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Die
Erfindung betrifft ein Verbundrohr umfassend ein Innenrohr mit im
Wesentlichen konstantem Durchmesser und ein Außenrohr,
das als Wellrohr mit wenigstens einem schraubenförmig um
das Innenrohr umlaufenden Wellenberg und wenigstens einem schraubenförmig
um das Innenrohr umlaufenden Wellental ausgebildet ist, wobei das
wenigstens eine Wellental mit dem Innenrohr dichtend verbunden ist,
und wobei der wenigstens eine Wellenberg zusammen mit dem Innenrohr
eine schraubenförmig verlaufende Wärmetauscherfluidleitung
bildet.
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Ein
derartiges Verbundrohr ist beispielsweise aus der
DE 20 16 991 A1 bekannt.
Diese Druckschrift offenbart ein metallisches Verbundrohr zum Einsatz
in Wärmetauschern, welches dadurch hergestellt wird, dass
man zunächst zwei glattwandige Rohre unterschiedlichen
Durchmessers ineinander schiebt und anschließend das Außenrohr
relativ zum Innenrohr um die gemeinsame Längsachse der
beiden Rohre verdrillt, bis das schraubenförmige Wellental
des Außenrohrs mit der Außenwand des Innenrohrs
derart vorgespannt in Eingriff tritt, dass das schraubenförmig
gewellte Außenrohr fest auf dem Innenrohr gehalten ist.
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Nachteilig
an dieser Ausführungsform ist hauptsächlich die
aufwändige und komplizierte Art der Herstellung. Beim Verdrillen
wird das Außenrohr an seinen beiden Längsenden
gehalten und die beiden Längsenden werden relativ zueinander
um die Längsachse des Außenrohrs verdreht. Dabei
kann nicht vorhergesagt werden, an welcher Stelle des Außenrohrs
zwischen den beiden Enden die Verdrillung zuerst zu einer Bildung
von Wellenbergen und Wellentälern führt. Zudem
kann nicht garantiert werden, dass die Verdrillung über
die gesamte Länge des Verbundrohrs gleich stark ausgebildet
ist. Dies kann vor allem zu Problemen bei der Dichtigkeit der so
hergestellten Wärme tauscherfluidleitung führen.
Ferner kann es durch Überbeanspruchung des verwendeten Metallmaterials
beim Verdrillen zur Bildung von spröden Stellen bis hin
zu Haarrissen in der Wandung des Außenrohrs kommen. Da
es bei der Verdrillung des Außenrohrs zu dessen Verkürzung
kommt, hängt die bei der Herstellung schlussendlich erreichte
Länge des Verbundrohrs davon ab, wie stark das Außenrohr verdrillt
werden muss, um an jeder Stelle des Verbundrohrs die Dichtigkeit
der gebildeten Wärmetauscherfluidleitung gewährleisten
zu können.
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Ein ähnliches
Verbundrohr ist auch aus der
US
3,730,229 bekannt.
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Aus
der
DE 10 2006
008 379 A1 ist ein Rohrsystem zur Abwasserentsorgung und
Wärmerückgewinnung bekannt, bei welchem ein herkömmliches Abwasserrohr
mit einer Schlauch- oder Rohrwendel umwickelt wird, durch welche
ein Wärmetauscherfluid geleitet wird. Diese Ausführung
ist aufgrund der nachträglichen Umwicklung des Abwasserrohrs
aufwändig, zumal des Weiteren eine Stützvorrichtung
für die Wärmetauscherfluidleitung vorgesehen werden muss.
Zudem muss die Wärme sowohl die Wandung des Abwasserrohrs
als auch die Wandung der Wärmetauscherfluidleitung durchsetzen,
um vom Abwasser in das Wärmetauscherfluid zu gelangen.
