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Die
Erfindung betrifft eine Kontaktstruktur, ein elektronisches Bauelement
mit einer Kontaktstruktur und ein Verfahren zum Herstellen einer
Kontaktstruktur und eines elektronischen Bauelements.
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Elektronische
Bauelemente mit einem keramischen Körper und mindestens
einer metallischen Innenelektrode, wie Piezoaktoren, sind beispielsweise
aus der
DE 10
2006 003 070 B3 bekannt.
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Diese
elektronischen Bauelemente weisen typischerweise großflächige
metallische Außenkontakte auf, die zumindest zum Teil auf
dem keramischen Körper des Bauelements angeordnet sind
und in elektrischer Verbindung mit den Innenelektroden stehen.
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Auf
Grund der unterschiedlichen Materialien können sich Risse
zwischen dem keramischen Körper und den Außenkontakten
und/oder innerhalb der Kontaktstruktur bilden. Piezoelektrisch aktive
Bauelemente sind auch auf Grund der mechanischen Verformung der
piezoelektrisch aktiven Keramik rissanfällig, da diese
mechanische Verformung zu zusätzlicher Belastung der Außenkontakte
führen kann.
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Aufgabe
der Erfindung ist es daher, eine Kontaktstruktur für ein
elektronisches Bauelement mit einem keramischen Körper
und mindestens einer Innenelektrode vorzusehen, die zuverlässiger
ist. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, ein elektro nisches Bauteil
mit einer Kontaktstruktur vorzusehen, das zuverlässiger
ist.
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Gelöst
ist dies mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der jeweiligen abhängigen
Ansprüche.
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Erfindungsgemäß wird
eine Kontaktstruktur eines elektronischen Bauelements mit einem
keramischen Körper und mindestens einer Innenelektrode vorgesehen.
Die Innenelektrode ist im keramischen Körper angeordnet
und erstreckt sich bis zu einer ersten Oberfläche des Bauelements,
wo sie einen Bereich der ersten Oberfläche des Bauelements
bildet. Die erste Oberfläche des Bauelements weist eine
elektrisch isolierende Schicht mit mindestens einer Durchöffnung
auf, die zumindest einen Teil der Innenelektrode freilegt. Erfindungsgemäß weist
die Kontaktstruktur eine erste elektrisch leitende Schicht aus elektrisch
leitenden nanoskaligen Körnern und eine zweite elektrisch
leitende Kontaktschicht auf. Die erste elektrisch leitende Schicht
ist in der Durchöffnung der elektrisch isolierenden Schicht
angeordnet und mit der in der Durchöffnung angeordneten
Innenelektrode elektrisch verbunden. Die zweite elektrisch leitende
Kontaktschicht ist auf der ersten elektrisch leitenden Schicht angeordnet
und mit der Innenelektrode elektrisch verbunden.
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Die
erfindungsgemäße Kontaktstruktur weist somit zwei
Schichten auf. Die untere erste elektrisch leitende Schicht steht
in direktem Kontakt mit der Innenelektrode und ist aus nanoskaligen
Körnern gebildet. Der Begriff Nanoskalig wird hier verwendet,
um Körner mit einem Durchschnittsdurchmesser von 1 nm bis
zu 1000 nm, vorzugsweise von 1 nm bis zu 200 nm zu bezeichnen. Diese
untere elektrisch leitende Schicht bildet eine verbesserte elektrische
Verbindung mit der Innenelektrode, da der Durchmesser der nanoskaligen
Körner wesentlich kleiner ist als die Dicke bzw. freiliegende
Oberfläche der Innenelektrode, die einen Bereich der ersten
Oberfläche des Bauelements bildet.
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Typischerweise
ist die Dicke der Innenelektrode ungefähr einige Mikrometer,
beispielsweise 2 bis 3 Mikrometer (μm).
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Folglich
wird über der Dicke der Innenelektrodenlage eine elektrische
Verbindung zwischen mehreren nanoskaligen Körnern der ersten
elektrisch leitenden Schicht und der Innenelektrode erzeugt. Bei
zunehmend kleineren Körnern wird die Kontaktfläche
zwischen der ersten elektrisch leitenden Schicht und der Innenelektrode
erhöht. Diese vergrößerte Kontaktfläche
zwischen der Kontaktstruktur und der Innenelektrode führt
zu einer zuverlässigen elektrischen Verbindung auch unter
mechanischer Belastung der Kontaktstruktur.
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Die
zweite elektrisch leitende Kontaktschicht kann auch nanoskalige
Körner aufweisen, aber auch größere Körner,
d. h. nicht nanoskalige Körner aufweisen. Die zweite elektrisch
leitende Kontaktschicht kann aus einem bekannten Material sowie
mit einem bekannten Verfahren hergestellt werden. Durch das Einfügen
einiger zusätzlicher Schritte zum Aufbringen der ersten
Schicht aus nanoskaligen Körnern kann die erfindungsgemäße
Kontaktstruktur in ein bekanntes Herstellungsverfahren integriert
werden. Die Herstellungskosten können niedrig gehalten
werden.
