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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug, insbesondere einen
Personenkraftwagen, mit einer Lageveränderungseinrichtung
zum Verstellen einer Höhenlage des Kraftfahrzeuges gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Aus
der
DE 102 61 090
A1 ist ein gattungsgemäßes Kraftfahrzeug
bekannt, auf dessen Ladefläche Transportboxen, wie beispielsweise
Container von einem Abstellplatz zum anderen verfahrbar sind. Dabei
ist die Ladefläche, welche von einer Oberseite einer auf
dem Fahrzeugchassis angeordneten Chassisauflage gebildet ist, während
der Lade- und Entladezeit unter ein Niveau der Bodenfläche
der angehobenen stehenden Transportbox abgesenkt, um die Chassisauflage
unter die Transportbox positionieren zu können. Das Transportfahrzeug
weist des Weiteren eine Luftfedersteuerung mit Luftbälgen
auf, die zusätzlich einem schnellen Heben und Senken des Fahrzeugchassis
dienen, so dass diese nicht nur im Fahrbetrieb des Kraftfahrzeuges
eingesetzt sind, sondern zusätzlich auch die angesprochene Hub-Senkbewegung
des Transportfahrzeuges bewirken können.
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Im
modernen Straßenverkehr sind zunehmend relativ hohe Kraftfahrzeuge,
wie beispielsweise Vans oder Geländewagen zu beobachten,
deren Fahrzeugdach häufig die Körpergröße
der in diesen Kraftfahrzeugen fahrenden Personen übersteigt. Durch diese
Größenverhältnisse ist es mitunter schwierig,
einen auf dem Dach des Kraftfahrzeuges angeordneten Dachgepäckträger
bzw. eine dort angeordnete Dachbox zu be- oder entladen. Insbesondere
kleine Personen benötigen hierzu eine erhöhte Stehhilfe
oder können die Dachbox bzw. den Dachgepäckträger
nur dadurch be- bzw. entladen, dass sie bei geöffneter
Fahrzeugtür auf einen seitlichen Schweller des Kraftfahrzeuges
steigen.
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Die
vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem,
für ein Kraftfahrzeug der gattungsgemäßen
Art eine verbesserte oder zumindest eine andere Ausführungsform
anzugeben, mit welcher insbesondere das Be-/Entladen eines Dachgepäckraumes
des Kraftfahrzeuges erleichtert wird.
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Dieses
Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand
des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
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Die
Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, eine an sich bekannte
Lageveränderungseinrichtung, beispielsweise eine Niveauregulierung
so zu modifizieren, dass mit deren Hilfe ein Wankwinkel des stehenden
Kraftfahrzeugs beeinflusst werden kann. Durch die Beeinflussung
des Wankwinkels kann sich das Kraftfahrzeug auf einer Seite absenken,
während es sich auf der anderen, gegenüberliegenden
Seite anhebt. Diese Wankbewegung ermöglicht es insbesondere
kleineren Personen, leichter Zugang zu einem auf dem Dach des Kraftfahrzeuges
angeordneten Dachgepäckträger, beispielsweise
einer Dachbox, zu erlangen. Die Lageveränderungseinrichtung
kann dabei zumindest zwei jeweils seitlich angeordnete Federbälge
des Kraftfahrzeuges ansteuern und diese entweder aufpumpen bzw.
ablassen, wodurch die Wankbewegung des Kraftfahrzeuges erreicht
wird. Da zunehmend hohe Kraftfahrzeuge, wie beispielsweise Vans
oder Geländewagen, im Kundeninteresse stehen, ist es erforderlich,
diese mit einem hohen Dach bzw. einer hohen Gesamthöhe
ausgestatteten Kraftfahrzeuge so komfortabel auszubilden, dass auch
kleineren Personen ein ungehinderter Zugang zum Dach, bzw. einem
darauf angeordneten Dachgepäckträger oder einer
Dachbox ermöglicht wird. Da bei den heutigen, sehr hoch
bauenden Geländewagen bereits große Personen Mühe
haben, das Dach dieses Kraftfahrzeuges beladen, stellt die erfindungsgemäße
Lageveränderungseinrichtung eine deutliche Steigerung des
Komforts dar, da nunmehr, nahezu unabhängig von der Körpergröße
der Personen, diesen ein Be- bzw. Entladen des Daches des Kraftfahrzeuges
ermöglicht wird.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Lösung ist eine die Lageveränderungseinrichtung
aktivierende Aktivierungseinrichtung Bestandteil einer Funkfernbedienung
für ein Türschloss, insbesondere Bestandteil eines
schlüssellosen Schließsystems. Ein derartiges schlüsselloses
Schließsystem wird unter anderem auch als so genanntes „Keyless-Go-Schließsystem" bezeichnet.
