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Hintergrund
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Die
Erfindung bezieht sich allgemein auf Brennkammern und konkreter
auf eine Niedrigemissionsbrennkammer und ein Betriebsverfahren.
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Vielfältige Typen
von Gasturbinensystemen sind bekannt und in Gebrauch. Z.B. werden
vom Flugzeugtriebwerk abgeleitete bzw. aeroderivative Gasturbinen
für Anwendungen
wie Energieerzeugung, Schiffsantriebe, Gaskompression, Kraft-Wärme-Kopplung, Bohrinselenergieversorgung
usw. verwendet. Eine Gasturbine enthält typischerweise einen Verdichter
zum Verdichten einer Luftströmung und
eine Brennkammer, die die verdichtete Luft mit Brennstoff mischt
und das Gemisch zündet,
um ein Arbeitsgas zu erzeugen. Anschließend wird das Arbeitsgas zur
Energieerzeugung durch eine Turbine expandiert. Der Brennkammerabschnitt
ist typischerweise mit dem Verdichter- und dem Turbinenabschnitt koaxial angeordnet.
Die Gestaltung des Brennkammerabschnitts kann weiterhin in Abhängigkeit
von dem betrieblichen Aufbau der Gasturbine ausgewählt werden.
Die in einer bestimmten Gasturbine verwendete Brennkammer kann z.B.
eine Rohrbrennkammer, eine Ringbrennkammer oder eine Rohr-Ring-Brennkammer
sein.
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Darüber hinaus
sind die Brennkammern für Gasturbinen
so ausgeführt,
dass die Emissionen, wie z.B. NOx- und Kohlenmonoxidemissionen
minimiert werden. In bestimmten Systemen wird eine Magervormischungsverbrennungstechnologie
verwendet, um die Emissionen von solchen Systemen zu verringern.
Die NOx-Emissionen
werden typischerweise durch ein Verringern der Flammentemperatur
in der Reaktionszone der Brennkammer gesteuert. Im Betrieb wird
eine niedrige Flammentemperatur durch ein Vormischen von Brennstoff
und Luft vor der Verbrennung erreicht. Leider wird das Fenster der
Funktionsfähigkeit
für solche
Brennkammern sehr klein, und die Brennkammern müssen von der mageren Verlöschgrenze
entfernt betrieben werden. Infolgedessen ist es schwierig, die Vormischer,
die in den Brennkammern verwendet werden, außerhalb ihres Auslegungsraumes
zu betreiben. Wenn ausreichend magere Flammen darüber hinaus Änderungen der
Leistungsvorgabe, Strömungsstörungen oder Änderungen
der Brennstoffzusammensetzung ausgesetzt sind, können die sich ergebenden Störungen des Äquivalenzverhältnisses
zu einem Erlöschen
der Verbrennung führen.
Ein solches Verlöschen
kann bei stationären
Turbinen einen Energieverlust und kostspielige Stillstandzeiten
verursachen.
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Weiterhin
kann eine Verbrennung mit Magervormischung Schwankungen hinsichtlich
der Lage der Wärmefreisetzungszone
bewirken, die zu hohen Druckfluktuationen führen. Solche Fluktuationen
können
hohe Amplituden erreichen und zu wesentlich höheren NOx Emissionen
führen
und die Brennkammerelemente beschädigen.
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Demnach
besteht Bedarf an einer Brennkammer, die verringerte NOx-Emissionen
aufweist, während
sie bei voller Leistung arbeitet. Es wäre ebenfalls vorteilhaft, eine
Brennkammer für
eine Gasturbine zu schaffen, die mit einer Vielzahl von Brennstoffen
arbeitet, wobei über
die Turbinenleistungen hinweg akzeptable Werte der Druckfluktuationen
eingehalten werden.
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Kurze Beschreibung
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Kurz
gesagt wird gemäß einer
Ausführungsform
eine Brennkammer geschaffen. Die Brennkammer enthält ein Brennkammerflammrohr
und einen Drallvormischer, der an einem Kopfende des Brennkammerflammrohrs
angeordnet und zur Lieferung eines Brennstoff-Luft-Gemisches an
die Brennkammer eingerichtet ist. Die Brennkammer weist auch mehrere
in Tangentialrichtung gestufte Injektoren auf, die stromabwärts von
dem Drallvormischer an dem Brennkammerflammrohr angeordnet sind,
wobei jeder der mehreren Injektoren zum Einbringen des Brennstoff-Luft-Gemisches in
einer Richtung quer zu einer Längsachse
der Brennkammer und zum sequentiellen Zünden des Brennstoff-Luft-Gemisches von benachbarten
tangentialen Injektoren eingerichtet ist.
