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DE102008025179A1 - Kontaktwippe - Google Patents

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DE102008025179A1
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contact rocker
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Axel Schneider
Thomas Haehnel
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TE Connectivity Germany GmbH
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Tyco Electronics AMP GmbH
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    • H01H1/5822Flexible connections between movable contact and terminal

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  • Electromagnetism (AREA)
  • Contacts (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Kontaktwippe für ein Relais sowie ein elektromagnetisches Relais mit einer derartigen Kontaktwippe. Der besondere Ansatz der Erfindung ist es dabei, den beweglichen Schaltkontakt auf einem massiven Kontaktbalken mit hoher Stromtragfähigkeit anzuordnen, der mittels eines kurzen Folienstreifens aus dünnem Federmaterial mit dem Festanschluss elektrisch und mechanisch verbunden ist. Vorteilhafterweise kann der Folienstreifen so ausgestaltet werden, dass er zugleich die Funktion einer Rückstellfeder und/oder einer Überhubfeder zum Kontaktkraftaufbau übernehmen kann. Mit dieser Kontaktwippe kann ein Hochstromrelais, insbesondere für den Kfz-Einsatz, angegeben werden, das sich durch einen niedrigen Lastkreiswiderstand, hohe Zuverlässigkeit und geringe Fertigungs- sowie Materialkosten auszeichnet.

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kontaktwippe für ein Relais sowie auf ein elektromagnetisches Relais, insbesondere ein Hochstromrelais, mit einer derartigen Kontaktwippe.
  • An elektromagnetische Relais werden je nach Anwendungsgebiet unterschiedliche Anforderungen gestellt. Beim Schalten hoher Ströme (> 100 A) betreffen diese Anforderungen im Wesentlichen die Größe des Lastkreiswiderstands und damit die Leiterquerschnitte im Lastkreis. Um Dauerströme von einigen 100 A tragen zu können, sollte sich der Lastkreiswiderstand in der Größenordnung von 0,1 mΩ bewegen, um die Verlustleistung und die damit verbundene Erwärmung des Relais in Grenzen zu halten. Derartige Anforderungen finden sich beispielsweise im Kraftfahrzeugbereich, insbesondere im Zusammenhang mit dem Energiemanagement im Automobil-Bordnetz.
  • Als problematisch hat sich in diesem Zusammenhang vor allem die elektrische Verbindung zwischen dem Festanschluss und dem beweglichen Schaltkontakt des Relais erwiesen, da hier zahlreiche gegensätzliche Anforderungen in Einklang gebracht werden müssen. Zum einen ist wegen des geforderten niedrigen Lastkreiswiderstands ein großer Leiterquerschnitt und eine gute Stromleitfähigkeit des Materials erforderlich. Gleichzeitig darf der Krafteinfluss auf den Schaltkontakt nicht zu groß sein, um die Ein- und Ausschaltbewegung des Schaltkontakts nicht zu behindern. Die elektrische Verbindung zum beweglichen Schaltkontakt muss daher eine hohe Flexibilität aufweisen, andererseits muss aber auch eine hinreichende mechanische Stabilität gewährleistet sein, um die in Relaisanwendungen übliche hohe Zahl von Schaltbewegungen garantieren zu können.
  • Aus der DE 100 2004 013 471 A1 ist ein Hochstromrelais bekannt, bei dem der bewegliche Schaltkontakt über eine Flachlitze großen Querschnitts mit dem Festanschluss verbunden ist. Nachteilig an diesem Ansatz ist der unerwünschte und undefinierte Krafteinfluss der nicht formstabilen Flachlitze auf den beweglichen Schaltkontakt.
  • Aus der DE 34 46 203 A1 ist ebenfalls ein Hochstromrelais bekannt, bei dem anstelle einer einzelnen herkömmlichen Kontaktfeder ein Federpaket aus mehreren Federlamellen verwendet wird, um die Stromtragfähigkeit zu erhöhen ohne den Krafteinfluss auf den beweglichen Schaltkontakt übermäßig zu vergrößern. Nachteilig an diesem Ansatz ist aber das konstruktiv aufwändige Federpaket sowie der trotz allem vergrößerte Krafteinfluss der Federlamellen auf den beweglichen Schaltkontakt.
