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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung, eine bahnverarbeitende Maschine
und ein Verfahren zum Abwickeln bahnförmigen Materials.
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Unter „bahnförmigem
Material” können in diesem Zusammenhang unter
anderem Flachbahnen oder Schlauchbahnen verstanden werden.
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Um
bahnverarbeitende Maschinen in ausreichender Menge mit bahnförmigen
Material zu versorgen, ist es häufig notwendig, einen leer
werdenden, alten Wickel durch einen neuen, vollen Wickel zu ersetzen
und das Bahnende des alten, leer werdenden Wickels mit dem Bahnanfang
des vollen bzw. neuen Wickels zu verbinden. Die vorgenannten Funktionen
werden von so genannten Abwickelvorrichtungen, die der Fachmann von
Aufwickelvorrichtungen unterscheidet, vorgenommen. Bei bahnförmigem
Material kann es sich auch um schlauchförmiges Material
handeln.
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Bei
Maschinen, die bereits bedrucktes, bahnförmiges Material
verarbeiten, wie beispielsweise bei Papierschlauchmaschinen, ist
es außerdem wichtig, dass die Bahnenden des alten und des
neuen Wickels registergenau verbunden werden. Unter registergenau
versteht der Fachmann in diesem Zusammenhang, eine bestimmte Stelle
einer neuen Materialbahn mit einer passenden Stelle einer alten
Materialbahn zu verbinden. Zu diesem Zweck können beispielsweise
Registermarken auf die Materialbahn aufgebracht werden.
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Die
Registergenauigkeit spielt in der Regel keine Rolle, wenn die Abwicklungsvorrichtung
vor einer Druckmaschine steht. In Funktionszusammenhang mit Druckmaschinen
werden oft Abwickelvorrichtungen eingesetzt, die den Aufbau von
Wendewicklern haben. Ein solcher Wendewickler wird in der
DE 26 19 236 B2 gezeigt.
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Ein
solcher Wendewickler, der in Funktionszusammenhang mit einer Druckmaschine
als Abwicklung eingesetzt wird, wird auch in der
DE 19 66 795 A1 gezeigt.
Bei dieser Vorrichtung spielt die Registergenauigkeit ausnahmsweise
eine Rolle.
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Die
in Funktionszusammenhang mit Druckmaschinen eingesetzten Wendewickler
haben jedoch den Nachteil, dass sie mechanisch sehr aufwändig
und damit teuer sind. Dieser Umstand rührt daher, dass
die Wickelstellen des Wendewicklers mit einer Dreh- bzw. Schwenkbewegung
in der Vorrichtung bewegbar sind. Die Aufhängung und Bewegung
der oft schweren Wickel an Schwenkhebeln oder Wendescheiben führt
zu dem angegebenen mechanischen Aufwand.
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Die
DE 41 07 254 A1 zeigt
eine Vorrichtung zum Verbinden der Enden von Materialbahnen, die
von Wickeln einer Verpackungsmaschine zugeführt werden.
Die Wickel sind dabei hintereinander in verschiedenen Lagerstellen
gelagert. Die Materialbahnenden werden mithilfe von Registermarken
registergenau – an den bereits teilweise abgewickelten
Bahnen – in einer dafür vorgesehenen Verbindungsvorrichtung
verbunden. Die Verbindung der Bahnenden erfolgt erst dann, wenn
von der neuen Rolle bereits ein Teil der Bahn abgewickelt ist. Während
des Verbindungsvorganges ruhen die Wickel und die zugehörigen
Bahnenden, d. h. sie haben die Geschwindigkeit Null. Während
dieses Zeitraums wird die Maschine aus einem Bahnspeicher mit bahnförmigem
Material versorgt.
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Bei
einer Vorrichtung nach der
DE
41 07 254 A1 ist es nachteilig, dass die Wickel für
den Verbindungsvorgang der Bahnenden zwangsläufig angehalten
werden müssen (v = 0). Im Vergleich zu einem Wendewickler
erscheint die Vorrichtung nach der
DE 41 07 254 A1 jedoch weniger aufwändig
und damit billiger.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum
Abwickeln und Verbinden von Bahnen zweier Wickel aus bahnförmigem
Material vorzuschlagen, welche weniger aufwändig ist als
ein Wendewickler und welche beim Rollenwechsel nicht angehalten
werden muss.
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Hierzu
geht die vorliegende Erfindung von einer Vorrichtung nach der der
DE 41 07 254 A1 aus
und löst die vorgenannte Aufgabe durch die Beifügung
einer Bahnverbindungsvorrichtung, mit welcher die erste Bahn an
den Umfang des zweiten Bahnwickels heranführbar und dort
mit der zweiten Bahn verbindbar ist.
