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DE102008004102A1 - Elektronischer Drehmomentschlüssel mit einer Auslöseeinheit - Google Patents

Elektronischer Drehmomentschlüssel mit einer Auslöseeinheit Download PDF

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DE102008004102A1
DE102008004102A1 DE200810004102 DE102008004102A DE102008004102A1 DE 102008004102 A1 DE102008004102 A1 DE 102008004102A1 DE 200810004102 DE200810004102 DE 200810004102 DE 102008004102 A DE102008004102 A DE 102008004102A DE 102008004102 A1 DE102008004102 A1 DE 102008004102A1
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DE
Germany
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section
hole
torque wrench
piston
tubular housing
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE200810004102
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English (en)
Inventor
Hsuan-Sen Shiao
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Original Assignee
Individual
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Abstract

Ein elektronischer Drehmomentschlüssel enthält ein röhrenförmiges Gehäuse (10) mit einer Umgebungswand (11), die einen Aufnahmeraum (12) begrenzt, eine Arbeitseinheit (20), die einen Schaftteil (22) aufweist, der sich axial in den Aufnahmeraum (12) erstreckt und am Drehpunkt (25) an der Umgebungswand (11) angelenkt ist, einen in der Arbeitseinheit (20) vorgesehenen Dehnungssensor (30), eine Auslöseeinheit (40) mit mindestens einem angetriebenen Element (41), das im Schaftteil (22) angeordnet ist, und einen Zentralprozessor (50), der elektrisch mit dem Dehnungssensor (30) und der Auslöseeinheit (40) verbunden ist. Das angetriebene Element (41) ist in eine Auslöseposition beweglich, in der das angetriebene Element (41) nicht dicht gegen die Umgebungswand (11) gedrückt wird, so dass die Arbeitseinheit (20) bezüglich des röhrenförmigen Gehäuses (10) schwenken kann. Der Zentralprozessor (50) steuert das angetriebene Element (41) und bewegt dieses in die Auslöseposition, wenn ein von dem Dehnungssensor (30) gemessenes angelegtes Drehmoment größer als ein voreingestellter Bezugsdrehmomentwert ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schlüssel, insbesondere einen elektronischen Drehmomentschlüssel mit einer Auslöseeinheit.
  • Herkömmliche Drehmomentschlüssel können in mechanische Arten, wie zum Beispiel die in den US-PS 4 485 703 , 5 129 293 und 5 435 190 offenbarten, und elektronische Arten, wie zum Beispiel die in den US-PS 4 958 541 , 6 981 436 und 6 968 759 offenbarten, unterteilt werden. Im Allgemeinen enthält ein herkömmlicher mechanischer Drehmomentschlüssel ein röhrenförmiges Gehäuse, einen schwenkbar mit dem röhrenförmigen Gehäuse verbundenen Hebel, der in einem Normalzustand darauf ausgerichtet ist, einen mit dem Hebel verbundenen Ratschenantriebskopf und eine Druckfeder zur Vorspannung des Hebels. Wenn das durch den Schlüssel an eine Schraube angelegte Drehmoment größer als eine Vorspannungskraft der Druckfeder ist, wird der Hebel so weit schräg verschoben, bis er gegen das röhrenförmige Gehäuse stößt. Somit kann der Benutzer die durch den Hebel bewerkstelligte Auslösung genau fühlen. Ein Nachteil bei dieser Art von Schlüssel besteht jedoch darin, dass es schwierig ist, die Druckfeder zur Bereitstellung einer gewünschten voreingestellten Vorspannungskraft genau auszulegen. Deshalb kann keine ordnungsgemäße Vorspannungskraft bereitgestellt werden, insbesondere, wenn die Druckfeder Ermüdung erfährt.
  • Bei einem herkömmlichen elektronischen Drehmomentschlüssel werden in der Regel mehrere Dehungsmessstreifen eingesetzt, die an einem Hebel angebracht sind, um einen veränderlichen Widerstand zu erzeugen und so ein angelegtes Drehmoment zu messen. Wenn das durch den Schlüssel angelegte Drehmoment einen voreingestellten Drehmomentwert überschreitet, aktiviert eine Verarbeitungseinheit des Schlüssels einen Vibrationsmotor, ein hörbares Alarmsignal oder eine aufleuchtende Lampe, um den Benutzer zu warnen. Obgleich ein herkömmlicher elektronischer Drehmomentschlüssel den voreingestellten Drehmomentwert durch ein elektronisches Steuerverfahren genau einstellen kann, kann der Benutzer das Auslösen des Hebels nicht direkt und deutlich fühlen, da der Hebel nicht so verschoben werden kann, dass er gegen das röhrenförmige Gehäuse stößt, so dass der Benutzer den Betrieb wahrscheinlich zu spät anhält, was zur Ausübung eines übermäßigen Drehmoments führt.
