DE19933797A1 - Relais mit Wippanker - Google Patents
Relais mit WippankerInfo
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H51/00—Electromagnetic relays
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Relais mit einem Sockel, einem mittig gelagerten Anker, einer Kontaktfeder, die an einem mittleren Abschnitt mit dem Anker (2) verbunden ist, so daß die Kontaktfeder (3) und der Anker (2) eine gemeinsame Lagerachse besitzen, und die an ihren freien Enden (4) Brückenkontakte (5) trägt. Das Relais ist dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (3) auf jeder Seite der Lagerachse einen Kontaktraum (6) bildet, der jeweils zwischen der Lagerachse und dem freien Ende (4) einen durch Verengungen gebildeten Torsionssteg (7) aufweist. Die Erfindung ist vorteilhaft, weil Höhentoleranzen der Festkontakte ausgeglichen werden können, ohne daß dadurch der Aufbau der Kontaktfeder (3) aufwendiger wird oder der Strompfad lang, so daß sich der Durchgangswiderstand erhöht.
Description
Die Erfindung betrifft ein Relais mit einem Sockel, durch
dessen Boden eine Grundebene festgelegt ist, einem mittig ge
lagerten Anker, der Teil eines Magnetsystems ist, und einer
Kontaktfeder, die an einem mittleren Abschnitt mit dem Anker
verbunden ist, so daß die Kontaktfeder und der Anker eine ge
meinsame Lagerachse besitzen, und die an ihrem freien Ende
Brückenkontakte trägt.
Derartig aufgebaute Relais sind für viele Anwendungen bereits
bekannt, wobei durch die Verwendung von Brückenkontakten das
Schaltvermögen für hohe Ströme verbessert wird. Allerdings
weisen die Gegenkontakte, die durch die Brückenkontakte ver
bindbar sind, fertigungsbedingte Toleranzen insbesondere in
der Höhe auf. Dadurch besteht die Gefahr, daß auf die beiden
Gegenkontakte ein unterschiedlich großer Kontaktdruck ausge
übt wird.
Eine Verbesserung dieser Konstruktion offenbart die JP 53-
6851. Bei diesem Relais weist die Kontaktfeder auf beiden
Seiten der Lagerachse jeweils zwei Arme auf, die sich unab
hängig voneinander biegen können. Es besteht jedoch das Pro
blem, daß der Aufbau komplizierter wird und der Stromfluß
über die gesamte Länge der beiden Kontaktfederarme läuft. Die
Kontaktfeder muß daher aus einem relativ gut leitfähigen Ma
terial bestehen, das aber schlechtere mechanische Eigenschaf
ten aufweist.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein Relais der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei dem die Kontaktfeder möglichst
einfach geformt ist, aber trotzdem den gleichen Kontaktdruck
an allen Kontaktstellen gewährleistet, und gleichzeitig einen
geringen Durchgangswiderstand ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die
Kontaktfeder auf jeder Seite der Lagerachse einen Kontaktarm
bildet, der jeweils zwischen der Lagerachse und dem freien
Ende einen durch Verengungen gebildeten Torsionssteg auf
weist.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Kontaktfeder besit
zen die Kontaktarme eine verbesserte Torsionsfähigkeit, so
daß der Höhenausgleich zu den Festkontakten möglich ist. Wenn
die freien Ankerenden stark verbreitert sind, so daß die Kon
taktarme ungefähr T-förmig sind, können die Festkontakte re
lativ weit auseinander liegen und so eine hohe Spannungsfe
stigkeit zueinander aufweisen. Der Strompfad von einem Fest
kontakt zu dem anderen verläuft ausschließlich über einen
Brückenkontakt, so daß das Material der Kontaktfeder für die
Stromtragfähigkeit keine Rolle spielt. Für dieses kann somit
ein Material mit mechanisch günstigen Eigenschaften verwendet
werden.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Kontaktfeder
in einem mittleren Bereich seitliche Trägerarme auf, die mit
einem feststehenden Relaisteil verbunden sind. Dabei können
sowohl die Trägerarme als auch die festen Relaisteile zu dem
Sockelboden senkrecht stehende Flächen aufweisen, so daß beim
Einsetzen der Kontaktfeder der Abstand zwischen den Brücken
kontakten und Festkontakt eingestellt und beispielsweise
durch Schweißen werden kann.