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Mit
einer solchen Bahnverbindungsvorrichtung lassen sich auch Verbindungen
von Bahnen durchführen, wenn diese in Bewegung sind. Dies
gilt insbesondere, wenn die betreffende alte Bahn direkt an den
neuen Wickel herangeführt wird und dort mit der neuen Bahn
verbunden wird, was in der Regel mithilfe einer Klebestelle geschieht.
Auf diese Weise kann eine Verbindung zwischen den Bahnen erfolgen,
ohne dass zuvor Material von dem zweiten, neuen Wickel abgewickelt
wurde, was ja bei der Vorrichtung nach der
DE 41 07 254 A1 erforderlich
ist.
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Im
Vergleich zum Wendewickler ist eine erfindungsgemäße
Vorrichtung weniger aufwändig, da ja zumindest eine Wickelstelle
ortsfest ist, so dass die betreffende Wickelstelle ggf. mit dem
dort verankerten Wickel nicht bewegt werden muss.
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Dabei
ist es vorteilhaft, wenn die ortsfeste Wickelstelle stets den neuen
Wickel trägt, da dieser in der Regel der schwerste Wickel
ist.
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Mit
ortsfest ist in diesem Zusammenhang in der Regel lediglich die radiale
Richtung des Wickels der Wickelstelle gemeint. Die radiale Richtung
ist dabei in Zylinderkoordinaten zu verstehen. In axialer Richtung kann
die Wickelstelle beweglich sein. Damit kann die Abwickelvorrichtung
auf verschiedene Wickelformate (v. a. Breite des bahnförmigen
Materials) eingestellt werden.
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Es
ist besonders vorteilhaft, einen Wickeltransporthebel in einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung vorzusehen, mit welchem Wickel zwischen den Wickelstellen
transportiert werden können. Zunächst kann die
erste Wickelstelle mit einem ersten Wickel beschickt werden. Dieser
erste Wickel kann von dem Wickeltransporthebel in die zweite Wickelstelle
verbracht werden. Nun kann ein zweiter, neuer Wickel in die erste
Wickelstelle eingebracht werden.
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Der
Transport von der ersten in die zweite Abwickelstelle kann jedoch
auch folgendermaßen veranlasst werden.
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Die
Restlänge auf dem ersten (alten) Wickel kann mithilfe eines
Sensors überwacht und an eine Steuervorrichtung über
eine geeignete Datenleitung gesendet werden. Wenn sich nur noch
eine bestimmte Restlänge auf dem alten Wickel befindet,
kann die Steuereinheit den Transport des (alten) Wickels von der
ersten Wickelstelle auf die zweite Wickelstelle veranlassen.
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Der
alte Wickel kann aber auch vollständig abgewickelt werden,
so dass auf diesem kein Restmaterial mehr verbleibt.
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Es
ist vorteilhaft, dass dem Wickeltransporthebel ein Rast- und Bewegungsmechanismus
zugeordnet ist, welcher den Hebel bewegt beziehungsweise in einer
Winkelstellung hält. Dieser Rast- und Bewegungsmechanismus
umfasst bevorzugt einen Kolbenzylinder. Besonders vorteilhaft ist
die nachstehend in der gegenständlichen Beschreibung gezeigte
Lösung, in der der Wickeltransporthebel die zweite Wickelstelle
beinhaltet, wenn der Wickeltransporthebel einen Wickel trägt
und von der ersten Wickelstelle abgeschwenkt ist. Gleichzeitig kann
der Rastmechanismus die Möglichkeit bieten, den mit dem
Wickel beaufschlagten Wickeltransporthebel in unterschiedlichen
Winkellagen festzulegen. Auf diese Weise kann also die Position
der zweiten Wickelstelle zur ersten Wickelstelle mit geringem Aufwand
variiert werden. Dank dieser Möglichkeit können
unterschiedlich große Wickel in den Wickelstellen optimal
gehalten werden. Bei einer Vorrichtung mit den vorgenannten Merkmalen
ist also die erste Wickelstelle ortsfest, während die zweite
durch die Schwenkbewegung des Wickeltransporthebels beweglich ist. Überdies
ist die tatsächlich während des Wickelns eingenommene Wickelposition
der Wickelstelle variierbar. So kann die Winkellage des Hebels unterschiedlich
eingestellt werden, so dass unter anderem unterschiedlichen Wickeldurchmessern
Rechnung getragen werden kann.