  • Deshalb besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung eines elektronischen Drehmomentschlüssels, der ein genaues und direktes Auslösen ähnlich wie bei einem mechanischen Drehmomentschlüssel erzeugen kann.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst ein elektronischer Drehmomentschlüssel ein röhrenförmiges Gehäuse, eine Arbeitseinheit, einen Dehnungssensor, eine Auslöseeinheit und einen Zentralprozessor. Das röhrenförmige Gehäuse weist eine Umgebungswand auf, die einen Aufnahmeraum mit einer Längsachse begrenzt. Die Arbeitseinheit weist einen sich von dem röhrenförmigen Gehäuse nach außen erstreckenden Antriebskopf und einen sich axial in den Aufnahmeraum erstreckenden Schaftteil auf, der an einem Drehpunkt an der Umgebungswand angelenkt ist. Der Dehnungssensor ist in der Arbeitseinheit vorgesehen. Die Auslöseeinheit weist mindestens ein angetriebenes Element auf, das im Schaftteil angeordnet ist und sich zwischen einer Nichtauslöseposition und einer Auslöseposition bewegen kann. In der Nichtauslöseposition wird das angetriebene Element dicht gegen die Umgebungswand gedrückt, so dass die Arbeitseinheit bezüglich des röhrenförmigen Gehäuses nicht schwenken kann. In der Auslöseposition wird das angetriebene Element nicht dicht gegen die Umgebungswand gedrückt, so dass die Arbeitseinheit bezüglich des röhrenförmigen Gehäuses schwenken kann. Der Zentralprozessor ist im röhrenförmigen Gehäuse vorgesehen und elektrisch mit dem Dehnungssensor und der Auslöseeinheit verbunden. Der Zentralprozessor steuert und bewegt das angetriebene Element in die Auslöseposition, wenn ein durch den Dehnungssensor gemessenes angelegtes Drehmoment größer als ein voreingestellter Bezugsdrehmomentwert ist.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen aus der folgenden ausführlichen Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung hervor; in den Zeichnungen zeigen:
  • 1 eine fragmentarische Teilschnittansicht der ersten bevorzugten Ausführungsform eines elektronischen Drehmomentschlüssels gemäß der vorliegenden Erfindung;
  • 2 eine fragmentarische vergrößerte Teilschnittansicht der ersten bevorzugten Ausführungsform, die ein angetriebenes Element der Auslöseeinheit in einer Nichtauslöseposition zeigt;
  • 3 ein Blockdiagramm der ersten bevorzugten Ausführungsform;
  • 4 eine ähnliche Ansicht wie 2, die aber das angetriebene Element der Auslöseeinheit in der Auslöseposition zeigt;
  • 5 eine ähnliche Ansicht wie 4, die aber eine Arbeitseinheit zeigt, die zum Anschlagen an ein röhrenförmiges Gehäuse schwenkt;
  • 6 eine fragmentarische vergrößerte Schnittansicht einer Auslöseeinheit eines elektronischen Drehmomentschlüssels gemäß der zweiten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und
  • 7 eine fragmentarische Teilschnittansicht der zweiten bevorzugten Ausführungsform, die eine Arbeitseinheit zeigt, die zum Anschlagen an ein röhrenförmiges Gehäuse schwenkt.
  • Bevor die vorliegende Erfindung ausführlicher beschrieben wird, sei darauf hingewiesen, dass in der Beschreibung durchweg die gleichen Bezugszahlen zur Bezeichnung gleicher Elemente verwendet worden sind.
  • Auf die 1 bis 5 Bezug nehmend, umfasst die dargestellte erste bevorzugte Ausführungsform eines elektronischen Drehmomentschlüssels gemäß der vorliegenden Erfindung ein röhrenförmiges Gehäuse 10, eine Arbeitseinheit 20, einen Dehnungssensor 30, eine Auslöseeinheit 40, einen Zentralprozessor 50, eine Eingabeeinheit 60, eine Anzeigeeinheit 70 und eine Energieversorgung 80.