  • Aus der DE 199 33 797 A1 ist außerdem ein Relais bekannt, bei dem die Problematik der elektrischen Verbindung des beweglichen Schaltkontakts mit dem Festanschluss mit Hilfe einer Brückenkontaktanordnung vermieden wird. Bei der Brückenkontaktanordnung ist ein zusätzlicher beweglicher Schaltkontakt vorgesehen, der elektrisch in Reihe mit dem ersten Schaltkontakt liegt. Dadurch ergeben sich aber andere Nachteile, insbesondere hinsichtlich einer Vergrößerung des Lastkreiswiderstands und einer Erhöhung der Herstellungskosten durch den zusätzlichen Schaltkontakt. Außerdem führt das unterschiedliche Schaltverhalten der in Reihe liegenden Schaltkontakte zu einem unterschiedlichen Kontaktabbrand, wodurch die Lebensdauer des Relais verkürzt wird.
  • Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte elektrische Verbindung zwischen einem beweglichen Schaltkontakt und einem Festanschluss zur Verfügung zu stellen. Es ist außerdem eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Relais, insbesondere ein Hochstromrelais anzugeben, das sich durch einen niedrigen Lastkreiswiderstand, hohe Zuverlässigkeit und geringe Fertigungs- sowie Materialkosten auszeichnet.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • Es ist der besondere Ansatz der vorliegenden Erfindung, den beweglichen Schaltkontakt auf einer Kontaktwippe anzuordnen, die aus einem massiven Kontaktbalken hoher Stromtragfähigkeit und einem kurzen Folienstreifen aus dünnem Federmaterial besteht, wobei der Folienstreifen sowohl die elektrische als auch die mechanische Verbindung zum Festanschluss übernimmt.
  • Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Kontaktwippe für ein Relais, insbesondere für ein Hochstromrelais, zum Schließen oder Öffnen eines Stromkreises zwischen einem ersten und einem zweiten Festanschluss zur Verfügung gestellt. Die Kontaktwippe umfasst einen Kontaktbalken und einen Federstreifen, wobei ein Ende des Kontaktbalkens mittels des Federstreifens leitend mit dem ersten Festanschluss verbunden ist und das andere, freie Ende des Kontaktbalkens, je nach Stellung der Kontaktwippe, eine elektrische Verbindung mit dem zweiten Festanschluss herstellt oder unterbricht.
  • Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Relais, insbesondere ein Hochstromrelais für den Einsatz in Kraftfahrzeugen, mit einer derartigen Kontaktwippe zur Verfügung gestellt.
  • Vorzugsweise umfasst die Kontaktwippe einen Festkontakt, der mit dem zweiten Festanschluss leitend verbunden ist, und einen Bewegkontakt, der am freien Ende des Kontaktbalkens angebracht ist und je nach Stellung der Kontaktwippe mit dem Festkontakt zusammenwirkt. Sowohl der Fest- als auch der Bewegkontakt sind vor teilhafterweise mit einer Edelmetalloberfläche versehen, um einen guten elektrischen Kontakt sicherzustellen und den Kontaktabbrand beim Schalten hoher Ströme zu reduzieren.
  • Vorteilhafterweise wird außerdem der Kontaktbalken aus einem Material mit guter Stromleitfähigkeit, insbesondere Kupfer oder Aluminium, gefertigt. Vorteilhafterweise ist außerdem der Federstreifen aus einem elastischen Material mit guter Stromleitfähigkeit, vorzugsweise einer niedriglegierten, hochfesten, elektrisch gut leitfähigen Kupferlegierung, gebildet. Auf diese Weise kann selbst bei geringem Materialeinsatz ein niedriger Lastkreiswiderstand erzielt werden.
