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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Teesieb. Teesiebe sind allgemein
bekannt. Sie haben im Allgemeinen eine Kavität zur Aufnahme von Teepflanzenteilen,
wie z. B. Blättern.
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Zur
Bereitung von Tee werden die Teeblätter in die Kavität gegeben,
das Teesieb gegebenenfalls verschlossen und das Teesieb samt darin
aufgenommenen Teeblättern
für eine
vorgegebene Zeit in entsprechend temperiertes Wasser gegeben. Unter
einem Teesieb werden im Sinne dieser Anmeldung alle möglichen
Ausführungsform
verstanden, die in der Lage sind, die Teepflanzenteile derart im
Wasser zu halten, daß praktisch
keine Pflanzenteile in das Wasser ausgeschwemmt werden, die Teepflanzenteile
jedoch vom Wasser umspült
werden. Weitere Ausführungsformen
sind beispielsweise Teefilter, Teeeier oder Teenetze.
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Tee
ist ein Aufgußgetränk, das
aus Teilen bestimmter Pflanzen hergestellt wird.
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Die
Teepflanzenteile werden für
eine bestimmte Zeit in entsprechend erwärmtes Wasser gegeben. Dabei
hängt sowohl
die Temperatur des verwendeten Teewassers als auch die Dauer, während der
der Tee im Wasser gehalten wird, sowohl von der Teesorte als auch
dem individuellen Geschmack des Teetrinkers ab.
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Grundsätzlich werden
Schwarztees häufig mit
kochendem Wasser aufgegossen, während Grüntees meist
mit einer Wassertemperatur von 65 bis 90°C, vereinzelt sogar darunter,
aufgebrüht
werden. Die Ziehzeit liegt sortenabhängig meist in einem Bereich
zwischen 20 Sekunden und 5 Minuten.
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In
einigen Kulturkreisen ist es üblich,
zunächst
die Teepflanzenteile lose in eine entsprechend dimensionierte Kanne
zu geben und dann diese mit dem entsprechend temperierten Wasser
aufzubrühen.
Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß leicht Teepflanzenteile in
die Teetasse gelangen können,
was von manchen Teetrinkern nicht gewünscht ist. Zwar ist es möglich, den
derart bereiteten Tee über
ein Sieb in eine weitere Kanne umzufüllen, dies hat sich jedoch
als umständlich
erwiesen.
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Daher
ist es üblich,
die Teepflanzenteile in entsprechenden Gebinden, die wasserdurchlässig sind,
in das temperierte Wasser zu geben.
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Solche
Teesiebe gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Bekannt sind
beispielsweise Teesiebe in Eiform, die in der Regel vollständig unterhalb der
Wasseroberfläche
plaziert werden, um den Tee zuzubereiten.
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Bekannt
ist auch ein Teesieb in Form einer einseitig verschlossenen Röhre, die
in der Nähe
des verschlossenen Endes perforiert ist. Hier wird der Tee über das
offene Ende der Röhre
eingegeben und die Röhre
dann in das entsprechend temperierte Wasser gestellt. Nach Beendigung
der Ziehdauer des Tees wird das Teesieb aus dem Wasser entnommen.
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Bei
den bekannten Teesieben besteht der Nachteil, daß man darauf achten muß, daß das Teesieb
rechtzeitig wieder aus dem Wasser herausgenommen wird und man zudem
in der Regel die exakte Temperatur des Wassers nicht kennt und es
daher vorkommen kann, daß grüner Tee
versehentlich in zu hoch temperiertes Wasser eingegeben wird, was nachteilig
für die
Qualität
des Tees ist.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Teesieb bereitzustellen,
das zumindest einen der oben genannten Nachteile überwindet.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß das
Teesieb einen an diesem befestigten oder befestigbaren Sensor zur
Erfassung eines Meßwertes
aufweist.
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Beispielsweise
kann der Sensor zur Erfassung eines Meßwertes ein Thermometer mit
einem Temperaturfühler
sein. Mit dem Teesieb kann nun die Temperatur des Wasser überwacht
werden, um sicherzustellen, daß der
Tee nicht bei zu hoher Temperatur zugegeben wird.
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Alternativ
oder in Kombination dazu kann der Sensor zur Erfassung eines Meßwertes
auch ein Zeitmesser sein. Beispielsweise kommt ein Kurzzeitwecker
zum Einsatz, der nach Ablauf einer voreingestellten Zeit einen Alarmton
abgibt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist zumindest das Thermometer von dem Teesieb abnehmbar. So kann
beispielsweise zunächst
das Thermometer in das heiße
Wasser gestellt werden, bis die Temperatur des Wassers exakt der
gewünschten
Temperatur entspricht, was das Thermometer entsprechend anzeigt.
Im nächsten
Schritt wird dann das Thermometer am Teesieb befestigt und das gesamte
Teesieb im entsprechend temperierten Wasser positioniert.