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Aus
der
DE 42 02 791 A1 ist
ein Wärmetauscher für Abwasser führende
Rohr- oder Schlauchleitungen bekannt, bei welchem eine Wärmetauscherfluidleitung
zu einer Schraubenwendel geformt wird, wobei die einander berührenden
Wandungsabschnitte der einzelnen Windungen dieser Wendel miteinander
dichtend verbunden werden müssen, so dass durch den von
der Wendel umschlossenen Hohlraum hindurch geführtes Abwasser
nicht zwischen den Windungen austreten kann. Zudem muss an den beiden
Enden der Wendel jeweils ein glattwandiger Rohrabschnitt befestigt
werden, durch den das Abwasser zur Wendel zu- bzw. von der Wendel
abgeführt werden kann. Die Herstellung dieses Wärmetauschers
ist somit äußerst aufwändig.
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Aus
der
DE 32 18 539 A1 und
der
DE 8005 736 U1 ist
jeweils ein doppel wandiges Wellrohr bekannt, welches nach dem Wickelverfahren
hergestellt ist. Der schraubenförmige Verlauf von Wellenberg
und Wellental des Außenrohrs ist dabei eine Konsequenz
des Herstellungsverfahrens, und hat nichts mit einer etwaigen Nutzung
als Wärmetauscherfluidleitung zu tun.
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Demgegenüber
ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verbundrohr der eingangs
genannten Art anzugeben, welches in einfacher Weise mit einer über
seine gesamte Länge gleichmäßigen Qualität
gefertigt werden kann.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verbundrohr
der eingangs genannten Art gelöst, welches ein durch Extrusion
gefertigtes Kunststoffrohr ist. Die Erfindung macht sich dabei insbesondere die
gleichmäßige Qualität zu Nutze, die sich
aus der Extrusion von doppelwandigen Verbundrohren aus Kunststoff
ergeben.
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Das
erfindungsgemäße Verbundrohr kann beispielsweise
zur Abwasserentsorgung und gleichzeitigen Wärmerückgewinnung
eingesetzt werden, wie dies beispielsweise aus der
DE 10 2006 008 379 A1 bekannt
ist. In diesem Fall wird das Innenrohr von Abwasser durchströmt,
wobei die darin enthaltene Wärme durch das durch die schraubenförmig
verlaufende Wärmetauscherfluidleitung strömende
Wärmetauscherfluid rückgewonnen wird.
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Es
ist jedoch auch möglich, das Verbundrohr als Erdkollektor
einzusetzen. In diesem Fall hat das Innenrohr neben seinem Beitrag
zur Bildung der Wärmetauscherfluidleitung die Aufgabe,
als Halterung für die Wärmetauscherfluidleitung
zu dienen.
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Grundsätzlich
ist es denkbar, das erfindungsgemäße Verbundrohr
als Endlosrohr herzustellen, das dann im Bedarfsfall in Teilstücke
gewünschter Län ge zerteilt wird. In diesem Fall
müssen dann an den Enden der Teilstücke noch der
Verbindung mit anderen Bauelementen dienende Anschlussstücke befestigt
werden. Erfindungsgemäß ist es jedoch bevorzugt,
wenn an wenigstens einem Ende des Verbundrohrs wenigstens ein kreisförmig
verlaufender Wellenberg vorgesehen ist. An diesen kreisförmig verlaufenden
Wellenberg kann dann ein herkömmliches Dichtungselement
angelegt werden, so dass das Verbundrohr über eine handelsübliche
Muffe mit einem anderen Bauelement, beispielsweise einem anderen
Rohr oder einer Anschlussstelle einer übergeordneten Baueinheit,
verbunden werden kann. Sind zwei oder mehr kreisförmig
verlaufende Wellenberge vorgesehen, so kann das Dichtungselement
in das Wellental zwischen diesen beiden Wellenbergen eingelegt werden.
Die Anzahl der kreisförmig verlaufenden Wellenberge kann
in Abhängigkeit der jeweils zur Verwendung vorgesehenen
Muffe, insbesondere deren Abmessungen, gewählt werden.
