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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Kondensatorstruktur eines Halbleiterbauelements
oder eines integrierten Schaltkreisbauelements sowie auf ein Verfahren
zur Herstellung derselben.
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Ein
DRAM-Speicherbauelement beinhaltet typischerweise ein Speicherzellenfeld
und einen peripheren Schaltungsaufbau. Ein Speicherzellenfeld ist
ein Aufbau von Speicherzellen, die Daten speichern. Ein peripherer
Schaltungsaufbau liefert Daten aus dem DRAM-Bauelement nach außen. Eine
Speicherzelle eines DRAM-Speicherbauelements beinhaltet einen oder
mehrere Transistoren und einen oder mehrere Kondensatoren. Ein Transistor
dient als ein Schalter und ein Kondensator speichert Daten. Eine
wichtige Charakteristik von DRAM-Speicherbauelementen ist die Kapazität des Speicherzellenkondensators,
der Daten speichert. Dazu wurden Verfahren zum Integrieren von Kondensatoren
mit erhöhter
Kapazität
in kleineren Gebieten zu einer wichtigen Technologie in DRAMs.
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Auslegungsregeln
wurden kleiner, da DRAM-Bauelemente fortwährend herunterskaliert werden.
In einigen Fällen
kann eine "Brücke" zwischen unteren
Elektroden (Speicherelektroden) von jeder Zelle zum Beispiel aufgrund
einer Fehljustierung während
der Bearbeitung und/oder kleineren Prozessspielräumen auftreten. Die Brücke kann
zu einem Zwillingsbit- oder Mehrfachbitversagen genannten Defekt
führen.
Spezieller kann das Auftreten des Brückenproblems in einer Stapelzellenstruktur umgekehrt
proportional zu dem Abstand zwischen den unteren Elektroden sein.
Mit anderen Worten kann das Auftreten von Brücken mit zunehmendem Abstand
zwischen den unteren Elektroden abnehmen. Da jedoch das nutzbare
Oberflächengebiet
der unteren Elektroden abnimmt, kann die Kapazität des Kondensator ebenfalls
abnehmen.
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Es
wurde eine konkave Struktur eingeführt, die auf das vorstehende
Problem abzielt. Ein Verfahren zum Bilden der konkaven Struktur
kann das Bilden einer Gießschicht
auf ein Halbleitersubstrat, das Ätzen
der Gießschicht,
um eine untere Elektrodenöffnung
zu bilden, das Füllen
eines unteren Elektrodenmaterials in die untere Elektrodenöffnung,
das Planarisieren des Materials, um die unteren Elektroden für jede Zelle
zu isolieren, und das Entfernen der Gießschicht beinhalten, um die
unteren Elektroden freizulegen. Weitere Verfahren zum Bilden der
konkaven Struktur können
das Füllen
der Kontaktöffnung
mit dem unteren Elektrodenmaterial, um eine Boxform zu bilden, oder
das Bilden des unteren Elektrodenmaterials lediglich auf der Innenwand
der Kontaktöffnung
beinhalten, um eine Zylinderform zu bilden.
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Die
untere Elektrode kann so gebildet werden, dass sie eine größere Länge oder
Höhe im
Vergleich zu ihrer Breite aufweist, um die Kapazität des Kondensators
in einem begrenzten Gebiet zu erhöhen. Als ein Ergebnis kann
eine untere Elektrode mit einem hohen Aspektverhältnis kollabieren, wenn die Gießschicht
entfernt und die untere Elektrode frei gelegt wird. Somit kann eine
Brücke
zwischen den unteren Elektroden auftreten.
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Der
Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung einer
Kondensatorstruktur und eines Verfahrens zur Herstellung derselben
zugrunde, die in der Lage sind, die oben erwähnten Schwierigkeiten des Standes
der Technik zu reduzieren oder zu vermeiden, und die insbesondere
ermöglichen, stabile
Kondensatorelektroden mit Aspektverhältnissen zu erhalten, ohne
dass Brücken
zwischen separaten Elektroden gebildet werden.
