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DE102008001814A1 - Vorrichtung zur Laufradabdichtung bei Kreiselpumpen - Google Patents

Vorrichtung zur Laufradabdichtung bei Kreiselpumpen Download PDF

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DE102008001814A1
DE102008001814A1 DE102008001814A DE102008001814A DE102008001814A1 DE 102008001814 A1 DE102008001814 A1 DE 102008001814A1 DE 102008001814 A DE102008001814 A DE 102008001814A DE 102008001814 A DE102008001814 A DE 102008001814A DE 102008001814 A1 DE102008001814 A1 DE 102008001814A1
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Germany
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ring
impeller
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sealing ring
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Withdrawn
Application number
DE102008001814A
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English (en)
Inventor
Uwe Wuerdig
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Individual
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Individual
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Priority to PCT/DE2009/050026 priority patent/WO2009138082A1/de
Priority to RU2010145437/06A priority patent/RU2474730C2/ru
Priority to EP09745466.4A priority patent/EP2304246B1/de
Priority to DE112009001716T priority patent/DE112009001716A5/de
Priority to US12/736,847 priority patent/US20110064566A1/en
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04DNON-POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
    • F04D29/00Details, component parts, or accessories
    • F04D29/08Sealings
    • F04D29/16Sealings between pressure and suction sides
    • F04D29/165Sealings between pressure and suction sides especially adapted for liquid pumps
    • F04D29/167Sealings between pressure and suction sides especially adapted for liquid pumps of a centrifugal flow wheel

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Laufradabdichtung bei Kreiselpumpen für fluide Medien, mittels welcher der Spalt zwischen dem Pumpengehäuse (1) und mindestens einem Laufrad (2) vollständig gegen einen Stofftransport von der Druckseite (3) des Laufrades (2) zu dessen Saugseite (4) abgedichtet wird. Erfindungsgemäß ist in dem Pumpengehäuse (1) zwischen der Druckseite (3) und der Saugseite (4) ein aus einem starren Druckring (7) sowie einem mit dem Druckring (7) verbundenen elastischen Teil (8) bestehender Dichtring (7, 8) angeordnet, wobei der elastische Teil (8) des Dichtrings (7, 8) zumindest im Betrieb der Kreiselpumpe im Bereich des Laufradeintritts (5) über den gesamten Umfang an einer Gleitfläche (6') an der Umfangskontur des betreffenden Laufrads (2) gleitend anliegt. Hierzu ist der Dichtring (7, 8) in dem Pumpengehäuse (1) so positioniert, dass sein elastischer Teil (8) gegen die genannte Gleitfläche (6') vorgespannt ist. Gemäß einer bevorzugten Ausbildungsform wird die Vorspannung auf den elastischen Teil (8) durch ein auf den Druckring (7, 8) wirkendes Stellglied (9, 15) aufgebracht, mittels welchem der Dichtring (7, 8) zur Gleitfläche (6') positioniert wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Laufradabdichtung bei Kreiselpumpen für fluide Medien. Die Vorrichtung dient dazu, den bei Kreiselpumpen konstruktionsbedingt vorhandenen Spalt zwischen dem Laufrad und dem Pumpengehäuse gegen einen Stofftransport von der Druckseite des Laufrades zu dessen Saugseite am Laufradeintritt abzudichten. Sie ist für die Erstausrüstung gattungsgemäßer Pumpen im Zuge von deren Herstellung, aber auch für die Nachrüstung von bislang nicht mit einer entsprechenden Spaltabdichtung versehenen Pumpen einsetzbar.
  • Kreiselpumpen unterschiedlicher Bauformen werden für den Transport von fluiden Medien, insbesondere Flüssigkeiten in sehr großer Zahl eingesetzt. Die Pumpen bestehen aus einem oder mehreren auf einer Welle angeordneten Laufrädern, welche sich, angetrieben von einem Motor, in einem entsprechenden Freiraum eines Pumpengehäuses (auch als Gehäusebohrung bezeichnet) bewegen. Durch seine Rotation erzeugt ein jeweiliges Laufrad an seiner Laufradeintrittsseite, an welcher sich der Zufluss für das zu fördernde fluide Medium befindet, einen Unterdruck. Hierdurch wird das Medium an beziehungsweise in das Laufrad hineingerissen und von diesem im Zuge der Drehbewegung zum Laufradaustritt auf der Druckseite des Laufrads befördert. Damit sich das Laufrad in dem Pumpengehäuse bewegen kann, ist ein Spalt zwischen dem Laufrad und der Innenwand des Pumpengehäuses unerlässlich. Dieser ist je nach Gehäuseform und Laufradform als Axial- oder Radialspalt ausgebildet.