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In
einer anderen Ausführungsform
wird ein Gasturbinensystem geschaffen. Das Gasturbinensystem enthält einen
Verdichter, der zum Verdichten von Umgebungsluft eingerichtet ist,
und eine Brennkammer in Strömungsverbindung
mit dem Verdichter, wobei die Brennkammer zum Aufnehmen von verdichteter
Luft aus dem Verdichter und zum Verbrennen einer Brennstoffströmung eingerichtet
ist, um eine Brennkammeraustrittsgasströmung zu erzeugen. Das Gasturbinensystem
enthält
auch eine Turbine, die stromabwärts
von der Brennkammer angeordnet und zum Expandieren der Brennkammeraustrittsgasströmung eingerichtet
ist. Die Brennkammer enthält
einen Drallvormischer, der an einem Kopfende der Brennkammer angeordnet
ist, um innerhalb der Brennkammer einen Kerndrall eines Brennstoff-Luft-Gemisches zu
bewirken, und mehrere tangentiale Injektoren, die stromabwärts von
dem Drallvormischer angeordnet sind, wobei jeder der tangentialen
Injektoren zum Einbringen eines Brennstoff-Luft-Gemisches in einer
Richtung quer zu einer Längsachse
der Brennkammer eingerichtet ist, um eine sequentielle Zündung der
Brennstoff-Luft-Gemische durch den Injektor zu fördern.
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In
einer weiteren Ausführungsform
wird ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkammer geschaffen. Das
Verfahren enthält
das Erzeugen einer Kerndrallströmung
eines Brennstoff-Luft-Gemisches innerhalb
der Brennkammer durch einen Drallvormischer, der an einem Kopfende
der Brennkammer angeordnet ist, und durch das Einbringen von Brennstoff-Luft-Gemischen
stromabwärts
von dem Drallvormischer in Querrichtung durch mehrere Injektoren.
Das Verfahren enthält
auch ein sequentielles Zünden
der Brennstoff-Luft-Gemische, die durch jeden einzelnen der Injektoren
eingeleitet worden sind, unter Nutzung der Hitze von zuvor verbrannten
Gasen von einem benachbarten Injektor.
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Zeichnungen
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Diese
und weitere Merkmale, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden besser verstanden, wenn die folgende detaillierte Beschreibung
mit Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen gelesen wird, in denen gleiche Bezugszeichen die gleichen
Elemente bezeichnen.
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1 zeigt
eine schematische Darstellung einer Gasturbine mit einer Niedrigemissionsbrennkammer
gemäß Aspekten
der vorliegenden Vorgehensweise,
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2 zeigt
eine schematische Darstellung des Betriebsprozesses der Gasturbine
aus 1 gemäß Aspekten
der vorliegenden Vorgehensweise,
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3 zeigt
eine schematische Darstellung der Niedrigemissionsbrennkammer aus 1 gemäß Aspekten
der vorliegenden Vorgehensweise,
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4 zeigt
eine schematische Darstellung einer Anordnung von tangentialen Injektoren
und dem axialen Drallvormischer an dem Kopfende, die in der Brennkammer
aus 3 gemäß Aspekten
der vorliegenden Vorgehensweise verwendet werden,
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5 zeigt
eine Querschnittsansicht einer anderen beispielhaften Brennkammer
gemäß Aspekten
der vorliegenden Vorgehensweise und
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6 zeigt
eine schematische Darstellung der Zonen der Brennstoffstufung und
sequentiellen Zündung,
die durch die tangentialen Injektoren und den Drallvormischer am
Kopfende aus 3 gemäß Aspekten der vorliegenden
Vorgehensweise erreicht werden.