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Die
zweite elektrisch leitende Kontaktschicht kann aus einem Leitkleber
gebildet werden oder ein galvanisch aufgebrachtes Metall oder eine
Legierung sein.
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Die
nanoskaligen Körner der ersten elektrisch leitenden Schicht
können aus einem Metall oder einer Legierung beste hen,
die eine gute elektrische Leitfähigkeit aufweist. In einem
Ausführungsbeispiel weisen die elektrisch leitenden nanoskaligen Körner
eines oder mehrere der Elemente Ag, Au, Cu, Ni, Cr, Pt, Pd, Ti und
W auf.
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Die
erste elektrisch leitende Schicht ist in einem Ausführungsbeispiel
aus nasschemisch aufgebrachten nanoskaligen Partikeln gebildet.
Diese Struktur hat den Vorteil, dass vorgeformte nanoskalige Partikel
verwendet werden können, die kommerziell erhältlich
sind. Die Partikel können als eine Suspension in einer
verdampfbaren Lösung oder als Mischung mit Bindemittel
aufgebracht werden. Die aufgebrachte Mischung kann thermisch behandelt
werden, um die Lösung oder das Bindemittel zu entfernen
und anschließend eine Schicht aus nanoskaligen gesinterten
Körnern zu bilden. Diese gesinterte Schicht kann makroskopisch
elektrisch leitend sein.
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Die
erste elektrisch leitende Schicht kann auch vorteilhaft ein Haftvermittler
sein, um die Zuverlässigkeit der Kontaktstruktur weiter
zu erhöhen. Das Material der nanoskaligen Körner
sowie das Material der Innenelektrode können so ausgewählt
werden, dass sie miteinander chemisch reagieren bzw. legieren, um
eine mechanisch zuverlässige sowie elektrisch leitende
Verbindung zu erzeugen. In diesem Ausführungsbeispiel weist
die Grenze zwischen der ersten elektrisch leitenden Schicht und
der Innenelektrode Phasen auf, die das Material der Innenelektrode
und das Material der nanoskaligen Körner aufweisen.
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Die
erste Oberfläche des elektronischen Bauelements weist eine
elektrisch isolierende Schicht mit mindestens einer Durchöffnung
auf, die zumindest einen Teil der Innenelektrode freilegt, um einen
elektrischen Kontakt zwischen der ersten und der zweiten elektrisch
leitenden Schicht und der Innen elektrode, die im keramischen Körper
angeordnet ist, zu gewährleisten. In einem Ausführungsbeispiel sind
mehrere streifenförmige Durchöffnungen in der elektrisch
isolierenden Schicht vorgesehen, die jeweils eine streifenförmige
Oberfläche einer Innenelektrode freilegen.
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Die
streifenförmigen Durchöffnungen können
die ganze Länge der Innenelektrode freilegen. Eine größere
Durchöffnung hat den Vorteil, dass sich die Kontaktfläche
zwischen der Innenelek-trode und der Kontaktstruktur erhöht
und der elektrische Widerstand des Kontakts zwischen der Innenelektrode
und der Kontaktstruktur reduziert wird. Gleichzeitig kann die Zuverlässigkeit
der Verbindung verbessert werden, da die mechanische Belastbarkeit
der Verbindung erhöht wird.
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In
einem Ausführungsbeispiel ist die erste elektrisch leitende
Schicht vollständig innerhalb der Durchöffnung
oder Durchöffnungen angeordnet. Die Dicke der ersten elektrisch
leitenden Schicht ist kleiner als die Dicke der elektrisch isolierenden
Schicht. Die erste elektrisch leitende Schicht ist in diesem Ausführungsbeispiel
als ein begrenzter Bereich oder eine Vielzahl getrennter begrenzter
Bereiche vorgesehen, die in ihrer Lage über Bereiche der
elektrisch isolierenden Schicht voneinander elektrisch isoliert sind.
Die Bereiche der ersten elektrisch leitenden Schicht sind nur über
der zweiten elektrisch leitenden Kontaktschicht miteinander elektrisch
verbunden.
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In
einem Ausführungsbeispiel ist die erste elektrisch leitende
Schicht ferner auf der elektrisch isolierenden Schicht angeordnet.
In diesem Ausführungsbeispiel ist die erste elektrisch
leitende Schicht nicht nur innerhalb der Durchöffnungen,
sondern auch neben den Durchöffnungen angeordnet. Die erste
elektrisch leitende Schicht kann mehrere freigelegte Innenelektrode
der Oberfläche miteinander elektrisch verbinden, wenn sie
sich über mehrere freigelegte Innenelektroden erstreckt.
Die erste elektrisch leitende Schicht aus nanoskaligen Körnern kann
somit eine geschlossene Schicht auf der Oberfläche des
Bauelements sein.
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In
einem weiteren Ausführungsbeispiel ist ferner eine Schutzschicht
auf der zweiten elektrisch leitenden Kontaktschicht angeordnet.