Selbstverständlich kann das erfindungsgemäße
Verbundrohr in bestimmten Standardlängen bereitgestellt
werden, wobei beide Enden der Verbundrohre zur Verbindung mit einer
herkömmlichen Muffe vorbereitet sind.
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Beispielsweise
kann der schraubenförmig verlaufende Wellenberg unabhängig
von dem wenigstens einen kreisförmig verlaufenden Wellenberg ausgebildet
sein. In diesem Fall ist es besonders vorteilhaft, zwei kreisförmig
verlaufende Wellenberge vorzusehen, zwischen die das Dichtungselement
eingelegt werden kann. Alternativ ist es jedoch auch denkbar, dass
der schraubenförmig verlaufende Wellenberg in den wenigstens
einen kreisförmig verlaufenden Wellenberg übergeht.
In diesem Fall kann auch die Länge des kreisförmig
verlaufenden Wellenbergs, in den der schraubenförmig verlaufende
Wellenberg übergeht, zur Wärmetauschung genutzt
werden, so dass die zum Wärmetausch effektiv genutzte Länge
des Verbundrohrs gegenüber der vorstehend erläuterten
Ausführungsvariante ansteigt.
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In
Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass an wenigstens
einem Ende des Rohres wenigstens ein Anschluss für eine
externe Leitung vorgesehen ist.
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Dabei
kann dieser Anschluss gemäß einer Ausführungsvariante
beispielsweise von einer Warzen- bzw. Stutzen-artigen Ausbuchtung
des Außenrohrs gebildet sein. Das Vorsehen einer derartigen Ausbuchtung
ist insbesondere deshalb von Vorteil, weil hierdurch in einfacher
Weise der Anschluss derart ausgebildet werden kann, dass ein herkömmlicher
Rohrverbinder zum Anschluss der externen Leitung eingesetzt werden
kann.
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Herstellungstechnisch
bedeutet die Ausbildung der Ausbuchtung insbesondere im Hinblick
auf die Extrusion eine besondere Herausforderung, da das hierzu
erforderliche Ausstellen der Ausbuchtung zu einer Materialverdünnung
im Bereich der Ausbuchtung führt. Grundsätzlich
wäre es zwar möglich, das gesamte Außenrohr
mit einer ausreichenden Wandungsdicke auszubilden. Dies würde
aber zu einer Überdimensionierung des Außenrohrs
und damit zu erhöhtem Materialverbrauch und erhöhten
Herstellungskosten führen. Erfindungsgemäß wird
daher vorgeschlagen, dass die Wanddicke des Außenrohres
in einem der Ausbuchtung zugeordneten Längenabschnitt einen
größeren Wert aufweist als dessen Wanddicke in
einem dem wenigstens einen schraubenförmig verlaufenden
Wellenberg zugeordneten Längenabschnitt. Dies kann beispielsweise
durch eine entsprechende Steuerung der Extrusionsvorrichtung erzielt
werden. Entweder kann im Längenbereich der Ausbuchtung
die Geschwindigkeit des Materialausstoßes erhöht
oder die Geschwindigkeit der Formbacken zur Ausbildung der Wellung
des Außenrohrs reduziert werden.
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Grundsätzlich
kann aber auch daran gedacht werden, die Ausbuchtung unabhängig
von der Herstellung des Verbundrohrs vorzusehen. Beispielsweise
könnte sie nachträglich an das Außenrohr oder/und
das Innenrohr angeschweißt werden.
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Gemäß einer
anderen Ausführungsvariante kann der Anschluss aber auch
ohne Ausformen oder/und nachträgliches Anbringen einer
Ausbuchtung unmittelbar in das Verbundrohr eingebracht werden. Beispielsweise
könnte ein Wellenberg des Außenrohrs oder/und
das Innenrohr in einem einem Wellenberg des Außenrohrs
entsprechenden Längenabschnitt durchbrochen, beispielsweise
durchgebohrt, werden, um einen Anschluss für eine externe Fluidleitung
vorzusehen.