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Durch
diese Maßnahmen (Wickeltransporthebel, variable Position
der ersten Wickelstelle) lässt sich eine erfindungsgemäße
Vorrichtung sehr kompakt gestalten. Dieser Umstand ist allgemein
von großem Nutzen, da Fläche in Maschinenhallen
knapp und teuer ist. Der Vorteil kommt besonders zum Tragen, wenn
in besonderen Einsatzsituationen – wie in Verbindung mit
Vorrichtungen zur Bildung mehrlagiger Papierschläuche – eine
Vielzahl von Abwickelvorrichtungen vor einer Verarbeitungsmaschine
zum Einsatz kommen.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform verfügt die
Bahnverbindungsvorrichtung über ein Anpressmittel, mit
welchem die erste Bahn an den Umfang des zweiten Bahnwickels heranführbar
und gegen den Wickel anpressbar ist. Dabei besteht das Anpressmittel
aus zumindest einer Rolle, vorzugsweise aus zumindest zwei Rollen.
Aber auch jedes andere Anpressmittel, welches eine für
die Materialbahn gleitfähige Oberfläche aufweist,
kann geeignet sein. Wenn sich die Materialbahnen während
des Verbindungsvorganges in Ruhe (v = 0) befinden, kann jedes Anpressmittel,
welches eine Wirkfläche mit dem Wickel bilden kann, geeignet
sein.
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Eine
besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung beinhaltet eine
Bahnverbindungsvorrichtung, die über zumindest zwei Rollen
als Anpressmittel verfügt, mit welcher die erste Bahn an
den Umfang des zweiten Bahnwickels heranführbar und dort
mit der zweiten Bahn verbindbar ist.
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Vorteilhafterweise
sind die zumindest zwei Rollen des Anpressmittels über
ein Koppelelement miteinander gekoppelt. Als Koppelelement bietet
sich beispielsweise eine Koppelstange an.
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Vorteilhaft
ist auch, das Koppelelement seinerseits an einem Gelenk drehbar
zu lagern, wobei das Gelenk eine Drehung des Koppelelementes entlang
einer Achse, die weitgehend parallel zu der Achse des zweiten Wickels
verläuft, gestattet. Dadurch können sich die zumindest
zwei Rollen des Anpressmittels optimal an den neuen Wickel zur Verbindung
der Bahnenden anschmiegen.
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In
einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist eine
Anstellvorrichtung vorgesehen, mit welcher das Anpressmittel gegen
den zweiten Wickel anstellbar ist und mit welcher das Anpressmittel
bei wechselndem Wickeldurchmesser in derselben Winkellage (α)
des Wickels gegen die Umfangsfläche des Wickels anstellbar
ist.
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Vorteilhaft
ist auch, wenn die Anstellvorrichtung einen Rahmen umfasst, an welchem
das Anpressmittel angelenkt ist und welcher (Rahmen) seinerseits
an dem Wickeltransporthebel angelenkt ist.
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Angesichts
der variablen Einstellbarkeit der Winkellage (β) des Wickeltransporthebels
ist es vorteilhaft, wenn die Anstellvorrichtung für die
erste Bahn einen Rahmen umfasst, an dem ein Aktor wie ein Hubkolben angelenkt
ist. Dieser Aktor liefert die Kraft für die Anstellung
der Anpressmittel an den zweiten Wickel.
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Vorteilhafterweise
umfasst die Anstellvorrichtung einen ersten Aktor, mit welchem der
Rahmen in Richtung auf den zweiten Wickel anstellbar ist. Der Aktor
kann aus einem Hubkolbenzylinder bestehen. Dabei ist zu beachten,
dass der Wickeltransporthebel – mit dem alten, ersten Wickel – nur
so weit abschwenkt, dass der Hub des Aktors – vorzugsweise
Kolbenzylinders – ausreicht, um die Anstellvorrichtung
zur Verbindung der Bahnenden an den neuen Wickel zu stellen.
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Vorteilhafterweise
kann der Rahmen derart an dem Wickeltransporthebel und der Anstellvorrichtung angelenkt
sein, dass der Hubkolben bei den verschiedenen Winkelstellungen
des Hebels – die von dem Durchmesser der Wickel abhängen – immer
annähernd den gleichen Abstand von der Umfangsfläche
der Wickel einnehmen kann. So liegt die Oberfläche des
zweiten Wickels immer im Arbeitsbereich der Einheit Anpressmittel-Aktor.
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In
einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist eine
Speichervorrichtung für das bahnförmige Material,
welche in der Transportrichtung des bandförmigen Materials
der Bahnverbindungsvorrichtung nachgelagert ist, vorgesehen. Die
Speichervorrichtung besteht dabei vorteilhafterweise aus zumindest
drei Walzen, von denen zumindest eine Walze ihre Relativposition
zu den beiden anderen Walzen verändern kann. Oft wird diese
Walze „Pendelwalze” genannt. Das bahnförmige
Material wird meanderförmig um diese Walzen geführt.
