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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Objekterfassungsvorrichtung,
ein Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikationssystem (nachstehend auch als Fahrzeugkommunikationssystem
bezeichnet) und eine Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikationsvorrichtung
(nachstehend auch als Fahrzeugkommunikationsvorrichtung bezeichnet),
die jeweils eine Funktion zur Erkennung einer Art eines Objekts
aufweisen.
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Es
sind verschiedene Arten von Erfassungsvorrichtungen zur Erfassung
eines Objekts (insbesondere eines Fußgängers)
bekannt. Die
JP 2002-024986 offenbart
beispielsweise eine Erfassungsvorrichtung, die eine Stereokamera
und eine Bildverarbeitungsvorrichtung aufweist und bestimmt, ob
ein Fußgänger in einem von der Stereokamera aufgenommenen
Bild vorhanden ist, indem sie bestimmt, ob ein Objekt, welches die
Form eines menschlichen Körpers aufweist, in dem Bild vorhanden
ist oder nicht.
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Die
JP 2004-220143 offenbart
ferner eine Erfassungsvorrichtung, die dazu ausgelegt ist, die Position
eines Fußgängers mit Hilfe eines Empfängers zu
erfassen, der ein Funksignal empfängt, das von einem vom
Fußgänger getragenen Sender ausgesendet wird.
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Die
in der
JP 2002-024986 offenbarte
Erfassungsvorrichtung weist jedoch den Nachteil auf, dass sie dann,
wenn der Abstand zu einem Objekt groß und das Objekt in
einem von der Stereokamera aufgenommenen Bild folglich klein ist,
schwierig wird, die Form des Objekts zu erfassen, was wiederum eine
Unterscheidung, ob es sich bei dem Objekt um einen Fußgänger
handelt oder nicht, erschwert.
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Die
in der
JP 2004-220143 offenbarte
Erfassungsvorrichtung weist den Nachteil auf, dass sie nur Fußgänger
erfassen kann, welche den Sender tragen.
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine Objekterfassungsvorrichtung bereit,
mit:
einer Positionserfassungsfunktion zum Ausführen
eines Positionserfassungsprozesses zur Erfassung einer Position
eines Objekts, das innerhalb eines vorbestimmten Erfassungsbereichs
vorhanden ist;
einer Betriebssteuerfunktion zur Steuerung der
Positionserfassungsfunktion zum Ausführen des Positionserfassungsprozesses
zu vorbestimmten Zeitintervallen; und
einer Objektarterkennungsfunktion
zur Erkennung einer Art des Objekts, wobei
die Objektarterkennungsfunktion
dazu ausgelegt ist, eine erste Bestimmung zu treffen, die aussagt,
ob ein Zeitänderungsmuster der von der Positionserfassungsfunktion
erfassten Position des Objekts mit einem von vorbestimmten Objektartmustern übereinstimmt
oder nicht, die Art des Objekts als eine Art zu erkennen, welche
dem einen der vorbestimmten Objektartmuster entspricht, wenn die
erste Bestimmung positiv ist, und zu bestimmen, dass die Art des
Objekts keiner der Arten entspricht, welche den vorbestimmten Objektartmustern
entsprechen, wenn die erste Bestimmung negativ ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Kommunikationssystem bereit,
mit:
einem Sender; und
einem an einem Fahrzeug befestigten
Empfänger, wobei
der Sender einen vorbestimmten Prozess
ausführt und ein Ergebnis des vorbestimmten Prozesses an den
Empfänger sendet, und
der Sender aufweist:
eine
Positionserfassungsfunktion zum Ausführen eines Positionserfassungsprozesses
zur Erfassung einer Position eines Objekts, das innerhalb eines
vorbestimmten Erfassungsbereichs vorhanden ist;
eine Betriebssteuerfunktion
zur Steuerung der Positionserfassungsfunktion zum Ausführen
des Positionserfassungsprozesses zu vorbestimmten Zeitintervallen;
eine
Objektarterkennungsfunktion zum Ausführen eines Objektarterkennungsprozesses
zur Erkennung einer Art des Objekts; und
eine Sendefunktion
zum Senden eines Ergebnisses des von der Objektarterkennungsfunktion
ausgeführten Objektarterkennungsprozesses, wobei
die
Objektarterkennungsfunktion dazu ausgelegt ist, eine erste Bestimmung
zu treffen, die aussagt, ob ein Zeitänderungsmuster der
von der Positionserfassungs funktion erfassten Position des Objekts
mit einem von vorbestimmten Objektartmustern übereinstimmt
oder nicht, die Art des Objekts als eine Art zu erkennen, welche
dem einen der vorbestimmten Objektartmuster entspricht, wenn die
erste Bestimmung positiv ist, und zu bestimmen, dass die Art des
Objekts keiner der Arten entspricht, welche den vorbestimmten Objektartmustern
entsprechen, wenn die erste Bestimmung negativ ist, und
der
Empfänger eine Meldefunktion aufweist, die einen Fahrer
des Fahrzeugs in Abhängigkeit eines Inhalts des vom Sender
gesendeten Ergebnisses des Objektarterkennungsprozesses auf eine
Gefahr aufmerksam macht.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikationsvorrichtung
bereit, die in einem Fahrzeug befestigt und dazu ausgelegt ist,
mit einer weiteren Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikationsvorrichtung zu
kommunizieren, und aufweist:
eine Positionserfassungsfunktion
zum Ausführen eines Positionserfassungsprozesses zur Erfassung
einer Position eines Objekts, das innerhalb eines vorbestimmten
Erfassungsbereichs vorhanden ist;
eine Betriebssteuerfunktion
zur Steuerung der Positionserfassungsfunktion zum Ausführen
des Positionserfassungsprozesses zu vorbestimmten Zeitintervallen;
eine
Objektarterkennungsfunktion zur Erkennung einer Art des Objekts;
eine
Sendefunktion zum Senden eines Ergebnisses des von der Objektarterkennungsfunktion
ausgeführten Objektarterkennungsprozesses als Objektinformation;
und
eine Meldefunktion, die einen Fahrer des Fahrzeugs in Abhängigkeit
eines Inhalts der von einer weiteren Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikationsvorrichtung empfangenen
Objektinformation auf eine Gefahr aufmerksam macht, wobei
die
Objektarterkennungsfunktion dazu ausgelegt ist, eine erste Bestimmung
zu treffen, die aussagt, ob ein Zeitänderungsmuster der
von der Positionserfassungsfunktion erfassten Position des Objekts
mit einem von vorbestimmten Objektartmustern übereinstimmt
oder nicht, die Art des Objekts als eine Art zu erkennen, welche
dem einen der vorbestimmten Objektartmuster entspricht, wenn die
erste Bestimmung positiv ist, und zu bestimmen, dass die Art des
Objekts keiner der Arten entspricht, welche den vorbestimmten Objektartmustern
entsprechen, wenn die erste Bestimmung negativ ist.
