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Hintergrund der Erfindung
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Gebiet der Erfindung
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Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung betreffen allgemein Brennkammern und
mehr im Einzelnen brennstoffflexible Brennstoff/Luftmischer für
Brennkammern mit magerer Vormischung zum Einsatz in Verbrennungsprozessen
mit geringen Emissionen.
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Beschreibung des einschlägigen
Standes der Technik
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Historisch
gesehen wurde die Energiegewinnung aus Brennstoffen in Brennkammern
mit diffusionsgesteuerter (bezeichnet auch als nicht vorgemischter)
Verbrennung durchgeführt, wobei die Reaktanten zunächst
voneinander getrennt sind und die Reaktion in dem Grenzgebiet zwischen
dem Brennstoff und dem Oxidationsmittel erfolgt, wo auch die Vermischung
und die Reaktion stattfinden. Zu Beispielen solcher Vorrichtungen
zählen, ohne darauf beschränkt zu sein, Flugzeug-Gasturbinen
und aeroderivative Gasturbinen zum Einsatz bei der Erzeugung elektrischer
Energie, bei Schiffsantrieben, zur gleichzeitigen Erzeugung von
zwei verschiedenen Energiearten und zur Energieversorgung einer
Offshore-Plattform, um nur einige zu benennen. Beim Entwurf solcher
Brennkammern sehen sich die Ingenieure nicht nur der Anforderung
gegenüber die Gesamtgröße der Brennkammern
gleich zu halten oder zu reduzieren, die maximale Betriebstemperatur
zu erhöhen und die speziellen Energiegewinnungsraten zu
erhöhen, sondern auch einem stetig wachsenden Bedürfnis,
die Bildung von behördlich überwachten unweltschädlichen
Stoffen und deren Emission in die Umgebung zu verringern. Zu Beispielen
solcher interessierender Hauptumweltschadstoffe zählen
Stickstoffoxide (NOx), Kohlenmonoxid (CO),
unverbrannte und teilweise verbrannte Kohlenwasserstoffe und Treibhausgase
wie Kohlendioxyd (CO2). Zufolge der Schwierigkeiten
der Kontrolle örtlicher Veränderungen der Zusammensetzung
in der Strömung, die von der Abhängigkeit von
der mechanischen Fluidvermischung während der ablaufenden Verbrennung
herrühren, wegen Spitzentemperaturen, die durch eine örtliche
stöchiometrische Verbrennung bedingt sind, wegen der Verweilzeiten
in Bereichen mit erhöhten Temperaturen und wegen der jeweiligen
Sauerstoffverfügbarkeit bieten diffusionsgesteuerte Brennkammern
lediglich eine geringe Möglichkeit den gegenwärtigen
und zukünftigen Emissionsanforderungen zu genügen
während gleichzeitig das jeweils gewünschte Niveau
der Betriebseigenschaften aufrecht erhalten bleibt.
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Seit
kurzem werden Brennkammern mit magerer Vormischung (lean-premixed
combusters) eingesetzt, um das Emissionsniveau unerwünschter
Schadstoffe weiter zu reduzieren. Bei diesen Brennkammern werden
zweckentsprechende Mengen von Brennstoff und Oxidationsmittel unter
Verwendung eines Brennstoff/Luftmischers in einer Mischkammer vor
dem Eintreten einer im Wesentlichen chemischen Reaktion in der Brennkammer
gut miteinander vermischt, wodurch die im Vorstehenden aufgeführten
Schwierigkeiten von diffusionsgesteuerten Brennkammern und anderen
an sich bekannten Brennkammern leichter un ter Kontrolle gehalten
werden können. Gebräuchliche Brennstoff/Luftmischer
von Vormisch-Brennern beinhalten einen Satz innerer und äußerer,
im Gegensinn umlaufender Verwirbler (Swirler), die allgemein anschließend
an das stromaufwärtsseitige Ende eines Mischkanals angeordnet
sind, um einem Luftstrom eine Verwirbelung aufzuprägen.
Es sind verschiedene Wege zur Brennstoffinjektion in solchen Vorrichtungen
bekannt, einschließlich der Einspeisung eines ersten Brennstoffs
in den inneren oder äußeren ringförmigen
Verwirbler, der hohle Schaufeln mit mit einer Kraftstoffverteilerleitung
in dem Mantelgehäuse in Fluidverbindung stehenden innen liegenden
Hohlräumen aufweisen können und/oder der Injektion
eines zweiten Kraftstoffs in den Mischkanal über mehrere
Auslassöffnungen in einer Zentralkörperwand, die
in Fluidverbindung mit einem zweiten Kraftstoffplenum stehen. Bei
derartigen Einrichtungen strömt Hochdruckluft von einem
Verdichter in den Mischkanal durch die Verwirbler derart ein, dass
ein intensiver Scherbereich ausgebildet und Kraftstoff von den außen
liegenden Verwirblerschaufelkanälen und/oder den Auslassöffnungen
des Mittelkörpers in einer Querstrahlströmung
injiziert wird, so dass die Hochdruckluft und der Kraftstoff miteinander
vermischt werden bevor ein Kraftstoff/Luftgemisch aus dem strömungsabwärtigen
Ende des Mischkanals in die Brennkammer abgegeben und gezündet
wird. Ohne darauf beschränkt zu sein, ist der bevorzugte
Brennstoff zur Verwendung in Brennkammern mit magerer Vormischung
Erdgas.
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Außer
für Brennkammern, die in der Lage sind, das Emissionsniveau
von durch Vorschriften geregelten Schadstoffen weiter zu reduzieren
sind Brennkammertechnologien mit magerer Vormischung, sogenannte Lean-Premixed
Brennkammertechnologien mit einer Anpassungsfähigkeit an
verschiedene Brenn stoffe, d. h. mit Brennstoff-Vielseitigkeit von
zunehmender Bedeutung. Mit zunehmendem Energiebedarf und mit steigenden
Erdgaspreisen in der ganzen Welt, sind die Betreiber von energieerzeugenden
Anlagen weiterhin auf der Suche nach alternativen Brennstoffen,
insbesonderen solchen, die aus im Überfluss vorhandenen
und billigen natürlichen Quellen, wie etwa Kohle gewonnen
werden. Als Beispiel sei, ohne darauf beschränkt zu sein,
das gegenwärtige Interesse an Integrated Classification
Combined-Cycle Technologien (IGCC) mit neuen Verbrennungssystemen
erwähnt, in denen gezeigt wird, dass reine, effiziente
und preiswerte, auf Kohle basierte Energieerzeugungssysteme höhere
Wirkungsgradniveaus erreichen während sie gleichzeitig
Abgase abgeben, die den gegenwärtigen Emissionsniveaus
behördlich überwachter Schadstoffe entsprechen
oder diese übertreffen. Eines der vorteilhaften Merkmale
von IGCC-Einheiten ist die Verbrennung von Synthesebrenngasen (auch
als Syngas bezeichnet), das sind kohlenmonoxid- und wasserstoffreiche
Gase, die aus einem Vergasungsprozess von Kohle oder anderen Materialien
gewonnen wurden. Ungeachtet dessen, sind in Anbetracht der großen
anfänglichen Kapitalkosten bestehender Anlagen und des
Bedürfnisses eine Flexibilität zu erhalten, Brennkammern
mit magerer Vormischung, die in der Lage sind Erdgas, Syngas oder
Gemische von beiden Gasen zu verbrennen wünschenswert.
Gebräuchliche Brennkammern, die aber zur Verbrennung von
Erdgas oder irgendeinem anderen Brennstoff mit hohem Energiegehalt
ausgelegt sind, sind nicht in der Lage, Syngas oder irgendeinen
anderen Brennstoff mit niedrigem Energiegehalt zu verbrennen, während
sie gleichzeitig das gleiche Niveau des Betriebsverhaltens und der
Schadstoffbildung halten, was durch die beträchtlichen
Veränderungen bedingt ist, die bei geometrischen Parametern
und bei Betriebsparametern erforderlich sind, wie etwa, ohne darauf
be schränkt zu sein, die Brennstoff/Luftäquivalenzverhältnisse
für eine gegebene Flammentemperatur wie auch der Gesamtdruckabfall,
die Brennstoffinjektionsgeschwindigkeit und die Machzahl des Brennstoffsstroms
für eine gegebene wirksame Gesamtbrennstoffströmungsfläche.