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Die
Erfindung löst
dieses Problem durch die Bereitstellung einer Kondensatorstruktur
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eines Herstellungsverfahrens
mit den Merkmalen des Anspruchs 10. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die
Erfindung stellt auch eine Kondensatorstruktur eines Halbleiterbauelements
bereit, das untere Elektroden beinhaltet, die jeweils eine Innenwand
und eine Außenwand
auf einem Halbleitersubstrat und wenigstens eine Stützstruktur
zwischen den unteren Elektroden beinhalten, wobei die Stützstruktur
eine Dicke aufweist, die in einer parallelen Richtung zu der Außenwand
definiert ist und wobei die Dicke größer als der laterale Abstand
zwischen den unteren Elektroden ist.
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Die
Erfindung stellt des Weiteren ein Verfahren zum Bilden eines Halbleiterbauelements
bereit, wobei das Verfahren das Bilden einer Kondensatorstruktur
mit unteren Elektroden, die jeweils eine Innenwand und eine Außenwand
auf einem Halbleitersubstrat beinhalten, das Bilden von wenigstens
einer Stützstruktur
zwischen den unteren Elektroden, das Bilden einer oberen Elektrode
auf den unteren Elektroden und das Bilden einer dielektrischen Schicht zwischen
den unteren Elektroden und der oberen Elektrode beinhaltet, wobei
die Stützstruktur
eine Dicke aufweist, die in einer parallelen Richtung zu der Außenwand
definiert ist und wobei die Dicke größer als der laterale Abstand
zwischen den unteren Elektroden ist.
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In
entsprechenden Ausführungsformen
der Erfindung erstreckt sich wenigstens eine Gießstruktur vertikal zwischen
den einzelnen der Mehrzahl von unteren Kondensatorelektroden von
unteren Bereichen derselben benachbart zu dem Substrat und entlang
der äußeren Seitenwände derselben
weg vom Substrat. Die Stützstruktur
kann sich von den oberen Bereichen der einzelnen der Mehrzahl von
unteren Kondensatorelektroden und entlang der äußeren Seitenwände derselben
auf die Gießstruktur
erstrecken.
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Vorteilhafte
Ausführungsformen
der Erfindung werden im Folgenden beschrieben und sind in den Zeichnungen
gezeigt, in denen:
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1 eine
Querschnittansicht eines Halbleiterbauelements ist,
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2 bis 8, 9A, 10A, 11A und 12A Querschnittansichten sind, die ein Verfahren
zum Herstellen des Halbleiterbauelements von 1 veranschaulichen,
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9B, 10B, 11B und 12B Draufsichten jeweils entsprechend den 9A bis 12A sind, die eine Linie I–I' zeigen, entlang der die Querschnittansichten
der 9A bis 12A gewählt sind,
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13 eine
Querschnittansicht eines weiteren Halbleiterbauelements ist und
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14A und 14B eine
Querschnittansicht beziehungsweise eine Draufsicht sind, die ein Verfahren
zur Herstellung des Halbleiterbauelements von 13 veranschaulichen.
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Es
versteht sich für
die folgende Beschreibung, dass wenn ein Element oder eine Schicht
als "auf", "verbunden mit" oder "gekoppelt mit" einem anderen Element
oder einer anderen Schicht bezeichnet wird, dieses/diese direkt
auf, verbunden mit oder gekoppelt mit dem anderen Element oder der
anderen Schicht sein kann oder zwischenliegende Elemente oder Schichten
vorhanden sein können.
Im Gegensatz dazu sind keine zwischenliegenden Elemente oder Schichten
vorhanden, wenn ein Element als "direkt
auf", "direkt verbunden
mit " oder "direkt gekoppelt
mit" einem anderen
Element oder einer anderen Schicht bezeichnet wird.