  • Über den Spalt gelangt jedoch zwangsläufig ein Teil des geförderten Fluids von der Druckseite zurück auf die Saugseite des Laufrads. Hierdurch entstehen hydraulische Verluste. Die Pumpenhersteller sind daher bemüht, das Spaltmaß möglichst gering zu halten. Auf der anderen Seite können, insbesondere durch Toleranzen der Bauteile, gewisse Mindestspaltmaße nicht unterschritten werden, da sonst die Gefahr besteht, dass ein gegebenenfalls etwas unrund laufendes Laufrad an die Innenwand des Gehäuses anschlägt. Diese Gefahr wird zudem im Laufe der Betriebszeit einer Pumpe dadurch erhöht, dass am Gehäuse und am Laufrad, Ablagerungen entstehen, durch welche sich ein zu gering bemessener Spalt zusetzen kann, so dass sich die Pumpe schließlich „festfrisst”. In der Folge kommt es zur Laufradblockierung und zu Maschinenschäden bis hin zum völligen Ausfall der Pumpe. Dies bedingt im Einzelfalle teure Betriebsunterbrechungen. Die genannten Probleme werden durch weitere Faktoren zusätzlich verstärkt. So entstehen im Laufe des Pumpenbetriebs durch Kavitation, das heißt durch die Implosion in dem geförderten Medium vorübergehend entstehender Gasblasen, Materialschäden am Gehäuse und/oder am Laufrad, welche, abgesehen von schweren Schäden, wie beispielsweise Brüchen an Teilen des Laufrads, auch das Spaltmaß ungünstig beeinflussen können. Ein besonderes Problem tritt ferner beim Einsatz der Pumpen für die Förderung von Abwasser auf. Durch in dem Abwasser enthaltene Verunreinigungen in Form von Feststoffen und faserigen Bestandteilen kommt es an den Laufrädern zur so genannten Zopfbildung und in deren Folge zur Verstopfung durch Zusetzen des Spaltes, wodurch schließlich ebenfalls das Laufrad blockiert wird. Dabei ist der Pumpenspalt, bedingt durch die Druckdifferenz zwischen der Saug- und der Druckseite, ein besonders kritischer Bereich, in welchen entsprechende Verunreinigungen regelrecht hineingezogen werden.
  • Daher ist man bei der Pumpenfertigung um konstruktive Maßnahmen bemüht, durch welche das Spaltmaß gering gehalten beziehungsweise optimiert und darüber hinaus im Langzeitbetrieb der Pumpe möglichst konstant gehalten werden kann. So wird beispielsweise in der DE 199 60 160 A1 eine Vorrichtung zur Optimierung der Spaltweite bei Kreiselpumpen beschrieben. Nach der beschriebenen Lösung wird am Außenumfang des freien Endes eines Pumpenlaufrades ein Wulst ausgebildet. Dieser Wulst wird beim Einsetzen des Laufrades in das Pumpengehäuse hinter einen Dichtbund geführt, welcher an einem im Gehäuse angeordneten Spaltring ausgebildet ist. Hierdurch wird ein sehr geringes Spaltmaß erreicht. Da es sich jedoch bei dem Dichtbund gemäß der Lösung um ein starres Element handelt, besteht die Gefahr, dass dieser sich, sofern sich an ihm Ablagerungen ausbilden, oberhalb des an dem Laufrad ausgebildeten Wulstes in das Laufrad einläuft. Zudem wird durch den verbleibenden geringen Spalt ein Stofftransport von der Druckseite auf die Saugseite nicht vollständig verhindert, so dass die Gefahr der Zopfbildung und schließlich der Verstopfung des Spaltes nicht beseitigt ist.
  • In der EP 1 808 603 A1 wird eine Lösung zur Reduzierung der Breite eines radialen Dichtspaltes beschrieben, mittels welcher außerdem weitestgehend verhindert werden soll, dass sich der Spalt mit zunehmender Betriebsdauer der Pumpe in unerwünschter Weise verbreitert. Hierzu sind in den Radialspalt zwischen dem Pumpengehäuse und der Außenkontur des Laufrades ein starrer Verschleißring und ein elastischer Ring eingebracht. Während der Verschleißring, welcher beispielsweise aus gehärtetem Stahlguss oder einem keramischen Werkstoff besteht, das Flügelrad unter Verbleib eines geringen Restspaltes umgibt, ist der elastische Ring um den Verschleißring herum angeordnet und an der Innenkontur des Pumpengehäuses befestigt. Hierdurch ist eine Art elastische Aufhängung für den als Spaltring wirkenden Verschleißring gebildet. Mittels dieser elastischen Aufhängung werden insbesondere Schwingungen des Laufrades, wie sie vor allem beim Anlaufen der Pumpe auftreten, abgefangen und so eine Beschädigung des Spaltrings oder der Außenkontur des Laufrades verhindert. Ferner werden hierdurch der Spaltring und die Innenkontur des Pumpengehäuses thermisch voneinander entkoppelt. Durch die Lösung ist eine Spaltoptimierung gegeben, welche es ermöglicht, dass das Spaltmaß auch über eine längere Betriebszeit der Pumpe hinweg unter Kompensation von Maßtoleranzen der Pumpenteile und von im Betrieb der Pumpe auftretenden Schwingungen konstant gehalten wird. In jedem Falle verbleibt jedoch auch bei dieser Lösung ein Restspalt, an dem insbesondere beim Einsatz der Pumpe zur Förderung von Abwasser weiterhin die Gefahr einer Zopfbildung beziehungsweise Verzopfung besteht. Insoweit sind entsprechend ausgebildete Pumpen nur bedingt für den Einsatz als Abwasserpumpen geeignet.
  • Durch die US 47 46 268 A wird eine Lösung beschrieben, nach welcher der Spalt bei einer Kreiselpumpe mittels starrer Elemente, welche über Federn an der Innenkontur des Pumpengehäuses gelagert sind, vollständig abgedichtet wird. Die zur Abdichtung des Spaltes dienenden starren Elemente bestehen aus Metall oder Keramik und werden durch die Federkraft der bereits angesprochenen Federn gegen die Außenkontur des Laufrads gedrückt und bilden dabei eine Dichtung für den Spalt aus. Aufgrund des starren Materials der Dichtelemente ist jedoch zu erwarten, dass die Anordnung einem starken Verschleiß unterliegt, wobei auch davon auszugehen ist, dass sich die Dichtelemente im Laufe der Zeit in das Laufrad einarbeiten. Zudem weist die Lösung einen vergleichsweise komplizierten mechanischen Aufbau auf, wobei ferner zu befürchten ist, dass die Federn bei einem Einsatz der Pumpe zur Abwasserförderung durch in dem Abwasser enthaltene Verunreinigungen in ihrer Wirkungsweise beeinträchtigt werden. Dabei kann es durch Ablagerung entsprechender Verunreinigungen an den Federn zu deren Blockierung und ebenfalls zu einer unerwünschten Zopfbildung kommen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zur Laufradabdichtung bei Kreiselpumpen zu schaffen, durch welche bei einem einfachen Aufbau der Vorrichtung der Stofftransport zwischen der Druckseite des Laufrads einer Kreiselpumpe und deren Laufradeintritt sicher verhindert wird. Dazu soll mittels dieser Vorrichtung der zwischen dem Pumpengehäuse und dem Laufrad gegebene Axial- oder Radialspalt vollständig abgedichtet werden, aber dennoch eine ungehinderte Drehbewegung des oder der Laufräder in dem Pumpengehäuse ermöglicht sein. Die Vorrichtung soll darüber hinaus sowohl die werkseitige Ausstattung von Pumpen ermöglichen als auch nachrüstbar sein.
  • Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst. Vorteilhafte Aus- beziehungsweise Weiterbildungen sind durch die Unteransprüche gegeben.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in Abhängigkeit der Geometrie ihrer Elemente und deren bauliche Anordnung in der Pumpe, wie bereits eingangs ausgeführt, sowohl bei Kreiselpumpen mit einem Axialspalt als auch bei solchen mit einem Radialspalt einsetzbar, wobei sich die Erfindung aber gemäß einer bevorzugten Ausführungsform auf die Abdichtung eines Axialspalts bezieht. Ferner können mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowohl einstufige als auch mehrstufige Kreiselpumpen, das heißt Kreiselpumpen mit mehr als einem Laufrad, werksseitig oder im Zuge einer Nachrüstung ausgestattet werden. Erfindungsgemäß ist zur Lösung der Aufgabe in dem Pumpengehäuse zwischen der Druckseite und der Saugseite des mindestens einen Laufrads der Pumpe ein aus einem starren Druckring sowie einem mit dem Druckring verbundenen elastischen Teil bestehender Dichtring angeordnet, wobei der elastische Teil des Dichtrings zumindest im Betrieb der Kreiselpumpe im Bereich des Laufradeintritts (das heißt an den Enden der Flügel des Laufrads) über den gesamten Umfang an einer Gleitfläche an der axialen oder radialen Umfangskontur des betreffenden Laufrads gleitend anliegt. Hierzu ist der Dichtring in dem Pumpengehäuse so positioniert, dass sein elastischer Teil gegen die genannte Gleitfläche vorgespannt ist, so dass er zumindest beim Betrieb der Pumpe gegen diese Gleitfläche gedrückt wird und dabei den Spalt vollständig abdichtet.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausbildungsform der Erfindung ist die Gleitfläche Teil eines im Bereich des Laufradeintritts an der Umfangskontur des Laufrads befestigten starren Schleißrings. Der vorgenannte Schleißring kann dabei bereits werksseitig an einer mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgestatteten Pumpe an dem Laufrad angeordnet oder bei entsprechender Nacharbeit des Laufrads im Zuge einer Nachrüstung befestigt werden. Der Schleißring besteht aus einem besonders verschleißfesten Material wie Edelstahlhartguss, Keramik oder einem Spezialverbundstoff, oder er ist zumindest mit einer besonderen Verschleißschutzbeschichtung versehen.
  • Der Dichtring ist durch einen starren Druckring realisiert, welcher aus einem verschleißfesten Werkstoff, vorzugsweise Metall, besteht und mit einem den flexiblen Teil ausbildenden Elastomer durch Vulkanisation verbunden ist. Dabei kann die Erfindung vorteilhafterweise noch dadurch weitergebildet sein, dass in das Elastomer zur mechanischen Stabilisierung ein Verstärkungsmaterial, vorzugsweise ein Metallgewebe, eingebettet ist. Ferner ist es möglich, zur Stabilisierung in das Elastomer eine Metallfederscheibe einzuvulkanisieren. Entsprechend einer möglichen, auch in den gezeigten Ausführungsbeispielen nochmals erläuterten grundsätzlichen Ausbildungsform der Erfindung ist der elastische Teil des Dichtrings als ein Elastomerring ausgebildet ist, der von dem Druckring aufragt und mit einer dem Druckring abgewandten Stirnseite gleitend an dem Schleißring anliegt.
  • Bei einer anderen möglichen Ausbildungsform ist der ringförmige elastische Teil des Dichtrings als eine ringförmige elastomere Dichtlippe ausgebildet. Diese ist im Bereich ihres Innendurchmessers mit dem Druckring verbunden und mit einem Abschnitt im Bereich ihres Außendurchmessers gegen den Schleißring geneigt. Die Geometrie der elastomeren Dichtlippe ist vorteilhafterweise so gestaltet, dass deren Dicke sich nach radial außen verringert. Diese Gestaltung der Geometrie der Dichtlippe und die schon zuvor erläuterten Maßnahmen zu ihrer mechanischen Stabilisierung dienen dazu, dass die Dichtlippe, auch bei großen Druckdifferenzen zwischen der Druckseite und der Laufradeintrittsseite, wie in den später noch zu erläuternden Figuren dargestellt, vorzugsweise nur mit ihrem radial äußersten Bereich gleitend an dem Schleißring anliegt. Es hat sich gezeigt, dass ohne entsprechende Maßnahmen aufgrund des hohen, auf die Dichtlippe wirkenden Drucks die Gefahr besteht, dass die Dichtlippe durchgebogen wird oder abknickt und hierdurch mit einem großen Flächenbereich an dem Schleißring zur Anlage gelangt, wodurch sich die Gefahr vergrößert, dass die Dichtlippe sich im Laufe der Zeit verstärkt in den Schleißring einarbeitet. Durch die zwischen der Druckseite und dem Laufradeintritt auf der Saugseite bestehende Druckdifferenz ist dennoch gewährleistet, dass der elastische Teil des Dichtrings beziehungsweise die Dichtlippe zumindest im Betrieb der Kreiselpumpe gleitend und den Spalt abdichtend an der Gleitfläche des zugehörigen Laufrads anliegt. Aufgrund der Vorspannung des elastischen Teils des Dichtrings ist dabei die Spaltabdichtung insoweit selbst nachstellend, als die Dichtlippe auch wenn sie sich im Laufe des Betriebs allmählich abschleift, aufgrund der im Betrieb gegebenen Druckdifferenz zwischen der Druck- und der Saugseite bis zu einem bestimmten Verschleißgrad noch dichtend an der Gleitfläche anliegt. Eine Abdichtung des Spalts im Betrieb der Pumpe kann dabei unter Umständen auch dann noch gegeben sein, wenn die Dichtlippe bei abgeschalteter Pumpe aufgrund eingetretenen Materialverschleißes schon nicht mehr an der Gleitfläche anliegt.
