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DE102008004576A1 - Schutz- und Führungsvorrichtung für ein Kabel oder dergleichen - Google Patents

Schutz- und Führungsvorrichtung für ein Kabel oder dergleichen Download PDF

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DE102008004576A1
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Germany
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mounting
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DE102008004576A
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Akihiko Utaki
Katsuhide Yamashita
Masaaki Ikeda
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Tsubakimoto Chain Co
Original Assignee
Tsubakimoto Chain Co
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    • F16G13/16Hauling- or hoisting-chains so called ornamental chains with arrangements for holding electric cables, hoses, or the like
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Schutz- und Führungsvorrichtung für Kabel oder dergleichen, aufweisend: Montageklammern (140; 240) aus Kunstharz, die mit einem stationären Anschlusspunkt (F) oder einem beweglichen Anschlusspunkt (M) verbindbar sind, einen Kabelaufnahmeraum, der durch eine Anzahl von Seitenplatten (110) und Verbindungsplatten (120) gebildet ist, die Montageklammern (140; 240) mittels Schrauben (160; 260) an dem stationären Anschlusspunkt (F) bzw. dem beweglichen Anschlusspunkt (M) angeschraubt sind, und jede der Montageklammern (140; 240) eine Montageöffnung (143; 243) aufweist, die eine metallische Hülse (170; 270) umgibt und aufnimmt, wobei die Länge (H1) der metallischen Hülse (170; 270) in Schraubeinführrichtung kleiner als die Länge der Montageöffnung (143; 243) der Montageklammer (140; 240) in Schraubeinführrichtung ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Schutz- und Führungsvorrichtung für ein Kabel oder dergleichen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Der Einfachheit halber wird im Folgenden auf Kabel oder dergleichen nur als Kabel Bezug genommen, obwohl an Stelle von Kabeln auch andere biegsame Elemente, wie insbesondere Schläuche, in der Schutz- und Führungsvorrichtung aufgenommen sein können. Insbesondere sind ein oder mehrere Kabel, wie Strom- oder Glasfaserkabel, und/oder ein oder mehrere Schläuche, wie Pneumatik oder Hydraulikschläuche, in einer derartigen Schutz- und Führungsvorrichtung aufgenommen, die ausgehend von einem stationären Teil ein bewegliches Teil einer Werkzeugmaschine oder einer sonstigen Maschine mit elektrischer Energie versorgen, Energie in Form von Druckluft zuführen oder der Signalübertragung dienen. Die Schutz- und Führungsvorrichtung führt und schützt das Kabel während einer Bewegung des beweglichen Teils sicher und verlässlich. Die Schutz- und Führungsvorrichtung wird auf Grund ihrer Ausgestaltung und Funktion gelegentlich auch als Führungskette bezeichnet. Die Schutz- und Führungsvorrichtung kann beispielsweise bei einer Werkzeugmaschine, einer Fördervorrichtung, einer Baumaschine, einer Halbleitervorrichtung, einer pharmazeutischen Probenspeichervorrichtung, einer Fahrzeugtür-Öffen-/Schließvorrichtung oder dergleichen verwendet werden. Insbesondere nimmt die Schutz- und Führungsvorrichtung für Kabel eine lineare, gestreckte Stellung oder eine gebogene Stellung entsprechend der Relativbewegung zwischen dem beweglichen Teil und dem stationären Teil ein.
