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DE102008007226A1 - Verbundrohr mit schraubenförmiger Wellung und dessen Verwendung als Abwasserrohr oder Erdkollektor - Google Patents

Verbundrohr mit schraubenförmiger Wellung und dessen Verwendung als Abwasserrohr oder Erdkollektor Download PDF

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DE102008007226A1
DE102008007226A1 DE102008007226A DE102008007226A DE102008007226A1 DE 102008007226 A1 DE102008007226 A1 DE 102008007226A1 DE 102008007226 A DE102008007226 A DE 102008007226A DE 102008007226 A DE102008007226 A DE 102008007226A DE 102008007226 A1 DE102008007226 A1 DE 102008007226A1
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DE
Germany
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pipe
composite pipe
composite
inner tube
tube
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102008007226A
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English (en)
Inventor
Norbert Schuler
Karl-Heinz Böhm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fraenkische Rohrwerke Gebr Kirchner GmbH and Co KG
Original Assignee
Fraenkische Rohrwerke Gebr Kirchner GmbH and Co KG
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Publication date
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • F28F1/08Tubular elements crimped or corrugated in longitudinal section
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
    • E03F3/00Sewer pipe-line systems
    • E03F3/04Pipes or fittings specially adapted to sewers
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Abstract

Ein Verbundrohr (10) umfasst ein Innenrohr (12) mit im Wesentlichen konstantem Durchmesser (D) und ein Außenrohr (14), das als Wellrohr mit wenigstens einem schraubenförmig um das Innenrohr (12) umlaufenden Wellenberg (26) und wenigstens einem schraubenförmig um das Innenrohr (12) umlaufenden Wellental (27) ausgebildet ist, wobei das wenigstens eine Wellental (27) mit dem Innenrohr (12) dichtend verbunden ist und wobei der wenigstens eine Wellenberg (26) zusammen mit dem Innenrohr (12) eine schraubenförmig verlaufende Wärmetauscherfluidleitung (28) bildet. Erfindungsgemäß ist das Verbundrohr ein durch Extrusion gefertigtes Kunststoffrohr.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verbundrohr umfassend ein Innenrohr mit im Wesentlichen konstantem Durchmesser und ein Außenrohr, das als Wellrohr mit wenigstens einem schraubenförmig um das Innenrohr umlaufenden Wellenberg und wenigstens einem schraubenförmig um das Innenrohr umlaufenden Wellental ausgebildet ist, wobei das wenigstens eine Wellental mit dem Innenrohr dichtend verbunden ist, und wobei der wenigstens eine Wellenberg zusammen mit dem Innenrohr eine schraubenförmig verlaufende Wärmetauscherfluidleitung bildet.
  • Ein derartiges Verbundrohr ist beispielsweise aus der DE 20 16 991 A1 bekannt. Diese Druckschrift offenbart ein metallisches Verbundrohr zum Einsatz in Wärmetauschern, welches dadurch hergestellt wird, dass man zunächst zwei glattwandige Rohre unterschiedlichen Durchmessers ineinander schiebt und anschließend das Außenrohr relativ zum Innenrohr um die gemeinsame Längsachse der beiden Rohre verdrillt, bis das schraubenförmige Wellental des Außenrohrs mit der Außenwand des Innenrohrs derart vorgespannt in Eingriff tritt, dass das schraubenförmig gewellte Außenrohr fest auf dem Innenrohr gehalten ist.