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Beispielhafte
Ausführungsformen
der Erfindung sind hierin unter Bezugnahme auf Querschnittdarstellungen
beschrieben, die schematische Darstellungen von idealisierten Ausführungsformen
(und Zwischenstrukturen) der Erfindung sind. Dabei sind Variationen
von den Formen der Darstellungen als ein Ergebnis zum Beispiel von
Fertigungstechniken und/oder -toleranzen zu erwarten. Somit beinhalten Ausführungsformen
der Erfindung Abweichungen von Formen, die zum Beispiel aus der
Fertigung resultieren. Ein als ein Rechteck dargestellter implantierter
Bereich weist zum Beispiel typischerweise abgerundete oder gekrümmte Merkmale
und/oder einen Gradienten der Implantationskonzentration an seinen
Kanten statt einer binären Änderung
vom implantierten zum nicht-implantierten Bereich auf. In ähnlicher
Weise kann ein durch Implantation gebildeter vergrabener Bereich
zu einer gewissen Implantation in dem Bereich zwischen dem vergrabenen
Bereich und der Oberfläche
führen,
durch den die Implantation stattfindet.
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1 stellt
ein Halbleiterbauelement gemäß Ausführungsformen
der Erfindung dar. Bezugnehmend auf 1 ist ein
erstes Zwischenschichtdielektrikum 110 auf einem Halbleitersubstrat 100 bereitgestellt.
Das erste Zwischenschichtdielektrikum 110 kann aus Siliciumoxid
(SiO2) bestehen. Das erste Zwischenschichtdielektrikum 110 kann
einen Sourcebereich (nicht gezeigt), der auf dem Halbleitersubstrat 100 ausgebildet
ist, und wenigstens einen elektrisch verbundenen Leiter (nicht gezeigt)
beinhalten. Ein zweites Zwischenschichtdielektrikum 120 ist
auf der Oberseite des ersten Zwischenschichtdielektrikums 110 bereitgestellt.
Das zweite Zwischenschichtdielektrikum 120 kann aus Siliciumoxid
(SiO2) bestehen. Es sind Kontaktstifte 122 vorgesehen,
die sich durch das zweite Zwischenschichtdielektrikum 120 erstrecken.
Der jeweilige Kontaktstift 122 kann mit einem entsprechenden
des wenigstens einen Leiters verbunden sein. Eine Maskenstruktur 126a,
welche die Kontaktstifte 122 freilässt, ist auf dem zweiten Zwischenschichtdielektrikum 120 bereitgestellt.
Die Maskenstruktur 126a kann Siliciumnitrid (SiN) enthalten.
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Untenliegende
bzw. untere Kondensatorelektroden 134a, die jeweils interne
(oder innere) Seitenwände
und externe (oder äußere) Seitenwände beinhalten,
sind auf der vorstehend erwähnten
Struktur bereitgestellt, die so eine Basis bildet, die das Substrat 100 und
die erste und die zweite Zwischenschichtdielektrikumschicht 110, 120 beinhaltet.
Spezieller sind die unteren Kondensatorelektroden 134a auf
den freiliegenden Kontaktstiften 122 ausgebildet. Die unteren
Elektroden 134a können
zum Beispiel im Wesentlichen zylinderförmig sein, so dass die äußeren Seitenwände eine
Außenseite
jeder Elektrode 134a bereitstellen und die inneren Seitenwände eine Innenseite
jeder Elektrode 134a bereitstellen und einen Hohlraum darin
definieren. Die untere Elektrode 134a kann eine Speicherelektrode
des Kondensators sein. Zum Beispiel kann die untere Elektrode 134a Titannitrid
(TiN) enthalten. Die untere Elektrode 134a ist in Kontakt
mit einer Oberseite des Kontaktstifts 122.