  • Ein Beispiel einer herkömmlichen Schutz- und Führungsvorrichtung 500 ist aus der DE 43 13 082 A1 bekannt und ausschnittsweise beispielhaft in 9 dargestellt. Hierbei ist ein Endbefestigungsteil, im Folgenden als Montageklammer 540 bezeichnet, für eine Führungskette zur Führung von Schläuchen und dergleichen zwischen zwei Anschlusspunkten, nämliche einem beweglichen Anschlusspunkt M und einem stationären Anschlusspunkt (nicht dargestellt), bekannt, mit zwei Seitenlaschen aus Kunststoff, die jeweils zur gelenkigen Verbindung mit einem benachbarten Kettenglied (nicht dargestellt) ausgebildet sind und über obere und untere Querstege verbindbar sind, wobei die Montageklammern 540 über Bohrungen 543 mittels Schrauben 560 an einer An- oder Auflagefläche befestigbar sind und die Bohrungen 543 in etwa durch die Mittellängsebene eines Bereichs größerer Klammerdicke geführt sind. Hierbei sind in die Bohrungen 543 metallische Hülsen 570 eingesetzt, deren Länge – in der Zeichnung mit H1 bezeichnet – die Länge der Bohrungen 543 – in der Zeichnung mit H2 bezeichnet – überschreitet.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine derartige Schutz- und Führungsvorrichtung für Kabel oder dergleichen zu verbessern. Insbesondere soll die Anbringbarkeit der Vorrichtung an beweglichen und stationären Anschlusspunkten verbessert werden.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Schutz- und Führungsvorrichtung für Kabel oder dergleichen mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Erfindungsgemäß ist eine Schutz- und Führungsvorrichtung für Kabel oder dergleichen vorgesehen, aufweisend: Montageklammern aus Kunstharz, die mit einem stationären Anschlusspunkt oder einem beweglichen Anschlusspunkt verbindbar sind, einen Kabelaufnahmeraum, der durch eine Anzahl von Seitenplatten und Verbindungsplatten gebildet ist, die Montageklammern mittels Schrauben an dem stationären Anschlusspunkt bzw. dem beweglichen Anschlusspunkt angeschraubt sind, und jede der Montageklammern mindestens eine Montageöffnung aufweist, die eine metallische Hülse umgibt und aufnimmt, wobei die Länge der metallischen Hülse in Schraubeinführrichtung kleiner als die Länge der Montageöffnung der Montageklammer in Schraubeinführrichtung ist. Hierbei verstärkt die metallische Hülse die Montageklammer. Somit resultiert, selbst wenn die Schraube in den stationären Anschlusspunkt oder den beweglichen Anschlusspunkt eingeschraubt wird, kein Brechen (d. h. ein Riss) in der Montageöffnung der Montageklammer und eine sichere, stabile Verbindung wird erzielt. Da die Länge der metallischen Hülse in Schraubeinführrichtung kleiner als die Länge der Montageöffnung in Schraubeinführrichtung ist, und die Schutz- und Führungsvorrichtung an einen stationären oder ein beweglichen Anschlusspunkt angeschraubt wird, begrenzt die Schraube verlässlich die vertikale Bewegung und ein Schwenken der Montageklammer aus Kunstharz und kann die Montageklammer fixieren, wobei die metallische Hülse in Kontakt mit der Montageklammer gebracht wird. Zusätzlich zeigen, da die Schraubverformung in der Montageöffnung der Kunstharz-Montageklammer verringert wird, selbst bei einem radialen Spalt zwischen der Montageöffnung der Montageklammer und der metallischen Hülse, beide Elemente einen engen Kontakt, so dass eine verlässliche Befestigung erzielt wird. Selbst bei Abmessungsabweichungen der Innendurchmesser der Montageöffnungen, die in der Montageklammer ausgebildet sind, und der Außendurchmesser der metallischen Hülsen können diese Abmessungsabweichungen toleriert werden, so dass der Zusammenbau einfach durchführbar ist.
  • Bevorzugt liegt die Differenz der Länge der metallischen Hülse in Schraubeinführrichtung zur Länge der Montageöffnung der Montageklammer in Schraubeinführrichtung im Bereich der elastischen Verformbarkeit des Kunstharzmaterials, welches die Montageklammer bildet. Somit erfolgt beim Festschrauben der Montageklammer der Schutz- und Führungsvorrichtung eine elastische Verformung der Montageklammer in Schraubeinführrichtung über eine Länge, welche der Längendifferenz zwischen der metallischen Hülse und der Montageöffnung entspricht. Die innere Spannung der Montageklammer, die durch die elastische Verformung erzeugt wird, wird als Befestigungskraft benutzt, wobei sie im Bereich der elastischen Verformbarkeit des Kunstharzmaterials aufgenommen wird. Somit wird ein Brechen, wie eine Rissbildung oder dergleichen, der Montageklammer verhindert, selbst wenn die Schraube fest angezogen wird, und die Verbindung hält über eine lange Zeitdauer.