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Gemäß der
vorliegenden Erfindung können eine Vorrichtung und ein
Kommunikationssystem bereitgestellt werden, die dazu ausgelegt sind,
ein Objekt genau und zuverlässig zu erfassen.
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Weitere
Vorteile und Eigenschaften der Erfindung werden aus der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung, die unter Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung und die beigefügten Ansprüche gemacht
wurde, näher ersichtlich sein. In der Zeichnung zeigt:
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1 eine
schematische Darstellung zur Veranschaulichung der von der vorliegenden
Erfindung bereitgestellten Fahrunterstützung;
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2 ein
Blockdiagramm eines Aufbaus eines Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikationssystems 1 gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung;
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3A ein
Ablaufdiagramm eines von einer Unterstützungssteuer-ECU
einer Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikationsvorrichtung des Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikationssystems 1 ausgeführten
Hinderniserfassungsprozesses;
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3B ein
Ablaufdiagramm eines Hindernisarterkennungsprozesses, der Teil des
Hinderniserfassungsprozesses ist;
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4 ein
Diagramm mit Änderungsmustern verschiedener Parameter,
die zur Erkennung eines erfassten Hindernisses als Fußgänger
verwendet werden;
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5 ein
Ablaufdiagramm eines von der Unterstützungssteuer-ECU ausgeführten
Fahrunterstützungsprozesses; und
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6 ein
Diagramm mit den Änderungsmustern verschiedener Parameter,
die zur Erkennung eines Hindernisses als entgegenkommendes Fahrzeug,
das in Begriff ist, rechts abzubiegen, verwendet werden.
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1 zeigt
eine schematische Darstellung zur Veranschaulichung der von der
vorliegenden Erfindung bereitgestellten Fahrunterstützung.
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Wenn
ein Fahrzeug, das gerade auf eine Kreuzung zufährt (Funksendefahrzeug),
wie in 1 gezeigt, ein Objekt, wie beispielsweise einen
Fußgänger, in der Nähe der Kreuzung erfasst,
sendet es diese Erfassung anzeigende Daten an ein Fahrzeug, das
an der Kreuzung rechts abbiegt. Dieses rechts abbiegende Fahrzeug
empfängt die Daten und zeigt das erfasste Objekt betreffende
Information auf einer in diesem Fahrzeug vorgesehenen Anzeigevorrichtung
an.
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Hierbei
wird dann, wenn das Objekt als Fußgänger erkannt
worden ist, eine einen Fußgänger anzeigende Markierung
auf der Anzeigevorrichtung angezeigt. Die vorliegende Erfindung
ermöglicht es, dass ein Fahrzeug, das im Begriff ist, an
einer Kreuzung rechts abzubiegen, wie vorstehend beschrieben, Informationen
bezüglich eines Hindernisses, wie beispielsweise eines
Fußgängers, der einen Fußgängerüberweg überquert,
von einem anderen Fahrzeug, wie beispielsweise einem Fahrzeug, dass gerade
auf die Kreuzung zufährt, erhält, so dass der Fahrzeugführer
des rechts abbiegenden Fahrzeugs davor gewarnt werden kann, mit
dem Fußgänger zu kollidieren.
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Nachstehend
werden die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
näher beschrieben. 2 zeigt
ein Blockdiagramm eines Aufbaus eines Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikationssystems
(nachstehend auch als Fahrzeugkommunikationssystem bezeichnet) 1 gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
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Das
Fahrzeugkommunikationssystem 1 ist aus einer Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikationsvorrichtung
(nachstehend auch als Kommunikationsvorrichtung bezeichnet) 10 aufgebaut,
die dazu ausgelegt ist, mit weiteren Fahrzeugkommunikationsvorrichtungen 10,
die in verschiedenen Fahrzeugen befestigt sind, zu kommunizieren.
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Die
Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 weist, wie in 2 gezeigt,
eine Unterstützungssteuer-ECU (elektronische Steuereinheit) 2,
mit der ein Transceiver 20 mit einem Sender und einem Empfänger,
eine Anzeigevorrichtung 21 und ein Laut sprecher 22 verbunden
sind, eine Brems-ECU 3, mit der ein Lenksensor 31,
ein Gierratensensor 32 und eine Parkbremse 33 verbunden
sind, eine Navigations-ECU 4, mit der eine GPS-Antenne 41 verbunden ist,
eine Blickpunkterfassungs-ECU 5, mit der eine Fahrzeugkamera 51 verbunden
ist, eine Motor-ECU 6, mit der ein Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 61 verbunden
ist, eine Hinderniserfassungs-ECU 7, mit der eine Stereokamera 71 und
ein Radar 72 verbunden sind, und eine Licht-ECU 8 auf,
mit der ein Fahrtrichtungsanzeiger 81 verbunden ist.
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Jede
der ECUs 2 bis 8, die aus einem Mikrocomputer
mit einer CPU, einem ROM, einem RAM und dergleichen aufgebaut sind,
ist dazu ausgelegt, über eine Kommunikationsverbindung
gemäß einem vorbestimmten Kommunikationsprotokoll,
wie beispielsweise CAN, mit den anderen ECUs 2 bis 8 zu kommunizieren.
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Die
Unterstützungssteuer-ECU 2 führt einen nachstehend
noch beschriebenen Fahrunterstützungsprozess und dergleichen
aus und informiert den Fahrzeugführer mit Hilfe der Anzeigevorrichtung 21 oder
des Lautsprechers 22 über die Ergebnisse dieses
Prozesses. Die Anzeigevorrichtung 21, die als LCD-Anzeige
zum Anzeigen einer Kartenabbildung und dergleichen oder als HUD
(Head-Up-Display), bei dem die für den Fahrzeugführer
wichtigen Informationen über die Frontscheibe in sein Sichtfeld
projiziert werden, aufgebaut ist, zeigt die Ergebnisse des von der
Unterstützungssteuer-ECU 2 ausgeführten Prozesses,
von der Navigations-ECU 4 erzeugte Kartendaten und dergleichen.
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Die
Anzeigevorrichtung 21 und der Lautsprecher 22 können
mit der Navigations-ECU 4 verbunden sein. Die Brems-ECU 3 steuert
eine Bremsvorrichtung (nicht gezeigt) auf der Grundlage von Erfassungsergebnissen
des einen Lenkwinkel erfassenden Lenksensors 31 und des
eine Winkelgeschwindigkeit erfassenden Gierratensensors 32.
Die Brems-ECU 3 erfasst den Betriebszustand der Parkbremse 33.
