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DE102008015308A1 - Verfahren zur Herstellung eines mehrseitigen Druckproduktes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines mehrseitigen Druckproduktes Download PDF

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DE102008015308A1
DE102008015308A1 DE200810015308 DE102008015308A DE102008015308A1 DE 102008015308 A1 DE102008015308 A1 DE 102008015308A1 DE 200810015308 DE200810015308 DE 200810015308 DE 102008015308 A DE102008015308 A DE 102008015308A DE 102008015308 A1 DE102008015308 A1 DE 102008015308A1
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DE200810015308
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English (en)
Inventor
Stephan Dietz
Mischa Hachenberger
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Prinovis Dresden & Co KG GmbH
Original Assignee
Prinovis Dresden & Co KG GmbH
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Publication date
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Ceased legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F13/00Common details of rotary presses or machines
    • B41F13/54Auxiliary folding, cutting, collecting or depositing of sheets or webs
    • B41F13/56Folding or cutting

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Making Paper Articles (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines mehrseitigen Druckproduktes, insbesondere einer Werbeschrift, Zeitungsbeilage, Beihefter, Magazin oder dergleichen, das in einem Rollenrotationsdruckprozeß hergestellt wird sowie ein Druckprodukt, das die erfindungsgemäßen Verfahrensschritte aufweist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines mehrseitigen Druckproduktes. Angesprochen ist insbesondere ein Herstellungsverfahren für eine Werbeschrift, eine Zeitungsbeilage, ein Zeitungs- oder Magazinbeihefter, ein Magazin oder ein vergleichbares Druckprodukt, das in einem Rollenrotationsdruckprozeß hergestellt wird.
  • Darüber hinaus betrifft die Erfindung noch ein Druckprodukt, das verfahrensgemäß auf einer Rollenrotationsdruckmaschine hergestellt wird und die erfindungsgemäßen Verfahrensschritte aufweist.
  • Stand der Technik
  • Es ist bekannt, die vorstehend bezeichneten mehrseitigen Druckprodukte durch Bereitstellen einer Papierbahn und Bedrucken derselben in einer Rotationsdruckmaschine herzustellen, wobei aus der Druckmaschine bedruckte Papierbahnen herauslaufen, die dann in Endlospapierstränge längsgeschnitten werden. Dabei kann die Strangbreite der Endlospapierstränge im wesentlichen der Seitenbreite entsprechen, wobei es üblich ist, fertigzusammengesetzte Druckprodukte noch einmal im Bereich der Seitenkanten zu beschneiden. Übliche Rollenrotationsdruckmaschinen haben eine Druckbreite, die bis zu beispielsweise 18 Einzelstränge nebeneinander zuläßt, d. h. abhängig vom Format der gewünschten Seiten können auf einer Seite der bedruckten Papierbahn 18 Produktseiten nebeneinander angeordnet werden, der Längsschnitt führt dann zu 18 Endlospapiersträngen, die über sogenannte Wendevorrichtungen zu einem Strangpaket übereinandergelegt werden, das nachfolgend zunächst endlos weiterverarbeitet wird.
  • Die Weiterverarbeitung zu gehefteten, geklebten oder gebundenen Endprodukten sieht nun unterschiedliche Möglichkeiten vor. Zum einen können sogenannte Falzapparate mit rotierenden Zylindern vorgesehen werden, dazu werden die Endlosstränge in Einzelpakete quergeschnitten und der rotierenden Zylinderanordnung eines sogenannten Falzapparates zugeführt. Die Zylinderanordnung weist einen Sammelzylinder und einen Klapperzylinder auf. Im Sammelzylinder ist ein sogenanntes Falzmesser vorgesehen. Die quergeschnittenen Strangpakete mit einer Stärke von z. B. acht Einzelbögen werden von dem Klapperzylinder aufgenommen und dabei mittig oder außermittig gefalzt, was durch ein Falzmesser und eine Falzklappe geschieht. Ein Paket von beispielsweise acht Bögen, das in einen derartigen Falzapparat hineinläuft, wird im Falzapparat zu einem 32-seitigen Teilprodukt weiterverarbeitet, das dann aus dem Falzapparat herausläuft und in üblicher Weise ausgelegt wird. Es ist aber auch möglich, das Teilprodukt mehrfach um einen Sammelzylinder herumlaufen zu lassen und weitere Teilprodukte mit einem oder mehreren umlaufenden Teilprodukten zu vereinigen, so daß dickere Produkte gebildet werden, die erst nach dem zweiten oder dritten Umlauf durch das Falzmesser ab- oder ausgestoßen werden.