  • Vorteilhafterweise beträgt die Stärke des Federstreifens zwischen 0,1 mm und 0,3 mm, vorzugsweise 0,2 mm. Diese Werte haben sich als guter Kompromiss für die Befriedigung der gegensätzlichen Anforderungen hinsichtlich elektrischem Widerstand und mechanischer Stabilität bei gleichzeitiger Flexibilität des durch den Federstreifen gebildeten Foliengelenks erwiesen. Die Stärke des Kontaktbalkens richtet sich im Wesentlichen nach der geforderten Stromtragfähigkeit und kann zum Beispiel 1 mm bis 5 mm, vorzugsweise 2 mm betragen.
  • Vorzugsweise erstreckt sich der Kontaktbalken im Wesentlichen über die gesamte Länge der Kontaktwippe, so dass der Bereich des Foliengelenks kurz ist im im Vergleich zur Länge der Kontaktwippe. Dadurch wird sichergestellt, dass der Strom im Wesentlichen durch den Kontaktbalken fließt und der Beitrag des Folienstreifens zum Gesamtwiderstand entsprechend gering ausfällt.
  • Vorteilhafterweise ist der Federstreifen als plane Blattfeder ausgeführt ist, wodurch sich eine besonders einfache Bauform ergibt. Alternativ kann der Federstreifen im Übergangsbereich zwischen dem ersten Festanschluss und dem Kontaktbalken auch S-förmig gebogen sein, so dass Varianten hinsichtlich der Befestigung des Federstreifens auf der Ober- oder der Unterseite des Kontaktbalkens ermöglicht werden.
  • Vorzugsweise ist der Federstreifen zumindest an dem festen Ende des Kontaktbalkens mit dem Kontaktbalken vernietet oder verschweißt. Je nach Ausgestaltung des Federstreifens kann dieser vorteilhafterweise aber auch oder zusätzlich an dem freien Ende des Kontaktbalkens mit dem Kontaktbalken vernietet oder verschweißt sein. Dadurch wird in fertigungstechnisch einfacher Weise eine sichere mechanische und elektrische Verbindung sichergestellt.
  • In einer besonderen Ausführungsform weist die Kontaktwippe außerdem eine Überhubfeder zum Kontaktkraftaufbau auf, wobei die Überhubfeder und der Federstreifen vorzugsweise einstückig ausgeführt sind. Vorteilhafterweise ragt der Federstreifen dabei über das freie Ende des Kontaktbalkens hinaus, so dass der herausragende Abschnitt des Federstreifens die Überhubfeder bildet.
  • In einer weiteren besonderen Ausführungsform weist die Kontaktwippe außerdem eine Rückstellfeder zum Öffnen oder zum Schließen des Kontakts auf, wobei die Rückstellfeder und der Federstreifen vorzugsweise einstückig ausgeführt sind. Vorteilhafterweise ist der Federstreifen dabei mit Federbügeln versehen, die an dem Kontaktbalken zur Kraftausübung an einer Position zwischen dem befestigten Ende und dem freien Ende angreifen.
  • Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Abbildungen beschrieben, in denen gleiche Komponenten mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet sind. Es zeigt:
  • 1A eine schematische Ansicht der Kontaktwippe gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
  • 1B eine schematische Ansicht der Kontaktwippe gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
  • 2 eine perspektivische Ansicht der Kontaktwippe gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
  • 3A eine perspektivische Ansicht der Unterseite der Kontaktwippe gemäß einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
  • 3B eine perspektivische Ansicht der Oberseite der Kontaktwippe gemäß der vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
  • 4A eine schematische Ansicht eines Relais gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung mit geöffnetem Schaltkontakt, und
  • 4B eine schematische Ansicht des Relais aus 4A mit geschlossenem Schaltkontakt.
  • 1A zeigt eine schematische Ansicht der Kontaktwippe gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Kontaktwippe besteht aus einem massiven Kontaktbalken (2) und einem kurzen Folien- oder Federstreifen (3), der die Verbindung zum Festanschluss (4) übernimmt. Der Kontaktbalken (2) ist vorzugsweise aus gut leitfähigem Material, wie zum Beispiel Kupfer oder Aluminium, gefertigt. Der Querschnitt des Kontaktbalken ist entsprechend den Anforderungen an die Stromtragfähigkeit dimensioniert. Der kurze Folienstreifen ist vorzugsweise aus dünnem Federmaterial mit gleichzeitig hoher elektrischer Leitfähigkeit gefertigt. Auf diese Weise kann der elektrische Widerstand des Laststromkreises gering gehalten werden. Bevorzugte Materialien sind hierfür spezielle Kupferlegierungen, insbesondere niedriglegierte, hochfeste, elektrisch gut leitfähige Legierungen.