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Die
Navigations-ECU 4 erfasst die momentane Position eines
Fahrzeugs, in welchem das Fahrzeugkommunikationssystem 1 vorgesehen
ist (wird nachstehend als "Objektfahrzeug" bezeichnet), liest auf
einer HDD 9 gespeicherte Kartendaten in Übereinstimmung
mit der erfassten momentanen Position und erzeugt eine Kartenabbildung,
in welcher die momentane Position des Objektfahrzeugs auf den Karten daten
angezeigt wird. Die Navigations-ECU 4 sendet die Kartendaten
und die erzeugte Kartenabbildung an die Unterstützungssteuer-ECU 2,
so dass die Kartenabbildung auf der Anzeigevorrichtung 21 angezeigt
wird.
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Die
Blickpunkterfassungs-ECU 5 empfängt Bildsignale
von der Fahrzeugkamera 51, die ein Bild des Gesichts des
Fahrers aufnimmt, und erfasst die Blickrichtung des Fahrers (den
Blickpunkt des Fahrers) über eine Bildverarbeitung der
Bildsignale.
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Da
das Verfahren zur Erfassung der Blickrichtung eines Fahrers mit
Hilfe einer Bildverarbeitung eines aufgenommenen Bildes bekannt
ist (siehe beispielsweise
JP
7-159317 ), wird hierauf nachstehend nicht näher
eingegangen. Die Fahrzeugkamera
5 kann mehrfach vorgesehen
sein, um eine Abbildung des Gesichts des Fahrers aus verschiedenen Winkeln
aufzunehmen, so dass die Blickrichtung des Fahrers mit hoher Genauigkeit
erfasst werden kann.
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Der
Blickpunkt des Fahrers kann erfasst werden, indem die Ausrichtung
des Gesichts des Fahrers erfasst wird.
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Die
Motor-ECU 6 steuert einen Fahrzeugmotor (nicht gezeigte
Einspritzregelvorrichtung und dergleichen) an und sendet ein Erfassungsergebnis (Fahrzeuggeschwindigkeitsdaten)
des Fahrzeuggeschwindigkeitssensors 61 an die Unterstützungssteuer-ECU 2 und
die Navigations-ECU 4.
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Die
Hinderniserfassungs-ECU 7 führt einen Prozess
zur Erfassung eines Hindernisses aus, das in einem Bereich vorhanden
ist, der mit Hilfe der Stereokamera 71 oder des Radars 72 zu
vorbestimmten Zeitintervallen (beispielsweise alle 100 ms) erfassbar ist,
und speichert Hindernisdaten einer vorbestimmten Zeitspanne (z.
B. zwei Sekunden), die Positionsdaten und Formdaten eines erfassten
Hindernisses enthalten, in einer internen Speichervorrichtung. Erfasst
die Hinderniserfassungs-ECU 7 ein Hindernis mit Hilfe der
Stereokamera 71, so werden die Form und die Position des
erfassten Hindernisses über eine Bildverarbeitung eines
von der Stereokamera 71 aufgenommenen Bildes erfasst. Ein
Prozess zur Erkennung der Art des erfassten Hindernisses wird jedoch
von der Unterstützungssteuer-ECU 2 ausgeführt.
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Das
Radar 72 ist dazu ausgelegt, Hindernisse nacheinander innerhalb
seines Erfassungsbereichs zu erfassen, indem es einen Sendebereich
gerichteter elektromagnetischer Wellen (z. B. Millimeterwellen)
verschiebt. Erfasst die Hinderniserfassungs-ECU 7 ein Hindernis
mit Hilfe des Radars 72, so werden die Form und die Position
des erfassten Hindernisses auf der Grundlage der Richtung, in welche
die elektromagnetischen Wellen ausgesendet werden, und einer Zeitdifferenz
zwischen der Aussendung und dem Empfang der elektromagnetischen Wellen
erfasst.
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Auf
den Empfang einer Anfrage von der Steuerunterstützungs-ECU 2 hin
sendet die Hinderniserfassungs-ECU 7 die Hindernisdaten
an die Steuerunterstützungs-ECU 2. Die vorstehend
beschriebene Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 führt
einen Prozess zur Erfassung eines Hindernisses, das um das Fahrzeug
vorhanden ist, in welchem diese Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 vorgesehen
ist, und zum Senden von ein erfasstes Hindernis betreffender Hindernisinformation
an eine weitere Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 und
einen Prozess zum Empfangen von Hindernisinformation von einer weiteren
Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 und zum Ausgeben einer
Warnung aus.
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Nachstehend
wird ein Hinderniserfassungsprozess zur Erfassung eines um das Fahrzeug
herum vorhandenen Hindernisses und zum Senden von ein erfasstes
Hindernis betreffender Hindernisinformation an eine weitere Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 unter
Bezugnahme auf die 3A und 3B beschrieben. 3A zeigt
ein Ablaufdiagramm des von der Unterstützungssteuer-ECU 2 ausgeführten
Hinderniserfassungsprozesses. 3B zeigt
ein Ablaufdiagramm eines Hindernisarterkennungsprozesses, der Teil
des Hinderniserfassungsprozesses ist.
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Der
Hinderniserfassungsprozess, der dann beginnt, wenn die Parkbremse 3 gelöst
wird, beginnt, wie in 3A gezeigt, damit, dass in Schritt
S110 sämtliche Hindernisdaten, die im internen Speicher der
Hinderniserfassungs-ECU 7 gespeichert sind, von der Hinderniserfassungs-ECU 7 erhalten
werden. Anschließend wird der in der 3B gezeigte Hindernisarterkennungsprozess
ausgeführt.
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Dieser
Hindernisarterkennungsprozess dient dazu, die Art eines mit Hilfe
des Radars 72 erfassten Hindernisses zu erkennen. Ein Prozess
zur Erkennung der Art eines mit Hilfe der Stereokamera 71 erfassten
Hindernisses wird nachstehend noch beschrieben.
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Der
Hindernisarterkennungsprozess beginnt, wie in 3B gezeigt,
in Schritt S160 damit, dass die relative Geschwindigkeit zwischen
dem Objektfahrzeug und einem Hindernis, eine Bewegungsrichtung des
Hindernisses, eine Zeit, die vom Hindernis benötigt wird,
um die Kreuzung zu erreichen, und eine Fahrspurwahrscheinlichkeit,
welche die Wahrscheinlichkeit anzeigt, mit welcher das Hindernis
auf der vom Objektfahrzeug befahrenen Fahrspur vorhanden ist, berechnet
werden. Bei dieser Ausführungsform wird die Fahrspurwahrscheinlichkeit
dann, wenn eine Mehrzahl von Hindernissen erfasst werden, für
jedes der Hindernisse berechnet. Die Fahrspurwahrscheinlichkeit
wird derart berechnet, dass sie einen hohen Wert annimmt, wenn sich
ein Winkel zum Hindernis im Bereich der Vorausrichtung des Objektfahrzeugs
befindet.