  • Gemäß dem grundsätzlichen Lösungsgedanken kann die Vorspannung in dem elastischen Teil des Dichtrings durch geeignete Positionierung des Dichtrings in dem Pumpengehäuse beziehungsweise in Bezug zur Gleitfläche erreicht werden, wobei sich der Dichtring an einem im Innern des Pumpengehäuses vorhandenen Widerlager so abstützt, dass auf seinen elastischen Teil ein gewisser Druck ausgeübt wird. Insoweit ist die erfindungsgemäße Lösung beispielsweise dadurch realisierbar, dass ein bereits vorhandener und in dem als Widerlager wirkenden Pumpengehäuse fixierter Spaltring, wie er zur Einstellung einer vorgegebenen Spaltbreite bei Pumpen des Standes der Technik gebräuchlich ist, nach entsprechender Nacharbeit gemäß der Erfindung mit einem flexiblen Teil durch mechanische Befestigung oder Vulkanisation verbunden wird. Allerdings ist hierbei die Funktionstüchtigkeit der Vorrichtung nur in engen Grenzen des Verschleißes des Dichtrings und insbesondere seines elastischen Teils sowie der Gleitfläche am Laufrad gewährleistet.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird daher der elastische Teil des Dichtrings mittels eines in Richtung der Gleitfläche auf den Dichtring wirkenden Stellglieds vorgespannt. Durch entsprechende Einstellung des Stellglieds wird dabei der Dichtring zum Schleißring positioniert und sein flexibler beziehungsweise elastischer Teil gegen den Schleißring vorgespannt. Bei neuen mit einer entsprechenden Spaltdichtung ausgestatteten Pumpen oder bei frisch mit der entsprechenden Spaltdichtung nachgerüsteten Pumpen wird der Dichtring dabei mittels des Stellglieds bezüglich seiner Position und der Vorspannung seines elastischen Teils so eingestellt, dass der elastische Teil den Schleißring mit geringstmöglicher Vorspannung gerade sicher berührt. Durch die beim Betrieb der Pumpe zwischen der Druckseite und dem Laufradeintritt gegebene Druckdifferenz wird der Spalt von dem sich selbstständig nachstellenden, Dichtring mit dem vorgespannten elastischen Teil dauerhaft vollständig und zuverlässig abgedichtet.
  • Gemäß einer praxisgerechten, vorzugsweise für den Einsatz in einstufigen Kreiselpumpen vorgesehenen Ausbildungsform der Erfindung ist das auf den Dichtring wirkende Stellglied als ein in der axialen Richtung bezüglich seiner Position verstellbarer Stellring ausgebildet, welcher direkt auf den Dichtring wirkt.
  • Der elastische Teil des Dichtrings liegt bei dieser Ausbildungsform zumindest im Betrieb der Kreiselpumpe, gleitend an einer vorzugsweise orthogonal zur axialen Richtung beziehungsweise Pumpenachse angeordneten Außenfläche des Schleißrings an, wobei die axiale Richtung durch die Richtung der Längserstreckung der das oder die Laufräder treibenden Motorwelle gegeben ist. Gemäß einer vorgesehenen Ausgestaltung dieser Ausbildungsform ist die Position des Stellrings mittels zweier oder mehrerer, bezüglich des Umfangs des Stellrings annähernd gleich verteilt angeordneter Stellschrauben einstellbar, welche jeweils mit einem sich am Pumpengehäuse in der axialen Richtung erstreckenden Gewinde in Eingriff gebracht sind. Die Gewinde für die Stellschrauben sind dabei vorzugsweise in Gewindebohrungen ausgebildet, welche in der axialen Richtung durch das Pumpengehäuse hindurchgeführt sind. Insbesondere bei der Nachrüstung von Pumpen mit der erfindungsgemäßen Spaltdichtung kann es jedoch erforderlich sein, in das Pumpengehäuse einen zusätzlichen, an dem Stellring auf der dem Dichtring abgewandten Seite anliegenden Gehäusering einzufügen. Dies ist insbesondere bei Pumpen der Fall, welche auf der Laufradeintrittsseite eine verhältnismäßig große Gehäusebohrung beziehungsweise Gehäusekammer aufweisen. Bei diesen Pumpen ist es ohne die Einordnung des zusätzlichen Gehäuserings nicht möglich, die Stellschrauben so zu positionieren, dass der Stellring an entsprechender Stelle, nämlich insbesondere im Bereich der den starren Teil des Dichtrings überragenden Dichtlippe, auf den Dichtring wirkt. Um dies zu ermöglichen, wird der besagte Gehäusering eingefügt, welcher auf seinem Umfang mehrere kreissegmentförmige Ausnehmungen aufweist. Die Gewinde für die Stellschrauben des Stellglieds sind dabei jeweils zu einem Teil in den auf dem Außenumfang des Gehäuserings angeordneten kreissegmentförmigen Ausnehmungen und zu einem anderen Teil in korrespondierend zu diesen Ausnehmungen des Gehäuserings angeordneten und mit diesen zusammen jeweils einen Vollkreis einschließenden, kreisringförmigen Ausnehmungen des Pumpengehäuses ausgebildet. Durch die mit den Gewinden in Eingriff gebrachten Stellschrauben wird der Gehäusering gleichzeitig in dem Pumpengehäuse fixiert.