  • Ein derartiges Vorgehen ist insofern nachteilig, als die Verarbeitungsgeschwindigkeit derartiger Falzapparate limitiert ist, Falzapparate technisch sehr aufwendig und störanfällig sind und dadurch in einer Kette von Druckmaschinen bzw. Weiterverarbeitungsmaschinen in der Regel das störanfälligste und die Verarbeitungsgeschwindigkeit am meisten limitierende Maschinenelement sind.
  • Als maschinentechnische Alternative zu den geschilderten Falzapparaten mit einem rotierenden Zylinderpaar sind sogenannte Trichterfalzeinrichtungen bekannt, diese Trichterfalzeinrichtungen bestehen im wesentlichen aus einem im wesentlichen gleichschenkligen Dreieck mit zwei relativ langen, nach unten zu einer Trichterspitze weisenden Trichterschenkeln oder Trichterflanken. Ein Papierstrang, der über die im wesentlichen horizontal verlaufende Querkante (Zuführkante) eines derartigen Trichters gezogen wird, wird beim Stand der Technik beidseitig über die langen nach unten weisenden Trichterseitenkanten (Trichterflanken) gezogen und unten in ein rechtwinklig zur oberen Querkante des Falztrichters angeordnetes Rollenpaar geführt, durch das eine mittige oder außermittige Falzung der Papierbahn im Bereich der Trichterspitze erzielt wird. Es ist bekannt, nicht nur Endloseinzelstränge über einen derartigen Falztrichter zu führen, sondern bereits übereinanderliegende Endlosstrangpakete, die zu einem gefalzten Endlosstrangpaket weiterverarbeitet aus der Trichterfalzeinrichtung herauslaufen. Derartige Trichterfalzeinrichtungen haben sich insbesondere bei Druckprodukten bewährt, bei denen es auf eine relativ hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit ankommt und die nicht geklebt, geheftet oder gebunden werden, so wie dies beispielsweise bei Tageszeitungen der Fall ist.
  • Grundsätzlich ist es natürlich möglich, derartige gefalzte Endlosstrangpakete einer Hefteinrichtung zuzuführen oder in einem gesonderten Schneidevorgang den Mehrfach-Pflugfalz des Teilproduktes abzuschneiden, so daß auch eine Klebebindung im Bereich der Seitenkanten im Bereich des Produktrückens möglich ist. Eine derartige Klebebindung verlangsamt aber den Prozeß wiederum erheblich und erfordert einen weiteren maschinellen Aufwand.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren mit den geschilderten Verfahrensschritten derart weiterzubilden, daß es mit hoher Geschwindigkeit durchgeführt werden kann und zu einem mehrseitigen verklebbaren Druckprodukt oder Druckvorprodukt führt. Dies wird dadurch erreicht, daß im Falztrichter ein oder mehrere Endlosstrangpakete zugeführt werden, wobei die Breite des oder der Endlosstrangpaket(e) maximal der halben Breite der Zuführkante des Falztrichters entspricht und das wenigstens eine Endlosstrangpaket ohne Bildung eines Pflugfalzes nur seitlich über den Falztrichter (Trichterflanke) geführt wird. Mit anderen Worten wird dem Falztrichter hinsichtlich der zugeführten Endlosstrangpakete lediglich eine Parallelisierungsfunktion oder Wendefunktion zugeführt, nur in Verbindung mit einem Deckstrang wirkt der Falztrichter als Falzeinheit, da der Deckstrang über den Schnittpunkt der beiden Trichterflanken geführt wird und einen Pflugfalz in den Deckstrang einarbeitet. Der Deckstrang wird simultan mit dem Endlosstrangpaket dem Falztrichter zugeführt, wobei eine Kante des Strangpaketes vom Pflugfalz des Deckstranges umgriffen wird. Durch die offene, d. h. geschnittene Einzelkantenanordnung innerhalb des Pflugfalzes ist es grundsätzlich möglich, mit einem Leimauftrag innerhalb des Pflugfalzes alle Innenseitenkanten zu binden, dies bei extrem hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit und ohne empfindliche rotierende Rollenteile, wie dies bei einer Zylinderfalzvorrichtung in nachteiliger Weise gegeben ist.