  • Nachteilig an dieser Ausführungsform ist hauptsächlich die aufwändige und komplizierte Art der Herstellung. Beim Verdrillen wird das Außenrohr an seinen beiden Längsenden gehalten und die beiden Längsenden werden relativ zueinander um die Längsachse des Außenrohrs verdreht. Dabei kann nicht vorhergesagt werden, an welcher Stelle des Außenrohrs zwischen den beiden Enden die Verdrillung zuerst zu einer Bildung von Wellenbergen und Wellentälern führt. Zudem kann nicht garantiert werden, dass die Verdrillung über die gesamte Länge des Verbundrohrs gleich stark ausgebildet ist. Dies kann vor allem zu Problemen bei der Dichtigkeit der so hergestellten Wärme tauscherfluidleitung führen. Ferner kann es durch Überbeanspruchung des verwendeten Metallmaterials beim Verdrillen zur Bildung von spröden Stellen bis hin zu Haarrissen in der Wandung des Außenrohrs kommen. Da es bei der Verdrillung des Außenrohrs zu dessen Verkürzung kommt, hängt die bei der Herstellung schlussendlich erreichte Länge des Verbundrohrs davon ab, wie stark das Außenrohr verdrillt werden muss, um an jeder Stelle des Verbundrohrs die Dichtigkeit der gebildeten Wärmetauscherfluidleitung gewährleisten zu können.
  • Ein ähnliches Verbundrohr ist auch aus der US 3,730,229 bekannt.
  • Aus der DE 10 2006 008 379 A1 ist ein Rohrsystem zur Abwasserentsorgung und Wärmerückgewinnung bekannt, bei welchem ein herkömmliches Abwasserrohr mit einer Schlauch- oder Rohrwendel umwickelt wird, durch welche ein Wärmetauscherfluid geleitet wird. Diese Ausführung ist aufgrund der nachträglichen Umwicklung des Abwasserrohrs aufwändig, zumal des Weiteren eine Stützvorrichtung für die Wärmetauscherfluidleitung vorgesehen werden muss. Zudem muss die Wärme sowohl die Wandung des Abwasserrohrs als auch die Wandung der Wärmetauscherfluidleitung durchsetzen, um vom Abwasser in das Wärmetauscherfluid zu gelangen.
  • Aus der DE 42 02 791 A1 ist ein Wärmetauscher für Abwasser führende Rohr- oder Schlauchleitungen bekannt, bei welchem eine Wärmetauscherfluidleitung zu einer Schraubenwendel geformt wird, wobei die einander berührenden Wandungsabschnitte der einzelnen Windungen dieser Wendel miteinander dichtend verbunden werden müssen, so dass durch den von der Wendel umschlossenen Hohlraum hindurch geführtes Abwasser nicht zwischen den Windungen austreten kann. Zudem muss an den beiden Enden der Wendel jeweils ein glattwandiger Rohrabschnitt befestigt werden, durch den das Abwasser zur Wendel zu- bzw. von der Wendel abgeführt werden kann. Die Herstellung dieses Wärmetauschers ist somit äußerst aufwändig.
  • Aus der DE 32 18 539 A1 und der DE 8005 736 U1 ist jeweils ein doppel wandiges Wellrohr bekannt, welches nach dem Wickelverfahren hergestellt ist. Der schraubenförmige Verlauf von Wellenberg und Wellental des Außenrohrs ist dabei eine Konsequenz des Herstellungsverfahrens, und hat nichts mit einer etwaigen Nutzung als Wärmetauscherfluidleitung zu tun.
  • Der Vollständigkeit halber sei schließlich noch auf die DE 35 21 585 A1 , die DE 10 2005 056 651 A1 und die JP 2002-030717 A hingewiesen.
  • Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verbundrohr der eingangs genannten Art anzugeben, welches in einfacher Weise mit einer über seine gesamte Länge gleichmäßigen Qualität gefertigt werden kann.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verbundrohr der eingangs genannten Art gelöst, welches ein durch Extrusion gefertigtes Kunststoffrohr ist. Die Erfindung macht sich dabei insbesondere die gleichmäßige Qualität zu Nutze, die sich aus der Extrusion von doppelwandigen Verbundrohren aus Kunststoff ergeben.
  • Das erfindungsgemäße Verbundrohr kann beispielsweise zur Abwasserentsorgung und gleichzeitigen Wärmerückgewinnung eingesetzt werden, wie dies beispielsweise aus der DE 10 2006 008 379 A1 bekannt ist. In diesem Fall wird das Innenrohr von Abwasser durchströmt, wobei die darin enthaltene Wärme durch das durch die schraubenförmig verlaufende Wärmetauscherfluidleitung strömende Wärmetauscherfluid rückgewonnen wird.
