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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines mehrseitigen
Druckproduktes. Angesprochen ist insbesondere ein Herstellungsverfahren für eine Werbeschrift,
eine Zeitungsbeilage, ein Zeitungs- oder Magazinbeihefter, ein Magazin
oder ein vergleichbares Druckprodukt, das in einem Rollenrotationsdruckprozeß hergestellt
wird.
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Darüber hinaus
betrifft die Erfindung noch ein Druckprodukt, das verfahrensgemäß auf einer Rollenrotationsdruckmaschine
hergestellt wird und die erfindungsgemäßen Verfahrensschritte aufweist.
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Stand der Technik
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Es
ist bekannt, die vorstehend bezeichneten mehrseitigen Druckprodukte
durch Bereitstellen einer Papierbahn und Bedrucken derselben in
einer Rotationsdruckmaschine herzustellen, wobei aus der Druckmaschine
bedruckte Papierbahnen herauslaufen, die dann in Endlospapierstränge längsgeschnitten
werden. Dabei kann die Strangbreite der Endlospapierstränge im wesentlichen
der Seitenbreite entsprechen, wobei es üblich ist, fertigzusammengesetzte
Druckprodukte noch einmal im Bereich der Seitenkanten zu beschneiden. Übliche Rollenrotationsdruckmaschinen
haben eine Druckbreite, die bis zu beispielsweise 18 Einzelstränge nebeneinander zuläßt, d. h.
abhängig
vom Format der gewünschten Seiten
können
auf einer Seite der bedruckten Papierbahn 18 Produktseiten nebeneinander
angeordnet werden, der Längsschnitt
führt dann
zu 18 Endlospapiersträngen,
die über
sogenannte Wendevorrichtungen zu einem Strangpaket übereinandergelegt
werden, das nachfolgend zunächst
endlos weiterverarbeitet wird.
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Die
Weiterverarbeitung zu gehefteten, geklebten oder gebundenen Endprodukten
sieht nun unterschiedliche Möglichkeiten
vor. Zum einen können
sogenannte Falzapparate mit rotierenden Zylindern vorgesehen werden,
dazu werden die Endlosstränge
in Einzelpakete quergeschnitten und der rotierenden Zylinderanordnung
eines sogenannten Falzapparates zugeführt. Die Zylinderanordnung weist
einen Sammelzylinder und einen Klapperzylinder auf. Im Sammelzylinder
ist ein sogenanntes Falzmesser vorgesehen. Die quergeschnittenen
Strangpakete mit einer Stärke
von z. B. acht Einzelbögen werden
von dem Klapperzylinder aufgenommen und dabei mittig oder außermittig
gefalzt, was durch ein Falzmesser und eine Falzklappe geschieht.
Ein Paket von beispielsweise acht Bögen, das in einen derartigen
Falzapparat hineinläuft,
wird im Falzapparat zu einem 32-seitigen Teilprodukt weiterverarbeitet, das
dann aus dem Falzapparat herausläuft
und in üblicher
Weise ausgelegt wird. Es ist aber auch möglich, das Teilprodukt mehrfach
um einen Sammelzylinder herumlaufen zu lassen und weitere Teilprodukte
mit einem oder mehreren umlaufenden Teilprodukten zu vereinigen,
so daß dickere
Produkte gebildet werden, die erst nach dem zweiten oder dritten
Umlauf durch das Falzmesser ab- oder ausgestoßen werden.
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Ein
derartiges Vorgehen ist insofern nachteilig, als die Verarbeitungsgeschwindigkeit
derartiger Falzapparate limitiert ist, Falzapparate technisch sehr
aufwendig und störanfällig sind
und dadurch in einer Kette von Druckmaschinen bzw. Weiterverarbeitungsmaschinen
in der Regel das störanfälligste und
die Verarbeitungsgeschwindigkeit am meisten limitierende Maschinenelement
sind.
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Als
maschinentechnische Alternative zu den geschilderten Falzapparaten
mit einem rotierenden Zylinderpaar sind sogenannte Trichterfalzeinrichtungen
bekannt, diese Trichterfalzeinrichtungen bestehen im wesentlichen
aus einem im wesentlichen gleichschenkligen Dreieck mit zwei relativ
langen, nach unten zu einer Trichterspitze weisenden Trichterschenkeln
oder Trichterflanken. Ein Papierstrang, der über die im wesentlichen horizontal
verlaufende Querkante (Zuführkante)
eines derartigen Trichters gezogen wird, wird beim Stand der Technik
beidseitig über
die langen nach unten weisenden Trichterseitenkanten (Trichterflanken)
gezogen und unten in ein rechtwinklig zur oberen Querkante des Falztrichters angeordnetes
Rollenpaar geführt,
durch das eine mittige oder außermittige
Falzung der Papierbahn im Bereich der Trichterspitze erzielt wird.
