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Die
Erfindung betrifft einen Sitz für
ein Kraftfahrzeug gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Sitzpolsters
für einen
Sitz gemäß den Merkmalen
des Anspruchs 22.
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Es
sind bereits Sitze für
ein Kraftfahrzeug bekannt, bei denen auf einer Schale Schaumpolster
angeordnet sind. Solche Sitze, die insbesondere beim Rennsport verwendet
werden, haben ein geringes Gewicht. Aufgrund des einfachen Aufbaus
sind jedoch der Komfort, die Lüftungsfunktion
und damit die Klimafunktion gering.
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Ferner
sind Sitze für
Kraftfahrzeuge bekannt, die ein Sitzteil und eine daran, verschwenkbar
angeordnete Rückenlehne
aufweisen. Sowohl das Sitzteil als auch die Rückenlehne weisen einen Rahmen oder
eine Struktur auf, an der verschiedene Sitzkomponenten angeordnet
sind. Derartige Sitzkomponenten sind beispielsweise eine Federung,
Beschläge, ein
mehrschichtiger Polsteraufbau, Seitenwangen, ein Außenbezug
usw. Ein solcher Sitzaufbau hat eine relativ hohe Masse mit einem
entsprechenden Wärme-Speichervermögen. Entsprechend
kühlt ein
aufgewärmtes
Sitzpolster langsam ab. Ein abgekühltes Sitzpolster braucht entsprechend
lange um auf eine Körpertemperatur
eines Sitzbenutzers aufgewärmt zu
werden. Durch den relativ dichten Aufbau ist eine Sitzklimatisierung
aufwändig.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, einen Sitz für ein Kraftfahrzeug zu schaffen,
der einen einfachen Aufbau aufweist.
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Ferner
ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung eines
Sitzpolsters anzugeben, das auf eine Tragstruktur eines Sitzes montierbar
ist.
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Die
Aufgabe zur Schaffung eines Sitzes für ein Kraftfahrzeug wird durch
die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
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Die
Aufgabe zur Bereitstellung eines Verfahrens zur Herstellung eines
Sitzpolsters, das auf eine Tragstruktur eines Sitzes montierbar
ist, wird durch die Merkmale des Anspruchs 22 gelöst.
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Ein
erfindungsgemäßer Sitz
für ein
Kraftfahrzeug ist mit einem Sitzteil und einem Lehnenteil versehen.
Das Sitzteil und das Lehnenteil weist jeweils eine Tragstruktur
auf, wobei auf der jeweiligen Tragstruktur ein Sitzpolster befestigt
ist. Das jeweilige Sitzpolster ist vorteilhafterweise in einen oberen und
einen unteren Funktionsbereich aufgeteilt.
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Dabei
weist der untere Funktionsbereich Feder-/Dämpferelemente auf, die zueinander
beabstandet sind. Durch den Abstand zwischen den Feder-/Dämpferelementen
ergibt sich bei dem unteren Funktionsbereich ein Hohlraum. Die beiden
Funktionsbereiche sind miteinander verbunden. Der obere Funktionsbereich
weist eine Schicht aus einem Werkstoff oder einen Schichtaufbau
aus Werkstoffen auf, die eine elastische Nachgiebigkeit haben, um
einen Sitzkomfort auch bei einem längeren Gebrauch gewährleisten.
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Durch
den erfindungsgemäßen Sitzaufbau wird
erreicht, dass der Sitz über
die Feder-/Dämpferelemente
ausreichende Federungseigenschaften und Dämpfungseigenschaften hat. Über den
Hohlraum des unteren Funktionsbereiches kann zur Klimatisierung
dem oberen Funktionsbereich Luft zugeführt werden. Dadurch kann ein
gutes Sitzklima erzeugt werden.
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Durch
die Federungseigenschaften und Dämpfungseigenschaften
der Feder- /Dämpferelemente
des unteren Funktionsbereiches kann die Aufbauhöhe des oberen Funktionsbereiches
für die Polsterung
verringert werden. Ferner ergibt sich durch den erfindungsgemäßen Sitzaufbau
eine Verringerung des Gewichts.