  • Besonders bevorzugt ist die Montageöffnung der Montageklammer mit einem Bereich mit einer konischen Innenumfangsfläche gebildet, welche die metallische Hülse umgibt und in Kontakt mit ihr ist. Die metallische Hülse kann mit geringer Kraft in die konische Innenumfangsfläche der Montageöffnung eingepresst sein. Gleichzeigit kann die Schraube eingeschraubt werden, wobei sie temporär in Kontakt mit der metallischen Hülse, die in Kontakt mit der konischen Innenumfangsfläche der Montageklammer ist, sein kann, und die metallische Hülse in die Montageklammer integrieren, ohne sie herausfallen zu lassen. Selbst bei Abmessungsabweichungen der Durchmesser der Montageöffnungen, die in der Montageklammer ausgebildet sind, und der Außendurchmesser der metallischen Hülsen, können derartige Abmessungsabweichungen durch die konische Innenumfangsfläche zugelassen werden. Daher lässt sich eine einfachere Montage erreichen.
  • Eine Beschädigung durch Verschleiß in einem Montagebereich der Montageklammer wird vermieden und die Montageklammer wird verlässlich und fest angebracht, so dass ein Kabel oder dergleichen derartige Schutz- und Führungsvorrichtung verlässlich geschützt und geführt wird. Die Montage ist durch eine derartige Schutz- und Führungsvorrichtung vereinfacht.
  • Technische Kunststoff, wie Polyamid 6, Polyamid 12, Polyamid 46, Polyamid 66, Acryl, Polyacetal oder dergleichen können als Materialien für die Seitenplatten, die Verbindungsplatten und die Montageklammern verwendet werden. Diese Materialien widerstehen Biegespannungen, welche während des Biegens auftreten, so dass eine ausgezeichnete Formstabilität der Kabelaufnahmeform vorliegt. Insbesondere, wenn die obengenannten Elemente, wie Seitenplatten und Verbindungsplatten, aus einem ermüdungsbeständigen Kunstharzmaterial geegossen sind, bei dem ein Elastomer- oder Gummibestandteil mit Polyamidkunstharz oder Polybuthylenterephthalat-Kunstharz vermischt ist, zeigt die Vorrichtung eine ausgezeichnete Biegsamkeit, Schockbeständigkeit und Ermüdungsbeständigkeit gegenüber wiederholtem Biegen. Insbesondere ist die Verwendung eines Polyamidkunstharz oder Polybuthylenterephthalat-Kunstharzes mit einem Elastomer- oder Gummibestandteil bevorzugt.
  • Eine Anzahl rechter und linker Seitenplatten werden bei der erfindungsgemäßen Schutz- und Führungsvorrichtung verwendet, die miteinander in Längsrichtung der Vorrichtung verbunden sind, und zusammen mit überbrückend auf der beim Biegen außen angeordneten Seite und der beim Biegen innen angeordneten Seite angeordneten Verbindungsplatten einen Kabelaufnahmeraum bilden.
  • Eine Seitenplattenform kann verwendet werden, wie sie in der Japanischen Patentoffenlegungsschrift Nr. 2004-297856 , der Japanischen Patentoffenlegungsschrift Nr. 2005-061554 beschrieben ist, bei der eine Seitenplatte einstückig oval mit einem vorderen Seitenplattenbereich, der mit einer vorhergehenden Seitenplatte verbunden ist, und einem hinteren Seitenplattenbereich, der mit einer nachfolgenden Seitenplatte verbunden ist, und einem Stiftmechanismus ausgebildet ist, welcher die Seitenplatten verschwenkbar miteinander verbindet. Die Seitenplatten sind versetzt angeordnet zwischen einem hinteren Seitenplattenbereich einer vorhergehenden Seitenplatte und einem vorderen Seitenplattenbereich einer dem hinteren Seitenplattenbereich nachfolgenden Seitenplatte.
