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Die
Erfindung betrifft eine Glasfalzeinlage aus Kunststoff gemäß den Merkmalen
im Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Eine
derartige Glasfalzeinlage zählt
durch die
DE 87 08
205 U1 zum Stand der Technik. Diese Glasfalzeinlage weist
einen leistenartigen Körper
auf, welcher an einer zur Glasscheibe weisenden Oberseite mit quer
zur Längsrichtung
verlaufenden Rillen versehen ist. Zur Fixierung der Glasfalzeinlage
weist diese an der Oberseite Ausnehmungen auf, über welche Nägel und
Schrauben zur Fixierung angeordnet werden können. Die Seitenwände sind
mit Vorsprüngen
versehen, welche als Anlagefläche
dienen. Auch die
DE
200 15 489 U1 beschreibt eine Glasfalzeinlage. An dem Grundkörper dieser
Glasfalzeinlage sind drei Nasen vorgesehen, von denen zwei Nasen
endseitig einer Längsseite
und die dritte Nase mittig der anderen Längsseite vorgesehen sind. Die
gegenüber der
Oberfläche
des Grundkörpers
vorstehenden Rippen sind stirnseitig von sich in Längsrichtung
des Grundkörpers
erstreckenden Zungen vorgesehen. Die jeweils paarweise an den Schmalseiten
angeordneten Zungen sind dünner
als der Boden des Grundkörpers
bemessen, so dass die Zungen eine Beweglichkeit quer zum Grundkörper besitzen.
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Obwohl
die seitlichen Nasen als Hohlkörper ausgebildet
sind, haben sie nur eine begrenzte Flexibilität, welche eine ordnungsgemäße Verklemmung des
Grundkörpers
in dem Glasfalz eines Rahmenprofils für einen Fenster- oder Türrahmen
einschränkt.
Ferner kann es aufgrund der Anordnung der Nasen, eine Nase an einer
Längsseite
und zwar auf der Außenseite,
welche zunächst
eingebracht wird, und zwei Nasen an der anderen Längsseite, beim
Einbringen der Glasfalzeinlage zu einem Verdrehen kommen. Dies bedeutet
eine erschwerte Montage für
den Glaser. Dadurch, dass die Glasfalzeinlage auf der Außenseite
mit nur einer Nase ausgestattet ist, könnte sich die Glasfalzeinlage
vor dem Einbringen einer Scheibe und eines Verglasungsklotzes unter
Umständen
an dieser Seite hochdrücken und
gegebenenfalls sogar aus dem Glasfalz fallen.
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Der
Erfindung liegt – ausgehend
von der
DE 87 08 205
U1 – die
Aufgabe zu Grunde, eine Glasfalzeinlage zu schaffen, die bei einfacher
Ausgestaltung einwandfrei und problemlos in dem Glasfalz eines Rahmenprofils
lageorientiert werden kann.
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Die
Lösung
dieser Aufgabe wird nach der Erfindung in den Merkmalen des Anspruchs
1 gesehen.
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Danach
bilden die Rippen Bestandteile von keilförmigen Klemmstücken, welche über Fixierstege in
an die Kontur der Klemmstücke
angepassten, sich zu den Schmalseiten des Grundkörpers hin erweiternden Aussparungen
lageorientiert sind. Die inneren Enden der Klemmstücke haben
einen Abstand zu den inneren Enden der Aussparungen. An beiden Längsseiten
des Grundkörpers
sind endseitig quer abstehende Nasen vorgesehen.
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Die
Fixierstege zwischen den Klemmstücken und
den seitlichen Wänden
der Aussparungen bilden Sollbruchstellen, welche es bei der Positionierung
einer Glasfalzeinlage in einem Glasfalz erlauben, die Klemmstücke von
den Schmalseiten des Grundkörpers
her unter Zerstörung
der Fixierstege gezielt in die Aussparungen hinein zu schieben,
so dass auf Grund der Keilwirkung der Klemmstücke die zungenartigen Bereiche
des Grundkörpers
neben den Aussparungen zusammen mit den hier befindlichen Nasen
zur Seite gedrückt
werden und auf diese Weise der Grundkörper in dem Glasfalz verspannt
wird. Aufgrund der Anordnung von insgesamt vier Nasen, zwei auf
jeder Längsseite, findet
ein gleichmäßiges Anpressen
der Nasen im Glasfalz statt, wodurch ein sicherer Sitz der Glasfalzeinlage
im Glasfalz gewährleistet
ist. Die Rippen an den Klemmstücken
dienen zum einen als Kontaktflächen
für den
Monteur, wenn er die Klemmstücke
unter Zerstörung
der Fixierstege in die Aussparungen hineindrückt. Zum anderen dienen sie
als Lagesicherung für
Verglasungsklötze
als Unterfütterung
einer Glasscheibe. Die Verglasungsklötze sind dann gegen ein Verrutschen
in Längsrichtung
der Glasfalzeinlage gesichert.