Durch die Integration der Aktivierungseinrichtung, welche beispielsweise
als gesonderte Taste auf der Funkfernbedienung ausgebildet sein kann,
ist es möglich, schon beim Näher treten an das Kraftfahrzeug,
dieses entsprechend in seinem Wankwinkel zu verändern und
dadurch den Zugang zum Dach des Kraftfahrzeuges zu erleichtern.
Denkbar ist dabei auch, dass auf der Funkfernbedienung zwei Tasten
vorgesehen sind, wovon die eine zum Wanken des Kraftfahrzeuges nach
links und die andere zum Wanken des Kraftfahrzeuges nach rechts
dient. Eine derart ausgebildete Aktivierungseinrichtung ermöglicht
ein Verstellen des Wankwinkels des Kraftfahrzeuges bereits beim
Annähern an dasselbe, so dass die einen Zugang zum Dachgepäckträger
des Kraftfahrzeuges wünschende Person nicht erst eine Wankbewegung
des Kraftfahrzeuges abwarten muss, sondern bereits an das entsprechend
geneigte Kraftfahrzeug herantreten kann.
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Weitere
wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen, aus der Zeichnung und aus der zugehörigen
Figurenbeschreibung anhand der Zeichnung.
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Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend
noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder
in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
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Ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert.
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Die
einzige 1 zeigt ein erfindungsgemäßes
Kraftfahrzeug in einer Frontansicht.
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Entsprechend 1 weist
ein als Personenkraftwagen ausgebildetes Kraftfahrzeug 1 eine
nicht näher bezeichnete Lageveränderungseinrichtung auf,
die zur Veränderung der Höhenlage wenigstens einer
baulichen Begrenzung des Kraftfahrzeuges 1 ausgebildet
ist. Diese Lageveränderungseinrichtung ist in der Lage,
einen Wankwinkel des stehenden Kraftfahrzeuges so zu verändern
bzw. zu beeinflussen, dass ein seitlicher Zugang 2 zu einer
Dachbox 3 des Kraftfahrzeuges 1 erleichtert wird.
Eine derartige Lageveränderungseinrichtung ist insbesondere
bei hochbauenden Kraftfahrzeugen 1 wie beispielsweise bei
Geländewagen oder Vans von bedeutendem Vorteil, da bei
derartigen hohen Kraftfahrzeugen 1 ein Zugang zu einem
auf dem Dach des Kraftfahrzeuges 1 montierten Dachgepäckträgers – beispielsgemäß einer
Dachbox 3 – ansonsten nur schwer möglich
ist.
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Wie
der 1 zu entnehmen ist, kann zur Schaffung eines erleichterten
Zuganges zur Dachbox 3 das Kraftfahrzeug 1 auf
eine Seite, nämlich auf der den Zugang 2 aufweisenden
Seite abgesenkt und/oder auf der anderen, gegenüberliegenden
Seite angehoben werden. Diese Absenk- bzw. Anhebebewegung bewirkt
eine Drehung des Kraftfahrzeuges 1 um dessen Längsachse,
was landläufig auch als so genanntes Wanken bezeichnet
wird.
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Zur
Aktivierung der Lageveränderungseinrichtung kann eine Aktivierungseinrichtung 4 vorgesehen
sein, welche beispielsweise Bestandteil einer Funkfernbedienung 5 für
ein Türschloss des Kraftfahrzeuges 1 ist. Denkbar
ist selbstverständlich auch, dass die Aktivierungseinrichtung 4 Bestandteil
eines schlüssellosen Schließsystems, kurz auch „Keyless-Go-System"
ist. Mit der Integration der Aktivierungseinrichtung 4 in
die Funkfernbedienung 5 ist es möglich, den Wankwinkel
des Kraftfahrzeuges 1 bereits aus einiger Entfernung zu
verändern und dadurch einen erleichterten Zugang zur Dachbox 3 bereits
vor dem eigentlichen Herantreten an das Kraftfahrzeug 1 zu
schaffen. Im Vergleich zu einer am Kraftfahrzeug angeordneten Aktivierungseinrichtung bietet
dies den großen Vorteil, dass die einen Zugang zur Dachbox 3 wünschende
Personen nach dem Betätigen der Aktivierungseinrichtung 4 noch
einige Zeit benötigt, bis sie am Kraftfahrzeug 1 angelangt
ist, wobei in dieser Zeitspanne die Lageveränderungseinrichtung
genügend Zeit hat, das Kraftfahrzeug 1 bezüglich
seines Wankwinkels zu verstellen.
