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Die Erfindung betrifft ein Steckverbindersystem gemäß Patentanspruch 1.
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Elektrische Steckverbinder und Steckverbindersysteme existieren in einer Vielzahl von Formen. Steckverbindersysteme dienen zum Verbinden und Trennen von Leitungen zwischen unterschiedlichen Bauteilen. Je nach Ausgestaltung und Anordnung des Steckverbindersystems kann das paarweise Verbinden der Steckverbinder erschwert sein. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn das Zusammenfügen der Steckverbinder aufgrund eingeschränkter Zugänglichkeit ohne Sichtkontrolle erfolgen muss. Nicht korrekt und vollständig zusammengefügte Steckverbinder können unter Umständen keinen zuverlässigen Kontakt zwischen Leitungen herstellen. Dies gilt insbesondere, wenn das Steckverbindersystem äußeren mechanischen Belastungen und Erschütterungen ausgesetzt ist, wie dies beispielsweise im Kraftfahrzeugbereich der Fall ist. Eine Möglichkeit zum Erkennen einer Falschsteckung des Steckverbindersystems ist daher wünschenswert.
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Die
JP 2008-084553 A beschreibt ein Steckverbindersystem mit Steckverbindern, die eine Vorrichtung aufweisen, die dazu vorgesehen ist, ein Zusammenstecken der Steckverbinder dadurch zu erkennen, dass ein Kurzschluss unterbrochen wird. Das Unterbrechen des Kurzschlusses erfolgt durch einen an einem der Steckverbinder angeordneten Hebel.
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Die
DE 102 32 392 A1 beschreibt einen elektrischen Verbinder mit einem Gehäuse, das mit einem zusammenpassenden Gehäuse verbindbar ist. Ein bewegbares Glied, das mit einer Nockenrille oder -nut ausgebildet ist, ist bewegbar an dem Gehäuse montierbar. Die zwei Gehäuse werden miteinander verbunden oder voneinander getrennt, indem ein Nockenstift bzw. -zapfen, der an dem zusammenpassenden Gehäuse vorgesehen ist, entlang der Nockenrille verschoben wird, wenn das bewegbare Glied zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position bewegt wird.
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Die
US 5,980,283 A beschreibt einen Steckverbinder mit einem drehbaren Hebel und Einrichtungen, die eine Drehung des Hebels limitieren.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Steckverbindersystem bereitzustellen. Diese Aufgabe wird durch ein Steckverbindersystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Erfindungsgemäß umfasst ein Steckverbindersystem einen ersten und einen zweiten Steckverbinder, die dazu ausgebildet sind, zusammengesteckt zu werden. Dabei weist der erste Steckverbinder einen Verriegelungshebel auf, der beweglich am ersten Steckverbinder befestigt ist und in eine Endposition bewegt werden kann. Der Verriegelungshebel ist dazu vorgesehen, in seiner Endposition den ersten Steckverbinder mit dem zweiten Steckverbinder zu verriegeln. Der zweite Steckverbinder weist zwei elektrische Kontaktelemente und ein elektrisch leitendes Federelement auf, wobei das Federelement eine erste Stellung einnimmt, in der das Federelement an den beiden Kontaktelementen anliegt und die Kontaktelemente elektrisch leitend miteinander verbindet. Weiter ist der Verriegelungshebel in der Weise ausgebildet, dass der Verriegelungshebel in seiner Endposition das Federelement in eine zweite Stellung bewegt, in der das Federelement von wenigstens einem der Kontaktelemente abgehoben ist.
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Vorteilhafterweise bewirkt das Federelement dann im Falle nicht vollständig zusammengesteckter und verriegelter Steckverbinder einen Kurzschluss zwischen den zwei elektrischen Kontaktelementen des zweiten Steckverbinders. Im zusammengesteckten und verriegelten Zustand der Steckverbinder ist der Kurzschluss aufgehoben. Dadurch erlauben es die elektrischen Kontaktelemente des zweiten Steckverbinders, die korrekte Verbindung und Verriegelung von erstem und zweitem Steckverbinder elektrisch zu prüfen. Dadurch kann eine Falsch- oder Halbsteckung zuverlässig und einfach automatisch erkannt werden.