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Detaillierte
Beschreibung
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Wie
unten im Detail erläutert
wirken Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung zur Verringerung der Emissionen in Brennkammern,
wie z.B. in Rohrbrennkammern und Rohr-Ring-Brennkammern, die in Gasturbinen verwendet
werden. Insbesondere enthält
die vorliegende Vorgehensweise das Anwenden einer Magervormischungsbrennstoffstufung
und Verbrennungsgasum wälzung
innerhalb der Brennkammer, um einen mageren Betrieb der Brennkammer
mit einer homogenen Verbrennung zu ermöglichen, um die Emissionen,
wie z.B. NOx-Emissionen zu minimieren. In
einer vorliegenden Ausführungsform
ermöglicht
die Magervormischungsbrennstoffstufung eine stabile Verbrennung
mit einer besonders niedrigen Flammentemperatur in der Brennkammer,
um die Emissionen zu minimieren. Nun mit Bezug auf die Zeichnungen
und zuerst auf 1, in der eine Gasturbine 10 mit
einer Niedrigemissionsbrennkammer 12 dargestellt ist. Die
Gasturbine 10 weist einen Verdichter 14 auf, der
zum Verdichten von Umgebungsluft eingerichtet ist. Die Brennkammer 12 steht
in einer Strömungsverbindung
mit dem Verdichter 14 und ist zum Aufnehmen von verdichteter
Luft aus dem Verdichter 14 und zum Verbrennen einer Brennstoffströmung eingerichtet,
um eine Brennkammeraustrittsgasströmung zu erzeugen. Weiterhin
enthält
die Gasturbine 10 eine Turbine 16, die stromabwärts von
der Brennkammer 12 angeordnet ist. Die Turbine 16 ist
zum Expandieren der Brennkammeraustrittsgasströmung eingerichtet, um eine
externe Last anzutreiben. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
wird der Verdichter 14 über
eine Welle 18 durch die von der Turbine 16 erzeugte
Energie angetrieben.
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2 stellt
den Betriebsprozess der Gasturbine 10 aus 1 dar.
Im Betrieb nimmt der Verdichter 14 eine Strömung von
Umgebungsluft 20 auf und verdichtet die Strömung von
Umgebungsluft 20, um eine Strömung von verdichteter Luft 22 zu
erzeugen. In bestimmten Ausführungsformen
kann ein Boost-Verdichter
verwendet werden, um die Strömung
von Umgebungsluft 20 aufzunehmen und zu verdichten. Anschließend wird
diese Strömung
der verdichteten Luft von dem Boost-Verdichter zur weiteren Verdichtung
zu dem Verdichter 14 geleitet. Wie von Fachleuten erkannt
wird, kann der Verdichter 14 in Abhän gigkeit von der betrieblichen
Ausführung mehrere
Verdichter enthalten, um die Leistungsabgabe der Gasturbine 10 zu
steigern. Die Gasturbine 10 kann z. B. einen Niederdruck-
und einen Hochdruckverdichter enthalten. Alternativ kann die Gasturbine 10 einen
Niederdruck-, einen Mitteldruck- und einen Hochdruckverdichter enthalten.
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Die
Strömung
verdichteter Luft 22 von dem Verdichter 14 wird
danach zu der Brennkammer 12 geleitet, um mit einer Brennstoffströmung 24 gemischt
und verbrannt zu werden, um eine Brennkammeraustrittsgasströmung 26 zu
erzeugen. In einem Ausführungsbeispiel
weist die Brennkammer 12 eine Rohrbrennkammer auf. In einem
anderen Ausführungsbeispiel
weist die Brennkammer 12 eine Rohr-Ring-Brennkammer auf.
Weiterhin wird die Brennkammeraustrittsgasströmung 26 durch die
Turbine 16 expandiert, um eine externe Last anzutreiben.
In der dargestellten Ausführungsform
wendet die Brennkammer 12 eine Brennstoffstufung der Brennstoffströmung 24 durch
mehrere Querinjektoren an, die unten mit Bezug auf die 3-6 im Detail
beschrieben ist. Wenn hierin der Begriff „Brennstoffstufung" (Fuel Staging) verwendet
wird, bezieht er sich auf eine Zündung
des Brennstoff-Luft-Gemisches an verschiedenen Punkten, wenn dieses
sich durch die Brennkammer 12 bewegt.