  • Alternativ kann auch eine Seitenplattenform verwendet werden, wie sie in der Japanischen Patentanmeldung Nr. 2006-112087 und der Japanischen Patentanmeldung 2006-069527 offenbart ist, bei der die Seitenplatte einstückig aus einem vorderen Seitenplattenbereich, der mit einer vorhergehenden Seitenplatte verbunden ist, einem hinteren Seitenplattenbereich, der mit einer nachfolgenden Seitenplatte verbunden ist, und einem biegbaren Verbindungsbereich, der zwischen dem vorderen Seitenplattenbereich und dem hinteren Seitenplattenbereich einstückig ausgebildet angeordnet ist, bestehen. Hierbei ist ein Schnappmechanismus zwischen einem hinteren Seitenplattenbereich der vorhergehenden Seitenplatte und einem nachfolgenden vorderen Seitenplattenbereich vorgesehen, welcher die Seitenplatten miteinander verbindet. In diesem Fall kann ein ungewolltes außer Eingriff gelangen der Seitenplatten in einem Verbindungsbereich in Folge wiederholten Biegens vermieden werden, und eine Belastung, die im Biegebereich während einer Begrenzung der Biegebewegung auftritt, wird ebenfalls vermieden, so dass eine ausgezeichnete Haltbarkeit der Vorrichtung erreicht werden kann. Ferner kann bei dieser Vorrichtung die Anzahl der erforderlichen Teile verringert werden und der Zusammenbau vereinfacht werden. Die Wartung ist einfach.
  • Verbindungsplatten werden bei der erfindungsgemäßen Schutz- und Führungsvorrichtung verwendet, die lösbar überbrückend auf der beim Biegen außen angeordneten Seite und der beim Biegen innen angeordneten Seite der Seitenplatten angeordnet sind. Diese Verbindungsplatten können bei jedem Paar von Seitenplatten, abwechselnd oder in anderen Reihenfolgen in Längsrichtung der Vorrichtung die Seitenplatten überbrückend angeordnet sein.
  • In der Montageklammer der erfindungsgemäßen Schutz- und Führungsvorrichtung ist wenigstens eine Montageöffnung vorgesehen. Es sind jedoch bevorzugt eine vordere und eine hintere Montageöffnung bei einer Montageklammer vorgesehen. Durch das Vorsehen einer vorderen und hinteren Montageöffnung kann eine verlässliche Verbindung der Montageklammer in Breitenrichtung sichergestellt werden. Eine konische Innenumfangsfläche der Montageöffnung kann sowohl auf der oberen als auch der unteren Seite vorgesehen sein, und die Montageöffnung kann ein einem plattenförmigen Bereich der Montageklammer oder durch den gesamten Bereich der Montageklammer verlaufen.
  • Im Folgenden ist die Erfindung anhand zweier Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
  • 1 eine schematische, perspektivische Ansicht eines Teils einer Schutz- und Führungsvorrichtung für Kabel,
  • 2 eine perspektivische Explosionsdarstellung des beweglichen Endes der Schutz- und Führungsvorrichtung für Kabel von 1 von außen her gesehen,
  • 3 eine 2 entsprechende Darstellung von innen her gesehen,
  • 4 eine perspektivische Ansicht einer Montageklammer im montierten Zustand,
  • 5 eine perspektivische Ansicht der Montageklammer von 4 von der Rückseite gesehen,
  • 6 eine beispielhafte Schnittdarstellung, die einen Zustand zeigt, in welchem eine Schraube eingeschraubt wird,
  • 7 eine 6 entsprechende Ansicht im eingeschraubten Zustand der Schraube,
  • 8 eine beispielhafte geschnittene Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung, die einen Zustand kurz vor dem Einschrauben der Schraube zeigt, und
  • 9 einen Schnitt durch eine herkömmliche Schraube im verschraubten Zustand.
  • Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die 1 bis 7 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Schutz- und Führungsvorrichtung 100 für Kabel gemäß der vorliegenden Erfindung näher beschrieben. Die Vorrichtung dient vorliegend dem Schutz und der Führung eines Stromkabels einer Werkzeugmaschine, welches zwischen einem stationären Teil und einem beweglichen Teil angeordnet ist.