Es ist bekannt, nicht nur Endloseinzelstränge über einen derartigen Falztrichter
zu führen,
sondern bereits übereinanderliegende
Endlosstrangpakete, die zu einem gefalzten Endlosstrangpaket weiterverarbeitet
aus der Trichterfalzeinrichtung herauslaufen. Derartige Trichterfalzeinrichtungen
haben sich insbesondere bei Druckprodukten bewährt, bei denen es auf eine
relativ hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit ankommt und die nicht
geklebt, geheftet oder gebunden werden, so wie dies beispielsweise
bei Tageszeitungen der Fall ist.
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Grundsätzlich ist
es natürlich
möglich,
derartige gefalzte Endlosstrangpakete einer Hefteinrichtung zuzuführen oder
in einem gesonderten Schneidevorgang den Mehrfach-Pflugfalz des
Teilproduktes abzuschneiden, so daß auch eine Klebebindung im Bereich
der Seitenkanten im Bereich des Produktrückens möglich ist. Eine derartige Klebebindung
verlangsamt aber den Prozeß wiederum
erheblich und erfordert einen weiteren maschinellen Aufwand.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren mit den geschilderten
Verfahrensschritten derart weiterzubilden, daß es mit hoher Geschwindigkeit
durchgeführt
werden kann und zu einem mehrseitigen verklebbaren Druckprodukt
oder Druckvorprodukt führt.
Dies wird dadurch erreicht, daß im
Falztrichter ein oder mehrere Endlosstrangpakete zugeführt werden,
wobei die Breite des oder der Endlosstrangpaket(e) maximal der halben
Breite der Zuführkante
des Falztrichters entspricht und das wenigstens eine Endlosstrangpaket
ohne Bildung eines Pflugfalzes nur seitlich über den Falztrichter (Trichterflanke)
geführt
wird. Mit anderen Worten wird dem Falztrichter hinsichtlich der
zugeführten
Endlosstrangpakete lediglich eine Parallelisierungsfunktion oder
Wendefunktion zugeführt,
nur in Verbindung mit einem Deckstrang wirkt der Falztrichter als
Falzeinheit, da der Deckstrang über
den Schnittpunkt der beiden Trichterflanken geführt wird und einen Pflugfalz
in den Deckstrang einarbeitet. Der Deckstrang wird simultan mit
dem Endlosstrangpaket dem Falztrichter zugeführt, wobei eine Kante des Strangpaketes
vom Pflugfalz des Deckstranges umgriffen wird. Durch die offene,
d. h. geschnittene Einzelkantenanordnung innerhalb des Pflugfalzes
ist es grundsätzlich
möglich,
mit einem Leimauftrag innerhalb des Pflugfalzes alle Innenseitenkanten
zu binden, dies bei extrem hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit und ohne
empfindliche rotierende Rollenteile, wie dies bei einer Zylinderfalzvorrichtung
in nachteiliger Weise gegeben ist.
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Die
so aus gefalztem Deckstrang und Innenseiten zusammengefügten gedeckten
Endlosstrangpakete werden einem Querschneider zugeführt, so daß Einzelpakete
mit einer Deck- und Rückseite
vorliegen, wobei letztere über
den Pflugfalz miteinander verbunden sind. Die Deck- und Rückseiten
müssen nicht
die gesamte Breite der „inneren” Seiten
aufweisen, sie können
deutlich geringer ausgebildet sein oder auch eine größere Breite
aufweisen. Eine Verleimung dieses Seitenpaketes ist problemlos dadurch möglich, daß z. B.
an der Spitze des Falztrichters eine Leimspur oder Leimtropfen in
dem Pflugfalz eingebracht werden, die dann die offenen Seitenkanten des
Innenbereiches mitabbinden.
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In
Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, vor der Durchführung des
Querschnittes die in dem Pflugfalz einliegenden Kanten der einzelnen Seiten
des Strangpaketes mit dem Innenbereich des Pflugfalzes des Deckstranges
zu verbinden, was grundsätzlich
durch die bereits erwähnte
Verleimung, aber auch Verprägung
oder Verrillung erfolgen kann.
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Wie
vorstehend bereits erwähnt,
können
betreffend die Seiten des Innenbereiches des Druckproduktes entweder
zwei Endlospapierstränge
in paralleler Anordnung der Einlaufkante des Falztrichters zugeführt werden.