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Die
Herstellung des unteren Funktionsbereiches und des oberen Funktionsbereiches
erfolgt vorteilhafterweise in räumlich
getrennten Werkzeugen, so dass voneinander getrennte Bauteile entstehen, die
nachträglich
miteinander verbunden werden. In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform
erfolgt die Herstellung des unteren Funktionsbereiches und des oberen
Funktionsbereiches in einem Werkzeug, so dass am Ende des Herstellungsvorganges
ein einteiliges Bauteil vorliegt.
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Vorteilhafterweise
besteht das einteilige Bauteil aus einem Kunststoff oder gleichartigen Kunststoffsorten,
aus dem die beiden Funktionsbereiche herstellbar sind.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
ist der verwendete Kunststoff Polyurethan.
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Vorteilhafterweise
ist das jeweilige Feder-/Dämpferelement
ein rotationssymmetrisches Bauteil oder ein wabenförmiges Bauteil.
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Die
Federungseigenschaften und/oder die Dämpfungseigenschaften des Feder-/Dämpferelementes
sind in einer vorteilhaften Ausführungsform durch
die Form, die Wandstärke
und/oder durch einen Zusatzwerkstoff auf die vorgesehene Auslegung des
Sitzes einstellbar. Dadurch ist beispielsweise eine Anpassung der
Eigenschaften des Sitzes an die jeweilige Fahrzeugkennlinie des
Fahrwerks des betreffenden Kraftfahrzeuges möglich, in dem der Sitz eingebaut
ist.
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Der
Funktionsbereich ist vorteilhafterweise eine Schaumstoffschicht,
deren zu einem Sitzbenutzer B zeigender, oberer Abschnitt Nuten
versehen ist. In einem sich daran anschließenden einstückigen, unteren
Abschnitt der Schaumstoffschicht sind Durchgangsöffnungen ausgebildet, so dass
Luft aus dem Hohlraum des Funktionsbereiches durch den Funktionsbereich
hindurchströmen
kann.
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Durch
die Nuten entstehen vorteilhafterweise Einzelauflageflächen.
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Die
jeweilige Einzelauflagefläche
hat vorteilhafterweise die Form eines Quadrats, einer Raute, eines
Kreise und/oder eines Ovals.
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Die
Nuten sind in einer vorteilhaften Ausführungsform Längsnuten
und Quernuten sind.
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Auf
einer Außenfläche einer
oder mehrerer Einzelauflageflächen
sind vorteilhafterweise dekorative Elemente ausgebildet oder angeordnet.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
weist das dekorative Element eine unterschiedliche Farbgestaltung
zu den anderen Außenflächen auf und/oder
das dekorative Element besteht aus einem unterschiedlichen Werkstoff.
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Der
unterschiedliche Werkstoff ist vorteilhafterweise Leder und/oder
Holz. Ferner ist es möglich, mit
einem viskoelastischen Fluid, z. B. einem Gel, gefüllte Hohlräume auszubilden.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
sind die Feder-/Dämpferelemente
zumindest in dem Bereich vorgesehen, an dem die Belastung durch
einen Sitzbenutzer höher
ist. Dadurch ergibt sich auf den vorhandenen Feder-/Dämpferelementen
eine verkleinerte Anlagefläche
am Körper
eines Sitzbenutzers.
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Im
Anschluss an das jeweilige untere Ende des jeweiligen Feder-/Dämpferelementes
ist vorteilhafterweise eine Funktionsschicht ausgebildet.
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Die
Funktionsschicht verbindet in einer vorteilhaften Ausführungsform
alle Feder-/Dämpferelemente
miteinander. In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform verbindet die Funktionsschicht
nur einzelne Feder-/Dämpferelemente
miteinander. Die Funktionsschicht ist in einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
nur an jedem einzelnen Feder-/Dämpferelement
ausgebildet ist.
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An
einer Unterseite der Funktionsschicht sind vorteilhafterweise Mittel
vorgesehen, die zur Verbindung mit der Tragstruktur des Sitzes dienen.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
ist das Mittel zum Befestigen an der Tragstruktur des Sitzes ein
Bestandteil eines Klettverschlusses. Das Mittel zum Verbinden mit
der Tragstruktur des Sitzes ist in einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ein
Hohlraum und/oder ein vorstehendes Bauteil ist, das mit einem dazu
passenden Gegenstück
eine formschlüssige
Verbindung beim Montagevorgang bewirkt.