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Es
besteht deshalb ein Bedürfnis nach einem Brennstoff/Luftmischer
zur Verwendung bei Brennkammern mit magerer Vormischung, der ausreichend
flexibel ist, um einen Brennstoff mit hohem Energiegehalt und/oder
einen Brennstoff mit niedrigem Energiegehalt zu verbrennen, wobei
gleichzeitig das gegenwärtige Niveau des Betriebsverhaltens
sowohl hinsichtlich der Energieabgabe, des Gesamtwirkungsgrades,
der Funktionsfähigkeit als auch der Schadstoffbildung eingehalten
oder übertroffen wird. Ein solches Bestreben ist ein positiver
Schritt bei der Entwicklung von Gasturbinenbrennkammern zu dem Ziel,
die Energieproduktion schlussendlich auf eine wasserstoffbasierte
Wirtschaft umzustellen.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Einem
oder mehreren der oben zusammengefassten Bedürfnisse oder
anderen, an sich bekannten Bedürfnissen wird durch Brennstoff/Luftmischer
genügt, die aufweisen: Ein Mantelgehäuse, einen
Zentralkörper; einen inneren Verwirbler, der rings um eine
Außenfläche des Zentralkörpers herum
angeordnet ist; ein Brennstoffplenum mit einem Ringraum, der durch
ein inneres und ein äußeres Gehäuse ausgebildet
ist, die sich unter Ausbildung eines zwischen liegenden Spaltes
axial erstrecken, wenigstens einen Brennstoffeinlass und einen Brennstoffplenumverwirbler,
der in dem zwischen dem inneren und dem äußeren
Gehäuse ausgebildeten Spalt bei einem strö mungsabwärtigen
Teil des Brennstoffplenums angeordnet ist, wobei das innere Gehäuse
rings um den inneren Verwirbler angeordnet ist; einen äußeren
Verwirbler, der rings um das äußere Gehäuse
des Brennstoffplenums angeordnet ist, wobei der innere und der äußere
Verwirbler so ausgelegt sind, dass sie eine voneinander unabhängige
Rotation (Drall) eines ersten bzw. eines zweiten Anteils eines in das
ringförmige Gehäuse eintretenden ersten Oxidationsmittelstroms
ermöglichen; und ein Brennstoffgehäuse, das in
radialer Richtung außerhalb des zweiten Verwirblers und
in Umfangsrichtung rings um das Ringgehäuse angeordnet
ist, wobei das Brennstoffgehäuse in Fluidverbindung mit
dem äußeren Verwirbler steht.
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Unter
einem anderen Aspekt der erläuterten Erfindung sind Gasturbinen
beschrieben, die einen Verdichter, eine Brennkammer zur Verbrennung
eines vorgemischten Gemisches von Brennstoff und Luft in Strömungsverbindung
mit dem Verdichter und eine stromabwärts von der Brennkammer
angeordnete Turbine zur Expansion des aus der Brennkammer austretenden
Hochtemperaturgasstroms aufweist. Die Brennkammern derartiger Turbinen
haben Brennstoff/Luftmischer, die aufweisen: Ein Mantelgehäuse,
einen Zentralkörper; einen inneren Verwirbler, der rings
um eine Außenfläche des Zentralkörpers
herum angeordnet ist; ein Brennstoffplenum mit einem Ringraum, der
durch ein inneres und ein äußeres Gehäuse
ausgebildet ist, die sich unter Ausbildung eines zwischen liegenden
Spaltes axial erstrecken, wenigstens einen Brennstoffeinlass und
einen Brennstoffplenumverwirbler, der in dem zwischen dem inneren
und dem äußeren Gehäuse ausgebildeten Spalt
bei einem strömungsabwärtigen Teil des Brennstoffplenums
angeordnet ist, wobei das innere Gehäuse rings um den inneren
Verwirbler angeordnet ist; einen äußeren Verwirbler,
der rings um das äußere Gehäuse des Brennstoffplenums
angeordnet ist, wobei der innere und der äußere
Verwirbler so ausgelegt sind, dass sie eine voneinander unabhängige
Rotation (Drall) eines ersten bzw. eines zweiten Anteils eines in
das ringförmige Gehäuse eintretenden ersten Oxidationsmittelstroms
ermöglichen; und ein Brennstoffgehäuse, das in
radialer Richtung außerhalb des zweiten Verwirblers und
in Umfangsrichtung rings um das Ringgehäuse angeordnet
ist, wobei das Brennstoffgehäuse in Fluidverbindung mit
dem äußeren Verwirbler steht.
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Unter
einem anderen Aspekt der beschriebenen Erfindung sind Gas-zu-Flüssigkeit-Systeme
beschrieben, die aufweisen: eine Lufttrenneinheit, die dazu ausgelegt
ist, Sauerstoff von Luft zu trennen, eine Gasverarbeitungseinheit
zur Erzeugung von Erdgas, eine Brennkammer zur Reaktion von Sauerstoff
mit dem Erdgas bei erhöhter Temperatur und erhöhtem
Druck zur Erzeugung eines mit Kohlenmonoxid und Wasserstoffgas angereicherten
Synthesegases, einen Turboexpander in Strömungsverbindung
mit der Brennkammer zur Gewinnung von Arbeit aus dem Synthesegas
und zum Quenchen desselben. Die Brennkammer eines solchen Gas-zu-Flüssigkeits-Systems
beinhaltet: Brennstoff/Luftmischer mit einem ringförmigen
Gehäuse, einen Zentralkörper, einen inneren Verwirbler,
der rings um eine Außenfläche des Zentralkörpers
herum angeordnet ist; ein Brennstoffplenum mit einem Ringraum, der
durch ein inneres und ein äußeres Gehäuse
ausgebildet ist, die sich unter Ausbildung eines zwischen liegenden
Spaltes axial erstrecken, wenigstens einen Brennstoffeinlass und
einen Brennstoffplenumverwirbler, der in dem zwischen dem inneren
und dem äußeren Gehäuse ausgebildeten
Spalt bei einem strömungsabwärtigen Teil des Brennstoffplenums
angeordnet ist, wobei das innere Gehäuse rings um den inneren
Verwirbler angeordnet ist; einen äußeren Verwirbler,
der rings um das äußere Gehäuse des Brennstoffplenums
angeordnet ist, wobei der innere und der äußere
Verwirbler so ausgelegt sind, dass sie eine voneinander unabhängige
Rotation (Drall) eines ersten bzw. eines zweiten Anteils eines in das
ringförmige Gehäuse eintretenden ersten Oxidationsmittelstroms
ermöglichen; und ein Brennstoffgehäuse, das in
radialer Richtung außerhalb des zweiten Verwirblers und
in Umfangsrichtung rings um das Ringgehäuse angeordnet
ist, wobei das Brennstoffgehäuse in Fluidverbindung mit
dem äußeren Verwirbler steht.
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Verfahren
zum Vormischen eines Brennstoffs mit hohem Energiegehalt oder eines
Brennstoffs mit niedrigem Energiegehalt und eines Oxidationsmittels
in einem Verbrennungssystem liegen auch im Rahmen der Ausführungsformen
der beschriebenen Erfindung, wobei diese Verfahren die folgenden
Schritte beinhalten: Einsaugen eines ersten Oxidationsmittelstromes
in ein ringförmiges Gehäuses eines Brennstoff/Luftmischers,
Verwirbeln eines ersten Anteils des ersten Oxidationsmittelstromes
in einem äußeren Verwirbler in einer ersten Richtung;
Verwirbeln eines zweiten Anteils des ersten Oxidationsmittelstroms
in einem inneren Verwirbler in einer zweiten Richtung; und Injizieren
des Brennstoffs hohen Energiegehalts in den Brennstoff/Luftmischer
von einem Brennstoffgehäuse aus, das in Strömungsverbindung
mit Brennstoffeinlassöffnungen in dem äußeren
Verwirbler steht oder injizieren des Brennstoffs niedrigen Energiegehalts
in den Brenn stoff/Luftmischer aus einem Brennstoffplenum, wobei
das Brennstoffplenum einen durch ein inneres und ein äußeres Gehäuse
ausgebildeten Ringraum aufweist, der sich unter Ausbildung eines
zwischen liegenden Spaltes axial erstreckt, wobei wenigstens ein
Brennstoffeinlass bei einem stromaufwärtigen Teil des Brennstoffplenums
angeordnet ist und ein Brennstoffplenumsverwirbler in dem zwischen
dem inneren und dem äußeren Gehäuse ausgebildeten
Spalt bei einem stromabwärtigen Teil des Brennstoffplenums
ausgebildet ist und wobei das innere Gehäuse des Brennstoffplenums
rings um einen äußeren, sich rings um den Umfang
erstreckenden Endteils des inneren Verwirblers angeordnet ist.
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Die
vorstehende kurze Beschreibung erläutert Merkmale der vorliegenden
Erfindung, die zum besseren Verständnis der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung der Erfindung dienen und es erlauben,
den vorliegenden Beitrag zu dem einschlägigen technischen
Gegenstand besser zu würdigen. Es gibt naturgemäß noch
andere Merkmale der Erfindung, die im Nachfolgenden beschrieben
sind und die für den Gegenstand der beigefügten
Patentansprüche von Bedeutung sind.
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In
diesem Zusammenhang, vor der detaillierten Erläuterung
verschiedener bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
ist darauf hinzuweisen, dass die Erfindung bei ihrer Anwendung nicht
auf die Einzelheiten der Konstruktion und der Anordnungen der Komponenten,
wie sie in der nachfolgenden Beschreibung erläutert oder
in der Zeichnung dargestellt sind, beschränkt ist. Die
Erfindung ermöglicht auch andere Ausführungsformen
und kann in verschiedener Weise in die Praxis umgesetzt und ausgeführt
werden. Darauf hinzuweisen ist auch, dass die hier verwendete Phraseologie
und Terminologie lediglich zu Beschreibungszwecken dient und nicht
beschränkend zu verstehen ist.
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Für
den Fachmann versteht sich auch, dass das Konzept auf dem die Beschreibung
beruht in einfacher Weise als Basis zum Entwurf anderer Strukturen,
Verfahren und Systeme zur Ausführung der verschiedenen
Gedanken der vorliegenden Erfindung einfach verwenden kann. Es ist
deshalb wichtig, die Patentansprüche so zu verstehen, dass
sie derartige äquivalente Konstruktionen, die den Rahmen
und den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung nicht verlassen
mit umfassen.
