird ein getrennter Antrieb der Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils 1 und der Bewegungsmechanik des hinteren Dachteils 2 und auch eine zusätzliche zeitliche Steuerung für die Bewegungsmechaniken überflüssig, da diese Funktion bei dem Fahrzeugdach automatisch durch die Koppelstange 7 gewährleistet ist. Dadurch kann die komplette Bewegungsmechanik von vorderem 1 und hinterem 2 Dachteil sehr übersichtlich gehalten werden und Produktionskosten können gespart werden.
  • 2 zeigt eine schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 1 während eines Öffnungsvorgangs des anmeldungsgemäßen Fahrzeugdachs in einer Seitenansicht. Es gelten die selben Bezugszeichen, wie bei der Beschreibung von 1, wobei die Bezugszeichen auch für alle folgenden Figuren ihre Gültigkeit behalten. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist in 2 der vordere Lenker 5 nicht dargestellt.
  • Bei dem gezeigten Öffnungsvorgang des Fahrzeugdachs werden sowohl das vordere Dachteil 1, wie auch die Heckscheibe 4 nach hinten (in Richtung des Hecks des Cabriolets) und nach unten (in Richtung des Verdeckablageraums) bewegt, wobei die Heckscheibe 4 bei dem Öffnungsvorgang unter das vordere Dachteil 1 geklappt wird.
  • Bei diesem Einklappvorgang des vorderen Dachteils 1 und der Heckscheibe 4 wird automatisch deren Bewegung mittels der Koppelstange 7, des Kurbelarms 9 und des Schwanenhalslenkers 10 auf die Verdeckabdeckung übertragen – in Form eines Kurbeltriebs, durch den die Koppelstange 7 bewegt wird – und die Verdeckabdeckung wird zeitgleich – abhängig von der Position von vorderem Dachteil 1 (sowie Heckscheibe 4) – über den Schwanenhalslenker 10 bewegt. Der Kurbeltrieb kann dabei derart ausgestaltet sein, dass er in einem bestimmten Abstand von einem Drehpunkt an dem vorderen Lenker 5 oder dem hinteren Lenker 6 angelenkt ist.
  • In diesem Ausführungsbeispiel erfolgt das Öffnen sowie auch das Schließen des Fahrzeugdachs manuell. Dafür kann beispielsweise entweder eine Kurbel zum manuellen Betätigen des Fahrzeugdachs vorhanden sein, oder es kann vorgesehen sein, dass ein Insasse das Fahrzeugdach zum Öffnen mit seinen Händen nach hinten, also in Richtung des Hecks des Cabriolets bewegt und dabei einklappt und zum Schließen das Fahrzeugdach ebenso aus dem versenkten Zustand wieder herausbewegt. Das öffnen bzw. Schließen des Fahrzeugdachs kann aber natürlich auch automatisch über eine entsprechende Steuerung und durch einen Antrieb wie beispielsweise einen Motor oder Pneumatik oder eine Hydraulik erfolgen.
  • Das manuelle öffnen und Schließen hat jedoch den Vorteil, dass ein Aufbau der Bewegungsmechanik bewusst übersichtlich gehalten werden kann und dadurch sowohl Kosten als auch Gewicht gespart werden können. Zudem ist ein manuelles Betätigen des Fahrzeugdachs weniger fehleranfällig als eine automatische Betätigung.
  • 3 zeigt eine schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 2 bei weiter fortgeschrittenem Öffnungsvorgang des Fahrzeugdachs. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde wiederum der vordere Lenker 5 weggelassen.
  • Deutlich zu sehen ist, dass bei dem weiteren Verlauf des Öffnungsvorgangs die Heckscheibe 4 immer weiter – in Pfeilrichtung – unter das vordere Dachteil 1 geklappt wird. Das vordere Dachteil 1 wird dabei weiter zurück Richtung Heck des Cabriolets (in 3 somit nach rechts) sowie nach unten verlagert, wobei die Bewegung des Schwerpunkts durch den (hier nicht dargestellten) vorderen Lenker 5 und den hinteren Lenker 6 bestimmt wird.
