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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abziehen einer Anschlussklemme.
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Bekannte
Anschlussklemmen können
mit Steckkontakten in einer Steckrichtung in Stiftleiten gesteckt
werden. Eine solche Steckverbindung kann durch Zug an der Anschlussklemme
entgegen der Steckrichtung gelöst
werden.
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Ein
Abziehen der Anschlussklemmen von den Stiftleiten ist oft nur mit
großer
Kraft möglich.
Dabei ist es aufgrund kleiner Dimensionen der Anschlussklemmen schwierig,
die Anschlussklemmen richtig zu greifen.
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Zusätzliche
an den Anschlussklemmen angebrachte Laschen erleichtern das Greifen
und Abziehen der Anschlussklemmen. Die Laschen stehen in Steckrichtung
nach hinten von der Anschlussklemme ab, so dass sie einfach zu greifen
sind. Die Laschen sind regelmäßig recht
lang und stehen starr ab. Sie können
stören
und werden nur selten gebraucht.
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Die
Befestigung der Laschen erfolgt bei bekannten Anschlussklemmen durch
Ultraschallverschweißen
der Lasche an der Anschlussklemme. Eine solche Schweißverbindung
ist teuer, unflexibel und nicht reversibel.
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Eine
bekannte Vorrichtung 2 zum Abziehen einer Anschlussklemme 10' zeigt 1.
Die Anschlussklemme 10' weist
ein quaderförmiges
Gehäuse
auf. An einer Steckseite des Gehäuses
sind Steckkontakte angebracht, die in einer Steckrichtung SR in
eine Stiftleite gesteckt werden können. Vier Wände des
Gehäuses
sind im Wesentlichen parallel zur Steckrichtung SR ausgerich tet
und an jeweils einer unteren Seite mit der Steckseite verbunden.
Auf gegenüberliegenden,
oberen Seiten sind die vier Wände
mit einer Sichtseite verbunden. Die Sichtseite liegt der Steckseite
gegenüber.
An einer der vier Wände
ist die Vorrichtung 2 zum Abziehen der Anschlussklemme 10' befestigt.
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Die
Vorrichtung 2 weist einen Griffabschnitt 40' und einen Befestigungsabschnitt 30' auf. Der Befestigungsabschnitt 30' ist an der
Anschlussklemme 10' angeschweißt und liegt
dabei flächig
an einer der vier Wände
der Anschlussklemme 10' an.
Das Anschweißen
der Vorrichtung 2 an der Anschlussklemme 10' ist ein kostenaufwändiger Fertigungsschritt. Die
Schweißverbindung
ist zudem nicht ohne Weiteres reversibel.
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Die
Vorrichtung 2 ist mit ihrem Griffabschnitt 40' und dem Befestigungsabschnitt 30' im Wesentlichen
rechteckig ausgebildet. Hieraus ergibt sich, dass der Griffabschnitt 40' zwangsweise
von der Anschlussklemme 10' absteht.
Werden nun mehrere solcher Anschlussklemmen 10' nebeneinander
in eine Steckleiste, Stiftleite oder vergleichbares eingesteckt,
so stehen mehrere Griffabschnitte 40' hervor. Die abstehenden Griffabschnitte 40' erschweren
einen Zugriff auf eine benachbarte Anschlussklemme oder ein Abziehen
einer benachbarten Anschlussklemme.
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Ein
weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung 2 zum Abziehen
von Anschlussklemmen 10' ist, dass
sie die Größe der Anschlussklemmen 10' signifikant
erhöht.
Wie 1 zeigt, ist eine Länge in Steckrichtung SR der
Anschlussklemme 10' durch den
abstehenden Griffabschnitt 40' mehr als verdoppelt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige,
einfach zu befestigende, platzsparende Vorrichtung zum Abzie hen
einer Anschlussklemme an einer Anschlussklemme zur Verfügung zu
stellen.
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Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
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Vorteilhafte
Ausführungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die
Erfindung ermöglicht
ein Abziehen einer Anschlussklemme durch eine Vorrichtung mit einem Befestigungsabschnitt
zum Befestigen der Vorrichtung an der Anschlussklemme und einem
Griffabschnitt. Der Befestigungsabschnitt und der Griffabschnitt
sind über
eine schwenkbare Verbindung verbunden. An dem Griffabschnitt ist
eine zweite Befestigungseinrichtung zum lösbaren Befestigen des Griffabschnitts
an der Anschlussklemme vorgesehen.