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3 zeigt
eine schematische Darstellung einer Niedrigemissionsbrennkammer 30 aus 1. In
der dargestellten Ausführungsform
enthält
die Brennkammer 30 ein Brennkammerflammrohr 32 und
einen Drallvormischer 34, der an einem Kopfende des Brennkammerflammrohres 32 angeordnet
ist. Der Drallvormischer 34 ist dazu eingerichtet, der Brennkammer 30 ein
Brennstoff-Luft-Gemisch zuzuführen
und einen Kerndrall des Brennstoff-Luft-Gemisches in der Brennkammer 30 zu
induzie ren. In einer Ausführungsform
enthält
die Brennkammer 30 eine Dry Low NOx (DLN)-Brennkammer.
In bestimmten Ausführungsformen
wird der Drallvormischer 34 während eines Hochfahr-, Beschleunigungs-
oder Herunterfahrzustandes der Brennkammer 30 zum Herbeiführen des
Kerndralls des Brennstoff-Luft-Gemisches
innerhalb der Brennkammer 30 betrieben.
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Weiterhin
enthält
die Brennkammer 30 mehrere tangential versetzte Injektoren,
die z.B. mit den Bezugszeichen 36, 38, 40 und 42 bezeichnet
sind. In der dargestellten Ausführungsform
enthält
die Brennkammer 30 vier tangential gestufte Injektoren 36, 38, 40 und 42.
Es könnte
in der Brennkammer 30 jedoch auch eine kleinere oder größere Anzahl
von Injektoren verwendet werden. Weiterhin sind die mehreren Injektoren 36, 38, 40 und 42 in
einer in Umfangsrichtung gestaffelten Anordnung auf dem Brennkammerflammenrohr 32 angeordnet,
um die Brennstoffstufung innerhalb der Brennkammer 30 zu
erreichen. In einer Ausführungsform
sind die mehreren Injektoren 36, 38, 40 und 42 in
Axialrichtung gestaffelt, um in der Brennkammer 30 eine
axiale Brennstoffstufung zu erreichen. In der dargestellten Ausführungsform
ist jeder der mehreren Injektoren 36, 38, 40 und 42 zum Einbringen
eines frischen Brennstoff-Luft-Gemisches in
einer Richtung quer zu einer Längsachse 44 der Brennkammer 30 und
zum sequentiellen Zünden
des Brennstoff-Luft-Gemisches eingerichtet. Wenn hierin der Ausdruck „quer" verwendet wird,
bezieht er sich insbesondere auf Richtungen in einem rechten Winkel
zu einer Längsachse 44 der
Brennkammer 30, aber abseits der Zentrallinie der Brennkammer 30.
In bestimmten Ausführungsformen
können
die Injektoren 36, 38, 40 und 42 die
Brennstoff-Luft-Gemische in einer Richtung unter einem Winkel zu
der Längsachse
einleiten. Der durch die mehreren Injektoren 36, 38, 40 und 42 eingebrachte
Brennstoff enthält Erdgas,
Wasserstoff, Synthesegas, einen Kohlenwasserstoff, Kohlenmonoxid
oder Kombinationen davon. Es werden jedoch auch viele andere Brennstoffe in
Betracht gezogen. In einigen Ausführungsformen weist jeder der
Injektoren 36, 38, 40 und 42 eine
Eignung für
zwei oder mehrere Brennstoffe auf und verwendet die Vormischungs-
und Vorverdampfungseinrichtung für
den Brennstoff. Vorteilhafterweise ermöglicht eine Eignung für mehrere
Brennstoffe eine Eignung für
einen Reservebrennstoff, insbesondere für flüssige Brennstoffe, wie z.B.
Destillate.
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In
der dargestellten Ausführungsform
weist jeder der tangentialen Injektoren 36, 38, 40 und 42 einen
Brennstoffeinlass 46, 48, 50 bzw. 52 auf,
um das Brennstoff-Luft-Gemisch
dem jeweiligen tangentialen Injektor 36, 38, 40 bzw. 42 zuzuführen. Zusätzlich können die
Injektoren 36, 38, 40 und 42 eine
zugehörige
Ventilsteuerung aufweisen, um die Brennstoffzufuhr zu den Injektoren 36, 38, 40 und 42 zu
steuern. In bestimmten Ausführungsformen
können
die Injektoren 36, 38, 40 und 42 zum
Beschleunigen des Vormischprozesses eine wirbelnde Strömung erzeugen. Im
Betrieb werden die von den Injektoren 36, 38, 40 und 42 eingebrachten
Brennstoff-Luft-Gemische
unter Verwendung der Hitze von zuvor verbrannten Gasen von den Injektoren 36, 38, 40 und 42 und
der durch die Reaktion der drallstabilisierten Flamme des Verwirblers
am Kopfende freigesetzten Hitze gezündet.