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Wenigstens
eine Stützstruktur 136b ist
zwischen wenigstens zwei unmittelbar benachbarte der unteren Elektroden 134a eingefügt. Die
Stützstruktur 136b weist
eine Ätzselektivität gegenüber einer Ätzmittellösung auf,
die Fluorwasserstoffsäure
(HF) enthält.
Die Stützstruktur 136b kann
zum Beispiel Tantaloxid (TaO) enthalten. Die Stützstruktur 136b kann eine
Dicke aufweisen, die größer als
der laterale Abstand zwischen benachbarten unteren Elektroden 134a ist,
wobei die Dicke in einer Richtung parallel zu den äußeren Seitenwänden der
unteren Elektroden 134a ist, das heißt in einer im Wesentlichen
vertikalen Richtung orthogonal zu einer lateralen Richtung. Mit
anderen Worten erstreckt sich die Stützstruktur 136b vertikal
in Richtung des Substrats 100 entlang der äußeren Seitenwände der
unteren Elektroden 134a bis zu einer Tiefe, die größer als
ein Abstand zwischen benachbarten unteren Elektroden 134a ist. Demgemäß kann die
Stützstruktur 136b ein
relativ hohes Aspektverhältnis
aufweisen.
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Die
Stützstruktur 136b kann
in verschiedenen Formen angeordnet sein. Zum Beispiel kann die Stützstruktur 136b zwischen
aufeinanderfolgenden der unteren Elektroden 134a eingefügt sein.
Die Stützstruktur 136b kann
auch zwischen alternierenden Paaren der unteren Elektroden 134a angeordnet sein.
Die Stützstruktur 136b ist
daher in verschiedenen Formen angeordnet, um die unteren Elektroden 134a zu
stützen.
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Sowohl
auf der Innenseite als auch der Außenseite der unteren Elektroden 134a und
auf einer Oberseite der Stützstruktur 136b ist
eine dielektrische Schicht 138 bereitgestellt. Die dielektrische Schicht 138 kann
die dielektrische Schicht des Kondensators sein. In entsprechenden
Ausführungsformen
kann sich die dielektrische Schicht 138 auf mehr als einer
Oberfläche
der Stützstruktur 136b erstrecken,
zum Beispiel auf gegenüberliegenden
Ober- und Unterseiten der Stützstruktur 136b.
Eine oberseitige oder obere Elektrode 139 ist auf der dielektrischen
Schicht 138 angeordnet. Die obere Elektrode 139 kann
eine Plattenelektrode des Kondensators sein.
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Die 2 bis 12B stellen Verfahren zum Bilden eines Halbleiterbauelements
gemäß Ausführungsformen
der Erfindung dar. Bezugnehmend auf 2 wird ein
erstes Zwischenschichtdielektrikum 110 auf einem Halbleitersubstrat 100 gebildet.
Das erste Zwischenschichtdielektrikum 110 kann aus Siliciumoxid
(SiO2) bestehen. Das erste Zwischenschichtdielektrikum 110 kann
einen Sourcebereich (nicht gezeigt), der auf dem Halbleitersubstrat 100 ausgebildet
ist, und einen elektrisch verbundenen Leiter (nicht gezeigt) beinhalten.
Ein zweites Zwischenschichtdielektrikum 120 ist auf dem
ersten Zwischenschichtdielektrikum 110 ausgebildet. Das
zweite Zwischenschichtdielektrikum 120 kann ebenfalls aus
Siliciumoxid bestehen. Es werden Kontaktstifte 122 bereitgestellt,
die sich durch das zweite Zwischenschichtdielektrikum 120 erstrecken.
Die Kontaktstifte 122 sind mit dem Leiter elektrisch verbunden.
Eine erste Maskenschicht 126 wird auf dem zweiten Zwischenschichtdielektrikum 120 und
auf den Oberseiten der Kontaktstifte 122 gebildet. Die erste
Maskenschicht 126 kann aus Siliciumnitrid (SiN) bestehen.
Die erste Maskenschicht 126 kann eine Ätzstoppschicht sein.