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Die
erfindungsgemäße Glasfalzeinlage
aus Kunststoff ist einstückig
aus einem Material, bevorzugt spritztechnisch, hergestellt.
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Von
besonderem Vorteil ist, dass beim Einsatz der erfindungsgemäßen Bauart
einer Glasfalzeinlage größere Maßtoleranzen
in der Breite eines Glasfalzes aufgenommen werden können.
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Obwohl
die Klemmstücke
und Aussparungen dreieckförmig
ausgebildet sein können,
ist es herstellungs- und aufgabentechnisch sinnvoller, wenn gemäß Anspruch
2 die Klemmstücke
und Aussparungen trapezförmig
ausgebildet sind.
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Um
den Zungen neben den Aussparungen nach dem Zerstören der Fixierstege eine noch
größere Flexibilität zu vermitteln,
ist gemäß den Merkmalen des
Anspruchs 3 vorgesehen, dass im Bereich der inneren Enden der Aussparungen
von den Längsseiten
her sich in den Grundkörper
erstreckende Schlitze und die Nasen zwischen den Schlitzen und den Schmalseiten
des Grundkörpers
vorgesehen sind. Die inneren Enden der Schlitze sind bevorzugt gerundet,
um Kerbrisse zu vermeiden. Sie enden im Abstand zu den inneren Enden
der Aussparungen.
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Es
ist erfindungsgemäß denkbar,
dass der Querschnitt der Nasen dreieckig oder mehreckig sein kann.
Bevorzugt sind die Nasen jedoch nach Anspruch 4 konvex gekrümmt. Dies
verbessert ihre abwälzende
Anlage an den den Glasfalz seitlich begrenzenden Bereichen des Rahmenprofils,
wenn die Zungen von den Klemmstücken
seitlich verlagert werden.
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Zur
Reduzierung der für
eine Glasfalzeinlage benötigten
Werkstoffmenge und zwecks einwandfreier Verlagerung der Klemmstücke in die
Aussparungen hinein, stehen die Klemmstücke gemäß den Merkmalen des Anspruchs
5 gegenüber
den Schmalseiten des Grundkörpers
vor.
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Eine
weitere Reduzierung der für
eine Glasfalzeinlage benötigten
Menge an Kunststoff wird entsprechend den Merkmalen des Anspruchs
6 dadurch erzielt, dass die Klemmstücke dünner als der Grundkörper ausgebildet
sind, wobei sich die Oberflächen der
Klemmstücke
in der Ebene der Oberflächen
des Grundkörpers
erstrecken. Auch können
hierdurch die Fixierstege leichter, das heißt mit geringerem Kraftaufwand
zerstört
werden.
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Vorzugsweise
sind die Klemmstücke
etwa 1/2- bis 1/3-mal so dick wie der Grundkörper gestaltet.
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Die
Lage eines Verglasungsklotzes auf einer Glasfalzeinlage wird nach
Anspruch 7 dadurch verbessert, dass die Oberflächen des Grundkörpers und der
Klemmstücke
geriffelt sind. Vorzugsweise hat auch ein Verglasungsklotz eine
entsprechende Riffelung auf der Seite, die mit den Oberflächen des Grundkörpers und
der Klemmstücke
zusammen wirkt.
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Die
Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es
zeigen:
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1 in
der Perspektive eine Glasfalzeinlage;
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2 eine
Draufsicht auf die Glasfalzeinlage der 1;
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3 eine
Seitenansicht der Glasfalzeinlage der 2 in Richtung
des Pfeils III gesehen und
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4 in
der Draufsicht die Glasfalzeinlage der 2 nach dem
Verspannen in einem Glasfalz eines Rahmenprofils.
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Mit 1 ist
in den 1 bis 4 eine aus Kunststoff bestehende
Glasfalzeinlage bezeichnet, die zur Positionierung einer nicht näher dargestellten Glasscheibe in
einem ebenfalls nicht näher
dargestellten Rahmenprofil zum Einsatz gelangt. Von diesem Rahmenprofil
ist in den 2 und 4 ein Glasfalz 2 zur
Aufnahme der Glasfalzeinlage 1 in strichpunktierten Linienführungen
angedeutet.
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Die
Glasfalzeinlage 1 besitzt einen rechteckigen Grundkörper 3 mit
zwei zueinander parallelen Längsseiten 4 und
zwei ebenfalls parallel zu einander verlaufenden Schmalseiten 5.