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Der
Griffabschnitt steht vorteilhaft nicht zwangsweise starr von der
Anschlussklemme ab, sondern ist ihr gegenüber verschwenkbar. Wird die Vorrichtung
gegen die Anschlussklemme verschwenkt, kann sie mittels der zweiten
Befestigungseinrichtung lösbar
an die Anschlussklemme befestigt werden.
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Ein
Anwender hat bei der Verwendung einer solchen Vorrichtung den Vorteil,
dass er den Griffabschnitt verstauen kann, wenn er die Vorrichtung
nicht braucht. Dazu verschwenkt er sie um die schwenkbare Verbindung.
Zudem kann er den verschwenkten Griffabschnitt an der Anschlussklemme
fixieren. Der Griffabschnitt bleibt vorteilhaft verstaut und stellt
sich nicht selbstständig
wieder auf. Sollte der Anwender die Vorrichtung wieder benötigen, kann
er eine solche Fixierung lösen,
den Griffabschnitt von der Anschlussklemme wegschwenken, an ihm
ziehen und so die Anschlussklemme abziehen.
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Die
schwenkbare Verbindung, um die herum der Griffabschnitt verschwenkbar
ist, ist vorzugsweise als zweiwertige Verbindung ausgeführt. Sie
verhindert im Unterschied zur aus dem Stand der Technik bekannten
Vorrichtung ein Abbrechen des Griffabschnitts, weil sie seitliche
Kräfte
senkrecht zur Steckrichtung und senkrecht zur schwenkbaren Verbindung
und resultierende Momente um die schwenkbare Verbindung bei entsprechender
Anordnung nicht überträgt. Seitliche
Kräfte
oder Momente um die schwenkbare Verbindung könnten beispielsweise beim Abziehen
der Anschlussklemme wirken.
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Eine
vorteilhafte Ausführung
der Vorrichtung sieht vor, dass der Befestigungsabschnitt eine erste Befestigungseinrichtung
zur lösbaren
Befestigung der Vorrichtung an der Anschlussklemme aufweist. Ein
Vorteil einer solchen Befestigungseinrichtung ist, dass ein unflexibler
Fertigungsschritt, wie das Anschweißen des Befestigungsabschnittes
an der Anschlussklemme, erspart bleibt. Ein zweiter Vorteil einer
solchen lösbaren
Befestigung ist, dass die Vorrichtung nach Benutzung für eine nächste Anschlussklemme
verwendet werden kann.
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Die
erste Befestigungseinrichtung ist in einer weiteren vorteilhaften
Ausführung
als Befestigungskontur ausgeführt.
Diese Befestigungskontur kann vorteilhafterweise ein Schwalbenschwanz
sein, der für
ein Zusammenwirken in einer Schwalbenschwanzverbindung vorgesehen
ist.
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Die
Ausgestaltung der ersten Befestigungseinrichtung als eine erste
Befestigungskontur ist kostengünstig
zu fertigen und vom Anwender einfach handhabbar.
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Die
erste Befestigungseinrichtung ist in einer vorteilhaften Ausführung an
einem ersten Ende der Vorrichtung an einem der schwenkbaren Verbindung abgewandten
ersten Rand des Befestigungsabschnittes angeordnet. Der Vorteil
dieser Anordnung liegt darin, dass der Befestigungsabschnitt dadurch besonders
kurz ausgebildet werden kann, so dass Material eingespart wird.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
ist die schwenkbare Verbindung zwischen dem Befestigungsabschnitt
und dem Griffabschnitt als Filmscharnier ausgeführt. Für eine solche Ausführung ist
vorteilhafterweise nur eine Materialschwächung nötig, die durch entsprechende
Formgebung der Vorrichtung erreicht werden kann.