  • Die Schutz- und Führungsvorrichtung 100 für Kabel weist eine Mehrzahl von Paaren rechter und linker, voneinander beabstandeter Seitenplatten 110 auf, die in Längsrichtung des Kabels von einem stationären Anschlusspunkt F, welcher am oben genannten, stationären Element ausgebildet ist, in Richtung eines beweglichen Anschlusspunkts M, welcher am beweglichen Element ausgebildet ist, in großer Anzahl miteinander verbunden sind. Verbindungsplatten 120 sind jeweils überbrückend auf der beim Biegen innen angeordneten Seite und der beim Biegen außen angeordneten Seite der Seitenplatten 110 mit sich änderndem Abstand voneinander angeordnet. Die Seitenplatten 110 und Verbindungsplatten 120 bilden in Längsrichtung einen Kabelaufnahmeraum mit einem rechteckförmigen Querschnitt, in welchem mindestens ein Kabel und/oder ein Schlauch aufnehmbar ist.
  • Es sei angemerkt, dass die Anordnung der Verbindungsplatten 120 über die Länge der Vorrichtung hinweg beliebig sein kann, wie beispielsweise auf der beim Biegen innen und der beim Biegen angeordneten Seite jedes Seitenplattenpaares, abwechselnd oder in einem beliebigen anderen Verhältnis von innen zu außen.
  • Ferner ist, wie in 1 dargestellt, ein Paar rechter und linker Montageklammern 140 jeweils lösbar mit einem Paar rechter zund linker Seitenplatten 110 benachbart dem stationären Anschlusspunkt F über ein Paar rechter und linker stationärer Endseitenadapter 130 verbunden. Ein Paar rechter und linker Montageklammern 140 ist jeweils lösbar mit einem Paar rechter und linker Seitenplatten 110 benachbart dem beweglichen Anschlusspunkt M über ein Paar rechter und linker beweglicher Endseitenadapter 150 verbunden.
  • Die Seitenplatten 110 sind unter Verwendung eines ermüdungsbeständigen Materials aus Polyamidkunstharz mit einem Gummibestandteil gegossen. Die Seitenplatten 110 bestehen einstückig aus einem vorderen Seitenplattenbereich 111, der mit einer vorhergehenden Seitenplatte 110 verbunden ist, einem hinteren Seitenplattenbereich 112, der mit einer nachfolgenden Seitenplatte 110 verbunden ist, und einem biegbaren Verbindungsbereich 113, der einstückig zwischen diesem vorderen Seitenplattenbereich 111 und dem hinteren Seitenplattenbereich 112 angeordnet ist. Der Verbindungsbereich 113 besteht aus einer ermüdungsbeständigen Polyamid-Gummi-Mischung und ist für wiederholte Biegebewegungen ausgelegt. Die Schutz- und Führungsvorrichtung 100 zeigt eine ausgezeichnete Ermüdungsbeständigkeit in Bezug auf wiederholtes Biegen. Gleichzeitig zeigt die Schutz- und Führungsvorrichtung 100 eine ausgezeichnete Formbeständigkeit, da der vordere Seitenplattenbereich 111 und der hintere Seitenplattenbereich 112 die Biegespannung im Verbindungsbereich 113 konzentrieren, die während eines Biegebetriebs auftritt, um sie zu absorbieren. Im Ergebnis können eine gestreckte Stellung oder eine gebogene Stellung verlässlich gehalten werden.
  • Im Folgenden wird die Montagestruktur am stationären Anschlusspunkt und am beweglichen Anschlusspunkt, die bei der vorliegenden Schutz- und Führungsvorrichtung 100 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel wesentlich ist, unter Bezugnahme auf die 4 bis 7 im Detail beschrieben.
