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Hintergrund der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Strukturieren
eines strahlungsempfindlichen Materials.
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Photonenkristalle,
Zwischenverbindungsschichten von Halbleiterbauelementen und mikromechanische
Elemente treiben den Bedarf nach dreidimensionaler Strukturierung
von Elementen im Bereich der Mikroelektronik. Herkömmlicherweise
werden zur Erzeugung dreidimensionaler Strukturen z. B. lithographische
Verfahren verwendet, bei denen die Halbleiterelemente Schicht für Schicht
unter Verwendung verschiedener Masken erzeugt werden. Dabei wird
zunächst
ein Photolack, auch Resist genannt, auf einen Träger aufgebracht und mittels
einer ersten lithographischen Maske belichtet. Darauf folgt ein
chemischer Entwicklungsschritt, bei dem das bei der vorausgehenden
Belichtung in dem Photolack erzeugte Beleuchtungsmuster in eine
physische Struktur in dem Photolack übertragen wird. Dabei werden entweder
belichtete Bereiche aus dem Photolack entfernt oder es bleiben umgekehrt
belichtete Bereiche stehen, während
die diese umgebenden unbelichteten Bereiche aus dem Photolack entfernt
werden. Das Ergebnis ist eine zweidimensional strukturierte Photolackschicht.
Um jedoch eine dreidimensionale Strukturierung zu erreichen, müssen die
vorgenannten Schritte, nämlich
das Auftragen einer Photolackschicht, das Belichten der Schicht
sowie die darauffolgende chemische Entwicklung mehrfach mit verschiedenen
Lithographiemasken wiederholt werden. Dieses Verfahren ist jedoch
sehr aufwendig und damit zeit- und kostenintensiv.
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Zugrundeliegende Aufgabe
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, die vorgenannten Probleme zu lösen und
insbesondere ein Verfahren sowie eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art dahingehend zu verbessern, dass eine dreidimensionale Strukturierung
eines strahlungsempfindlichen Materials auf eine zeiteffizientere
und kostensparendere Weise möglich
wird.
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Erfindungsgemäße Lösung
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Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem
Verfahren zum Strukturieren eines strahlungsempfindlichen Materials
gelöst,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: Bereitstellen
einer Schicht aus dem strahlungsempfindlichen Material, wobei das
strahlungsempfindliche Material derart konfiguriert ist, dass bei
Bestrahlung desselben mit einer eine Schwellenintensität übersteigenden
Strahlungsintensität
eine charakteristische Eigenschaft des strahlungsempfindlichen Materials
verändert wird,
Bereitstellen einer dynamischen Maske, welche dazu konfiguriert
ist, ihre Struktur dynamisch zu verändern, Erzeugen eines ersten
Strahlungsmusters mittels der dynamischen Maske in der strahlungsempfindlichen
Materialschicht derart, dass die Ausdehnung des ersten Strahlungsmusters,
in der die Strahlungsintensität
die Schwellenintensität übersteigt,
in der Dickenrichtung der Materialschicht an den einzelnen Punkten
der Materialschicht maximal 50% der Dicke der Materialschicht beträgt, sowie
Erzeugen eines zweiten Strahlungsmusters mittels der dynamischen
Maske in der strahlungsempfindlichen Materialschicht.
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Weiterhin
ist die Aufgabe erfindungsgemäß mit einer
Vorrichtung zum Strukturieren eines strahlungsempfindlichen Materials
gelöst,
wobei die Vorrichtung aufweist: eine Halteeinrichtung zum Halten einer
Schicht aus dem strahlungsempfindlichen Material, welches derart
konfiguriert ist, dass bei Bestrahlung desselben mit einer eine
Schwellenintensität übersteigenden
Strahlungsintensität
eine charakteristische Eigenschaft des strahlungsempfindlichen Materials
verändert
wird, eine dynamische Maske, welche dazu konfiguriert ist, ihre
Struktur dynamisch zu verändern,
sowie eine Steuerungseinrichtung, welche dazu konfiguriert ist,
die Vorrichtung derart zu steuern, dass ein erstes Strahlungsmuster
mittels der dynamischen Maske in der strahlungsempfindlichen Materialschicht
erzeugt wird, wobei die Ausdehnung des ersten Strahlungsmusters,
in der die Strahlungsintensität
die Schwellenintensität übersteigt,
in der Dickenrichtung der Materialschicht an den einzelnen Punkten
der Materialschicht maximal 50% der Dicke der Materialschicht beträgt, sowie
dass ein zweites Strahlungsmuster mittels der dynamischen Maske
in der strahlungsempfindlichen Materialschicht erzeugt wird.
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Mit
anderen Worten wird erfindungsgemäß eine Schicht aus strahlungsempfindlichem
Material bereitgestellt. Dieses strahlungsempfindliche Material
kann z. B. ein sogenannter Resist bzw. Photolack sein, welcher in
einer Ausführungsform
eine Schichtdicke von z. B. 10 μm
aufweisen kann. Das strahlungsempfindliche Material verändert bei
Bestrahlung mit einer elektromagnetischen Strahlung, beispielsweise
eines bestimmten Wellenlängenbereichs,
beim Übersteigen
einer bestimmten Strahlungsintensität eine charakteristische Eigenschaft. Die
Veränderung
in der charakteristischen Eigenschaft kann darin bestehen, dass
das strahlungsempfindliche Material bei der Belichtung derart verändert wird,
dass dieses chemisch lösbar
wird, so dass es in einem darauffolgenden chemischen Entwicklungsschritt
im Gegensatz zu nicht-belichtetem Material abgetragen wird. Ein
Beispiel dafür
ist positiver Resist. Das strahlungsempfindliche Material kann,
wie etwa negativer Resist, auch umgekehrt beschaffen sein, so dass
das ausreichend „belichtete" Material bei dem
Entwicklungsschritt gerade nicht abgetragen wird, sondern lediglich
das nicht ausreichend belichtete Material.