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In
Schritt S170 wird ein Zeitänderungsmuster für
jeden der in Schritt S160 berechneten Werte und der in den Hindernisdaten
enthaltenen Werte erfasst. Anschließend wird für
jeden dieser Werte bestimmt, ob das Zeitänderungsmuster
mit einem von für verschiedene Hindernisarten vorbestimmten
Hindernisartmustern übereinstimmt oder nicht.
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Wenn
das Bestimmungsergebnis in Schritt S180 positiv ist, wird die Art,
welche dem Hindernisartmuster entspricht, das als mit dem Zeitänderungsmuster übereinstimmend
bestimmt worden ist, als die Art des erfassten Hindernisses erkannt
und der Hindernisarterkennungsprozess anschließend beendet. Wenn
das Bestimmungsergebnis in Schritt S180 negativ ist, wird der Hindernisarterkennungsprozess
sofort ohne eine Erkennung der Hindernisart beendet.
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Bei
diesem Hindernisarterkennungsprozess werden zur Erkennung der Art
des erfassten Hindernisses in Schritt S180 ebenso Ergebnisse der
Bildverarbeitung der von der Stereokamera 71 aufgenommenen
Bilder verwendet. D. h., die Unterstützungssteuer-ECU 2 vergleicht
die Form des erfassten Hindernisses, die durch die in den Hindernisdaten enthaltenen
Formdaten beschrieben wird, die mit Hilfe der Bildverarbeitung erhalten
wurden, mit vorbestimmten Formmustern, die im Voraus im internen Speicher
gespeichert werden, und berechnet den Übereinstimmungsgrad
der Form zu jedem der vorbestimmten Formmuster, um die wahrscheinlichste Art
des erfassten Hindernisses zu bestimmen. Die Unterstützungssteuer-ECU 2 kann
dazu ausgelegt sein, für jede Hindernisart Formänderungsdaten,
die anzeigen, wie sich die Form eines Hindernisses in einem aufgenommenen
Bild ändert, wenn sich das Hindernis bewegt, im internen
Speicher zu speichern und die Art des erfassten Hindernisses in Übereinstimmung
mit einem Übereinstimmungsgrad zwischen der Änderung
der Form des erfassten Hindernisses im aufgenommenen Bild und den
Formänderungsdaten für jede Hindernisart zu erkennen.
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Gemäß obiger
Beschreibung wird in Schritt S180 die wahrscheinlichste Art des
erfassten Hindernisses für den Fall, dass die über
die Stereokamera 71 erhaltenen Hindernisdaten verwendet
werden, und für den Fall, dass die über das Radar 72 erhaltenen
Hindernisdaten verwendet werden, bestimmt. Die zwei Bestimmungsergebnisse
werden kombiniert. Beispielsweise wird jedes der zwei Ergebnisse (z.
B. Wahrscheinlichkeitswerte) mit einem vorbestimmten Koeffizienten
multipliziert und werden die zwei Multiplikationsergebnisse anschließend
summiert. Die Art des Hindernisses wird dann in Übereinstimmung
mit dem Kombinierergebnis (in Übereinstimmung damit, ob
das Summierergebnis größer als ein vorbestimmter
Schwellenwert ist oder nicht) erkannt.
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Nachstehend
werden die Schritte S170 und S180 des Hindernisarterkennungsprozesses
näher unter Bezugnahme auf die 4 beschrieben. 4 zeigt
ein Diagramm mit Zeitänderungsmustern, die zur Erkennung
eines Hindernisses als Fußgänger verwendet werden. 4 zeigt
einen Fall, bei dem ein sendendes Fahrzeug (ein nahendes Fahrzeug, das
geradeaus fährt) einen Fußgänger erfasst,
der einen Fußgängerüberweg an einer Kreuzung überquert.
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Die
vertikale und die horizontale Achse des in der 4 gezeigten
Diagramms kennzeichnen einen Betrag jedes Werts bzw. der Zeit. 4 zeigt
einen Abstand L [m] zur Kreuzung, eine Geschwindigkeit V [m/s] des
Objektfahrzeugs, ein Abstand D [m] zu einem Hindernis, eine relative
Geschwindigkeit Vr [m/s] zwischen dem Objektfahrzeug und dem Hindernis,
eine Breite [m] des Hindernisses, eine laterale Position X [m] des
Hindernisses bezüglich des Objektfahrzeugs ("+" für
die rechte Seite und "–" für die linke Seite)
und eine Fahrspurwahrscheinlichkeit P [%] des Hindernisses.
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Wenn
das Hindernis ein Fußgänger ist, verringern sich,
wie in 4 gezeigt, der Abstand L zur Kreuzung und der
Abstand D zum Hindernis graduell, bleibt die Fahrspurwahrscheinlichkeit
P für eine Zeit lang konstant und verringert sich dann,
wenn sich das Objektfahrzeug dem Fußgänger nähert,
deutlich. Da sich der Fußgänger (Hindernis) in
die gleiche Richtung wie das Objektfahrzeug bewegt, weist die laterale
Position X einen konstanten Wert auf.
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Da
die Geschwindigkeit des Fußgängers relativ zum
Objektfahrzeug ausreichend gering ist, weisen die Geschwindigkeit
V des Objektfahrzeugs und die relative Geschwindigkeit Vr einen ähnlichen
Kurvenverlauf auf. Der Abstand D zum Hindernis und die Breite W
des Hindernisses ändern sich durch die körperliche
Bewegung des Fußgängers (Schwenkbewegung der Arme
und der Beine des Fußgängers) bedingt leicht sinusförmig.
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In
Schritt S170 des Objektarterkennungsprozesses werden die Änderungen
jedes in der 4 gezeigten Werts erfasst. In
Schritt S180 wird anschließend die wahrscheinlichste Art
des Hindernisses bestimmt, indem der Übereinstimmungsgrad
der erfassten Änderung zu jedem der gespeicherten Hindernisartmuster
berechnet wird.
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D.
h., das Hindernis wird als Fußgänger erkannt,
wenn der Änderungsbetrag der Breite W des Hindernisses
innerhalb eines vorbestimmten Bereiches liegt und sich die Breite
W periodisch ändert, während sich die Fahrspurwahrscheinlichkeit
P mit einer Rate verringert, die über einem vorbestimmten Schwellenwert
liegt.
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Wenn
in der Nähe der Kreuzung ein Fahrrad als Hindernis vorhanden
ist, kann diese Art des Hindernisses erkannt werden, indem erfasst
wird, dass eine Differenz zwischen der relativen Geschwindigkeit
Vr zum Hindernis und der Geschwindigkeit V des Objektfahrzeugs verglichen
mit dem Fall, bei welchem das Hindernis ein Fußgänger
ist, hoch ist, sich die Breite W des Hindernisses nicht periodische ändert
und dergleichen.