Die Schutzschicht kann die Lebensdauer des Bauelements im Betrieb
erhöhen, da die Kontaminierung der Kontaktstruktur durch
die Betriebsbedingungen verhindert wird. Insbesondere bei der Verwendung
des Bauelements als Piezoelektrischen Aktor kann das Bauelement
in physischem Kontakt mit dem zu schaltenden Stoff, zum Beispiel
Diesel oder Benzin bei einem Einspritzventil, kommen. Dieser Stoff
kann korrosiv sein, so dass das Material der Schutzschicht entsprechend
ausgewählt wird.
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Die
Schutzschicht kann das Bauelement an den Seitenflächen
vollständig umhüllen, wobei Kontaktflächen
der Sammelkontakte frei gehalten werden, so dass ein externer Kontakt
zu den Bauelementen hergestellt werden kann. In weiteren Ausführungsbeispielen
ist die Schutzschicht elektrisch isolierend und/oder weist Kunststoff
auf.
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Die
erste Oberfläche des Bauelements weist eine elektrisch
isolierende Schicht auf, die in einem Ausführungsbeispiel
eine weitere Lage ist, die auf dem keramischen Bauelement angeordnet
ist. Diese Anordnung kann verwendet werden, wenn sich die Innenelektrode
vollständig über die Lagen des keramischen Körpers
erstreckt, wie zum Beispiel bei einem vollaktiven Vielschichtpiezoaktor.
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In
einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die elektrisch isolierende
Schicht aus dem keramischen Körper des Bauelements gebildet.
Der keramische Körper weist somit Durchöffnungen
in seiner Oberfläche auf, die zumindest einen Teil der
Innenelektrode freilegt. Diese Anordnung kann verwendet werden,
wenn sich die Innenelektrode nicht vollständig über
die keramische Lage erstreckt.
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Die
Erfindung sieht auch ein elektronisches Bauelement mit einer Kontaktstruktur
nach einem der vorherstehenden Ausführungsbeispiele vor.
Das elektronische Bauelement weist einen keramischen Körper
und mindestens eine Innenelektrode auf, die im keramischen Körper
angeordnet ist, sich bis zu einer ersten Oberfläche des
Bauelements erstreckt und einen Bereich der ersten Oberfläche
des Bauelements bildet. Die erste Oberfläche des elektronischen
Bauelements weist eine elektrisch isolierende Schicht mit mindestens
einer Durchöffnung auf, die zumindest einen Teil der Innenelektrode
freilegt.
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Wie
bereits erläutert weist die Kontaktstruktur erfindungsgemäß eine
erste untere elektrisch leitende Schicht aus elektrisch leitenden
nanoskaligen Körnern und eine zweite obere elektrisch leitende Kontaktschicht
auf. Die erste elektrisch leitende Schicht ist in der Durchöffnung
der elektrisch isolierenden Schicht angeordnet und mit der in der
Durchöffnung angeordneten Innenelektrode elektrisch verbunden.
Die zweite obere elektrisch leitende Kontaktschicht ist auf der
ersten unteren elektrisch leitenden Schicht angeordnet und mit der
Innenelektrode elektrisch verbunden.
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In
einem Ausführungsbeispiel ist das elektronische Bauelement
ein Vielschichtpiezoaktor, der eine Vielzahl von piezoelektrisch
aktiven Lagen und eine Vielzahl von elektrisch leitenden Innenelektrodenlagen
aufweist. Die elektrisch leitenden Innenelektrodenlagen sehen jeweils
eine elektrisch leitende Innenelektrode vor. Die piezoelektrisch
aktiven Lagen und die elektrisch leitenden Innenelektrodenlagen
sind abwechselnd aufeinander in einer Stapelrichtung gestapelt.
Die erste Oberfläche des elektronischen Bauelements erstreckt
sich ungefähr senkrecht zu der Fläche der piezoelektrisch
aktiven Lagen und der elektrisch leitenden Innenelektrodenlagen und
parallel zu der Stapelrichtung.
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In
einem Ausführungsbeispiel ist jede zweite Innenelektrodenlage
der ersten Oberfläche in einer von mehreren Durchöffnungen
der elektrisch isolierenden Schicht angeordnet. Die weiteren Innenelektrodenlagen
sind von der elektrisch isolierenden Schicht auf der ersten Oberfläche
abgedeckt.
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In
einer Weiterbildung dieses Ausführungsbeispiels verbindet
die zweite elektrisch leitende Kontaktschicht jede zweite der Vielzahl
der Innenelektrodenlagen der ersten Oberfläche elektrisch
miteinander. Die zweite elektrisch leitende Kontaktschicht sieht
einen Sammelkontakt vor, der jede zweite der Vielzahl der an der
ersten Oberfläche freigelegten Innenelektrodenlagen parallel
elektrisch verbindet.
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In
einer Weiterbildung weist das elektronische Bauelement eine zweite
Oberfläche auf, die gegenüber der ersten Oberfläche
angeordnet ist. Diese zweite Oberfläche weist eine Kontaktstruktur
nach einem der vorherstehenden Ausführungsbeispiele auf.