Der relative Abstand, den die zumindest eine Pendelwalze von den
fixen Walzen hat, bestimmt die in der Bahnspeichervorrichtung gespeicherte
Bahnlänge. Dieser Abstand der Pendelwalze von den fixen
Walzen kann auch als „Hub der Pendelwalze” bezeichnet
werden.
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Vorteilhaft
ist auch, wenn die Speichervorrichtung einen Antrieb umfasst, mit
welchem der „Hub der Pendelwalzen” steuerbar ist,
so dass die Länge der in der Speichervorrichtung gespeicherten
Bahn steuerbar ist.
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In
einer weiteren Ausgestaltung kann die Speichervorrichtung auch einen
Kolbenzylinder umfassen, der eine Kraft auf die Materialbahn in
Richtung des Speichers ausüben kann, beispielsweise um
einen geleerten Speicher zu füllen.
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Weitere
Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus der gegenständlichen
Beschreibung und den Ansprüchen hervor. Die einzelnen Figuren
zeigen:
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1 Eine
Seitenansicht der Vorrichtung zum Abwickeln bahnförmigen
Materials
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2 Eine
schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Abwickeln bahnförmigen
Materials mit einer Bahnspeichervorrichtung
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3 Ein
Diagramm, das den zeitlichen Verlauf der Bahngeschwindigkeit (v über
t) während eines Bahnverbindungsvorganges angibt
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4a Eine
schematische Darstellung des Arbeitsbereiches des Rahmens des Anpressmittels
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4b Eine
schematische Darstellung des Arbeitsbereiches des Rahmens des Anpressmittels
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1 zeigt
eine Seitenansicht einer vorteilhaften Vorrichtung zum Abwickeln
bahnförmigen Materials, bei der aus darstellerischen Gründen
die dem Beobachter zugewandte Schulter des Maschinengestells, nicht aber
die an dieser Schulter angebrachten Vorrichtungsbestandteile wie
der Wickeltransporthebel 4, weggelassen wurde. Die dem
Beobachter abgewandte Seite des Maschinengestells 39 ist
demzufolge im Hintergrund zu sehen.
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Eine
nicht gezeigte bahnverarbeitende Maschine – wie eine Druckmaschine,
eine Schlauchmaschine u. a. für Papier, Kunststoff oder
Kunstoffgewebe (was oft aus Polyolefinen gebildet wird) oder eine
Sack- oder Beutelherstellmaschine, die Säcke oder Beutel
vorzugsweise aus den vorgenannten Materialien herstellt – wird
von der Abwickelvorrichtung 1 mit bahnförmigen
Material 5 versorgt. Die auf dem Wickel befindliche Bahnlänge
wird dabei ständig von einem Sensor 6 gemessen
und über eine geeignete Datenleitung an eine Steuereinheit
gesendet. Beim Unterschreiten einer vordefinierten Bahnrestlänge
auf dem Wickel wird dieser mithilfe des Wickeltransporthebels 4 von
einer ersten A auf eine zweite Wickelstelle B verfahren. Sogleich
wird die erste Wickelstelle A mit einem neuen, zweiten Wickel 3 bestückt.
Der zweite Wickel 3 wird mit einer Rollenbremse 7 gebremst
beziehungsweise festgelegt. Die Bremskraft der Rollenbremse 7 ist
lediglich so groß gewählt, dass die unvermeidliche
Unwucht des zweiten Wickels 3, selbigen nicht in Bewegung
versetzt. Der Bahnanfang des zweiten Wickels 3 wird mit
einem doppelseitigen Klebeband 8 versehen. Bevor das restliche bahnförmige
Material vom ersten Wickel 2 abgelaufen ist, wird von einem
Register-Sensor 13, über eine Registermarke, eine
Stelle auf dem bahnförmigen Material 5 registriert,
die zu dem Anfang des bahnförmigen Materials des neuen
Wickels 3 passt. Diese Information wird vom Sensor an die
Steuereinheit übermittelt.
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Die
Steuereinheit veranlasst, dass die Umlaufgeschwindigkeit des ersten
Wickels 2 durch die Bremsvorrichtung 15 bis auf
ein Minimum – u. U. sogar bis auf Null – abgebremst
wird. Insbesondere bei einer Ausführung der Gesamtvorrichtung
mit einem schwachen oder gar ganz ohne einen eigenen Antriebsmotor
für den ersten Wickel 2 ist es jedoch vorteilhaft,
den Wickel einfach abzubremsen. Hierfür kommen einfache
mechanische Mittel – wie eine mechanische Bremse, die vorzugsweise
auf die Achse 18 des ersten (alten) Wickels 2 wirkt – in
Frage. Mit einer solchen Bremse 15 kann auch die Bahnspannung
zumindest in dem Bereich zwischen erstem Wickel 2 und dem
Abzug 19 gesteuert oder zumindest eingestellt werden.
