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DE102007053489A1 - Druckmaschine mit Waschvorrichtung für das Farbwerk - Google Patents

Druckmaschine mit Waschvorrichtung für das Farbwerk Download PDF

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DE102007053489A1
DE102007053489A1 DE102007053489A DE102007053489A DE102007053489A1 DE 102007053489 A1 DE102007053489 A1 DE 102007053489A1 DE 102007053489 A DE102007053489 A DE 102007053489A DE 102007053489 A DE102007053489 A DE 102007053489A DE 102007053489 A1 DE102007053489 A1 DE 102007053489A1
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DE
Germany
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rollers
inking unit
roller
printing machine
machine according
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102007053489A
Other languages
English (en)
Inventor
Ulrich Luckhardt
Thomas Rosemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heidelberger Druckmaschinen AG
Original Assignee
Heidelberger Druckmaschinen AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Heidelberger Druckmaschinen AG filed Critical Heidelberger Druckmaschinen AG
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Publication of DE102007053489A1 publication Critical patent/DE102007053489A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F31/00Inking arrangements or devices
    • B41F31/26Construction of inking rollers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F31/00Inking arrangements or devices
    • B41F31/20Ink-removing or collecting devices
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F35/00Cleaning arrangements or devices
    • B41F35/04Cleaning arrangements or devices for inking rollers

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  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)

