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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1. Ferner betrifft die Erfindung ein
Kraftfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
15.
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In
Kraftfahrzeugen werden Fahrzeugsitze eingesetzt, um Fahrzeuginsassen
während der Fahrt aufzunehmen Besonders bei Kraftfahrzeugen
mit einer zweiten und/oder dritten Sitzreihe ist es erwünscht,
die Breite des Fahrzeugsitzes einstellen zu können. Bei
derartigen Kraftfahrzeugen mit einer zweiten und/oder dritten Sitzreihe
soll der Innenraum der Kraftfahrzeuge im Bereich der zweiten und/oder dritten
Sitzreihe verschiedenen Anforderungen genügen. Hierzu ist
es für eine individuelle Anpassung der Bedürfnisse
wünschenswert, die Breite des Fahrzeugsitzes verändern
zu können.
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Die
DE 2 318 342 zeigt einen
Kraftfahrzeugschalensitz mit einer neigbaren Rückenlehne
und an den Seiten der Sitzflächen und der Rückenlehne
angeordneten, in der Neigungsebene unterbrochenen Stützwangen,
sowie selbsttätiger Sitzbreiteneinstellung, wobei wenigstens
eines der an der Sitzfläche und an der Rückenlehne
angeordneten Stützwangenpaare einen den Körper
des Kraftfahrers in der Beckengegend einspannende Körperstütze
umfasst und dass die Enden der zueinander gehörenden Stützwangen
zum Ineinandergreifen oder Überlappen bei jedem Neigungswinkel
der Rückenlehne ausgebildet sind.
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Die
DE 83 04 104 U1 zeigt
ein Polstermöbel mit einem Sitzteil und an den Stirnseiten
desselben anschließenden Seitenlehnenteilen, wobei mindestens
auf dem Sitzteil eine Polsterung angeordnet ist, wobei das Sitzteil
in seiner zum Sitzen benutzbaren Breite bezüglich mindest
eines der beiden Seitenlehnenteile einstellbar ist.
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Die
DE 10 2004 042 016
A1 zeigt einen Fahrzeugsitz mit einer Sitzfläche
und mit einer Rückenlehne, in denen Polsterungen angeordnet
sind, die aus einer Mehrzahl von einzeln in Sitzquerrichtung getrennten
Polsterelementen bestehen, die gegenüber einem Sitzgestell
und einem Rückenlehnengestell längs verschieblich
angeordnet sind, wobei die Sitzfläche im vorderen Bereich
in mehrere in Sitzlängs- und Querrichtung getrennte einzelne
Polsterteile und/oder die Anlehnfläche der Rückenlehne
in mehrere in Längs- und Querrichtung getrennte einzelne
Polsterteile unterteilt sind, wobei die Polsterteile der Sitzfläche
und die Polsterteile der Rückenlehne unabhängig
voneinander jeweils in zwei Dimensionen verstellbar angeordnet sind.
In nachteiliger Weise ist damit die zum Aufsitzen oder Anlehnen
verfügbare Oberfläche des Fahrzeugsitzes nicht
veränderbar.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, einen
Fahrzeugsitz und ein Kraftfahrzeug zur Verfügung zu stellen,
bei dem eine Breitenverstellung der gesamten Oberseite des Sitzteiles und
der Rückenlehne mit einem geringen technischen Aufwand
kostengünstig möglich ist.
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Diese
Aufgabe wird gelöst mit einem Fahrzeugsitz, insbesondere
für ein Kraftfahrzeug, umfassend ein Sitzteil mit einer
Sitzfläche, eine Rückenlehne mit einer Anlehnfläche,
wobei das Sitzteil einen A-Zentralbereich, einen ersten A-Seitenbereich
und einen zweiten A-Seitenbereich aufweist, die Rückenlehne
einen B-Zentralbereich, einen ersten B-Seitenbereich und einen zweiten
B-Seitenbereich aufweist und die Breite des Sitzteils und/oder der
Rück enlehne einstellbar ist, wobei die Breite des Sitzteiles und/oder
die Breite der Rückenlehne einstellbar sind, indem die
Sitzfläche des Sitzteiles und/oder die Anlehnfläche
der Rückenlehne veränderbar sind. In vorteilhafter
Weise kann die Sitzfläche des Sitzteiles und/oder die Anlehnfläche
der Rückenlehne verändert werden. Die Sitzfläche
des Sitzteiles ist die gesamte Fläche zum Aufsitzen für
den Fahrzeuginsassen. Die Anlehnfläche ist die gesamte
Fläche zum Anlehnen an der Rückenlehne.