  • Bei einer besonders vorteilhaften Ausbildungsform der Erfindung weist der Stellring ein Außengewinde auf und ist mit einem korrespondierend dazu angeordneten Innengewinde des Pumpengehäuses in Eingriff gebracht. Die axiale Position des Stellrings ist damit innerhalb der Kreiselpumpe durch Verdrehen des Stellrings in dem Innengewinde des Pumpengehäuses einstellbar.
  • Eine weitere grundsätzliche, ebenfalls vornehmlich für einstufige Kreiselpumpen vorgesehene Ausbildungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gegeben, dass das Stellglied durch einen bezüglich seiner Position im Gehäuse verstellbaren Stellring und durch mehrere Federn gebildet ist, welche auf der dem Schleißring abgewandten Seite entlang des Umfangs gegen den Dichtring drücken. Dabei ist der elastische Teil des Dichtrings entsprechend einer zuvor bereits beschriebenen Ausbildungsform des Dichtrings als ein vom starren Druckring des Dichtelements aufragender Elastomerring ausgebildet, der mit einer Stirnseite unter Vorspannung an dem Schleißring anliegt. Die vorgenannten den Dichtring gegen den Schleißring drückenden Federn stützen sich jeweils am Grund beziehungsweise Boden einer Aufnahmebohrung in einer durch eine Eindrehung in den Stellring eingebrachten Nut ab. Durch die den Dichtring in Richtung des Laufrads beziehungsweise dessen elastischen Teil gegen die Gleitfläche am Laufrad drückenden Federn ist dabei auch bei dieser Ausbildungsform innerhalb weiter Grenzen des Verschleißes des Dichtrings und/oder der Gleitfläche eine sich selbst nachstellende Abdichtung des Laufradspalts gegeben. Die letztgenannte Ausbildungsform kann darüber hinaus dadurch weitergebildet sein, dass die Andruckkraft, mit welcher das Stellglied auf den Dichtring wirkt, mittels mehrerer Stellschrauben gegenüber der maximalen, durch die Federkraft der Federn bestimmten Andruckkraft reduziert werden kann. Gegebenenfalls kann aber die gewünschte Andruckkraft bei entsprechender Bemessung der Federn unter Verzicht auf zusätzliche Stellschrauben auch ausschließlich durch die Federn selbst bestimmt werden.
  • Unabhängig davon, gemäß welcher der zuvor erläuterten Ausbildungsformen der Stellring und/oder die zu seiner Positionierung beziehungsweise zur Festlegung der auf den Dichtring wirkenden Andruckkraft dienenden Mittel (Stellschrauben oder Federn) ausgebildet sind, weist die erfindungsgemäße Vorrichtung entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung Feststellschrauben auf, mittels derer der Stellring in der jeweils für ihn eingestellten Lage und Position fixierbar ist.
  • Wie bereits mehrfach ausgeführt, eignet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Erstausrüstung von Kreiselpumpen ebenso wie zu deren Nachrüstung. Daher ist die Vorrichtung gemäß einer zur Nachrüstung vorgesehenen Ausbildungsform so ausgebildet, dass deren jeweilige Elemente Bestandteile eines Bausatzes sind, welchem außerdem eine Bohrschablone beziehungsweise eine Bohrlehre zur lagerichtigen Anordnung der für die Stellschrauben und gegebenenfalls für die Feststellschrauben auszubildenden Gewindebohrungen beigefügt ist.
  • Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen nochmals näher erläutert werden. Dabei betreffen die erläuterten Beispiele Varianten, die insbesondere zur Umrüstung von bisher nicht mit einer entsprechenden Vorrichtung versehenen Pumpen geeignet sind. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
  • 1: eine entsprechend einer möglichen Ausbildungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit dieser nachgerüstete Kreiselpumpe,
  • 2: einen vergrößerten Ausschnitt Pumpe nach 1 mit der Vorrichtung zur Laufradabdichtung,
  • 3a, 3b: den gemäß der Ausbildungsform nach 1 und 2 zusätzlich in das Gehäuse der Pumpe eingefügten Gehäusering,
  • 4 eine andere grundsätzliche Ausbildungsform der Erfindung, mit einem speziell gestalteten Stellring,
  • 5 eine weitere mögliche Ausbildungsform der Erfindung
  • Die 1 zeigt beispielhaft eine mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung nachgerüstete Kreiselpumpe, wobei die Pumpe zur besseren Veranschaulichung mit einem Ausbruch im Pumpengehäuse 1 dargestellt ist. Das gezeigte Beispiel betrifft die Umrüstung einer Kreiselpumpe, bei welcher das Laufrad 2 in Form eines Kanalrads ausgebildet ist. Diese sowie die anderen im Zusammenhang mit den Zeichnungen erläuterten Ausbildungsformen, bezieht sich auf eine Ausbildung, bei welcher, wie bevorzugt, der elastische Teil 8 des Dichtrings 7, 8 mittels eines auf den Dichtring 7, 8 wirkenden Stellrings 9 vorgespannt wird und die Gleitfläche 6' an einem an dem Laufrad 2 befestigten Schleißring 6 ausgebildet ist.