  • Die so aus gefalztem Deckstrang und Innenseiten zusammengefügten gedeckten Endlosstrangpakete werden einem Querschneider zugeführt, so daß Einzelpakete mit einer Deck- und Rückseite vorliegen, wobei letztere über den Pflugfalz miteinander verbunden sind. Die Deck- und Rückseiten müssen nicht die gesamte Breite der „inneren” Seiten aufweisen, sie können deutlich geringer ausgebildet sein oder auch eine größere Breite aufweisen. Eine Verleimung dieses Seitenpaketes ist problemlos dadurch möglich, daß z. B. an der Spitze des Falztrichters eine Leimspur oder Leimtropfen in dem Pflugfalz eingebracht werden, die dann die offenen Seitenkanten des Innenbereiches mitabbinden.
  • In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, vor der Durchführung des Querschnittes die in dem Pflugfalz einliegenden Kanten der einzelnen Seiten des Strangpaketes mit dem Innenbereich des Pflugfalzes des Deckstranges zu verbinden, was grundsätzlich durch die bereits erwähnte Verleimung, aber auch Verprägung oder Verrillung erfolgen kann.
  • Wie vorstehend bereits erwähnt, können betreffend die Seiten des Innenbereiches des Druckproduktes entweder zwei Endlospapierstränge in paralleler Anordnung der Einlaufkante des Falztrichters zugeführt werden. Es ist aber auch grundsätzlich möglich, nur einseitig einen Endlosstrang dem Falztrichter zuzuführen und diesen lediglich zu wenden. Werden zwei Papierstränge zugeführt, kommt es im Bereich der Trichterspitze des Falztrichters zu einer Parallelisierung der beiden Stränge, d. h. die Seiten werden quasi übereinandergelegt.
  • Eine besonders vorteilhafte Stabilisierung des Verfahrensablaufes und damit auch des Druckvor- und -endproduktes wird dann erreicht, wenn dem Falztrichter unter dem wenigstens einen Endlosstrangpaket ein Endloseinzelstrang zugeführt wird, der durch den Falztrichter mit einem Pflugfalz versehen und dessen Abschnitte ein innenliegendes Element des fertiggestellten Druckproduktes bilden, wobei eine Pflugfalzkante des Endloseinzelstranges gleichsam in den v-förmigen Innenbereich des Pflugfalzes des Deckstranges hineinweist und wenigstens einseitig, vorteilhafterweise aber beidseitig von Einzelstrangpaketen flankiert wird. Dadurch wird ein beleimbarer Kantenabschnitt nach Art eines „Dachfirstes”, der beim Zusammenführen aller Elemente des Druckproduktes im Spitzenbereich des Falztrichters sich mit dem v-förmigen Innenbereich zusammenlegt. Der durch den innenliegenden Endloseinzelstrang gebildete Pflugfalz kann entweder von symmetrischen Seitenflanken des Endloseinzelstranges oder einseitigen verkürzten Abschnitten des Endloseinzelstranges flankiert werden.
  • Es ist aber auch möglich, dem Endloseinzelstrang eine dem Deckstrang entsprechende Breite zuzumessen oder den Endloseinzelstrang breiter auszugestalten als den Deckstrang, so daß wenigstens eine Seite als „Hot Spot”-Aufschlaghilfe über die anderen Seitenkanten hinaussteht.