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Dabei
ist vorzugsweise der Temperaturfühler des
Thermometers im am Teesieb befestigten Zustand innerhalb der Kavität zur Aufnahme
von Teeblättern
angeordnet. Dies hat den Vorteil, daß sichergestellt ist, daß das Thermometer
exakt die Temperatur anzeigt, mit der die Teeblätter mit heißem Wasser beaufschlagt
werden. Eine falsche Temperaturanzeige, da der Temperaturfühler versehentlich
oberhalb des Wasserspiegels, im Randbereich der Teekanne oder in
direktem Kontakt mit der Außenhülle der
Teekanne angeordnet ist, wird dadurch vermieden.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
besteht das Teesieb aus einem länglichen Siebelement
mit einem offenen und einem geschlossenen Ende sowie einem auf das
offene Ende aufsetzbaren Sensor. Dabei hat das Siebelement einen im
Wesentlichen kreisförmigen
oder ovalen Querschnitt.
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Um
die Teeblätter
nach erfolgtem Ziehvorgang dem Teesieb bequem entnehmen zu können, ist
in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, daß das Siebelement
an seinem geschlossenen Ende geöffnet
werden kann.
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Weiterhin
ist in einer bevorzugten Ausführungsform
vorgesehen, daß das
Siebelement eine Mehrzahl von Löchern
aufweist, die derart dimensioniert sind, daß Teeblätter nicht hindurch treten
können.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist eine Verschließeinrichtung
zum Verschließen der
Löcher
vorgesehen. Dabei kann die Verschließeinrichtung mit dem Zeitmesser
gekoppelt sein, so daß bei
Ablauf einer vorgegebenen Zeit die Verschließeinrichtung die Löcher verschließt.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist eine Anzeige zur Anzeige des erfaßten Meßwertes vorgesehen.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden
Erfindung werden deutlich anhand der folgenden Beschreibung einer
bevorzugten Ausführungsform
sowie der dazugehörigen
Figuren. Es zeigen:
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1 eine
Vorderansicht einer ersten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Teesiebes,
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2 eine
Rückansicht
des erfindungsgemäßen Teesiebes,
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3 eine
Seitenansicht des erfindungsgemäßen Teesiebes
in Funktion,
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4 eine
Explosionsansicht des erfindungsgemäßen Teesiebes.
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In 1 ist
eine Vorderansicht einer besonders bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßes Teesiebes
gezeigt. Das Teesieb 1 besteht aus einem Siebelement 2 und
einem Sensorelement 3. Das Siebelement 2 ist im
Wesentlichen hohlzylindrisch ausgebildet, wobei ein Ende mit einer
Verschlußkappe 4 verschlossen
ist. In der Nähe
des verschlossenen Endes weist das Siebelement 2 eine Reihe
von Löchern 5 auf,
die derart dimensioniert sind, daß Teile der Teepflanze zuverlässig im
Inneren des Siebelementes 2 zurückgehalten werden, während Wasser
nahezu ungehindert in das Siebelement 2 eindringen kann.
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Es
hat sich gezeigt, daß der
Durchmesser der Löcher 5 vorzugsweise
zwischen 1 und 1,5 mm und besonders bevorzugt etwa 1,2 mm beträgt.
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Das
dem Deckelelement 4 abgewandte offene Ende des Siebelementes 2 ist
abgeschrägt
ausgebildet, d. h. die durch den oberen Rand gebildete Öffnungsfläche schließt mit der
Längsachse
des Siebelementes 2 einen Winkel von vorzugsweise etwa
45° ein.
Auf die obere Öffnung
des Siebelementes 2 aufgesetzt ist das Sensorelement 3 gezeigt.
Das Sensorelement 3 weist hierzu entsprechend korrespondierend
ausgebildete abgeschrägte
Kanten auf, die sich im zusammengesetzten Zustand direkt an die
obere Kante des Siebelementes 2 anschließen.
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Das
Sensorelement 3 weist in der gezeigten Ausführungsform
ein Anzeigeelement 6 auf, das die aktuelle Temperatur und
die noch verbliebene Ziehzeit des Tees anzeigt.
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Weiterhin
vorgesehen ist ein Lautsprecher 7, über den ein Alarmsignal abgegeben
werden kann.
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In 2 ist
eine Rückansicht
der in 1 gezeigten Ausführungsform des Teesiebes gezeigt. Man
erkennt, daß das
Sensorelement 3 an seiner Rückseite eine Reihe von Bedienungsknöpfen 8, 9, 10 aufweist,
mit der der Kurzzeitmesser, der sich im Inneren des Sensorelementes 3 befindet,
eingestellt werden kann.
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In 3 ist
eine Seitenansicht gezeigt.
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Im
Gebrauch wird das erfindungsgemäße Teesieb
in eine mit Wasser 12 gefüllte Kanne 11 gestellt,
so daß das
Wasser 12 durch die Löcher 5 in
die Kavität
des Siebelementes 2 eindringen kann. In dieser Situation
kann der Kurzzeitwecker eingestellt und gestartet werden, so daß er nach
Ablauf der voreingestellten Ziehzeit einen entsprechenden Alarmton abgibt.