  • Es ist jedoch auch möglich, das Verbundrohr als Erdkollektor einzusetzen. In diesem Fall hat das Innenrohr neben seinem Beitrag zur Bildung der Wärmetauscherfluidleitung die Aufgabe, als Halterung für die Wärmetauscherfluidleitung zu dienen.
  • Grundsätzlich ist es denkbar, das erfindungsgemäße Verbundrohr als Endlosrohr herzustellen, das dann im Bedarfsfall in Teilstücke gewünschter Län ge zerteilt wird. In diesem Fall müssen dann an den Enden der Teilstücke noch der Verbindung mit anderen Bauelementen dienende Anschlussstücke befestigt werden. Erfindungsgemäß ist es jedoch bevorzugt, wenn an wenigstens einem Ende des Verbundrohrs wenigstens ein kreisförmig verlaufender Wellenberg vorgesehen ist. An diesen kreisförmig verlaufenden Wellenberg kann dann ein herkömmliches Dichtungselement angelegt werden, so dass das Verbundrohr über eine handelsübliche Muffe mit einem anderen Bauelement, beispielsweise einem anderen Rohr oder einer Anschlussstelle einer übergeordneten Baueinheit, verbunden werden kann. Sind zwei oder mehr kreisförmig verlaufende Wellenberge vorgesehen, so kann das Dichtungselement in das Wellental zwischen diesen beiden Wellenbergen eingelegt werden. Die Anzahl der kreisförmig verlaufenden Wellenberge kann in Abhängigkeit der jeweils zur Verwendung vorgesehenen Muffe, insbesondere deren Abmessungen, gewählt werden. Selbstverständlich kann das erfindungsgemäße Verbundrohr in bestimmten Standardlängen bereitgestellt werden, wobei beide Enden der Verbundrohre zur Verbindung mit einer herkömmlichen Muffe vorbereitet sind.
  • Beispielsweise kann der schraubenförmig verlaufende Wellenberg unabhängig von dem wenigstens einen kreisförmig verlaufenden Wellenberg ausgebildet sein. In diesem Fall ist es besonders vorteilhaft, zwei kreisförmig verlaufende Wellenberge vorzusehen, zwischen die das Dichtungselement eingelegt werden kann. Alternativ ist es jedoch auch denkbar, dass der schraubenförmig verlaufende Wellenberg in den wenigstens einen kreisförmig verlaufenden Wellenberg übergeht. In diesem Fall kann auch die Länge des kreisförmig verlaufenden Wellenbergs, in den der schraubenförmig verlaufende Wellenberg übergeht, zur Wärmetauschung genutzt werden, so dass die zum Wärmetausch effektiv genutzte Länge des Verbundrohrs gegenüber der vorstehend erläuterten Ausführungsvariante ansteigt.
  • In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass an wenigstens einem Ende des Rohres wenigstens ein Anschluss für eine externe Leitung vorgesehen ist.
  • Dabei kann dieser Anschluss gemäß einer Ausführungsvariante beispielsweise von einer Warzen- bzw. Stutzen-artigen Ausbuchtung des Außenrohrs gebildet sein. Das Vorsehen einer derartigen Ausbuchtung ist insbesondere deshalb von Vorteil, weil hierdurch in einfacher Weise der Anschluss derart ausgebildet werden kann, dass ein herkömmlicher Rohrverbinder zum Anschluss der externen Leitung eingesetzt werden kann.