  • Durch die Koppelstange 7 wird die Bewegung auf die Verdeckabdeckung übertragen, welcher somit weiter geöffnet wird. Dadurch ist ein Beginn der Versenkung des vorderen Dachteils 1 und der Heckscheibe 4 in den Verdeckablageraum noch während des Einklappvorgangs des Fahrzeugdachs möglich. Der Vorgang des Einklappens von dem vorderem Dachteil 1 und der Heckscheibe 4 sowie des Öffnens der Verdeckabdeckung erfolgt demnach parallel und nicht sequentiell. So wird sichergestellt, dass es keine Verzögerung beim Öffnungsvorgang gibt, die dadurch hervorgerufen wird, dass vorderes Dachteil 1 und Heckscheibe 4 auf das öffnen der Verdeckabdeckung warten müssen.
  • 4 zeigt eine schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 3 in einer perspektivischen Ansicht.
  • In dieser Darstellung ist der Teil des in 3 dargestellten Cabriolets in einer perspektivischen Rückansicht gezeigt. Dabei ist deutlich zu sehen, dass bereits während des in 3 dargestellten Stadiums des Öffnungsvorgangs, also während das vordere Dachteil 1 sowie die Heckscheibe 4 eingeklappt werden, die Heckscheibe 4 auf Grund der permanenten Zwangskopplung der Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils 1 und des hinteren Dachteils 2 und der dadurch bereits geöffneten Verdeckabdeckung in den hier nicht dargestellten Verdeckablageraum des Cabriolets eintauchen kann. Eine Verzögerung des Öffnungsvorgangs auf Grund einer erst verspätet geöffneten Verdeckabdeckungs entfällt somit.
  • 5 zeigt eine schematische Darstellung analog zu 3 bei noch weiter fortgeschrittenem Öffnungsvorgang, aus Gründen der Übersichtlichkeit wieder ohne den vorderen Lenker 5.
  • Die Heckscheibe 4 ist noch weiter unter das vordere Dachteil 1 geklappt. Beim endgültigen Versenken von vorderem Dachteil 1 und Heckscheibe 4 in den Verdeckablageraum wird die Heckscheibe 4 folglich unter dem vorderen Dachteil 1 gelagert, wodurch das Fahrzeugdach in einem eingeklappten und versenkten Zustand wenig Platz beansprucht und der Verdeckablageraum dadurch möglichst klein gehalten werden kann.
  • Noch während des Öffnungsvorgangs des Fahrzeugdachs und dem weiteren Einklappen bzw. Versenken von vorderem Dachteil 1 und Heckscheibe 4 beginnt das hintere Dachteil 2 sich – abhängig von der Position des vorderen Dachteils 1 – mittels der Übertragung der Bewegung des vorderen Dachteils 1 durch den Kurbelarm 9 auf die Koppelstange 7 und der Übertragung der Bewegung der Koppelstange 7 durch den Schwanenhalslenker 10 auf die Verdeckabdeckung, wieder zu senken, wie durch den oberen Bewegungspfeil in 5 dargestellt ist. So kann durch die permanente Zwangskopplung das Öffnen der Verdeckabdeckung optimal auf die Bewegung des vorderen Dachteils 1 abgestimmt und so kurz wie möglich gehalten werden.
  • 6 zeigt eine schematische Darstellung des Teils des Cabriolets aus 5 bei fast abgeschlossenem Öffnungsvorgang des Fahrzeugdachs.
  • Dabei ist die Verdeckabdeckung bereits wieder geschlossen, noch bevor das vordere Dachteil 1 und die Heckscheibe 4 ihre endgültige und platzsparende Position übereinander im Verdeckablageraum erreicht haben.
  • Durch die permanente Zwangskopplung der Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils 1 und der Verdeckabdeckung kann deren Bewegung demnach zeitlich optimal einander angepasst werden und der Öffnungsvorgang in kürzester Zeit abgewickelt werden.
  • Ein getrennter Antrieb der Bewegungsmechanik der beiden Dachteile 1, 2 ist überflüssig und die in dem Cabriolet enthaltende Elektronik kann übersichtlich gehalten werden, was die Fehleranfälligkeit verringert und die Kosten senkt.