  • Vorzugsweise erfolgt der Leimauftrag auf der dem Pflugfalz des Deckstranges zugewandten Außenkante des Pflugfalzes des Endlosstranges. Dadurch kann sowohl eine Verbindung zwischen dem Deckstrang und dem Endloseinzelstrang als auch zwischen innenliegenden Endlosstrangpaketen erreicht werden. Durch Druckbeaufschlagung auf die im Pflugfalz einliegenden Seitenkanten des Strangpaketes kann eine Leimverteilung im Bereich des Pflugfalzes begünstigt werden. Durch die Druckbeaufschlagung wird einerseits eine Verteilung des aufgetragenen Leimes als auch ein für den Klebeprozeß günstiges Zusammendrücken der Verbindungspartner erreicht. Vorzugsweise erfolgt die Druckbeaufschlagung durch ein unter dem Falztrichter angeordnetes Rollenpaar, das in seiner Vorspannung zueinander variabel einstellbar ist.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform werden dem Falztrichter zwei parallele Endlosstrangpakete mit einer gleichen Anzahl von Strängen zugeführt, dies führt zu einer wirtschaftlichen Ausnutzung des Herstellungsverfahrens. Eine weitere Möglichkeit die Wirtschaftlichkeit zu steigern, ist es, den Deckstrang nicht in einem separaten Druckschritt bzw. aus weiteren Maschinen dem eigentlichen Herstellungsprozeß einzubinden, sondern den Deckstrang durch Längsschnitt aus derselben Papierbahn wie die die innenliegenden Seiten bildende Papierbahn herauszuschneiden und das Verfahren auf diese Weise durchzuführen. Dadurch weist das Endprodukt einen Umschlag auf, der sich sowohl in der Art des verwendeten Papieres als auch des verwendeten Druckverfahrens nicht von dem der innenliegenden Seiten unterscheidet. Dadurch, daß nur eine Maschinenlinie gefahren werden muß, kann ein derartiges Druckprodukt sehr wirtschaftlich hergestellt werden.
  • Alternativ kann die den Deckstrang bildende Papierbahn aus einem anderen Material, als die Papierbahn zur Herstellung der innenliegenden Seiten des Produktes bestehen. Auch kann für den Deckstrang ein anderes Druckverfahren, beispielsweise ein Offsetdruckverfahren verwendet werden, um dem Endprodukt einen beispielsweise qualitativ höherwertigen Umschlag zu ermöglichen.
  • Die Verbindung der einzelnen Seiten, also der Strangpakete zueinander als auch mit dem Deckstrang (Umschlag) und/oder gegebenenfalls eines innenliegenden Endloseinzelstranges, kann beispielsweise durch einen aufgetragenen Klebestoff, z. B. einen Heißkleber erfolgen. Insbesondere wenn der Klebstoff ein UV-aushärtender Klebstoff ist, kann das Herstellungsverfahren durch Einflussnahme entsprechender UV-Strahlung beschleunigt und/oder präzisiert werden.
  • Vorzugsweise wird der Klebstoff entlang des Pflugfalzes des Deckstranges und/oder des Einzelstranges an diskreten Klebepunkten aufgetragen. Diese Klebepunkte können entweder Punkte und/oder Linienabschnitte bilden. Hierbei kann die Menge des zu klebenden Papieres, die zur Verfügung stehende Klebefläche, der Umfang des Druckproduktes sowie die Eigenschaften des verwendeten Klebestoffes zur Auslegung berücksichtigt werden.
  • Die Erfindung/Neuerung ist anhand von Ausführungsbeispielen in den Zeichnungsfiguren näher erläutert. Diese zeigen:
  • 1a ein Ablaufdiagramm der wesentlichen Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens;
  • 1b ein Ablaufdiagramm eines alternativen Verfahrens gem. 1a;
  • 2 eine schematische perspektivische Darstellung einer abgerollten Papierbahn, deren Längsschnitt sowie angedeutete Übereinanderstaffelung der Papierbahnstränge;
  • 3 eine schematische Darstellung des über einen Falztrichter geführten Papierbahnstranges bzw. Papierbahnstränge;
  • 4 eine schematische Darstellung gem. 3, jedoch mit einem aus der eigentlichen Verfahrensebene nach oben gezogenen Deckstrang;
  • 5a–e eine schematische Seitenansicht unterschiedlicher Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Druckproduktes.