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Auf
die gleiche Weise kann die Art eines Hindernisses erkannt werden,
wenn dieses ein Fahrzeug, ein Motorrad oder ein fallendes Objekt
ist. Ein Prozess zur Erfassung eines Fahrzeugs wird nachstehend
noch unter Bezugnahme auf die 6 beschrieben.
In Schritt S130 wird, wie in 3A gezeigt,
bestimmt, ob sich das Objektfahrzeug der Kreuzung nähert
oder nicht. Bei dieser Bestimmung wird die Navigations-ECU 4 aufgefordert,
Positionsdaten des Objektfahrzeugs, die auf der Grundlage von GPS-Signalen
erzeugt werden, die über die GPS-Antenne empfangen werden,
und Kartendaten bereitzustellen, um zu bestimmen, ob sich das Objektfahrzeug
innerhalb eines vorbestimmten Abstands (z. B. 100 m oder ein bestimmter
Abstand, in dem bestimmte Niederleistungssender miteinander kommunizieren
können) zur Kreuzung, für welche die Fahrunterstützung
ausgeführt wird (wird nachstehend als "Fahrunterstützungskreuzung"
bezeichnet), befindet.
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Wenn
das Bestimmungsergebnis in Schritt S130 positiv ist, werden die
Position und die erkannte Art des Hindernisses in Schritt S140 als
Hindernisinformation an eine weitere Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 gesendet.
Anschließend wird in Schritt S150 bestimmt, ob die Fahrunterstützung
beendet werden soll oder nicht. Wenn das Bestimmungsergebnis in
Schritt S130 negativ ist, wird anschließend sofort in Schritt
S150 bestimmt, ob die Fahrunterstützung beendet werden
soll oder nicht.
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In
Schritt S150 wird bestimmt, dass die Fahrunterstützung
beendet werden soll, wenn erfasst wird, dass die Parkbremse 33 betätigt
wird, oder wenn ein Befehl zum Beenden der Fahrunterstützung über
einen nicht gezeigten Bedienabschnitt eingegeben wird.
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Wenn
das Bestimmungsergebnis in Schritt S150 positiv ist, wird der Hinderniserfassungsprozess
beendet. Wenn das Bestimmungsergebnis in Schritt S150 negativ ist,
wird der Hinderniserfassungsprozess von Beginn an wiederholt.
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Nachstehend
wird ein Fahrunterstützungsprozess, bei dem eine Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 eine
Warnung auf der Grundlage der von einer weiteren Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 empfangenen
Hindernisinformation ausgibt, unter Bezugnahme auf das in der 5 gezeigte
Ablaufdiagramm beschrieben. 5 zeigt
ein Ablaufdiagramm des von der Unterstützungssteuer-ECU 2 ausgeführten
Fahrunterstützungsprozesses.
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Gleich
dem vorstehend beschriebenen Hinderniserfassungsprozess beginnt
der Fahrunterstützungsprozess, wenn die Parkbremse 33 gelöst
wird. Der Fahrunterstützungsprozess wird in Verbindung mit
dem Hinderniserfassungsprozess ausgeführt.
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Bei
diesem Fahrunterstützungsprozess wird in den Schritten
S210, S220, S240 und S250 bestimmt, ob sich das Objektfahrzeug in
einem Zustand befindet, in dem irgendeine Fahrhandlung erforderlich
ist, oder nicht. Genauer gesagt, in Schritt S210 wird bestimmt,
ob sich das Objektfahrzeug einer Kreuzung nähert oder nicht,
in Schritt S220 wird bestimmt, ob irgendwelche Hindernisinformation
von einer weiteren Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 empfangen
wurde oder nicht, in Schritt S240 wird bestimmt, ob ein rechter
Fahrtrichtungsanzeiger betrieben wird oder nicht, und in Schritt
S250 wird bestimmt, ob der Lenkwinkel über einem vorbestimmten
Schwellenwert liegt oder nicht.
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In
Schritt S210 wird ein Prozess gleich dem Prozess des vorstehend
beschriebenen Schritts S130 ausgeführt, um zu bestimmen,
ob sich das Objektfahrzeug der Kreuzung nähert oder nicht.
In Schritt S240 wird der Betriebszustand des Fahrtrichtungsanzeigers 81 von
der Licht-ECU 8 erhalten, um zu bestimmen, ob der rechte
Fahrtrichtungsanzeiger betrieben wird oder nicht.
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In
Schritt S250 wird ein Wert des Lenkwinkels, der vom Lenkwinkelsensor 31 erfasst
wird, über die Brems-ECU 3 erhalten, um zu bestimmen,
oder der Lenkwinkel Ober dem vorbestimmten Schwellenwert liegt oder
nicht.
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Wenn
die Bestimmung in einem der Schritte S210, S240 und S250 negativ
ist, schreitet der Fahrunterstützungsprozess zu Schritt
S370 voran, ohne irgendeine Fahrunterstützungshandlung
vorzunehmen. Wenn die Bestimmung in Schritt S220 negativ ist, wird
der Fahrer des Objektfahrzeugs darüber informiert, dass
keine Hindernisinformation erfasst wurde oder vorhanden ist, woraufhin
der Fahrunterstützungsprozess zu Schritt S370 voranschreitet.
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Wenn
der Fahrer in Schritt S230 darüber informiert werden soll,
dass keine Hindernisinformation erfasst wurde, kann eine Nachricht,
wie beispielsweise "keine Information" auf der Anzeigevorrichtung 21 angezeigt
oder eine Sprachnachricht, wie beispielsweise "Hindernisinformation
kann nicht empfangen werden" über einen Lautsprecher ausgegeben
werden.
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Wenn
der Fahrunterstützungsprozess zu Schritt S370 voranschreitet,
ohne dass Schritt S230 ausgeführt wird, kann der Fahrer
nicht beurteilen, ob der Grund dafür, dass ihm keine Information
bereitgestellt wird, darin liegt, dass keine Hindernisinformation
erfasst wird, oder darin liegt, dass es nicht erforderlich ist,
ihm die Hindernisinformation bereitzustellen, obgleich diese erfasst
wurde. Folglich wird Schritt S230 bei dieser Ausführungsform
derart ausgeführt, dass der Fahrer den Grund dafür,
dass ihm keine Hindernisinformation bereitgestellt wird, verstehen
kann.
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Wenn
die Bestimmung in sämtlichen der Schritte S210, S220, S240
und S250 positiv ist, wird in den auf den Schritt S250 folgenden
Schritten die Art eines Hindernisses erkannt, das Erfordernis für eine
Fahrunterstützung bestimmt, das Vorhandensein oder Fehlen
eines Spielraums des Fahrers zum Betrachten der Anzeigevorrichtung 21 bestimmt und
eine Fahrunterstützung ausgeführt.