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Weiterhin
sind die mehreren Injektoren 36, 38, 40 und 42 zum
Induzieren eines tangentialen Impulses in der Brennkammer 30 eingerichtet,
um eine Flammenstabilisierung innerhalb der Brennkammer 30 zu
fördern,
und sie ergänzen
die verdrallte Strömung,
die durch den Drallerzeuger 34 an dem Kopfende er zeugt
worden ist. Folglich behält
der Kern der Brennkammer 30 eine verdrallte Bewegung bei,
und es werden der Brennkammer 30 frische, magere Gemische
quer zu der Achse 44 zugeführt. Außerdem erzeugt der geringe
Drall- und Tangentialimpuls dieses frischen Gemisches von Brennstoff
und Luft eine Geschwindigkeit, die im Wesentlichen hoch genug ist,
um ein Halten der Flamme an dem Brennkammerflammrohr 32 oder
den tangentialen Injektoren 36, 38, 40 und 42 zu
verhindern und eine Zündung der
durch die Injektoren 36, 38, 40 und 42 zugeführten frischen,
mageren Gemische zu fördern.
In der dargestellten Ausführungsform
weist die Brennkammer 30 mehrere stromabwärts von
den Injektoren 36, 38, 40 und 42 angeordnete
Verdünnungslöcher 54 zum
Einleiten von Verdünnungsluft
auf, um die Kühlung
der Wände
des Brennkammerflammrohres 32 zu fördern. Die sequentielle Zündung der
durch die Injektoren 36, 38, 40 und 42 zugeführten Brennstoff-Luft-Gemische
wird unten unter Bezug auf die 4-6 beschrieben.
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4 zeigt
eine schematische Darstellung einer beispielhaften Anordnung 56 von
tangentialen Injektoren, die in der Brennkammer 30 aus 3 verwendet
wird. Wie dargestellt ist der Drallvormischer 34 an dem
Kopfende der Brennkammer 30 (siehe 3) angeordnet,
und mehrere Injektoren, wie z.B. 36, 38, 40 und 42,
sind in einer gestaffelten Umfangs- oder Axialanordnung angeordnet,
um innerhalb der Brennkammer 30 die Brennstoffstufung zu
bewirken. Die mehreren Injektoren 36, 38, 40 und 42 sind
zusätzlich
zu dem von dem Drallvormischer 34 erzeugten Kerndrall über die
Brennstoffstufung zum Herbeiführen
einer Ringbewegung des Brennstoff-Luft-Gemisches eingerichtet. Eine
solche Stufung wird insbesondere durch ein tangentiales Einbringen
der frischen Brennstoff-Luft-Gemische durch die Injektoren 36, 38, 40 und 42 erzielt.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
bringen die Injektoren 36, 38, 40 und 42 die
Brennstoff-Luft-Gemische in einer Richtung senkrecht zu der Längsachse
der Brennkammer ein. Alternativ können die Injektoren 36, 38, 40 und 42 die
Brennstoff-Luft-Gemische auch in einer Richtung unter einem Winkel
zu der Längsachse
von etwa 0° bis
etwa 45° einbringen.
In bestimmten Ausführungsformen
können
die Injektoren 36, 38, 40 und 42 in
einer gestaffelten Anordnung angeordnet sein, um innerhalb der Brennkammer 30 eine
Schwingungsreduktion zu ermöglichen.
In einigen Ausführungsformen
kann die Fähigkeit
zu einer Abstufung der Leistung innerhalb der Brennkammer 30 erreicht
werden, in dem eine gewünschte
Anzahl der Injektoren 36, 38, 40 und 42 betrieben
wird. Im Betrieb kann eine ausgewählte Anzahl der Injektoren 36, 38, 40 und 42 eingeschaltet
sein, während
die übrigen
Injektoren kalt laufen bzw. abgeschaltet sind, um einen Herunterfahrzustand
der Brennkammer zu ermöglichen.