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Der
Zweck der vorstehenden Zusammenfassung ist es auch das US Patent-
und Markenamt und allgemein die Öffentlichkeit und besonders
die Wissenschaftler, Ingenieure und Praktiker auf dem einschlägigen Gebiet,
die der Patente und juristische Ausdrücke betreffenden
mit Phraseologie nicht so vertraut sind in den Stand zu versetzen,
die Natur und das Wesen der technischen Beschreibung der Patentanmeldung
rasch anhand von einer kurzen Durchsicht zu bestimmen. Demgemäß ist
diese Zusammenfassung weder dazu bestimmt die Erfindung oder den
Gegenstand der Anmeldung, die lediglich durch die Patentansprüche
festgelegt sind, zu bestimmen, noch soll sie den Schutzbereich der
Erfindung in irgendeiner Weise beschränken.
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Kurze Beschreibung der Erfindung
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Ein
besseres Verständnis der Erfindung und der vielen von dieser
erzielten Vorteile ergibt sich aus der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung im Zusammenhang mit der beigefügten Zeichnung
in der:
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1 Eine
schematische Schnittdarstellung einer Gasturbine mit einer Brennkammer
mit einem Luft-Brennstoffmischer gemäß Aspekten
der vorliegenden Technik veranschaulicht;
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2 einen
beispielhaften Aufbau einer Rohrbrennkammer, die bei einer Gasturbine
nach 1 gemäß Aspekten der vorliegenden
Erfindung verwendet ist, veranschaulicht;
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3 einen
weiteren beispielhaften Aufbau einer Ringbrennkammer veranschaulicht,
die bei der Gasturbine nach 1 gemäß Aspekten
der vorliegenden Technik verwendet ist;
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4 eine
teilweise perspektivische Darstellung einer weiteren exemplarischen
Ringbrennkammer niedriger Emissionen mit einem Brennstoff-Luftmischer,
gemäß Aspekten der vorliegenden Technik veranschaulicht;
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5 eine
perspektivische Ansicht des Brennstoff/Luftmischers nach 4 zeigt;
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6 eine
Draufsicht auf dem Brennstoff/Luftmischer nach 4 bei
Betrachtung durch einen stromabwärts stehenden, stromaufwärts
blickenden Beobachter veranschaulicht;
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7 eine
Ansicht von unten des Brennstoff/Luftmischers nach 4 für
einen stromaufwärts stehenden, stromabwärts blickenden
Beobachter veranschaulicht;
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8 eine
teilweise perspektivische Ansicht eines anderen Brennstoff/Luftmischers
gemäß Aspekten der vorliegenden Technik zeigt;
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9 eine
teilweise perspektivische Ansicht eines weiteren Brennstoff/Luftmischers
gemäß Aspekten der vorliegenden Technik zeigt;
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10 eine
perspektivische Ansicht des Radialverwirblers des Brennstoff/Luftmischers
nach 9 veranschaulicht.
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Detaillierte Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsformen
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Bezugnehmend
nun auf die Zeichnung, in der gleiche Bezugszeichen in allen verschiedenen
Ansichten jeweils gleiche oder einander entsprechende Teile bezeichnen,
werden nun verschiedene Ausführungsformen der hier geoffenbarten
Brennstoff/Luftmischvorrichtungen beschrieben. Für die
nachfolgenden Erläuterungen werden beispielhafte Ausführungsformen
der erläuterten Brennstoff/Luftmischer bei der Verwendung in
einer Gasturbine benutzt. Unabhängig davon versteht es
sich für den Fachmann jedoch, dass die gleichen Brennstoff/Luftmischer
auch bei anderen Anwendungen eingesetzt werden können,
bei denen die Verbrennung, vorzugsweise durch Vormischung eines
Brennstoffs und eines Oxidationsmittels geregelt ist.
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1 veranschaulicht
eine Gasturbine 10 mit einem Verdichter 14, der
im Betrieb Hochdruckluft in eine Brennkammer 12 geringer
Emissionen einspeist. Anschließend an die Verbrennung von
in die Brennkammer 12 injiziertem Brennstoff mit Luft (oder
einem anderen Oxidationsmittel) treten Hochtemperatur-Verbrennungsgase
unter hohem Druck aus der Brennkammer 12 aus und expandieren über
eine Turbine 16, die den Verdichter 14 über
eine Welle 18 antreibt. Wie für den Fachmann selbstverständlich,
betrifft eine hier erfolgende Bezugnahme auf Luft oder einem Luftstrom
auch jedes andere Oxidationsmittel, einschließlich, ohne
darauf beschränkt zu sein, reinen Sauerstoff oder einen
verunreinigten Luftstrom mit einem volumetrischen Sauerstoffgehalt
von weniger als 21% (z. B. 10%). Bei einer Ausführungsform
weist die Brennkammer 12 eine Rohrbrennkammer auf. Bei
einer alternativen Ausführungsform weist die Brennkammer 12 eine
Rohr-Ringbrennkammer oder eine reine Ringbrennkammer auf. Abhängig
von der jeweiligen Anwendung können die Verbrennungsgase
in einer (nicht dargestellten) Düse weiter expandiert werden,
um Schub zu erzeugen oder die Gasturbine 10 kann eine (nicht
dargestellte) zusätzliche Turbine aufweisen, um zusätzliche
Energie zum Antrieb einer äußeren Belastung aus
den Verbrennungsgasen zu entziehen. Wie in 1 dargestellt,
weist die Brennkammer 12 ein Brennkammergehäuse 20 auf,
das einen Verbrennungsbereich begrenzt. Zusätzlich weist
die Brennkammer 12, wie im Weiteren erläutert
und in den 2 bis 5 dargestellt,
einen Brennstoff-Luftmischer zum Vermischen verdichteter Luft und
Brennstoff vor der Verbrennung in dem Verbrennungsbereich auf.
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2 veranschaulicht
einen exemplarischen Aufbau einer in der Gasturbine 10 nach 1 verwendeten
Brennkammer 22 mit niedrigen Emissionen. Bei der dargestellten
Ausführungsform weist die Brennkammer 22 eine
Rohrbrennkammer mit einem einzigen Brennstoff/Luftmischer auf, für
den Fachmann versteht sich aber, dass, abhängig von der
jeweiligen Anwendung und dem angestrebten Ausstoß, auch
mehrere Mischer in einem vorgegebenen Brennkammerrohr verwendet
werden können. Die Brennkammer 22 weist ein Brennkammergehäuse 24 und
ein Brennkammerflammrohr 26 auf, das in dem Brennkammergehäuse 24 angeordnet
ist. Die Brennkammer 22 verfügt außerdem über
eine Domplatte 28 und ein Hitzeschild 30, die
so ausgelegt sind, dass sie die Temperatur der Brennkammerwände
reduzieren. Darüberhinaus weist die Brennkammer 22 einen
Brenn stoff/Luftmischer 32 zum Vormischen des Oxidationsmittels
und des Brennstoffs vor der Verbrennung auf. Bei einer Ausführungsform
können die Brennstoff/Luftmischer 32 so angeordnet
sein, dass sie bei Anwendungen, die Brennstoffe wie etwa Wasserstoff
verwenden, eine stufenweise Brennstoffeinleitung in die Brennkammer 22 ergeben.
Im Betrieb empfängt der Brennstoff/Luftmischer 32 einen
Luftstrom 34, der mit dem von einem Brennstoffplenum in
den Brennstoff/Luftmischer 32 eingeführtem Brennstoff
vermischt wird. Anschließend wird das Luft/Brennstoffgemisch
in einer Flamme 36 in der Brennkammer 22 verbrannt.
In dem Gehäuse 24 können auch, wie dargestellt,
Verdünnungs- oder Kühllöcher 38 vorgesehen
sein.
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3 veranschaulicht
einen anderen beispielhaften Aufbau einer bei der Gasturbine 10 der 1 eingesetzten
Brennkammer 40 geringer Emissionen. Bei der dargestellten
Ausführungsform weist die Brennkammer 40 eine
Ringbrennkammer mit einem einzigen Brennstoff/Luftmischer auf, für
den Fachmann versteht sich aber, dass, abhängig von der
jeweiligen Anwendungen und dem angestrebten Ausstoß, auch
mehrere über den Umfang verteilt angeordnete Mischer bei
einer gegebenen Ringbrennkammer vorgesehen sein können. Wie
dargestellt, begrenzen ein inneres Gehäuse 42 und
ein äußeres Gehäuse 44 den Verbrennungsbereich in
der Brennkammer 40. Außerdem weist die Brennkammer 40 typischerweise
ein inneres und ein äußeres Brennkammerflammrohr 46 bzw. 48 und
einen Dom 50 auf. Darüber hinaus beinhaltet die
Brennkammer 40 ein inneres und ein äußeres
Hitzeschild 52 bzw. 54, die anschließend
an das innere bzw. das äußere Brennkammerflammrohr 46, 48 angeordnet
sind und einen Diffusorabschnitt 56 zum Einleiten eines
Luftstroms 58 in den Verbrennungsbereich. Die Brennkammer 40 weist
außerdem einen Brennstoff/Luftmischer 60 auf,
der stromaufwärts von dem Verbrennungsbereich angeordnet
ist. Im Betrieb empfängt der Brennstoff/Luftmischer 60 Brennstoff
von einem Brennstoffplenum über Brennstoffleitungen 62, 64.