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Wenn
die erste Oberfläche des elektronischen Bauteils eine Vielzahl
der abwechselnden piezoelektrischen Lagen und elektrisch leitende
Innenelektrodenlagen und eine elektrisch isolierende Schicht mit
Durchöffnungen aufweist, kann die zweite Oberfläche
auch eine Vielzahl der abwechselnden piezoelektri schen Lagen und
elektrisch leitenden Innenelektrodenlagen und eine elektrisch isolierende Schicht
mit Durchöffnungen aufweisen.
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In
diesem Fall legt eine Durchöffnung der elektrisch isolierenden
Schicht auf der zweiten Oberfläche jede zweite Innenelektrodenlage
der zweiten Oberfläche frei, die nicht mit der zweiten
elektrisch leitenden Kontaktschicht auf der ersten Oberfläche elektrisch
verbunden ist. Benachbarte Innenelektrodenlagen des Stapels sind
mit unterschiedlichen Kontaktschichten elektrisch verbunden. Die
zwei Kontaktschichten sind voneinander elektrisch getrennt, so dass
eine Spannung zwischen benachbarten Innenelektrodenlagen des Vielschichtpiezoaktors mit
den Kontaktschichten angelegt werden kann.
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Diese
Anordnungen der erfindungsgemäßen Kontaktstruktur
bei einem Vielschichtpiezoaktor können verwendet werden,
wenn die piezoelektrisch aktiven Lagen nahezu vollaktiv sind, sowie
wenn die piezoelektrisch aktiven Lagen nicht piezoelektrisch aktive
Bereiche aufweisen.
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Die
Erfindung sieht auch ein Verfahren zum Kontaktieren eines keramischen
Bauelements vor. Zunächst wird ein Bauelement mit einem
keramischen Körper und mindestens einer Innenelektrode bereitgestellt.
Die Innenelektrode ist im keramischen Körper angeordnet,
erstreckt sich bis zu einer ersten Oberfläche des Bauelements
und bildet einen Bereich der ersten Oberfläche des Bauelements.
Die erste Oberfläche weist eine elektrisch isolierende Schicht
mit mindestens einer Durchöffnung auf, die zumindest einen
Teil der Innenelektrode freilegt. Eine erste Schicht mit elektrisch
leitenden Nanopartikeln wird in die Durchöffnung aufgebracht.
Danach wird eine zweite elektrisch leitende Schicht auf der ersten Schicht
aufgebracht, wobei die Innenelektrode über der ersten Schicht
mit der zweiten Schicht elektrisch verbunden wird.
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In
einem Ausführungsbeispiel weist das Bauelement eine Vielzahl
von piezoelektrisch aktiven Lagen und eine Vielzahl von elektrisch
leitenden Innenelektrodenlagen auf. Die piezoelektrisch aktiven
Lagen und die elektrisch leitenden Innenelektrodenlagen sind abwechselnd
aufeinander in einer Stapelrichtung gestapelt. In einer Weiterbildung
dieses Verfahrens wird die elektrisch isolierende Schicht so strukturiert,
dass eine Durchöffnung jede zweite Innenelektrodenlage
an der ersten Oberseite freilegt.
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In
diesem Ausführungsbeispiel wird die erste elektrisch leitende
Schicht in den Durchöffnungen der elektrisch isolierenden
Schicht aufgebracht. Die zweite elektrisch leitende Schicht wird
auf der ersten elektrisch leitenden Schicht in den Durchöffnungen aufgebracht,
so dass mehrere Innenelektroden, die jeweils in einer der Durchöffnungen
freigelegt sind, miteinander sowie mit der zweiten Kontaktschicht elektrisch
verbunden werden.
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Wenn
das Bauelement eine Vielzahl der abwechselnden piezoelektrisch aktiven
Lagen und elektrisch leitenden Innenelektrodenlagen und eine zweite
Oberfläche aufweist, die gegenüber der ersten
Oberfläche angeordnet ist, wird eine elektrisch isolierende
Schicht mit Durchöffnungen auf der zweiten Oberfläche
so strukturiert, dass eine Durchöffnung jede zweite Innenelektrodenlage
der zweiten Oberfläche freilegt, die nicht mit der zweiten
elektrisch leitenden Kontaktschicht auf der ersten Oberfläche
elektrisch verbunden ist. Jede Kontaktschicht sieht eine elektrische
Verbindung mit einer Gruppe von Innenelektroden vor, wobei die zwei
Gruppen von Innenelektroden voneinander elektrisch isoliert sind.
Die Innen elektrode jeder Gruppe ist zumindest über ihre
zweite Kontaktschicht parallel elektrisch verbunden.
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Die
Innenelektroden, die einen Teil der ersten Oberfläche bilden,
werden über der zweiten Kontaktschicht, die auf der ersten
Oberfläche angeordnet ist, miteinander elektrisch verbunden.
Die Innenelektroden, die einen Teil der zweiten Oberfläche
bilden, werden über der zweiten Kontaktschicht, die auf
der zweiten Oberfläche angeordnet ist, miteinander elektrisch
verbunden.
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Wie
bei der ersten Oberfläche kann eine erste Schicht mit elektrisch
leitenden Nanopartikeln in die Durchöffnungen der zweiten
Oberfläche aufgebracht werden. Eine obere zweite elektrisch
leitende Kontaktschicht wird auf der unteren ersten elektrisch leitenden
Schicht aus nanoskaligen Körnern auf der zweiten Oberfläche
aufgebracht.