  • Herstellungstechnisch bedeutet die Ausbildung der Ausbuchtung insbesondere im Hinblick auf die Extrusion eine besondere Herausforderung, da das hierzu erforderliche Ausstellen der Ausbuchtung zu einer Materialverdünnung im Bereich der Ausbuchtung führt. Grundsätzlich wäre es zwar möglich, das gesamte Außenrohr mit einer ausreichenden Wandungsdicke auszubilden. Dies würde aber zu einer Überdimensionierung des Außenrohrs und damit zu erhöhtem Materialverbrauch und erhöhten Herstellungskosten führen. Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen, dass die Wanddicke des Außenrohres in einem der Ausbuchtung zugeordneten Längenabschnitt einen größeren Wert aufweist als dessen Wanddicke in einem dem wenigstens einen schraubenförmig verlaufenden Wellenberg zugeordneten Längenabschnitt. Dies kann beispielsweise durch eine entsprechende Steuerung der Extrusionsvorrichtung erzielt werden. Entweder kann im Längenbereich der Ausbuchtung die Geschwindigkeit des Materialausstoßes erhöht oder die Geschwindigkeit der Formbacken zur Ausbildung der Wellung des Außenrohrs reduziert werden.
  • Grundsätzlich kann aber auch daran gedacht werden, die Ausbuchtung unabhängig von der Herstellung des Verbundrohrs vorzusehen. Beispielsweise könnte sie nachträglich an das Außenrohr oder/und das Innenrohr angeschweißt werden.
  • Gemäß einer anderen Ausführungsvariante kann der Anschluss aber auch ohne Ausformen oder/und nachträgliches Anbringen einer Ausbuchtung unmittelbar in das Verbundrohr eingebracht werden. Beispielsweise könnte ein Wellenberg des Außenrohrs oder/und das Innenrohr in einem einem Wellenberg des Außenrohrs entsprechenden Längenabschnitt durchbrochen, beispielsweise durchgebohrt, werden, um einen Anschluss für eine externe Fluidleitung vorzusehen.
  • Geht der schraubenförmig verlaufende Wellenberg in einen kreisförmig verlaufenden Wellenberg über, so ist es besonders vorteilhaft, wenn der wenigstens eine Anschluss für eine externe Leitung im Übergangsbereich zwischen dem wenigstens einen schraubenförmig verlaufenden Wellenberg und dem kreisförmig verlaufenden Wellenberg vorgesehen ist, da in diesem Bereich ohnehin eine ausreichende Menge an Kunststoffmaterial zur Bildung des Anschlusses vorhanden ist, und dies auch für den Fall, dass der Anschluss in Form einer Ausbuchtung ausgebildet wird.
  • In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass im Bereich der Verbindungsstellen des wenigstens einen schraubenförmig umlaufenden Wellentals mit der Außenwand des Innenrohrs Schlitze vorgesehen sind, welche sowohl das Außenrohr als auch das Innenrohr durchsetzen. Diese Ausbildung kann bei beiden vorstehend diskutierten Verwendungsarten des erfindungsgemäßen Verbundrohrs von Vorteil sein. Beispielsweise kann ein mit Schlitzen versehenes Abwasserrohr zur Versickerung des Abwassers im Erdreich eingesetzt werden, beispielsweise zur Versickerung von in einer Regenwasserbewirtschaftungsanlage gereinigtem Regenwasser. Die mit der Versickerung einhergehende Befeuchtung des das Verbundrohr umgebenden Erdreichs hat dabei den Vorteil, dessen Wärmeleitfähigkeit zu erhöhen, so dass nicht nur die Wärme des Abwassers gewonnen werden kann, sondern auch Wärme aus dem umgebenden Erdreich besser aufgenommen werden kann. Bei Einsatz des erfindungsgemäßen Verbundrohrs als Erdkollektor, bei dem es ausschließlich um die Gewinnung von Wärme aus dem umgebenden Erdreich geht, kann die Befeuchtung des Erdreichs mittels durch das Innenrohr zugeführtem Wasser ebenfalls zu einer Erhöhung der Wärmeleitfähigkeit des Erdreichs und damit zu einer Steigerung der Effektivität des Erdkollektors führen. Insbesondere bei der vertikalen Anordnung kann in der geschlitzten Ausführung im Falle der Einbindung in einen Grundwasserleiter zumindest der tieferliegende Bereich von Grundwasser nicht nur umströmt, sondern auch durchströmt werden. Dies verbessert ebenfalls die Wärmeaufnahme.