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Die
zweite Befestigungseinrichtung ist in einer vorteilhaften Ausführung an
einem zweiten Ende der Vorrichtung an einem der schwenkbaren Verbindung
abgewandten zweiten Rand des Griffabschnittes angeordnet. Dies ist
von Vorteil, wenn die Länge des
Griffabschnittes nicht beliebig groß gewählt werden kann, damit der
Griffabschnitt nicht mit einem freien Ende über die Abmaße der Anschlussklemme hinaus übersteht.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
ist die zweite Befestigungseinrichtung als Rasthaken ausgeführt. Vorteilhaft
an einem solchen Rastmechanismus ist, dass zusammenwirkende Konturen
kostengünstig
gefertigt werden können
und der Rastmechanismus vom Anwender leicht zu lösen ist.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
ist eine Grifflasche an dem Griffabschnitt angeordnet. Eine solche
Grifflasche erleichtert dem Anwender ein Lösen der zweiten Befestigungseinrichtung
und das Greifen der Vorrichtung. Die Grifflasche ist besonders vorteilhaft
in einem Griffwinkel zum Griffabschnitt angeordnet. Hierdurch wird
dem Anwender das Greifen der Grifflasche erleichtert.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
weist der Griffabschnitt und/oder die Grifflasche eine strukturierte
Oberfläche
auf. Eine solche strukturierte Oberfläche kann insbesondere als Riffelung
ausgebildet sein. Erhebungen einer Riffelung sind vorteilhafterweise
quer zur Steckrichtung ausgeführt.
Der Griffabschnitt und/oder die Grifflasche weisen in einer vorteilhaften
Ausführung
eine rutschfeste Oberfläche auf.
Diesen Oberflächenmerkmalen
von Griffabschnitt und/oder Grifflasche ist ein Vorteil gemein, dass
die Vorrichtung an dem Griffabschnitt und/oder der Grifflasche besonders
gut zu greifen sind und ein Abrutschen vermieden wird. Strukturierte
Oberflächen,
wie Riffelungen, haben den besonderen Vorteil, dass sie in der Formgebung
der Vorrichtung bereits berücksichtigt
werden können.
Es bedarf folglich keines weiteren Fertigungsschrittes zum Aufbringen einer
entsprechenden Oberfläche.
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Vorteilhafte
Ausführungen
der Vorrichtung bestehen aus einem zähelastischen Kunststoff. Kunststoffe
sind vorteilhaft einzusetzen, weil die Fertigung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen
mit diesem Material besonders kostengünstig zu realisieren ist. Zähelastischer
Kunststoff ist unter den Kunststoffen besonders vorteilhaft auszuwählen, weil
dadurch eine belastbare Ausbildung der schwenkbaren Verbindung oder
Kante als Filmscharnier möglich
ist. Besonders vorteilhaft ist eine Vorrichtung, die aus einem Polyamid
besteht, weil hierdurch Kostenvorteile zu erzielen sind.
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Vorteilhafte
Ausführungsbeispiele
einer erfindungsgemäßen Anschlussklemme
zum Einstecken in einer Steckrichtung weisen eine Vorrichtung zum
Abziehen, wie sie in den vorangehenden Abschnitten beschrieben ist,
auf. Für
einen Anwender ergibt sich bei solchen Anschlussklemmen der Vorteil,
dass er eine flexibel zu handhabende Vorrichtung zum Abziehen vorfindet,
die Platz sparend angeordnet werden kann.
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Das
Gehäuse
einer vorteilhaften Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Anschlussklemme
ist mit zwei gegenüberliegenden
Seitenwänden, einer
Vorderwand, einer Rückwand,
einer Sichtseite und einer Steckseite ausgebildet. Die Sichtseite
und die Steckseite liegen einander gegenüber und sind quer zur Steckrichtung
ausgerichtet. Die Vorderwand, die Rückwand und die Seitenwände sind
im Wesentlichen parallel zur Steckrichtung ausgerichtet.
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Die
Anschlussklemme weist in einer vorteilhaften Ausführung ein
zweites Befestigungselement auf, welches mit der zweiten Befestigungseinrichtung der
Vorrichtung zusammenwirkt. Es ist besonders vorteilhaft, dass sich
die erfindungsgemäße Vorrichtung über die
verschwenkbare Verbindung nicht nur an die Anschlussklemme anlegen
lässt,
sondern auch in einer solchen verschlossenen Position an der Anschlussklemme
fixiert werden kann.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
ist das zweite Befestigungselement als ein mit dem Rasthaken der
Vorrichtung korrespondierendes Rastelement ausgebildet. Solche Rastelemente
lassen sich vorteilhafterweise durch Formgebung der Anschlussklemme
vorsehen, ohne dass dafür
zusätzliche
Fertigungsschritte notwendig wären
oder zusätzliche
Teile angebracht werden müssten.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
ist das zweite Befestigungselement an einer Sichtkante zwischen
der Sichtseite und der Vorderwand angeordnet. Ein Vorteil dieser
Anordnung ist, dass die Seiten des Gehäuses für weitere Funktionselemente
frei bleiben.