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Bezugnehmend
auf 3 wird eine Gießschicht 128 auf der
ersten Maskenschicht 126 gebildet. Die Gießschicht 128 kann
eines von Siliciumoxid (SiO2), Silicium-Germanium
(SiGe), Silicium (Si) oder einem Kohlenstofftyp beinhalten. Auf
der Gießschicht 128 wird
eine zweite Maskenstruktur 130 gebildet. Die zweite Maskenstruktur 130 kann
eine Photoresiststruktur sein.
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Bezugnehmend
auf 4 werden erste Öffnungen oder Löcher durch Ätzen der
Gießschicht 128 gebildet,
bis die erste Maskenschicht 126 freigelegt ist, wobei die
zweite Maskenstruktur 130 als Ätzmaske verwendet wird. Die
zweite Maskenstruktur 130 kann entfernt werden. Als Eliminierungsprozess kann
ein Veraschungsschritt verwendet werden. Dann werden zweite Öffnungen 132,
die sich von der Oberfläche
der Gießschicht 128 bis
zu den Kontaktstiften 122 erstrecken, durch Ätzen der
freigelegten Teile der ersten Maskenschicht 126 gebildet,
bis die Kontaktstifte 122 freigelegt sind. Das Ätzen wird
unter Verwendung der Gießschicht 128a mit
den Öffnungen
als Ätzmaske
durchgeführt,
um erste Maskenstrukturen 126a zu definieren.
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Bezugnehmend
auf 5 wird eine untere Elektrodenschicht 134 konform
auf der Gießschicht 128a mit
den zweiten Öffnungen 132 darin
gebildet. Die untere Elektrodenschicht 134 kann aus Titannitrid
(TiN) oder Polysilicium bestehen. Die untere Elektrodenschicht 134 ist
mit den freiliegenden oberseitigen oder oberen Oberflächen der
Kontaktstifte 122 elektrisch und physikalisch in Kontakt.
Auf der unteren Elektrodenschicht 134 wird eine Opferschicht 135 gebildet,
um die Öffnungen 132 zu
füllen.
Die Opferschicht 135 kann eine Ätzselektivität bezüglich der
Gießschicht 128a und
der unteren Elektrodenschicht 134 aufweisen. Außerdem kann
die Opferschicht 135 aus einem Material mit einer relativ
guten Fluidität
bestehen. Zum Beispiel kann die Opferschicht 135 aus Siliciumoxid
oder einer Photoresistschicht bestehen.
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Bezugnehmend
auf 6 werden die Opferschicht 135 und die
untere Elektrodenschicht 134 planarisiert, bis die Gießschicht 128a freigelegt
ist, um eine Opferstruktur 135a und untere Elektroden 134a zu
bilden. Der Planarisierungsprozess kann ein chemisch-mechanisches
Polieren sein. Die unteren Elektroden 134a können Speicherelektroden
für jeweilige
Kondensatoren sein.
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Bezugnehmend
auf 7 wird die Gießschicht 128a selektiv
vertieft, um eine Gießstruktur 128b zu
bilden, welche die externen oder äußeren Oberflächen von
oberen Bereichen benachbarter unterer Elektroden 134a freilegt.
Der Vertiefungsprozess kann ein Nassätzprozess sein. Die Länge der freigelegten
Außenseiten
entlang der Seitenwände der
unteren Elektroden 134a kann größer als der Abstand zwischen
benachbarten unteren Elektroden 134a sein. Demgemäß ragen
die oberen Teile der unteren Elektroden 134a, die Teile
der Opferstruktur 135a beinhalten, aus der vertieften Oberfläche der Gießstruktur 128b vor.
Die Oberseiten der Opferstruktur 135a und die unteren Elektroden 134a können im
Wesentlichen koplanar sein.