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Bei
einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Lösung kann eine nicht näher bezeichnete Dachboxerkennungseinrichtung
vorgesehen sein, welche kommunizierend mit der Lageveränderungseinrichtung
verbunden ist und wobei die Lageveränderungseinrichtung
den Wankwinkel des Kraftfahrzeuges 1 lediglich dann verändert,
wenn die Dachboxerkennungseinrichtung eine montierte Dachbox 3 erkennt.
Diese Dachboxerkennungseinrichtung ist dabei vorzugsweise auch in
der Lage, die genaue Position der montierten Dachbox 3 und
deren Zugangsseite zu erkennen, so dass das Kraftfahrzeug 1 beim
Betätigen der Aktivierungseinrichtung 4 unmittelbar
auf die richtige Seite hin geneigt bzw. abgesenkt wird. Denkbar
ist selbstverständlich auch, dass an der Funkfernbedienung 5 nicht
nur eine, sondern zwei Betätigungstasten vorgesehen sind,
wovon die eine bewirkt, dass sich das Kraftfahrzeug 1 auf
die eine Seite neigt, während die andere bewirkt, dass
sich das Kraftfahrzeug 1 auf die gegenüberliegende
Seite neigt, bzw. absenkt.
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Die
Lageveränderungseinrichtung kann dabei Bestandteil einer
ohnehin am Kraftfahrzeug 1 vorhandene Niveauregulierung
sein und ein Verstellen des Wankwinkels dadurch bewirken, dass sie
die zur Niveauregulierung gehörenden Federbälge
auf der einen Seite des Kraftfahrzeuges 1 aufbläst,
während sie diese auf der gegenüberliegenden Seite
ablässt.
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Selbstverständlich
kann die Lageveränderungseinrichtung auch in ein so genanntes „Activ-Body-Control-System",
kurz auch ABC genannt, integriert sein, welches ein auf einer Stahlfederung
basierendes elektro-hydraulisch aktives Fahrwerksystem darstellt,
dass neben der Federungs- und Dämpfungsfunktion eine automatische
Niveauregulierung während des Fahrens ermöglicht.
Ein derartiges Activ-Body-Control- System hält dabei den
Fahrzeugbau an der Vorder- und der Hinterachse beim Bremsen, beim
Beschleunigen, bei Fahrbahnunebenheiten und in Kurven auf annähernd
gleichem Niveau.
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Durch
das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug 1 lässt
sich eine besonders komfortable Zusatzfunktion realisieren, welches
es insbesondere kleineren Personen ermöglicht, einen oftmals
hoch gelegenen Dachgepäckraum oberhalb des Kraftfahrzeuges 1 zu erreichen.
Durch das Verstellen des Wankwinkels des Kraftfahrzeuges 1,
das heißt durch das einseitige Anheben bzw. das gegenüberliegende
Absenken des Kraftfahrzeuges 1 ist somit auch ein problemloses
Beladen des Kraftfahrzeuges 1 möglich. Durch die
Integration der Aktivierungseinrichtung 4 in die Fernbedienung 5 bzw.
in eine nicht näher dargestelltes Keyless-Go-System, sowie
die Integration der Lageveränderungseinrichtung in ein
Activ-Body-Control-System, lässt sich die Zusatzfunktion
mit anderen Systemkomponenten des Kraftfahrzeuges 1 kombinieren,
wodurch dessen Vermarktung erleichtert wird.
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- 1
- Kraftfahrzeug
- 2
- Zugang
- 3
- Dachbox
- 4
- Aktivierungseinrichtung
- 5
- Fernbedienung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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