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An
dieser Stelle sei noch erwähnt, dass ein Wickelwechsel
prinzipiell auch bei voller Maschinengeschwindigkeit erfolgen kann.
In diesem Fall würde keine Bahnspeichervorrichtung benötigt.
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Wenn
der Wickel während eines Zeitraumes langsam läuft,
wird die bahnverarbeitende Maschine von der Bahnspeichervorrichtung 16 versorgt,
damit diese in ihrer normalen Arbeitsgeschwindigkeit weiter arbeiten kann.
Die betreffende Zeitspanne wird TG genannt.
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Zu
erwähnen bleibt noch das dem Wickeltransporthebel 4 zugeordnete
Hebelsystem 34 und der Hubzylinder 37. Diese Bauteile
bilden den Rast- und Bewegungsmechanismus des Wickeltransporthebels.
Sie sind in der Lage, den Transporthebel 4 zu bewegen und
in unterschiedlichen Winkellagen β festzulegen. Das Hebelsystem
umfasst die Einzelhebel 35.
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Jeweils
ein Hubzylinder 37 ist an einer Schulter des Maschinengestells 39 angelenkt.
Mit der Anlenkung 40 wird die Kraft des Hebelsystems auf
den Wickeltransporthebel 4 übertragen.
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Die 2 zeigt
die schematische Darstellung einer Bahnspeichervorrichtung. Bahnförmiges
Material wird von einem ersten Wickel 2 über ein
Vorzugwalzenpaar 21 in Richtung des Pfeils 22 abgewickelt.
Alternativ kann der Wickel über einen Motor angetrieben
und das Vorzugswalzenpaar 21 durch eine Bremsvorrichtung ersetzt
werden. Das Vorzugswalzenpaar zieht im Normalbetrieb in der Regel
die Bahn mit einer konstanten Arbeitsgeschwindigkeit VA ab.
Hinter den Vorzugswalzen wird das bahnförmige Material 5 in
eine Bahnspeichervorrichtung 16 transportiert. Die Bahnspeichervorrichtung 16 besteht
aus zumindest einer Pendelwalze 23 und zwei fixen (statischen)
Walzen 24, 25.
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Die
Pendelwalze 23 ist beweglich gelagert, so dass sie 23 ihre
relative Lage zu den statischen bzw. fixen Walzen 24, 25 verändern
kann. Aus der relativen Lage der Pendelwalze 23 zu den
statischen Walzen 24, 25 kann die momentan in
der Bahnspeichervorrichtung gespeicherte Bahnlänge mithilfe
einer Steuervorrichtung berechnet werden. Die momentan in der Bahnspeichervorrichtung
vorhandene Bahnlänge wird als Istwert in der Steuervorrichtung
gespeichert.
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Außerdem
umfasst die Bahnspeichervorrichtung 16 einen Kolbenzylinder 26,
mit dem die Lage der Achse der Pendelwalze 23 einstellbar
ist. Im Normalbetrieb wird der Kolbenzylinder eine konstante Kraft
auf die Achse ausüben, was zur Einstellung einer konstanten
Bahnspannung nach den Vorzugswalzen 21 führt. Diese
Kraft FA wirkt auf die Achse der Pendelwalze 23 entgegen
der Richtung des Pfeils 27. Bei einer maximal gefüllten
Bahnspeichervorrichtung hat die Pendelwalze die Hubhöhe
h. Hinter der Bahnspeichervorrichtung ist eine bahnverarbeitende
Maschine vorgesehen, die von dem Wickel 2 mit bahnförmigem
Material versorgt wird.
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Bahnverarbeitende
Maschinen können beispielsweise Schlauchmaschinen, die
aus bahnförmigem Material Schläuche, herstellen,
Ventilzettelvorrichtungen für Sackherstellungsmaschinen
oder Druckmaschinen jeglicher Art sein. Zum Transport des bahnförmigen
Materials 5 zu diesen bahnverarbeitenden Maschinen ist
in der Regel ein weiteres Vorzugswalzenpaar 28 vorgesehen.
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Kurz
vor einem Wickelwechsel verlangsamt das Vorzugwalzenpaar 21 – während
des Zeitraums t1 – die Arbeitsgeschwindigkeit
von VA auf eine Wickelwechselgeschwindigkeit
Vmin (2). Gleichzeitig
wird der Wickel 2 durch die Bremse 15 ebenfalls
auf die Geschwindigkeit Vmin abgebremst.