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Die
Nanopartikel, aus denen die erste Schicht gebildet wird, können
in einer Mischung mit einem Lösungsmittel oder in einer
Mischung mit einem oder mehreren organischen Bindemitteln aufgebracht
werden. Danach kann das Bauelement thermisch behandelt werden, um
die Lösungsmittel bzw. Bindemittel zu entfernen, und um
die elektrische Leitfähigkeit der ersten Schicht zu erhöhen.
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Eine
elektrische sowie mechanische Verbindung zwischen der ersten Schicht
und der Innenelektrode kann durch eine thermische Behandlung erfolgen.
Eine elektrisch leitende Schicht mit nanoskaligen Körnern
wird aus den aufgebrachten Nanopartikeln gebildet.
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Eine
elektrische Verbindung zwischen der ersten Schicht und der in der
Durchöffnung freigelegten Innenelektrode kann durch eine
chemische Reaktion oder Legieren der ersten Schicht mit der Innenelektrode
erzeugt werden. In diesem Fall kann die erste Schicht gleichzeitig
eine haftvermittelnde Wirkung ausüben.
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Die
Nanopartikel bzw. die Lösungsmittel oder Bindemittel mit
Nanopartikeln können mit einem Siebdruckverfahren, Sprühen
oder Tauchen aufgebracht werden. In einer Durchführungsform
kann beim Aufbringen der Nanopartikel in die Durchöffnung
die elektrisch isolierende Schicht als Maske verwendet werden. Dieses
Verfahren kann verwendet werden, wenn die erste Schicht vollständig
innerhalb der Durchöffnungen angeordnet wird.
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Die
zweite elektrisch leitende Schicht kann mit Sprühen oder
Tauchen oder einem Siebdruckverfahren aufgebracht werden.
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In
einem Ausführungsbeispiel wird die elektrisch isolierende
Schicht durch Sprühen oder Tauchen oder einem Siebdruckverfahren
oder Auflaminieren einer Folie aufgebracht. Wird die elektrisch isolierende
Schicht in Form einer geschlossenen Schicht aufgebracht, kann nach
dem Aufbringen der elektrisch isolierende Schicht die elektrisch
isolierende Schicht mit Laserablation oder einem photolithographischen
Verfahren strukturiert werden.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden nun anhand der Zeichnungen naher erläutert.
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1 zeigt
eine schematische Ansicht eines Vielschichtpiezoaktors mit einer
erfindungsgemäßen Kontaktstruktur,
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2 zeigt
eine schematische detaillierte Ansicht einer Kontaktstruktur nach
einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, und
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3 zeigt
eine schematische detaillierte Ansicht einer Kontaktstruktur nach
einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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1 zeigt
einen Vielschichtpiezoaktor 1, der eine Vielzahl von Innenelektrodenlagen 2 und eine
Vielzahl von piezoelektrisch aktiven Lagen 3 aufweist.
Der Vielschichtpiezoaktor dient in diesem Ausführungsbeispiel
zur Verwendung als Betätigungselement in Einspritzventilen
eines Kraftfahrzeugmotors. Die Innenelektrodenlagen 2 und
die piezoelektrisch aktiven Lagen 3 sind abwechselnd aufeinander
in einer Stapelrichtung 4 gestapelt und bilden einen mehrlagigen
Körper 7 des Vielschichtpiezoaktors 1.
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Die
Innenelektrodenlagen 2 bestehen jeweils aus einem elektrisch
leitenden Material, insbesondere einem Metall oder einer Legierung
wie Ag-Pd. Die piezoelektrisch aktiven Lagen 3 bestehen
aus einem Material, das den piezoelektrischen Effekt zeigt, d. h. beim
Anlegen eines elektrischen Felds verformt sich das Material mechanisch.
Diese mechanische Verformung erzeugt eine nutzbare Dehnung und/oder Kraft
an den Endflächen, so dass der Stapel als Aktor verwendet
werden kann.
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In
diesem Ausführungsbeispiel bestehen die piezoelektrisch
aktiven Lagen 3 aus einer Keramik, insbesondere PZT (Blei-Zirkonat-Titanat).
Die Innenelektrodenlagen 2 erstrecken sich über
die gesamte Fläche der benachbarten piezoelektrisch aktiven
Lagen 3. Diese Anordnung des Vielschichtpiezoaktors 1 wird
als vollaktiver Piezoaktorstapel bezeichnet. In dieser Anordnung
erstrecken sich die Innenelektroden 2 zu den Rand seiten 5 des
Stapels und bilden dort einen Teil der Oberfläche 6 des
Körpers 7 des Piezoaktors 1.