Weitere Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel
anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine dreidimensionale Ansicht eines erfindungsgemäßen
Relais mit teilweise aufgeschnittenem Gehäuse,
Fig. 2 die Kontaktfeder des Relais von Fig. 1, und
Fig. 3 die Sockelbaugruppe des Relais von Fig. 1 mit der
Kontaktfeder und dem Anker.
Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Relais, wobei ein Teil
eines Gehäuses 22 aufgeschnitten ist. Das Gehäuse 22 besteht
aus einem Sockel 1 und einer Kappe. Im Inneren ist das Ma
gnetsystem 20 mit einer Spule 21, einem Kern 23 mit Polschu
hen 24 und einem Dauermagneten 25 erkennbar. Diese Anordnung
entspricht der eines üblichen polarisierten Relais. Zwischen
dem Dauermagneten 25 und dem Sockel 1 befinden sich ein Anker
2 und ein Kontaktsystem mit einer Kontaktfeder 3.
In Fig. 2 ist die Kontaktfeder 3 detailliert dargestellt. In
der Figur ist sie in einem mittleren Bereich in ein Kunst
stoffformteil 13 eingebettet. Dieses Kunststoffformteil 13
dient unter anderem zur Verbindung der Kontaktfeder 3 mit dem
Anker 2. In ungefähr der Mitte der Kontaktfeder 3 sind seit
lich zwei Trägerarme 9 ausgebildet. An diesen Trägerarmen 9
ist die Kontaktfeder 3 an einem feststehenden Relaisteil 10
befestigt, wie in der Beschreibung zu Fig. 3 näher ausge
führt ist. Außerdem bilden die Trägerarme 9 eine Rückstellfe
der für die Kontaktfeder 3 und den Anker 2. An den freien
Kontaktfederenden 4 sind Brückenkontakte 5 befestigt. Je ei
ner der Brückenkontakte überbrückt zwei Gegenkontakte 12, die
in den Sockel 1 eingebettet sind (vgl. Fig. 3). Ausgehend
von der Lagerachse der Kontaktfeder 3, die durch die beiden
Trägerarme 9 festgelegt ist, verringert sich die Breite der
Kontaktarme 6 hin zu den freien Kontaktfederenden 4, so daß
sich ein trapezförmiger Abschnitt 8 ergibt. Die schmalste
Stelle der Kontaktarme 6 befindet sich nahe dem freien Kon
taktfederende 4, wo die Brückenkontakte 5 aufgesetzt sind.
Die Form, die sich für jeden Kontaktarm 6 ergibt, ähnelt der
eines T. Durch die Verengung ist an jedem Kontaktarm 9 ein
Torsionssteg 7 gebildet, wodurch das Torsionsverhalten der
Brückenkontakte 5 zum Ausgleich von Höhentoleranzen der Ge
genkontakte 12 verbessert ist. In einer Weiterbildung der Er
findung, die jedoch in dem Ausführungsbeispiel nicht gezeigt
ist, kann die Kontaktfeder 3 durch beispielsweise an den An
ker 2 angeformte Stützlappen, die unter die Kontaktfeder 3
greifen, im Aufreißen der Kontakte 5 und 12 verbessert wer
den, auch wenn diese verschweißt sind.
Fig. 3 zeigt, wie die Sockelbaugruppe eines erfindungsgemä
ßen Relais aussehen könnte. In dem Sockel 1 sind in einem
mittleren Bereich zwei Trägerstifte 10 vorgesehen. Die Trä
gerarme 9 und die Trägerstifte 10 weisen zueinander parallele
Flächen auf, die senkrecht zu der Grundebene stehen. Diese
Anordnung birgt den Vorteil, daß bei der Montage die Baugrup
pe aus Kontaktfeder 3 und Anker 2 von oben eingesetzt und so
weit nach unten verschoben werden kann, bis der Abstand zwi
schen den Brückenkontakten 5 und den Gegenkontakten 12 einem
vorgegebenen Maß entspricht. Durch beabsichtigtes Schrägeein
setzen der Baugruppe aus Kontaktfeder 3 und Anker 2 kann ein
monostabiles Verhalten des Relais erreicht werden. Bei schräg
eingesetzter Kontaktfeder 3 ist bei unerregtem Magnetsystem
ein definierter Brückenkontakt 5 in Kontakt mit den zugehöri
gen Gegenkontakten 12.