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Im
Betrieb fördert
der von dem Drallvormischer 34 erzeugte Kerndrall die Flammenstabilisierung
in der Brennkammer 30 und ermöglicht ein Hochfahren der Brennkammer 30,
wenn die tangentialen Injektoren 36, 38, 40 und 42 nicht
in Betrieb sind und diesen nur Luft zugeführt wird. Sobald die Flamme
unter Verwendung des Drallvormischers 34 an dem Kopfende
der Brennkammer 30 und möglicherweise einer Zündflamme
stabilisiert worden ist, fördert
der Drallvormischer 34 die Ausbreitung der Zündung von
dem Drallvormischer 34 zu den Injektoren 36, 38, 40 und 42,
wie es unten unter Bezug auf die 5 und 6 beschrieben
ist. Sobald sich die Zündung
zu den Injektoren 36, 38, 40 und 42 ausgebreitet
hat, kann weiterhin am Kopfende der Brennkammer der Brennstoff auf
ein Minimum reduziert werden, wodurch ein Betriebsmodus mit hoher
Vorvermi schung ermöglicht
wird, der nahe bei dem mageren Verlöschpunkt des Vormischers liegt,
während der
Brennstoff zum vollen Betrieb über
die tangentialen Injektoren 36, 38, 40 und 42 zugeführt wird.
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5 zeigt
eine Querschnittsansicht 60 einer anderen beispielhaften
Brennkammer mit einer tangentialen Brennstoffeinspritzung. Wie oben
beschrieben nimmt die Brennkammer 60 einen Kerndrall der
Luft 62 auf. In dieser Ausführungsform ist der Vormischer 34 im
Zentrum der Brennkammer 60 angeordnet und an der Zentrallinie 44 ausgerichtet. Der
Vormischer ist zum Einbringen des Brennstoff-Luft-Gemisches in die
Brennkammer 60 eingerichtet. In bestimmten Ausführungsformen
kann die Brennkammer eine (nicht gezeigte) Zündeinrichtung aufweisen, um
das Brennstoff-Luft-Gemisch während
des Hochfahrzustandes der Brennkammer 60 zu zünden. Zusätzlich werden
frische Brennstoff-Luft-Gemische durch mehrere der stromabwärts von
dem Drallvormischer 34 angeordneten Injektoren, wie sie
z.B. mit dem Bezugszeichen 64 bezeichnet sind, in einer
Richtung quer zu der Achse 44 der Brennkammer 60 eingeleitet.
In der dargestellten Ausführungsform
nimmt jeder der mehreren Injektoren 64 Brennstoff und Luft
auf, wie es mit den Bezugszeichen 66 und 68 bezeichnet
ist, und diese vorvermischte Mischung wird durch die einzelnen Injektoren 64 in
die Brennkammer 60 einbracht. Das Einbringen der Brennstoff-Luft-Gemische durch die mehreren
Injektoren 64 und den Drallvormischer 34 an dem
Kopfende bewirkt einen tangentialen Impuls des Gemisches innerhalb
des Kerns der Brennkammer 60. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wirkt
die stromaufwärtige
Kammer der Brennkammer 60 als eine große Vormischkammer, und die
Reaktion findet stromabwärts
von der stromaufwärtigen
Kammer statt.
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Weiterhin
werden die Brennstoff-Luft-Gemische durch zuvor verbrannte Gase
von einem benachbarten Injektor und die durch die Reaktion der wirbelstabilisierten
Flamme 70 des Drallvormischers 34 am Kopfende
freigesetzte Hitze gezündet.
Weiter wird der Verbrennungsvorgang in einer Ausbrennzone abgeschlossen,
wo Ausgleichsverbrennungsluft eingeleitet werden kann. In der dargestellten
Ausführungsform
fördert
die Ringbewegung des Brennstoff-Luft-Gemisches innerhalb der Brennkammer
die Flammenstabilisierung. Zusätzlich
fördert
die Quereinleitung der Brennstoff-Luft-Gemische in der Brennkammer 60 eine
sich selbst erhaltende Zündung,
die unten unter Bezug auf 6 beschrieben ist.