  • In den Zeichnungsfiguren 1a und 1b wird das erfindungsgemäße Verfahren nach dessen Abläufen und Zwischenprodukten dargestellt. Zunächst wird auf einen Verfahrensablauf gem. 1a Bezug genommen. Nach dem Bedrucken der Papierbahn 1 wird diese durch Schneidmittel 2 derart längsgeschnitten, daß endlose Papierbahnstränge 3 gebildet werden. Diese Papierbahnstränge 3 werden anschließend übereinander verfahren, so daß ein endloses Strangpaket 4 gebildet wird. Dabei kann ein aus der ursprünglichen Papierbahn 1 herausgeschnittener z. B. doppelt so breiter Deckstrang 5 wie auch die Papierbahnstränge 3 mit diesen ausgerichtet werden und damit Teil des Strangpaketes 4 werden. Die Verfahrensschritte bis hierhin sind insbesondere aus Zeichnungsfigur 2 ersichtlich, wobei die Staffelung/Übereinanderfahren des Deckstranges 5 und der Papierstränge 3 zum Strangpaket 4 nur schematisch angedeutet ist.
  • Das übereinandergestaffelte Strangpaket 4 wird an einen Falztrichter 8 geführt und dort werden die Strangpakete 4 umgelenkt und der Deckstrang 5 mit einem Falz 11 versehen. Dabei bildet der Deckstrang wie in Zeichnungsfigur 4 explosionsartig dargestellt (Strichpunkt-Linien) der obenliegende Endlosbogen des Strangpaketes 4. Dieser wird an dem Schnittpunkt 14 der beiden Seitenschenkeln bzw. Trichterflanken 6, 6' zwischen den unten aneinandergesetzten Rollen 7, 7' zusammengedrückt und in einer Ebene weitertransportiert. Der Trichter 8 ist in dieser Ausführungsform als gleichschenkliges Dreieck ausgebildet, das zwei Seitenschenkel/Trichterflanken 6, 6' sowie eine Einlaufkante 9 aufweist und an der das zugeführte Strangpaket 4 gemäß Zeichnung 3 nach unten und gleichzeitig ab der Einlaufkante 9 um die Trichterflanken 6, 6' umgelenkt wird. An der mit dem Pfeil A gekennzeichneten Spitze 14 des Trichters 8 kann ein Klebstoff in das Verfahren eingebracht werden. An der mit dem Pfeil A gekennzeichneten Stelle wird in den Falzbereich 11 des Deckstranges 5 Klebstoff z. B. Leim appliziert und eine Verbindung der Strangpakete 4 untereinander sowie mit dem Deckstrang 5 herstellt.
  • Nach dem Falzen des Deckstranges 5 und gegebenenfalls dem Kleben der Strangpakete 4 im Falzbereich 11 des Deckstranges wird dieses immer noch endlose Strangpaket 4 quergeschnitten und damit Einzelpaket 16 gebildet. Diese Einzelpakete stellen entweder das letztliche Druckprodukt dar oder werden noch einem Nachschneideprozeß unterzogen, in dem sie an wenigstens einer Außenkante nochmals geschnitten werden, um den Außenkanten ein einheitliches Aussehen zu ermöglichen, so daß erst nach dem Nachschneideprozeß das angestrebte Druckprodukt fertig ist.