Es ist aber auch grundsätzlich möglich, nur
einseitig einen Endlosstrang dem Falztrichter zuzuführen und
diesen lediglich zu wenden. Werden zwei Papierstränge zugeführt, kommt
es im Bereich der Trichterspitze des Falztrichters zu einer Parallelisierung
der beiden Stränge,
d. h. die Seiten werden quasi übereinandergelegt.
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Eine
besonders vorteilhafte Stabilisierung des Verfahrensablaufes und
damit auch des Druckvor- und -endproduktes wird dann erreicht, wenn
dem Falztrichter unter dem wenigstens einen Endlosstrangpaket ein
Endloseinzelstrang zugeführt
wird, der durch den Falztrichter mit einem Pflugfalz versehen und
dessen Abschnitte ein innenliegendes Element des fertiggestellten
Druckproduktes bilden, wobei eine Pflugfalzkante des Endloseinzelstranges gleichsam
in den v-förmigen
Innenbereich des Pflugfalzes des Deckstranges hineinweist und wenigstens einseitig,
vorteilhafterweise aber beidseitig von Einzelstrangpaketen flankiert
wird. Dadurch wird ein beleimbarer Kantenabschnitt nach Art eines „Dachfirstes”, der beim
Zusammenführen
aller Elemente des Druckproduktes im Spitzenbereich des Falztrichters sich
mit dem v-förmigen
Innenbereich zusammenlegt. Der durch den innenliegenden Endloseinzelstrang
gebildete Pflugfalz kann entweder von symmetrischen Seitenflanken
des Endloseinzelstranges oder einseitigen verkürzten Abschnitten des Endloseinzelstranges
flankiert werden.
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Es
ist aber auch möglich,
dem Endloseinzelstrang eine dem Deckstrang entsprechende Breite zuzumessen
oder den Endloseinzelstrang breiter auszugestalten als den Deckstrang,
so daß wenigstens
eine Seite als „Hot
Spot”-Aufschlaghilfe über die anderen
Seitenkanten hinaussteht.
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Vorzugsweise
erfolgt der Leimauftrag auf der dem Pflugfalz des Deckstranges zugewandten
Außenkante
des Pflugfalzes des Endlosstranges. Dadurch kann sowohl eine Verbindung
zwischen dem Deckstrang und dem Endloseinzelstrang als auch zwischen
innenliegenden Endlosstrangpaketen erreicht werden. Durch Druckbeaufschlagung
auf die im Pflugfalz einliegenden Seitenkanten des Strangpaketes
kann eine Leimverteilung im Bereich des Pflugfalzes begünstigt werden.
Durch die Druckbeaufschlagung wird einerseits eine Verteilung des
aufgetragenen Leimes als auch ein für den Klebeprozeß günstiges
Zusammendrücken
der Verbindungspartner erreicht. Vorzugsweise erfolgt die Druckbeaufschlagung
durch ein unter dem Falztrichter angeordnetes Rollenpaar, das in
seiner Vorspannung zueinander variabel einstellbar ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden dem Falztrichter zwei parallele Endlosstrangpakete mit einer
gleichen Anzahl von Strängen
zugeführt,
dies führt
zu einer wirtschaftlichen Ausnutzung des Herstellungsverfahrens.
Eine weitere Möglichkeit die
Wirtschaftlichkeit zu steigern, ist es, den Deckstrang nicht in
einem separaten Druckschritt bzw. aus weiteren Maschinen dem eigentlichen
Herstellungsprozeß einzubinden,
sondern den Deckstrang durch Längsschnitt
aus derselben Papierbahn wie die die innenliegenden Seiten bildende
Papierbahn herauszuschneiden und das Verfahren auf diese Weise durchzuführen. Dadurch
weist das Endprodukt einen Umschlag auf, der sich sowohl in der
Art des verwendeten Papieres als auch des verwendeten Druckverfahrens
nicht von dem der innenliegenden Seiten unterscheidet. Dadurch,
daß nur
eine Maschinenlinie gefahren werden muß, kann ein derartiges Druckprodukt
sehr wirtschaftlich hergestellt werden.
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Alternativ
kann die den Deckstrang bildende Papierbahn aus einem anderen Material,
als die Papierbahn zur Herstellung der innenliegenden Seiten des
Produktes bestehen. Auch kann für
den Deckstrang ein anderes Druckverfahren, beispielsweise ein Offsetdruckverfahren
verwendet werden, um dem Endprodukt einen beispielsweise qualitativ
höherwertigen
Umschlag zu ermöglichen.