  • Dadurch dass die Zwangskopplung permanent ist, kann der Vorgang selbstverständlich auch mit den gleichen Vorteilen in umgekehrter Reihenfolge – also als Schließvorgang des Fahrzeugdachs – durchgeführt werden. Dabei ist vorgesehen, dass bereits während die Verdeckabdeckung anfängt sich zu öffnen, der vordere Dachteil 1 und die Heckscheibe 4 wieder auseinandergeklappt werden – angetrieben durch die Bewegung (bzw. das Öffnen) der Verdeckabdeckung, die über die Koppelstange 7 an das vordere Dachteil 1 übertragen wird.
  • Beim weiteren Auseinanderklappen von vorderem Dachteil 1 und Heckscheibe 4 werden diese immer weiter nach oben bewegt, wodurch sich die Verdeckabdeckung ganz öffnet. Daraufhin werden das vordere Dachteil 1 und die Heckscheibe 4 weiter nach vorne und nach oben verlagert und die Koppelstange 7 veranlasst die Verdeckabdeckung zu einer Schließbewegung, noch bevor das Fahrzeugdach durch das vordere Dachteil 1 und die Heckscheibe 4 wieder vollständig verschlossen ist. Auf diese Weise kann auch der Schließvorgang optimiert und mittels des parallelen Bewegungsablaufs von Verdeckabdeckung und vorderem Dachteil 1 in kürzester Zeit ohne Verzögerung durchgeführt werden.
  • 1
    Vorderes Dachteil
    2
    Hinteres Dachteil
    3
    C-Säule
    4
    Heckscheibe
    5
    Vorderer Lenker
    6
    Hinterer Lenker
    7
    Koppelstange
    8
    Kofferraumdeckel
    9
    Kurbelarm
    10
    Schwanenhalslenker

Claims (9)

  1. Fahrzeugdach für ein Cabriolet, aufweisend zumindest ein vorderes Dachteil (1) sowie ein als Verdeckabdeckung fungierendes hinteres Dachteil (2), wobei eine permanente Zwangskopplung einer Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils (1) und einer Bewegungsmechanik des hinteren Dachteils (2) vorgesehen ist, wobei die permanente Zwangskopplung derart ausgestaltet ist, dass während eines Öffnungs- sowie eines Schließvorgangs des Fahrzeugdachs die Verdeckabdeckung geöffnet und wieder geschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das als Verdeckabdeckung fungierende hintere Dachteil (2) wenigstens einen Teil einer C-Säule (3) aufweist, und das als Verdeckabdeckung fungierende hintere Dachteil (2) in jeder seiner Schließpositionen eine identische Lage wenigstens in vertikaler Richtung einnimmt.
  2. Fahrzeugdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die permanente Zwangskopplung eine Koppelstange (7) aufweist.
  3. Fahrzeugdach nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Koppelstange (7) ein Kurbeltrieb vorgesehen ist.
  4. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein manueller Antrieb der Bewegungsmechanik vorgesehen ist.
  5. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine derartige Ausgestaltung des hinteren Dachteils (2) vorgesehen ist, dass das hintere Dachteil (2) die Heckscheibe (4) U-förmig umfasst.
  6. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Bewegungsmechanik des vorderen Dachteils (1) des Fahrzeugdachs ein vorderer Lenker (5) und ein hinterer Lenker (6) vorgesehen ist.
  7. Fahrzeugdach nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebseinheit beim Fahrzeugdach vorgesehen ist, die bei dem Öffnungs- sowie dem Schließvorgang entweder auf den vorderen Lenker (5) oder auf den hinteren Lenker (6) des Fahrzeugdachs wirkt.
  8. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Öffnungsvorgang des Fahrzeugdachs eine Absenkung der Heckscheibe (4) sowie des vorderen Dachteils (1) in einen Verdeckablageraum vorgesehen ist.
  9. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das als Verdeckabdeckung fungierende hintere Dachteil (2) eine komplette C-Säule (3) aufweist.
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