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Erfindungsgemäß wird mittels
einer dynamischen Maske in der strahlungsempfindlichen Materialschicht
ein erstes Strahlungsmuster erzeugt. Das erste Strahlungsmuster
ist im Wesentlichen eine sich flächig
in der Materialschicht erstreckende Strahlungsverteilung, weist
jedoch eine Ausdehnung auch in der Dickenrichtung der Materialschicht
auf. Die Ausdehnung des Strahlungsmusters in der Dickenrichtung
der Materialschicht ist an den einzelnen Punkten der Materialschicht,
d. h. an jeweiligen Oberflächenpunkten
der Materialschicht in senkrechter Projektion zur Materialschicht,
maximal 50% der Dicke der Materialschicht. Dabei wird unter Ausdehnung
des Strahlungsmusters die Ausdehnung verstanden, in der die Strahlungsintensität die Schwellenintensität des strahlungsempfindlichen
Materials übersteigt.
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Mit
anderen Worten weist das Strahlungsmuster eine Tiefenschärfe von
maximal 50% des strahlungsempfindlichen Materials auf. Die Maske, mit
der das erste Strahlungsmuster erzeugt wird, ist als sogenannte „dynamische
Maske" konfiguriert.
Da es sich dabei nicht um eine Maske im herkömmlichen Sinne, d. h. nicht
um eine statische Maske, handelt, kann das Strukturierungsverfahren
auch als maskenloses Verfahren bezeichnet werden. Die dynamische Maske
ist darauf ausgelegt, ihre Struktur dynamisch zu verändern, und
kann beispielsweise als Mikrospiegelarray, welches auch als DMD
(Digital Micromirror Device) bezeichnet wird, ausgelegt sein.
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Durch
das Vorsehen einer derartigen dynamischen Maske können mehrere
Strahlungsmuster in dem strahlungsempfindlichen Material nacheinander
erzeugt werden, ohne dass ein Maskenwechsel notwendig ist. Damit
können
die einzelnen Strahlungsmuster in schneller zeitlicher Abfolge erzeugt werden.
Weiterhin entfällt
die Notwendigkeit etwa eines erneuten Justierens einer weiteren
Maske, so dass auch die Ausrichtung der einzelnen Strahlungsmuster
zueinander mit einer hohen Genauigkeit erfolgen kann. Dadurch, dass
die Ausdehnung des ersten Strahlungsmusters, in der die Strahlungsintensität die Schwellenintensität übersteigt,
in der Dickenrichtung der Materialschicht an den einzelnen Punkten maximal
50% der Dicke der Schicht beträgt,
ist es möglich,
mit dem ersten Strahlungsmuster lediglich einen bestimmten vertikalen
Teilbereich des strahlungsempfindlichen Materials bzw. eine Teilschicht desselben
zu belichten.
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Durch
Erzeugen eines zweiten Strahlungsmusters kann ein anderer vertikaler
Bereich der strahlungsempfindlichen Schicht belichtet werden. Damit
ist es möglich,
Ebene für
Ebene der strahlungsempfindlichen Schicht zu belichten und dann mit
dem Ergebnis eine dreidimensionale Strukturierung des strahlungsempfindlichen
Materials zu bewirken. Das heißt,
durch das Belichten unterschiedlicher Tiefenschichten in der strahlungsempfindlichen Materialschicht
mit unterschiedlichen Strahlungsverteilungen wird es möglich, die
strahlungsempfindliche Schicht nicht nur in den zwei Dimensionen
ihrer Haupterstreckung, sondern auch in Richtung ihrer Dickenerstreckung
mit einer gewünschten
Struktur zu versehen. Mit anderen Worten wird die strahlungsempfindliche
Schicht virtuell in mehrere aufeinanderliegende Scheiben aufgeteilt,
die jeweils separat mit einer eigenen zweidimensionalen Strukturierung
versehen werden.
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In
einer Ausführungsform
nach der Erfindung ist die dynamische Maske als Mikrospiegelarray
gestaltet. Wie bereits vorstehend erwähnt, wird ein derartiges Mikrospiegelarray
auch als DMD (Digital Micromirror Device) bezeichnet. Ein derartiges
Mikrospiegelarray kann beispielsweise 10.000 × 10.000 Spiegel umfassen,
die jeweils eine Fläche
von 8 × 8 μm aufweisen.
Die Spiegel können
einzeln angesteuert werden. Die Mikrospiegel sind beispielsweise
auf speziellen Drehzapfen gelagert und werden mittels elektrostatischer
Felder verkippt. Die elektrostatischen Felder werden beispielsweise
durch Schaltlogiken erzeugt, die sich hinter den Mikrospiegeln befinden.
Durch das Verkippen eines Mikrospiegels kann der von diesem Spiegel
reflektierte Strahl derart weit abgelenkt werden, dass dieser nicht
mehr durch eine nachgeschaltete Projektionsoptik tritt. Dadurch kann
durch Ansteuern des Mikrospiegels die Beleuchtung eines von diesem
Mikrospiegel beleuchteten Pixels an- bzw. ausgeschaltet werden.
Mittels eines Arrays von 10.000 × 10.000 Mikrospiegeln kann also
ein Pixelmuster von 10.000 × 10.000
Pixeln flexibel umkonfiguriert werden, d. h. das Pixelmuster kann
z. B. von dem ersten Strahlungsmuster in das zweite Strahlungsmuster
umkonfiguriert werden. Vorteilhafterweise werden die Spiegel in
einem Verhältnis
von 1:267 bei der Abbildung auf das strahlungsempfindliche Medium
verkleinert. Daraus ergibt sich eine Pixelgröße von 30 nm in der Fokusebene
und eine Feldgröße von 300 μm × 300 μm. Die vertikale Auflösung bzw.