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Geht
der schraubenförmig verlaufende Wellenberg in einen kreisförmig
verlaufenden Wellenberg über, so ist es besonders vorteilhaft,
wenn der wenigstens eine Anschluss für eine externe Leitung im Übergangsbereich
zwischen dem wenigstens einen schraubenförmig verlaufenden
Wellenberg und dem kreisförmig verlaufenden Wellenberg
vorgesehen ist, da in diesem Bereich ohnehin eine ausreichende Menge
an Kunststoffmaterial zur Bildung des Anschlusses vorhanden ist,
und dies auch für den Fall, dass der Anschluss in Form
einer Ausbuchtung ausgebildet wird.
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In
Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass im Bereich
der Verbindungsstellen des wenigstens einen schraubenförmig
umlaufenden Wellentals mit der Außenwand des Innenrohrs
Schlitze vorgesehen sind, welche sowohl das Außenrohr als
auch das Innenrohr durchsetzen. Diese Ausbildung kann bei beiden
vorstehend diskutierten Verwendungsarten des erfindungsgemäßen
Verbundrohrs von Vorteil sein. Beispielsweise kann ein mit Schlitzen
versehenes Abwasserrohr zur Versickerung des Abwassers im Erdreich
eingesetzt werden, beispielsweise zur Versickerung von in einer
Regenwasserbewirtschaftungsanlage gereinigtem Regenwasser. Die mit
der Versickerung einhergehende Befeuchtung des das Verbundrohr umgebenden
Erdreichs hat dabei den Vorteil, dessen Wärmeleitfähigkeit
zu erhöhen, so dass nicht nur die Wärme des Abwassers
gewonnen werden kann, sondern auch Wärme aus dem umgebenden
Erdreich besser aufgenommen werden kann. Bei Einsatz des erfindungsgemäßen
Verbundrohrs als Erdkollektor, bei dem es ausschließlich
um die Gewinnung von Wärme aus dem umgebenden Erdreich
geht, kann die Befeuchtung des Erdreichs mittels durch das Innenrohr
zugeführtem Wasser ebenfalls zu einer Erhöhung
der Wärmeleitfähigkeit des Erdreichs und damit
zu einer Steigerung der Effektivität des Erdkollektors
führen. Insbesondere bei der vertikalen Anordnung kann
in der geschlitzten Ausführung im Falle der Einbindung in
einen Grundwasserleiter zumindest der tieferliegende Bereich von
Grundwasser nicht nur umströmt, sondern auch durchströmt
werden. Dies verbessert ebenfalls die Wärmeaufnahme.
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Als
zur vorstehenden geschlitzten Variante des Verbundrohrs äquivalent
wird eine Ausführungsform angesehen, bei welcher die Schlitze
in dem schraubenförmig verlaufenden Wellenberg vorgesehen
sind. In diesem Fall bildet das Lumen des Innenrohrs dann die Wärmetauscherfluidleitung,
während die schraubenförmig verlaufende Leitung
zwischen Innenrohr und Außenrohr zur Abwasserversickerung, Befeuchtung
des umgebenden Erdreichs und dergleichen genutzt werden kann.
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Insbesondere,
aber nicht ausschließlich für den Fall der Anwendung
des erfindungsgemäßen Verbundrohrs als Erdkollektor
wird vorgeschlagen, dass die schraubenförmig verlaufende
Wärmetauscherfluidleitung zwei koaxial angeordnete, ineinander
verschachtelte, schraubenförmig verlaufende Leitungsabschnitte
identischer Gewindehöhe umfasst, die an einem Ende des
Rohres miteinander verbunden sind. In diesem Fall kann das Verbundrohr mit
dem keinen Anschluss aufweisenden Ende voran im Erdreich in im Wesentlichen
vertikaler Anordnung verbaut werden. Vorteilhaft an dieser Anordnung
ist insbesondere, dass die Verbindung des Verbundrohrs mit den externen
Leitungen erst dann zu erfolgen braucht, nachdem das Verbundrohr
bereits im Wesentlichen vollständig im Erdreich angeordnet worden
ist, da die Anschlüsse in diesem Fall in geringer Tiefe
angeordnet sind.