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Die
Montage erfolgt in einfacher Weise dadurch, dass das fertige Sitzpolster
in die vorgesehene Lage auf der Tragstruktur des Sitzes gebracht wird.
Durch einen entsprechenden Anpressdruck erfolgt bei dem Klettverschluss
eine Verhakung und bei der formschlüssigen Verbindung eine Verrastung. Entsprechend
einfach ist auch die Demontage. Durch Aufbringung einer Zugkraft
wird das Sitzpolster aus der Verbindung mit der Tragstruktur des
Sitzes gelöst.
Dadurch ergibt sich eine einfache Austauschbarkeit eines Sitzpolsters.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
kann der Sitz bei einem Fahrzeug verwendet werden, bei dem der Sitz
der Witterung ausgesetzt ist. Ein solches Fahrzeug kann ein Cabriolet
oder eine Roadster oder dergleichen oder ein Freizeit-Fahrzeug oder
ein Motorrad sein.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren
zur Herstellung eines Sitzpolster, das in einem erfindungsgemäßen Sitz
verwendbar ist, wird vorteilhafterweise in einem ersten Verfahrensschritt
die Funktionsschicht aus Kunststoff hergestellt, an der die Mittel
zum Verbinden mit der Tragstruktur des Sitzes ausgebildet oder angeordnet
sind. Nach dem Erkalten der Funktionsschicht werden die vorgesehenen Feder-/Dämpferelemente
an den vorgesehenen Positionen mit den vorgesehenen Eigenschaften
auf die Funktionsschicht aufgebracht und mit dieser verbunden.
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In
einem nachfolgenden Verfahrensschritt wird nach dem Erkalten der
Feder-/Dämpferelemente
eine Ansitzkomfortschicht hergestellt und mit den Feder-/Dämpferelementen
verbunden. Gegebenenfalls wird auf eine Außenfläche der Ansitzkomfortschicht
ein Bezug aufgebracht. In einem letzten Verfahrensschritt wird das
fertige Bauteil in einem weiteren Arbeitsvorgang in die vorgesehene
Größe und Form
eines vorgesehenen Sitzpolsters gebracht. Das erfindungsgemäße Verfahren
ermöglicht
die Fertigstellung des Sitzpolsters in einem Werkzeug ohne weitere
Bearbeitungsvorgänge.
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Eine
Ausführungsform
der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen beispielshalber
beschrieben. Dabei zeigen:
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1 einen
Längsschnitt
durch einen Sitz, bei dem eine erste Ausführungsform eines Feder-/Dämpferelementes
eingebaut ist,
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2 eine
Schnittansicht eines Sitzpolsteraufbaus, bei dem eine zweite Ausführungsform
eines Feder-/Dämpferelementes
dargestellt ist,
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3 eine
Ansicht auf eine Vorderseite eines Sitzes,
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4a eine
perspektivische Ansicht auf ein Sitzpolster, so dass die Unterseite
des Sitzpolsters sichtbar ist, wobei an dem Sitzpolster Feder-/Dämpferelemente
der ersten Ausführungsform
angeordnet ist,
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4b eine
perspektivische Ansicht des in der 4a gezeigten
Sitzpolsters, so dass die Oberseite des Sitzpolsters sichtbar ist,
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5 eine
Schnittansicht des Sitzpolsters, bei dem ein Feder-/Dämpferelement
der ersten Ausführungsform
verwendet ist und das Sitzpolster eine vollflächige Verbindungsschicht aufweist,
die an dem jeweiligen freien Ende des Feder-/Dämpferelementes ausgebildet
ist,
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6 eine
Schnittansicht entsprechend der 5, wobei
der Schaumstoff eine dreidimensionale Kontur hat, die der Sitzbeanspruchung
angepasst ist,
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7 eine
Schnittansicht entsprechend der 5, bei der
an dem freien Ende des jeweiligen Feder-/Dämpferelementes eine Schicht
zur formschlüssigen
Verbindung mit einem Gegenstück
ausgebildet ist, das an einer zum Sitzpolster gewandten Außenfläche des
Sitzes ausgebildet ist,
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8 eine
Schnittdarstellung des Sitzpolsters, aus der die Herstellung der
einzelnen Schichten des Sitzpolsters hervorgeht,
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9a eine
Ansicht von oben auf ein fertiges Sitzpolster für die Rückenlehne und
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9b eine
Ansicht von oben auf ein fertiges Sitzpolster des Sitzteils.