Abstract

Die Druckmaschine (1) besitzt Farbwerke (8a-d), deren Walzen mit einer phobierten Beschichtung aus Material mit niedriger Oberflächenenergie versehen sind. Mindestens eine Walze des Farbwerks bleibt unbeschichtet. Dort werden im Waschbetrieb die Farbreste durch Abrakeln entfernt.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Es ist bereits seit langem bekannt, bei Druckmaschinen mit Walzenfarbwerken zur Einfärbung der Druckform beispielsweise zum Zwecke des Reinigens beim Farbwechsel oder zur Eingrenzung auf das Format des bedruckten Papiers Farbe von einer der Walzen des Farbwerks abzurakeln. Entsprechende Farbwerke und Reinigungsvorrichtungen sind beispielsweise in der DE 195 11 231 B4 , der DE 197 08 435 C2 und der DE 10 2005 015 790 A1 beschrieben. Die Walzen in den bekannten Farbwerken bestehen dabei in der Regel aus Material mit guten farbannehmenden Eigenschaften wie beispielsweise Gummi oder Rilsan, beides Materialien, die eine vergleichsweise hohe Oberflächenenergie besitzen. So gut die Walzen dieser Farbwerke die Farbe auch annehmen, so schwer lässt sich die Farbe wieder aus dem Farbwerk entfernen, insbesondere wenn es sich bei den Farbwerken um Heberfarbwerke mit einer Vielzahl von bis zu 20 Walzen handelt, die alle mit Farbe belegt sind. Will man beispielsweise ein solches Farbwerk, in dem vorher eine verhältnismäßig dunkle Farbe gefördert wurde, auf den Betrieb mit einer hellen Farbe wie z. B. Gelb umrüsten, ergeben sich verhältnismäßig lange Waschzeiten. Dem versucht man durch den Einsatz von besonderen Lösemitteln oder Waschmitteln zu begegnen. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, das Waschmittel an verschiedenen Stellen im Farbwerk gleichzeitig einzubringen, um das Farbwerk auf diese Weise schneller sauber zu bekommen. Beiden Maßnahmen sind jedoch Grenzen gesetzt. Denn zum einen wird aus ökologischen Gründen eher Waschmitteln auf der Basis von biologisch abbaubaren Stoffen der Vorzug gegeben, zum anderen erfordert das Einleiten von Waschmitteln an verschiedenen Stellen des Farbwerks einen verhältnismäßig großen konstruktiven Aufwand, wobei oft schon aus baulichen Gründen kaum Platz für die Zusatzeinrichtungen vorhanden ist.
  • Aus der DE 101 03 585 A1 ist es bekannt, die Rasterwalze eines Kurzfarbwerks mit einer hydrophoben siliziumorganischen Verbindung zu beschichten, um das Ansammeln von Feuchtmittel in den Näpfchen der Walze zu vermeiden. Das Problem des Farbwerkwaschens ist dort nicht angesprochen.
  • Es ist z. B. in der DE 199 48 311 A1 sowie der DE 10 2004 054 425 A1 auch schon vorgeschlagen worden, die Walzen in den Farbwerken von Druckmaschinen mit Fluorelastomeren zu beschichten. Solche Fluorelastomere besitzen eine vergleichsweise geringe Oberflächenenergie. Mit solchen Walzen ausgerüstete Farbwerke lassen sich deshalb leichter reinigen, weil die Farbe an den Walzen nicht in dem Maße anhaftet, wie z. B. an Rilsan- oder Hartgummiwalzen. Dennoch ist das Reinigen von mit derartigen Walzen ausgerüsteten Farbwerken deshalb nicht zwangsläufig viel schneller. Denn auch in solchen Farbwerken dauert es seine Zeit, bis die Farbe aus den weiter entfernt liegenden Stellen über das Farbspaltverhalten der Walzen zur Reinigungsvorrichtung transportiert worden ist und abgerakelt werden kann.
  • Besonders problematisch ist der Farbwechsel von einer dunklen auf eine helle Farbe. Dabei muss in der Regel nach dem Waschen des Farbwerks dieses nochmals mit einer Paste nachgereinigt werden, die auf die Walzen aufgestrichen und durch Drehen im Farbwerk verteilt wird. Anschließend wird die Paste von den Walzen mit der Farbwerkswascheinrichtung heruntergewaschen und ein Farbeinlauf der hellen Farbe durchgeführt. Um aber noch verbleibende Pigmente der dunklen Farbe von den Walzenoberflächen zu bekommen, wird die helle Farbe in der Regel nochmals heruntergewaschen, bevor dann der eigentliche Farbeinlauf für das anschließende „saubere" Drucken erfolgt.
  • Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Stillstandszeiten in einer Druckmaschine bedingt durch Waschvorgänge zu verringern und ein Verfahren anzugeben, mit dem sich Walzenfarbwerke schneller waschen lassen als bisher.
  • Diese Aufgabe wird mit den im Kennzeichen der Ansprüche 1 bzw. 17 angegebenen Maßnahmen gelöst.
