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DE102008006192A1 - Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine - Google Patents

Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine Download PDF

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Jürgen Schölzig
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    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F33/00Indicating, counting, warning, control or safety devices
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F33/00Indicating, counting, warning, control or safety devices
    • B41F33/04Tripping devices or stop-motions
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine, nämlich zum Überprüfen und gegebenenfalls Einstellen einer Kontaktzone zwischen einem Formzylinder eines Druckwerks und mindestens einer auf dem Formzylinder im Druckbetrieb abrollenden Auftragwalze, nämlich mindestens einer Farbauftragwalze und/oder Feuchtauftragwalze, mit zumindest folgenden, vorzugsweise automatisiert ablaufenden Schritten: a) zunächst wird ein Druckwerk mit einem druckbereiten Farbwerk bereitgestellt, wobei jedoch ein Druckfarbe-Feuchtmittel-Gleichgewicht des Druckwerks derart gestört ist, dass die oder jede auf dem Formzylinder positionierte Druckform durchgängig Druckfarbe annimmt bzw. führt; b) anschließend wird mindestens eine Auftragwalze, deren Kontaktzone zum Formzylinder überprüft werden soll, an den Formzylinder für eine vorgegebene Zeitspanne angestellt und wieder abgestellt; c) darauffolgend wird ein Bedruckstoff im Druckwerk dadurch mit mindestens einem Kontaktstreifen bedruckt, dass der Bedruckstoff durch einen zwischen einem auf dem Formzylinder abrollenden Übertragungszylinder und einem auf dem Übertragungszylinder abrollenden Gegendruckzylinder ausgebildeten Druckspalt oder durch einen zwischen dem Formzylinder und einem auf dem Formzylinder abrollenden Gegendruckzylinder ausgebildeten Druckspalt hindurch bewegt wird; d) anschließend wird der oder jeder auf den Bedruckstoff gedruckte Kontaktstreifen vermessen, wobei hierbei ermittelte Messwerte Istwerte über die ...

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine.
  • Eine Druckmaschine verfügt über eine Vielzahl von Druckwerken, um einen Bedruckstoff mit einem gewünschten Druckbild zu bedrucken. Ein Druckwerk einer Druckmaschine verfügt neben einem Formzylinder, einem auf dem Formzylinder abrollenden Übertragungszylinder und einem auf dem Übertragungszylinder abrollenden Gegendruckzylinder weiterhin über ein Farbwerk und gegebenenfalls ein Feuchtwerk, wobei die sogenannten Farbauftragwalzen des Farbwerks und gegebenenfalls die sogenannte Feuchtauftragwalze des Feuchtwerks auf dem Formzylinder abrollen, um Druckfarbe und gegebenenfalls Feuchtmittel auf mindestens eine auf dem Formzylinder positionierte Druckform aufzutragen. Die so auf die oder jede Druckform aufgetragene Druckfarbe wird mit Hilfe mindestens einer auf dem Übertragungszylinder positionierten Übertragungsform auf den Bedruckstoff übertragen, der durch einen zwischen dem Übertragungszylinder und dem Gegendruckzylinder ausgebildeten Druckspalt hindurch bewegt wird.
  • Die Farbübertragung in einem Druckwerk auf die oder jede auf dem Formzylinder positionierte Druckform ist maßgeblich von der Kontaktzone zwischen dem Formzylinder und der oder jeder auf dem Formzylinder abrollenden Auftragwalze, nämlich der oder jeder Farbauftragwalze und gegebenenfalls der oder jeder Feuchtauftragwalze, abhängig. Die Kontaktzone wird bei Inbetriebnahme einer Druckmaschine vom Inbetriebnahmepersonal eingestellt. Durch unterschiedliche Einflüsse wie z. B. thermische Verformung und/oder chemisch bedingte Veränderung und/oder verschleißbedingte Durchmesserreduktion kann es über die Lebensdauer einer Druckmaschine zu Veränderungen der Kontaktzonen zwischen dem Formzylinder und den auf dem Formzylinder abrollenden Auftragwalzen kommen.