  • Das röhrenförmige Gehäuse 10 weist eine einen sich entlang einer X-Längsachse erstreckenden Aufnahmeraum 12 begrenzende Umgebungswand 11 auf.
  • Die Arbeitseinheit 20 ist schwenkbar mit dem röhrenförmigen Gehäuse 10 verbunden und weist einen sich von dem röhrenförmigen Gehäuse 10 nach außen erstreckenden Antriebskopf 21 und einen sich axial in den Aufnahmeraum 12 erstreckenden Schaftteil 22 auf, der an einem Drehpunkt 25 an der Umgebungswand 11 angelenkt ist. Der Schaftteil 22 enthält einen zwischen dem Antriebskopf 21 und dem Drehpunkt 25 angeordneten Biegehals 23, einen im Biegehals 23 ausgebildeten Schlitz 24, der sich entlang der X-Längsachse erstreckt, ein axial im Schaftteil 22 auf einer Seite des Drehpunkts 25 gegenüber dem Biegehals 23 verlaufendes Aufnahmeloch 222, das einen konisch zulaufenden Lochendteil 224 aufweist, der sich nahe dem Drehpunkt 25 befindet und in Richtung des Antriebskopfs 21 konisch zuläuft, und ein Querdurchgangsloch 223, das entlang einer senkrecht zur X-Längsachse verlaufenden Y-Querachse verläuft, zwischen dem Drehpunkt 25 und dem Aufnahmeloch 222 ausgebildet ist und räumlich mit dem Aufnahmeloch 222 in Verbindung steht.
  • Der Dehnungssensor 30 weist einen im Schlitz 24 angeordneten Dehnungskörper 31 und einen am Dehnungskörper 31 befestigten Dehnungsmessstreifen 32 auf. Als Alternative dazu kann der Dehnungssensor 30 mehrere am Dehnungskörper 31 befestigte Dehnungsmessstreifen 32 aufweisen. Der Dehnungsmessstreifen 32 kann dem in den US-PS 4 958 541 , 6 981 436 und 6 968 759 offenbarten ähneln und kann direkt am Biegehals 23 der Arbeitseinheit 20 befestigt sein.
  • Die Auslöseeinheit 40 weist ein angetriebenes Element 41 und ein Steuerelement 42 auf, die beide im Schaftteil 22 angeordnet sind. Bei dieser Ausführungsform weist die Auslöseeinheit 40 ein Paar angetriebene Elemente 41, vorzugsweise in Form von Kugeln 411, auf, die jeweils beweglich in zwei gegenüberliegenden offenen Enden des Durchgangslochs 223 angeordnet sind und vom Schaftteil 22 in zwei entgegengesetzte Richtungen entlang der Y-Querachse ragen. Die Kugeln 411 sind zwischen einer Nichtauslöseposition und einer Auslöseposition beweglich. In der Nichtauslöseposition werden die Kugeln 411 gemäß der Darstellung von 2 dicht gegen die Umgebungswand 11 gedrückt, so dass die Arbeitseinheit 20 bezüglich des röhrenförmigen Gehäuses 10 nicht schwenken kann. Bei der Auslöseposition werden die Kugeln 411 gemäß der Darstellung in den 4 und 5 nicht dicht gegen die Umgebungswand 11 gedrückt und können von der Umgebungswand 11 weg bewegt werden, so dass die Auslöseeinheit 20 bezüglich des röhrenförmigen Gehäuses 10 schwenken kann.