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Aber
auch bei der horizontalen Verlegung des Verbundrohrs bietet die
doppelte Schraubenführung den Vorteil, die Leitungsführung
von z. B. der Wärmepumpe zum Verbundrohr gebündelt
werden kann. Dies erfordert weniger Grabenaushub und zu schützende
Leitungsführungen.
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Grundsätzlich
ist es aber auch denkbar, an das eine Ende einer einfachschraubenförmig
verlaufenden Wärmetauscherfluidleitung mit einem gerad linig
verlaufenden, beispielsweise im Innenraum des Verbundrohrs angeordneten
Rückführleitungsabschnitt verbunden ist. Diese
Variante hat den Vorteil einer höheren Energiegewinnung,
insbesondere einer höheren Temperatur des Wärmetauscherfluids am
Austrittsende der Wärmetauscherfluidleitung, da der Vorwärmungseffekt
des Wärmetauscherfluids in der Zuströmschraube
durch das Wärmetauscherfluid in der Rückströmschraube,
der das Wärmetauscherfluid in der Rückströmschraube
kühlt, entfällt.
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Wie
vorstehend bereits erwähnt, betrifft die Erfindung nach
weiteren Gesichtspunkten auch die Verwendung eines erfindungsgemäßen
Verbundrohrs als Abwasserrohr oder als Erdkollektor, in der Fachsprache
auch Energiepfahl genannt.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen
an Ausführungsbeispielen näher erläutert
werden. Es stellt dar:
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1 eine
teilweise geschnittene Ansicht einer ersten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Verbundrohrs;
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2 und 3 Ansichten ähnlich 1 weiterer
Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Verbundrohrs; und
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4 eine
vergrößerte Detailansicht zur Erläuterung
der Ausbildung einer Anschlussstelle.
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In 1 ist
ein erfindungsgemäßes Verbundrohr allgemein mit 10 bezeichnet.
Es umfasst ein im Wesentlichen glattwandiges Innenrohr 12 und ein
gewelltes Außenrohr 14. Das im Wesentlichen glattwandige
Innenrohr 12 weist über die gesamte Länge
des Verbundrohrs 10 im Wesentlichen den gleichen Durchmesser
D auf, wobei es aber, wie dies von extrudierten Wellrohren an sich
bekannt ist, durchaus zu geringfügigen Durchmesseränderungen zwischen
den Wellenbergen 16 und den Wellentälern 18 des
Wellrohrs 14 kommen. Zudem ist das Innenrohr 12 mit
dem Außenrohr 14 im Bereich der Wellentäler 18 dichtend
verbunden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist
das Außenrohr 14 im Bereich seiner beiden Längsenden 14a und 14b jeweils einen
im Wesentlichen kreisförmig um die Längsachse
X des Verbundrohrs 10 verlaufenden Wellenberg 20 bzw. 22 auf.
In den Wellentälern zwischen den kreisförmig verlaufenden
Wellenbergen 20 und 22 ist jeweils ein Dichtungsring 24 eingelegt,
der zum dichtenden Zusammenwirken mit einer nicht dargestellten
Muffe zur Verbindung des erfindungsgemäßen Verbundrohrs
mit einem weiteren erfindungsgemäßen Verbundrohr,
einem herkömmlichen Verbundrohr, dem Anschlussstutzen einer übergeordneten Baueinheit
oder einem anderen Baulelement bestimmt ist.
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Darüber
hinaus weist das Außenrohr 14 einen schraubenförmig
um die Achse X umlaufenden Wellenberg 26 auf, der an seinen
beiden Enden 26a und 26b in jeweils einen der
beiden kreisförmig verlaufenden Wellenberge 22 übergeht,
sowie ein schraubenförmig um die Achse X umlaufendes Wellental 27.