Auflösung
in der Dickenrichtung der Materialschicht kann aus einem Strehl-Verhältnis von 80%
abgeschätzt
werden, was einer RMS-Wellenfrontabweichung von 0,071 λ entspricht.
In einer horizontalen Richtung kann die Auflösung als 0,5 × λ/NA abgeschätzt werden. λ ist die
Wellenlänge
des zur Bestrahlung des strahlungsempfindlichen Materials verwendeten
Lichts und NA die numerische Apertur einer verwendeten Projektionsoptik.
Damit können
beispielsweise horizontale Auflösungen
von 80 nm erreicht werden. Kleinere Fleckgrößen können bei Verwendung von nichtlinearen
Resists, speziellen Beleuchtungseinstellungen und bei Verwendung
von auflösungsverstärkenden
Methoden, wie etwa Phasenmasken und dezentrierter Beleuchtung, erzielt werden.
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In
einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung werden die Strahlungsmuster mittels einer Projektionsoptik
mit einer numerischen Apertur von mindestens 0,9, insbesondere von
mindestens 1,2 projiziert. Mit einer derart hohen numerischen Apertur
lässt sich
eine verhältnismäßig geringe
Tiefenschärfe
in der Materialschicht erzielen. Dies ermöglicht die Strukturierung des
strahlungsempfindlichen Materials mit hoher Auflösung in der Dickenrichtung der
Materialschicht.
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In
einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung wird das erste Strahlungsmuster in einem Bereich
der Materialschicht auf eine erste Fokusebene in Bezug auf die Materialschicht
fokussiert, und das zweite Strahlungsmuster wird in dem gleichen Bereich
auf eine zweite Fokusebene in Bezug auf die Materialschicht fokussiert.
Die zweite Fokusebene ist vorteilhafterweise gegenüber der
ersten Fokusebene in der Dickenrichtung der Materialschicht versetzt. Mit
anderen Worten wird das erste Strahlungsmuster auf eine erste Fokusposition
in Bezug auf die Materialschicht, und das zweite Strahlungsmuster
auf eine zweite Fokusposition in Bezug auf die Materialschicht fokussiert.
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In
einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung beträgt
die Ausdehnung des zweiten Strahlungsmusters, in der die Strahlungsintensität die Schwellenintensität übersteigt,
in der Dickenrichtung der Materialschicht an den einzelnen Punkten der
Materialschicht ebenfalls maximal 50% der Dicke der Materialschicht.
Dies ermöglicht
die unabhängige Strukturierung
einzelner Schichten innerhalb der Materialschicht mittels der einzelnen
Strahlungsmuster.
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In
einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung werden die Strahlungsmuster jeweils erzeugt,
indem eine von der dynamischen Maske erzeugte Beleuchtungsverteilung
mittels einer Projektionsoptik auf die Materialschicht projiziert
wird und die Materialschicht schräg zur Fokusebene der Projektionsoptik
verschoben wird. Dabei kann die Rotationsstellung der Materialschicht
gegenüber
der Fokusebene grundsätzlich
unterschiedlich eingestellt sein. Zum Beispiel kann die Materialschicht
parallel zur Fokusebene ausgerichtet sein oder auch andere Rotationsstellungen
aufweisen, während
sie schräg
zur Fokusebene verschoben wird. Durch die schräge Verschiebung der Materialschicht
wird ein zu belichtender Bereich in zeitlicher Abfolge an unterschiedlichen
Fokuspositionen angeordnet. Wird nun die Maske dynamisch in ihrer
Struktur verändert
und an passenden Zeitpunkten auf die Materialschicht belichtet,
so lassen sich auf effiziente und zeitsparende Weise mehrere Strahlungsmuster
an unterschiedlichen Positionen innerhalb der Dickenausdehnung der
Materialschicht erzeugen. In einer Ausführungsform beträgt der Winkel
zwischen der Verschieberichtung und der Fokusebene 1,9°.
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In
einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung wird die Materialschicht entlang einer gegenüber der
Fokusebene der Projektionsoptik verkippten Ebene verschoben und
ist dabei parallel zur verkippten Ebene ausgerichtet. Das heißt, die
Materialschicht wird in derjenigen Ebene verschoben, in der sie
angeordnet ist. Damit ergibt sich die Möglichkeit, zum gegebenen Zeitpunkt
mit einem einzelnen Strahlungsmuster Punkte in unterschiedlichen
Tiefenpositionen in Bezug auf die Materialschicht zu belichten.
Dies ermöglicht
ein besonders effizientes dreidimensionales Strukturieren der Materialschicht, da
damit eine parallele Strukturierung ermöglicht wird. Zu einem gegebenen
Zeitpunkt können
nämlich bereits
zuvor in einer ersten Tiefenschicht belichtete Bereiche in einer
darübergelegenen
zweiten Tiefenschicht strukturiert werden, während Bereiche, die im Verlauf
der Verschiebung bzw. der Scan-Bewegung der Materialschicht zu einem
späteren
Zeitpunkt in der zweiten Tiefenschicht angeordnet werden, zum gleichen
Zeitpunkt in der ersten Tiefenschicht strukturiert werden können. In
einer Ausführungsform
beträgt
der Kippwinkel zwischen der Materialschicht und der Fokusebene 1,9°.