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Die 1 zeigt
einen Sitz 1, der insbesondere in einem Kraftfahrzeug verwendbar
ist. Der Sitz 1 weist ein Sitzteil 2 und eine
Rückenlehne 3 auf.
In der 1 ist eine Tragstruktur 4 als eine einstückige Sitzschale 5 ausgebildet.
In einer anderen Ausführungsform
weist die Tragstruktur 4 in bekannter Weise jeweils einen
Rahmen für
das Sitzteil 2 und einen Rahmen für die Rückenlehne 3 auf.
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Auf
einer Außenfläche 6 der
Tragstruktur 4, die einem nicht dargestellten Sitzbenutzer
B zugewandt ist, ist jeweils ein Sitzpolster 7 für das Sitzteil 2 und
ein Sitzpolster 8 für
die Rückenlehne 3 befestigt. Ein
nicht dargestellter Sitzbenutzer B übt eine Kraft F2 auf
das Sitzteil 2 und eine Kraft F3 auf
die Rückenlehne 3 aus.
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Das
jeweilige Sitzpolster 7, 8 weist im Prinzip zwei
Funktionsbereiche 9, 10 auf. Der auf der Tragstruktur 4 befestigte
Funktionsbereich 9 bewirkt die Federung und Dämpfung des
jeweiligen Sitzpolsters 7, 8 durch geeignete Feder-/Dämpferelemente 11.
Die Feder-/Dämpferelemente 11 sind
beispielsweise in höherer
Anzahl an den Bereichen der Tragstruktur 4 angeordnet,
an denen eine höhere
Belastung durch den Sitzbenutzer B auftritt.
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In
der 1 sind dies die Bereiche 12, 13, die
in der 1 durch die Pfeile für die Kräfte F2 und F3 gekennzeichnet sind. Zwischen den einzelnen
Feder-/Dämpferelementen 11 ist
jeweils ein Hohlraum 14 ausgebildet. Über den Hohlraum 14 kann über ein Gebläse 15 Luft
zwischen den Feder-/Dämpferelementen 11 bewegt
werden. Die in den Hohlraum 14 strömende Luft ist durch Pfeile 16 symbolisch
dargestellt. Die aus dem Funktionsbereich 10 austretende Luft
ist durch Pfeile 18 symbolisch dargestellt.
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Der
zweite Funktionsbereich 10 besteht aus einer elastisch
verformbaren Schicht aus einem geeigneten Werkstoff oder aus einem
Schichtaufbau aus geeigneten Werkstoffen. Der Funktionsbereich 10 bewirkt
den vorgesehenen Ansitzkomfort. Unter Ansitzkomfort ist zu verstehen,
dass es zu keiner relevanten Druckstelle durch das Sitzpolster 7, 8 an
einer Körperfläche des
Sitzbenutzers B auch bei einer längeren
Gebrauchsdauer kommt.
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Als
Feder-/Dämpferelemente 11 sind
im Prinzip alle bekannten Ausführungsformen
verwendbar, die eine geringe Größe mit einer
Höhe z
von ca. 2 cm ≤ z ≤ 3 cm und
einen geringen Federungs-/Dämpfungsweg
s, der in der Regel bei s von ca. 1 cm ≤ s ≤ 2 cm liegt.
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Die
Feder-/Dämpferelemente 11 können in ihren
Federungseigenschaften und/oder Dämpfungseigenschaften so ausgelegt
werden, dass diese auf die Federungskennlinie und/oder Dämpfungskennlinie
des Kraftfahrzeuges ausgelegt sind.
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In
dem Funktionsbereich 10 sind in einer Ausführungsform
Durchgangsöffnungen 17 ausgebildet,
so dass Luft aus dem Hohlraum 14 des Funktionsbereiches 9 durch
die Schicht oder die Schichten des Funktionsbereiches 10 hindurchströmen kann. Der
Funktionsbereich 10 kann in einer Ausführungsform nur aus einer einzigen
Ansitzkomfortschicht 23 bestehen, wie dies in der 1 gezeigt
ist. Die Ansitzkomfortschicht 23 besteht beispielsweise
aus einem Schaumwerkstoff, insbesondere einem PUR-Schaum.