Der Brennstoff aus den Brennstoffleitungen 62, 64 wird
sodann mit dem eintretenden Luftstrom 58 vermischt, und
ein Brennstoff/Luftgemisch wird der Flamme 66 zur Verbrennung
zugeleitet.
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4 veranschaulicht
eine teilweise Querschnittsdarstellung einer weiteren beispielhaften
Ringbrennkammer
70 niedriger Emissionen mit einem Brennstoff/Luftmischer
72 gemäß Aspekten
der vorliegende Technik. Zu bemerken ist, dass die Ringbrennkammer
70 eine
dauernd brennende Verbrennungseinrichtung der Art ist wie sie in
der Gasturbine
10 verwendet werden kann und einen hohlen
Körper
74 aufweist, der in sich eine Brennkammer
76 begrenzt.
Der hohle Körper
74 weist eine im Wesentlichen
ringförmige Gestalt auf, und verfügt über
das äußere Flammrohr
48, das innere Flammrohr
46 und
das domförmige Ende oder den Dom
50. Wie dargestellt,
ist das domförmige Ende
50 des hohlen Körpers
74 mit
dem Brennstoff/Luftmischer
72 so verbunden, dass die anschließende
Einleitung des Brennstoff/Luftgemisches aus dem Brennstoff/Luftmischer
72 in
die Brennkammer
76 unter minimaler Bildung von Schadstoffen,
hervorgerufen durch die Zündung und die Verbrennung des
resultierenden Gemisches, erfolgt. Abgesehen von den hier beschriebenen
Abwandlungen weisen die Brennstoff/Luftmischer
72 allgemein
die Gestalt der Mischer nach den
US
Patentschriften Nr. 5,351,477 ,
5,251,447 und
5,165,241 der Anmelderin der vorliegenden
Erfindung auf, deren Inhalt insgesamt hiermit durch Bezugnahme mit
eingeschlossen ist.
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Wie
dargestellt, weist der Brennstoff/Luftmischer 72 einen
inneren Verwirbler 80 und einen äußeren Verwirbler 82 auf.
Der innere und der äußere Verwirbler (swirler) 80 bzw. 82 sind
vorzugsweise gegensinnig umlaufend. Darauf hinzuweisen ist, dass
es unerheblich ist, in welcher Drehrichtung der innere Verwirbler 80 oder
der äußere Verwirbler 82 die durchströmende
Luft rotieren lässt, so lange eben die Drehrichtung des
einen Verwirbler jener des anderen entgegengesetzt ist. Der innere
und der äußere Verwirbler 80 bzw. 82 sind vorzugsweise
axial, sie können aber auch radial sein oder eine Kombination
von axial und radial darstellen. Darauf hinzuweisen ist, dass der
innere und der äußere Verwirbler 80 bzw. 82 Schaufeln
aufweisen, die unter einem Winkel angeordnet sind, der zwischen
40° bis etwa 60° zu einer Axialachse A der Brennkammer
variiert. Außerdem kann das Verhältnis der Masse
der durch den inneren Verwirbler 80 strömenden
Luft zu jener der durch den äußeren Verwirbler 82 strömenden
Luft konstruktionsmäßig so abgestimmt sein, dass
es vorzugsweise etwa gleich ein Drittel ist.
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Der
Brennstoff/Luftmischer 72 weist außerdem ein Brennstoffgehäuse 86 mit
einem Brennstoffeinlass 88 auf, wobei das Brennstoffgehäuse 86 den
Mischer an dessen strömungsaufwärtsseitigem Ende
umfangsmäßig umgibt und ein ringförmiges
Gehäuse 90 stromabwärts des Brennstoffgehäuses 86 angeordnet
ist. Das Brennstoffgehäuse 86 kann mit den Schaufeln
des äußeren Verwirblers 82 in Fluidverbindung
stehen und von diesen injizierter Brennstoff kann in an sich bekannter
Weise durch eine zweckentsprechende Brennstoffzufuhr und einen zweckentsprechenden
Steuermechanismus zugemessen werden. Für sich betrachtet,
weisen die Schaufeln des äußeren Verwirblers 82 vorzugsweise
eine hohle Konstruktion, mit innen liegenden Hohlräumen auf,
die mit dem Brennstoffgehäuse 86 und mit Brennstoffkanälen
verbunden sind, um den Brennstoff von dem Brennstoffgehäuse 86 in
das Ringgehäuse 90 durch Brennstoffeinlasskanäle 112 (dargestellt
in 5) zu injizieren. Wie an sich bekannt und gebräuchlich,
können, wenngleich in den Figuren nicht dargestellt, die
Brennstoffkanäle in dem Brennstoffgehäuse 86 in
Fluidverbindung mit den Schaufeln des inneren Verwirblers 80 ausgebildet
sein. Gemäß der Technik der vorliegenden Erfindung
ist das Brennstoffgehäuse 86 dazu ausgelegt, einen
Brennstoff mit hohem Energiegehalt in den Brennstoff/Luftmischer 72 zu
injizieren. Ein Brennstoff mit hohem Energiegehalt, wie er hier
erwähnt ist, ist ein Brennstoff mit einem unteren Heizwert
zwischen 30 und 120 MJ/kg. Zu Beispielen solcher Brennstoffe gehören,
ohne darauf beschränkt zu sein, Erdgas und Wasserstoff.
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Wie
außerdem in 4 dargestellt, trennt ein Plenum 84 eines
Brennstoffs mit niedrigem Energiegehalt den inneren und den äußeren
Verwirbler 80 bzw. 82 voneinander, was dem inneren
und dem äußeren Verwirbler 80 bzw. 82 eine
jeweils eigene Ringform ermöglicht und es erlaubt, dass
jeder die in ihn eintretende Luft getrennt für sich in
Rotation versetzt. Das Plenum 84 des Brennstoffs niedriger
Energie beinhaltet zwei konzentrische röhrförmige
Teile 94, 96, die einen Ringbereich mit einem
dazwischen liegenden Spalt 98 ausbilden. Am strömungsaufwärtigen
Ende 100 des Brennstoffplenums 84 ist ein Brennstoffeinlass 102 vorgesehen.
In das Brennstoffplenum 84 eingeführter Brennstoff
wird schließlich in den Brennstoff/Luftmischer 72 über einen
dritten Verwirbler 104 injiziert, der an dem strömungsabwärtige
Ende 106 des Brennstoffplenums 84 angeordnet ist.
Der dritte Verwirbler 104 ist, wie dargestellt, im Wesentlichen
koplanar zu dem inneren und dem äußeren Verwirbler 80 bzw. 82.
Der Brennstoff/Luftmischer 72 weist außerdem einen
Zentralkörper 108 auf, der in Gestalt eines geraden
Zylinderabschnitts oder vorzugsweise eines im Wesentlichen gleichmäßig
von seinem strömungsaufwärtigen Ende zu seinem
strömungsabwärtigen Ende konvergierenden Abschnitts
ausgebildet ist. Der Zentralkörper 108 ist vorzugsweise
so bemessen, dass er vor einem strömungsabwärtigen Ende 110 des
Ringgehäuses 90 endet.
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Die 5 bis 7 sind
weitere Veranschaulichungen des Brennstoff/Luftmischers 72 der 4. 5 ist
eine perspektivische Ansicht, die die Brennstoffinjektionsöffnungen 112 zur
Einleitung des Brennstoffs hohen Energiegehalts in den Brennstoff/Luftmischer 72 besser
darstellt. 5 zeigt außerdem eine
Ausführungsform des Brennstoffeinlasses 102 zur
Einführung des Brennstoffes niedrigen Energiegehalts in
das Brennstoffplenum 84. Bei anderen Ausführungsformen
kann das Brennstoffplenum 84 eine Anzahl Brennstoffeinlässe 112 aufweisen,
die rings um das Brennstoffplenum 84 so angeordnet sind,
dass sich ein gleichmäßiger Brennstoffinjektionsvorgang
in den Brennstoff/Luftmischer 72 ergibt oder aber es kann
ein getrenntes konisches Brennstoffplenum für den Niedrigenergiebrennstoff
vorgesehen sein. Ein Brennstoff niedrigen Energiegehalts, wie er
hier erwähnt ist, ist ein Brennstoff mit einem unteren
Heizwert, der kleiner ist als 30 MJ/kg. Zu Beispielen solcher Brennstoffe
gehören, ohne darauf beschränkt zu sein, 60/40
oder 50/50 Gemische von H2 und N2 und Synthesegas. Die 6 und 7 sind
Draufsichten von oben (für einen strömungsabwärts positionierten
und strömungsaufwärts blickenden Betrachter) und
von unten (für einen strömungsaufwärts
positionierten und strömungsabwärts blickenden
Betrachter) des Brennstoff/Luftmischers 72 der 4,
die die jeweilige relative Position des äußeren
Verwirblers 82, des dritten Verwirblers 104 (6),
des inneren Verwirblers 80, des strömungsaufwärtigen
Endes 100 des Brennstoffplenums 84 (7)
und des Zentralkörpers 108 wiedergeben.