Dabei kann die Geschwindigkeit Vmin auch
gleich Null sein.
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Zur
Messung der Bahngeschwindigkeit ist eine Messvorrichtung 30 vorgesehen.
Diese Bahngeschwindigkeitsmessvorrichtung 30 kann an verschiedenen
Positionen in der Abwickelvorrichtung 1 angebracht sein.
Die momentane Bahngeschwindigkeit wird von der Bahngeschwindigkeitsmessvorrichtung 30 über
geeignete Datenleitungen an die Steuereinrichtung gesendet.
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Das
Vorzugwalzenpaar kann durch seine Bremswirkung einen Bahnspannungsgradienten
hervorrufen. So wird die Bahnspannung in dem Abschnitt zwischen
dem Wickel 2 und dem Abzugswalzenpaar 21, bei dem
in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel von
dem positiven Drehmoment der Abzugswalzen und dem negativen Drehmoment
(Bremswirkung) der Bremse 15 des Wickels bestimmt. In dem
Bereich hinter dem Abzugswalzenpaar 21 ist die vorerwähnte
Kraftwirkung des Hubkolbenzylinders 26 auf die Achse der
Pendelwalze maßgeblich (solange diese Kraft keine Beschleunigung
der Abzugsgeschwindigkeit bewirkt). Während des Zeitraumes
t2 wird die bahnverarbeitende Maschine lediglich
von der Speichervorrichtung 16 mit bahnförmigem
Material 5 versorgt, wenn die Bahngeschwindigkeit vor dem
Abzugswalzenpaar gleich Null ist.
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Beim
Entleeren der Speichervorrichtung 16 bewegt sich die Pendelwalze 23 in
Richtung des Pfeils 27. Die Hubhöhe h der Pendelwalze 23 verringert
sich. Dadurch wird die Bahnlänge des in der Bahnspeichervorrichtung 16 gespeicherten
bahnförmigen Materials 5 (= Materialmenge) reduziert.
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Für
den Wickelwechselvorgang umfasst die Abwickelvorrichtung 1 eine
Bahntrennvorrichtung 29. Diese Bahntrennvorrichtung 29 umfasst
ein Messer 11, mit welchem das bahnförmige Material 5 vom
ersten Wickel 2 abgetrennt werden kann, bevor das Bahnende
des ersten Wickels – in nicht näher beschriebener
Weise – mit dem Bahnanfang des zweiten Wickels verbunden
werden kann.
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Nach
der Verbindung des Endes der ersten Bahn 38 mit der zweiten
Bahn kann der zweite Wickel 3 zunächst an der
ersten Abwickelstelle A bleiben.
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Der
neue Wickel 3 wird durch das Vorzugswalzenpaar 21 wieder
bis auf die Arbeitsgeschwindigkeit VA beschleunigt,
wobei die verschiedenen Bremsvorrichtungen 15, 7,
die auf den Wickel wirken könnten, gelöst sind.
In der 3 wird der Zeitraum, in dem diese Beschleunigung
stattfindet mit t3 bezeichnet.. In diesem
Fall vermitteln die Vorzugswalzen 21 dem Wickel über
die Bahn die für seine Beschleunigung notwendige Kraft.. Bis
der zweite Wickel 3 – im Zeitraum t3 – die
Arbeitsgeschwindigkeit VA erreicht hat,
wird die bahnverarbeitende Maschine weiter aus der Bahnspeichervorrichtung 16 mit
bahnförmigem Material versorgt.
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Durch
die Kraft FA, die der Kolbenzylinder 26 auf
die Achse der Pendelwalze 23 ausübt, wird diese entgegen
der Richtung des Pfeils 27 auf die maximale Hubhöhe
h bewegt und der Bahnspeicher wird wieder vollständig mit
bahnförmigem Material 5 gefüllt. Während
dieses Zeitraumes t3 kann die Bahnspannung
zwischen den beiden Vorzugwalzenpaaren 21 und 28 also
im Bereich der Bahnspeichervorrichtung sehr niedrig sein.
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Deswegen
ist in einer alternativen Ausführungsform der Hubkolbenzylinder 26 der
Bahnspeichervorrichtung 16 mit einer Stellvorrichtung versehen,
die die Kraft, die der Hubkolbenzylinder 26 auf die Pendelwalze 23 ausübt,
regelt.
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Diese
Stellvorrichtung kann von der Steuervorrichtung angesteuert und
damit der Hubkolbenzylinder mit einem anderen Kraft beaufschlagt
werden. Da der Steuervorrichtung der momentane Istwert der Bahnlänge,
die sich in der Speichervorrichtung 16 befindet, bekannt
ist, kann über der Stellvorrichtung des Hubkolbenzylinders 26 aktiv
die Bahnlänge innerhalb der Bahnspeichervorrichtung 16 gesteuert
werden.