Die Verbindung des Ankers 2 mit der Kontaktfeder 3 ist auf
vorteilhafte Weise dadurch realisiert, daß das die Kontaktfe
der 3 im mittleren Bereich umgebende Kunststoffformteil 13
zwei Zapfen 14 aufweist, auf die der Anker 2 mit entsprechen
den Ausnehmungen aufgesetzt und durch Verformen der Zapfen 14
befestigt ist. Der Anker 2 weist im mittleren Bereich eine
Wölbung 11 nach oben auf. Diese Wölbung 11 verläuft in unge
fähr der Form eines Halbzylinders und liegt an einem festen
Relaisteil, in diesem Ausführungsbeispiel dem Dauermagneten
25, an, so daß sie auf diesem abrollen kann. Dies ist inso
fern ein weiterer Vorteil, daß so die Trägerarme 9 nur für
die Rückstellung der Kontaktfeder 3 und des Ankers 2 zustän
dig sind, und nicht noch zusätzliche Kräfte, die durch das
erregte Magnetsystem 20 auf den Anker 2 wirken, aufnehmen
müssen. Zudem ist auf diese Weise ein enger Kontakt des An
kers 2 mit der Kernanordnung gegeben, was sich positiv auf
die Effizienz des Magnetsystems 20 auswirkt.
Für den Fall, daß ein erfindungsgemäßes Relais einen Mit
telanschluß besitzen soll, kann die Kontaktfeder 3 aus einem
elektrisch gut leitenden Material bestehen, beispielsweise
einer Kupferlegierung. In diesem Fall könnten die Trägerstif
te 10, mit denen die Trägerarme 9 der Kontaktfeder 3 ver
schweißt sind, als Anschlußelemente ausgeführt werden.
Claims (9)
1. Relais mit
- - einem Sockel (1), durch dessen Boden eine Grundebene fest gelegt ist,
- - einem mittig gelagerten Anker (2), der Teil eines Magnet systems (21) ist, und
- - einer Kontaktfeder (3), die an einem mittleren Abschnitt mit dem Anker (2) verbunden ist, so daß die Kontaktfeder (3) und der Anker (2) eine gemeinsame Lagerachse besitzen, und die an ihren freien Enden Brückenkontakte (5) trägt,
2. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktarme (6) einen trapezförmig geschnittenen
Bereich aufweisen, wobei der Bereich nahe der kürzeren
Grundseite des Trapez den Torsionssteg (7) bildet.
3. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die freien Ankerenden (4) derart verbreitert sind, daß
die Kontaktarme (6) ungefähr T-förmig sind.
4. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß im mittleren Bereich der Kontaktfeder (3) seitliche
Trägerarme (9) gebildet sind, die mit einem feststehenden
Relaisteil (10) verbunden sind.
5. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Trägerarme (9) einen senkrecht zur Grundebene ste
henden Abschnitt aufweisen.
6. Relais nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Sockel Trägerelemente (10) vorgesehen sind, die
senkrecht zu der Grundebene stehen und die mit den Trä
gerarmen (9) verbunden sind.
7. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anker im mittleren Bereich einen nach oben gewölb
ten Abschnitt (11) aufweist, der an einem festen Relais
teil anliegt.
8. Relais nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Baugruppe mit dem Anker (2) und der Kontaktfeder
(3) in Längsrichtung derart schräg angeordnet und mit den
Trägerarmen (9) befestigt ist, daß im Ruhezustand des Re
lais einer der Brückenkontakte (5) mit zugehörigen Gegen
kontakten (12) in Kontakt ist.
9. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein mittlerer Bereich der Kontaktfeder (3) in ein
Kunststoffformteil (13) eingebettet ist, das Zapfen (14)
aufweist, auf die der Anker (2) aufgesetzt ist.
Priority Applications (2)
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Family Applications (1)
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| DE (1) | DE19933797A1 (de) |
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1999
- 1999-07-19 DE DE1999133797 patent/DE19933797A1/de not_active Ceased
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2000
- 2000-07-17 EP EP00115414A patent/EP1073082A3/de not_active Withdrawn
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