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Genauer
gesagt, in Schritt S255 wird der vorstehend beschriebene Hindernisarterkennungsprozess
der 3B ausgeführt, um die Art des Hindernisses
zu erkennen. Da ein Prozess zum Bestimmen, ob ein entgegenkommendes
Fahrzeug, das rechts abbiegt, vorhanden ist oder nicht, in einem
späteren Schritt S260 ausgeführt wird, wird nachstehend
unter Bezugnahme auf die 6 auf einen Prozess Bezug genommen,
bei welchem das Hindernis als entgegenkommendes Fahrzeug, das rechts
abbiegt, erkannt wird. 6 zeigt ein Diagramm mit Zeitänderungsmuster
zur Erkennung des Hindernisses als entgegenkommendes Fahrzeug, das
rechts abbiegt. 6 zeigt einen Fall, bei welchem
das Objektfahrzeug rechts abbiegt, nachdem es an der Kreuzung gehalten
hat.
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Wenn
ein entgegenkommendes Fahrzeug, das rechts abbiegt, als Hindernis
erfasst wird, verringern sich der Abstand L zur Kreuzung und der
Abstand D zum Hindernis, wie in 6 gezeigt,
kontinuierlich, während die Fahrspurwahrscheinlichkeit
P deutlich zunimmt, bis das Objektfahrzeug an der Kreuzung stoppt,
und stark abfällt, wenn das Objektfahrzeug damit beginnt,
rechts abzubiegen. Das Vorzeichen der lateralen Position X des Hindernisses
ist "+" (rechte Seite), bevor das Objektfahrzeug damit beginnt,
rechts abzubiegen, und anschließend "–" (linke
Seite). Das Hindernis kann als entgegenkommendes Fahrzeug, das rechts
abbiegt, erkannt werden, wenn die vorstehend beschriebenen Eigenschaften
der Änderungsmuster erfasst werden.
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Auf
den Schritt S255 folgend wird bestimmt, ob die Fahrunterstützung
erforderlich ist oder nicht, indem in Schritt S260 bestimmt wird,
ob ein entgegenkommendes Fahrzeug, das rechts abbiegt, vorhanden
ist oder nicht, im Schritt S270 oder S320 bestimmt wird, ob das
Objektfahrzeug angehalten hat oder nicht, und im Schritt S290 oder
S340 bestimmt wird, ob der Fahrer des Objektfahrzeugs einen Fußgängerüberweg,
welchen das Objektfahrzeug passieren wird, betrachtet hat oder nicht.
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Wenn
die Bestimmungsergebnisse in den Schritten S260 und S320 positiv
sind und das Bestimmungsergebnis in Schritt S340 negativ ist, wird dem
Fahrer in Schritt S360 sichtbare und nicht sichtbare Information
bereitgestellt, da das Erfordernis zum Ausführen der Fahrunterstützung
hoch ist, und schreitet der Fahrunterstützungsprozess anschließend
zu Schritt S370 voran.
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Wenn
das Bestimmungsergebnis in Schritt S340 ebenso positiv ist, wird
in Schritt S350 einzig nicht sichtbare Information bereitgestellt,
da das Erfordernis zum Ausführen der Fahrunterstützung
gering ist, und schreitet der Fahrunterstützungsprozess anschließend
zu Schritt S370 voran.
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Wenn
das Bestimmungsergebnis in Schritt S260 positiv und das Bestimmungsergebnis
in Schritt S320 negativ ist, schreitet der Fahrunterstützungsprozess
zu Schritt S370 voran, nachdem die nicht sichtbare Information unabhängig
davon bereitgestellt wurde, ob der Fahrer des Objektfahrzeugs den Fußgängerüberweg
betrachtet hat oder nicht, da das Erfordernis zum Ausführen
der Fahrunterstützung gering ist.
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Wenn
kein entgegenkommendes Fahrzeug, das rechts abbiegt, vorhanden ist
(S260 = NEIN), wird der Pegel der Fahrunterstützung verglichen
mit einem Fall, bei dem entgegenkommendes Fahrzeug, das rechts abbiegt,
vorhanden ist, wie nachstehend beschrieben, verringert. Wenn das
Bestimmungsergebnis in Schritt S260 negativ, das Bestimmungsergebnis
in Schritt S270 positiv und das Bestimmungsergebnis in Schritt S290
negativ ist, schreitet der Fahrunterstützungsprozess zu
Schritt S370 voran, nachdem in Schritt S310 einzig die nicht sichtbare
Information bereitgestellt wurde.
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In
diesem Fall schreitet der Prozess dann, wenn das Bestimmungsergebnis
in Schritt S290 positiv ist, zu Schritt S370 voran, ohne irgendwelche
Information bereitzustellen (Schritt S300).
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Wenn
die Bestimmungsergebnisse in den Schritten S260 und S270 negativ
sind, schreitet der Fahrunterstützungsprozess zu Schritt
S370 voran, ohne irgendwelche Information bereitzustellen (Schritt
S300), und zwar unabhängig davon, ob der Fahrer den Fußgängerüberweg
erfasst hat oder nicht.
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In
Schritt S320 wird bestimmt, dass das Objektfahrzeug gehalten hat,
wenn ein Erfassungsergebnis des Fahrzeuggeschwindigkeitssensors 61 von
der Motor-ECU 6 zeigt, dass die Geschwindigkeit des Objektfahrzeugs
derart gering ist, dass angenommen werden kann, dass sich das Objektfahrzeug in
einem gestoppten Zustand befindet (bei einer Geschwindigkeit von
beispielsweise weniger als 5 km/h).
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In
Schritt S340 wird zur Bestimmung, ob der Fahrer den Fußgängerweg
betrachtet hat oder nicht, ein Bestimmungsergebnis, das aussagt,
ob sich der Blickpunkt des Fahrers in einem Bereich des Fußgängerüberwegs
befunden hat oder nicht, von der Blickpunkterfassungs-ECU 5 erhalten.
Die Blickpunkterfassungs-ECU 5 ist dazu ausgelegt, dass
sie dann, wenn das Objektfahrzeug gehalten hat, erfasst, ob sich
der Blickpunkt des Fahrers im Bereich des Fußgängerwegs,
welchen das Objektfahrzeug dann, wenn es rechts abbiegt, passieren
wird, befindet, und das Erfassungsergebnis im Ansprechen auf eine
Anfrage von der Unterstützungssteuer-ECU 2 auszugeben.
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Die
vorstehend beschriebene nicht sichtbare Information wird bereitgestellt,
um den Fahrer über seine fünf Sinne mit Ausnahme
des visuellen Sinns (z. B. durch eine Sprachnachricht mit Hilfe
des Lautsprechers, Vibration des Lenkrades oder des Fahrersitzes,
Anziehen des Sitzgurtes und dergleichen) auf das Hindernis aufmerksam
zu machen.