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In
einer weiteren Ausgestaltung weist der Fahrzeugsitz keine Seitenlehnenteile
auf. Seitenlehnenteile sind oberhalb der Sitzfläche und/oder
der Anlehnfläche angeordnet und dienen zum Seitenhalt des
Fahrzeuginsassen. Das Verändern der Sitzfläche
und/oder der Anlehnfläche stellt damit nicht eine Veränderung
der zur Verfügung stehenden Sitzfläche und/oder
der zur Verfügung stehenden Anlehnfläche dar,
indem die beiden Seitenlehnenteile in Querrichtung des Fahrzeugssitzes
in ihrer Lage verändert werden und dadurch unterschiedliche
Abschnitte des Sitzteils und/oder der Rückenlehne zum Aufsitzen und/oder
zum Anlehnen zur Verfügung stehen.
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Insbesondere
ist die Breite des Sitzteiles einstellbar, indem nur die Breite
des ersten A-Seitenbereiches und/oder nur des zweiten A-Seitenbereiches einstellbar
ist, so dass die Sitzfläche nur des ersten A-Seitenbereiches
und/oder nur des zweiten A-Seitenbereiches veränderbar
ist. Die Breite des A-Zentralbereiches wird damit nicht verändert
und nur die Breite des ersten A-Seitenbereiches und/oder nur die Breite
des zweiten A-Seitenbereiches verändert. Vorzugsweise ist
wenigstens 50%, vorzugsweise wenigstens 80%, insbesondere vollständig,
in Längsrichtung des Fahrzeugsitzes der erste A-Seitenbereich
und/oder der zweite A-Seitenbereich in der Breite einstellbar.
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In
einer weiteren Ausgestaltung ist die Breite der Rückenlehne
einstellbar, indem nur die Breite des ersten B-Seitenbereiches und/oder
nur des zweiten B-Seitenbereiches einstellbar ist, so dass die Anlehnfläche
nur des ersten B-Seitenbereiches und/oder nur des zweiten B-Seitenbereiches
veränderbar ist. Vorzugsweise ist in Längsrichtung
des Fahrzeugsitzes bzw. in vertikaler Ausrichtung der Rückenlehne wenigstens
50%, vorzugsweise wenigstens 80%, insbesondere vollständig,
die Breite des ersten B-Seitenbereiches und/oder die Breite des
zweiten B-Seitenbereiches in der Breite einstellbar.
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In
einer ergänzenden Ausführungsform ist die Breite
des Sitzteiles und/oder die Breite der Rückenlehne einstellbar,
indem die Länge wenigstens eines Verstellelementes veränderbar
ist und/oder das Verstellelement wenigstens teilweise aus Metall oder
Kunststoff besteht und/oder von dem Verstellelement auf der Sitzfläche
und/oder der Anlehnfläche auftretende Druckkräfte
aufnehmbar sind. Das Verstellelement dient zur Aufnahme der auf
der Sitzfläche und/oder der Anlehnfläche auftretenden
Druckkräfte, die auf die Sitzfläche und/oder die
Anlehnfläche von dem Fahrzeuginsassen beim Sitzen aufgebracht
werden. Das Verstellelement ist dabei in seiner Ausdehnung oder
Länge in Querrichtung des Fahrzeugsitzes veränderbar,
so dass aufgrund der unterschiedlichen Breite des Sitzteiles und/oder
der Rückenlehne das Verstellelement in den unterschiedlichen
Breiten des Sitzteiles und/oder der Rückenlehne ständig
die auftretenden Kräfte auf der Sitzfläche und/oder
der Anlehnfläche aufnehmen kann.
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Insbesondere
ist das Verstellelement, vorzugsweise ausschließlich, in
dem Bereich des ersten A-Seitenbereiches und/oder, vorzugsweise
ausschließlich, in dem Bereich des zweiten A-Seitenbereiches
ausgebildet. Das Verstellelement ist unterhalb der Sitzfläche
und/oder der Anlehnfläche ausgebildet zur Aufnahme des
in Querrichtung mit variabler Ausdehnung ausgebildeten ersten A-Seitenbereiches
und/oder des in Querrichtung mit variabler Ausdehnung ausgebildeten
zweiten A-Seitenbereiches.