  • Mit einem Paar rechter und linker Seitenplatten 110 ist ein Paar rechter und linker Montageklammern 140 lösbar in der Nähe des stationären Anschlusspunkts F oder des beweglichen Anschlusspunkts M mittels eines Paares rechter und linker stationärer Endseitenadapter 130 bzw. beweglicher Endseitenadapter 150 verbunden. Das Paar rechter und linker Montageklammern 140 weist jeweils eine Welle 141 auf, welche in Eingriff mit einer Wellenöffnung 152a ist, die in einem klammerseitigen Verbindungsbereich 152 des beweglichen Endseitenadapters 150 ausgebildet ist. Das Paar rechter und linker Montageklammern 140 weist jeweils eine Säule 142 auf, die in Eingriff mit einem Haltearm 152b ist, der an einem klammerseitigen Verbindungsbereich 152 des beweglichen Endseitenadapters 150 ausgebildet ist. Die Wellen und Säulen der Montageklammer sind dazu geeignet, mit dem beweglichen Endseitenadapter 150 und dem stationären Endseitenadapter 130 in Eingriff zu gelangen. Es sei angemerkt, dass in den 2 und 3 das Bezugszeichen 151 einen seitenplattenseitigen Verbindungsbereich des beweglichen Endseitenadapters 150 bezeichnet.
  • Die Montageklammer 140 ist aus einem ermüdungsbeständigen Kunstharzmaterial gegossen, vorliegend aus einem Polyamidharz mit einem Gummibestandteil. Die Montageklammer 140 ist an einem beweglichen Anschlusspunkt M mittels einer Schraube 160 mit einem kreisförmigen Kopfbereich 161 angeschraubt. Es sei angemerkt, dass es sich vorliegend bei der Schraube um eine Innensechskant-Schraube handelt, die eine hexagonale Vertiefung im Kopfbereich für einen Innensechskantschlüssel aufweist. Es sind jedoch auch andere Schrauben möglich.
  • Die Montageklammer 140 weist zwei Montageöffnungen 143 in einem vorderen und einem hinteren Bereich in Längsrichtung der Montageklammer 140 auf. Jede der Montageöffnungen 143 umgibt und nimmt eine metallische Hülse 170 auf, durch die ein mit ein Gewindebereich 162 der oben genannten Schraube 160 geführt ist. Folglich wird, wenn die Montageklammer 140 mittels zweier Schrauben 160 fest an das bewegliche Anschlusspunkt M geschraubt ist, wie in 6 dargestellt, die Montageöffnung 143 der Montageklammer 140, durch die der Gewindebereich 162 der Schraube geführt ist, durch die metallische Hülse 170 verstärkt und geschützt. Dadurch, dass zwei Schrauben vorgesehen sind, wird die Montageklammer 140 fest am beweglichen Anschlusspunkt M fixiert, ohne dass eine Relativbewegung zwischen der Montageklammer und dem beweglichen Anschlusspunkt möglich ist. Trotz eines großen Anzugsdrehmoments kann durch die metallische Hülse 170 ein Brechen der Kunstharz-Montageklammer verhindert werden.
  • Die metallische Hülse 170 weist eine Länge H1 in Einführrichtung der Schraube auf, die kleiner als eine Länge H2 der Montageöffnung 143 in Schraubeinführrichtung ist. Somit begrenzt, wenn die Montageklammer 140 an einen beweglichen Anschlusspunkt geschraubt ist, die Schraube 160 verlässlich eine vertikale Bewegung sowie ein Verschwenken der Montageklammer 140 aus ermüdungsbeständigem Kunstharzmaterial, und die Schraube 160 kann die Montageklammer 140 am beweglichen Anschlusspunkt M fixieren, indem sie die metallische Hülse 170 in Kontakt mit der Montageklammer 140 presst, wie in 7 dargestellt. Ferner befinden sich, da die Schraube 160 die Montageöffnung 143 der Montageklammer 140 aus ermüdungsbeständigem Material verformt, wie in 7 dargestellt, die Montageklammer 140 und die metallische Hülse 170 selbst im Falle eines radialen Spalts in engem Kontakt, so dass eine verlässliche Befestigung erfolgt. Auch Größenabweichungen in Bezug auf den Durchmesser der Montageöffnungen, die in der Montageklammer 140 ausgebildet sind, können toleriert werden.