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Die
Verbindung der einzelnen Seiten, also der Strangpakete zueinander
als auch mit dem Deckstrang (Umschlag) und/oder gegebenenfalls eines
innenliegenden Endloseinzelstranges, kann beispielsweise durch einen
aufgetragenen Klebestoff, z. B. einen Heißkleber erfolgen. Insbesondere
wenn der Klebstoff ein UV-aushärtender
Klebstoff ist, kann das Herstellungsverfahren durch Einflussnahme
entsprechender UV-Strahlung beschleunigt und/oder präzisiert
werden.
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Vorzugsweise
wird der Klebstoff entlang des Pflugfalzes des Deckstranges und/oder
des Einzelstranges an diskreten Klebepunkten aufgetragen. Diese
Klebepunkte können
entweder Punkte und/oder Linienabschnitte bilden. Hierbei kann die Menge
des zu klebenden Papieres, die zur Verfügung stehende Klebefläche, der
Umfang des Druckproduktes sowie die Eigenschaften des verwendeten Klebestoffes
zur Auslegung berücksichtigt
werden.
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Die
Erfindung/Neuerung ist anhand von Ausführungsbeispielen in den Zeichnungsfiguren
näher erläutert. Diese
zeigen:
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1a ein
Ablaufdiagramm der wesentlichen Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens;
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1b ein
Ablaufdiagramm eines alternativen Verfahrens gem. 1a;
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2 eine
schematische perspektivische Darstellung einer abgerollten Papierbahn,
deren Längsschnitt
sowie angedeutete Übereinanderstaffelung
der Papierbahnstränge;
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3 eine
schematische Darstellung des über
einen Falztrichter geführten
Papierbahnstranges bzw. Papierbahnstränge;
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4 eine
schematische Darstellung gem. 3, jedoch
mit einem aus der eigentlichen Verfahrensebene nach oben gezogenen
Deckstrang;
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5a–e eine
schematische Seitenansicht unterschiedlicher Ausgestaltungen des
erfindungsgemäßen Druckproduktes.
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In
den Zeichnungsfiguren 1a und 1b wird
das erfindungsgemäße Verfahren
nach dessen Abläufen
und Zwischenprodukten dargestellt. Zunächst wird auf einen Verfahrensablauf
gem. 1a Bezug genommen. Nach dem Bedrucken der Papierbahn 1 wird
diese durch Schneidmittel 2 derart längsgeschnitten, daß endlose
Papierbahnstränge 3 gebildet
werden. Diese Papierbahnstränge 3 werden anschließend übereinander
verfahren, so daß ein endloses
Strangpaket 4 gebildet wird. Dabei kann ein aus der ursprünglichen
Papierbahn 1 herausgeschnittener z. B. doppelt so breiter
Deckstrang 5 wie auch die Papierbahnstränge 3 mit diesen ausgerichtet
werden und damit Teil des Strangpaketes 4 werden. Die Verfahrensschritte
bis hierhin sind insbesondere aus Zeichnungsfigur 2 ersichtlich,
wobei die Staffelung/Übereinanderfahren
des Deckstranges 5 und der Papierstränge 3 zum Strangpaket 4 nur schematisch
angedeutet ist.
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Das übereinandergestaffelte
Strangpaket 4 wird an einen Falztrichter 8 geführt und
dort werden die Strangpakete 4 umgelenkt und der Deckstrang 5 mit
einem Falz 11 versehen. Dabei bildet der Deckstrang wie
in Zeichnungsfigur 4 explosionsartig dargestellt
(Strichpunkt-Linien) der obenliegende Endlosbogen des Strangpaketes 4.
Dieser wird an dem Schnittpunkt 14 der beiden Seitenschenkeln bzw.
Trichterflanken 6, 6' zwischen den unten aneinandergesetzten
Rollen 7, 7' zusammengedrückt und in
einer Ebene weitertransportiert. Der Trichter 8 ist in dieser
Ausführungsform
als gleichschenkliges Dreieck ausgebildet, das zwei Seitenschenkel/Trichterflanken 6, 6' sowie eine
Einlaufkante 9 aufweist und an der das zugeführte Strangpaket 4 gemäß Zeichnung 3 nach
unten und gleichzeitig ab der Einlaufkante 9 um die Trichterflanken 6, 6' umgelenkt wird.
An der mit dem Pfeil A gekennzeichneten Spitze 14 des Trichters 8 kann
ein Klebstoff in das Verfahren eingebracht werden. An der mit dem
Pfeil A gekennzeichneten Stelle wird in den Falzbereich 11 des Deckstranges 5 Klebstoff
z. B. Leim appliziert und eine Verbindung der Strangpakete 4 untereinander sowie
mit dem Deckstrang 5 herstellt.