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Der Verriegelungshebel weist ein Rastelement mit mindestens einem ersten Rasthaken auf. Dabei ist das Rastelement gegen den Verriegelungshebel verschwenkbar und verrastet in der Endposition des Verriegelungshebels am zweiten Steckverbinder. Vorteilhafterweise bewirkt das Rastelement dann eine Verriegelung der Steckverbinder und löst gleichzeitig die elektrische Verbindung zwischen den Kontaktelementen, die zur Überprüfung der Verriegelung dienen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Verbindung zwischen den Kontaktelementen nur genau dann unterbrochen ist, wenn die Steckverbinder tatsächlich verriegelt sind.
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Bevorzugt ist das Rastelement als Platte ausgebildet und über mindestens eine Torsionsfeder mit dem Verriegelungshebel verbunden. Vorteilhafterweise ist ein solches Rastelement einfach und kostengünstig herzustellen.
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Zweckmäßigerweise weist der erste Steckverbinder ein erstes Gehäuse auf, wobei der Verriegelungshebel verschwenkbar mit dem ersten Gehäuse verbunden ist.
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Zweckmäßigerweise sind die Kontaktelemente parallel zu einer Steckrichtung des zweiten Steckverbinders orientiert.
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Bevorzugt ist das Federelement als Blattfeder ausgebildet. Vorteilhafterweise ist dies eine zuverlässige, einfache und kostengünstige Ausgestaltung.
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Der zweite Steckverbinder weist ein zweites Gehäuse mit mindestens einem zweiten Rasthaken auf, der dazu ausgebildet ist, mit dem ersten Rasthaken des ersten Steckverbinders zu verhaken, wenn der erste Steckverbinder mit dem zweiten Steckverbinder verriegelt ist. Vorteilhafterweise gewährleisten solche Rasthaken eine zuverlässige Verriegelung der Steckverbinder. Dadurch kann ein versehentliches Trennen der beiden Steckverbinder verhindert werden.
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Das Steckverbindersystem ist so ausgebildet, dass, während der Verriegelungshebel in die Endposition gebracht wird, das Rastelement eine Bewegung vollführt, durch die gleichzeitig der erste Rasthaken und der zweite Rasthaken miteinander verhaken und das Federelement in die zweite Stellung bewegt wird. Vorteilhafterweise bewirkt das Rastelement dann eine Verriegelung der Steckverbinder und löst gleichzeitig die elektrische Verbindung zwischen den Kontaktelementen, die zur Überprüfung der Verriegelung dienen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Verbindung zwischen den Kontaktelementen nur genau dann unterbrochen ist, wenn die Steckverbinder tatsächlich verriegelt sind.
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In einer Weiterbildung des Steckverbindersystems wird die Bewegung des Rastelements während des Bewegens des Verriegelungshebels in die Endposition durch einen Eingriff des zweiten Rasthakens des zweiten Steckverbinders mit dem ersten Rasthaken des Rastelements hervorgerufen. Vorteilhafterweise dient der zweite Rasthaken dann sowohl zum Verschwenken des Rastelements, als auch zum Verriegeln der beiden elektrischen Steckverbinder.
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Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Figuren näher erläutert. Dabei werden für gleiche oder gleich wirkende Teile einheitliche Bezugszeichen verwendet. Es zeigen
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1 eine erste Ansicht eines ersten elektrischen Steckverbinders;
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2 eine zweite Ansicht des ersten elektrischen Steckverbinders;
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3 eine vergrößerte Ansicht eines Verriegelungshebels;
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4 eine erste Ansicht eines zweiten elektrischen Steckverbinders;
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5 eine zweite Ansicht des zweiten elektrischen Steckverbinders;
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6 eine Detailansicht des zweiten elektrischen Steckverbinders;
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7 eine teilweise geoffnete Darstellung des ersten und des zweiten elektrischen Steckverbinders;
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8 einen ersten Schnitt durch den ersten und den zweiten elektrischen Steckverbinder;
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9 einen zweiten Schnitt durch den ersten und den zweiten elektrischen Steckverbinder und
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10 einen dritten Schnitt durch den ersten und den zweiten elektrischen Steckverbinder.
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Der Begriff „Steckverbinder” beschreibt im Folgenden Stecker, Buchsen und Kupplungen, unabhangig davon, ob diese als mannliche oder als weibliche Steckverbinder ausgebildet sind. Zwei zusammengehorige Steckverbinder, beispielsweise eine Buchse und ein Stecker, konnen miteinander verbunden werden und bilden gemeinsam ein Steckverbindersystem.
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1 und 2 zeigen perspektivische Schragansichten eines ersten elektrischen Steckverbinders 100 aus unterschiedlichen Blickrichtungen. Der erste elektrische Steckverbinder 100 kann zum Herstellen elektrischer Verbindungen, beispielsweise in einem Kraftfahrzeug, verwendet werden.