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In
einer Variante ist das Verstellelement, vorzugsweise ausschließlich,
in dem Bereich des ersten B-Seitenbereiches und/oder, vorzugsweise
ausschließlich, in dem Bereich des zweiten B-Seitenbereiches
ausgebildet. Das Verstellelement dient zur Aufnahme der auf der
Sitzfläche und/oder der Anlehnfläche auftretenden
Kräfte an dem ersten B-Seitenbereich und/oder dem zweiten
B-Seitenbereich mit variabler Ausdehnung in Querrichtung des Fahrzeugsitzes.
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Zweckmäßig
ist das Verstellelement ein nach dem Ziehharmonikaprinzip veränderbares
Faltteil.
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In
einer weiteren Ausführungsform ist das Verstellelement
wenigstens ein in wenigstens einem Zylinder angeordneter Bolzen,
wobei der Bolzen oder Kolben in dem Zylinder gelagert und relativ
zu dem Zylinder beweglich ist. Der Zylinder ist im A-Zentralbereich
und/oder im B-Zentralbereich angeordnet und dient zur Aufnahme der
von dem Bolzen aufgenommenen Kräfte. Der Bolzen wird dabei
in Querrichtung des Fahrzeuges bewegt bzw. ist bewegbar, so dass
dadurch die Breite des ersten und/oder zweiten A-Seitenbereiches
und/oder B-Seitenbereiches veränderbar ist und trotzdem
die auftretenden Kräfte am ersten und/oder zweiten A-Seitenbereich und/oder
B-Seitenbereich aufnehmbar sind.
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Insbesondere
ist das Verstellelement von wenigstens einem Auflageelement gelagert.
Das Auflageelement nimmt die am Verstellelement auftretenden Kräfte,
insbesondere die von dem Fahrzeuginsassen auf der Sitzfläche
und/oder der Anlehnfläche aufgebrachten Kräfte,
auf und überträgt die Kräfte in den in
der Breite nicht veränderbaren A-Zentralbereich und/oder
den B-Zentralbereich.
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In
einer weiteren Ausgestaltung ist die Größe des
Auflageelementes in Querrichtung des Fahrzeugsitzes, insbesondere
im Bereich des ersten A-Seitenbereiches und/oder im Bereich des
zweiten A-Seitenbereiches und/oder im Bereich des ersten B-Seitenbereiches
und/oder im Bereich des zweiten B-Seitenbereiches, einstellbar.
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In
einer ergänzenden Variante ist das Auflageelement im Bereich
des A-Zentralbereiches und/oder im Bereich des B-Zentralbereiches
befestigt.
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In
einer weiteren Variante ist das Auflageelement eine Platte oder
ein Gitter, z. B. wenigstens teilweise bestehend aus Metall oder
Kunststoff.
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In
einer weiteren Ausgestaltung weist das Auflageelement und/oder das
Verstellelement eine Arretiereinrichtung zur Fixierung des Auflageelementes
und/oder des Verstellelementes in verschiedenen Lagen in Querrichtung
des Fahrzeugsitzes auf. Mittels der Arretiereinrichtung kann das
Auflageelement und/oder das Verstellelement in Querrichtung des Fahrzeugsitzes
arretiert oder fixiert werden. Dadurch ist es möglich,
unterschiedlichen Breiten des Sitzteiles und/oder der Rückenlehne
zu fixieren, so dass auch bei auf der Sitzfläche und/oder
der Anlehnfläche aufgebrachten Kräfte mit einer
Komponente in Querrichtung die Breite des Sitzteiles und/oder der Rückenlehne
nicht veränderbar ist.
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Vorzugsweise
weist der Fahrzeugsitz außenseitig am ersten A-Seitenbereich
und/oder am zweiten A-Seitenbereich und/oder am ersten B-Seitenbereich
und/oder am zweiten B-Seitenbereich einen elastischen Bezug auf.
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In
einer weiteren Ausgestaltung weist der Fahrzeugsitz außenseitig
am A-Zentralbereich und/oder am B-Zentralbereich einen elastischen
Bezug auf. Die Breite des Sitzteiles und/oder der Rückenlehne
ist veränderbar, so dass diese Veränderung der
Breite von dem elastischen Bezug aufgenommen werden kann, weil sich
der elastische Bezug dehnt als auch wieder zusammenzieht.