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Die
wirksamen Durchtrittsflächen der Einlasskanäle
für den von dem Brennstoffgehäuse 86 durch
die Schaufeln des inneren und/oder des äußeren
Verwirblers 80 bzw. 82 injizierten Brennstoff
hohen Energiegehalts und die wirksame Austrittsfläche des
dritten Verwirblers 104 zur Injektion des Brennstoffs niedrigen
Energiegehalts aus dem Brennstoffplenum 84 sind so gewählt,
dass sie einen Betrieb des Brennstoff/Luftmischers ermöglichen,
bei dem der bei dem Brennstoffinjektionsvorgang auftretende Gesamtdruckabfall,
die Brennstoffinjektionsgeschwindigkeit und die Brennstoffsströmungs-Machzahl
bei gegebenen Konstruktionsgrenzen für ein Brennstoff/Luft-
und ein Äquivalenzverhältnis bei einer gegebenen
Flammentemperatur minimiert werden, so dass der Brennstoff/Luftmischer 72 mit
einem Brennstoff niedrigen Energiegehalts, einem Brennstoff hohen
Energiegehalts und/oder einer Kombination von beiden betrieben werden
kann. Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass die Fähigkeit
sowohl des inneren Verwirblers 80 als auch des äußeren
Verwirblers 82 und des dritten Verwirblers 104 den
Brennstoff hohen Energiegehalts und/oder den Brennstoff niederen
Energiegehalts ordnungsgemäß zu vermischen eine
Rückzündung oder Flammenhaltung in dem Brennstoff/Luftmischer 72 oder
dem Ringgehäuse 90 minimiert und/oder eliminiert.
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Ein
Beispiel der Variation von Parametern des Brennstoff/Luftmischers
für fünf verschiedene Arten von Brennstoff ist
in der nachfolgenden Tabelle 1 veranschaulicht, die das Äquivalenzverhältnis,
die Massenströmungsgeschwindigkeit, die wirksame Fläche,
die prozentuale Zunahme der wirksamen Fläche und die Brennstoffinjektionsgeschwindigkeit
und die Machzahl bei einem gegebenen Brennstoffdruckabfall und bei
gegebener Flammentemperatur von 2500°F (1371°C)
für fünf verschiedene Brennstoffe aufführt.
Bei den in der Tabelle aufgeführten Ergebnissen ist die
prozentuale Zunahme der wirksamen Fläche, z. B. von Erdgas
definiert, weil die wirksamen Flächen von Erdgas und reinem
Wasserstoff 0,015 bzw. 0,018 inch2 sind,
d. h. die prozentuale Zunahme der effektiven Fläche ist
bei Erdgas 0 und bei Wasserstoff 17,8 (d. h. 17,8 = [((0,018 – 0,015)/0,015) × 100]).
Darauf hinzuweisen ist, dass die prozentuale Zunahme der wirksamen
Fläche von den in der Tabelle 1 aufgeführten Werten
abweichen kann und zwar wegen der Möglichkeit, dass in
dem Brennstoff außer N2 auch andere
Gase vorhanden sein können, wie etwa, ohne darauf beschränkt
zu sein, CO2, Wasserdampf, CO, um lediglich
einige zu benennen.
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Wie
in der Tabelle 1 veranschaulicht, muss, wenn der Brennstoff niedrigen
Energiegehalts ein 60/40 oder 50/50 Gemisch von H2 und
N2 ist, die wirksame Fläche des
Brennstoffplenums 84 etwa 4,67 bzw. 7,13 mal größer
sein als die effektive Fläche der Einlasskanäle
des Brennstoffgehäuses 86 zur Injektion des Brennstoffs
hohen Energiegehalts und zwar bei einer Flammentemperatur von 2500°F
(1371°C). Bei Synthesegas muss die effektive Fläche
des Brennstoffplenums 84 etwa 12 mal größer
sein als die effektive Fläche der Einlasskanäle
des Brennstoffgehäuses 86. Bei reinem H2 muss die effektive Fläche der
Einlasskanäle des Brennstoffgehäuses 86,
etwa 1,78 mal größer sein als die gleiche Fläche
bei Verwendung von Erdgas als Brennstoff hohen Energiegehalts. Bei
H2 enthaltenden Brennstoffen, einschließlich
reinem Wasserstoff, variiert die Massenstromgeschwindigkeit des
Wasserstoffs lediglich zwischen 0,012 und 0,015 lbm/s, was anzeigt,
dass bei den betrachteten verschiedenen Brennstoffen (1) die Wasserstoffmassenstromgeschwindigkeit
von der gleichen Größenordnung ist; (2) bei der
Injektion von Wasserstoff allein der Druckabfall an den Brennstoffinjektionslöchern
für alle Brennstoffe der gleichen Größenordnung
liegt und (3) im Hinblick auf Brennstoffflexibilität mit
akzeptablen Druckverlusten Wasserstoff und andere Gemische (N2 oder N2CO) separat
injiziert und später in dem Brennstoff/Luftmischer mit
Luft vermischt werden können.
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Für
eine Flammentemperatur in dem Bereich von 2000°F bis 3000°F
(oder von 1093°C bis 1649°C) liegt der Bereich
der effektiven Fläche des Brennstoffplenums 84 für
den Brennstoff niedrigen Energiegehalts in Form des 60/40 oder 50/50
Gemisches von H2 und N2 etwa
4,2 bis 5,6 bzw. 6,43 bis 8,57 mal höher als die wirksame
Fläche der Einlasskanäle des Brennstoffgehäuses 86 zur
Injektion von Erdgas als Brennstoff hohen Energiegehalts. Für
Synthesegas und den gleichen Bereich der Flammentemperatur sollte
die wirksame Fläche des Brennstoffplenums 84 in
dem Bereich von etwa 10,82 bis 14,43 mal größer
sein als die wirksame Fläche der Einlasskanäle
des Brennstoffgehäuses 86. Für reinen
H2 muss der Bereich der wirksamen Fläche
der Einlasskanäle des Brennstoffgehäuses 86 etwa
in dem Bereich von 1,6 bis 2,14 mal größer sein
als die gleiche Fläche bei Verwendung von Erdgas als Brennstoff
hohen Energiegehalts für Flammentemperaturen in dem speziellen
Bereich.
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Die
Schwierigkeiten bei einem Betrieb mit Synthesegas hängen
mit dem hohen Volumenstrom, der im Vergleich zu Erdgas für
die gleiche Brennrate (Firing Rate) erforderlich ist, zusammen.
Unter diesen Umständen muss die Brennstoff durchströmquerschnittsfläche,
abhängig von der Synthesegaszusammensetzung 10–15
mal vergrößert werden. Außerdem ist die
Wobbe-Zahl für Synthesegas deutlich niedriger als jene
von Erdgas. Im Betrieb schert der Brennstoff/Luftmischer 72 durch
die Verwendung des inneren und des äußeren, gegensinnig
um laufenden Luftverwirblers 80 bzw. 82, den über
den schraubenförmigen Verwirbler 104 eingeführten
Brennstoff niedrigen Energiegehalts, etwa Synthesegas, wodurch eine
ordnungsgemäße Vermischung mit durch den inneren
und den äußeren Verwirbler strömender
Luft erreicht wird, bevor das Brennstoff/Luft- gemisch in einer
Wirbelbewegung in das Brennkammerplenum eingespeist wird.
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Tabelle 1
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Liste
von Betriebsparametern und geometrischen Parametern des Brennstoff/Luftmischers
72 bei
einem gegebenen Druckabfall bei der Brennstoffinjektion und einer
Flammentemperatur von 2500°F (1371°C)
| Brennstoff | Zusammensetzung | Volumen-Prozent | Massen-Prozent | ϕ @ T-Flamme | mDot-Br. (lb/sec) | Aeffectiv for const. ∆PBr.I (in2) | Zunahme
in Aeffectiv | UBr. für konst. ΔP-Br. (ft/s) | Mach
# für konst. ΔP-Br. |
| Erdgas | NatGas | 100 | 100 | 0,477 | 0,029 | 0,015 | - | 653,259 | 0,4633605 |
| Reiner Wasserstoff | H2 | 100 | 100 | 0,406 | 0,012 | 0,018 | 17,787 | 1885,838 | 0,4485317 |
| 60/40 H2/N2 Mischung | H2 | 60 | 9,677 | 0,473 | 0,141 | 0,085 | 466,559 | 759,915 | 0,4487939 |
| N2 | 40 | 90,323 |
| 50/50 H2/N2 Mischung | H2 | 50 | 6667 | 0,514 | 0,223 | 0,122 | 713,975 | 691,001 | 0,4488592 |
| N2 | 50 | 93,333 |
| Synthesegas | CO | 10 | 13,861 | 0,568 | 0,415 | 0,195 | 1202,525 | 595,542 | 0,4489847 |
| H2 | 30 | 2,970 |
| N2 | 60 | 83.168 |
90 bildende Wand eine oder mehreren Luftkanäle
aufweisen kann, die in Fluidverbindung mit verdichteter Luft von
außerhalb des Ringgehäuses
90 stehen
um Luft in dem Ringgehäuse
90 strömen
zu lassen, um so einer Grenzschicht von Luft und Brennstoff, die
längs der inneren Oberfläche des Ringgehäuses
90 lokalisiert
ist, Energie zuzuführen. Diese Luftströmungskanäle
können unabhängig von der Art der Injektion des
Brennstoffs in den Brennstoff/Luftmischer
72 oder der Art
und Weise wie Brennstoff und Luft in diesem miteinander vermischt
werden implementiert sein. Dies gilt deshalb, weil die über
solche Luftkanäle eingespeiste Luft zur Energieversorgung
der Grenzschicht längs der inneren ringförmigen
Oberfläche des Ringgehäuses
90 und zur Erhöhung
der nach vorne gerichteten Luftgeschwindigkeit in dem Ringgehäuse
90 wirksam
ist. Außerdem hat die Luft die Wirkung der Verdünnung
der Konzentration von in der Grenzschicht etwa vorhandenem Brennstoff und
damit der Verringerung der Flammengeschwindigkeit in dieser, was
alles dazu beiträgt die Möglichkeit einer Rückzündung
in dem Ringgehäuse
90 zu verkleinern.