Auf diese Weise bilden das Außenrohr 14 und das
Innenrohr 12 zwischen sich eine schraubenförmig
verlaufende Wärmetauscherfluidleitung 28 aus,
die vom einen Ende 10a des Verbundrohrs zu dessen anderem
Ende 10b führt. Über in 1 lediglich
grob schematisch als Kreis dargestellte Anschlüsse 30 und 32 kann
Wärmetauscherfluid in die schraubenförmige Leitung 28 ein-
und wieder ausgeleitet werden. Die Strömungsrichtung des
Wärmetauscherfluids ist in 1 durch
Pfeile angedeutet.
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Nachzutragen
ist noch, dass der im Bereich der im Wesentlichen kreisförmig
verlaufenden Wellenberge 20 zwischen dem Außenrohr 14 und
dem Innenrohr 12 gebildete Hohlraum 34 mit der
Fluidleitung 28 nicht verbunden ist, sondern von dieser durch
das Wellental im Bereich zwischen den beiden Wellenbergen 20 und 22 getrennt
ist.
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Ferner
ist in rein sprachlicher Hinsicht nachzutragen, dass man bei Betrachtung
der 1 geneigt ist, auch bei dem einen schraubenförmig
umlaufenden Wellenberg 26 davon zu sprechen, dass die von
diesem gebildete Wellenberg-Wendel einander benachbarte Wellenberge 16 umfasst,
die durch Wellentäler 18 voneinander getrennt
sind. Gleichwohl versteht es sich, dass es sich tatsächlich
nur um einen einzigen, schraubenförmig verlaufenden Wellenberg 26 handelt,
dessen Windungen von den Windungen eines einzigen, schraubenförmig
verlaufenden Wellentals 36 voneinander getrennt sind.
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In 4 ist
die Anschlussstelle 30 zum Verbinden der Wärmetauscherfluidleitung 28 mit
einer äußeren Leitung vergrößert
in Schnittdarstellung gezeigt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist diese Anschlussstelle 30 im Übergangsbereich
zwischen dem kreisförmig verlaufenden Wellenberg 22 und
der ersten Windung 26a des schraubenförmig verlaufenden
Wellenbergs 26 als Ausbuchtung 38 ausgebildet,
in deren Planfläche 38a eine Ausnehmung zum Einsetzen
eines herkömmlichen Rohrverbinders eingebracht werden kann,
beispielsweise durch Ausschneiden, Bohren, Stanzen oder dergleichen.
Das Außenrohr 14 muss daher in diesem Bereich
eine ausreichende Wandstärke aufweisen, damit die Ausbuchtung 38 eine
für den Anschluss der externen Leitung ausreichende Stabilität
aufweist. Diese ausreichende Wandstärke kann beispielsweise
dadurch erzielt werden, dass im Bereich des Längenabschnitts
L der Anschlussstelle 30 die Geschwindigkeit des Ausstoßes
von Kunststoffmaterial aus dem Extruder erhöht oder/und
die Geschwindigkeit der das Außenrohr 14 ausformenden
Formbacken der Extrusionsvorrichtung reduziert wird.
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In 2 ist
eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Verbundrohrs dargestellt, die im Wesentlichen der Ausführungsform
gemäß 1 entspricht. Daher sind in 2 analoge
Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen wie in 1, jedoch
erhöht um die Zahl 100. Darüber hinaus wird die
Ausführungsform gemäß 2 nur
insoweit beschrieben werden, als sie sich von der Ausführungsform
gemäß 1 unterscheidet.