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In
einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung wird nach dem Erzeugen des ersten Strahlungsmusters
die Materialschicht in der Dickenrichtung der Materialschicht verschoben
und daraufhin das zweite Strahlungsmuster erzeugt. Insbesondere werden
die Strahlungsmuster erzeugt, indem die jeweilige von der dynamischen
Maske erzeugte Beleuchtungsverteilung mittels einer Projektionsoptik auf
die Materialschicht projiziert wird, wobei nach dem Erzeugen des
ersten Strahlungsmusters die Materialschicht entlang der optischen
Achse der Projektionsoptik verschoben wird und daraufhin das zweite
Strahlungsmuster erzeugt wird. Mit diesem Verfahren kann die Materialschicht
ebenfalls auf sehr effiziente Weise dreidimensional strukturiert
werden. So kann ein Dickenabschnitt der Materialschicht zunächst mit
dem ersten Strahlungsmuster belichtet werden und daraufhin ein direkt
unter dem belichteten Abschnitt liegender Dickenabschnitt der Materialschicht
mittels des zweiten Strahlungsmusters belichtet werden. Daraufhin
wird vorteilhafterweise die Materialschicht quer zur optischen Achse
soweit verschoben, dass ein bisher unbelichteter Bereich der Materialschicht
mit dem nächsten
Belichtungsschritt belichtet werden kann.
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In
einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung wird nach der Erzeugung der beiden Strahlungsmuster
die Materialschicht quer zur Dickenrichtung der Materialschicht,
insbesondere entlang der Fokusebene der Projektionsoptik, verschoben,
und daraufhin werden abermals zwei Strahlungsmuster erzeugt, welche
auf unterschiedliche Fokusebenen in Bezug auf die Materialschicht fokussiert
sind. Dabei werden vorteilhafterweise parallele zweidimensionale
Schnitte in dem zu strukturierenden strahlungsempfindlichen Material
erzeugt.
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In
einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung werden die Strahlungsmuster erzeugt, indem eine
jeweilige von der dynamischen Maske erzeugte Beleuchtungsverteilung
mittels einer Projektionsoptik auf die Materialschicht projiziert
wird, und zwischen den Projektionen der beiden Strahlungsmuster
eine Aberration, insbesondere die sphärische Aberration der Projektionsoptik
verändert
wird. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass beim Erzeugen
der einzelnen Strahlungsmuster die elektromagnetische Strahlung
durch unterschiedlich dicke Materialschichten dringen muss, d. h.
die effektive Dicke der Materialschicht unterschiedlich ist. Dies
führt zu
Aberrationen, insbesondere dominierend sphärische Aberrationen beim Erzeugen
der einzelnen Strahlungsmuster. Gemäß der vorliegenden Ausführungsform
nach der Erfindung wird dieser Effekt durch dynamisches Anpassen
der Aberration, insbesondere der sphärischen Aberration, kompensiert. Diese
Manipulation der sphärischen
Aberration kann z. B. mittel beweglicher Linsenelemente in der Projektionsoptik,
die insbesondere mittels piezobetriebener z-Manipulationen in ihrer
Position verändert
werden, bewirkt werden.
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In
einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung ist beim Erzeugen der Strahlungsmuster eine Immersionsflüssigkeit
auf dem strahlungsempfindlichen Material angeordnet, wobei der Brechungsindex
der Immersionsflüssigkeit
mit dem Brechungsindex des strahlungsempfindlichen Materials übereinstimmt.
Insbesondere füllt
die Immersionsflüssigkeit
einen Zwischenraum zwischen der Projektionsoptik und dem strahlungsempfindlichen
Material aus. Durch das Vorsehen der Immersionsflüssigkeit, deren
Brechungsindex mit dem Brechungsindex des strahlungsempfindlichen
Materials übereinstimmt, wird
die beugungsbegrenzte Projektion nicht durch die Übergangsfläche zwischen
der Immersionsflüssigkeit
und dem strahlungsempfindlichen Material beeinflusst.
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In
einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung ist das strahlungsempfindliche Material als nicht-linearer
Resist ausgebildet. Vorteilhafterweise ist der nicht-lineare Resist
als 2-Photonen-Resist ausgebildet. Derartige Resists akkumulieren
die Belichtungsdosis nicht über
einen längeren
Zeitraum, sondern zeigen eine nicht-lineare Reaktion auf die momentane
Intensität.
Damit ist es möglich,
eine dreidimensionale Strukturierung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
im dynamischen Scan-Betrieb mit hoher Auflösung zu erzielen.
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In
einer weiteren Ausführungsform
ist beim Erzeugen der Strahlungsmuster eine Platte variierender
Dicke aus lichtdurchlässigem
Material oberhalb des strahlungsempfindlichen Materials angeordnet, und
ein Zwischenraum zwischen dem strahlungsempfindlichen Material und
der Platte ist mit einer Immersionsflüssigkeit gefüllt. Die
Platte kompensiert die vorstehend angesprochene Veränderung
in auftretenden Aberrationen, insbesondere sphärischen Aberrationen. Die Platte
kann beispielsweise als Glasplatte ausgebildet sein. Bei einer effektiven
Dickenveränderung
des Resists zwischen verschiedenen Beleuchtungseinstellungen, d.
h. dem z-Abstand zwischen zwei verschiedenen in der Materialschicht erzeugten
Strahlungsmustern von +10 μm,
sollte die Schicht aus der Immersionsflüssigkeit vorteilhafterweise
eine Dickenveränderung
von +5100 nm und die Glasplatte eine Dickenveränderung von –14700 nm
aufweisen. In diesem Fall ist für
die eingestrahlte elektromagnetische Strahlung eine Wellenlänge λ von 193
nm sowie eine numerische Apertur (NA) von 1,2 zu Grunde gelegt.