  • Als zur vorstehenden geschlitzten Variante des Verbundrohrs äquivalent wird eine Ausführungsform angesehen, bei welcher die Schlitze in dem schraubenförmig verlaufenden Wellenberg vorgesehen sind. In diesem Fall bildet das Lumen des Innenrohrs dann die Wärmetauscherfluidleitung, während die schraubenförmig verlaufende Leitung zwischen Innenrohr und Außenrohr zur Abwasserversickerung, Befeuchtung des umgebenden Erdreichs und dergleichen genutzt werden kann.
  • Insbesondere, aber nicht ausschließlich für den Fall der Anwendung des erfindungsgemäßen Verbundrohrs als Erdkollektor wird vorgeschlagen, dass die schraubenförmig verlaufende Wärmetauscherfluidleitung zwei koaxial angeordnete, ineinander verschachtelte, schraubenförmig verlaufende Leitungsabschnitte identischer Gewindehöhe umfasst, die an einem Ende des Rohres miteinander verbunden sind. In diesem Fall kann das Verbundrohr mit dem keinen Anschluss aufweisenden Ende voran im Erdreich in im Wesentlichen vertikaler Anordnung verbaut werden. Vorteilhaft an dieser Anordnung ist insbesondere, dass die Verbindung des Verbundrohrs mit den externen Leitungen erst dann zu erfolgen braucht, nachdem das Verbundrohr bereits im Wesentlichen vollständig im Erdreich angeordnet worden ist, da die Anschlüsse in diesem Fall in geringer Tiefe angeordnet sind.
  • Aber auch bei der horizontalen Verlegung des Verbundrohrs bietet die doppelte Schraubenführung den Vorteil, die Leitungsführung von z. B. der Wärmepumpe zum Verbundrohr gebündelt werden kann. Dies erfordert weniger Grabenaushub und zu schützende Leitungsführungen.
  • Grundsätzlich ist es aber auch denkbar, an das eine Ende einer einfachschraubenförmig verlaufenden Wärmetauscherfluidleitung mit einem gerad linig verlaufenden, beispielsweise im Innenraum des Verbundrohrs angeordneten Rückführleitungsabschnitt verbunden ist. Diese Variante hat den Vorteil einer höheren Energiegewinnung, insbesondere einer höheren Temperatur des Wärmetauscherfluids am Austrittsende der Wärmetauscherfluidleitung, da der Vorwärmungseffekt des Wärmetauscherfluids in der Zuströmschraube durch das Wärmetauscherfluid in der Rückströmschraube, der das Wärmetauscherfluid in der Rückströmschraube kühlt, entfällt.
  • Wie vorstehend bereits erwähnt, betrifft die Erfindung nach weiteren Gesichtspunkten auch die Verwendung eines erfindungsgemäßen Verbundrohrs als Abwasserrohr oder als Erdkollektor, in der Fachsprache auch Energiepfahl genannt.
  • Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Es stellt dar:
  • 1 eine teilweise geschnittene Ansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verbundrohrs;
  • 2 und 3 Ansichten ähnlich 1 weiterer Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verbundrohrs; und
  • 4 eine vergrößerte Detailansicht zur Erläuterung der Ausbildung einer Anschlussstelle.