  • Hierdurch können empfindliche Schwankungen im Druckfarbe-Feuchtmittel-Gleichgewicht verursacht werden, die letztendlich die Druckqualität und den Druckprozess beeinträchtigen. Es ist daher von Bedeutung, die Kontaktzone zwischen dem Formzylinder und den auf dem Formzylinder abrollenden Auftragwalzen zu überprüfen und gegebenenfalls bei Feststellung unzulässiger Abweichungen einzustellen. Bislang sind keine Verfahren bekannt, die eine solche Überprüfung und gegebenenfalls Einstellung der Kontaktzonen zwischen dem Formzylinder und den auf dem Formzylinder abrollenden Auftragwalzen für einen Drucker einfach und reproduzierbar ermöglichen.
  • Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde ein neuartiges Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine zu schaffen. Dieses Problem wird durch Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst. Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst zumindest die folgenden, vorzugsweise automatisiert ablaufenden Schritte: a) zunächst wird ein Druckwerk mit einem druckbereiten Farbwerk bereitgestellt, wobei jedoch ein Druckfarbe-Feuchtmittel-Gleichgewicht des Druckwerks derart gestört ist, dass die oder jede auf dem Formzylinder positionierte Druckform durchgängig Druckfarbe annimmt bzw. führt; b) anschließend wird mindestens eine Auftragwalze, deren Kontaktzone zum Formzylinder überprüft werden soll, an den Formzylinder für eine vorgegebene Zeitspanne angestellt und wieder abgestellt; c) darauffolgend wird ein Bedruckstoff im Druckwerk dadurch mit mindestens einem Kontaktstreifen bedruckt, dass der Bedruckstoff durch einen zwischen einem auf dem Formzylinder abrollenden Übertragungszylinder und einem auf dem Übertragungszylinder abrollenden Gegendruckzylinder ausgebildeten Druckspalt oder durch einen zwischen dem Formzylinder und einem auf dem Formzylinder abrollenden Gegendruckzylinder ausgebildeten Druckspalt hindurch bewegt wird; d) anschließend wird der oder jeder auf den Bedruckstoff gedruckte Kontaktstreifen vermessen, wobei hierbei ermittelte Messwerte Istwerte über die oder jede zu vermessende Kontaktzone liefern.
  • Die hier vorliegende Erfindung schlägt ein einfaches und automatisiertes Verfahren zum Messen und Überprüfen einer Kontaktzone zwischen einem Formzylinder eines Druckwerks und mindestens einer auf dem Formzylinder abrollenden Auftragwalze vor. Hierdurch ist eine schnelle, einfache und reproduzierbare Erfassung des Istzustands von Kontaktzonen in allen Druckwerken einer Druckmaschine gleichzeitig möglich. Nach Abgleich von Istwerten der Kontaktzonen mit Sollwerten ist darüber hinaus eine automatisierte Einstellung der Kontaktzonen möglich, wobei die Gefahr von Fehleinstellungen minimal ist.
  • Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert.
  • Dabei zeigt:
  • 1: eine schematisierte Darstellung eines Duckwerks einer Druckmaschine zur Verdeutlichung einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine, nämlich zum Überprüfen und gegebenenfalls Einstellen einer Kontaktzone zwischen einem Formzylinder eines Druckwerks und mindestens einer auf dem Formzylinder im Druckbetrieb abrollenden Auftragwalze. Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf 1 im Detail beschrieben, wobei 1 eine schematisierte Darstellung eines Druckwerks 1 zeigt, welches neben einem Farbwerk 2 und einem Feuchtwerk 3 weiterhin einen Formzylinder 4, einen Übertragungszylinder 5 und einen Gegendruckzylinder 6 umfasst. Bei dem Druckwerk der 1 handelt es sich um ein Offset-Druckwerk einer Offset-Bogendruckmaschine.
  • Das Farbwerk 2 umfasst mehrere Walzen, wobei auf dem Formzylinder 4 bzw. auf mindestens einer auf dem Formzylinder 4 angeordneten Druckform abrollende Farbauftragwalzen des Farbwerks 2 mit der Bezugsziffer 7 gekennzeichnet sind.