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Der erste elektrische Steckverbinder 100 weist ein erstes Gehause 105 auf. Das erste Gehause 105 kann beispielsweise aus Kunststoff gefertigt sein. Im dargestellten Beispiel weist das erste Gehause 105 eine etwa quaderformige Grundform mit einer abgeschragten Kante auf. Das Gehause kann jedoch auch andere Formen aufweisen.
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Innerhalb des ersten Gehauses 105 konnen, in den 1 und 2 nicht dargestellte, elektrische Kontaktelemente vorgesehen sein, die mit einzelnen Leitern eines oder mehrerer Kabel verbunden werden konnen. Diese Kontaktelemente konnen mannlich oder weiblich ausgebildet sein. Der erste elektrische Steckverbinder 100 ist dazu vorgesehen, mit einem zweiten elektrischen Steckverbinder zusammengesteckt zu werden. Die im ersten Gehause 105 des ersten elektrischen Steckverbinders 100 angeordneten Kontaktelemente stellen dann elektrischen Kontakt zu Kontaktelementen des zweiten elektrischen Steckverbinders her.
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Der erste elektrische Steckverbinder 100 weist weiter einen Verriegelungshebel 110 auf, der derart mit dem ersten Gehause 105 verbunden ist, dass der Verriegelungshebel 110 um eine Drehachse 140 gegen das erste Gehause 105 drehbar ist. Der Verriegelungshebel 110 dient dazu, den ersten elektrischen Steckverbinder 100 mit einem mit dem ersten elektrischen Steckverbinder 100 zusammengesteckten zweiten elektrischen Steckverbinder zu verriegeln, so dass ein versehentliches Trennen des ersten elektrischen Steckverbinders 100 und des zweiten elektrischen Steckverbinders verhindert wird.
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3 zeigt eine vergroßerte perspektivische Darstellung des Verriegelungshebels 110. Der Verriegelungshebel 110 weist eine Hufeisen- bzw. U-Form auf. Die Drehachse 140 verlauft durch die beiden parallelen Arme des U-formigen Verriegelungshebels 110. Die beiden parallelen Arme des U-förmigen Verriegelungshebels 110 werden mit zwei einander gegenuberliegenden Außenflachen des ersten Gehauses 105 des ersten elektrischen Steckverbinders 100 verbunden, so dass der Verriegelungshebel 110 eine weitere Außenkante des ersten Gehauses 105 umgreift.
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Radial von der Drehachse 140 nach außen zeigend weist jeder der parallelen Arme des U-formigen Verriegelungshebels 110 einen oder mehrere Zahne 150 auf, die wie die Zähne eines Zahnrades ausgebildet sind. In der in 1 bis 3 dargestellten Ausfuhrungsform sind beispielsweise an jedem der Arme des Verriegelungshebels 110 zwei Zähne 150 vorgesehen. Die Zahne 150 dienen zur Verriegelung des ersten elektrischen Steckverbinders 100 mit einem zweiten elektrischen Steckverbinder. Dies wird unten genauer erlautert.
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Die zwischen den parallelen Armen des U-formigen Verriegelungshebels 110 liegende Stirnseite des Verriegelungshebels 110 weist ein Rastelement 120 auf. Das Rastelement 120 hat im Wesentlichen die Form eines dunnen rechteckigen Plattchens. Zwei parallele Außenkanten des Rastelements 120 sind uber je eine Torsionsfeder 160 mit den ubrigen Abschnitten des Verriegelungshebels 110 verbunden. Anders ausgedruckt ist der eine Arm des Verriegelungshebels 110 uber eine Torsionsfeder 160 mit dem Rastelement 120 verbunden und der andere Arm des Verriegelungshebels 120 über eine weitere Torsionsfeder 160 ebenfalls mit dem Rastelement 120 verbunden. Die Torsionsfedern 160 sind als kurze Stege ausgebildet und konnen aus dem gleichen Material bestehen, wie der ubrige Verriegelungshebel 110, beispielsweise aus einem Kunststoff. Die Torsionsfedern 160 erlauben ein Verkippen des Rastelements 120 gegen den restlichen Verriegelungshebel 110 um eine durch die Torsionsfedern 160 gebildete Drehachse.
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Die nach außen, also von der Drehachse 140 fort, weisende Oberflache des Rastelements 120 ist mit zwei keilförmigen ersten Rasthaken 130 versehen. Alternativ konnte jedoch auch lediglich ein erster Rasthaken 130 oder mehr als zwei erste Rasthaken 130 vorgesehen sein.