  • In 1 ist ein erfindungsgemäßes Verbundrohr allgemein mit 10 bezeichnet. Es umfasst ein im Wesentlichen glattwandiges Innenrohr 12 und ein gewelltes Außenrohr 14. Das im Wesentlichen glattwandige Innenrohr 12 weist über die gesamte Länge des Verbundrohrs 10 im Wesentlichen den gleichen Durchmesser D auf, wobei es aber, wie dies von extrudierten Wellrohren an sich bekannt ist, durchaus zu geringfügigen Durchmesseränderungen zwischen den Wellenbergen 16 und den Wellentälern 18 des Wellrohrs 14 kommen. Zudem ist das Innenrohr 12 mit dem Außenrohr 14 im Bereich der Wellentäler 18 dichtend verbunden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Außenrohr 14 im Bereich seiner beiden Längsenden 14a und 14b jeweils einen im Wesentlichen kreisförmig um die Längsachse X des Verbundrohrs 10 verlaufenden Wellenberg 20 bzw. 22 auf. In den Wellentälern zwischen den kreisförmig verlaufenden Wellenbergen 20 und 22 ist jeweils ein Dichtungsring 24 eingelegt, der zum dichtenden Zusammenwirken mit einer nicht dargestellten Muffe zur Verbindung des erfindungsgemäßen Verbundrohrs mit einem weiteren erfindungsgemäßen Verbundrohr, einem herkömmlichen Verbundrohr, dem Anschlussstutzen einer übergeordneten Baueinheit oder einem anderen Baulelement bestimmt ist.
  • Darüber hinaus weist das Außenrohr 14 einen schraubenförmig um die Achse X umlaufenden Wellenberg 26 auf, der an seinen beiden Enden 26a und 26b in jeweils einen der beiden kreisförmig verlaufenden Wellenberge 22 übergeht, sowie ein schraubenförmig um die Achse X umlaufendes Wellental 27. Auf diese Weise bilden das Außenrohr 14 und das Innenrohr 12 zwischen sich eine schraubenförmig verlaufende Wärmetauscherfluidleitung 28 aus, die vom einen Ende 10a des Verbundrohrs zu dessen anderem Ende 10b führt. Über in 1 lediglich grob schematisch als Kreis dargestellte Anschlüsse 30 und 32 kann Wärmetauscherfluid in die schraubenförmige Leitung 28 ein- und wieder ausgeleitet werden. Die Strömungsrichtung des Wärmetauscherfluids ist in 1 durch Pfeile angedeutet.
  • Nachzutragen ist noch, dass der im Bereich der im Wesentlichen kreisförmig verlaufenden Wellenberge 20 zwischen dem Außenrohr 14 und dem Innenrohr 12 gebildete Hohlraum 34 mit der Fluidleitung 28 nicht verbunden ist, sondern von dieser durch das Wellental im Bereich zwischen den beiden Wellenbergen 20 und 22 getrennt ist.
  • Ferner ist in rein sprachlicher Hinsicht nachzutragen, dass man bei Betrachtung der 1 geneigt ist, auch bei dem einen schraubenförmig umlaufenden Wellenberg 26 davon zu sprechen, dass die von diesem gebildete Wellenberg-Wendel einander benachbarte Wellenberge 16 umfasst, die durch Wellentäler 18 voneinander getrennt sind. Gleichwohl versteht es sich, dass es sich tatsächlich nur um einen einzigen, schraubenförmig verlaufenden Wellenberg 26 handelt, dessen Windungen von den Windungen eines einzigen, schraubenförmig verlaufenden Wellentals 36 voneinander getrennt sind.
  • In 4 ist die Anschlussstelle 30 zum Verbinden der Wärmetauscherfluidleitung 28 mit einer äußeren Leitung vergrößert in Schnittdarstellung gezeigt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist diese Anschlussstelle 30 im Übergangsbereich zwischen dem kreisförmig verlaufenden Wellenberg 22 und der ersten Windung 26a des schraubenförmig verlaufenden Wellenbergs 26 als Ausbuchtung 38 ausgebildet, in deren Planfläche 38a eine Ausnehmung zum Einsetzen eines herkömmlichen Rohrverbinders eingebracht werden kann, beispielsweise durch Ausschneiden, Bohren, Stanzen oder dergleichen. Das Außenrohr 14 muss daher in diesem Bereich eine ausreichende Wandstärke aufweisen, damit die Ausbuchtung 38 eine für den Anschluss der externen Leitung ausreichende Stabilität aufweist. Diese ausreichende Wandstärke kann beispielsweise dadurch erzielt werden, dass im Bereich des Längenabschnitts L der Anschlussstelle 30 die Geschwindigkeit des Ausstoßes von Kunststoffmaterial aus dem Extruder erhöht oder/und die Geschwindigkeit der das Außenrohr 14 ausformenden Formbacken der Extrusionsvorrichtung reduziert wird.