  • Aufgrund der federelastischen Eigenschaften des Folienstreifens (3) ist der Kontaktbalken beweglich, so dass der auf dem Kontaktbalken (2) angebrachte Bewegkontakt (1), je nach Stellung der Kontaktwippe, mit einem (nicht-gezeigten) Fest kontakt zusammenwirken kann. Der Folienstreifen übernimmt somit eine Gelenkfunktion, wobei das dünne Federmaterial eine hohe Flexibilität und die nötige Stabilität des Gelenks gewährleistet.
  • Wegen der Kürze des Federstreifens (3) ist der Anteil des Federstreifens am Lastkreiswiderstand entsprechend gering. Darüberhinaus kann die Breite des Streifens gemäß den Anforderungen an die Stromtragfähigkeit dimensioniert werden.
  • Der Kontaktbalken erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Kontaktwippe, so dass aufgrund der Hebellänge (6) der Krafteinfluss des Federstreifens (3) auf den Bewegkontakt (1) sehr gering ist. Zugleich wird durch diese Hebellänge die Auslenkung der Kontaktschaltbewegung zum Gelenk hin reduziert, so dass der Federstreifen (3) mechanisch nur geringfügig belastet wird und eine lange Lebensdauer erzielt werden kann.
  • 1B zeigt eine schematische Ansicht der Kontaktwippe gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der in 1A gezeigten Ausführungsform lediglich darin, dass der Federstreifen (3) nicht gerade, sondern in einem Abschnitt (7) zwischen dem Festanschluss (4) und dem Kontaktbalken (2) S-förmig ausgeführt ist und nicht auf der Unterseite des Kontaktbalkens, sondern auf der Oberseite befestigt ist.
  • Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf eine bestimmte Ausgestaltung des Federstreifens beschränkt. Zusätzlich zu den in 1A und 1B gezeigten Ausgestaltungen kann der Federstreifen z. B. auch doppel-S-förmig oder Z-förmig ausgebildet werden, um eine höhere Flexibilität der Verbindung zu erzielen.
  • 2 zeigt eine perspektivische Ansicht der Kontaktwippe gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • Im Unterschied zu den obigen Ausführungsformen ragt der Federstreifen (3) über das freie Ende des Kontaktbalkens (2) hinaus und bildet dadurch eine Überhubfeder (8) zum Kontaktkraftaufbau. Ein (nicht gezeigter) elektromagnetischer Betätigungsmechanismus greift am äußersten Ende der Überhubfeder (8) an und kann auf diese Weise ohne weitere Federelemente die erforderliche Kontaktkraft erzeugen.
  • Der Federstreifen ist dabei vorzugsweise an beiden Enden des Kontaktbalkens (2) befestigt. Vorteilhafte Befestigungsmethoden sind dabei Vernieten oder Kontaktschweißen.
  • 3A und 3B zeigen perspektivische Ansichten der Kontaktwippe gemäß einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • Zusätzlich zu den oben beschriebenen Funktionen übernimmt der Federstreifen (3) gemäß der vierten Ausführungsform die Funktion einer Rückstellfeder zum Öffnen (oder Schließen) des Kontakts. Dies kann beispielsweise durch eine entsprechende Vorspannung des Federstreifens oder durch eine spezielle Formgebung des Federstreifens erzielt werden. Wie in den 3A und 3B beispielhaft gezeigt wird, können an dem Federstreifen schmale Federbügel (9) ausgebildet werden, die an einer Position zwischen dem freien und dem befestigten Ende des Kontaktbalkens angreifen und dort eine definierte Kraftausübung entfalten.