  • Das Steuerelement 42 enthält eine Feder 45 in Form einer Druckfeder, die axial in einem hinteren Lochteil 225 des Aufnahmelochs 222 angeordnet ist, eine Magnetspule 43, die im Aufnahmeloch 222 um die Feder 45 herum angeordnet und elektrisch mit dem Zentralprozessor 50 verbunden ist, und einen Kolben 44, der im Aufnahmeloch 222 angeordnet und zwischen einem ersten Zustand (siehe 2) und einem zweiten Zustand (siehe 4 und 5) axial beweglich ist. Der Kolben 44 weist einen konisch zulaufenden Vorderendteil 441 auf, der in Richtung des Antriebskopfs 21 der Arbeitseinheit 20 konisch zuläuft. Wenn sich der Kolben 44 im ersten Zustand befindet, wird er durch die Feder 45 so vorgespannt, dass er sich zwischen den Kugeln 411 erstreckt, um die Kugeln 411 gegen die Umgebungswand 11 des röhrenförmigen Gehäuses 10 zu drücken, wodurch die Kugeln 411 in die Nichtauslöseposition platziert werden. Zu diesem Zeitpunkt erstreckt sich der konisch zulaufende Vorderendteil 441 des Kolbens 44 durch das Querdurchgangsloch 223 in den konisch zulaufenden Endteil 224 des Aufnahmelochs 222. Wenn sich der Kolben 44 im zweiten Zustand befindet, wird er von den Kugeln 411 zurück gezogen, um diese aus dem Andrücken gegen die Umgebungswand 11 freizugeben, und der konisch zulaufende Vorderendteil 441 des Kolbens 44 wird von dem konisch zulaufenden Lochendteil 224 des Aufnahmelochs 222 weg bewegt, wodurch die Kugeln 411 in die Auslöseposition platziert werden. Zu diesem Zeitpunkt wird die Feder 45 durch den Kolben 44 komprimiert, und der konisch zulaufende Vorderendteil 441 des Kolbens 44 wird teilweise im Querdurchgangsloch 223 zwischen den Kugeln 411 angeordnet, wie am besten in den 4 und 5 gezeigt.
  • Der Zentralprozessor 50 ist im Aufnahmeraum 12 angeordnet und mit dem Dehnungsmessstreifen 32 und der Magnetspule 43 elektrisch verbunden. Bei dieser Ausführungsform weist der Zentralprozessor 50 eine herkömmliche Leiterplatte auf und kann eine herkömmliche Auslegung herkömmlicher Leiterplattenbauelemente, wie zum Beispiel eine Wheatstone-Brücke, einen Verstärker, einen Aufzeichner, einen Mikroprozessor usw., verwenden. Somit wird der Zentralprozessor 50 hier nicht ausführlich besprochen.
  • Die Eingabeeinheit 60 und die Anzeigeeinheit 70 sind am röhrenförmigen Gehäuse 10 vorgesehen und elektrisch mit dem Zentralprozessor 50 verbunden. Ein Benutzer kann über die Eingabeeinheit 60 einen voreingestellten Bezugsdrehmomentwert mit einem gewünschten maximalen Drehmoment in den Zentralprozessor 50 eingeben, und der voreingestellte Bezugsdrehmomentwert wird auf der Anzeigeeinheit 70 gezeigt. Da die Eingabeeinheit 60 und die Anzeigeeinheit 70 in der Technik bekannt sind, wird hier der Kürze halber auf eine ausführliche Beschreibung derselben verzichtet.
  • Die Energieversorgung 80 ist im Aufnahmeraum 12 angeordnet und elektrisch mit der Magnetspule 43 und dem Zentralprozessor 50 verbunden. Bei dieser Ausführungsform handelt es sich bei der Energieversorgung 80 um eine Batterie.
  • Auf die 2 und 3 Bezug nehmend, ermittelt der Zentralprozessor 50, wenn ein Drehmoment durch den Antriebskopf 21 der an einem (nicht gezeigten) Aufsatz angebrachten Arbeitseinheit 20 an ein Werkstück, wie zum Beispiel eine (nicht gezeigte) Schraube oder dergleichen, angelegt ist, ob der gemessene Drehmomentwert des Dehnungssensors 30 den voreingestellten Bezugsdrehmomentwert überschritten hat oder nicht. Wenn der gemessene Drehmomentwert kleiner als der voreingestellte Bezugsdrehmomentwert ist, wird die Magnetspule 43 durch den Zentralprozessor 50 nicht dazu aktiviert, eine magnetische Kraft zu erzeugen, so dass der Kolben 44 im ersten Zustand gehalten wird, das heißt der Kolben 44 erstreckt sich zwischen den Kugeln 411, und die Kugeln 411 werden gegen die Umgebungswand 11 des röhrenförmigen Gehäuses 10 gedrückt. Somit kann die Arbeitseinheit 20 nicht bezüglich des röhrenförmigen Gehäuses 10 schwenken und bleibt auf die X-Längsachse ausgerichtet.