  • Im Ausführungsbeispiel der 1 umfasst das Farbwerk 2 vier Farbauftragwalzen 7. Das Feuchtwerk 3 umfasst eine auf dem Formzylinder 4 bzw. auf der oder jeder auf dem Formzylinder positionierten Druckform abrollende Feuchtauftragwalze 8.
  • Mit Hilfe des Farbwerks 2 wird Druckfarbe und mit Hilfe des Feuchtwerks 3 Feuchtmittel auf die oder jeder auf dem Formzylinder 4 positionierte Druckform aufgetragen, wobei die Übertragung von Druckfarbe und Feuchtmittel auf die oder jeder auf dem Formzylinder 4 positionierte Druckform maßgeblich von den Kontaktzonen zwischen dem Formzylinder 4 und den Farbauftragwalzen 7 sowie der Feuchtauftragwalze 8 bestimmt wird.
  • Zum Überprüfen von Kontaktzonen zwischen dem Formzylinder 4 und mindestens einer Auftragwalze 7 bzw. 8 wird zunächst ein Druckwerk 1 mit einem druckbereiten Farbwerk 2 bereitgestellt, wobei jedoch ein Druckfarbe-Feuchtmittel-Gleichgewicht des Druckwerks derart gestört ist, dass die oder jede auf dem Formzylinder 4 positionierte Druckform durchgängig Druckfarbe annimmt bzw. führt. Ein solches Druckwerk kann z. B. dadurch bereitgestellt werden, dass ein laufender Druckprozess beendet wird, indem im jeweiligen Druckwerk die Zufuhr von Druckfarbe über das Farbwerk 2 und die Zufuhr von Feuchtmittel über das Feuchtwerk 3 gestoppt und die Auftragwalzen 7, 8 vom Formzylinder 4 abgestellt werden, so dass sich auf den Auftragwalzen 7, 8 bei verdunstetem Feuchtmittel Druckfarbe jedoch kein Feuchtmittel und/oder auf der oder jeder auf dem Formzylinder 4 positionierten Druckform kein Feuchtmittel mehr befindet.
  • Anschließend wird an einem solchen druckbereiten Druckwerk 1 mindestens eine Auftragwalze 7 bzw. 8, deren Kontaktzone zum Formzylinder 4 überprüft werden soll, an den Formzylinder 4 für eine vorgegebene Zeitspanne angestellt und so dann wieder abgestellt. Durch ein solches Anstellen der oder jeder Auftragwalze 7 bzw. 8 an den Formzylinder 4 kann ein Kontaktstreifen abgebildet werden, wobei hierzu ein Bedruckstoff im Druckwerk dadurch mit mindestens einem solchen Kontaktstreifen bedruckt wird, dass der Bedruckstoff durch den zwischen dem Über tragungszylinder 5 und dem Gegendruckzylinder 6 ausgebildeten Druckspalt hindurch bewegt wird.
  • Vor dem Anstellen und Abstellen der oder jeder Auftragwalze 7 bzw. 8 an den Formzylinder 4 und vor dem Bedrucken eines Bedruckstoffs mit mindestens einem Kontaktstreifen kann die oder jeder auf dem Formzylinder 4 positionierte Druckform gewaschen bzw. gereinigt werden, wobei dann über die gesamte axiale Breite des Formzylinders 4 und damit des Bedruckstoffs entsprechende Kontaktstreifen auf dem Bedruckstoff gedruckt werden können. Ein derartiges Waschen bzw. Reinigen der oder jeder auf dem Formzylinder 4 positionierten Druckform ist jedoch rein optional. So können auch ohne entsprechendes Reinigen bzw. Waschen der oder jeder auf dem Formzylinder 4 positionierten Druckform Kontaktstreifen auf den Bedruckstoff gedruckt werden, die abhängig davon, ob mit der oder jeder Druckform Volltonflächen bzw. Rastertonflächen gedruckt werden, sich abschnittsweise oder auch vollständig über die axiale Breite des Bedruckstoffs erstrecken.