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6 zeigt
eine schematische Darstellung der Zonen 80 der Brennstoffstufung
und sequentiellen Zündung,
die durch die tangentialen Injektoren aus 4 erreicht
wird. In der dargestellten Ausführungsform
wird die sequentielle Zündung
durch einen Vormischungs-Reaktions-Zündungs-Mechanismus innerhalb
der Brennkammer erreicht. Die sequentielle Zündung mit dem Wirbel und dem
Ringimpuls innerhalb der Brennkammer verringert die Emissionen der
Brennkammer wesentlich und erleichtert die Funktionsfähigkeit über ein
relativ großes
Temperaturfenster hinweg.
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In
der dargestellten Ausführungsform
kann die Zündung
bei jedem der Injektoren 36, 38, 40 und 42 durch
vier Zonen 80 gekennzeichnet sein, die die Flammenstabilisierung
und die Verbrennungsgasumwälzung
innerhalb der Brennkammer fördern.
Zum Beispiel werden der Brennstoff und die Luft, die von dem Injektor 40 eingebracht
werden, in einer Vormischzone 82 und anschließend in
einer Mischzone 84 vorvermischt. Weiter wer den die Brennstoff-Luft-Gemische
in einer Zündzone 86 gezündet. Sobald
die Temperatur in der Zündzone 86 zum
Aufrechterhalten der Verbrennung hoch genug ist, finden in einer
Reaktionszone 88 chemische Reaktionen statt. Anschließend treten
die aus der Reaktionszone 88 austretenden Gase in eine
Ausbrennzone 90 ein. In ähnlicher Weise wird die Zündung für jeden
einzelnen der Injektoren 36, 38, 40 und 42 über den
Vormischungs-Reaktions-Zündungs-Mechanismus
gefördert,
wie es oben beschrieben ist.
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In
der dargestellten Ausführungsform
ist die Geschwindigkeit von austretendem vorgemischten Gas und Luft
aus jedem der tangentialen Vormischer 36, 38, 40 und 42 wesentlich
höher als
die lokale Flammengeschwindigkeit, wodurch ein Flammenrückschlag
in die tangentialen Vormischer verhindert wird. Weiterhin setzt
sich das Vormischen zwischen dem Brennstoff und der Luft, die jedem
einzelnen der Vormischer 36, 38, 40 und 42 zugeführt werden,
in der Vormischzone 82 fort. Anschließend findet in der Mischzone 84 eine
Mischung mit heißen
Gasen statt, die von der Verbrennung in dem Kern der Brennkammer
stammen. Infolgedessen werden die frischen Gemische nach Erreichen
der Zündbedingungen spontan
gezündet.
Weiterhin trägt
der Impuls die verbrannten Gase und mischt diese vollständig mit
dem Kern, was zu einer homogenen und vollständigen Reaktion in der Reaktionszone 88 führt, wo
der Kern einen wesentlich höheren
axialen Impuls entlang der Achse 44 (siehe 3)
aufweist. Dies wird durch Einbringen eines geringen Drall- und starken
Axialimpulses (d.h. eine niedrige Drallzahl) in tangentialen Vormischrohren
erreicht. Es sollte erkannt werden, dass der Impuls die Drallbewegung
in dem Kern fördert
und die Flamme durch die Verwendung dieser Anordnung stabilisiert
wird. Die Kernflamme 70 reibt folglich nicht an der Wand
des Flammrohres 42, wodurch die Wände des Flammrohres 42 kühler gehalten
werden.
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In
der dargestellten Ausführungsform
werden die eingebrachten Brennstoff-Luft-Gemische an jeder einzelnen
Stelle kontinuierlich durch die zuvor verbrannten Gase gezündet, wodurch
in der Brennkammer eine sich selbst erhaltende Zündung gefördert wird. weiterhin fördert der
Vormischungs-Reaktions-Zündungs-Mechanismus,
der von den Injektoren 36, 38, 40 und 42 angewandt
wird, eine stabilisierte Flamme in dem Zentrum der Brennkammer oder
einem heißen
Kern, während
verhindert wird, dass das heiße
Gas an dem Flammrohr und der Domplatte der Brennkammer reibt. Die
tangentialen Injektoren 36, 38, 40 und 42 können für verschiedene
Brennstoff/Luft-Verhältnisse
zum sequentiellen Zünden verwendet
werden, um die Stabilität
der Verbrennungsgasumwälzung
von teilweise oder vollständig verbrannten
Gasen zu steuern. Dies ermöglicht
eine Verringerung der Emissionen und einen Wegfall der Notwendigkeit
einer aerodynamischen Flammenstabilisierung durch die Einführung einer
sich selbst erhaltenden Zündung.