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Der
Piezoaktor 1 weist ferner eine Kontaktstruktur 8 auf,
mit der ein elektrischer Kontakt zu den jeweiligen Innenelektroden 2 hergestellt
werden kann. Eine Spannung wird zwischen den benachbarten Innenelektroden 2 des
Stapels angelegt, so dass die zwischen den Innenelektroden 2 angeordneten piezoelektrisch
aktiven Lagen 3 mechanisch reagieren. Jede zweite Innenelektrode 2 ist
zu einem gemeinsamen Sammelkontakt 11 elektrisch verbunden, so
dass zwei Gruppen von Innenelektroden 9, 10 vorgesehen
sind, die voneinander elektrisch isoliert sind. Benachbarte Innenelektroden 2, 2' des
Stapels gehören zu unterschiedlichen Gruppen 9, 10.
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Ein
erster Sammelkontakt 11 ist auf einer ersten Randseite 12 des
Körpers 7 angeordnet und ein zweiter Sammelkontakt 13 auf
der gegenüberliegenden Randseite 14 des Körpers 7,
wobei der erste Sammelkontakt 11 mit der ersten Gruppe 9 von
Innenelektroden 2 und der zweite Sammelkontakt 13 mit
der zweiten Gruppe 10 von Innenelektroden 2' elektrisch
verbunden ist.
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Um
einen Kurzschluss zwischen den zwei Gruppen 9, 10 von
Innenelektroden 2, 2' sowie zwischen den zwei
Sammelkontakten 11, 13 zu vermeiden, ist eine
elektrisch isolierende Schicht 15 auf zumindest den zwei
Randseiten 12, 14 des Körpers 7 mit
den Sammelkontakten 11, 13 angeordnet.
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Die
elektrisch isolierende Schicht 15 weist Durchöffnungen 16 auf,
die die Oberfläche 17 der Innenelektrodenlagen 2 freilegen,
die einen Teil der ersten Oberfläche 6 des Körpers 7 bildet.
Insbesondere legen die Durchöffnungen 16 der elektrisch
isolierenden Schicht 15 die erste Gruppe 9 von
Innenelektroden 2 auf der ersten Randseite 12 und
die zweite Grup pe 10 von Innenelektroden 2' auf
der zweiten Randseite 14 frei.
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Auf
der ersten Randseite 12 ist die zweite Gruppe 10 von
Innenelektroden 2' von der elektrisch isolierenden Schicht 15 abgedeckt
und folglich durch die elektrisch isolierende Schicht 15 von
dem darauf angeordneten Sammelkontakt 11 elektrisch isoliert. Auf
der zweiten Randseite 14 ist die erste Gruppe 9 von
Innenelektroden 2 von der elektrisch isolierenden Schicht 15 abgedeckt
und folglich durch die elektrisch isolierende Schicht 15 von
dem darauf angeordneten Sammelkontakt 13 elektrisch isoliert.
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Die
Kontaktstruktur 8 der Sammelkontakte 11 nach einem
ersten Ausführungsbeispiel ist in der detaillierten Ansicht
der 2 dargestellt. In der 2 ist die
Kontaktstruktur 8 des ersten Sammelkontakts 11 dargestellt.
Die Kontaktstruktur 8 des zweiten Sammelkontakts 13 ist
gleich.
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In
der detaillierten Ansicht der 2 ist ein Teil
der ersten Randseite 12 des Vielschichtpiezoaktors 1 mit
vier der piezoelektrisch aktiven Lagen 3 sowie drei Innenelektrodenlagen 2 dargestellt.
Die elektrisch isolierende Schicht 15 ist auf der Oberfläche 6 des
Körpers 7 des Vielschichtpiezoaktors 1 angeordnet
und legt jede zweite Innenelektrode 2 frei. Die derzwischen
angeordnete Innenelektrode 2' der zweiten Gruppe 10 ist
von der elektrisch isolierenden Schicht 15 abgedeckt und
mit dieser elektrisch isolierenden Schicht 15 von dem darauf
angeordneten ersten Sammelkontakt 11 elektrisch isoliert.
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Die
Kontaktstruktur 8 besteht aus zwei Schichten 18, 19.
Eine erste untere elektrisch leitende Schicht 18 weist
nicht dargestellte nanoskalige Körner auf und ist in den
Durchöffnun gen 16 der elektrisch isolierenden
Schicht 15 angeordnet. Die erste elektrisch leitende Schicht 18 steht
in direktem Kontakt und in elektrischer Verbindung mit der freigelegten
Innenelektrode 2, die innerhalb der Durchöffnung 16 angeordnet
ist.
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In
diesem Ausführungsbeispiel ist die erste Schicht 18 vollständig
innerhalb der jeweiligen Durchöffnungen 16 angeordnet.
Die Dicke der ersten Schicht 18 ist kleiner als die Dicke
der elektrisch isolierenden Schicht 15. Die erste Schicht 18 besteht aus
einer Vielzahl von Bereichen 20, die voneinander durch
die elektrisch isolierende Schicht 15 getrennt sind. Die
nanoskaligen Körner der ersten elektrisch leitenden Schicht 18 bestehen
aus einem elektrisch leitenden Metall oder einer elektrisch leitenden
Legierung, wie Silber oder Gold und deren Legierungen.
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Die
zweite elektrisch leitende Schicht 19 der Kontaktstruktur 8 erstreckt
sich über die gesamte Randseite 12 des Vielschichtpiezoaktors 1 und
in den Durchöffnungen 16 der elektrisch isolierenden Schicht 15.
