DE102008024759A1 - Rohbaufester Gurtumlenker in der B-Säule - Google Patents
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- B60R22/00—Safety belts or body harnesses in vehicles
- B60R22/18—Anchoring devices
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung eines Gurtumlenkers (1), vorzugsweise an einer B-Säule (2) eines Kraftwagens. Zur korrekten Gurtführung in der B-Säule (2) wird abhängig von der Säulengeometrie eine Gurtumlenkung (1) etwa auf halber Höhe zwischen Gurtaufroller (3) und Gurthöhenversteller (4) benötigt. Die Anbindung des Gurtumlenkers (1) an die Rohrbaustruktur der B-Säule (2) erfolgt über mindestens einen Schweißpunkt (5) und/oder eine Klebeverbindung (6), um strukturelle Schwächungen des Karosserierohbaus durch Öffnungen oder Löcher in Blech zu vermeiden.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung eines Gurtumlenkers vorzugsweise an einer B-Säule eines Kraftwagens. Zur korrekten Gurtführung in der B-Säule wird abhängig von der Säulengeometrie eine Gurtumlenkung etwa auf halber Höhe zwischen Gurtaufroller und Gurthöhenversteller benötigt.
- Die Gurtumlenkung zwischen Gurtaufroller und Gurthöhenversteller wird momentan zumeist in einem Bauteil der B-Säulen Innenverkleidung integriert. Diese Umlenkvorrichtung ist einerseits notwendig um ein Schleifen des Gurts an der Verkleidung der B-Säule zu verhindern. Andererseits soll die Gefahr des Absprengens der Innenverkleidung verhindert werden, die im Falle einer harten Gurtstraffung auftreten könnte, wenn der Gurt ungelenkt sich über einen Teil oder beanstandete Teile der Innenverkleidung spannen würde. Diese abgesprengten Teile der Innenverkleidung könnten dann im Passagierraum Schaden anrichten, was in jedem Falle vermeiden werden ist.
- Die
DE 10 2006 041 114 B3 zeigt eine Befestigungsvorrichtung für ein Umlenkelement einer Sicherheitsgurtanordnung in einem Fahrzeug, mit einer Konsole wobei ein Verstärkungselement in einer Einbauposition zumindest bereichsweise in der Konsole angeordnet ist und durch eine Rastvorrichtung an der Konsole verrastet positioniert ist. - Die
DE 43 24 785 A1 zeigt eine Befestigungsvorrichtung für einen Umlenkbeschlag einer Sicherheitsgurtanordnung in einem Fahrzeug mit oben offener Karosserie, die hinter einem Sitz im Bereich des Heckteils der Karosserie des Fahrzeugs angeordnet ist und sich oberhalb einer etwa horizontal ausgerichteten Trennwand der Karosserie erstreckt wobei die Befestigungsvorrichtung von einem Hohlprofil gebildet wird, das durch eine Öffnung der Trennwand hindurchgeführt ist, sich unterhalb der Trennwand fortsetzt und einerseits im Bereich der Öffnung mit der Trennwand und/oder mit ihr benachbarten Bauteilen und andererseits mit einem unterhalb der Trennwand verlaufenden Träger verbunden ist. Die Befestigung des Umlenkbeschlags erfolgt über eine Schraube an der Konsole. - Bei der
DE 44 38 234 A1 ist ein Umlenkbeschlag ebenfalls in einer Bohrung des Blechs durch eine Schraube befestigt. - Die
DE 10 2005 004 954 A1 zeigt eine Umlenkvorrichtung für einen Schultergurtabschnitt eines Sicherheitsgurtsystems, mit einem Umlenker welcher über Stifte und Muttern an Vertiefungen von an der Fahrzeugkarosserie angeordneten Konsolen befestigt ist. - Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, den Gurt in der meist räumliche gebogenen B-Säule zwischen Karosserierohbau und Innenraumverkleidung so zu führen, dass er weder am Karosserierohbau noch an der Innenraumverkleidung schleift oder scheuert. Dies wird durch entsprechende Gurtführungselmente oder Gurtumlenkungselmente welche zumeist an der Innenraumverkleidung befestigt oder in diese integriert sind bewerkstelligt. Daraus kann sich jedoch weiter das Problem ergeben, dass diese Innenraumverkleidung im Falle einer harten Gurtstraffung abgesprengt wird, wenn der Gurt ungelenkt sich über einen Teil oder beanstandete Teile der Innenverkleidung spannt und einen Druck oder Moment aufbaut. Aus diesem Grunde werden die Gurtumlenkungselmente direkt an den wesentlich stabilen Karosserierohbau vernietet oder zu verschraubt. Nachteilig ist hierbei die Schwächung der Karosserierohbaustruktur im B-Säulenbereich durch die für die Schrauben oder Nieten notwenigen Öffnungen. Öffnungen oder Löcher in Blechen schwächen die Steifigkeit und könnten in Lastfällen zu unerwünschtem Materialversagen führen.
- Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, dass durch eine Befestigung des Gurtumlenkers direkt an der Rohbaustruktur der B-Säule ohne lose Montageelemente wie Schrauben oder Nieten keine die Karosserierohbaustruktur schwächenden oder zu Spannungsspitzen führenden Öffnungen oder Montagelöcher auftreten.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Günstige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind der Beschreibung sowie den weiteren Ansprüchen 2 und 4 zu entnehmen.