  • Die Pumpe besteht aus dem Pumpengehäuse 1 in welchem sich das auf einer hier nicht dargestellten Motorwelle angeordnete Laufrad 2 beziehungsweise Kanalrad beim Betrieb der Pumpe in der Umfangsrichtung u bewegt. Der hier ebenfalls nicht dargestellte Motor wird auf der in der Darstellung rechten Seite der Pumpe am Pumpengehäuse 1 so angeflanscht, dass sich die Motorwelle in der axialen Richtung a erstreckt. Zwischen dem Pumpengehäuse 1 und dem Laufrad 2 ist der abzudichtende Spalt ausgebildet, bei welchem es sich aufgrund der Bauform der im Beispiel gezeigten Pumpe um einen Axialspalt handelt. Dieser Spalt ist mittels der in dem vergrößerten Ausschnitt nach der 2 nochmals besser veranschaulichten erfindungsgemäßen Vorrichtung gegen einen Stofftransport zwischen der Druckseite 3 der Pumpe und dem Laufradeintritt 5 auf der Saugseite 4 der Pumpe abgedichtet.
  • Die 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt der Kreiselpumpe gemäß 1, mit einer möglichen Ausbildungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Laufradabdichtung in einer Schnittdarstellung. Zur Umrüstung ist durch Abdrehen an der Außenkontur des Laufrads 2 ein Absatz ausgebildet worden. An diesen Absatz wurde ein mit einer komplementären Stufe versehener hochverschleißfester Schleißring 6 angelegt und mittels mehrerer Schrauben an dem Laufrad 2 befestigt. Hierzu wurden zuvor, auf dem Umfang verteilt, entsprechende mit den Senkbohrungen des Schleißrings 6 korrespondierende Gewindebohrungen in das Laufrad 2 eingebracht. In das Pumpengehäuse 1 der im Beispiel gezeigten Pumpe ist zur Reduzierung des bei dieser Pumpe auf der Laufradeintrittsseite verhältnismäßig großen Durchmessers der Gehäusebohrung zusätzlich ein vorzugsweise metallischer Gehäusering 11 eingefügt worden, dessen Ausbildung in den 3a und 3b veranschaulicht ist. Der Gehäusering 11 weist mehrere kreisringförmige Ausnehmungen 12 auf, welche jeweils mit einem ersten Teil eines Gewindes versehen sind und zusammen mit korrespondierenden, in das Pumpengehäuse eingearbeiteten und mit dem zugehörigen zweiten Teil des Gewindes versehenen Ausnehmungen jeweils einen Vollkreis beziehungsweise Kreiszylinder einschließen. Mit den teilweise in den Ausnehmungen 12 des Gehäuserings 11 und teilweise in den Ausnehmungen des Pumpengehäuses 1 ausgebildeten Innengewinden sind jeweils Stellschrauben 10 in Eingriff gebracht. Mittels der mit einem Innensechskantschlüssel einstellbaren Stellschrauben 10 ist der Stellring 9 in der axialen Richtung a beweglich. Die Stellschrauben 10 dienen dabei gleichzeitig zur Befestigung des Gehäuserings 11 in dem Pumpengehäuse 1. Der mit Absätzen versehene Stellring 9 drückt gegen den flexiblen beziehungsweise elastischen, in Form einer Dichtlippe 8' ausgebildeten Teil 8 des zwischen dem Stellring 9 und dem Schleißring 6 angeordneten Dichtrings 7, 8, wobei die Druckkraft, mit welcher der flexible Teil 8 des Dichtrings 7, 8 gegen den Schleißring 6 gedrückt wird, abhängig ist von der mittels der Stellschrauben 10 einstellbaren Position des Stellrings 9. Die jeweils eingestellte und bei Bedarf nachstellbare Position des Stellrings 9 wird mittels der durch eine Innenbohrung der Stellschrauben 10 geführten und jeweils mit einer Gewindebohrung im Stellring 9 in Eingriff gebrachten Feststellschrauben 17, welche vorliegend als Zugschrauben ausgebildet sind, fixiert. Dabei gelangen die Schraubenköpfe der unverlierbar angeordneten Feststellschrauben 17 an einem Absatz der Innenbohrung der jeweiligen Stellschraube 10 zur Anlage. Der Dichtring 7, 8 besteht aus einem starren metallischen Druckring 7 an welchen die ringförmige aus Gummi bestehende Dichtlippe 8' bei dem gezeigten Beispiel angeschraubt ist. Vorteilhafter ist jedoch eine Verbindung des starren Druckrings 7 mit dem flexiblen elastomeren Teil 8 des Dichtrings 7, 8 durch Vulkanisation. Die Dichtlippe 8' beziehungsweise der elastische aus Gummi bestehende Teil 8 des Dichtrings 7, 8, wird durch den Stellring 9 derart mit einer Vorspannung beaufschlagt, dass er, wie aus der Figur ersichtlich, bei ausgeschalteter Pumpe nur in einem bezogen auf seinen Umfang äußeren Bereich an dem Schleißring 6 anliegt. Im Betrieb der Pumpe wird die Dichtlippe 8' unter vollständiger Abdichtung des Axialspalts aufgrund der zwischen der Druckseite 3 der Pumpe und dem Laufradeintritt 5 der Saugseite 4 bestehenden Druckdifferenz stärker an den Schleißring 6 herangedrückt. Aufgrund der Elastizität der Dichtlippe 8' liegt diese dennoch nur gleitend und elastisch an dem Schleißring 6 an, so dass die Rotationsbewegung des Laufrads 2 der Pumpe weiterhin ermöglicht ist und darüber hinaus betriebsbedingt auftretende Axialbewegungen des Laufrads 2 dauerhaft ausgeglichen werden.