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Eine
vorteilhafte Ausführung
der Anschlussklemme weist ein erstes Befestigungselement auf, welches
mit der ersten Befestigungseinrichtung der Vorrichtung zusammenwirkt.
Da die erste Befestigungseinrichtung der Vorrichtung in einer bevorzugten
Ausführung
zur lösbaren
Befestigung der Vorrichtung an der Anschlussklemme vorgesehen ist,
bedarf es einer korrespondierenden Einrichtung an der Anschlussklemme,
die durch das erste Befestigungselement gegeben ist. Es entsteht
auf diese Art eine Möglichkeit,
die Vorrichtung an eine Anschlussklemme zu befestigen, ohne dass
sie beispielsweise angeschweißt
werden muss. Dadurch gewinnt ein Anwender Flexibilität.
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Das
erste Befestigungselement ist in einer vorteilhaften Ausführung als
eine mit der ersten Befestigungskontur des Befestigungsabschnittes
korrespondiere, zweite Befestigungskontur ausgebildet. Diese korrespondierende,
zweite Befestigungskontur ist besonders vorteilhaft als negativer
Schwalbenschwanz ausgebildet. Ein solcher negativer Schwalbenschwanz
wirkt wegen seiner Kontur in einer Schwalbenschwanzverbindung mit
einer positiven Kontur sicher zusammen. Solchen ersten Befestigungskonturen
des Befestigungsabschnittes ist gemein, dass sie kostengünstig in
der Formgebung der Anschlussklemme berücksichtigt werden können und somit
keine weiteren Teile angebracht werden müssen oder nachträgliche Oberflächenbehandlungen nötig sind.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
ist die zweite Befestigungskontur quer zur Steckrichtung liegend ausgebildet.
Eine solche zweite Befestigungskontur wirkt mit einer entsprechenden
konturierten Befestigungseinrichtung zusammen, die lösbar in
ihr befestigt werden kann. Dabei ist es vorteilhaft, die zweite Befestigungskontur
quer zur Steckrichtung auszubilden. Die in Steckrichtung oder entgegen
der Steckrichtung wirkenden Kräfte
können
auf diese Weise entlang der Befestigungskontur verteilt wirken.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausführung ist das erste Befestigungselement
an der Rückwand angeordnet.
Da diese Rückwand
in Steckrichtung ausgerichtet ist, werden über sie besonders vorteilhaft
die Kräfte
auf die Steckseite übertragen,
um die Steckkontakte aus einer Stiftleite herauszuziehen.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
der Anschlussklemme weist die Sichtseite Betätigungsöffnungen auf, um die in der
Anschlussklemme geklemmten elektrischen Leiter nach einer Betätigung einer
Entriegelung oder eines Auslösemechanismus wieder
aus der Anschlussklemme entfernen zu können.
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Die
Vorrichtung liegt vorzugsweise in einer verschlossenen Position
mit ihrem Griffabschnitt auf der Sichtseite der Anschlussklemme
an, wenn das zweite Befestigungselement mit der zweiten Befestigungseinrichtung
zusammenwirkt. Hieraus ergibt sich ein Schutz für Betätigungsöffnungen, die auf der Sichtseite
angeordnet sein können.
Der Schutz der Betätigungsöffnungen
durch die Vorrichtung ist besonders vorteilhaft, weil bei einem
Hantieren mit Werkzeugen in der näheren Umgebung nicht zufällig ein
Werkzeug in eine Betätigungsöffnung gesteckt werden
kann, um den Auslösemechanismus
zu betätigen,
und außerdem
die Betätigungsöffnungen
nicht ohne weiteres ver schmutzen können. Ferner ermöglicht eine
solche verschlossene Position dem Anwender eine Anordnung mehrerer
Anschlussklemmen an einer Steckleiste oder ähnlichem ohne eine Fülle von abstehenden
Griffabschnitten, wie sie bekannte Anschlussklemmen zeigen würden. So
sind gegenseitige Behinderungen der Anschlussklemmen beim Einsetzen
oder Abziehen vermieden.