Die Brechzahl beträgt
dabei 1,7 für
das strahlungsempfindliche Material 22, 1,43 für die Immersionsflüssigkeit
in Gestalt von Wasser und 1,56 für
die keilförmige
Platte 46 aus SiO2.
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In
einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung ist die Platte keilförmig gestaltet und der jeweilige
Abschnitt des strahlungsempfindlichen Materials zwischen der Fokusebene
der Projektionsoptik und der der Platte zugewandten Oberfläche des strahlungsempfindlichen
Materials ist ebenfalls keilförmig
gestaltet, wobei der von der Platte gebildete Keil und der im strahlungsempfindlichen
Material ausgebildete Keils einander entgegengesetzte Orientierung
aufweisen. Mit dieser Orientierung lassen sich die auftretenden
Apparationen besonders gut kompensieren.
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In
einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung füllt
die zwischen der Platte und dem strahlungsempfindlichen Material
angeordnete Immersionsflüssigkeit
ebenfalls ein keilförmiges
Volumen aus, wobei der von der Immersionsflüssigkeit gebildete Keil die
gleiche Orientierung wie der von dem jeweiligen Abschnitt des strahlungsempfindlichen
Materials gebildete Keil aufweist.
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In
einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung sind die von der Immersionsflüssigkeit abgewandte Oberfläche der
Platte und die jeweilige Fokusebene der Strahlungsmuster zueinander
parallel.
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In
einer weiteren Ausführungsform
nach der Erfindung werden die durch die beiden Strahlungsmuster
in dem strahlungsempfindlichen Material erzeugten latenten Bilder
gleichzeitig mittels eines einzigen chemischen Entwicklungsschrittes
entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen
dreidimensionalen Strukturierungsverfahren, bei denen zunächst eine erste
Resist-Schicht auf
einen Wafer aufgebracht wird, daraufhin die Schicht belichtet wird
und nach dem Belichtungsschritt eine chemische Entwicklung stattfindet,
woraufhin eine weitere Resist-Schicht aufgebracht wird, ist es erfindungsgemäß möglich, die
in den einzelnen Tiefenschichten des strahlungsempfindlichen Materials
erzeugten latenten Bilder gleichzeitig zu entwickeln.
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Die
bezüglich
der vorstehend aufgeführten Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Verfahrens
angegebenen Merkmale können
entsprechend auf die erfindungsgemäße Vorrichtung übertragen werden.
Die sich daraus ergebenden Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sollen von der Offenbarung der Erfindung ausdrücklich umfasst sein. Weiterhin
beziehen sich die bezüglich
der Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Verfahrens vorstehend
aufgeführten
Vorteile damit auch auf die entsprechenden Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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Nachfolgend
werden Ausführungsbeispiele eines
erfindungsgemäßen Verfahrens
sowie einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Strukturieren eines strahlungsempfindlichen Materials anhand
der beigefügten
schematischen Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigt:
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1 eine
Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Strukturieren eines strahlungsempfindlichen Materials,
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2 einen
Abschnitt des mittels der Vorrichtung gemäß 1 strukturierten
strahlungsempfindlichen Materials in zwei verschiedenen, während eines
Belichtungsvorganges eingenommenen Positionen (I) sowie (II),
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3 Beispiele
jeweiliger in den beiden Positionen (I) und (II) gemäß 2 in
dem strahlungsempfindlichen Material erzeugter Strahlungsmuster in
Draufsicht auf die strahlungsempfindliche Materialschicht,
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4 eine
perspektivische Ansicht einer mittels der in 3 gezeigten
Strahlungsmusters strukturierten Materialschicht,
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5 einen
Ausschnitt einer weiteren Ausführungsform
einer Vorrichtung zum Strukturieren eines strahlungsempfindlichen
Materials gemäß der Erfindung,
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6 Beispiele
jeweiliger in zwei verschiedenen Positionen (I) und (II) in dem
strahlungsempfindlichen Material erzeugter Strahlungsmuster in Draufsicht
auf die Materialschicht,
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7 eine
Schnittansicht des strahlungsempfindlichen Materials während der
Ausführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Veranschaulichung des Verlaufs der Fokusebene,
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8 ein
Diagramm zur Veranschaulichung der Wellenfrontaberration in der
Ausgangspupille bei Veränderung
der Dicke des strahlungsempfindlichen Materials um einen bestimmten
Betrag,
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9 eine
Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung verschiedener
Schichten über dem
strahlungsempfindlichen Material, sowie
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10 ein
die Wellenfrontaberration gemäß 8 für die Anordnung
gemäß 9 zeigendes
Diagramm.
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Detaillierte Beschreibung
von Ausführungsbeispielen
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In
den nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen sind funktionell
oder strukturell einander ähnliche
Elemente soweit wie möglich
mit den gleichen oder ähnlichen
Bezugszeichen versehen. Daher sollte zum Verständnis der Merkmale der einzelnen
Elemente eines bestimmten Ausführungsbeispiels
auf die Beschreibung anderer Ausführungsbeispiele oder die allgemeine
Beschreibung der Erfindung Bezug genommen werden.
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1 zeigt
eine Ausführungsform 10 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Strukturieren einer Schicht 22 eines strahlungsempfindlichen
Materials. Die strahlungsempfindliche Materialschicht 22 in
Gestalt eines in der Mikrolithographie verwendeten Photolacks bzw.
sogenannten Resists ist auf der Oberfläche eines Trägers 24 in
Gestalt eines Wafers durch Beschichten aufgebracht. Der Träger 24 wird
von einer Halteeinrichtung 27 in Gestalt einer Verschiebebühne bzw.
einer sogenannten Waferstage gehalten. Die Vorrichtung 10 weist
weiterhin eine Steuerungseinrichtung 25 zur Steuerung der Belichtungsabläufe, insbesondere
der dynamischen Maske 16 sowie der Halteeinrichtung 27,
auf.