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Die
verschiedenen Aspekte des hierin zuvor beschriebenen Verfahrens
sind in verschiedenen Anwendungen, wie z.B. bei den in Gasturbinen
verwendeten Brennkammern nützlich.
Wie oben angemerkt fördert
die Brennstoffstufung, die in einer Brennkammer durch eine Quereinleitung
von Brennstoff-Luft-Gemischen
in die Brennkammer erreicht wird, in der Brennkammer eine von den
Brennkammerwänden
entfernte Flammenstabilisierung. Weiterhin ermöglicht die vorliegende Vorgehensweise eine
Verringerung der Emissionen, insbesondere der NOx-Emissionen,
aus solchen Brennkammern, wodurch der Betrieb der Gasturbine auf
umweltfreundliche Art erleichtert wird. Zu sätzlich kann die oben beschriebene
Brennstoffstufung mit vielfältigen
Brennstoffen angewandt werden, wodurch eine Brennstoffflexibilität des Systems
erreicht wird, während über die
geforderten Turbinenleistungen hinweg akzeptable Werte der Druckfluktuationen
erhalten bleiben. Darüber
hinaus kann die oben beschrieben Vorgehensweise auch in den vorhandenen
Rohr- oder Rohr-Ring-Brennkammern angewandt werden, um die Emissionen
zu verringern und eine relativ hohe Stabilität der Flamme zu erzielen.
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Es
wird eine Brennkammer 30 geschaffen. Die Brennkammer 30 enthält ein Brennkammerflammrohr 32 und
einen Drallvormischer 34, der an dem Kopfende des Brennkammerflammrohres 32 angeordnet
und dazu eingerichtet ist, der Brennkammer 30 ein Brennstoff-Luft-Gemisch
zuzuführen.
Die Brennkammer 30 enthält
auch mehrere tangential gestufte Injektoren 36, die stromabwärts von
dem Drallvormischer 34 an dem Brennkammerflammrohr 32 angeordnet
sind, wobei jeder der mehreren Injektoren 36 zum Einbringen
des Brennstoff-Luft-Gemisches in einer Richtung quer zu einer Längsachse 44 der
Brennkammer 30 und zum sequentiellen Zünden der Brennstoff-Luft-Gemische
von benachbarten tangentialen Injektoren 36 eingerichtet
ist.
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Während hierin
nur bestimmte Merkmale der Erfindung dargestellt und beschrieben
worden sind, werden Fachleuten zahlreiche Abwandlungen und Änderungen
einfallen. Es muss daher erkannt werden, dass es beabsichtigt ist,
dass die beigefügten Ansprüche alle
solchen Abwandlungen und Änderungen
umfassen, die unter den wahren Geist der Erfindung der fallen.
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- 10
- Gasturbine
- 12
- Brennkammer
- 14
- Verdichter
- 16
- Turbine
- 18
- Welle
- 20
- Umgebungsluft
- 22
- verdichtete
Luft
- 24
- Brennstoffströmung
- 26
- Brennkammeraustrittsgasströmung
- 28
- Austrittsgas
- 30
- Brennkammer
- 32
- Brennkammerflammrohr
- 34
- Drallvormischer
- 36
- Tangentialer
Injektor
- 38
- Tangentialer
Injektor
- 40
- Tangentialer
Injektor
- 42
- Tangentialer
Injektor
- 44
- Längsachse
- 46
- Einlass
- 48
- Einlass
- 50
- Einlass
- 52
- Einlass
- 54
- Verdünnungsloch
- 60
- Brennkammerabschnitt
- 62
- Luftströmung
- 64
- Injektor
- 66
- Luft
- 68
- Brennstoff
- 70
- Flamme
- 80
- Brennstoffstufungszonen
- 82
- Vormischzone
- 84
- Mischzone
- 86
- Zündzone
- 88
- Reaktionszone
- 90
- Ausbrennzone