  • In 2 ist eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verbundrohrs dargestellt, die im Wesentlichen der Ausführungsform gemäß 1 entspricht. Daher sind in 2 analoge Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen wie in 1, jedoch erhöht um die Zahl 100. Darüber hinaus wird die Ausführungsform gemäß 2 nur insoweit beschrieben werden, als sie sich von der Ausführungsform gemäß 1 unterscheidet.
  • Das Verbundrohr 110 gemäß 2 unterscheidet sich von dem Verbundrohr 10 gemäß 1 lediglich dadurch, dass der schraubenförmig verlaufende Wellenberg 126 und der weiter innen liegende der beiden kreisförmig verlaufenden Wellenberge 120 und 122, nämlich der kreisförmig verlaufende Wellenberg 122, nicht ineinander übergehen, sondern durch ein kreisförmig verlaufendes Wellental dichtend voneinander getrennt sind. Dies hat zum einen Vorteile hinsichtlich der Verbindung des Verbundrohrs 110 mit einer Muffe zum Anschluss des Verbundrohrs 110 an weiteren Bauelementen. Dies geht jedoch zu Lasten der zur Wärmetauschung effektiv nutzbaren Länge des Verbundrohrs 110.
  • In 3 ist eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verbundrohrs dargestellt, welche im Wesentlichen der Ausführungsform gemäß 2 entspricht. Daher sind in 3 analoge Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen wie in 2, jedoch vermehrt um die Zahl 100, d. h. im Vergleich zu 1 vermehrt um die Zahl 200. Darüber hinaus wird die Ausführungsform gemäß 3 im Folgenden nur insoweit beschrieben werden, als sie sich von der Ausführungsform gemäß 2 unterscheidet.
  • Auch bei dem Verbundrohr 210 ist die Wärmetauscherfluidleitung 228 schraubenförmig ausgebildet. Allerdings umfasst sie zwei Leitungsabschnitte 228a und 228b, die beide im Vergleich zur Ausführungsform gemäß 2 die doppelte Steigung aufweisen und ineinander verschachtelt sind. Darüber hinaus sind die beiden Leitungsabschnitte 228a und 228b bei 228c miteinander verbunden. Durch diese Ausgestaltung ist es möglich, dass die Anschlussstellen 230 zum Einleiten von Wärmetauscherfluid in die Wärmetauscherfluidleitung 228 und die Anschlussstelle 232 zum Ausleiten von Wärmetauscherfluid aus der Wärmetauscherfluidleitung 228 im Bereich des gleichen Längsendes 210a des Verbundrohrs 210 angeordnet sind. Diese Ausführungsform eignet sich besonders gut für die Verwendung des Verbundrohrs 210 als Erdkollektor, da in diesem Fall das Verbundrohr 210 mit seinem Ende 210b voran im Erdreich verbaut werden kann, wobei seine Längsachse X in im Wesentlichen vertikaler Richtung verläuft. Durch diese Anordnung sind die beide Anschlussstellen 230 und 232 in der Nähe der Erdoberfläche angeordnet, so dass die Anschlussarbeiten erst dann vorge nommen zu werden brauchen, wenn das Verbundrohr 210 bereits im Wesentlichen vollständig im Erdreich verlegt ist.