  • Der Unterschied zwischen der Länge H1 der metallischen Hülse 170 in Schraubeinführrichtung und der Länge H2 der Montageöffnung 143 in Schraubeinführrichtung liegt im Bereich der elastischen Verformbarkeit des ermüdungsbeständigen Kunstharzmaterials, welches die Montageklammer 140 bildet. Wenn die Montageklammer 140 an einen stationären Anschlusspunkt oder einen beweglichen Anschlusspunkt geschraubt wird, befestigt die Schraube 160 die metallische Hülse 170 während sie die Montageklammer 140 elastisch verformt. Die Längendifferenz in Schraubeinführrichtung und eine innere Spannung der Montageklammer 140, welche durch die elastische Verformung erzeugt wird, wird im Bereich der elastischen Verformbarkeit des ermüdungsbeständigen Kunstharzmaterials aufgenommen. Somit werden, selbst wenn die Schraube 160 fest angezogen wird, kein Brechen in Folge von Rissen o. ä. erzeugt, so dass eine sichere Fixierung über eine lange Zeitdauer gewährleistet werden kann. Ferner werden Verschleißbeschädigungen des Montagebereichs der Montageklammer 140 vermieden, und die Montageklammer kann verlässlich und fest montiert werden, so dass ein oder mehrere Kabel oder dergleichen verlässlich geschützt und geführt werden und die Montage einfach ist.
  • Es sei angemerkt, dass die Montageklammer 140 gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel anhand des beweglichen Endes der Schutz- und Führungsvorrichtung 100 unter Bezugnahme auf die 4 bis 7 beschrieben wurde. Jedoch kann, selbst wenn ein stationärer Anschlusspunkt der Schutz- und Führungsvorrichtung 100 an Stelle des beweglichen Anschlusspunkts verwendet wird, die Montagerichtung unverändert bleiben, außer dass die Montageklammer 140 umgedreht ist. Für die Befestigung der stationären Montageklammer am stationären Anschlusspunkt F werden vorliegend entsprechende Schrauben 160 und metallische Hülsen 170 wie beim beweglichen Anschlusspunkt M verwendet.
  • Bei der Schutz- und Führungsvorrichtung 200 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel, deren Montagebereich in 8 dargestellt ist, sind Montageklammern 240 aus einem ermüdungsbeständigen Kunstharzmaterial mit einem stationären Anschlusspunkt und einem beweglichen Anschlusspunkt M verbunden. Montageklammern 240 sind an den stationäre Anschlusspunkt und den bewegliche Anschlusspunkt M mittels Schrauben 260 angeschraubt. Die Montageklammer 240 weist jeweils Montageöffnungen 243 auf, welche jeweils eine metallische Hülse 270 umgeben und aufnehmen. Die Länge H1 der metallischen Hülse 270 in Schraubeinführrichtung ist kleiner als die Länge H2 der Montageöffnung 243 in Schraubeinführrichtung, wie bei der zuvor beschriebenen Schutz- und Führungsvorrichtung 100 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel.
  • Es sei angemerkt, dass die Montageöffnungen 243 in zwei Bereichen, nämlich einem vorderen und einem hinteren Bereich, in Längsrichtung der Montageklammer 240 vorgesehen sind, so dass ein verlässlicher montierter Zustand erreicht wird, ohne dass die Montageklammer schwenkt oder sich in Breitenrichtung bewegt.
  • Die Schutz- und Führungsvorrichtung 200 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel weist zusätzlich zur Ausgestaltung gemäß dem zuvor beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel, wie in 8 dargestellt, Montageöffnungen 243 mit einer in Bereich konischen Innenumfangsfläche 243a auf, welche die metallische Hülse 270 umgibt und mit ihr in Kontakt steht. Es sei angemerkt, dass die konische Innenumfangsfläche 243a einen Teilbereich der Montageöffnung 243 bildet und sich vorliegend nach unten in Richtung der Anlagefläche der Montageklammer 240 öffnet.