  • Sofern der Innendurchmesser des Pumpengehäuses 1 nicht zu groß ist, kann abweichend von dem zuvor erläuterten Ausführungsbeispiel der Stellring 9 auch ohne zusätzlichen Gehäusering 11 direkt in das Pumpengehäuse 1 eingefügt sein. Die Stellschrauben 10 sind dabei durch axial verlaufende Gewindebohrungen im Pumpengehäuse 1 geführt. Dabei ist im Falle einer ab Werk erfolgenden Ausrüstung der Kreiselpumpen mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Ausbildungsform ohne zusätzlichen Gehäusering 11 selbstverständlich der Vorzug zu geben. Die Darstellung der in den 1 bis 3a beziehungsweise 3b gezeigten Ausbildungsform soll jedoch dazu dienen, aufzuzeigen, dass auch bereits im Einsatz befindliche Pumpen gut mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung nachgerüstet werden können.
  • Eine andere Ausbildungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der 4 in einer mit der 2 vergleichbaren Darstellung gezeigt. Bei dieser Ausbildungsform erfolgt die Positionierung des Stellrings 9 und damit des Dichtrings 7, 8 sowie die Festlegung der auf den Dichtring 7, 8 mit Druckring 7 und elastischem Teil 8 beziehungsweise Dichtlippe 8' wirkenden Andruckkraft mittels eines auf der Stirnseite des Stellrings 9 angeordneten Außengewindes 13. Dieses greift in ein entsprechendes im Pumpengehäuse 1 (gegebenenfalls, nämlich im Falle der Nachrüstung durch entsprechende Nachbearbeitung des Pumpengehäuses 1) ausgebildetes Innengewinde 14 ein. Durch Verdrehen in dem Innengewinde 14 ist die axiale Position des Stellrings 9 entsprechend den Erfordernissen, das heißt Anliegen der Dichtlippe 8' unter geringstmöglicher Vorspannung an dem Schleißring 6, einstellbar. In der entsprechenden Einstellposition ist der Stellring 9 mittels der Feststellschrauben 17 (im Außenbereich des Stellrings sind eine oder mehrere Feststellschrauben 17 angeordnet) fixierbar, welche als Klemmschrauben wirken und die Flanken der Gewinde 13, 14 des Stellrings 9 und des Pumpengehäuses 1 gegeneinander verspannen. Zur Abdichtung ist zwischen dem Pumpengehäuse 1 und dem Stellring 9 ein O-Ring 19 aus Gummi angeordnet.
  • Die 5 zeigt eine weitere mögliche Ausbildungsform der Erfindung, bei welcher der Dichtring 7, 8 durch mehrere auf seinen Umfang wirkende Federn 15 gegen den Schleißring 6 gedrückt wird. Die Federn 15 stützen sich hierzu jeweils am Grund je einer Bohrung ab, welche in einer durch eine Eindrehung in dem Stellring 9 ausgebildeten Nut 16 angeordnet ist. Bei der gezeigten Ausbildungsform ist eine Feineinstellung mit Hilfe von Stellschrauben 10 möglich, mittels welcher die auf den Dichtring 7, 8 wirkende Andruckkraft des durch den Stellring 9 und die Federn 15 gebildeten Stellglieds 9, 15 gegenüber einer maximalen durch die Federkraft der Federn 15 gegebenen Andruckkraft reduziert werden kann. Auch bei dieser Ausbildungsform kann die jeweils für den Stellring 9 eingestellte axiale Lage und somit die eingestellte Andruckkraft mittels Feststellschrauben 17 fixiert werden.
  • Mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird durch die vollständige Verhinderung der Rückströmung, nämlich der Rückströmung von der Druckseite 3 zur Saugseite 4 am Laufrad 2, und durch den Wegfall von Querströmungsverlusten eine deutliche Wirkungsgraderhöhung bei entsprechend ausgestatteten Kreiselpumpen erreicht. Saugseitige Verstopfungen werden insbesondere bei Abwasserpumpen mit Ein- oder Mehrkanallaufrädern wirksam verhindert. Hierdurch werden die Betriebs-, Energie- und Reparaturkosten beim Einsatz der Kreiselpumpen reduziert. Die Vorrichtung zeichnet sich zudem durch einen einfachen Aufbau und eine gute Nachrüstbarkeit bei bereits im Einsatz befindlichen Pumpen aus. Durch einen selbsttätigen Ausgleich der bautechnischen und/oder in Folge des Verschleißes auftretenden Toleranzen der Bauteile ist die vorgestellte Lösung vorteilhafterweise außerdem selbstdichtend.