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
perspektivische Darstellung einer bekannten Vorrichtung zum Abziehen
einer Anschlussklemme,
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2 eine
perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Abziehen
einer Anschlussklemme,
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3 eine
perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anschlussklemme mit der
in 2 dargestellten Vorrichtung in einer geöffneten Position
und
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4 eine
perspektivische Darstellung der Anschlussklemme aus 3 mit
der in 2 dargestellten Vorrichtung in einer verschlossenen
Position.
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In 2 ist
ein Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung 20 mit einem Befestigungsabschnitt 30 und
einem Griffabschnitt 40 dargestellt.
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Der
Befestigungsabschnitt 30 und der Griffabschnitt 40 sind
etwa rechteckig mit Plattenstärken 34 senkrecht
zu den rechteckigen Oberflächen
ausgebildet. Der Befestigungsabschnitt 30 und der Griffabschnitt 40 sind über eine
schwenkbare Verbindung 35 miteinander verbunden. Parallel
zur schwenkbaren Verbindung 35 und dieser abgewandt weisen
der Befestigungsabschnitt 30 ein erstes Ende 39 und
der Griffabschnitt 40 ein zweites Ende 50 auf. Die
beiden Enden 39, 50 und die schwenkbare Verbindung 35 erstrecken
sich über
die gesamte Vorrichtungsbreite 24 der einteilig ausgeführten Vorrichtung 20.
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Die
schwenkbare Verbindung 35 wirkt als zweiwertige Verbindung.
Die Plattenstärke 34 ist
in dem Bereich zwischen dem Befestigungsabschnitt 30 und
dem Griffabschnitt 40 über
die gesamte Vorrichtungsbreite 24 reduziert, um ein Filmscharnier
als schwenkbare Verbindung 35 zu bilden. Somit weist das
Material zwischen dem Befestigungsabschnitt 30 und dem
Griffabschnitt 40 eine Materialschwächung auf, welche die schwenkbare
Verbindung 35 bildet.
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An
dem der schwenkbaren Verbindung 35 abgewandten ersten Ende 39 des
Befestigungsabschnittes 30 ist senkrecht zum Befestigungsabschnitt 30 eine
sich über
die gesamte Vorrichtungsbreite 24 der Vorrichtung 20 erstreckende
erste Befestigungseinrichtung 38 angeformt. Die erste Befestigungseinrichtung 38 ist
als eine erste Befestigungskontur 380 mit konstantem Querschnitt über die
Vorrichtungsbreite 24 ausgebildet. Die erste Befestigungskontur 380 ist
als ein Schwalbenschwanz ausgebildet.
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Der
Griffabschnitt 40 weist an dem zweiten Ende 50 eine
Grifflasche 52 auf. Die Grifflasche 52 steht in
einem Griffwinkel zum Griffabschnitt 40. Die Grifflasche 52 ist
deutlich kürzer
als der Griffabschnitt 40 selbst. Eine Plattenstärke der
Grifflasche 52 entspricht im Wesentlichen der Plattenstärke 34 des Griffabschnitts 40.
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Die
Grifflasche 52 trägt
eine Riffelung parallel zum zweiten Ende 50. Die Riffelung
ist eine bevorzugte Ausführungsform
einer strukturierten Oberfläche 54,
die ein Abrutschen des Anwenders verhindern soll. Die Grifflasche 52 ist
auf einer dem zweiten Ende 50 abgewandten Abschlussseite
abgerundet und beispielsweise etwa als abgeflachter Halbkreis mit
dem zweiten Ende 50 als Durchmesser ausgebildet.