  • In den Zeichnungsfiguren 5a5e sind unterschiedliche erfindungsgemäße Ausgestaltungen des Druckproduktes dargestellt. In einer ersten Variante (5a) werden sechs Papierbahnstränge 3 zu einem Strangpaket 4 übereinandergeführt und über den Trichter 8 mit einem einen Falzbereich 11 versehenem Deckstrang 5 umhüllt. In einer weiteren Ausführungsform gem. 5b werden lediglich zwei Strangpakete, die jeweils zwei Bögen aufweisen, über die beiden Seitenschenkel 6, 6' des Trichters 8 umgelenkt, wobei nach Art eines Sandwichs das umgelenkte Strangpaket 4 von einem Einzelstrang 10 unterseitig am Trichter 8 und einem Deckstrang 5 oberseitig am Trichter 8 umgeben werden und nach dem Falzprozeß innerhalb des Trichters 8 der Einzelstrang 10 sowie der Deckstrang 5 mit einem Falzbereich 11, 12 versehen werden, so daß das Endprodukt einen Umschlag aus einem Deckstrang 5 und einem im mittleren Bereich des Druckproduktes angeordnete Seiten eines Einzelstranges 10 umfaßt.
  • In den 5c und 5d sind unterschiedliche Dimensionierungen des Deckstranges 5 und/oder des Einzelstranges 10 dargestellt. Hierbei kann die Breite 15 eines Seitenschenkels des Deckstrangs 5 und/oder des Einzelstranges 10 relativ zu den Seitenbreiten 13 der Strangpakete 4 verkürzt sein. In der 5d hat der Deckstrang 5 an beiden Schenkeln jeweils die halbe Seitenbreite wie der Einzelstrang 4, was dazu führt, daß die restlichen Strangpakete 4 nur bereichsweise überlappt/umgreift.
  • Schließlich ist in Zeichnungsfigur 5e dargestellt, daß sowohl der Deckstrang 5 als auch der im Druckprodukt innenliegende Einzelstrang 10 auch eine höhere Seitenbreite 15 als die die dazwischenliegenden Seiten 3 bildenden Strangpakete 4 aufweisen kann. Insbesondere können auch die Schenkelenden des Deck- und/oder Einzelstranges 10 (Pfeil B) gefalzt und umgeklappt ausgebildet sein.
  • Ein Ablaufdiagramm für ein Herstellungsverfahren gemäß einem wie in den Zeichnungsfiguren 5b, 5c und 5e dargestellten Druckprodukt mit einem innenliegenden Einzelstrang 10 geht aus 1b hervor. Dabei wird beim Übereinanderbringen der Papierbahnstränge 3 und des Druckstranges 5 auch ein Einzelstrang 10 eingesteuert. Beim anschließenden Prozeßschritt am Falztrichter 8 werden die Strangpakete 4 lediglich an den Trichterflanken 6, 6' umgelenkt, wohingegen der Deckstrang 5 und der Einzelstrang 10 durch den Schnittpunkt 14 der Trichterflanken 6, 6' mit jeweils einem Falzbereich 11, 12 versehen werden.
  • 1
    Papierbahn
    2
    Schneidmittel
    3
    Papierbahnstrang
    4
    Strangpaket
    5
    Deckstrang
    6, 6'
    Seitenschenkel/Trichterflanke
    7, 7'
    Rolle
    8
    Trichter
    9
    Einlaufkante
    10
    Einzelstrang
    11
    Falzbereich v. 5
    12
    Falzbereich v. 10
    13
    Seitenbreite v. 4
    14
    Schnittpunkt v. 6 und 6'
    15
    Seitenbreite v. 5
    16
    Einzelpaket
    A
    Pfeil
    B
    Pfeil

Claims (25)

  1. Verfahren zur Herstellung eines mehrseitigen Druckproduktes, insbesondere einer Werbeschrift, Zeitungsbeilage, Beihefter, Magazin oder dergleichen, gekennzeichnet durch den Ablauf folgender Verfahrensschritte: – Bereitstellen einer Papierbahn und Bedrucken der Papierbahn in einer Rollenrotationsdruckmaschine; – Längsschnitt der bedruckten Papierbahn in Endlospapierstränge; – Übereinanderführen der Endlospapierstränge zu wenigstens einem Endlosstrangpaket; – Zuführen des/der Endlosstrangpakete(s) zu einem Falztrichter, wobei die Breite des Endlosstrangpaketes maximal der halben Breite der Zuführkante des Falztrichters entspricht und das wenigstens eine Endlosstrangpaket ohne Bildung eines Pflugfalzes seitlich über den Falztrichter geführt wird; – zumindest teilweise Umhüllung des Strangpaketes im Bereich des Falztrichters durch wenigstens einen Deckstrang, der mit einem Pflugfalz eine Kante des Endlosstrangpakets umgreift, wobei der Deckstrang simultan mit dem Endlosstrangpaket dem Falztrichter zugeführt wird und der Pflugfalz des Deckstranges durch die Spitze des Falztrichters gebildet wird; – Querschnitt der Endlosstrangpakete zusammen mit dem Deckstrang zur Bildung von Einzelpaketen, die einzelne Seiten umfassen, die in einen gefalzten Umschlagbogen angeordnet sind.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor Durchführung des Querschnittes die in dem Pflugfalz einliegenden Kanten der einzelnen Seiten des Strangpaketes mit dem Innenbereich des Pflugfalzes des Deckstranges verbunden werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Übereinanderführen der Endlospapierstränge zwei nebeneinanderliegende Endlosstrangpakete gebildet werden, die zueinander parallel der Einlaufkante des Falztrichters zugeführt werden, über je eine Trichterflanke des Falztrichters geführt und im Bereich der Trichterspitze des Falztrichters in eine Parallellage gebracht werden.