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Bezugnehmend
auf 8 wird eine Trägerschicht 136 auf
der Gießstruktur 128b gebildet,
um die freigelegten oberen Bereiche der unteren Elektroden 134a zu
bedecken, welche die Opferstruktur 135a beinhalten. Die
Trägerschicht 136 weist
eine Ätzselektivität bezüglich einer Ätzmittellösung auf, die
Fluorwasserstoffsäure
(HF) enthält.
Die Trägerschicht 136 kann
auch eine Ätzselektivität gegenüber der
Gießstruktur 128b und
der Opferstruktur 135a aufweisen. Die Trägerschicht 136 kann
aus einem Material mit einer relativ guten Haftung an den unteren
Elektroden 134a bestehen. Zum Beispiel kann die Trägerschicht 136 aus
Tantaloxid (TaO) bestehen.
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Bezugnehmend
auf 9A und 9B wird die
Trägerschicht 136 planarisiert,
bis die unteren Elektroden 134a freigelegt sind, um Trägerisolationsstrukturen 136a zwischen
benachbarten unteren Elektroden 134a zu bilden. Der Planarisierungsprozess
kann ein chemisch-mechanisches
Polieren sein. Die Breite oder Tiefe der Trägerisolationsstruktur 136a,
die sich entlang der äußeren Seitenwände der
unteren Elektroden 134a erstreckt, kann größer als
der Abstand zwischen benachbarten unteren Elektroden 134a sein.
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Bezugnehmend
auf 10A und 10B wird
eine dritte Maskenstruktur 137 auf der Trägerisolationsstruktur 136a gebildet.
Die dritte Maskenstruktur 137 kann Bereiche von jeweiligen
zwei benachbarten unteren Elektroden 134a überlappen.
Die dritte Maskenstruktur 137 kann eine Photoresistschicht
oder eine auf Kohlenstoff basierende Schicht sein. Das C/O-Verhältnis kann
1 zu 5 sein, und das C/F-Verhältnis
kann 1 zu 0,2 sein, wenn eine auf Kohlenstoff basierende Schicht
verwendet wird. Da die dritte Maskenstruktur 137 auf der
Trägerisolationsstruktur 136a angeordnet
ist, kann die dritte Maskenstruktur 137 in diversen unterschiedlichen
Formen gebildet werden.
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Bezugnehmend
auf 11A und 11B wird
die Trägerisolationsstruktur 136a geätzt, um
wenigstens eine Stützstruktur 136b zwischen
benachbarten unteren Elektroden zu bilden, wobei die dritte Maskenstruktur 137 als Ätzmaske
verwendet wird. Die oberseitige oder obere Oberfläche der
Gießstruktur 128b wird
freigelegt, mit Ausnahme von Teilen der Oberseite, auf denen die
Stützstrukturen 136b gebildet
werden.
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Da
die dritte Maskenstruktur 137 in verschiedenen Formen gebildet
werden kann, kann die Stützstruktur 136b auch
in diversen unterschiedlichen Formen gebildet werden. Zum Beispiel
kann die Stützstruktur 136b zwischen
aufeinanderfolgenden benachbarten unteren Elektroden 134a eingefügt werden.
Die Stützstruktur 136b kann
auch lediglich zwischen alternierenden der benachbarten unteren Elektroden 134a angeordnet
werden. Die dritte Maskenstruktur 137 wird zum Beispiel
durch einen Veraschungsprozess entfernt.
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Bezugnehmend
auf 12A und 12B werden
die Gießstruktur 128b und
die Opferstruktur 135a entfernt, um die Außenwand
und die Innenwand der unteren Elektroden 134a freizulegen.
Der Eliminierungsprozess kann ein Nassätzprozess sein. Die Ätzmittellösung des
Nassätzprozesses
kann Fluorwasserstoffsäure
(HF) enthalten. Die Stützstruktur 136b weist
eine Ätzselektivität gegenüber der
Gießstruktur 128b und
der Opferstruktur 135a auf. Außerdem kann die Stützstruktur 136b aus
einem Material mit einer relativ guten Haftung an den unteren Elektroden 134a bestehen.