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In
der 1 sind die Feder-/Dämpferelemente 11 rohrförmig ausgebildet.
An einem zur Tragstruktur 4 zeigenden unteren Ende 19 des
jeweiligen Feder-/Dämpferelementes 11 ist
in der gezeigten Ausführungsform
eine Funktionsschicht 20 ausgebildet. Die Funktionsschicht 20 dient
zum einen zur Fixierung der Feder-/Dämpferelemente 11 in
der vorgesehenen Position und zum anderen zur Fixierung des jeweiligen
Sitzpolsters 7, 8 an der Tragstruktur 4.
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Ein
dazu gegenüberliegendes,
oberes Ende 21 des jeweiligen Feder-/Dämpferelementes 11 ist
an einer Unterseite 22 der Ansitzkomfortschicht 23 des Funktionsbereiches 10 befestigt.
Das Sitzpolster 7 des Sitzteils 2 ist mit einem luftdurchlässigen Bezug 24 versehen.
Das Sitzpolster 8 der Rückenlehne 3 ist ohne
einen Bezug ausgebildet.
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In
der in der 1 gezeigten Ausführungsform
ist lediglich ein Gebläse 15 an
einer Unterseite 25 des Sitzteils 2 angeordnet.
In dem Sitzteil 2 ist eine Durchgangsöffnung 26 und in der
Funktionsschicht 20 ist ebenfalls eine Durchgangsöffnung 27 ausgebildet.
Das Gebläse 15 kann
die von einem Fahrzeuginnenraum und/oder einer Klimaanlage und/oder
einer Heizung angesaugte Luft in den Hohlraum 14 des Funktionsbereiches 9 befördern.
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In
der gezeigten Ausführungsform
sind die Sitzpolster 7, 8 über mindestens einen Kanal 28 miteinander
verbunden, so dass die über
das Gebläse 15 angesaugte
Luft sowohl über
das Sitzteil 2 als auch über die Rückenlehne 3 verteilt
werden kann.
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Zwischen
dem Sitzpolster 7 und dem Sitzpolster 8 ist in
der gezeigten Ausführungsform
ein gepolsterter Zwischenbereich 29 vorgesehen. An das Sitzpolster 8 der
Rückenlehne 3 schließt sich
nach oben hin eine in den Sitz 1 integrierte Kopfstütze 30 an.
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Die 2 zeigt
eine weitere Ausführungsform
eines Feder-/Dämpferelementes 11', die eine sechseckige
Wabenstruktur 31 aufweist. In einem Hohlraum 32 der
jeweiligen Wabe 31 ist ein zusätzliches Feder-/Dämpfungselement 33 angeordnet.
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Die 3 zeigt
eine Vorderseite 34 des Sitzes 1. Die Rückenlehne 3 weist
neben der Kopfstütze 30 noch
Seitenwangen 35 auf. Zwischen der Kopfstütze 30,
den Seitenwangen 35 der Rückenlehne 3 und einem
unteren Ende 36 der Rückenlehne 3 ist das
Sitzpolster 8 angeordnet. An das untere Ende 36 des
Sitzpolsters 8 schließt
sich der Zwischenbereich 29 an. Das Sitzpolster 7 des
Sitzteils 2 ist von zwei voneinander beabstandeten Seitenwangen 37 und dem
gepolsterten Zwischenbereich 29 umgeben.
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Die
Sitzpolster 7, 8 weisen Längs- und Quernuten 38, 39 auf.
Durch die Längsnuten 38 und 39 ergeben
sich Würfelelemente 40.
Die Würfelelemente 40 sind
in Längsrichtung
und Querrichtung in Abhängigkeit
von der Breite der jeweiligen Längsnut 38 und der
Breite der jeweiligen Quernut 39 beweglich.
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Durch
die Würfelstruktur
ist eine punktförmige
Anlagefläche
eines Sitzbenutzer B möglich.
Ferner kann eine Außenfläche 41 des
jeweiligen Würfelelementes 40 als
Dekorationselement verwendet werden. So können die mit einer Schraffur
versehenen Außenflächen 41' von Würfelelementen 40 eine unterschiedliche
Farbe und/oder ein unterschiedliches Material und/oder eine unterschiedliche
Oberflächenbeschaffenheit
aufweisen.