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Die
Schicht 22 aus dem strahlungsempfindlichen Material weist
eine Dicke d auf. Das strahlungsempfindliche Material ist derart
konfiguriert, dass bei Bestrahlung desselben mit einer eine Schwellenintensität übersteigenden
Strahlungsintensität
in einem bestimmten Wellenlängenbereich
eine charakteristische Eigenschaft des strahlungsempfindlichen Materials
verändert
wird. Die dabei veränderte
charakteristische Eigenschaft besteht darin, dass das strahlungsempfindliche
Material 22 in dem betreffenden Bereich chemisch derart
verändert
wird, dass in einem nachfolgenden Entwicklungsschritt das strahlungsempfindliche
Material 22 herausgelöst
werden kann, während
das mit einer Strahlungsintensität
unterhalb der Schwellenintensität
bestrahlte strahlungsempfindliche Material unverändert bleibt. Das strahlungsempfindliche
Material 22 kann auch auf ein umgekehrtes Verhalten ausgelegt
sein, so dass lediglich das mit einer Strahlungsintensität oberhalb
der Schwellenintensität
bestrahlte Material beim Entwicklungsschritt stehenbleibt, während das
Material, das mit einer Strahlungsintensität unterhalb der Schwellenintensität bestrahlt
worden ist, herausgelöst
wird.
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Die
Vorrichtung 10 umfasst zunächst eine Lichtquelle 12 zum
Erzeugen elektromagnetischer Strahlung. Die Wellenlänge der
von der Lichtquelle 12 erzeugten elektromagnetischen Strahlen
kann im sichtbaren Wellenlängenbereich
liegen, aber auch im UV-Wellenlängenbereich
und beispielsweise eine Wellenlänge
von 248 nm oder 193 nm aufweisen. Die von der Lichtquelle 12 erzeugte
elektromagnetische Strahlung 13 wird von einer im Strahlengang
angeordneten Beleuchtungsoptik auf eine dynamische Maske 16 geleitet.
Die dynamische Maske 16 ist als Mikrospiegelarray, auch
als DMD (Digital Micromirror Device) bezeichnet, ausgebildet.
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Das
Mikrospiegelarray besteht aus einer feldförmigen Anordnung von 10.000 × 10.000
einzelnen Mikrospiegeln 18, die jeweils eine Spiegelfläche von
8 × 8 μm aufweisen.
Die Mikrospiegel 18 sind auf speziellen Drehzapfen gelagert
und können
einzeln verkippt werden. Die Neigung der Mikrospiegel 18 wird
durch elektrostatische Felder verursacht, die von sich hinter den
Mikrospiegeln 18 befindenden Schaltlogiken erzeugt werden.
Ein einzelner Mikrospiegel 18 bildet einen optischen Schalter,
durch Verkippen des Mikrospiegels 18 kann der Lichtstrahl
derart weit abgelenkt werden, dass er nicht mehr in den Erfassungsbereich
einer nachgeschalteten Projektionsoptik 20 fällt und
damit nicht in die Objektebene bzw. Fokusebene 30 der Projektionsoptik 20 abgebildet
wird. Jeder einzelne der Mikrospiegel 18 erzeugt ein Pixel
eines Strahlungsmusters in der Fokusebene 30. Durch Verstellen
der einzelnen Mikrospiegel 18 können die zugeordneten Pixel
an- bzw. abgeschaltet werden.
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Die
Projektionsoptik 20 besteht in der Regel aus einer Vielzahl
von Linsenelementen. Zur Vereinfachung ist in 1 lediglich
das letzte Linsenelement vor dem Wafer dargestellt. Die Projektionsoptik 20 weist
eine hohe numerische Apertur (NA) auf, beispielsweise beträgt die numerische
Apertur 1,2. Zwischen der Oberfäche 23 des
strahlungsempfindlichen Materials 22 und dem letzten Element
der Projektionsoptik 20 ist eine sogenannte Immersionsflüssigkeit 28,
die z. B. Wasser aufweist, angeordnet. In einer Ausführungsform
stimmt der Brechungsindex der Immersionsflüssigkeit 28 mit dem
Brechungsindex des strahlungsempfindlichen Materials 22 überein.
Damit beeinflusst die Position einer Übergangsfläche zwischen der Immersionsflüssigkeit 28 und dem
strahlungsempfindlichen Material 22 nicht die beugungsbegrenzte
Projektion. Die Projektionsoptik 20 ist darauf ausgelegt,
das von dem Mikrospiegelarray erzeugte Beleuchtungsmuster mit einer
Verkleinerung von 1:267 abzubilden, woraus sich eine Pixelgröße von 30
nm mit einer Feldgröße von 300 μm × 300 μm in der
Fokusebene 30 ergibt.
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Der
Träger 24 in
Gestalt eines Wafers und damit auch die auf dem Wafer aufgebrachte
strahlungsempfindliche Materialschicht 22 ist gegenüber der
Fokusebene 30 der Projektionsoptik 20 um etwa einen
Kippwinkel von 1,9° verkippt.
Bei der Strukturierung des Materials 22 wird der Träger 24 entlang einer
um den gleichen Kippwinkel gegenüber
der Fokusebene 30 verkippten Verschieberichtung 26 verschoben.
Die strahlungsempfindliche Materialschicht 22 wird damit
in der Ebene verschoben, in der sie sich erstreckt.