Die Oberfläche 6 des Grundkörpers 3 ist
mit Querriffelungen versehen, die der Lagesicherung eines nicht
näher dargestellten Verglasungsklotzes
dienen. Außerdem
kann der Grundkörper 3 auf
seiner der Oberfläche 6 gegenüberliegenden
Unterseite 7 mit mehreren in Längsrichtung im Abstand nebeneinander
verlaufenden Stegen versehen sein. Die Stege sind nicht näher dargestellt.
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Entsprechend
den 1 bis 3 erstrecken sich von den Schmalseiten 5 des
Grundkörpers 3 aus
trapezförmige
Aussparungen 8 in den Grundkörper 3 hinein. Sie
verengen sich in Richtung zur vertikalen Mittelquerebene VMQE des
Grundkörpers 3.
Die Aussparungen 8 dienen der Aufnahme von an ihre Kontur
angepassten Klemmstücken 9.
Die inneren Enden 10 der Klemmstücke 9 sind zu den
inneren Enden 11 der Aussparungen 8 distanziert.
Die äußeren Enden 12 der
Klemmstücke 9 liegen
im Abstand vor den Schmalseiten 5 des Grundkörpers 3.
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In
der Ausgangsposition der Glasfalzeinlage 1 gemäß den 1 bis 3 sind
die Klemmstücke 9 über an ihren
seitlichen Schrägflächen 13 vorgesehene
Fixierstege 14 mit den seitlichen Schrägflächen 15 der Aussparungen 8 im
Grundkörper 3 verbunden. Die
Fixierstege 14 bilden Sollbruchstellen. Die Dicke D der
Klemmstücke 9 ist,
wie die 1 und 3 zu erkennen
geben, geringer als die Dicke D1 des Grundkörpers 3 bemessen.
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Im
Bereich der inneren Enden 11 der Aussparungen 8 sind
von den Längsseiten 4 aus
sich in den Grundkörper 3 hinein
erstreckende Schlitze 16 vorgesehen. Die Schlitze 16 enden
im Abstand zu den inneren Enden 11 der Aussparungen 8.
Die inneren Enden 17 der Schlitze 16 sind gerundet.
Von den Schlitzen 16 und den Aussparungen 8 werden
somit seitlich der Aussparungen 8 dreieckförmige Zungen 18 gebildet,
welche neben den Schlitzen 16 konvex gekrümmte, quer
abstehende Nasen 19 tragen.
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Insbesondere
aus den 1 und 3 ist noch
ersichtlich, dass an den äußeren Enden 12 der Klemmstücke 9 sich
vertikal erstreckende Rippen 20 vorgesehen sind. Die Rippen 20 stehen über die Oberflächen 21 der
Klemmstücke 9 vor.
Auch die Oberflächen 21 der
Klemmstücke 9 sind
wie die Oberfläche 6 des
Grundkörpers 3 geriffelt.
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Bei
der Montage der Glasfalzeinlage 1 wird diese gemäß 2 an
der zur ordnungsgemäßen Positionierung
einer Glasscheibe vorgesehenen Stelle in den Glasfalz 2 gelegt.
Wenn die richtige Position eingestellt ist, werden die Klemmstücke 9 in Richtung
der Pfeile P manuell vom jeweiligen Monteur unter Zerstörung der
Fixierstege 14 in die Aussparungen 8 hinein geschoben.
Aufgrund der Schrägflächen 13 an
den Klemmstücken 9 und
der Schrägflächen 15 an
den Ausparungen 8 werden, wie die 4 erkennen
lässt,
die Zungen 18 zur Seite hin verlagert und auf diese Weise
die Nasen 19 zwischen den Seitenflächen 22 des Glasfalzes 2 eingespannt.
Die Glasfalzeinlage 1 hat dann eine einwandfreie Lage im
Rahmenprofil, was die anschließende
Verklotzung und Einbringung der Glasscheibe erleichtert.
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- 1
- Glasfalzeinlage
- 2
- Glasfalz
- 3
- Grundkörper v. 1
- 4
- Längsseiten
v. 3
- 5
- Schmalseiten
v. 3
- 6
- Oberfläche v. 3
- 7
- Unterseite
v. 3
- 8
- Aussparungen
in 3
- 9
- Klemmstücke
- 10
- innere
Enden v. 9
- 11
- innere
Enden v. 8
- 12
- äußere Enden
v. 9
- 13
- Schrägflächen an 9
- 14
- Fixierstege
- 15
- Schrägflächen an 8
- 16
- Schlitze
in 3
- 17
- innere
Enden v. 16
- 18
- Zungen
- 19
- Nasen
an 18
- 20
- Rippen
an 9
- 21
- Oberflächen v. 9
- 22
- Seitenflächen v. 2
- D
- Dicke
v. 9
- D1
- Dicke
v. 3
- P
- Pfeile
- VMQE
- vertikale
Mittelquerebene