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4 und 5 zeigen perspektivische Ansichten eines zweiten elektrischen Steckverbinders 200 aus unterschiedlichen Blickrichtungen. Der zweite elektrische Steckverbinder 200 ist dazu vorgesehen, mit dem ersten elektrischen Steckverbinder 100 der 1 und 2 zusammengesteckt zu werden. Der zweite elektrische Steckverbinder 200 umfasst ein zweites Gehause 205, das beispielsweise aus einem Kunststoff bestehen kann. Im dargestellten Beispiel ist das zweite Gehause 205 etwa quaderformig ausgebildet. Das zweite Gehäuse 205 kann jedoch auch eine weitgehend beliebige andere Form aufweisen und insbesondere Teil eines größeren Bauteils sein.
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Das zweite Gehause 205 weist eine Aufnahme 210 auf, die dazu vorgesehen ist, den ersten elektrischen Steckverbinder 100 aufzunehmen. Der erste Steckverbinder 100 wird dazu von oben in die Aufnahme 210 hineingesteckt. In der Aufnahme 210 konnen ein oder mehrere elektrische Kontaktelemente vorgesehen sein, die elektrische Verbindungen zu Kontaktelementen des ersten elektrischen Steckverbinders 100 herstellen. Das zweite Gehause 205 weist außerdem zwei zweite Rasthaken 230 auf, die im Wesentlichen keilformig ausgebildet sind. Alternativ konnen auch lediglich ein zweiter Rasthaken 230 oder mehr als zwei zweite Rasthaken 230 vorgesehen sein. Die zweiten Rasthaken 230 sind nahe einer Außenkante der Aufnahme 210 angeordnet und weisen in Richtung der Aufnahme 210.
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6 zeigt eine vergrößerte und teilweise geöffnete Detailansicht des zweiten Gehauses 205 des zweiten elektrischen Steckverbinders 200. Innerhalb des zweiten Gehauses 205 sind ein erstes Kontaktelement 260 und ein zweites Kontaktelement 270 angeordnet. In der gezeigten Ausfuhrungsform sind die Kontaktelemente 260, 270 als zueinander parallele Metallstifte ausgebildet, die parallel zur Steckrichtung des zweiten elektrischen Steckverbinders 200 orientiert sind. Jedes der Kontaktelemente 260, 270 ist elektrisch mit, in 6 nicht dargestellten, elektrischen Anschlüssen verbunden. An diese elektrischen Anschlüsse lasst sich eine Auswerteschaltung anschließen, mittels derer festgestellt werden kann, ob zwischen dem ersten Kontaktelement 260 und dem zweiten Kontaktelement 270 eine leitfahige Verbindung besteht.
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Im zweiten Gehäuse 205 des zweiten elektrischen Steckverbinders 200 ist außerdem ein Federelement 280 angeordnet, das als im Wesentlichen V-formig gebogene Blattfeder ausgebildet ist. Das Federelement 280 besteht aus einem elektrisch leitfahigen Material, beispielsweise aus einem Metallblech. Ein Ende des Federelements 280 stutzt sich gegen das zweite Gehause 205 ab. Das andere Ende des Federelements 280 stutzt sich gegen das erste Kontaktelement 260 und das zweite Kontaktelement 270 ab. Dadurch stellt das Federelement 280 eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Kontaktelementen 260, 270 her. Das Federelement 280 kann jedoch elastisch von den Kontaktelementen 260, 270 gegen das zweite Gehause 205 gedruckt werden, so dass die leitende Verbindung zwischen dem ersten Kontaktelement 260 und dem zweiten Kontaktelement 270 unterbrochen wird. Dies kann mit der beschriebenen, mit den Kontaktelementen 260, 270 verbundenen, Auswertelektronik festgestellt werden.
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7 zeigt in teilweise geöffneter Darstellung eine perspektivische Ansicht eines Steckverbindersystems, das durch den ersten elektrischen Steckverbinders 100 und den zweiten elektrischen Steckverbinders 200 gebildet wird. Die Steckverbinder 100, 200 sind in zusammengefugtem Zustand gezeigt.