  • 1
    Pumpengehäuse
    2
    Laufrad
    3
    Druckseite
    4
    Saugseite
    5
    Laufradeintritt
    6
    Schleißring
    7, 8
    Dichtring
    7
    Druckring
    8
    elastischer Teil
    8'
    elastischer Teil als Dichtlippe
    8''
    elastischer Teil als Elastomerring
    9
    Stellring
    10
    Stellschraube
    11
    Gehäusering
    12
    Ausnehmung
    13
    Außengewinde
    14
    Innengewinde
    15
    Feder
    16
    Nut
    17
    Feststellschraube
    18
    Stirnseite
    19
    O-Ring
    a
    axiale Richtung
    u
    Umfangsrichtung
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Claims (18)

  1. Vorrichtung zur Laufradabdichtung bei Kreiselpumpen für fluide Medien, mittels welcher der zwischen dem Pumpengehäuse (1) und mindestens einem über eine Welle getriebenen Laufrad (2) der Kreiselpumpe ausgebildete, die Rotationsbewegung des mindestens einen Laufrads (2) in dem Pumpengehäuse (1) ermöglichende Axial- oder Radialspalt gegen einen Stofftransport von der Druckseite (3) des betreffenden Laufrads (2) zu dessen Saugseite (4) am Laufradeintritt (5) des fluiden Mediums abgedichtet wird, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Pumpengehäuse (1) zwischen der Druckseite (3) und der Saugseite (4) des mindestens einen Laufrads (2) ein aus einem starren Druckring (7) sowie einem mit dem Druckring (7) verbundenen elastischen Teil (8) bestehender Dichtring (7, 8) angeordnet ist, dessen elastischer Teil (8) zumindest im Betrieb der Kreiselpumpe im Bereich des Laufradeintritts (5) über den gesamten Umfang an einer Gleitfläche (6') der axialen oder radialen Umfangskontur des betreffenden Laufrads (2) gleitend anliegt und dass der Dichtring (7, 8) in dem Pumpengehäuse (1) so positioniert ist, dass sein elastischer Teil (8) gegen die Gleitfläche (6') vorgespannt ist und hierdurch dichtend gegen die Gleitfläche (6') gedrückt wird.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (6') Teil eines im Bereich des Laufradeintritts (5) an der Umfangskontur des Laufrads (2) befestigten starren Schleißrings (6) ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Teil (8) des Dichtrings (7, 8) aus einem Elastomer besteht und mit dem Druckring (7) durch Vulkanisation verbunden ist, wobei der Druckring (7) durch einen Metallring gebildet ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in das Elastomer des elastischen Teils (8) des Dichtrings (7, 8) ein Verstärkungsmaterial eingebettet ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in das Elastomer des elastischen Teils (8) des Dichtrings (7, 8) ein Metallgewebe eingebettet ist.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Teil (8) des Dichtrings (7, 8) als ein Elastomerring (8'') ausgebildet ist, der von dem Druckring (7) aufragt und mit einer dem Druckring (7) abgewandten Stirnseite (18) gleitend an der Gleitfläche (6') anliegt.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Teil (8) des Dichtrings (7, 8) als eine ringförmige elastomere Dichtlippe (8') ausgebildet ist, die im Bereich ihres Innendurchmessers mit dem Druckring (7) verbunden und mit einem Abschnitt im Bereich ihres Außendurchmessers gegen die Gleitfläche (6') geneigt ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in das die Dichtlippe (8') ausbildende Elastomer eine Metallfederscheibe einvulkanisiert ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Dicke der ringförmigen Dichtlippe (8') in Richtung ihres Außenumfangs verringert.
  10. Vorrichtung nach einem Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Position des Dichtrings (7, 8) mittels eines in Richtung der Gleitfläche (6') auf den Dichtring (7, 8) wirkenden Stellglieds (9, 15) verstellbar und damit die Vorspannung seines elastischen Teils (8) einstellbar ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied (9, 15) durch einen bezüglich seiner Position im Gehäuse verstellbaren Stellring (9) und mehrere gegen den Dichtring (7, 8) drückende Federn (15) gebildet ist, wobei sich die Federn (15) jeweils auf dem Boden einer Aufnahmebohrung in einer durch eine Eindrehung in den Stellring (9) eingebrachten Nut (16) abstützen.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckkraft, mit welcher das Stellglied (9, 15) auf den Dichtring (7, 8) wirkt, mittels mehrerer auf dem Umfang verteilt angeordneter Stellschrauben (10) gegenüber der maximalen, durch die Federkraft der Federn (15) bestimmten Andruckkraft verringerbar ist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied als ein direkt auf den Dichtring (7, 8) wirkender Stellring (9) ausgebildet ist, dessen Position im Pumpengehäuse (1) in der axialen Richtung (a) mittels zweier oder mehrerer bezüglich des Umfangs des Stellrings (9) annähernd gleich verteilt angeordneter Stellschrauben (10) verstellbarer ist, welche jeweils mit einem Gewinde des Pumpengehäuses (1) in Eingriff gebracht sind und auf den Stellring (9) drücken.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewinde für die Stellschrauben (10) in Gewindebohrungen ausgebildet sind, welche in der axialen Richtung (a) durch das Pumpengehäuse (1) hindurch geführt sind.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in das Pumpengehäuse (1) ein zusätzlicher, an dem Stellring (9) auf der dem Dichtring (7, 8) abgewandten Seite anliegender Gehäusering (11) eingefügt ist und die Gewinde für die Stellschrauben (10) jeweils zu einem Teil in auf dem Außenumfang des Gehäuserings (11) angeordneten kreissegment förmigen Ausnehmungen (12) und zu einem Teil in korrespondierend zu den Ausnehmungen (12) des Gehäuserings (11) angeordneten und mit diesen zusammen jeweils einen Vollkreis einschließenden kreisringförmigen Ausnehmungen des Pumpengehäuses (1) ausgebildet sind, wobei der Gehäusering (11) durch die mit den Gewinden in Eingriff gebrachten Stellschrauben (10) in dem Pumpengehäuse (1) fixiert ist.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied als ein direkt auf den Dichtring (7, 8) wirkender Stellring (9) mit einem Außengewinde (13) ausgebildet ist, dessen Position im Pumpengehäuse (1) in der axialen Richtung (a) durch Verdrehen des Stellrings (9) in einem an einer Innenfläche des Pumpengehäuses (1) ausgebildeten Innengewinde (14) verstellbarer ist.
  17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellring (9) in der für ihn eingestellten axialen Position mittels Feststellschrauben (17) fixierbar ist.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dass deren jeweiligen Elemente Bestandteil eines Bausatzes zur Nachrüstung bisher nicht mit einer Spaltdichtung ausgestatteter Kreiselpumpen sind, welchem außerdem eine Bohrschablone oder Bohrlehre zur lagerichtigen Anordnung auszubildender Gewindebohrungen beigefügt ist.
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