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Bei
einem anderen Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Technik, wie es in 8 dargestellt ist, kann der
Zentralkörper 108 außerdem einen Ringkanal 113 für
Brennstoff hohen Energiegehalts aufweisen, der in Fluidverbindung
mit mehreren Öffnungen 114 steht, die ihrerseits
mit dem inneren Verwirbler 80 in Fluidverbindung sind.
Darauf hinzuweisen ist, dass das Vorsehen zusätzlicher
Brennstoffeinlassöffnungen in dem Zentralkörper
den Mischungsgrad in dem Brennstoff/Luftmischer 72 erhöht.
Bei einer anderen nicht dargestellten Ausführungsform sind
die mehreren Öffnungen 114 vorzugsweise unmittelbar
stromabwärts des inneren Verwirblers 80 angeordnet,
und auch von innen kann Brennstoff in den Brenn stoff/Luftmischer 72 injiziert
werden. Zu bemerken ist, dass wenn gasförmige und flüssige
Brennstoffe in den Brennstoff/Luftmischer 72 injiziert werden,
der gasförmige Brennstoff vorzugsweise durch die Kanäle
und Öffnungen 112 der je weiligen Verwirblerschaufel
injiziert wird, während der flüssige Brennstoff
durch die Öffnungen injiziert wird, die in dem Zentralkörper 108 stromabwärts
von dem inneren Verwirbler 80 angeordnet sind. Demgemäß kann
ein Wechsel der Brennstoffart recht schnell dadurch vorgenommen
werden, dass die Menge des durch die in dem Zentralkörper 108 angeordneten Öffnungen
injizierten Brennstoffs erhöht wird, während in
entsprechendem Maße die Menge des durch die Schaufeln injizierten
Brennstoffs verringert wird. Bei einer (nicht dargestellten) Ausführungsform kann
der Zentralkörper 108 vorzugsweise einen Kanal
durch seine Spitze aufweisen, um Luft mit verhältnismäßig
hoher Axialgeschwindigkeit in die Brennkammer 76 anschließend
an den Zentralkörper 108 einzulassen, wobei diese
spezielle Ausführungsform in der Lage ist das lokale Brennstoff/Luftverhältnis
zu verringern und dazu beizutragen die Flamme stromabwärts
von der Zentralkörperspitze wegzudrücken.
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Einer
weiteren Ausführungsform gemäß der erfindungsgemäßen
Technik, wie sie in 9 dargestellt ist, weist der
Brennstoff/Luftmischer 72 einen radialen Verwirbler 116 zwischen
dem Brennstoffgehäuse 86 und dem Ringgehäuse 90 auf.
Der entweder in den inneren oder den äußeren Verwirbler 80 bzw. 82 eingeführte Brennstoff
kann die Tendenz haben sich zu der Oberfläche des Ringgehäuses 90 hin
anzusammeln, wodurch ein Bereich mit einer hohen Brennstoffkonzentration
am strömungsabwärtigen Ende des Ringgehäuses 90 erzeugt
wird. Die erhöhte Brennstoffkonzentration nahe der Austrittsöffnung
des Ringgehäuses 90 kann nicht nur die Gefahr
einer Rückzün dung in das Ringgehäuse 90,
sondern auch die Menge des in der Brennkammer 76 erzeugten
NOx erhöhen. Eines der vorteilhaften
Merkmale des Radialverwirblers 116 liegt darin, dass durch ihn
eingeführte Luft die Brennstoff/Luftvermischung nahe der
Oberfläche des Ringgehäuses 90 verbessert, wodurch
die Bereiche mit hoher Brennstoffkonzentration am Austritt aus dem
Ringgehäuse 90 verringert und/oder eliminiert
und damit die gesamte Menge des in der Brennkammer 76 gebildeten
NOx verringert werden. 10 veranschaulicht
eine perspektivische Ansicht des Radialverwirblers 114.
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Wie
in 10 dargestellt, weist der Radialverwirbler 116 einen
an seinem strömungsaufwärtigen Ende angeordneten
ersten Ring 118 mit einer auf einer Außenfläche 122 angeordneten
Anzahl Schaufeln 120 auf. Jede Schaufel 120 ist
auf der Außenfläche 122 so angeordnet,
dass sie sich in Umfangsrichtung um die Axialachse A des Brennstoff/Luftmischers 72 herum
erstreckt, wobei ein erster Endteil oder die Hinterkante 124 jeder
Schaufel 120 radial einwärts eines zweiten Endteils
oder einer Vorderkante 125 jeder Schaufel 120 liegt, die
nahe einem äußeren Rand 126 des ersten
Ringes 118 positioniert ist. Wie dargestellt, weist der
erste Ring 118 außerdem eine von einem Innenrand
des ersten Ringes 118 axial vorragende ringförmige
Lippe 128 auf. Eine weitere Komponente des Radialverwirblers 116 ist
ein zweiter Ring 130, der von dem ersten Ring 118 axial
entfernt so angeordnet ist, dass dazwischen ein sich sowohl in ein
radialer als auch in axialer Richtung erstreckender Spalt ausgebildet
ist. Wie dargestellt, erstreckt sich eine erste Fläche 132 des
zweiten Ringes 130 radial nach innen, wobei sie mit der
Außenfläche 122 des ersten Ringes 118 einen
radial verlaufenden Spalt 134 begrenzt, in dem die mehreren
Schaufeln 120 angeordnet sind.
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Eine
zweite Fläche 138 des zweiten Ringes 130 erstreckt
sich axial in der Weise, dass sie einen axial verlaufenden Spalt 138 mit
der ringförmigen Lippe 128 des ersten Ringes 118 begrenzt.
Der zweite Ring 130 weist außerdem eine Hülse 140 auf,
in der das Ringgehäuse 90 des Brennstoff/Luftmischers 72 beim
Zusammenbau des Brennstoff/Luftmischers 72 angeordnet wird.
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Die
axiale Lage des Radialverwirblers 116 längs des
Brennstoff/Luftmischers 72 bezüglich der Lage des
inneren und des äußeren Verwirblers 80 bzw. 82 und/oder
das Maß der radialen Rotation des aus dem Radialverwirbler 92 austretenden
Luftstroms können auf der Basis des jeweils gewünschten
Vermischungsgrades des Brennstoff/Luftgemischs an dem strömungsabwärtigen
Ende 110 des Brennstoff/Luftmischers 72, insbesondere
in dem der Wand des Ringgehäuses 90 zunächst
liegenden Bereich bestimmt werden. Außerdem können
die Geometrie und die Abmessungen des Radialverwirblers 116 abhängig
von dem jeweils gewünschten Vormischwirkungsgrad und den
jeweiligen Betriebsbedingungen, einschließlich von Faktoren,
wie etwa, ohne darauf beschränkt zu sein, Brennstoffdruck,
Brennstofftemperatur, Temperatur der einströmenden Luft
und Brennstoffinjektionsgeschwindigkeit gewählt/optimiert
werden. Beispiele für Brennstoffe beinhalten Erdgas, Gas
mit hohem Wasserstoffgehalt, Wasserstoff, Biogas, Kohlenmonoxid
und Synthesegas. Es kann aber auch eine Vielzahl anderer Brennstoffe
benutzt werden.
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Für
den Fachmann versteht sich, dass die vorteilhaften Merkmale der
in den 4 bis 10 dargestellten Brennstoff/Luftmischer,
abgesehen von den hier veranschaulichten Ausführungsformen,
auch in alternativen Kombinationen eingesetzt werden können.