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Die
vorstehend beschriebene sichtbare Information wird bereitgestellt,
um den Fahrer über seinen visuellen Sinn auf das Hindernis
aufmerksam zu machen, indem eine Markierung angezeigt wird, welche
die Art des Hindernisses (Markierung für einen Fußgänger,
Markierung für ein Fahrzeug und dergleichen) beschreibt.
Die Unterstützungssteuer-ECU 2 zeigt beispielsweise,
wie in 1 gezeigt, die Positionen weiterer Fahrzeuge im
Kreuzungsbereich und die Position eines den Fußgängerüberweg
passierenden Fußgängers auf der Anzeigevorrichtung 21 an.
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In
Schritt S370 wird, wie in 5 gezeigt,
bestimmt, ob die Fahrunterstützung sofort beendet werden
soll oder nicht. Bei diesem Schritt S370 wird gleich dem Schritt
S150 bestimmt, dass die Fahrunterstützung beendet werden
soll, wenn erfasst wird, dass die Parkbremse 33 betätigt
wird, oder wenn erfasst wird, dass ein Befehl zum Beendigen der
Fahrunterstützung über einen nicht gezeigten Bedienabschnitt
eingegeben wird.
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Wenn
das Bestimmungsergebnis in Schritt S370 positiv ist, wird der Hinderniserfassungsprozess
beendet. Wenn das Bestimmungsergebnis im Schritt S370 negativ ist,
wird der Hinderniserfassungsprozess von Beginn an wiederholt.
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Gemäß obiger
Beschreibung ist die Hinderniserfassungs-ECU 7 der Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 im
Fahrzeugkommunikationssystem 1 dazu ausgelegt, ein Hindernis
zu erfassen, indem sie die Stereokamera 71 und das Radar 72 derart
ansteuert, dass diese zu vorbestimmten Zeitintervallen arbeiten.
Ferner bestimmt die Unterstützungssteuer-ECU 2,
ob das Zeitänderungsmuster der Position des erfassten Hindernisses
mit einem der Hindernisartmuster, die für jede Hindernisart
vorbestimmt sind, übereinstimmt oder nicht. Wenn das Zeitänderungsmuster
mit einem der Hindernisartmuster übereinstimmt, wird die
Art des Hindernisses als die Art erkannt, welche dem Hindernisartmuster
entspricht, das mit dem Zeitänderungsmuster übereinstimmt.
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Folglich
kann gemäß der Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 ein
Einfluss des Abstands zum Hindernis auf die Erkennung der Hindernisart
verringert werden, da das Änderungsmuster der Position eines
erfassten Hindernisses zur Erkennung der Art des Hindernisses verwendet
wird. Folglich ist es gemäß der Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 möglich,
die Art eines Hindernisses selbst dann zuverlässig zu erkennen,
wenn der Abstand zum Hindernis groß ist.
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Die
Hinderniserfassungs-ECU 7 der Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 ist
dazu ausgelegt, gerichtete elektromagnetische Wellen nacheinander
im Erfassungsbereiche auszusenden und die Position eines Hindernisses
zu erfassen, indem sie die vom Objekt reflektierten elektromagnetischen Wellen
empfängt.
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Folglich
kann gemäß der Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 eine Änderung
der Position des Hindernisses verglichen mit einem Fall, bei welchem
die Position des Hindernisses nur durch eine Bildverarbeitung erfasst
wird, auf einfache Weise erfasst werden. Folglich kann ein Hindernis
mit hoher Genauigkeit erfasst werden kann, wenn die Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 verwendet
wird.
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Die
Unterstützungssteuer-ECU 2 bestimmt, welches der
vorbestimmten Formmuster mit der Form eines erfassten Hindernisses
in einem von der Stereokamera 71 aufgenommenen Bild übereinstimmt,
bestimmt, welches der vorbestimmten Hindernisartmuster mit einem
Zeitänderungsmuster der Position des erfassten Hindernisses
im Bild übereinstimmt und erkennt die Art des erfassten
Hindernisses auf der Grundlage dieser zwei Bestimmungsergebnisse.
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Folglich
kann die Hindernisarterkennung mit der Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10,
die dazu ausgelegt ist, die Art eines Hindernisses unter Verwendung
von sowohl dem Zeitänderungsmuster einer Position eines
Hindernisses als auch einem Formmuster des Hindernisses zu erkennen,
verglichen mit einem Fall, bei welchem die Hindernisarterkennung
nur unter Verwendung des Zeitänderungsmusters oder des
Formmusters ausgeführt wird, mit hoher Genauigkeit ausgeführt
werden.
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D.
h., da die Hinderniserfassung mit Hilfe des Radars 72 und
der Stereokamera 71 in Kombination ausgeführt
wird, können die Einflüsse des Umgebungslichts
und der Wetterbedingungen auf die Genauigkeit der Hindernisarterkennung
verringert werden, so dass die Genauigkeit bei der Hindernisarterkennung
erhöht werden kann.
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Die
Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 ist dazu ausgelegt,
ein Ergebnis des Hinderniserfassungsprozesses und ein Ergebnis einer
Positionsbestimmung eines erfassten Hindernisses an eine weitere
Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 zu senden. Hierdurch
können die Ergebnisse des Hinderniserfassungsprozesses
und der Positionsbestimmung des erfassten Hindernisses von mehreren Fahrzeugen
gemeinsam genutzt werden.
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Die
Hinderniserfassungs-ECU 7 der Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 ist
dazu ausgelegt, die Breite eines Hindernisses mit Hilfe der Stereokamera 71 und
des Radars 72 zu erfassen. Die Unterstützungssteuer-ECU 2 der
Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 ist dazu ausgelegt,
die Fahrspurwahrscheinlichkeit P periodisch auf der Grundlage der
Position des Hindernisses zu berechnen. Der Hinderniserfassungsprozess überwacht
die Fahrspurwahrscheinlichkeit P und die Breite des Hindernisses
und erkennt die Art des Hindernisses als einen Fußgänger,
wenn die Verringerungsrate der Fahrspurwahrscheinlichkeit P pro
Zeiteinheit größer als ein vorbestimmter Wert
ist und die Änderungsrate der Breite des Hindernisses pro
Zeiteinheit innerhalb eines vorbestimmten Bereichs liegt.
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Folglich
kann ein Fußgänger, der deutlich kleiner als ein
Fahrzeug ist, mit der Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 zuverlässig
erfasst werden.