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Zusatzlich zu den bisherigen Darstellungen ist in 7 erkennbar, dass das zweite Gehause 205 des zweiten elektrischen Steckverbinders 200 auf jeder Seite des ersten Steckverbinders 100 zwei Zahnaufnahmen 250 aufweist, die zur Aufnahme der Zahne 150 des Verriegelungshebels 110 des ersten elektrischen Steckverbinders 100 dienen. Falls der erste elektrische Steckverbinder 100 mehr als zwei Zahne 150 auf jeder Seite aufweist, so kann das zweite Gehause 205 des zweiten elektrischen Steckverbinders 200 entsprechend auch mehrere Zahnaufnahmen 250 aufweisen. Falls der Verriegelungshebel 110 des ersten elektrischen Steckverbinders 100 lediglich einen Zahn 150 pro Seite aufweist, so kann im zweiten Gehause 205 des zweiten elektrischen Steckverbinders 200 auch lediglich eine Zahnaufnahme 250 vorgesehen sein. In 7 sind nur die Zahne 150 und Zahnaufnahmen 250 auf einer Seite des ersten elektrischen Steckverbinders 150 sichtbar.
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Der erste elektrische Steckverbinder 100 ist in der Aufnahme 210 des zweiten Gehauses 205 des zweiten elektrischen Steckverbinders 200 angeordnet und damit mit dem zweiten elektrischen Steckverbinders 200 zusammengesteckt. Elektrische Kontakte des ersten elektrischen Steckverbinders 100 befinden sich in elektrischem Kontakt mit elektrischen Kontakten des zweiten elektrischen Steckverbinders 200. Der erste elektrische Steckverbinder 100 ist jedoch noch nicht gegen ein versehentliches Trennen vom zweiten elektrischen Steckverbinders 200 gesichert. Hierzu dient der Verriegelungshebel 110.
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Gleichzeitig kann der Verriegelungshebel 110 das Federelement 280 von den Kontaktelementen 260, 270 wegdrucken, um dadurch die Verriegelung der elektrischen Steckverbinder 100, 200 elektrisch mittels der erwähnten, mit den Kontaktelementen 260, 270 verbundenen, Auswärtsschaltung detektierbar zu machen. Dies wird im Folgenden erlautert.
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8, 9 und 10 zeigen in schematischer Schnittdarstellung zeitlich aufeinander folgende Schritte wahrend des Verriegelns des ersten elektrischen Steckverbinders 100 mit dem zweiten elektrischen Steckverbinder 200. Das Verriegeln erfolgt nach dem Zusammenstecken des ersten elektrischen Steckverbinders 100 mit dem zweiten elektrischen Steckverbinder 200. Zum Verriegeln wird der Verriegelungshebel 110 des ersten elektrischen Steckverbinders 100 so gegen das erste Gehause 105 verschwenkt, dass der das Rastelement 120 aufweisende Abschnitt des Verriegelungshebels 110 in einen zwischen dem ersten elektrischen Steckverbinder 100 und einer Außenwand des zweiten Gehauses 205 des zweiten elektrischen Steckverbinders 200 verbleibenden Leerraum eindringt, in dem die Kontaktelemente 260, 270 und das Federelement 280 angeordnet sind. Dies ist in 8 dargestellt.
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9 zeigt, das die auf dem Rastelement 120 des Verriegelungshebels 110 angeordneten ersten Rasthaken 130 wahrend des Verschwenkens des Verriegelungshebels 110 in Kontakt mit den zweiten Rasthaken 230 des zweiten elektrischen Steckverbinders 200 kommen. Die ersten Rasthaken 130 und die zweiten Rasthaken 230 sind jeweils keilformig ausgebildet, und so angeordnet, dass die flachen Seiten der keilformigen Rasthaken 130, 230 wahrend des Verschwenkens des Verriegelungshebels 110 in Kontakt kommen. Wahrend des weiteren Verschwenkens des Verriegelungshebels 110 gleiten die flachen Seiten der Rasthaken 130, 230 aneinander entlang. Dadurch wird ein Drehmoment auf das Rastelement 120 ausgeubt, das ein Verschwenken des Rastelements 120 gegen den Verriegelungshebel 110 um die durch die Torsionsfedern 160 gebildete Drehachse bewirkt. Dabei wird ein in der Drehbewegung des Verriegelungshebels 110 nachfolgendes Ende des Rastelements 120 zum ersten Gehause 105 des ersten elektrischen Steckverbinders 100 hin bewegt, wahrend ein in der Drehbewegung des Verriegelungshebels 110 vorauseilendes Ende des Rastelements 120 vom ersten Gehause 105 des ersten elektrischen Steckverbinders 100 fortbewegt wird. Dieses Verkippen des Rastelements 120 hat zur Folge, dass das Rastelement 120 wahrend des Verschwenkens des Verriegelungshebels 110 an dem Federelement 280 im zweiten Gehause 205 des zweiten elektrischen Steckverbinders 200 vorbei bewegt wird. Dies ist ebenfalls in 9 erkennbar.