  4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Kanten des Strangpaketes mit der Innenseite des Pflugfalzes durch Verleimung erfolgt.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Leimauftrag im Bereich der Trichterspitze des Falztrichters erfolgt.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2–5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Kante des Endlosstranges mit dem Innenbereich des Pflugfalzes durch Verprägung oder Verrillung erfolgt.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Falztrichter unter dem wenigstens einen Endlosstrangpaket ein Endloseinzelstrang zugeführt wird, der durch den Falztrichter mit einem Pflugfalz versehen wird und dessen Abschnitte ein innenliegendes Element des fertiggestellten Druckproduktes bilden.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Pflugfalz des Endloseinzelstranges etwa mittig im Einzelstrang angeordnet wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Endloseinzelstrang eine dem Deckstrang entsprechende Breite aufweist.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7–9, dadurch gekennzeichnet, daß der Endloseinzelstrang eine größere Breite als der Deckstrang aufweist.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7–10, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand einer Seitenkante des Endloseinzelstrangs von dem Pflugfalz geringer ist als die Breite des mindestens einen Strangpaketes.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Leimauftrag auf der dem Pflugfalz des Deckstranges zugewandten Außenkante des Pflugfalzes des Endloseinzelstranges erfolgt.
  13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Leimverteilung auf die im Bereich des/der Pflugfalze durch Druckbeaufschlagung auf die im Pflugfalz einliegenden Seitenkanten des Strangpaketes erfolgt.
  14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckbeaufschlagung durch ein unter dem Falztrichter angeordnetes Rollenpaar erfolgt.
  15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Falztrichter zwei parallele Endlosstrangpakete mit einer gleichen Anzahl von Strängen zugeführt werden.
  16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckstrang durch Längsschnitt derselben Papierbahn wie die die innenliegenden Seiten bildenden Papierbahnstränge gewonnen wird.
  17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die den Deckstrang bildende Papierbahn aus einem anderen Material besteht als die Papierbahn zur Herstellung der innenliegenden Seiten des Produktes.
  18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die das Deckblatt bildende Papierbahn in einem gesonderten Druckvorgang bedruckt wird.
  19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die das Deckblatt bildende Papierbahn durch ein vom Druckverfahren der inneren Seiten unterschiedliches Druckverfahren bedruckt wird.
  20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der aufgetragene Klebstoff ein Heißkleber ist.
  21. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der ausgetrocknete Klebstoff UV-härtend ist.
  22. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoff entlang des Pflugfalzes des Deckstranges und/oder des Endloseinzelstranges an nur wenigen diskreten Klebepunkten aufgetragen wird.
  23. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strangbreite der Endlosstränge der Seitenbreite entspricht.
  24. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckstrang eine größere Breite als das Strangpaket aufweist.
  25. Druckprodukt, gekennzeichnet durch eine Herstellung nach einem der Ansprüche 1–24.
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