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Am
zweiten Ende 50 ist senkrecht zum Griffabschnitt 40 eine
zweite Befestigungseinrichtung 48 angeformt. Die zweite
Befestigungseinrichtung 48 ist auf einer Seite des Griffabschnitts 40 angeordnet, während die
Grifflasche 52 im Griffwinkel auf der anderen Seite des
Griffabschnitts 40 abgewinkelt ist. Die zweite Befestigungseinrichtung 48 und
die erste Befestigungseinrichtung 38 sind dabei auf der
gleichen Seite der Vorrichtung 20 angeordnet. Die zweite Befestigungseinrichtung 48 ist
als ein Rasthaken 480 mit einem Rasthakenende 482 ausgeführt und
steht etwa senkrecht auf dem Griffabschnitt. Das Rasthakenende 482 weist
in Richtung der schwenkbaren Verbindung 35.
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In
den 3 und 4 ist das Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung 20 aus 2 dargestellt, wie
es an einer Anschlussklemme 10 befestigt ist. Gleiche Teile
sind mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Zur besseren Übersicht
sind nicht alle Bezugszeichen in allen Figuren angegeben.
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Die
Anschlussklemme 10 hat eine äußere Kontur, die im Wesentlichen
einem Quader entspricht. Eine Seite der Anschlussklemme 10 ist
eine Steckseite 13 mit Steckkontakten. Die Steckkontakte sind
innerhalb des Gehäuses
angeordnet. Sie stehen in einer Steckrichtung SR senkrecht auf der
Steckseite 13. In Steckrichtung SR wird die Anschlussklemme 10 mit
der Steckseite 13 vorweg in eine Steckverbindung gesteckt,
beispielsweise in eine Stiftleiste.
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Der
Steckseite 13 gegenüberliegend
ist als eine weitere Gehäuseseite
die Sichtseite 12 ausgebildet. Zwischen Sichtseite 12 und
Steckseite 13 liegen senkrecht zu diesen vier Gehäusewände 120, 121, 130, 131 einander
paarweise gegenüber.
Dies sind zwei Seitenwände 120, 121,
eine Vorderwand 130 und eine Rückwand 131. Die Gehäusewände sind
folglich parallel zur Steckrichtung SR ausgerichtet.
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Die
Vorderwand 130 der Anschlussklemme 10 weist Einstecköffnungen 17 auf.
In die Einstecköffnungen 17 können elektrische
Leiter eingesteckt werden. In der Anschlussklemme 10 ist
ein nicht dargestellter Klemmkontakt angeordnet, der den elektrischen
Leiter klemmend hält.
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In
der Anschlussklemme 10 verbindet ein elektrisches Kontaktelement
die in die Einstecköffnungen 17 eingesteckten
elektrischen Leiter über den
Klemmkontakt mit den Steckkontakten, die in der Steckseite 13 angeordnet
sind. Die eingesteckten elektrischen Leiter können gelöst werden, wenn ein Werkzeug
mit leichtem Druck in Steckrichtung SR in auf der Sichtseite 12 angeordnete
Betätigungsöffnungen 16 gedrückt wird
und so die klemmende Verbindung zwischen dem Klemmkontakt und dem
Leiter löst.
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Die
Vorrichtung 20 ist an der Rückwand 131 der Anschlussklemme 10 lösbar mit
der ersten Befestigungseinrichtung 38 an einem ersten Befestigungselement 14 angeordnet.
Das erste Befestigungselement 14 liegt als eine zweite
Befestigungskontur 140 quer zur Steckrichtung SR und ist
als negativer Schwalbenschwanz geformt. Die erste Befestigungseinrichtung 38 wird
mit ihrer ersten Befestigungskontur 380 achsparallel in
das erste Befestigungselement 14 eingeschoben. Es ist auf
diese Weise eine lösbare
Schwalbenschwanzverbindung zwischen Vorrichtung 20 und
Anschlussklemme 10 entstanden.
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Die
Vorrichtung 20 liegt mit dem Befestigungsabschnitt 30 an
der Rückwand 131 der
Anschlussklemme 10 an. Die schwenkbare Verbindung 35 kommt
etwa auf Höhe
der Kante zwischen der Sichtseite 12 und der Rückwand 131 zu
liegen. Der Griffabschnitt 40 ist gegenüber dem Befestigungsabschnitt 30 zur
Sichtseite 12 der Anschlussklemme 10 hin verschwenkt.
Der Griffabschnitt 40 steht in 3 in einem
Winkel von der Sichtseite 12 der Anschlussklemme 10 ab,
während
er in 4 an der Sichtseite 12 anliegt. 3 zeigt
somit eine geöffnete
Position, während 4 eine
verschlossene Position darstellt.