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Erfindungsgemäßes
Kraftfahrzeug umfassend wenigstens einen Fahrzeugsitz, wobei der Fahrzeugsitz
gemäß einem in dieser Schutzrechtsanmeldung beschriebenen
Fahrzeugsitz ausgebildet ist und/oder der Fahrzeugsitz in unterschiedlichen
Lagen in Querrichtung in dem Kraftfahrzeug fixierbar ist.
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Im
Nachfolgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigt:
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1 eine
perspektivische Ansicht eines Fahrzeugsitzes in einem ersten Ausführungsbeispiel mit
der maximalen Breite des Fahrzeugsitzes,
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2 eine
perspektivische Ansicht des Fahrzeugsitzes gemäß 1 mit
der minimalen Breite des Fahrzeugsitzes,
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3 eine
perspektivische Ansicht des Fahrzeugsitzes in einem zweiten Ausführungsbeispiel
mit der maximalen Breite des Fahrzeugsitzes,
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4 eine
perspektivische Ansicht des Fahrzeugsitzes gemäß 3 mit
der minimalen Breite des Fahrzeugsitzes,
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5 einen
horizontalen Schnitt A-A gemäß 3 eines
zweiten A-Seitenbereiches des Sitzteiles,
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6 einen
horizontalen Schnitt A-A gemäß 4 des
zweiten A-Seitenbereiches des Sitzteiles,
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7 einen
vertikalen Schnitt B-B gemäß 3 des
zweiten A-Seitenbereiches des Sitzteiles und
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8 einen
vertikalen Schnitt B-B gemäß 4 des
zweiten A-Seitenbereiches des Sitzteiles.
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In 1 bis 4 sind
perspektivische Ansichten eines Fahrzeugsitzes 1 für
ein Kraftfahrzeug mit einem Sitzteil 2 und einer Rückenlehne 3 abgebildet.
Der Fahrzeugsitz 1 weist ferner eine Kopfstütze 4 auf.
Der Fahrzeugsitz 1 ist in dem Innenraum eines Kraftfahrzeuges
befestigt (nicht dargestellt) und dient dazu, um während
der Fahrt des Kraftfahrzeuges Fahrzeuginsassen aufzunehmen.
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In 1 und 2 ist
ein erstes Ausführungsbeispiel des Fahrzeugsitzes 1 dargestellt
und in 3 und 4 ein zweites Ausführungsbeispiel. Das
Sitzteil 2 des Fahrzeugsitzes weist einen A-Zentralbereich 5,
einen ersten A-Seitenbereich 6 und einen zweiten A-Seitenbereich 7 auf.
Die Rückenlehne 2 weist einen B-Zentralbereich 8,
einen ersten B-Seitenbereich 9 und einen zweiten B-Seitenbereich 10 auf.
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Das
erste Ausführungsbeispiel des Fahrzeugsitzes 1 gemäß 1 und 2 ist
nur an dem ersten A-Seitenbereich 6 und dem ersten B-Seitenbereich 9 einstellbar.
In 1 ist die maximal mögliche Ausdehnung
in Querrichtung des ersten A-Seitenbereiches 6 und des
ersten B-Seitenbereiches 9 abgebildet. In 2 ist
die minimale Ausdehnung des ersten A-Seitenbereiches 6 und
des ersten B-Seitenbereiches 9 dargestellt. Das seitliche
Ende des Fahrzeugsitzes 1 am ersten A-Seitenbereich 6 und
am ersten B-Seitenbereich 9 kann damit in Querrichtung
verändert bzw. verschoben werden. Der zweite A-Seitenbereich 7 und
der zweite B-Seitenbereich 10 des Fahrzeugsitzes 1 im
ersten Ausführungsbeispiel kann nicht in der Breite verändert
werden.
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Das
zweite Ausführungsbeispiel des Fahrzeugsitzes 1 gemäß 3 und 4 unterscheidet sich
dadurch, dass neben dem ersten A-Seitenbereich 6 und dem
ersten B-Seitenbereich 9 auch zusätzlich der zweite
A-Seitenbereich 7 und der zweite B-Seitenbereich 10 in
der Breite bzw. in der Ausdehnung in Querrichtung 15 des
Fahrzeugsitzes 1 veränderbar ist. Die Querrichtung 15 ist
in 1 bis 4 mittels eines Pfeiles und
ferner ist auch eine Längsrichtung 16 des Fahrzeugsitzes 1 mittels
eines Pfeiles in 4 dargestellt. Die Breite der
ersten und zweiten A-Seitenbereiche 6, 7 und der
ersten und zweiten B-Seitenbereiche 9, 10 kann
damit beim zweiten Ausführungsbeispiel verändert
werden, was mit einer Veränderung der Sitzfläche
des Sitzteiles 2 und einer Veränderung der Anlehnfläche
der Rückenlehne 3 verbunden ist.