Die zweite Schicht 19 ist direkt auf der Oberfläche 21 der
elektrisch isolierenden Schicht 15 sowie auf der ersten
elektrisch leitende Schicht 18 angeordnet. Die zweite elektrisch
leitenden Schicht 19 sieht der Sammelkontakt 11 vor,
da sie die Innenelektroden 2 der ersten Gruppe 9 miteinander
elektrisch verbindet. Die zweite Schicht 19 wird aus einem
Leitkleber hergestellt. In einem weiteren Ausführungsbeispiel
wird die zweite Schicht mit einem galvanischen Verfahren aufgebracht.
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Die
nanoskaligen Körner der ersten Schicht führen
zu einer höheren Kontaktfläche zwischen der Kontaktstruktur 8 und
der Innenelektrode 2. Diese höhere Kontaktfläche
sieht eine niedrigeren Kontaktwiderstand sowie eine verbesserte
mechanische Belastbarkeit der Verbindung zwischen der Kontaktstruktur 8 und
der Innenelektroden 2 vor.
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Die
Innenelektrodenlagen 2 weisen eine Dicke von typischerweise
2 bis 3 μm und die nanoskaligen Körner der ersten
Schicht 18 einen Durchschnittsdurchmesser von 2 bis 1000
nm auf. Folglich sind mehrere nanoskalige Körner in direktem
Kontakt mit der freiliegenden Oberfläche 17 der
Innenelektrode 2. Die Kontaktfläche zwischen der
ersten Schicht 18 und der Innenelektrode 2 ist
höher als die Kontaktfläche, die durch die Verwendung
einer Schicht mit Partikeln größeren Durchmessers,
wie zum Beispiel Leitkleber mit Körnern oder Partikeln
mit einem größeren Durchmesser von 1 bis 10 μm,
vorgesehen werden kann.
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Die
erste elektrisch leitende Schicht 18 ist zwischen den Innenelektroden 2 und
der zweiten elektrisch leitenden Sammelschicht 19 angeordnet und
dient zumindest zum Teil als Haftvermittler, um die mechanische
Festigkeit der Verbindung zwischen dem Sammelkontakt 19 und
dem Körper 7 des Piezoaktors 1 zu verbessern.
Die haftvermittelnde Wirkung kann weiter erhöht werden,
wenn zumindest an der Grenze zwischen der Innenelektrode 2 und
der ersten Schicht 18 Phasen entstehen, die die Produkte
einer Reaktion oder Legieren des Materials der ersten Schicht 18 und
des Materials der Innenelektroden 2 sind. Das Material
der ersten Schicht 18 und das Material der Innenelektrode 2 kann
so ausgewählt und das Herstellungsverfahren so eingestellt werden,
dass eine geeignete Reaktion stattfindet.
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Ferner
kann das Material der ersten Schicht 18 mit dem Material
der zweiten Schicht 19 reagieren, so dass eine verbes serte
mechanische Verbindung zwischen diesen Schichten 18, 19 der
Kontaktstruktur 8 entsteht.
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Die 3 zeigt
eine detaillierte Ansicht einer Kontaktstruktur 8' eines
piezoelektrischen Aktors 1' nach einem zweiten Ausführungsbeispiel.
Die Kontaktstruktur 8' weist eine untere erste elektrisch
leitende Schicht 18' aus nicht dargestellten nanoskaligen
Körnern und eine obere zweite elektrisch leitende Schicht 19 auf,
wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, das in der 2 gezeigt
ist.
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Die
Kontaktstruktur 8' des zweiten Ausführungsbeispiels
unterscheidet sich von der Kontaktstruktur 8 des ersten
Ausführungsbeispiel durch die Anordnung der ersten unteren
elektrisch leitenden Schicht 18'. Im zweiten Ausführungsbeispiel
hat die erste Schicht 18' die Form einer geschlossenen Schicht,
die sich vollständig und ungefähr konform über
die elektrisch isolierende Schicht 15 erstreckt. Die erste
Schicht 18' erstreckt sich über die Innenwände 22 sowie
dem Boden 23 der Durchöffnungen 16, wobei
eine Innenelektrode 2 zumindest einen Teil des Bodens 23 jeder
zweiten Durchöffnung 16 bildet.
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In
dieser Ausführungsform steht die zweite obere elektrisch
leitende Schicht 19 nur in direktem Kontakt mit der ersten
elektrisch leitenden Schicht 18' und nicht in direktem
Kontakt mit der elektrisch isolierenden Schicht 15. Im
zweiten Ausführungsbeispiel verbindet sowohl die erste
Schicht 18' als auch die zweite Schicht 19 die
freigelegten Innenelektroden 2 der ersten Randseite 12 elektrisch
miteinander.