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Längs einer
Sichtkante zwischen der Sichtseite 12 und der Vorderwand 130 ist
ein zweites Befestigungselement 18 angeordnet. Das zweite
Befestigungselement 18 ist längs der Sichtkante als ein Vorsprung
mit darunter liegender Einkerbung ausgeführt, die einen Eingriff des
Rasthakens 480 ermöglicht
und auf diese Weise als ein Rastelement funktioniert. 4 zeigt
den Eingriff des Rasthakens 480 mit seinem Rasthakenende 482 in
die Einkerbung.
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Die
zweite Befestigungseinrichtung 48 ist als Rasthaken 480 an
dem zweiten Ende 50 des Griffabschnitts 40 der
Vorrichtung 20 angeordnet und hält diesen in der verschlossenen
Position fest, wenn es zu dem Eingriff des Rasthakens 480 mit
dem zweiten Befestigungselement 18 gekommen ist.
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Aus
der geöffneten
Position (3) heraus wird die Verbindung
zwischen dem zweiten Befestigungselement 18 und der zweiten
Befestigungseinrichtung 48 durch Druck in Richtung auf
die Sichtseite 12 auf den Griffabschnitt 40 geschlossen.
Der Rasthakenvorsprung 480 wird über einen Vorsprung entlang
der Sichtkante zwischen Sichtseite 12 und Vorderwand hinweggeschoben
und rastet anschließend in
die Einkerbung ein.
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Die
Vorrichtung 20 verdeckt in dieser verschlossenen Position
mit ihrem Griffabschnitt 40 die gesamte Sichtseite 12 der
Anschlussklemme 10 und insbesondere auch die Betätigungsöffnungen 16. Der
Griffabschnitt 40 ist in der verschlossenen Position platzsparend
verstaut, weil er über
seine gesamte rechteckige Grundfläche auf der Sichtseite 12 anliegt.
Eine befestigte Vorrichtung 20 behindert das Einstecken
von elektrischen Leitern in die Einstecköffnungen 17 nicht,
weil die Vorrichtung 20 oberhalb der Einstecköffnungen 17 an
einem der Sichtseite 12 zugewandten Rand der Vorderwand 130 mit
der Anschlussklemme 10 mittels der zweiten Befestigungseinrichtung 48 in
Verbindung steht. Um diese Verbindung wieder zu lösen, kann
an der Grifflasche 52 entgegen der Steckrichtung SR gezogen
werden.
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Zum
Abziehen der Anschlussklemme 10 aus einer Steckverbindung
wird der Griffabschnitt 40, wie er in der geöffneten
Position (3) absteht, gegriffen und entgegen
der Steckrichtung SR an ihm gezogen. Selbst wenn leicht schräg entgegen
der Steckrichtung SR an dem Griffabschnitt 40 gezogen wird, ist
ein Lösen
der Anschlussklemme 10 aus der Steckverbindung möglich.
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Die
Vorrichtung 20 und/oder die Anschlussklemme 10 bestehen
vorzugsweise aus einem zähelastischen
Kunststoff, insbesondere aus einem Polyamid.
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- 2
- Vorrichtung
- 10', 10
- Anschlussklemme
- 12
- Sichtseite
- 13
- Steckseite
- 14
- erstes
Befestigungselement
- 16
- Betätigungsöffnung
- 17
- Einstecköffnung
- 18
- zweites
Befestigungselement
- 20
- Vorrichtung
- 24
- Vorrichtungsbreite
- 30', 30
- Befestigungsabschnitt
- 34
- Plattenstärke
- 35
- schwenkbare
Verbindung
- 38
- erste
Befestigungseinrichtung
- 39
- erstes
Ende
- 40', 40
- Griffabschnitt
- 48
- zweite
Befestigungseinrichtung
- 50
- zweites
Ende
- 52
- Grifflasche
- 54
- strukturierte
Oberfläche
- 120
- Seitenwand
- 121
- Seitenwand
- 130
- Vorderwand
- 131
- Rückwand
- 140
- zweite
Befestigungskontur
- 380
- erste
Befestigungskontur
- 480
- Rasthaken
- 482
- Rasthakenende
- SR
- Steckrichtung