  • Auf die 3, 4 und 5 Bezug nehmend, wird die Magnetspule 43, wenn der Zentralprozessor 50 ermittelt, dass der gemessene Drehmomentwert des Dehnungssensors 30 den voreingestellten Bezugsdrehmomentwert überschritten hat, durch den Zentralprozessor 50 dahingehend aktiviert, eine magnetische Kraft zu erzeugen und zieht den Kolben 44 daran an, so dass der Kolben 44 von den Kugeln 411 zurück gezogen und aus dem ersten Zustand in den zweiten Zustand bewegt wird. In diesem zweiten Zustand komprimiert der Kolben 44 die Feder 45, und der konisch zulaufende Vorderendteil 441 des Kolbens 44 bewegt sich von dem konisch zulaufenden Lochendteil 224 weg, bis er teilweise zwischen den Kugeln 411 angeordnet ist. Zu diesem Zeitpunkt sind die Kugeln 411 im Durchgangsloch 223 beweglich und werden nicht gegen die Umgebungswand 11 des röhrenförmigen Gehäuses 10 gedrückt. Somit kann sich die Arbeitseinheit 20 verschieben und bezüglich des röhrenförmigen Gehäuses 10 schwingen, um an die Umgebungswand 11 des röhrenförmigen Gehäuses 10 anzuschlagen.
  • Wenn an den Antriebskopf 21 keine Kraft angelegt wird (oder eine Kraft daran angelegt wird, die so klein ist, dass der gemessene Drehmomentwert unter den voreingestellten Bezugsdrehmomentwert fällt), hört der Zentralprozessor 50 auf, die Magnetspule 43 zu aktivieren, und durch die Rückstellwirkung der Feder 45 wird der Kolben 44 durch die Feder 45 so vorgespannt, dass er sich wieder in den ersten Zustand bewegt, das heißt, der konisch zulaufende Vorderendteil 441 des Kolbens 44 erstreckt sich wieder in den konisch zulaufenden Lochendteil 224 des Aufnahmelochs 222 und der Kolben 44 erstreckt sich zwischen die Kugeln 411, um diese gegen die Umgebungswand 11 des röhrenförmigen Gehäuses 10 zu drücken. Folglich ist die Arbeitseinheit 20 wieder auf die X-Längsachse ausgerichtet (siehe 1 und 2).
  • Aus der oben genannten Beschreibung können die Vorteile der vorliegenden Erfindung wie folgt zusammengefasst werden:
    Die vorliegende Erfindung kann nicht nur den voreingestellten Bezugsdrehmomentwert durch ein elektronisches Steuerverfahren genau einstellen, sondern die Kugeln können auch – durch Verwendung der Magnetspule 43 zur Steuerung der Bewegung des Kolbens 44 – aus einem Zustand des festen Andrückens gegen die Umgebungswand 11 des röhrenförmigen Gehäuses 10 freigegeben werden, so dass die Arbeitseinheit 20 bezüglich des röhrenförmigen Gehäuses 10 schwingen und an die Umgebungswand 11 davon anschlagen kann, wodurch der Benutzer einen Auslösevorgang des Schlüssels der vorliegenden Erfindung direkt und genau fühlen kann. Der Benutzer kann dann das Anlegen des Drehmoments anhalten.
  • Auf die 6 und 7 Bezug nehmend, ähnelt ein gezeigter elektronischer Drehmomentschlüssel gemäß der zweiten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung der ersten bevorzugten Ausführungsform. Bei dieser Ausführungsform enthält der Kolben 44 jedoch einen ersten Abschnitt 46, der beweglich im Aufnahmeloch 222 angeordnet ist und ein Verbindungsloch 463 aufweist, und einen zweiten Abschnitt 47, der beweglich mit dem Aufnahmeloch 463 verbunden ist. Das Verbindungsloch 463 weist einen großen Lochabschnitt 464 und einen kleinen Lochabschnitt 465 auf, der mit dem großen Lochabschnitt 464 in Verbindung steht und eine Breite aufweist, die kleiner ist als die des großen Lochabschnitts 464. Der erste Abschnitt 46 weist weiterhin einen Hauptteil 461, der den großen Lochabschnitt 464 definiert, und einen Ringteil 462 auf, der mit dem Hauptteil 461 eine Schraubverbindung eingeht und den kleinen Lochabschnitt 465 definiert.