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In
der 3 deuten die schraffierten Bereiche 42 und 43 des
Sitzpolsters 7 eine verdichtete Anordnung von Feder-/Dämpferelementen 11, 11' an. In einer
anderen Ausführungsform
sind nur in den schraffierten Bereiche 42 und 43 des
Sitzpolsters 7 Feder-/Dämpferelemente 11, 11' vorgesehen.
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Die 4a und 4b zeigen
perspektivische Ansichten eines in den 1 und 3 verwendeten
Abschnittes eines Sitzpolsters 7, 8. Aus den 4a und 4b geht
die röhrenförmige Form der
Feder-/Dämpferelemente 11 hervor.
Ferner ist aus den 4a und 4b ersichtlich,
dass die Ansitzkomfortschicht 23 einstückig aus einem Schaumstoff
hergestellt ist. Die ausgebildeten Längsnuten 38 und 39 erstrecken
sich bis zu einer einteiligen Restschicht 44, deren Dicke
so bemessen ist, dass das Sitzpolster 7, 8 eine
ausreichende Festigkeit hat.
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In
der Schnittdarstellung der 5 ist gezeigt,
dass das Feder-/Dämpferelement 11 einen Hohlraum 45 aufweist.
An dem jeweiligen unteren Ende 19 des jeweiligen Feder-/Dämpferelementes 11 ist
jeweils die vollflächige
Funktionsschicht 20 befestigt. Der Hohlraum 45 kann
zur Einstellung der Federungseigenschaften und/oder Dämpfungseigenschaften
mit einem gasförmigen
und/oder flüssigen und/oder
einen sonstigen zusammendrückbaren
Material 46 vollständig
oder. teilweise gefüllt
sein. Das Material kann Luft, Gel, Schaumstoff, beispielsweise PUR,
und/oder Elastomere sein. Die Einstellung der Federungseigenschaften
und/oder Dämpfungseigenschaften
kann auch durch unterschiedliche Wandstärken t oder t' oder durch eine
entsprechende Formgebung, beispielsweise durch einen Verstärkungsring 55 erreicht
werden.
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Aus
der Schnittdarstellung der 6 geht eine
kurvenförmige
Kontur 47 der Außenfläche 48 des
Sitzpolsters 7, 8 hervor.
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Die
Schnittdarstellung der 7 zeigt eine Funktionsschicht 49,
die jeweils an dem unteren Ende 19 des jeweiligen Feder-/Dämpferelementes 11 ausgebildet
ist. Die jeweilige Funktionsschicht 49 weist beispielsweise
für eine
formschlüssige
Verbindung jeweils eine pilzförmige
Aussparung 50 auf.
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Die 8 zeigt
die einzelnen Bauteile bei der Herstellung eines Sitzpolsters 7, 8,
das beispielsweise aus einem PUR-Schaum hergestellt ist.
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In
einem ersten Verfahrensschritt wird die Funktionsschicht 20, 49 hergestellt.
In der in der 8 gezeigten Ausführungsform
ist an einer Unterseite 51 der Funktionsschicht 20 ein
schlaufenartiges Material 52 für eine Klettverbindung angeordnet.
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Nach
der Fertigstellung der Funktionsschicht 20 erfolgt im gleichen
Werkzeug die Herstellung der Feder-/Dämpferelemente 11.
In einem weiteren Verfahrensschritt können gleichzeitig oder nachträglich die
Feder-/Dämpferelemente 11 mit
einem Füllmaterial 46 versehen
werden.
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Nach
dem Erkalten der Feder-/Dämpferelemente 11 erfolgt
im gleichen Werkzeug die Herstellung der Ansitzkomfortschicht 23.
Gleichzeitig oder nachträglich
werden in einem weiteren Verfahrensschritt die Längsnuten 38 und Quernuten 39 hergestellt.
Je nach Ausführungsform
wird das Sitzpolster 7, 8 mit einer zusätzlichen
Außenoberfläche 24 versehen.
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Anschließend werden
die mattenförmigen Bauteile
durch einen weiteren Arbeitsschritt, beispielsweise durch einen
Schnittvorgang, in die vorgesehene Form gebracht, so dass die in
den 9a und 9b gezeigten
fertigen Sitzpolster 7, 8 entstehen.