  • Im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden demnach durch das definierte Anstellen und Abstellen der Auftragwalzen 7 und 8 auf der oder jeder Druckform erzeugte Kontaktstreifen auf einen Bedruckstoff übertragen. Die auf dem Bedruckstoff gedruckten Kontaktstreifen sind von der Kontaktzone zwischen dem Formzylinder 4 und den Auftragwalzen 7 und 8 abhängig. Ein derart mit mindestens einem Kontaktstreifen bedruckter Bedruckstoff wird anschließend messtechnisch ausgewertet, indem der oder jeder auf den Bedruckstoff gedruckte Kontaktstreifen vermessen wird, wobei hierbei ermittelte Messwerte Istwerte über die oder jede zu vermessende Kontaktzone zwischen Formzylinder 4 und Auftragwalze 7 bzw. 8 liefern.
  • Nach einer ersten Weiterbildung der hier vorliegenden Erfindung wird der Bedruckstoff mit Hilfe einer außerhalb der Druckmaschine positionierten Messeinrichtung offline zum Bedrucken desselben mit dem oder jedem Kontaktstreifen vermessen, wobei hierzu ein eindimensionales Messsystem, vorzugsweise ein zwei dimensionales Messsystem, verwendet wird. Das Messprinzip der verwendeten Messeinrichtung kann farbdensitometrisch sein oder auch auf anderen Messprinzipen beruhen.
  • Nach einer alternativen, bevorzugten Weiterbildung der hier vorliegenden Erfindung erfolgt die Vermessung des oder jedes Kontaktstreifens mit Hilfe einer in die Druckmaschine integrierten Messeinrichtung online zum Bedrucken des Bedruckstoffs mit dem oder jedem Kontaktstreifen, wobei aufgrund der bekannten, druckwerkspezifischen Verteilung der Kontaktzonen jeder auf den Bedruckstoff gedruckte Kontaktstreifen eindeutig einer Kontaktzone zwischen dem Formzylinder 4 und einer der Auftragwalzen 7 bzw. 8 zugeordnet werden kann.
  • Die Vermessung der Kontaktstreifen kann an mindestens an einer Stelle derselben erfolgen, besser an mindestens zwei Stelen derselben zur Erfassung einer Schrägstellung der Kontaktstreifen, bis hin zu einer quasikontinuierlichen Vermessung der Kontaktstreifen über die ganze Formatbreite derselben, um die Kontaktstreifenform zu erfassen.
  • Bei der obigen Vermessung der Kontaktstreifen auf dem bedruckten Bedruckstoff werden Istwerte über die Breite und/oder die Schrägstellung und/oder die Form des oder jedes zu vermessenden Kontaktstreifens und damit entsprechende Istwerte der jeweiligen Kontaktzone gewonnen. Dann, wenn die gemessene Istbreite des Kontaktstreifens insgesamt zu groß oder zu klein ist, kann auf eine fehlerhafte Beistellung der entsprechenden Auftragwalze geschlossen werden, wobei dann zu beiden Seiten derselben eine gleichmäßige Beistellungskorrektur notwendig ist. Dann, wenn die Messung eine Schrägstellung eines zu vermessenden Kontaktstreifens ergibt, ist eine einseitige Beistellungskorrektur an einer Seite der jeweiligen Auftragwalze erforderlich. Über messtechnisch gewonnene Istwerte der Streifenform des jeweils zu vermessenden Kontaktstreifens kann auf eine Quellung oder Schrumpfung der jeweiligen Auftragwalze 7 bzw. 8 geschlossen werden, wobei dann, wenn die Streifenform einer sogenannten Zigarrenform entspricht, auf eine Quellung geschlossen werden kann, und wobei dann, wenn der zu vermes sende Kontaktstreifen eine Trompetenform aufweist, auf eine Schrumpfung der jeweiligen Auftragwalze geschlossen werden kann.
  • Bei der Vermessung von auf den Bedruckstoff gedruckten Kontaktstreifen gewonnene Istwerte werden mit entsprechenden Sollwerten verglichen, wobei nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung hieraus entweder automatisch von einem Drucker auszuführende Vorschläge zur Anpassung der jeweiligen Kontaktzone oder Stellsignale zur automatischen Anpassung der jeweiligen Kontaktzone generiert werden.