  • Der zweite Abschnitt 47 weist einen vergrößerten Endteil 471, der sich in den großen Lochabschnitt 464 erstreckt, und einen verengten Teil 472 auf, der sich durch den kleinen Lochabschnitt 465 aus dem Verbindungsloch 463 heraus erstreckt. Da der vergrößerte Endteil 471 eine Breite aufweist, die kleiner ist als ein Durchmesser des großen Lochabschnitts 464 und der verengte Teil 472 eine Breite aufweist, die kleiner ist als ein Durchmesser des kleinen Lochabschnitts 465, ist der zweite Abschnitt 47 bezüglich des ersten Abschnitts 46 entlang der Y-Querachse begrenzt beweglich.
  • Auf 6 Bezug nehmend, wird der Kolben 44, wenn er sich im ersten Zustand befindet, durch die Feder 45 so vorgespannt, dass sich der verengte Teil 472 des zweiten Abschnitts 47 in das Querdurchgangsloch 223 zwischen den Kugeln 411 erstreckt, um die Kugeln 411 gegen die Umgebungswand 11 des röhrenförmigen Gehäuses 10 zu drücken, wodurch die Kugeln 411 in der Nichtauslöseposition platziert werden.
  • Auf 7 Bezug nehmend, wird die Magnetspule 43, wenn sich der Kolben 44 im zweiten Zustand befindet, dahingehend aktiviert, den verengten Teil 472 des zweiten Abschnitts 47 von den Kugeln 411 zurückzuziehen, wodurch die Kugeln 411 in die Auslöseposition platziert werden. Somit kann die Arbeitseinheit 20 sich bezüglich des röhrenförmigen Gehäuses 10 verschieben und schwingen, um an die Umgebungswand 11 des röhrenförmigen Gehäuses 10 anzuschlagen.
  • Deshalb kann die zweite bevorzugte Ausführungsform nicht nur eine ähnliche Wirkung wie die erste bevorzugte Ausführungsform erzielen, sondern es kann auch verhindert werden, dass die durch die Kugeln 411 an den zweiten Abschnitt 47 angelegte Druckkraft auf den ersten Abschnitt 46 und den Schaftteil 22 übertragen wird.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - US 4485703 [0002]
    • - US 5129293 [0002]
    • - US 5435190 [0002]
    • - US 4958541 [0002, 0018]
    • - US 6981436 [0002, 0018]
    • - US 6968759 [0002, 0018]

Claims (9)

  1. Elektronischer Drehmomentschlüssel, der Folgendes umfasst: ein röhrenförmiges Gehäuse (10) mit einer Umgebungswand (11), die einen Aufnahmeraum (12) mit einer Längsachse (X) begrenzt; eine Arbeitseinheit (20), die einen sich von dem röhrenförmigen Gehäuse (10) nach außen erstreckenden Antriebskopf (21) und einen sich axial in den Aufnahmeraum (12) erstreckenden Schaftteil (22) aufweist, der am Drehpunkt (25) an der Umgebungswand (11) angelegt ist; einen in der Arbeitseinheit (20) vorgesehenen Dehnungssensor (30); und einen im röhrenförmigen Gehäuse (10) vorgesehenen Zentralprozessor (50); gekennzeichnet durch: eine Auslöseeinheit (40) mit mindestens einem angetriebenen Element (41), das im Schaftteil (22) angeordnet ist und zwischen einer Nichtauslöseposition, in der das angetriebene Element (41) dicht gegen die Umgebungswand (11) gedrückt wird, so dass die Arbeitseinheit (20) bezüglich des röhrenförmigen Gehäuses (10) nicht schwenken kann, und einer Auslöseposition, in der das angetriebene Element (41) nicht dicht gegen die Umgebungswand (11) gedrückt wird, so dass die Arbeitseinheit (20) bezüglich des röhrenförmigen Gehäuses (10) schwenken kann, beweglich ist; wobei der Zentralprozessor (50) elektrisch mit dem Dehnungssensor (30) und der Auslöseeinheit (40) verbunden ist und das angetriebene Element (41) in die Auslöseposition steuert und bewegt, wenn ein durch den Dehnungssensor (30) gemessenes angelegtes Drehmoment größer als ein voreingestellter Bezugsdrehmomentwert ist.