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In
den 5 bis 8 ist die konstruktive Ausbildung
der A-Seitenbereiche 6, 7 und der B-Seitenbereiche 9, 10 dargestellt. 5 und 6 zeigt einen
horizontalen Schnitt A-A gemäß 3 des zweiten
A-Seitenbereiches 7 des Sitzteiles 2. Dabei ist
in 5 die maximale Ausdehnung des zweiten A-Seitenbereiches 7 dargestellt
und in 6 die minimale Ausdehnung des zweiten A-Seitenbereichs 7 in
Querrichtung abgebildet. 7 und 8 zeigen einen
vertikalen Schnitt B-B gemäß 3 des
zweiten A-Seitenbereiches 7 des Sitzteiles 2.
In 7 ist die maximale Ausdehnung des zweiten A-Seitenbereiches 7 abgebildet
und in 8 die minimale Ausdehnung des zweiten A-Seitenbereiches 7.
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Die
Sitzfläche des Sitzteiles 2 sowohl an dem A-Zentralbereich 5 als
auch an dem ersten und zweiten A-Seitenbereich 6, 7 ist
von einem elastischen Bezug 17 gebildet. An den seitlichen
Wangen des Sitzteiles 2 wird das Sitzteil 2 von
einem Bezug 18 begrenzt (7 und 8).
Unterhalb des elastischen Bezugs 17 und des Bezuges 18 ist
eine als Schaumstoff 20 ausgebildet elastische Einlage 19 vorhanden.
Ein äußeres vertikales Wandelement 22 an
dem zweiten A-Seitenbereich 7 ist in horizontaler Ausrichtung
nach dem Bezug 18 und dem Schaumstoff 20 vorhanden.
An dem äußeren vertikalen Wandelement 22 ist
in horizontaler Ausrichtung ein als Platte 14 ausgebildetes
Auflageelement 13 vorhanden. Oberhalb der Platte 14 ist
ein als Faltteil 12 ausgebildetes Verstellelement 11 vorhanden.
Die Platte 14 ist in einer Lagerung 21 für
die Platte 14 gelagert und kann in horizontaler Richtung
re lativ zu der Lagerung 21 verschoben werden, so dass von
der Platte 14, welche im Bereich des zweiten A-Seitenbereiches 7 und
damit außerhalb des A-Zentralbereiches 5 bzw.
der Lagerung 21 angeordnet ist, von diesem Abschnitt der
Platte 14 auf dem A-Zentralbereich 5 Kräfte übertragbar
sind, mittels der Lagerung 21. Der A-Zentralbereich 5 ist
mittels eines inneren vertikalen Wandelementes 23 von dem
zweiten A-Seitenbereich 7 abgetrennt. An dem inneren vertikalen
Wandelement 23 ist zum unteren Abschluss des Sitzteiles 2 ein
unteres horizontales Wandelement 24 angeordnet. Zum unteren
Abschluss des Sitzteiles 2 im Bereich des zweiten A-Seitenbereiches 7 dient
ein elastischer Stoff 26. Zwischen der Lagerung 21 und
dem Schaumstoff 20 ist ein mittleres horizontales Wandelement 25 vorhanden.
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Das
Faltteil 12 ist in Querrichtung 15 des Fahrzeugsitzes 1 in
seiner Ausdehnung oder Länge veränderbar. Bei
einer maximalen Breite des zweiten A-Seitenbereiches 7 gemäß der
Darstellung in 5 und 7 ist das
Faltteil 12 gemäß dem Ziehharmonikaprinzip
auseinandergezogen und bei der minimalen Breite des zweiten A-Seitenbereiches 7 gemäß der
Darstellung in 6 und 8 ist das
Faltteil 12 zusammengeschoben gemäß dem
Ziehharmonikaprinzip. Das Faltteil 12 besteht aus Kunststoff
und kann vorzugsweise an den mit zueinander zu verschwenkenden Kantenbereichen 27 auch
Gelenke aufweisen. Abweichend hiervon kann dies auch durch eine
Biegbarkeit des Faltteiles 12 oder mit Filmscharnieren
erreicht werden (nicht dargestellt). Das Faltteil 12 besteht
somit aus rechteckförmigen Streifen 28 mit konstanter
Breite, die an den Kantenbereichen 27 gelenkig zueinander
verbunden sind. Die Längsausdehnung der Streifen 28 ist
dabei senkrecht zu der Zeichenebene gemäß 5 und 6.