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2 zeigt
zwei verschiedene Positionen (I) sowie (II) der strahlungsempfindlichen
Materialschicht 22 während
der Scan-Bewegung entlang der Verschieberichtung 26. In
der im oberen Bereich der 2 dargestellten
Position (I) wird ein erstes Strahlungsmuster 38 in der
Materialschicht 22 erzeugt. Das erste Strahlungsmuster 38 erstreckt
sich in einem mit dem Bezugszeichen 32 gekennzeichneten, zu
strukturierenden Bereich der Materialschicht 22. Die Fokusebene 30 der
Projektionsoptik 20 befindet sich in diesem Bereich in
einem unteren Dickenabschnitt der Materialschicht 22 und
wird als erste Fokusebene 30a in Bezug auf die Materialschicht 22 bezeichnet.
Die Ausdehnung des ersten Strahlungsmusters 38, in der
die Strahlungsintensität
die Schwellenintensität
des strahlungsempfindlichen Materials 22 übersteigt,
die auch als Tiefenschärfe 34 bezeichnet
wird, ist in 2 graphisch dargestellt.
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Diese
Ausdehnung bzw. Tiefenschärfe 34 beträgt in der
Dickenrichtung der Materialschicht an den einzelnen Punkten der
Materialschicht, d. h. an senkrecht zur Oberfläche 23 der Materialschicht 22 projizierten
Linien, maximal 50% der Dicke d der Materialschicht 22.
Die Tiefenschärfe 34 kann
aber auch um Größenordnungen
kleiner sein als die Dicke d der Materialschicht. Die derart begrenzte
Tiefenschärfe 34 hat
zur Folge, dass die Materialschicht 22 lediglich in einem
begrenzten Dickenabschnitt belichtet wird und in vertikaler Richtung
daran angrenzende Abschnitte unbelichtet bleiben. Während der
Scan-Bewegung entlang der Verschieberichtung 26 verändert sich
das Strahlungsmuster sukzessive, je nach vorgegebener gewünschter
Strukturierung des Bereichs 32 in vertikaler Richtung.
-
Beispielhaft
ist im unteren Bereich der 2 eine mit
(II) gekennzeichnete Position dargestellt. In dieser Position ist
der zu strukturierende Bereich 32 bereits weiter nach rechts
gerückt.
Um weiterhin den zu strukturierenden Bereich 32 zu belichten,
wird ein anderer Bereich im Bildfeld der dynamischen Maske 16 beleuchtet.
In der Position (II) befindet sich die Fokusebene 30 der
Projektionsoptik 20 in einer zweiten Fokusebene 30b in
Bezug auf die Materialschicht 22. In der Position (II)
wird von der dynamischen Maske 16 ein zweites Strahlungsmuster 40 in
der zweiten Fokusebene 30b erzeugt. Die Tiefenschärfe 34 des zweiten
Strahlungsmusters 40 beträgt auch maximal 50% der Dicke
der Materialschicht 22. Damit wird in der Position (II)
ein über
dem in der Position (I) belichteten Dickenabschnitt liegender Dickenabschnitt des
zu strukturierenden Bereichs 32 belichtet.
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3 zeigt
Beispiele eines ersten Strahlungsmusters 38 sowie eines
zweiten Strahlungsmusters 40 in der Fokusebene 30,
d. h. in Draufsicht bei Betrachtung in Richtung der optischen Achse 21 der
Projektionsoptik 20. Die Strahlungsmuster 38 und 40 sind
Beispiele für
in der Position (I) bzw. der Position (II) gemäß 2 in der
Materialschicht 22 erzeugte Strahlungsmuster, mittels welcher
die in 4 gezeigte dreidimensional strukturierten Materialschicht 22 mit
einzelnen pyramidenartigen Strukturen hergestellt werden kann. 3 zeigt
jeweils das mittels der dynamischen Maske 16 ausleuchtbare Feld 36 auf
der Materialschicht 22. Da in der Position (II) der zu
strukturierende Bereich 32 gegenüber der Position (I) nach rechts
verschoben ist, sind auch die belichteten Strukturen des in der
Position (II) erzeugten zweiten Strahlungsmusters 40 gegenüber den belichteten
Strukturen des in der Position (I) erzeugten ersten Strahlungsmusters 38 nach
rechts verschoben.
-
7 zeigt
einen weiteren von dem in 2 gezeigten
Verlauf abweichenden Verlauf der Fokusebene 30 in der strahlungsempfindlichen
Materialschicht 22 bei Belichtung mittels der Vorrichtung
gemäß 1.
Da die Fokusebene 30. in x-Richtung schräg zur Oberfläche 23 der
Materialschicht 22 verläuft, ändert sich
die effektive Dicke 44, durch die die elektromagnetische
Strahlung 13 bei der Erzeugung der Strahlungsmusters dringt.
Eine derartige Änderung
der effektiven Dicke führt
zu Wellenfrontaberrationen, vornehmlich sphärischen Aberrationen. 8 zeigt
beispielhaft den Verlauf der Wellenfrontaberationen in mλ in der Ausgangspupille
für eine
Resist-Dickenänderung
von 769 nm.
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5 zeigt
einen Abschnitt einer weiteren Ausführungsform einer Vorrichtung 10 zum
Strukturieren eines strahlungsempfindlichen Materials 22. Die
Vorrichtung 10 gemäß 5 unterscheidet
sich von der Vorrichtung 10 gemäß 1 lediglich
darin, dass der Träger 24 mit
der strahlungsempfindlichen Materialschicht 22 nicht wie
in 1 schräg
zur Fokusebene 30 der Projektionsoptik gescannt wird. Vielmehr
wird der Träger 24 mittels
der Halteeinrichtung in Gestalt einer Verschiebebühne bzw.