  • 4A und 4B zeigen eine schematische Ansicht eines Relais gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung mit geöffnetem bzw. geschlossenem Schaltkontakt, der im Wesentlichen durch die erfindungsgemäße Kontaktwippe (2, 3) gebildet wird, und einen Stromkreis zwischen einem ersten und einem zweiten Festanschluss (4, 11) öffnet bzw. schließt. Dazu ist auf dem Kontaktbalken (2) ein beweglicher Kontakt (1) angebracht, der je nach Stellung der Kontaktwippe mit dem auf dem Festanschluss angebrachten Festkontakt (10) zusammenwirkt.
  • 4A zeigt das Relais in Ruheposition, wobei der Kontaktbalken (2) durch die Federbügel (9) des Federstreifens (3) mit einer definierten Kraft (F) gegen einen Öffneranschlag (12) gedrückt wird, um so den Kontakt (1, 10) auch bei gegebenenfalls auftretenden externen Erschütterungen geöffnet zu halten.
  • Das Relais ist mit einem mechanischen Aktuator (13), vorzugsweise einem Elektromagneten mit Anker versehen, der direkt oder indirekt auf die an dem Federstreifen ausgebildete Überhubfeder (8) wirkt. 4B zeigt den Aktuator in Arbeitsposition, wobei zum Vergleich zusätzlich die in 4A gezeigten Ruhepositionen des Kontaktbalkens, des Federstreifens und der Überhubfeder durch gestrichelte Linie dargestellt sind. Wie aus der 4B ersichtlich ist, lenkt der Aktuator die Überhubfeder aus ihrer Ruhelage aus, sodass eine Kraft (F) auf die Schaltkontakte (1, 10) ausgeübt wird.
  • Der gesamte Aufbau des Relais kann auf einer Trägerplatte (14) und/oder in einem Gehäuse (15) montiert sein. Die elektrische Kontaktierung (16) zur Umgebung kann über die aus dem Gehäuse (15) herausgeführten Festanschlüsse (4, 11) beispielsweise mittels Verschraubung, Verlötung, oder über Steckkontakte erfolgen.
  • Die in den 4A und 4B gezeigte Ausgestaltung der Kontaktwippe entspricht der in 3 gezeigten vierten Ausführungsform, wobei das erfindungsgemäße Hochstromrelais aber auch auf der Kontaktwippe gemäß der ersten, der zweiten oder der dritten Ausführungsform basieren kann. Darüberhinaus kann der elektromagnetische Aktuator (13) auch durch einen anderen Aktuator ersetzt werden, beispielsweise durch eine manuelle Betätigungseinheit, so dass die vorliegende Erfindung auch auf manuelle Schalter und Taster anwendbar ist.
  • Die Erfindung betrifft also eine Kontaktwippe für ein Relais sowie ein elektromagnetisches Relais mit einer derartigen Kontaktwippe. Der besondere Ansatz der Erfindung ist es dabei, den beweglichen Schaltkontakt auf einem massiven Kontaktbalken mit hoher Stromtragfähigkeit anzuordnen, der mittels eines kurzen Folien streifens aus dünnem Federmaterial mit dem Festanschluss elektrisch und mechanisch verbunden ist. Vorteilhafterweise kann der Folienstreifen so ausgestaltet werden, dass er zugleich die Funktion einer Rückstellfeder und/oder einer Überhubfeder zum Kontaktkraftaufbau übernehmen kann. Mit dieser Kontaktwippe kann ein Hochstromrelais, insbesondere für den Kfz-Einsatz angegeben werden, das sich durch einen niedrigen Lastkreiswiderstand, hohe Zuverlässigkeit und geringe Fertigungs- sowie Materialkosten auszeichnet.