  2. Elektronischer Drehmomentschlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinheit (40) weiterhin ein Steuerelement (42) aufweist, das im Schaftteil (22) angeordnet ist, um das angetriebene Element (41) zu drücken oder freizugeben, und elektrisch mit dem Zentralprozessor (50) verbunden ist.
  3. Elektronischer Drehmomentschlüssel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinheit (40) ein Paar angetriebener Elemente (41) aufweist, die von dem Schaftteil (22) in zwei entgegengesetzte Richtungen quer zur Längsachse (X) ragen und auf die Umgebungswand (11) zu und davon weg beweglich sind, wobei das Steuerelement (42) einen in dem Schaftteil (22) angeordneten Kolben (44) aufweist, der axial beweglich ist, um sich zwischen den angetriebenen Elementen (41) zu erstrecken und sie gegen die Umgebungswand (11) zu drücken oder von den angetriebenen Elementen (41) weg gezogen zu werden und sie freizugeben.
  4. Elektronischer Drehmomentschlüssel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement (42) weiterhin eine Feder (45), die den Kolben (44) dahingehend vorspannt, sich zwischen den angetriebenen Elementen (41) zu erstrecken, und eine Magnetspule (43) zum Zurückziehen des Kolbens (44) von den angetriebenen Elementen (41) aufweist.
  5. Elektronischer Drehmomentschlüssel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaftteil (22) einen Biegehals (23), der zwischen dem Antriebskopf (21) und dem Drehpunkt (25) angeordnet ist, ein Aufnahmeloch (222), das sich axial in dem Schaftteil (22) auf einer Seite des Drehpunkts (25) gegenüber dem Biegehals (23) erstreckt und ein Querdurchgangsloch (223), das im Schaftteil (22) zwischen dem Drehpunkt (25) und dem Aufnahmeloch (222) angeordnet ist und die angetriebenen Elemente (41) aufnimmt, aufweist, wobei der Kolben (44) in das Querdurchgangsloch (223) beweglich ist.
  6. Elektronischer Drehmomentschlüssel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (44) einen ersten Abschnitt (46), der beweglich im Aufnahmeloch (222) angeordnet ist und ein Verbindungsloch (463) aufweist, und einen zweiten Abschnitt (47), der beweglich mit dem Verbindungsloch (463) verbunden ist, aufweist, wobei das Verbindungsloch (463) einen großen Lochabschnitt (464) und einen kleinen Lochabschnitt (465) aufweist, dessen Breite kleiner ist als die des großen Lochabschnitts (464), wobei der zweite Abschnitt (47) einen vergrößerten Endteil (471), der sich in den großen Lochabschnitt (464) erstreckt, und einen verengten Teil (472), der sich durch den kleinen Lochabschnitt (465) aus dem Verbindungsloch (463) erstreckt, aufweist, wobei der zweite Abschnitt (47) bezüglich des ersten Abschnitts (46) begrenzt und in Querrichtung beweglich ist.
  7. Elektronischer Drehmomentschlüssel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (46) weiterhin einen Hauptteil (461) und einen Ringteil (462), der mit dem Hauptteil (461) in Schraubverbindung steht, aufweist, wobei der Ringteil (462) den kleinen Lochabschnitt (465) und der Hauptteil (461) den großen Lochabschnitt (464), der mit dem kleinen Lochabschnitt (465) in Verbindung steht, aufweist.
  8. Elektronischer Drehmomentschlüssel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (44) einen konisch zulaufenden Vorderendteil (441) aufweist, der in einer zum Antriebskopf (21) der Arbeitseinheit (20) verlaufenden Richtung konisch zuläuft.
  9. Elektronischer Drehmomentschlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaftteil (22) einen Biegehals (23), der mit dem Antriebskopf (21) verbunden ist, und einen im Biegehals (23) ausgebildeten Schlitz (24) aufweist, wobei der Dehnungssensor (30) einen in dem Schlitz (24) angeordneten Dehnungskörper (31) und einen am Dehnungskörper (31) installierten Dehnungsmessstreifen (32) aufweist.
DE200810004102 2008-01-11 2008-01-11 Elektronischer Drehmomentschlüssel mit einer Auslöseeinheit Withdrawn DE102008004102A1 (de)

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