  • Die metallische Hülse 270 kann in die konische Innenumfangsfläche 243a, die in der Montageöffnung 243 der Montageklammer 240 ausgebildet ist, unter Anwendung einer leichten pressenden Kraft eingepresst werden, wenn die Montageklammer 240 an einen stationären Anschlusspunkt oder einen beweglichen Anschlusspunkt M angeschraubt wird. Gleichzeitig kann die Schraube 260 eingeschraubt werden, während sie temporär die metallische Hülse 270 in Kontakt mit der konischen Innenumfangsfläche 243a der Montageklammer 240 bringt, und die metallische Hülse 270, ohne dass sie herausfällt, in sie integriert. Selbst wenn gewisse Abmessungsabweichungen im Durchmesser der in den Montageklammern 240 ausgebildeten Montageöffnung 243 und beim Außendurchmesser der metallischen Hülse 270 vorkommen, können diese Abmessungsabweichungen auf Grund der konischen Innenumfangsfläche 243a zugelassen werden. Aus diesem Grund kann die Montage einfach erfolgen.
  • 100
    Schutz- und Führungsvorrichtung
    110
    Seitenplatte
    111
    vorderer Seitenplattenbereich
    112
    hinterer Seitenplattenbereich
    113
    Verbindungsbereich
    120
    Verbindungsplatte
    130
    stationärer Endseitenadapter
    140
    Montageklammer
    141
    Welle
    142
    Säule
    150
    beweglicher Endseitenadapter
    152
    Verbindungsbereich
    152a
    Wellenöffnung
    152b
    Haltearm
    160, 160
    Schraube
    161
    Kopfbereich
    162
    Gewindebereich
    170, 270
    metallische Hülse
    F
    stationärer Anschlusspunkt
    H1
    Länge (metallische Hülse)
    H2
    Länge (Montageöffnung der Montageklammer)
    M
    beweglicher Anschlusspunkt
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 4313082 A1 [0003]
    • - JP 2004-297856 [0012]
    • - JP 2005-061554 [0012]
    • - JP 2006-112087 [0013]
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Claims (5)

  1. Schutz- und Führungsvorrichtung für Kabel oder dergleichen, aufweisend: Montageklammern (140; 240) aus Kunstharz, die mit einem stationären Anschlusspunkt (F) oder einem beweglichen Anschlusspunkt (M) verbindbar sind, einen Kabelaufnahmeraum, der durch eine Anzahl von Seitenplatten (110) und Verbindungsplatten (120) gebildet ist, die Montageklammern (140; 240) mittels Schrauben (160; 260) an dem stationären Anschlusspunkt (F) bzw. dem beweglichen Anschlusspunkt (M) angeschraubt sind, und jede der Montageklammern (140; 240) mindestens eine Montageöffnung (143; 243) aufweist, die eine metallische Hülse (170; 270) umgibt und aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (H1) der metallischen Hülse (170; 270) in Schraubeinführrichtung kleiner als die Länge der Montageöffnung (143; 243) der Montageklammer (140; 240) in Schraubeinführrichtung ist.
  2. Schutz- und Führungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Differenz der Länge (H1) der metallischen Hülse (170; 270) in Schraubeinführrichtung zur Länge der Montageöffnung (143; 243) der Montageklammer (140; 240) in Schraubeinführrichtung im Bereich der elastischen Verformbarkeit des Kunstharzmaterials liegt, welches die Montageklammer (140; 240) bildet.
  3. Schutz- und Führungsvorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageöffnung (243) der Montageklammer (240) mit einem Bereich mit einer konischen Innenumfangsfläche (243a) gebildet ist, welche die metallische Hülse (270) umgibt und in Kontakt mit ihr ist.
  4. Schutz- und Führungsvorrichtung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die konische Innenumfangsfläche (243a) in Richtung der Anlagefläche der Montageklammer (240) öffnet.
  5. Schutz- und Führungsvorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageklammer (140; 240) aus Polyamidkunstharz oder Polybuthylenterephthalat-Kunstharzes mit einem Elastomer- oder Gummibestandteil besteht.
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