Beispielsweise kann eine andere Ausführungsform des beschriebenen
Brennstoff/Luftmischers im Rahmen der vorliegenden Erfindung den
dritten Verwirbler, kombiniert mit dem Radialverwirbler ohne Brennstoffeinführung
durch den Zentralkörper aufweisen. Außerdem ist
darauf hinzuweisen, dass die beschriebenen Konstruktionen und deren Äquivalente,
wie erläutert, im Betrieb für verschiedene Brennstoffarten
eingesetzt werden können. So kann z. B. der Brennstoff
hohen Energiegehalts entweder Erdgas und/oder reiner Wasserstoff
sein, der durch die erläuterten Injektionskanäle
für Brennstoff hohen Energiekanals injiziert wird. Bei
einer anderen Ausführungsform kann der Brennstoff/Luftmischer
mit einer Mischung von H2/N2 oder
Syngas (H2/CO/N2)
betrieben werden, die über die erläuterten Injektionskanäle
für Brennstoff niedrigen Energiegehalts zugeführt
wird. Diese Brennstoff/-Luftmischer können auch zur Syngasverbrennung
in einem teilweise vorgemischten Modus bis zu 100 Prozent Vormischung
eingesetzt werden, wodurch im Vergleich zu den gegenwärtigen
IGCC-Verbrennungssystemen eine Verbrennung mit niedrigem NO erzielt
wird. Diese Mischer beinhalten Düsen, die dazu ausgelegt
sind, von 100 Prozent H2 bis zu Gemischen von
H2/N2 und Dampf
oder anderen Inertgasen, wie CO2 , zu verbrennen, wobei sie im Teilvormisch-
oder im Vollvormisch-Modus mit Syngas arbeiten und keinerlei Dampfinjektion
zur NOx-Einregulierung erfordern.
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Die
im Vorstehenden beschriebenen Ausführungsformen des Brennstoff/Luftmischer 72 sind
insbesondere geeignet zur Verwendung bei kombinierten Kreisprozessen
mit integrierter Vergasung oder IGCC, die Kreisprozesse mit einer
Gasturbine sind, welche durch die Verbrennung eines Brennstoffes
angetrieben sind, der aus der Vergasung eines Feststoff- Brennstoffes
wie Kohle herrührt, wobei die Abgase der Gasturbine einem
Wärmeaustausch mit Wasser/Dampf unterworfen werden, um überhitzten
Dampf zum Antrieb einer Dampfturbine zu erzeugen. Der Vergasungsanteil
der IGCC-Anlage erzeugte ein reines Kohlengas durch Kombination
von Kohle mit Sauerstoff in einer Vergasungseinrichtung zur Erzeugung
des gasförmigen Brennstoffs, hauptsächlich Wasserstoff
und Kohlenmonoxid oder Syngas. Ein Gasreinigungsprozess reinigt
sodann das Syngas, das anschließend in der Brennkammer
der Gasturbine zur Erzeu gung von Elektrizität eingesetzt wird.
IGCC-Anlagen haben mit höherem Ausstoß typischerweise
höhere Wirkungsgrade und niedrige Emissionen. Der höhere
Ausstoß wird bei IGCC-Anlagen mit der Einleitung von Stickstoff,
der aus einer Lufttrennanlage oder ASU (= Air Separation Unit) erhalten
wurde, in die Brennkammer der Gasturbine erzielt, wodurch der Massenstrom
durchssatz durch die Gasturbine erhöht und die Gesamtverbrennungstemperatur
und die Sauerstoffkonzentration durch Verunreinigung der zur Verbrennung
verwendeten Luft verringert werden. Der Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung ent sprechende Brennstoff/Luftmischer 72 ist
zum Einsatz bei IGCC-Anlagen geeignet. Insbesondere kann der Brennstoff/Luftmischer 72 in
der Gasturbinenbrennkammer eingesetzt werden, und bei Verbrennung
von Syngas kann Stickstoff in den Radialverwirbler 116 eingeleitet
werden, um so dazu beizutragen die hohe Brennstoffkonzentration
nahe der Wandung zu verringern und die Brennstoff/Luftvermischungseigen-schaften
zu verbessern. Dieser Radialverwirbler kann auch so benutzt werden,
dass Stickstoff durchströmen und während der Verbrennung
von reinem Wasserstoff sich in dem Mantelgehäuse mit Wasserstoff
und Luft vermischen kann, wodurch wiederum lokalisierte Bereiche
hoher Äquivalenzverhältnisse am Austritt des Brennstoff/Luftmischers
vermieden werden.
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Bei
typischen IGCC-Gasturbinenbrennkammer werden Wasserstoff und Stickstoff
zusammen durch die Brennstoffinjektionskanäle in den inneren
und den äußeren Verwirbler 80 bzw. 82 eingeleitet.
Bei einigen der beschriebenen Ausführungsformen wird, anstatt
der Vermischung von Wasserstoff mit Stickstoff und der Einleitung
des Gemisches durch die Brennstoffzufuhrkanäle, Wasserstoff
den Brennstoffzuführkanälen zugeführt
und Stickstoff entweder durch den Radialverwirbler injiziert oder
mit der einströmenden Luft zugeführt, wodurch
die Luft verunreinigt wird, um dadurch die Gesamtverfügbarkeit
von Sauerstoff zu verringern und somit die NOx-Werte
im Vergleich zu gebräuchlichen Werten um bis zu 70% abzusenken.
Bei einer der erfindungsgemäßen Ausführungsformen
liegt der NOx-Wert am Ausgang der Brennkammer
bei 3 bis 5 ppm oder niedriger. Eine derartige Verbesserung des
Betriebsverhaltens wird erzielt während gleichzeitig die
verunreinigte Luft einen erhöhten Widerstand gegen Rückzündung
und Flammenhaltung in dem Ringgehäuse 90 des Brennstoff/Luftmischers 72 ergibt.
Davon abgesehen, versteht sich, dass wenngleich die im Vorstehenden
zusammengefassten Vorteile bei IGCC-Anlagen auf der Hand liegen,
die beschriebenen Brennstoff/Luftmischer auch dazu verwendet werden
können gegenwärtig gebräuchliche Brennkammern
von Energieerzeugungs-Gasturbinen aufzurüsten.
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Die
im Vorstehenden beschrieben Brennstoff/Luftmischer können
auch in einem Gas-zu-Flüssigkeits-System eingesetzt werden,
um die Vorvermischung von Sauerstoff und Erdgas vor der Reaktion
in einer Brennkammer des Systems zu verbessern,. Typischerweise
weist ein Gas-zu-Flüssigkeits-System eine Lufttrenneinheit,
eine Gasverarbeitungseinheit und eine Brennkammer auf. Im Betreib
trennt die Lufttrenneinheit Sauerstoff von Luft und die Gasverarbeitungseinheit
bereitet Erdgas für die Umsetzung in der Brennkammer vor.
Der Sauerstoff aus der Lufttrenneinheit und das Erdgas aus der Gasverarbeitungseinheit
werden in die Brenn kammer eingeleitet, in der das Erdgas und der
Sauerstoff bei einer erhöhten Temperatur und erhöhtem
Druck miteinander zur Reaktion gebracht werden um ein Synthesegas
zu erzeugen. Bei dieser Ausführungsform ist der Brennstoff/Luftmischer
an die Brennkammer angekuppelt, um das Vorvermischen von Sauerstoff
und Erdgas vor der Reaktion in der Brennkammer zu erleichtern. Außerdem
erleichtert der Radialverwirbler 116 des Brennstoff/Luftmischers
das Mitreißen von zuströmendem Erdgas, um damit
die Vermischung des Erdgases mit Sauerstoff bei hohen Brennstoff/Sauerstoffäquivalenzverhältnissen
(z. B. etwa 3,5 bis 4 und darüber hinaus) in der Weise
zu ermöglichen, dass die Synthesegaserzeugungsausbeute
maximiert wird, während die Verweilzeit minimiert wird.
Bei einer bestimmten Ausführungsform kann dem Sauerstoff
oder dem Brennstoff Dampf beigemischt werden, um den Prozesswirkungsgrad
zu verbessern.
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Das
Synthesegas wird sodann gequencht und in eine Fischer-Tropsch-Verarbeitungseinheit
eingeleitet, in der das Wasserstoffgas und Kohlenmonoxid durch Katalyse
in langkettige flüssige Kohlenwasserstoffe umgesetzt werden.
Die flüssigen Kohlenwasserstoffe werden sodann umgesetzt
und in einer Crack-Einheit in Produkte fraktioniert. Der Brennstoff/Luftmischer
mit dem Radialverwirbler erzeugt vorteilhafterweise eine schnelle
Vorvermischung des Erdgases mit Sauerstoff und eine recht kurze
Verweilzeit in dem Gas-zu-Flüssigkeits-System.
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Die
verschiedene Aspekte des vorbeschriebenen Verfahrens sind bei unterschiedlichen
Anwendungen von Nutzen, wie etwa bei Brennkammern, die in Gasturbinen
und Heizvorrichtungen, wie Öfen eingesetzt sind. Außerdem
verbessert die hier beschriebene Technik das Vorvermischen von Brennstoff
und Luft vor der Verbrennung, wodurch Emissionen wesentlich verringert
und der Wirkungsgrad von Gasturbinen beträchtlich erhöht
werden. Die Vormischtechnik kann für unterschiedliche Brennstoffe
eingesetzt werden, wie etwa, ohne darauf be schränkt zu
sein, gasförmige fossile Brennstoffe hoher und niedriger
volumetrischer Heizwerte, einschließlich Erdgas, Kohlenwasserstoffen,
Kohlenmonoxid, Wasserstoff, Biogas und Synthesegas. Demgemäß kann,
wie bereits erläutert, der Brennstoff/Luftmischer in für
verschiedene Brennstoffe geeigneten, d. h. der brennstoffflexiblen
Brennkammern zu einem kombinierten Kreisprozess integrierten Vergasung
(IGCC = Integrated Gasification Combined Cycle) zur Verringerung
der Schadstoffemissionen benutzt werden. Bei bestimmten Ausführungsformen
wird der Brennstoff/Luftmischer in Wasserstoffbrennkammern von Flugtriebwerken
und Brennkammern anderer Gasturbinen für aeroderivative
und Schwerlastkraftmaschinen eingesetzt. Außerdem kann
der Brennstoff/Luftmischer dazu benutzt werden, die partielle Vermischung
von Strömen, wie etwa Oxi-Brennstoff zu erleichtern, die
bei kohlendioxidfreien Kreisprozessen und zur Abgasrezirkulation
besonders zweckmäßig sind.