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So
wird beispielsweise während des Beschleunigungszeitraums
t3 des zweiten Wickels 3 der Druck des
Kolbenzylinders 26 auf die Pendelwalze 23 größer
sein, als bei der Abbremsphase t1 oder Wickelwechselphase
t2. Eine zu niedrige Bahnspannung und eine
damit verbundene Schlaufenbildung im Bereich zwischen Vorzugwalzenpaar 21 und
Bahnspeichervorrichtung 16 wird so verhindert.
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Zur
Verbindung der Bahnenden der Wickel 2 und 3, wird
die Bahnverbindungsvorrichtung 10 über einen Rahmen
bzw. Hebel 9 an den neuen Wickel 3 angestellt.
Als Anpressmittel umfasst die Bahnverbindungsvorrichtung zwei Gummirollen 14,
die über eine Koppelstange 32 miteinander verbunden
sind. Die Koppelstange 32 ist ihrerseits über
das Gelenk 33 drehbar am Rahmen 9 angelenkt.
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Im
vorliegenden Fall benötigt die Bahnverbindungsvorrichtung
neben den Anpressmitteln, die in direktem Kontakt mit der ersten
Bahn stehen und diese gegen den zweiten Wickel anpressen, auch Anstellmittel, die
die Anpressmittel in geeigneter Form gegen die erste Bahn und den
zweiten Wickel anstellen.
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Diese
Anstellmittel umfassen in der Regel zumindest einen Aktor, der die
Kraft für die Anstellbewegung bereitstellt und weitere
Vorrichtungsbestandteile, die die Kraft in die gewünschte
Richtung lenken. Im in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
sind damit vor allem der Hubzylinder 20 und der Rahmen 9 der
Anstellvorrichtung zuzurechnen.
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Sollten
bekannte Bahnverbindungsvorrichtungen Anpress- oder Anstellmittel
aufweisen, dann sind diese nicht zur Anstellung der ersten Bahn
an den zweiten Wickel geeignet oder gedacht.
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Im
Bahnverbindungspunkt C werden bei der Bahnverbindung die passenden
Stellen der (gegeneinander angestellten) Bahnenden des neuen 3 und
alten Wickels 2 über das Klebeband 8 verbunden.
Gleichzeitig wird das Messer der Bahntrennvorrichtung 12 senkrecht
zur Bahnlaufrichtung des bahnförmigen Materials 5 bewegt,
so dass dieses 5 vom alten Wickel 2 abgetrennt
wird. Die bahnverarbeitende Maschine wird nunmehr vom neuen Wickel 3 mit
bahnförmigen Material 5 versorgt.
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Der
Rahmen 9 kann derart an dem Wickeltransporthebel 4 und
der Anstellvorrichtung 10 angelenkt sein, dass der Hubkolben 20 bei
den verschiedenen Winkelstellungen des Hebels – die von
dem Durchmesser der Wickel abhängen – immer den
in etwa gleichen Abstand h von der Umfangsfläche der Wickel
einnehmen kann. So liegt die Oberfläche des zweiten Wickels 3 immer
im Arbeitsbereich der Einheit Anpressmittel-Aktor. Dies ist in den 4a und 4b veranschaulicht.
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Die 3 zeigt
den zeitlichen Verlauf der Bahngeschwindigkeit im Bereich zwischen
dem Wickel 2 oder 3, von dem gerade abgewickelt
wird, und dem Abzugswalzenpaar 21 während eines
Wickelwechselzyklusses.
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Vorm
Erreichen des Bahnendes auf dem ersten Wickel 2 wird der
alte Wickel 2 – vorzugsweise mit konstanter Verzögerung – auf
eine minimale Geschwindigkeit (v = 0) abgebremst (t1).
Während des (registergenauen) Verbindungsvorganges der
Bahnenden der Wickel 2 und 3, behält
der erste Wickel 2 eine minimale Geschwindigkeit bei (im
Zeitraum t2). Der zweite Wickel 3 hat
zu diesem Zeitpunkt die Geschwindigkeit Null (v = 0). Die bahnverarbeitende
Maschine wird aus der Bahnspeichervorrichtung 16 mit bahnförmigem
Material versorgt.
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Nach
Verbinden der Bahnenden der Wickel 2 und 3 wird
der neue Wickel vorzugsweise mit gleichförmiger Beschleunigung
auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit VA gebracht
(t3).