  • 1
    Beweglicher Schaltkontakt
    2
    Kontaktbalken
    3
    Folienstreifen
    4
    Festanschluss
    5
    Gelenk
    6
    Länge des Hebelarms
    7
    Abschnitt des Federstreifens
    8
    Überhubfeder
    9
    Rückstellfeder
    10
    Fester Schaltkontakt
    11
    Festanschluss
    12
    Öffneranschlag
    13
    Elektromagnet als mechanischer Aktuator
    14
    Trägerplatte
    15
    Gehäuse
    16
    Elektrische Kontaktierung zur Umgebung
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 1002004013471 A1 [0004]
    • - DE 3446203 A1 [0005]
    • - DE 19933797 A1 [0006]

Claims (16)

  1. Kontaktwippe für ein Relais, insbesondere für ein Hochstromrelais, zum Schließen oder Öffnen eines Stromkreises zwischen einem ersten Festanschluss (4) und einem zweiten Festanschluss (11), gekennzeichnet durch einen Kontaktbalken (2) und einen Federstreifen (3), wobei ein Ende des Kontaktbalkens (2) mittels des Federstreifens (3) leitend mit dem ersten Festanschluss (4) verbunden ist und das andere, freie Ende des Kontaktbalkens (2), je nach Stellung der Kontaktwippe (2, 3), eine elektrische Verbindung mit dem zweiten Festanschluss (11) herstellt oder unterbricht.
  2. Kontaktwippe nach Anspruch 1, des weiteren umfassend einen Festkontakt (10), der mit dem zweiten Festanschluss (11) leitend verbunden ist, und einen Bewegkontakt (1), der am freien Ende des Kontaktbalkens (2) angebracht ist und je nach Stellung der Kontaktwippe (2, 3) mit dem Festkontakt (10) zusammenwirkt.
  3. Kontaktwippe nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Kontaktbalken (2) aus einem Material mit guter Stromleitfähigkeit, insbesondere Kupfer oder Aluminium, gebildet ist.
  4. Kontaktwippe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Federstreifen (3) aus einem elastischen Material mit guter Stromleitfähigkeit, vorzugsweise einer niedriglegierten, hochfesten, elektrisch gut leitfähigen Kupferlegierung, gebildet ist.
  5. Kontaktwippe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Stärke des Federstreifens (3) zwischen 0,1 mm und 0,3 mm, vorzugsweise 0,2 mm beträgt.
  6. Kontaktwippe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Stärke des Kontaktbalkens (2) zwischen 1 mm und 5 mm, vorzugsweise 2 mm beträgt.
  7. Kontaktwippe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Kontaktbalken (2) sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Kontaktwippe (2, 3) erstreckt.
  8. Kontaktwippe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Federstreifen (3) als plane Blattfeder ausgeführt ist.
  9. Kontaktwippe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Federstreifen (3) im Übergangsbereich (7) zwischen dem ersten Festanschluss (4) und dem Kontaktbalken (2) S-förmig gebogen ist.
  10. Kontaktwippe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Federstreifen (3) zumindest an dem einen Ende des Kontaktbalkens (2) mit dem Kontaktbalken (2) vernietet oder verschweißt ist.
  11. Kontaktwippe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, des weiteren umfassend eine Überhubfeder (8) zum Kontaktkraftaufbau, wobei die Überhubfeder (8) und der Federstreifen (3) vorzugsweise einstückig ausgeführt sind.
  12. Kontaktwippe nach Anspruch 11, wobei der Federstreifen (3) über das freie Ende des Kontaktbalkens (2) hinausragt und der herausragende Abschnitt des Federstreifens die Überhubfeder (8) bildet.
  13. Kontaktwippe nach Anspruch 12, wobei der Federstreifen (3) zumindest an dem freien Ende des Kontaktbalkens (2) mit dem Kontaktbalken (2) vernietet oder verschweißt ist.
  14. Kontaktwippe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, des weiteren umfassend eine Rückstellfeder (9) zum Öffnen oder zum Schließen des Kontakts, wobei die Rückstellfeder (9) und der Federstreifen (3) vorzugsweise einstückig ausgeführt sind.
  15. Kontaktwippe nach Anspruch 14, wobei der Federstreifen (3) mit Federbügeln (9) versehen ist, die an dem Kontaktbalken (2) zur Kraftausübung an einer Position zwischen dem befestigten Ende und dem freien Ende angreifen.
  16. Relais, insbesondere Hochstromrelais für den Einsatz in Kraftfahrzeugen, mit einer Kontaktwippe (2, 3) nach einem der Ansprüche 1 bis 15.
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