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Der
Vielschichtpiezoaktor 1 kann mit dem folgenden Verfahren
hergestellt werden. Zunächst wird ein gestapeltes Bauelement
aus abwechselnd angeordneten Innenelektrodenlagen 2 und
pie zoelektrischaktiven Lagen 3 hergestellt. Danach können
die Oberflächen 6 des Bauelements weiterbearbeitet werden,
beispielsweise durch Schleifen, um eine Oberfläche 6 aus
den keramischen piezoelektrisch aktiven Lagen 3 und den
Innenelektrodenlagen 2 zu formen.
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Eine
elektrisch isolierende Schicht 15 wird zumindest auf den
Randseiten 12, 14 des Körpers 7 aufgebracht,
an denen die Sammelkontakte 11, 13 später
aufgebracht werden. Diese elektrisch isolierende Schicht 15 kann
als eine geschlossene Schicht oder eine strukturierte Schicht aufgebracht
werden. In einer Durchführungsform werden sämtliche
Oberflächen 6 des Körpers 7 mit
der elektrisch isolierenden Schicht 15 beschichtet. Im
Falle einer geschlossenen Schicht wird die elektrisch isolierende
Schicht 15 nach dem Aufbringen strukturiert, um die Innenelektroden 2 frei
zu legen. Insbesondere wird auf einer ersten Randseite 12 jede
zweite Innenelektrode 2 freigelegt und auf der gegenüberliegenden
Randseite 14 wird jede zweite Innenelektrode 2' freigelegt, die
nicht auf der ersten Randseite 12 freigelegt ist.
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Die
erste Schicht 18 wird in den Durchöffnungen 16 in
der elektrisch isolierenden Schicht 15 aufgebracht. Die
erste Schicht 18 kann als eine Suspension von Nanopartikeln
in einem Lösungsmittel aufgebracht werden. Das Lösungsmittel
wird entfernt, beispielsweise durch aund eine erste Schicht 18 aus nanoskaligen
Körnern aus den Nanopartikeln gebildet.
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In
einer Ausführungsform zum Herstellen einer Kontaktstruktur 8,
die in der 2 dargestellt ist, werden die
Nanopartikel in den Durchöffnungen 16 beispielsweise
mit einem Siebdruckverfahren aufgebracht, so dass die erste elektrisch
leitende Schicht 18 vollständig innerhalb der
Durchöffnungen 16 angeordnet ist. In diesem Fall
kann die strukturierte elektrisch isolierende Schicht 15 als
eine Maske verwendet werden.
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In
einer Ausführungsform zum Herstellen einer Kontaktstruktur 8',
die in der 3 dargestellt ist, werden die
Nanopartikel als eine geschlossene Schicht 18' beispielsweise
durch Tauchen aufgebracht, die sich über die elektrisch
isolierende Schicht 15 sowie die Durchöffnungen 16 erstreckt.
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In
dieser Ausführungsform wird die aufgebrachte geschlossene
Schicht 18' auf den zwei sich gegenüberliegenden
Randseiten 12, 14 des Körpers 7 strukturiert,
so dass zwei Bereiche der ersten elektrisch leitende Schicht 18',
die elektrisch voneinander getrennt sind, auf den zwei sich gegenüberliegenden Randseiten 12, 14 geformt
wird. Dies kann durch das selektive Aufbringen der ersten Schicht 18' nur
auf diesen zwei Randseiten 12, 14 oder durch das
Aufbringen einer geschlossenen Schicht 18' auf sämtliche
Randseiten 5 des Körpers 7 erfolgen,
die anschließend strukturiert wird.
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Zum
Herstellen der Kontaktstruktur 8, 8', die in der 2 oder
in der 3 dargestellt ist, wird nach dem Aufbringen und
Bilden der ersten Schicht 18, 18' der Kontaktstruktur 8, 8' eine
zweite Schicht 19 aus Leitkleber aufgebracht. Die zweite
Schicht 19 wird zumindest auf den Randseiten 12, 14,
auf denen die Sammelkontakte 11, 13 angeordnet
sein sollen, aufgebracht. Die zweite Schicht 19 erstreckt
sich zwischen den freiliegenden Innenelektroden 2, 2' einer der
zwei Gruppen 9, 10 und verbindet die Innenelektrode 2, 2' dieser
Gruppen 9, 10 elektrisch miteinander.
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Wie
bei der ersten Schicht 18, 18' kann die aufgebrachte
geschlossene zweite Schicht 19 auf den zwei sich gegenüberliegenden
Randseiten 12, 14 des Körpers 7 strukturiert
werden, so dass zwei Bereiche und folglich zwei Sammelkontakte 11, 13, die
elektrisch voneinander getrennt sind, geformt werden. Dies kann
durch das selektive Aufbringen der zweiten Schicht 19 oder
durch das Aufbringen einer geschlossene Schicht 19, die
anschließend strukturiert wird, erfolgen.
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Nach
dem Aufbringen der zweiten Schicht 19 kann diese behandelt
werden, beispielsweise durch thermische Behandlung, um eine elektrisch
leitende Schicht zu erzeugen und/oder die elektrische Leitfähigkeit
dieser zweiten Schicht 19 zu erhöhen. Anschließend
kann eine nicht dargestellte äußere Schutzschicht
auf den Vielschichtpiezoaktor aufgebracht werden.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102006003070
B3 [0002]