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Eine
alternative Ausführungsform der Vorrichtung 1 zum
Abwickeln von bahnförmigen Material 5 umfasst
einen zweiten Register-Sensor 17. Bevor das bahnförmige
Material vom ersten Wickel 2 abgelaufen ist, werden von
den Sensoren 13 und 14 zueinander passende Stellen
auf dem bahnförmigen Material 5 registriert. Der
zweite Wickel 3 wird dazu vorher auf die gleiche Geschwindigkeit
gebracht, mit der sich auch der erste Wickel 2 bewegt.
Dabei kann es sich um die Verarbeitungsgeschwindigkeit der bahnverarbeitenden
Maschine oder um eine dazu reduzierte Geschwindigkeit handeln, auf
die der erste Wickel 2 zuvor mithilfe der Bremsvorrichtung 15 abgebremst
wurde.
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Zumindest
eine der zu verbindenden Stellen auf dem bahnförmigen Material 5 wird – mithilfe
einer hier nicht gezeigten Vorrichtung oder manuell – mit
einem Klebstoff beaufschlagt.
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Die
Steuervorrichtung berechnet einen Zeitpunkt, bei dem der Rahmen 13 die
Verbindungsvorrichtung 10 in Kontakt mit dem zweiten Wickel 3 bringen
muss, damit die passenden, zu verbindenden Stellen auf dem bahnförmigen
Material miteinander verbunden werden. Gleichzeitig wird das Messer 11 der
Bahntrennvorrichtung 12 aktiviert, so dass das bahnförmige
Material 5 vom alten Wickel 2 abgetrennt wird.
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Mit
der zuletzt vorgestellten alternativen Ausführungsform
der Vorrichtung 1 zum Abwickeln von bahnförmigem
Material können die Bahnenden registergenau in Maschinengeschwindigkeit
verbunden werden, ohne dass eine Bahnspeichervorrichtung vorhanden
sein muss.
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In
der
4a verdeutlichen die Winkel α und β die
Begriffe Winkellage α des Wickels
3 und Winkellage β des
Hebelarms
4.
| Bezugszeichenliste |
| 1 | Vorrichtung
zum Abwickeln von bahnförmigen Material |
| 2 | Erster
(alter) Wickel |
| 3 | Zweiter
(neuer) Wickel |
| 4 | Wickeltransporthebel |
| 5 | Bahnförmiges
Material |
| 6 | Sensor |
| 7 | Rollenbremse |
| 8 | Doppelseitiges
Klebeband |
| 9 | Rahmen/Hebel |
| 10 | Bahnverbindungsvorrichtung |
| 11 | Messer |
| 12 | Bahntrennvorrichtung |
| 13 | Register-Sensor |
| 14 | Rollen
der Bahnverbindungsvorrichtung |
| 15 | Bremse |
| 16 | Bahnspeichervorrichtung |
| 17 | Zweiter
Register-Sensor |
| 18 | Achse
des alten Wickels |
| 19 | Abzug |
| 20 | Zylinderkolben |
| 21 | Vorzugwalzenpaar |
| 22 | Pfeil |
| 23 | Pendelwalze |
| 24 | Fixe,
statische Walze |
| 25 | Fixe,
statische Walze |
| 26 | Hubkolbenzylinder |
| 27 | Pfeil |
| 28 | Weiteres
Vorzugswalzenpaar |
| 29 | Bahntrennvorrichtung |
| 30 | Messvorrichtung
für die Bahngeschwindigkeit |
| 31 | Messvorrichtung
für die Bahnspannung |
| 32 | Koppelstange |
| 33 | Gelenk
der Koppelstange |
| 34 | Hebelsystem |
| 35 | Hebel
des Hebelsystems |
| 36 | |
| 37 | Hubzylinder
des Hebelsystems |
| 38 | Erste
Bahn |
| 39 | Abgewandte
Schulter des Maschinengestells |
| 40 | Anlenkung
des Wickeltransporthebels 4 am Hebelsystem |
| t2 | Zeitspanne |
| t3 | Zeitspanne |
| TG | Zeitspanne |
| h | Abstand
des Kolbens 20 von der Umfangsfläche des zweiten
Wickels 3 |
| VA | Arbeitsgeschwindigkeit |
| Vmin | Minimale
Geschwindigkeit |
| h | Hub
der Pendelwalze |
| H | Hub
des Kolbenzylinders |
| A | Erste
Wickelstelle |
| B | Zweite
Wickelstelle |
| C | Bahnverbindungspunkt |
| α | Winkellage
des Wickels 3 |
| β | Winkellage
des Wickeltransporthebels 4 |
| FA | Kraft,
die der Kolbenzylinder auf die Achse der Pendelwalze 23 ausübt |
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 2619236
B2 [0005]
- - DE 1966795 A1 [0006]
- - DE 4107254 A1 [0008, 0009, 0009, 0011, 0012]