Die Stützstruktur 136b kann an
den externen oder äußeren Seitenwänden der
unteren Elektroden 134a haften, um zwischen benachbarte
untere Elektroden 134a eingefügt zu sein.
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Demgemäß kann verhindert
werden, dass die unteren Elektroden 134a kollabieren, um
die Bildung von Brücken
zwischen den unteren Elektroden 134a zu verhindern.
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Wieder
bezugnehmend auf 1 wird dann eine dielektrische
Schicht 138 auf den freigelegten äußeren Seitenwänden und
den inneren Seitenwänden
der unteren Elektroden 134a und auf der Stützstruktur 136b gebildet.
Die dielektrische Schicht 138 kann eine dielektrische Schicht
des Kondensators sein. Eine oberseitige oder obere Elektrode 139 wird auf
der dielektrischen Schicht 138 gebildet. Die obere Elektrode 129 kann
eine Plattenelektrode des Kondensators sein.
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13 stellt
ein weiteres Halbleiterbauelement gemäß der Erfindung dar. Bezugnehmend
auf 13 ist ein erstes Zwischenschichtdielektrikum 110 auf
dem Halbleitersubstrat 100 bereitgestellt. Das erste Zwischenschichtdielektrikum 110 kann
aus Siliciumoxid (SiO2) bestehen. Das erste
Zwischenschichtdielektrikum 110 kann einen Sourcebereich (nicht
gezeigt), der auf dem Halbleitersubstrat 100 gebildet ist,
und einen elektrisch verbundenen Leiter (nicht gezeigt) beinhalten.
Ein zweites Zwischenschichtdielektrikum 120 ist auf dem
ersten Zwischenschichtdielektrikum 110 bereitgestellt.
Das zweite Zwischenschichtdielektrikum 120 kann aus Siliciumoxid
(SiO2) bestehen. Es ist ein Kontaktstift 122 vorgesehen,
der sich durch das zweite Zwischenschichtdielektrikum 120 erstreckt.
Der Kontaktstift 122 kann elektrisch und physikalisch mit
dem Leiter verbunden sein. Auf dem zweiten Zwischenschichtdielektrikum 120 ist
eine Maskenstruktur 126a bereitgestellt, die den Kontaktstift 122 freilässt. Die
Maskenstruktur 126a kann Siliciumnitrid (SiN) enthalten.
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Auf
dem freigelegten Kontaktstift 122 sind unterseitige oder
untere Kondensatorelektroden 134a bereitgestellt, die interne
(oder innere) Seitenwände
und externe (oder äußere) Seitenwände beinhalten.
Die untere Elektrode 134a kann eine Speicherelektrode des
Kondensators sein. Zum Beispiel kann die untere Elektrode 134a Titannitrid
(TiN) enthalten. Die untere Elektrode 134a ist in Kontakt
mit einer oberseitigen oder oberen Oberfläche des Kontaktstifts 122.
Es wird eine Opferstruktur 135a zwischen gegenüberliegenden
inneren Seitenwänden der
unteren Elektrode 134a bereitgestellt. Die Opferstruktur 135a kann
Siliciumoxid oder eine Photoresistschicht beinhalten.
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Wenigstens
eine Stützstruktur 136b erstreckt
sich vertikal zwischen benachbarten unteren Elektroden 134a von
oberen Teilen derselben in Richtung des Substrats 100.
Die Stützstruktur 136b weist
eine Ätzselektivität gegenüber einer Ätzmittellösung auf,
die Fluorwasserstoffsäure
(HF) enthält. Zum
Beispiel kann die Stützstruktur 136b Tantaloxid (TaO)
enthalten. Die Stützstruktur 136b weist
eine Dicke oder Tiefe auf, die sich vertikal entlang der externen
Seitenwände
erstreckt, und die Dicke oder Tiefe kann größer als der Abstand zwischen
benachbarten unteren Elektroden 134a sein. Demgemäß kann die Stützstruktur 136b ein
relativ hohes Aspektverhältnis aufweisen.