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Die
auf dem im Vorstehenden beschriebenen zusätzlichen Radialverwirbler
basierende Vormischtechnik ermöglicht somit eine verbesserte
Vormischung und Flammenstabilisierung in einer Brennkammer. Außerdem
erlaubt die vorliegende Technik die Verringerung von Emissionen,
insbesondere von NOx- Emissionen aus solchen
Brennkammern, wodurch der Betrieb der Gasturbine in einer umweltschonenden
Weise ermöglicht wird. Bei bestimmten Ausführungsformen
erleichtert die Technik die Minimierung des Druckabfalls über
die jeweilige Brennkammer und zwar speziell bei Wasserstoffbrennkammern.
Darüber hinaus ermöglicht es die durch den zusätzlichen
Radialverwirbler erreichte verbesserte Vermischung ein besseres
Zurückfahren, einen höheren Rückzündungswiderstand
und eine höhere Flammenlöschgrenze bei den Brennkammern
zu erzielen.
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Bei
den dargestellten Ausführungsformen erlaubt die bessere
Vermischung von Brennstoff und Luft ein besseres Zurückfahren
und gestattet den Betrieb mit Erdgas- und Luftgemischen mit einem Äquivalenzverhältnis,
das so niedrig wie etwa 0,2 liegt. Außerdem wird die Flammenlöschgrenze
im Vergleich zu bestehenden Systemen deutlich verbessert. Schließlich
kann, wie im Vorstehenden schon beschrieben, dieses System mit verschiedenen
Brennstoffen eingesetzt werden, wodurch sich eine verbesserte Brennstoffflexibilität
ergibt. Der im Vorstehenden beschriebene Bereich wirksamer Flächen
ermöglicht es, zum Beispiel, dass das System entweder Erdgas
oder H2 etwa als Brennstoff hohen Energiegehalts
und/oder Synthesegas als einen Brennstoff niedrigen Energiegehalts
benutzt. Die Brennstoffflexibilität eines solchen Systems
lässt die Notwendigkeit zur Veränderungen der
Hardware oder zu komplizierten Konstruktionen mit unterschiedlichen
Brennstoffkanälen, die für unterschiedliche Brennstoffe
erforderlich sind, entfallen. Wie im Vorstehenden beschrieben, können
die erläuterten Brennstoff/Luftmischer mit verschiedenartigen
Brennstoffen benutzt werden, wodurch sie eine Brennstoffflexibilität
des Systems erzeugen. Darüber hinaus kann die beschriebene
Technik bei vorhandenen Rohr- oder Rohr-Ring-Brennkammern eingesetzt
werden, um Emissionen und irgendwelche dynamischen Schwingungen
und Modulationen in den Brennkammern zu verringern. Schließlich
kann die beschriebene Vorrichtung auch als Pilotvorrichtung bei
vorhandenen Brennkammern eingesetzt werden.
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Verfahren
zum Vormischen eines Brennstoffes hohen Energiegehalts oder eines
Brennstoffes niederen Energiegehalts mit einem Oxidationsmittel
in einem Verbrennungssystem liegen auch im Rahmen der beschriebenen
Ausführungsformen der Erfindung, wobei diese Verfahren
folgende Schritte beinhalten: Ansaugen eines ersten Oxidationsmittelstroms
in einem Ringgehäuse eines Brennstoff/Luftmischers; Verwirbeln
eines ersten Anteils des ersten Oxidationsmittelstroms in einem äußeren
Verwirbler in einer ersten Richtung; Verwirbeln eines zweiten Anteils
des ersten Oxidationsmittelstroms in einem inneren Verwirbler in
einer zweiten Richtung, wobei die zweite Richtung der ersten Richtung
entgegengesetzt ist; und Injizieren des Brennstoffes hohen Energiegehalts
in den Brennstoff/Luftmischer aus einem Brennstoffgehäuse,
das in Fluidverbindung mit Brennstoffeinlasskanälen in
dem äußeren Verwirber steht, oder Injizieren des
Brennstoffes niedrigen Energiegehalts in den Brennstoff/Luftmischer
aus einem Brennstoffplenum, wobei das Brennstoffplenum einen durch
ein inneres und ein äußeres, unter Ausbildung
eines dazwischen liegenden Spaltes axial sich erstreckendes Gehäuse
ausgebildeten Ringraum aufweist, wobei wenigstens ein Brennstoffeinlass
an einem stromaufwärtigen Teil des Brennstoffplenums angeordnet
ist und ein Brennstoffplenumverwirbler in dem zwischen dem inneren
und dem äußeren Gehäuse ausgebildeten
Spalt an einem strömungsabwärtigen Teil des Brennstoffplenums
angeordnet ist und das innere Gehäuse des Brennstoffplenums
rings um einen äußeren, in Umfangsrichtung sich
erstreckenden Endteil des inneren Verwirblers angeordnet ist.
-
Bei
der vorstehenden Beschreibung ist zu beachten, dass davon ausgegangen
wird, dass die optimalen Abmessungsverhältnisse der Teile
der Erfindung, einschließlich Abänderungen, einschließlich
Abänderungen in Größe, Gestalt, Funktion
und Betriebsweise, Zusammenbau und Verwendung als für den
Fachmann offensichtlich und nahe liegend betrachtet werden und dass
deshalb alle solchen Verhältnisse, die den in den Zeichnungen
dargestellten und in der Beschreibung beschriebnen Verhältnissen äquivalent
sind durch den Schutzbereich der beigefügten Patentansprüche
umfasst sind. Außerdem gilt, dass wenngleich die vorliegende
Erfindung in ihren Einzelheiten und Besonderheiten in Verbindung
mit dem was gegenwärtig als zweckmäßig
betrachtet wird und in verschiedenen beispielhaften Ausführungsformen
der Erfindung in der Zeichnung dargestellt und im Vorstehenden vollständig
beschrieben worden ist, doch darauf hinzuweisen ist, dass viele Abwandlungen
vorgenommen werden können, ohne von den hier erläuterten
Prinzipien und Konzepten abzuweichen. Demgemäß ist
der tatsächliche Schutzumfang der vorliegenden Erfindung
lediglich durch die breiteste Auslegung der beigefügten
Patentansprüche bestimmt, derart, dass diese alle solchen
Abwandlungen und Äquivalente mit umfassen.
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- 10
- Gasturbine
- 14
- Verdichter
- 12
- Brennkammer
mit niedriger Emission
- 16
- Turbine
- 18
- Welle
- 20
- Brennkammer
niedriger Emission
- 24
- Brennkammergehäuse
- 26
- Brennkammerflammrohr
- 28
- Domplatte
- 30
- Hitzeschild
- 32
- Brennstoff/Luftmischer
- 34
- Luftstrom
- 36
- Flamme
- 38
- Kühllöcher
- 40
- Brennkammer
niedriger Emission
- 42
- Inneres
Gehäuse
- 44
- Äußeres
Gehäuse
- 46
bzw. 48
- Inneres
und äußeres Brennkammerbrennrohr
- 50
- Dom
- 52
bzw. 54
- Inneres
und äußeres Hitzeschild
- 56
- Diffusorabschnitt
- 58
- Luftstrom
- 60
- Brennstoff/Luftmischer
- 62,
64
- Brennstoffplenum über
Brennstoffleitungen
- 66
- Flamme
- 70
- Ringbrennkammer
niedriger Emission
- 72
- Brennstoff/Luftmischer
- 74
- Hohlkörper
- 76
- Brennkammerraum
- 80
- Innerer
Verwirbler
- 82
- Äußerer
Verwirbler
- 86
- Brennstoffgehäuse
- 88
- Brennstoffeinlass
- 90
- Ringförmiges
Gehäuse
- 112
- Brennstoffeinlasskanäle
- 94,
96
- Zwei
konzentrische rohrförmige Teile
- 98
- Spalt
- 100
- Strömungsaufwärtiges
Ende
- 102
- Brennstoffeinlass
- 104
- Dritter
Verwirbler
- 106
- Strömungsabwärtiges
Ende
- 108
- Zentralkörper
- 110
- Strömungsabwärtiges
Ende
- 113
- Ringkanal
- 114
- mehrere
Kanäle
- 116
- Radialverwirbler
- 118
- Erster
Ring
- 120
- Mehrere
Schaufeln
- 122
- Äußere
Fläche
- 124
- Hintere
Kante
- 125
- Vordere
Kante
- 126
- Äußerer
Rand
- 128
- Ringförmige
Lippe
- 130
- Zweiter
Ring
- 132
- Erste
Fläche
- 134
- Radialsich
erstreckender Spalt
- 136
- Zweite
Fläche
- 138
- Axial
sich erstreckender Spalt
- 140
- Hülse
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
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- - US 5351477 [0029]
- - US 5251447 [0029]
- - US 5165241 [0029]