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Das
Verbundrohr 110 gemäß 2 unterscheidet
sich von dem Verbundrohr 10 gemäß 1 lediglich
dadurch, dass der schraubenförmig verlaufende Wellenberg 126 und
der weiter innen liegende der beiden kreisförmig verlaufenden
Wellenberge 120 und 122, nämlich der
kreisförmig verlaufende Wellenberg 122, nicht
ineinander übergehen, sondern durch ein kreisförmig
verlaufendes Wellental dichtend voneinander getrennt sind. Dies
hat zum einen Vorteile hinsichtlich der Verbindung des Verbundrohrs 110 mit
einer Muffe zum Anschluss des Verbundrohrs 110 an weiteren
Bauelementen. Dies geht jedoch zu Lasten der zur Wärmetauschung
effektiv nutzbaren Länge des Verbundrohrs 110.
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In 3 ist
eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Verbundrohrs dargestellt, welche im Wesentlichen der Ausführungsform
gemäß 2 entspricht. Daher sind in 3 analoge Teile
mit gleichen Bezugszeichen versehen wie in 2, jedoch
vermehrt um die Zahl 100, d. h. im Vergleich zu 1 vermehrt
um die Zahl 200. Darüber hinaus wird die Ausführungsform
gemäß 3 im Folgenden nur insoweit
beschrieben werden, als sie sich von der Ausführungsform
gemäß 2 unterscheidet.
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Auch
bei dem Verbundrohr 210 ist die Wärmetauscherfluidleitung 228 schraubenförmig
ausgebildet. Allerdings umfasst sie zwei Leitungsabschnitte 228a und 228b,
die beide im Vergleich zur Ausführungsform gemäß 2 die
doppelte Steigung aufweisen und ineinander verschachtelt sind. Darüber hinaus
sind die beiden Leitungsabschnitte 228a und 228b bei 228c miteinander
verbunden. Durch diese Ausgestaltung ist es möglich, dass
die Anschlussstellen 230 zum Einleiten von Wärmetauscherfluid
in die Wärmetauscherfluidleitung 228 und die Anschlussstelle 232 zum
Ausleiten von Wärmetauscherfluid aus der Wärmetauscherfluidleitung 228 im Bereich
des gleichen Längsendes 210a des Verbundrohrs 210 angeordnet
sind. Diese Ausführungsform eignet sich besonders gut für
die Verwendung des Verbundrohrs 210 als Erdkollektor, da
in diesem Fall das Verbundrohr 210 mit seinem Ende 210b voran
im Erdreich verbaut werden kann, wobei seine Längsachse
X in im Wesentlichen vertikaler Richtung verläuft. Durch
diese Anordnung sind die beide Anschlussstellen 230 und 232 in
der Nähe der Erdoberfläche angeordnet, so dass
die Anschlussarbeiten erst dann vorge nommen zu werden brauchen,
wenn das Verbundrohr 210 bereits im Wesentlichen vollständig
im Erdreich verlegt ist.
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Zu
allen Ausführungsformen ist noch nachzutragen, dass im
Bereich des schraubenförmig umlaufenden Wellentals 36 Schlitze 40 vorgesehen
sein können, welche sowohl das Innenrohr 12 als
auch das Außenrohr 14 durchsetzen. Diese Schlitze
können beispielsweise dazu verwendet werden, um das im
Innenraum 42 des Verbundrohrs 10 strömende Wasser
in dem umgebenden Erdreich zu versickern. Hierdurch wird die Wärmeleitfähigkeit
des umgebenden Erdreichs erhöht, so dass mit dem Verbundrohr 10 nicht
nur die im Abwasser enthaltene Wärme rückgewonnen,
sondern auch dem umgebenden Erdreich zusätzlich Wärme
entzogen werden kann.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 2016991
A1 [0002]
- - US 3730229 [0004]
- - DE 102006008379 A1 [0005, 0011]
- - DE 4202791 A1 [0006]
- - DE 3218539 A1 [0007]
- - DE 8005736 U1 [0007]
- - DE 3521585 A1 [0008]
- - DE 102005056651 A1 [0008]
- - JP 2002-030717 A [0008]