  • Dann, wenn automatisch für einen Drucker auszuführende Vorschläge zur Anpassung der jeweiligen Kontaktzone generiert werden, werden diese Vorschläge z. B. auf einem Display der Druckmaschine oder am Leitstand derselben angezeigt, so dass ein Drucker diese Vorschläge gezielt ausführen kann.
  • Die obige Visualisierung für einen Drucker kann am Druckwerk oder am Leitstand der Druckmaschine über Displays oder Monitore oder Leuchtdioden oder dergleichen erfolgen. Weiterhin kann eine Einstelldokumentierung der jeweiligen Kontaktzonen über eine Logbuch, eine regelmäßige Aufforderung zur Kontrolle der jeweiligen Kontaktzonen über den Leitstand oder sogar eine vollautomatische, über im Leitstand hinterlegte Werte durchgeführte Kontrolle der jeweiligen Kontaktzonen erfolgen.
  • Bei einer Produktionsumstellung von zum Beispiel konventionellem Druck auf UV-Druck kann nach einem Start und nach einer Anzahl × Bogen bzw. einer Anzahl × Betriebsstunden eine Kontrolle der jeweiligen Kontaktzonen ausgelöst werden. Hierdurch kann die Prozessabsicherung zum Zweck gesteigerter Druckqualität optimiert werden.
  • Dann hingegen, wenn Stellsignale zur automatischen Anpassung der jeweiligen Kontaktzone generiert werden, werden die Stellsignale automatisch an mindestens eine der jeweiligen Auftragwalze zugeordnete Verstelleinrichtung übermittelt, um dann automatisch die Bestellung der entsprechenden Auftragwalze 7 bzw. 8 anzupassen.
  • Falls nach Veränderung der Walzeneinstellungen bzw. Walzenbeistellungen der Auftragwalze zur Anpassung der Kontaktzonen eine Wiederholungsmessung gewünscht bzw. erforderlich ist, kann anschließend der Bedruckstoff bedruckt werden, wobei dann vorzugsweise die Druckmaschine eigenständig eine Zylinderposition zum Anstellen der Auftragwalzen derart anwählt, dass die Zylinderpositionen von den zuvor gewählten Zylinderpositionen ausreichend abweicht, damit vermieden wird, dass es beim Übertragen der Kontaktstreifen auf die Übertragungsform und damit letztendlich den Bedruckstoff zu einer Überschneidung der Walzenstreifen bzw. Kontaktstreifen kommt.
  • Wie bereits oben ausgeführt, kann über die Auswertung der Streifenform der gedruckten Kontaktstreifen eine Quellung und/oder Schrumpfung der Auftragwalzen erfasst und dargestellt werden. Dies ist insbesondere bei Maschinen mit sogenanntem Wechselbetrieb zwischen konventionellen und strahlenhärtenden Farbsystemen sinnvoll. Hierdurch lässt sich eine Abschätzung der kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Veränderungen der Werkstoffe der Auftragwalzen realisieren. Hierzu müssen lediglich Veränderungen der Walzenbeistellungen mit einer Abschlussmessung erfasst und quittiert werden, so dass jeder Veränderung einer Breite und/oder Schrägstellung und/oder Form des Kontaktstreifens die entsprechende Ursache wie z. B. Walzeneinstellung bzw. Quellung bzw. Schrumpfung zugeordnet werden kann. Es können auch manuelle Fehleinstellungen der Auftragwalzen oder mechanische Fehler wie z. B. Bauteilfehler, Verschleiß von Anschlägen und/oder Führungen oder dergleichen erkannt werden.
  • Insbesondere in Verbindung mit einer in die Bogendruckmaschine integrierten Messeinrichtung ist eine vollautomatische Überprüfung und Einstellung der Kontaktzonen zwischen dem Formzylinder und den Auftragwalzen realisierbar.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch bei Druckwerken ohne Übertragungszylinder, z. B. bei Flexodruckwerken, zum Einsatz kommen, wobei dann der Druckspalt zwischen dem Formzylinder und einem auf dem Formzylinder abrollenden Gegendruckzylinder ausgebildet und die Auftragwalze als Rasterwalze ausgebildet ist.