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Wird der Verriegelungshebel 110 weiter in Richtung des zweiten elektrischen Steckverbinders 200 geschwenkt, so gleiten die ersten Rasthaken 130 an den zweiten Rasthaken 230 entlang und schließlich an den zweiten Rasthaken 230 vorbei. In diesem Moment kann das Rastelement 120 des Verriegelungshebels 110 aus seiner gegen den Verriegelungshebel 110 verkippten Lage in seine Ausgangsposition zuruckkehren. Dadurch liegen nun die steilen Oberflachen der ersten Rasthaken 130 und der zweiten Rasthaken 230 einander gegenuber, wodurch die ersten Rasthaken 130 unter den zweiten Rasthaken 230 verhakt sind. Dies verhindert ein Zuruckschwenken des Verriegelungshebels 110. Der erste elektrische Steckverbinder 100 und der zweite elektrische Steckverbinder 200 sind somit miteinander verriegelt. Eine versehentliche Trennung des ersten elektrischen Steckverbinders 100 und des zweiten elektrischen Steckverbinders wird dadurch verhindert. Diese Situation ist in 10 gezeigt.
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Während das verkippte Rastelement 120 des Verriegelungshebels 110 in seine unverkippte Ausgangslage zurückkehrt, gerat es mit dem Federelement 280 in Kontakt und druckt das Federelement 280 vom ersten Kontaktelement 260 und vom zweiten Kontaktelement 270 weg in Richtung des zweiten Gehäuses 205 des zweiten elektrischen Steckverbinders 200. Dadurch wird der elektrische Kontakt zwischen dem ersten Kontaktelement 260 und dem zweiten Kontaktelement 270 unterbrochen. In der Endposition des Verriegelungshebels 110 und seines Raselements 120 bleibt das Federelement 280 von den Kontaktelementen 260, 270 getrennt, die elektrische Verbindung zwischen den Kontaktelementen 260, 270 somit unterbrochen. Dies gestattet es, durch Prufung, ob ein Kurzschluss zwischen den Kontaktelementen 260, 270 vorliegt, zu kontrollieren, ob der Verriegelungshebel 110 sich in der Endposition befindet, in der der erste elektrische Steckverbinder 100 mit dem zweiten elektrischen Steckverbinder 200 verbunden und verriegelt ist. Vorteilhafterweise kann dieser Test automatisiert mittels einer elektrischen Schaltung erfolgen.
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Zusammengefasst besteht das erfindungsgemaße Steckverbindersystem somit aus dem ersten Steckverbinder 100 und dem zweiten Steckverbinder 200, die zusammengesteckt werden konnen, um eine oder mehrere elektrische Verbindungen herzustellen. Der Verriegelungshebel 110 des ersten Steckverbinders 100 dient dazu, die Steckverbinder 100, 200 miteinander zu verriegeln, um eine unbeabsichtigte Trennung der Steckverbinder 100, 200 zu verhindern. Gleichzeitig unterbricht der Verriegelungshebel 110 wahrend des Verriegelns einen elektrischen Kontakt zwischen den im zweiten Steckverbinder 200 vorgesehenen Kontaktelementen 260, 270. Diese Kontaktunterbrechung kann automatisiert kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass die Steckverbinder 100, 200 ordnungsgemäß verbunden und verriegelt sind.
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Das beschriebene Steckverbindersystem aus dem ersten elektrischen Steckverbinder 100 und dem zweiten elektrischen Steckverbinder 200 eignet sich beispielsweise zum Einsatz in Situationen, in denen einer der Steckverbinder 100, 200 auf den anderen Steckverbinder 100, 200 gesteckt werden muss, ohne dass eine Sichtprufung moglich ist.
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Bezugszeichenliste
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- 100
- erster elektrischer Steckverbinder
- 105
- erstes Gehause
- 110
- Verriegelungshebel
- 120
- Rastelement
- 130
- erster Rasthaken
- 140
- Drehachse
- 150
- Zahn
- 160
- Torsionsfeder
- 200
- zweiter elektrischer Steckverbinder
- 205
- zweites Gehause
- 210
- Aufnahme
- 230
- zweiter Rasthaken
- 250
- Zahnaufnahme
- 260
- erstes Kontaktelement
- 270
- zweites Kontaktelement
- 280
- Federelement