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Die
Stützstruktur 136b kann
in diversen verschiedenen Formen angeordnet sein. Zum Beispiel kann
die Stützstruktur 136b zwischen
aufeinanderfolgenden der unteren Elektroden 134a eingefügt sein. Die
Stützstruktur 136b kann
auch zwischen alternierenden der unteren Elektroden 134a angeordnet sein.
Die Stützstruktur 136b kann
daher in verschiedenen Formen angeordnet sein, um die unteren Elektroden 134a zu
stützen.
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Auf
den äußeren Seitenwänden der
unteren Elektroden 134a und auf einer Oberseite der Stützstruktur 136b ist
eine dielektrische Schicht 138 bereitgestellt. Die dielektrische
Schicht 138 kann die dielektrische Schicht des Kondensators
sein. In einigen Ausführungsformen
kann sich die dielektrische Schicht 138 auf mehr als einer
Oberfläche
der Stützstruktur 136b erstrecken,
zum Beispiel auf gegenüberliegenden
oberen und unteren Oberflächen
der Stützstruktur 136b.
Es wird eine oberseitige oder obere Elektrode 139a bereitgestellt,
welche die dielektrische Schicht bedeckt. Die obere Elektrode 139a kann
eine Plattenelektrode des Kondensators sein.
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Die 14A und 14B stellen
ein Verfahren zur Bildung eines Halbleiterbauelements wie jenem
von 13 gemäß der Erfindung
dar, wobei 14A eine Querschnittansicht
entlang der in der Draufsicht von 14A gezeigten
Linie I–I' ist. Bezugnehmend
auf die 14A und 14B werden Teile
der unter Bezugnahme auf 11A beschriebenen
Gießstruktur 128b entfernt,
um die äußeren Seitenwände von
einigen der unteren Elektroden 134a freizulegen. Der Eliminierungsprozess
kann durch einen Nassätzprozess
durchgeführt
werden. Die Ätzmittellösung des
Nassätzprozesses
kann Fluorwasserstoffsäure
(HF) enthalten. Die Stützstruktur 136b und
die Opferstruktur 135a können eine Ätzselektivität gegenüber der
Gießstruktur 128a aufweisen.
Die Stützstruktur 136b kann
aus einem Material mit einer relativ guten Haftung an den unteren
Elektroden 134a bestehen. Die Stützstruktur 136b kann an
den äußeren Seitenwänden der
unteren Elektroden 134a haften, um zwischen die unteren
Elektroden 134a eingefügt
zu werden. Daher kann verhindert werden, dass die unteren Elektroden 134a kollabieren,
um das Auftreten von Brücken
zwischen den unteren Elektroden 134a zu reduzieren und/oder
zu verhindern.
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Wieder
bezugnehmend auf 13 wird eine dielektrische Schicht 138 auf
den freigelegten äußeren Seitenwänden der
unteren Elektroden 134a gebildet. Die dielektrische Schicht 138 kann
die dielektrische Schicht des Kondensators sein. Es wird eine obere
Elektrode 139a be reitgestellt, welche die dielektrische
Schicht 138 bedeckt. Die obere Elektrode 139a kann
eine Plattenelektrode des Kondensators sein.
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Andererseits
besteht weiter der Bedarf, das Aspektverhältnis der unteren Elektrode 134a zu
erhöhen.
Demgemäß kann eine
vereinfachte Version des zuvor beschriebenen Prozesses zur Herstellung eines
Kondensators verwendet werden. Daher ist es in entsprechenden Ausführungsformen
der Erfindung möglich,
die Opferstruktur 135a nicht zu entfernen, was den Kondensatorbildungsprozess
vereinfachen kann.