  • 1
    Druckwerk
    2
    Farbwerk
    3
    Feuchtwerk
    4
    Formzylinder
    5
    Übertragungszylinder
    6
    Formzylinder
    7
    Farbauftragwalze
    8
    Feuchtauftragwalze

Claims (9)

  1. Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine, nämlich zum Überprüfen und gegebenenfalls Einstellen einer Kontaktzone zwischen einem Formzylinder eines Druckwerks und mindestens einer auf dem Formzylinder im Druckbetrieb abrollenden Aufragwalze, nämlich mindestens einer Farbauftragwalze und/oder Feuchtauftragwalze, mit zumindest folgenden, vorzugsweise automatisiert ablaufenden Schritten: a) zunächst wird ein Druckwerk mit einem druckbereiten Farbwerk bereitgestellt, wobei jedoch ein Druckfarbe-Feuchtmittel-Gleichgewicht des Druckwerks derart gestört ist, dass die oder jede auf dem Formzylinder positionierte Druckform durchgängig Druckfarbe annimmt bzw. führt; b) anschließend wird mindestens eine Auftragwalze, deren Kontaktzone zum Formzylinder überprüft werden soll, an den Formzylinder für eine vorgegebene Zeitspanne angestellt und wieder abgestellt; c) darauffolgend wird ein Bedruckstoff im Druckwerk dadurch mit mindestens einem Kontaktstreifen bedruckt, dass der Bedruckstoff durch einen zwischen einem auf dem Formzylinder abrollenden Übertragungszylinder und einem auf dem Übertragungszylinder abrollenden Gegendruckzylinder ausgebildeten Druckspalt oder durch einen zwischen dem Formzylinder und einem auf dem Formzylinder abrollenden Gegendruckzylinder ausgebildeten Druckspalt hindurch bewegt wird; d) anschließend wird der oder jeder auf den Bedruckstoff gedruckte Kontaktstreifen vermessen, wobei hierbei ermittelte Messwerte Istwerte über die oder jede zu vermessende Kontaktzone liefern.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt a) ein laufender Druckprozess dadurch beendet wird, dass im jeweiligen Druckwerk die Zufuhr von Druckfarbe und Feuchtmittel gestoppt und die oder jede Auftragwalze vom Formzylinder abgestellt wird, sodass sich auf der oder jeder Auftragwalze bei verdunstetem Feuchtmittel Druckfarbe befindet.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach Schritt a) und vor Schritt b) die oder jede auf dem Formzylinder positionierte Druckform gewaschen bzw. gereinigt wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt d) die Vermessung des oder jedes Kontaktstreifens mit Hilfe einer außerhalb der Druckmaschine positionierten Messeinrichtung offline zum Bedrucken des Bedruckstoffs mit dem oder jedem Kontaktstreifen erfolgt.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt d) die Vermessung des oder jedes Kontaktstreifens mit Hilfe einer in die Druckmaschine integrierten Messeinrichtung online zum Bedrucken des Bedruckstoffs mit dem oder jedem Kontaktstreifen erfolgt.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt d) Istwerte über die Breite und/oder die Schrägstellung und/oder die Form des oder jedes zu vermessenden Kontaktstreifens und damit Istwerte der oder jeder Kontaktzone gewonnen werden.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt d) gewonnene Istwerte mit entsprechenden Sollwerten verglichen werden, wobei hieraus entweder automatisch von einem Drucker auszuführende Vorschläge zur Anpassung der jeweiligen Kontaktzone oder Stellsignale zur automatischen Anpassung der jeweiligen Kontaktzone generiert werden.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass hierbei von einem Drucker auszuführende Vorschläge zur Veränderung der Walzeneinstellung mindestens einer Walze, insbesondere der jeweiligen Auftragwalze, des Farbwerks und/oder Feuchtwerks automatisch generiert werden.
  9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass hierbei Stellsignale zur automatischen Veränderung der Walzeneinstellung mindestens einer Walze, insbesondere der jeweiligen Auftragwalze, des Farbwerks und/oder Feuchtwerks automatisch generiert und an der jeweiligen Walze zugeordneten Verstelleinrichtungen bereitgestellt werden.
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