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Auf
der Sitzfläche des Sitzteiles 1 aufgebrachte Druckkräfte
von dem Fahrzeuginsassen werden somit von dem elastischen Bezug 17,
anschließend von dem Schaumstoff 20 und dann von
dem Faltteil 12 aufgenommen. Das Faltteil 12 überträgt diese
Kräfte wiederum auf die Platte 14, welche diese Kräfte
in die Lagerung 21 einleitet. Durch Aufbringen einer Druck-
oder Zugkraft auf den elastischen Bezug 17 an den seitlichen
Wangen des zweiten A-Seitenbereiches 7 kann die Breite
des zweiten A-Seitenbereiches 7 verstellt werden. Dabei
ist der zweite B-Seitenbereich 10 in analoger Weise zu
dem zweiten A-Seitenbereich 7 ausgebildet und der zweite
A-Seitenbereich 7 ist mit dem zweiten B-Seitenbereich 10 dahingehend
verbunden, dass dieser immer die gleiche konstante Breite aufweisen.
Es genügt damit, lediglich nur an dem zweiten A-Seitenbereich 7 oder nur
an dem zweiten B-Seitenbereich 10 entsprechend ausgerichtete
Querkräfte zur Verstellung der Breite des Fahrzeugsitzes 1 an
dem zweiten A-Seitenbereich 7 und an dem zweiten B-Seitenbereich 10 aufzubringen.
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Dies
gilt analog auch für das erste Ausführungsbeispiel
gemäß 1 und 2 sowie
ebenfalls auch für den ersten A-Seitenbereich 6 und
dem ersten B-Seitenbereich 9 des zweiten Ausführungsbeispieles.
Konstruktiv sind der Fahrzeugsitz 1 gemäß dem
ersten Ausführungsbeispiel und der Fahrzeugsitz 1 gemäß dem
zweiten Ausführungsbeispiel an dem ersten A-Seitenbereich 6 und
dem ersten B-Seitenbereich 9 analog ausgebildet zu dem
zweiten A-Seitenbereich 7 und dem zweiten B-Seitenbereich 10 des
zweiten Ausführungsbeispieles.
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Insgesamt
betrachtet sind mit dem erfindungsgemäßen Fahrzeugsitz 1 und
dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug erhebliche
Vorteile verbunden. Die Sitzfläche des Sitzteiles 2 und
die Anlehnfläche der Rückenlehne 3 können
von dem Fahrzeuginsassen verändert werden. Dadurch kann
in vorteilhafter Weise der Fahrzeugsitz 1 an die individuellen Bedürfnisse
eines Kraftfahrzeuges, insbesondere in der zweiten und/oder dritten
Sitzreihe des Kraftfahrzeuges, angepasst werden. Der Fahrzeugsitz 1 kann besonders
auch an Sitzbänken mit mehreren nebeneinander angeordneten
Fahrzeugsitzen 1 in Querrichtung verwendet werden, weil
der Fahrzeugsitz 1 keine Seitenlehnenteile aufweist.
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- 1
- Fahrzeugsitz
- 2
- Sitzteil
- 3
- Rückenlehne
- 4
- Kopfstütze
- 5
- A-Zentralbereich
- 6
- Erster
A-Seitenbereich
- 7
- Zweiter
A-Seitenbereich
- 8
- B-Zentralbereich
- 9
- Erster
B-Seitenbereich
- 10
- Zweiter
B-Seitenbereich
- 11
- Verstellelement
- 12
- Faltteil
- 13
- Auflageelement
- 14
- Platte
- 15
- Querrichtung
- 16
- Längsrichtung
- 17
- Elastischer
Bezug
- 18
- Bezug
- 19
- Elastische
Einlage
- 20
- Schaumstoff
- 21
- Lagerung
für Platte
- 22
- Äußeres
vertikales Wandelement
- 23
- Inneres
vertikales Wandelement
- 24
- Unteres
horizontales Wandelement
- 25
- Mittleres
horizontales Wandelement
- 26
- Elastischer
Stoff
- 27
- Kantenbereich
- 28
- Streifen
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 2318342 [0003]
- - DE 8304104 U1 [0004]
- - DE 102004042016 A1 [0005]