- In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel erfolgt die Anbindung des Gurtumlenkers an die Rohbaustruktur der B-Säule über mindesten einen Schweißpunkt. In der betrieblichen Praxis werden jedoch meist mehrere Schweißpunkte mit einer Schweißzange gesetzt, welche den Gurtumlenker an die Rohbaustruktur der B-Säule fixieren. Dieses Punktschweißverfahren bietet den Vorteil, dass er mit von Robotern geführten Schweißzangen in hohem Maße automatisiert ausgeführt werden kann.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Anbindung des Gurtumlenkers an die Rohbaustruktur der B-Säule über eine Klebeverbindung zwischen Gurtumlenker welcher flächig auf der Rohbaustruktur der B-Säule aufliegt. Diese modernen, im Automobilbau immer mehr verwendeten Verklebungen haben den Vorteil, dass sie keine thermische Belastung in die Bauteile einbringen und so räumlicher Verzug und daraus folgende Maßabweichungen der Rohbaukarosserie verhindert werden.
- In einer anderen bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Anbindung des Gurtumlenkers an die Rohbaustruktur der B-Säule über eine Klebeverbindung und mindestens einem Schweißpunkt.
- Der Vorteil dieser Anordnung ist, dass sich damit die Einträglichkeiten beider Verbindungsarten kombinieren lassen.
- Eine bevorzuge Ausführungsform des rohbaufesten Gurtumlenkers in der B-Säule ist in der räumlichen Ansicht aus der Sicht des Fahrzeuginnenraums im Rohbauzustand dargestellt.
- Dabei ist ein Gurtumlenker
1 an der Innenseite einer so genannten B-Säule2 angeordnet. Als B-Säule wird im Automobilbau die Strebe bezeichnet, welche zwischen Vorder- und Hintertür den Schweller des Bodens mit der Dachstruktur verbindet. Bei modernen Fahrzeugdesigns neigt sich die Außenkontur auf Höhe der Gürtellinie, also etwa bei der Unterkante der Seitenfenster, leicht zum Fahrzeuginneren. Dieser Knick wird auch durch die B-Säule2 abgebildet. Da der in der B-Säule2 verlaufende Gurt (hier nicht dargestellt), diesem Knick folgen sollte ohne bei einer Straffung an den Innenverkleidungen der B-Säule2 zu scheuern, ist der Gurtumlenker1 auf der Innenseite der B-Säule2 auf der Höhe der Gürtellinie zwischen einem unter ihm liegenden Gurtaufroller3 und einer über ihm liegenden Gurthöhenversteller (4 ) angeordnet. - Die mechanische Anbindung des Gurtumlenkers
1 an die Rohbaustruktur der B-Säule2 erfolgt in der betrieblichen Praxis mit mehren Schweißpunkten5 . In dieser Darstellung sind zwei Schweißpunkte5 im oberen und unteren Randbereich des Gurtumlenkers1 sichtbar. - Die mechanische Anbindung des Gurtumlenkers
1 an die Rohbaustruktur der B-Säule2 kann auch über eine Klebeverbindung6 erfolgen. Dabei ist der Klebestoff flächig zwischen der Innenseite der Rohbaustruktur der B-Säule2 und der Grundplatte des Gurtumlenkers1 verteilt. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102006041114 B3 [0003]
- - DE 4324785 A1 [0004]
- - DE 4438234 A1 [0005]
- - DE 102005004954 A1 [0006]
Claims (4)
- Vorrichtung zur Befestigung eines Gurtumlenkers (
1 ) vorzugsweise an einer B-Säule (2 ) zwischen Gurtaufroller (3 ) und Gurthöhenversteller (4 ) eines Kraftwagens dadurch gekennzeichnet, dass der Gurtumlenker (1 ) an der Rohbaustruktur der B-Säule (2 ) ohne lose Montageelemente angeordnet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Anbindung des Gurtumlenkers (
1 ) an die Rohbaustruktur der B-Säule (2 ) über mindesten einen Schweißpunkt (5 ) erfolgt. - Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Anbindung des Gurtumlenkers (
1 ) an die Rohbaustruktur der B-Säule (2 ) über eine Klebeverbindung erfolgt. - Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Anbindung des Gurtumlenkers (
1 ) an die Rohbaustruktur der B-Säule (2 ) über eine Klebeverbindung und über mindesten einen Schweißpunkt (5 ) erfolgt.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102008024759A1 true DE102008024759A1 (de) | 2009-11-26 |
Family
ID=41212605
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE200810024759 Withdrawn DE102008024759A1 (de) | 2008-05-23 | 2008-05-23 | Rohbaufester Gurtumlenker in der B-Säule |
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|---|---|
| DE (1) | DE102008024759A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102010051483A1 (de) | 2010-11-15 | 2012-05-16 | Volkswagen Ag | Befestigungsanordnung für einen Umlenkbeschlag eines Sicherheitsgurts |
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-
2008
- 2008-05-23 DE DE200810024759 patent/DE102008024759A1/de not_active Withdrawn
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| DE102010051483B4 (de) | 2010-11-15 | 2022-06-23 | Volkswagen Ag | Befestigungsanordnung für einen Umlenkbeschlag eines Sicherheitsgurts |
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Legal Events
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Effective date: 20141202 |