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Nach
dem Falzen des Deckstranges 5 und gegebenenfalls dem Kleben
der Strangpakete 4 im Falzbereich 11 des Deckstranges
wird dieses immer noch endlose Strangpaket 4 quergeschnitten
und damit Einzelpaket 16 gebildet. Diese Einzelpakete stellen
entweder das letztliche Druckprodukt dar oder werden noch einem
Nachschneideprozeß unterzogen,
in dem sie an wenigstens einer Außenkante nochmals geschnitten
werden, um den Außenkanten ein
einheitliches Aussehen zu ermöglichen,
so daß erst
nach dem Nachschneideprozeß das
angestrebte Druckprodukt fertig ist.
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In
den Zeichnungsfiguren 5a–5e sind
unterschiedliche erfindungsgemäße Ausgestaltungen
des Druckproduktes dargestellt. In einer ersten Variante (5a)
werden sechs Papierbahnstränge 3 zu
einem Strangpaket 4 übereinandergeführt und über den
Trichter 8 mit einem einen Falzbereich 11 versehenem
Deckstrang 5 umhüllt.
In einer weiteren Ausführungsform
gem. 5b werden lediglich zwei Strangpakete, die jeweils
zwei Bögen
aufweisen, über
die beiden Seitenschenkel 6, 6' des Trichters 8 umgelenkt,
wobei nach Art eines Sandwichs das umgelenkte Strangpaket 4 von
einem Einzelstrang 10 unterseitig am Trichter 8 und
einem Deckstrang 5 oberseitig am Trichter 8 umgeben
werden und nach dem Falzprozeß innerhalb
des Trichters 8 der Einzelstrang 10 sowie der
Deckstrang 5 mit einem Falzbereich 11, 12 versehen
werden, so daß das
Endprodukt einen Umschlag aus einem Deckstrang 5 und einem
im mittleren Bereich des Druckproduktes angeordnete Seiten eines
Einzelstranges 10 umfaßt.
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In
den 5c und 5d sind
unterschiedliche Dimensionierungen des Deckstranges 5 und/oder
des Einzelstranges 10 dargestellt. Hierbei kann die Breite 15 eines
Seitenschenkels des Deckstrangs 5 und/oder des Einzelstranges 10 relativ
zu den Seitenbreiten 13 der Strangpakete 4 verkürzt sein.
In der 5d hat der Deckstrang 5 an
beiden Schenkeln jeweils die halbe Seitenbreite wie der Einzelstrang 4,
was dazu führt,
daß die
restlichen Strangpakete 4 nur bereichsweise überlappt/umgreift.
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Schließlich ist
in Zeichnungsfigur 5e dargestellt, daß sowohl
der Deckstrang 5 als auch der im Druckprodukt innenliegende
Einzelstrang 10 auch eine höhere Seitenbreite 15 als
die die dazwischenliegenden Seiten 3 bildenden Strangpakete 4 aufweisen
kann. Insbesondere können
auch die Schenkelenden des Deck- und/oder
Einzelstranges 10 (Pfeil B) gefalzt und umgeklappt ausgebildet
sein.
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Ein
Ablaufdiagramm für
ein Herstellungsverfahren gemäß einem
wie in den Zeichnungsfiguren 5b, 5c und 5e dargestellten
Druckprodukt mit einem innenliegenden Einzelstrang 10 geht aus 1b hervor.
Dabei wird beim Übereinanderbringen
der Papierbahnstränge 3 und
des Druckstranges 5 auch ein Einzelstrang 10 eingesteuert. Beim
anschließenden
Prozeßschritt
am Falztrichter 8 werden die Strangpakete 4 lediglich
an den Trichterflanken 6, 6' umgelenkt, wohingegen der Deckstrang 5 und
der Einzelstrang 10 durch den Schnittpunkt 14 der
Trichterflanken 6, 6' mit jeweils einem Falzbereich 11, 12 versehen
werden.
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- 1
- Papierbahn
- 2
- Schneidmittel
- 3
- Papierbahnstrang
- 4
- Strangpaket
- 5
- Deckstrang
- 6,
6'
- Seitenschenkel/Trichterflanke
- 7,
7'
- Rolle
- 8
- Trichter
- 9
- Einlaufkante
- 10
- Einzelstrang
- 11
- Falzbereich
v. 5
- 12
- Falzbereich
v. 10
- 13
- Seitenbreite
v. 4
- 14
- Schnittpunkt
v. 6 und 6'
- 15
- Seitenbreite
v. 5
- 16
- Einzelpaket
- A
- Pfeil
- B
- Pfeil