Wafer-Stage gemäß dem in 5 dargestellten
Verschiebemuster 42 verschoben.
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6 zeigt
beispielshaft ein erstes Strahlungsmuster 138 und ein zweites
Strahlungsmuster zur Strukturierung des in 4 dargestellten
Objektes. Das in der Ausführungsform
gemäß 5 veranschaulichte
Strukturierungsverfahren läuft
wie folgt ab: Zunächst
wird das erste Strahlungsmuster 138 in einer mit (I) bezeichneten
Position des Trägers 24 in das
strahlungsempfindliche Material 22 projiziert. Wie bei
der Ausführungsform
gemäß 1 ist
die Tiefenschärfe 34 des
Strahlungsmusters 138 in der Dickenrichtung der Materialschicht 22 auf
einen Bruchteil der Dicke d begrenzt. Nach Belichtung des ersten
Strahlungsmusters 138 wird die Materialschicht 22 entlang
der optischen Achse 21 des Projektionsobjektivs 20,
d. h. in z-Richtung gemäß 1,
nach unten verschoben. An dieser Position, welche mit (II) gekennzeichnet
ist, wird ein zweites Strahlungsmuster 140, welches beispielhaft
in dem rechten Bereich der 6 dargestellt
ist, belichtet. Das zweite Strahlungsmuster 140 wird also
in einer anderen Tiefenschicht wie das erste Strahlungsmuster 138 erzeugt.
In weiteren Ausführungsformen
werden entlang vertikaler Scans in Richtung der z-Achse eine Vielzahl
von Strahlungsmustern erzeugt. Daraufhin wird der Träger 24 in
x-Richtung verschoben, und
ein entsprechend gestaltetes weiteres Strahlungsmuster in einem
noch nicht belichteten Bereich der Materialschicht erzeugt. Auch
hier wird daraufhin der Träger 24 vertikal
verschoben und mindestens eine weitere Belichtung ausgeführt.
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Zur
Kompensierung der auf die variierende effektive Dicke 44 zurückzuführenden
Wellenfrontaberrationen wird in einer Ausführungsform der Vorrichtung 10 zwischen
den Projektionen der beiden Strahlungsmuster 138 und 140 die
sphärische
Aberration der Projektionsoptik 20 verändert. Dazu weist die Projektionsoptik 20 bewegliche
Linsenelemente auf, die mittels piezobetriebener z-Manipulatoren
bewegt werden.
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9 zeigt
eine weitere Ausführungsform zur
Kompensierung der Aberationen. Dazu ist eine im Querschnitt keilförmige Platte 46 aus
SiO2 oberhalb der Materialschicht 22 angeordet,
wobei der Zwischenraum zwischen der Platte 46 und der Materialschicht 22 mit
Immersionsflüssigkeit 28 gefüllt ist.
Die von der Immersionsflüssigkeit 28 abgewandte
Oberfläche 48 der
Platte 46 und die Fokusebene 30 sind zueinander
parallel.
-
Der
Abschnitt des strahlungsempfindlichen Materials 22 zwischen
der Fokusebene 30 und der der Platte 46 zugewandten
Oberfläche 23 ist
keilförmig
gestaltet. Der von der Platte 46 gebildete Keil und der
von dem Abschnitt des im strahlungsempfindlichen Material 22 gebildeten
Keils weisen einander entgegengesetzte Orientierung auf. In einer
Ausführungsform
der in 9 dargestellten Anordnung wird eine Änderung
der effektiven Dicke 44 des strahlungsempfindlichen Materials 22 in
x-Richtung um +10.000 nm mit einer Änderung der Dicke der Immersionsflüssigkeit
in z-Richtung um +5.100 nm sowie einer gleichzeitigen Veränderung
der Dicke der Platte 46 um –14.700
nm kompensiert. Mit dieser Kompensation ergibt sich beispielhaft
die in 10 dargestellte Wellenfrontaberration
in der Ausgangspupille. Dabei ist für die eingestrahlte elektromagnetische Strahlung
eine Wellenlänge λ von 193
nm sowie eine numerische Apertur (NA) von 1,2 zu Grunde gelegt. Die
Brechzahl beträgt
dabei 1,7 für
das strahlungsempfindliche Material 22, 1,43 für die Immersionsflüssigkeit
in Gestalt von Wasser und 1,56 für
die keilförmige
Platte 46 aus SiO2.
-
- 10
- Vorrichtung
zum Strukturieren eines strahlungsempfindlichen Materials
- 12
- Lichtquelle
- 13
- Elektromagnetische
Strahlung
- 14
- Beleuchtungsoptik
- 16
- Dynamische
Maske
- 18
- Mikrospiegel
- 20
- Projektionsoptik
- 21
- Optische
Achse
- 22
- Schicht
aus strahlungsempfindlichem Material
- 23
- Oberfläche
- 24
- Träger
- 25
- Steuerungseinrichtung
- 26
- Verschieberichtung
- 27
- Halteeinrichtung
- 28
- Immersionsflüssigkeit
- 30
- Fokusebene
der Projektionsoptik
- 30a
- Erste
Fokusebene in Bezug auf Materialschicht
- 30b
- Zweite
Fokusebene in Bezug auf Materialschicht
- 32
- Zu
strukturierender Bereich
- 34
- Tiefenschärfe
- 36
- Ausleuchtbares
Feld
- 38
- Erstes
Strahlungsmuster
- 40
- Zweites
Strahlungsmuster
- 42
- Verschiebemuster
- 44
- Effektive
Dicke
- 46
- Platte
- 48
- Oberfläche
- 138
- Erstes
Strahlungsmuster
- 140
- Zweites
Strahlungsmuster