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In 4 ist
in einer perspektivischen Explosionsansicht die erfindungsgemäße Ausführungsform
dargestellt. Man erkennt das auf das geschlossene Ende des Siebelementes 2 aufgesetzte
Deckelelement 4, das in der gezeigten Ausführungsform
mit einer Klemme 13 versehen ist. Die Klemme 13 verhindert
ein versehentliches Lösen
des Deckelelementes 4 vom Siebelement 2. Das Deckelelement 4 wird
lediglich zur Entnahme der Teepflanzenteile aus dem Siebelement 2 nach
erfolgtem Ziehvorgang geöffnet.
Das Siebelement 2 läßt sich
bei geöffnetem Deckelelement 4 leicht
reinigen.
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Das
Sensorelement 3 besteht aus einem Temperaturfühler 14,
der über
einen Stab 15 mit dem Sensorelement 3 verbunden
ist. Der Temperaturfühler 14 ist
derart dimensioniert, daß in
eingesetztem Zustand, der in 3 gezeigt
ist, der Temperaturfühler 14 möglichst
innerhalb der Teepflanzenteile positioniert ist, um sicherzustellen,
daß die
angezeigte Temperatur exakt der Teetemperatur entspricht.
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Um
mit dem erfindungsgemäßen Teesieb Tee
zuzubereiten, wird zunächst
Wasser erhitzt und in eine entsprechende Teekanne gegossen. Im Allgemeinen
ist das Wasser zunächst
für die
Teezubereitung zu heiß.
Es ist daher notwendig, es ein wenig abkühlen zu lassen. Zu diesem Zweck
wird das Sensorelement 3 vom Siebelement 2 gelöst und mit
dem Temperaturfühler 14 nach
unten in die entsprechende Teekanne gestellt. Der Temperaturfühler 14 überwacht
nun die Temperatur des Wassers, die auf der Anzeige 6 angegeben
wird. Sobald die Temperatur unter den gewünschten Temperaturwert gefallen
ist, wird das Siebelement 2 mit der gewünschten Menge an Teepflanzenteilen
befüllt,
das Sensorelement 3 aus der Teekanne entnommen und auf
das Siebelement 2 derart aufgesteckt, daß der Temperaturfühler 14 sich
im Wesentlichen innerhalb der Teepflanzenmischung befindet. Anschließend wird
das gesamte Teesieb in die Teekanne gestellt, so daß sich die
in 3 gezeigte Situation ergibt. Nun wird an dem Kurzzeitmesser
die gewünschte
Ziehzeit eingestellt und dieser aktiviert. Nach Ablauf der eingestellten Ziehzeit
wird über
den Lautsprecher 7 ein Alarmsignal ausgegeben, das dem
Teezubereiter signalisiert, daß die
Ziehzeit abgelaufen ist. Das Teesieb sollte jetzt dem Wasser entnommen
werden und der Tee kann sofort konsumiert werden.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Teesieb
werden drei Funktionen mit einem einzigen Element verwirklicht.
Das erfindungsgemäße Teesieb
hat eine Brühfunktion,
um den Tee innerhalb des erwärmten Wassers
zu halten, hat eine Temperaturmeßfunktion, um sicherzustellen,
daß die
Temperatur des Wassers nicht zu hoch ist, und hat eine Zeitmeßfunktion,
um sicherzustellen, daß der
Tee nicht zu lange zieht.
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Es
versteht sich, daß die
vorliegende Erfindung abgewandelt werden kann, ohne vom Schutzbereich
der Erfindung abzuweichen.
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So
ist beispielsweise möglich,
daß der
Zeitmesser vom Sensorelement entfernbar ist. So kann der Benutzer
beispielsweise nach dem das mit Teepflanzenteilen befüllte Teesieb
in das erwärmte
Wasser gestellt wurde, den Kurzzeitwecker vom Sensorelement lösen und
mitnehmen. Sobald die eingestellte Ziehzeit abgelaufen ist, wird
der Wecker sein Alarmsignal abgeben und der Benutzer weiß, daß die Ziehzeit
beendet ist und er zur Teekanne zurückkehren muß, um den Ziehvorgang zu beenden.
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Weiterhin
kann das Thermometer auch derart ausgebildet sein, daß eine Solltemperatur
einstellbar ist. In diesem Fall würde die Solltemperatur am Thermometer
eingestellt, das Thermometer mit dem Temperaturfühler in das heiße Wasser
gestellt und der Temperaturfühler
würde,
sobald die Temperatur des Wassers unter die eingestellte Temperatur
gefallen ist, ein Alarmsignal auslösen, was dem Benutzer signalisiert,
daß jetzt
die Teepflanzenteile in das Wasser gegeben werden können.
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- 1
- Teesieb
- 2
- Siebelement
- 3
- Sensorelement
- 4
- Verschlußkappe
- 5
- Löcher
- 6
- Anzeigeelement
- 7
- Lautsprecher
- 8
- Bedienungsknopf
- 9
- Bedienungsknopf
- 10
- Bedienungsknopf
- 11
- Kanne
- 12
- Wasser
- 13
- Klemme
- 14
- Temperaturfühler
- 15
- Stab