  • Zu allen Ausführungsformen ist noch nachzutragen, dass im Bereich des schraubenförmig umlaufenden Wellentals 36 Schlitze 40 vorgesehen sein können, welche sowohl das Innenrohr 12 als auch das Außenrohr 14 durchsetzen. Diese Schlitze können beispielsweise dazu verwendet werden, um das im Innenraum 42 des Verbundrohrs 10 strömende Wasser in dem umgebenden Erdreich zu versickern. Hierdurch wird die Wärmeleitfähigkeit des umgebenden Erdreichs erhöht, so dass mit dem Verbundrohr 10 nicht nur die im Abwasser enthaltene Wärme rückgewonnen, sondern auch dem umgebenden Erdreich zusätzlich Wärme entzogen werden kann.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 2016991 A1 [0002]
    • - US 3730229 [0004]
    • - DE 102006008379 A1 [0005, 0011]
    • - DE 4202791 A1 [0006]
    • - DE 3218539 A1 [0007]
    • - DE 8005736 U1 [0007]
    • - DE 3521585 A1 [0008]
    • - DE 102005056651 A1 [0008]
    • - JP 2002-030717 A [0008]

Claims (12)

  1. Verbundrohr (10), umfassend: – ein Innenrohr (12) mit im Wesentlichen konstantem Durchmesser (D) und – ein Außenrohr (14), das als Wellrohr mit wenigstens einem schraubenförmig um das Innenrohr (12) umlaufenden Wellenberg (26) und wenigstens einem schraubenförmig um das Innenrohr (12) umlaufenden Wellental (27) ausgebildet ist, wobei das wenigstens eine Wellental (27) mit dem Innenrohr (12) dichtend verbunden ist, und wobei der wenigstens eine Wellenberg (26) zusammen mit dem Innenrohr (12) eine schraubenförmig verlaufende Wärmetauscherfluidleitung (28) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass es ein durch Extrusion gefertigtes Kunststoffrohr ist.
  2. Verbundrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einem Ende (10a, 10b) des Verbundrohres (10) wenigstens ein kreisförmig verlaufender Wellenberg (22) vorgesehen ist.
  3. Verbundrohr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der schraubenförmig verlaufende Wellenberg (126) unabhängig von dem wenigstens einen kreisförmig verlaufenden Wellenberg (122) ausgebildet ist.
  4. Verbundrohr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der schraubenförmig verlaufende Wellenberg (26) in den wenigstens einen kreisförmig verlaufenden Wellenberg (22) übergeht.
  5. Verbundrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einem Ende (10a, 10b) des Verbundrohres (10) wenigstens ein Anschluss (30, 32) für eine externe Leitung vorgesehen ist.
  6. Verbundrohr nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss (30, 32) von einer Warzen- bzw. Stutzen-artigen Ausbuchtung (38) des Außenrohres (14) gebildet ist.
  7. Verbundrohr nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanddicke des Außenrohres (14) in einem der Ausbuchtung (38) zugeordneten Längenabschnitt (L) einen größeren Wert aufweist als dessen Wanddicke in einem dem wenigstens einen schraubenförmig verlaufenden Wellenberg (26) zugeordneten Längenabschnitt.
  8. Verbundrohr nach Anspruch 4 und einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Anschluss (30, 32) für eine externe Leitung im Übergangsbereich zwischen dem wenigstens einen schraubenförmig verlaufenden Wellenberg (26) und dem kreisförmig verlaufenden Wellenberg (22) vorgesehen ist.
  9. Verbundrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Verbindungsstellen des wenigstens einen Wellentals (27) mit dem Innenrohr (12) Schlitze (40) vorgesehen sind, welche sowohl das Außenrohr (14) als auch das Innenrohr (12) durchsetzen.
  10. Verbundrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die schraubenförmig verlaufende Wärmetauscherfluidleitung (228) zwei koaxial angeordnete, ineinander verschachtelte, schraubenförmig verlaufende Leitungsabschnitte (228a, 228b) identischer Gewindehöhe umfasst, die an einem Ende des Verbundrohres (210b) miteinander verbunden sind (bei 228c).
  11. Verwendung eines Verbundrohrs nach einem der Ansprüche 1 bis 10 als Abwasserohr.
  12. Verwendung eines Verbundrohrs nach einem der Ansprüche 1 bis 10 als Energiepfahl.
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