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Die
Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 warnt den Fahrer des
Fahrzeugs, in welchem diese Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 vorgesehen ist,
dann, wenn sie Hindernisinformation von einer weiteren Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 empfängt,
in Abhängigkeit des Inhalts der empfangenen Hindernisinformation,
vor einer Gefahr. Folglich weiß der Fahrer des Fahrzeugs,
in welchem die Fahrzeugkommunikationsvorrichtung 10 vorgesehen
ist, selbst dann, wenn sich das Hindernis in einem toten Winkel
des Fahrzeugs befindet, über das Vorhandensein eines Hindernisses,
mit welchem das Fahrzeug kollidieren kann, Bescheid, wenn die Vorrichtung 10 Hindernisinformationen über
das Hindernis von einer weiteren Fahrzeug kommunikationsvorrichtung 10,
die beispielsweise in einem entgegenkommenden Fahrzeug befestigt
ist, empfängt.
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Die
Unterstützungssteuer-ECU 2 ist dazu ausgelegt,
zu bestimmen, ob es für den Fahrer möglich ist
bzw. Spielraum vorhanden ist, auf die Anzeigevorrichtung 21 zu
blicken, und nur dann, wenn bestimmt wurde, dass es für
den Fahrer möglich ist, auf die Anzeigevorrichtung 21 zu
blicken, die Hindernisinformation auf der Anzeigevorrichtung 21 anzuzeigen.
Wenn bestimmt wird, dass es für den Fahrer nicht möglich
ist, auf die Anzeigevorrichtung 21 zu blicken, wird der
Fahrer über seine fünf Sinne mit Ausnahme seines
visuellen Sinns (z. B. durch eine Sprachnachricht über
den Lautsprecher, Vibration des Lenkrades oder des Fahrersitzes,
Anziehen des Sitzgurtes und dergleichen) über die Hindernisinformation
informiert.
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Durch
diesen Aufbau kann verhindert werden, dass der Fahrer Fehler bei
einer Bedienung des Fahrzeugs macht, während er auf die
Anzeigevorrichtung 21 blickt, da dann, wenn es für
den Fahrer nicht möglich ist, auf die Anzeigevorrichtung 21 zu blicken,
keine Hindernisinformation auf der Anzeigevorrichtung 21 angezeigt
wird.
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Die
Unterstützungssteuer-ECU 2 warnt den Fahrer dann,
wenn sie erfasst, dass ein entgegenkommendes Fahrzeug, das im Begriff
ist, rechts abzubiegen, vorhanden ist. Hierdurch kann verhindert werden,
dass das Fahrzeug mit dem rechts abbiegenden Fahrzeug kollidiert.
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Die
Unterstützungssteuer-ECU 2 verringert den Pegel
der Fahrunterstützung (Informationspegel), wenn sie erfasst,
dass der Fahrer ein von der Hinderniserfassungs-ECU 7 erfasstes
Hindernis betrachtet hat, verglichen mit einem Fall, bei dem sie
erfasst, dass der Fahrer das von der Hinderniserfassungs-ECU 7 erfasste
Hindernis nicht betrachtet hat.
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Hierdurch
kann die Aufmerksamkeit des Fahrers auf ein Hindernis gelenkt werden,
das er noch nicht erfasst hat, und verhindert werden, dass der Fahrer
auf ein Hindernis aufmerksam gemacht wird, dass er bereits erfasst
hat.
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Die
vorstehend beschriebene Ausführungsform kann auf verschiedene
Weisen modifiziert werden. Bei dem Fahrunterstützungsprozess
dieser Ausführungsform wird bestimmt, ob es für
den Fahrer möglich ist, auf die Anzeigevorrichtung 21 zu
blicken, indem erfasst wird, ob das Fahrzeug angehalten hat oder
ob der Fahrer den Fußgängerüberweg betrachtet
hat, indem die Fahrzeugkamera verwendet wird. Die Bestimmung kann
jedoch auch derart erfolgen, dass ein Prozess ausgeführt
wird, bei dem ein einen Fahrzustand des Fahrzeugs anzeigender Wert
oder eine Bewegung der Augen des Fahrers überwacht wird,
und dann, wenn das Überwachungsergebnis anzeigt, dass die
Anzahl von Änderungen des Fahrzustands oder die Anzahl
von Bewegungen der Augen größer als ein vorbestimmter
Schwellenwert ist, bestimmt wird, dass es für den Fahrer
nicht möglich ist, auf die Anzeigevorrichtung 21 zu
blicken.
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Bei
dieser Ausführungsform wird der Prozess zur Erkennung der
Art eines Hindernisses auf der die Hindernisinformation sendenden
Seite ausgeführt. Er kann jedoch auch auf der die Hindernisinformation
empfangenden Seite ausgeführt werden. In diesem Fall gibt
die Vorrichtung der Sendeseite Daten zur Erkennung der Art eines
Hindernisses an die Vorrichtung der Empfangsseite und erkennt die Vorrichtung
der Empfangsseite die Art des Hindernisses, indem sie Schritt S225
ausführt.
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Obgleich
die obige Ausführungsform dazu ausgelegt ist, ein Hindernis
unter Verwendung von sowohl der Stereokamera 71 als auch
dem Radar 72 zu erfassen, kann nur eine der beiden Vorrichtungen zur
Erkennung eines Hindernisses verwendet werden.
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Es
sollte beachtet werden, dass die vorliegende Erfindung nicht auf
die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen beschränkt
ist, sondern auf verschiedene Weise ausgestaltet werden kann, ohne
ihren Schutzumfang zu verlassen, so wie er in den beigefügten
Ansprüchen dargelegt ist.
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Vorstehend
wurden eine Objekterfassungsvorrichtung, ein Fahrzeugkommunikationssystem und
eine Fahrzeugkommunikationsvorrichtung offenbart.
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Es
wird eine Objekterfassungsvorrichtung bereitgestellt, die aufweist:
eine Positionserfassungsfunktion zum Ausführen eines Positionserfassungsprozesses
zur Erfassung einer Position eines Objekts, das innerhalb eines
vorbestimmten Erfassungsbereichs vorhanden ist; eine Betriebssteuerfunktion
zur Steuerung der Positionserfassungsfunktion zum Ausführen
des Positionserfassungsprozesses zu vorbestimmten Zeitintervallen;
und eine Objektarterkennungsfunktion zur Erkennung einer Art des
Objekts. Die Objektarterkennungsfunktion ist dazu ausgelegt, eine
erste Bestimmung zu treffen, die aussagt, ob ein Zeitänderungsmuster
der von der Positionserfassungsfunktion erfassten Position des Objekts
mit einem von vorbestimmten Objektartmustern übereinstimmt
oder nicht, und die Art des Objekts als eine Art zu erkennen, welche
dem einen der vorbestimmten Objektartmuster entspricht, wenn die erste
Bestimmung positiv ist.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Zitierte Patentliteratur
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- - JP 2002-024986 [0002, 0004]
- - JP 2004-220143 [0003, 0005]
- - JP 7-159317 [0029]