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass dann, wenn im Farbfluss eines mit Materialien relativ geringer Oberflächenenergie beschichteten Walzen ausgerüsteten Farbwerks eine oder mehrere Walzen aus Materialien angeordnet werden, die eine vergleichsweise hohe Oberflächenenergie besitzen, sich dann die Farbe an diesen Walzen sammelt und effektiver abgerakelt werden kann. Mit der beschriebenen Art von Mischbestückung wird zweierlei erreicht: Zum einen kann bei einem Farbwechsel aufgrund der niedrigen Oberflächenenergie der z. B. mit Fluorelastomeren beschichteten Walzen des ersten Typs die angelöste Farbe sehr leicht von den Walzen entfernt werden. Zum anderen wirkt die Walze des zweiten Typs aus Material mit einer hohen Oberflächenenergie, wie Rilsan, Hartgummi oder Kupfer oder auch aus konventionellen weichen Gummiwerkstoffen, als „Farbsammler", der die gelöste Farbe stark an seine Oberfläche anzieht, wo sie dann effektiv entfernt d. h. abgerakelt werden kann.
  • Auf diese Weise verringert sich zum einen die Waschzeit, zum anderen der Waschmittelverbrauch. Weiterhin reduziert sich der Aufwand beim Farbwechsel dadurch, dass nunmehr keine Pasten mehr für die Reinigung eingesetzt werden müssen und es auch nicht länger erforderlich ist, beim Übergang von einer dunklen auf eine helle Farbe erst einmal einen zusätzlichen Farbeinlauf mit der hellen Farbe zwischen zu schalten und anschließend nochmals zu waschen um sicherzugehen, dass die Farbe sauber verdruckt wird. Denn die „phobierte" Beschichtung der Walzen des Farbwerks verhindert das Eindringen der Farbpigmente in die Walzenoberfläche.
  • Die Erfindung kombiniert also die Vorteile eines Farbwerks, das mit so genannten „phobierten" Walzen, d. h. einem Stoff mit niedriger Oberflächenenergie beschichteten Walzen versehen ist, wie z. B. die schnellere Farbablösung von den Walzen, die längere Lebensdauer von phobiert beschichteten Gummiwalzen und den Umstand, dass sich Farbpigmente nicht im gleichen Maße wie bei konventionellen Walzen in dem Gummiwerkstoff festsetzen, mit einer Beschleunigung des Waschvorgangs durch den Einsatz von einer oder mehreren Walzen mit hoher Oberflächenenergie an der Stelle der Reinigungsvorrichtung, d. h. des Waschrakels.
  • Zweckmäßig können in der Nähe der Walze mit hoher Oberflächenenergie, an der das Waschrakel anliegt, weitere Walzen mit hoher Oberflächenenergie in der Nachbarschaft angeordnet sein, um das Sammeln von Farbe aus dem ansonsten mit Walzen verhältnismäßig geringer Oberflächenenergie ausgestatteten Farbwerk zu unterstützen.
  • Zudem ist es zweckmäßig, wenn die Walzen, an der das Waschrakel anliegt, eine Walze mit harter Oberfläche ist, die naturgemäß ein besseres Verschleißverhalten hat als Walzen mit einem weichen Gummimantel.
  • Die Walze oder die Walzen des zweiten Typs mit der vergleichsweise hohen Oberflächenenergie kann beispielsweise eine Reiberwalze sein, die auch im Druckbetrieb Teil des Farbwerks ist. Daneben ist es jedoch auch möglich, die Walze des zweiten Typs mit der hohen Oberflächenenergie der Reinigungsvorrichtung zuzuordnen und sie nur beim Reinigungs- bzw. Waschbetrieb mit der Rakel zusammen an die mit Materialien niedriger Oberflächenenergie beschichteten Walzen des Farbwerks anzustellen.
  • Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der 1 bis 8 der beigefügten Zeichnungen.
  • 1 zeigt eine Vierfarben-Bogenoffsetdruckmaschine, die mit Heberfarbwerken gemäß der Erfindung ausgerüstet ist.
  • 2 zeigt einen Schnitt durch das Farbwerk 8a im Druckwerk 7a (Walzenschema) gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
  • 3 bis 7 zeigen die Walzenschemata von alternativen Ausführungsbeispielen für das Farbwerk nach 2.
  • 8 zeigt das Walzenschema eines Ausführungsbeispiels der Erfindung für ein Anilox-Farbwerk.
  • 1 zeigt eine Offsetdruckmaschine 1 in Reihenbauweise mit einem Anleger 2, in dem sich der unbedruckte Papierstapel 3 befindet, sowie vier Druckwerken 7a–d für die vier Grundfarben Schwarz, Gelb, Magenta und Cyan. Auf das vierte Druckwerk 7d folgt der Ausleger 9 der Druckmaschine. Darin laufen Greiferbrücken mittels einer Kettenführung um. Diese Greiferbrücken übernehmen den bedruckten Bogen und führen ihn dem Bogenstapel zu, wo er abgelegt wird.
  • Jedes der vier Druckwerke 7a–d besitzt eine Gegendruckzylinder 4, einen Gummituchzylinder 5 sowie einen Druckformzylinder 6, auf den die jeweilige Druckplatte aufgespannt ist. Eingefärbt werden die Druckplatten mit Farbwerken 8a–d, die nachstehend noch näher beschrieben werden.
  • Das in 2 dargestellte Farbwerk besteht aus einem Messerfarbkasten 13, einer Duktorwalze 14, vier Farbauftragswalzen 28, 29, 30 und 31, mit denen die Druckplatte auf dem Zylinder 6a eingefärbt wird, und einer Reihe weiterer Walzen 15 bis 27, von denen die Farbe vom Duktor 14 abgenommen, verteilt und verrieben und sodann den Auftragswalzen zugeführt wird. Mit 15 ist der taktweise zwischen dem Duktor 14 und der Walze 21 pendelnde Farbheber bezeichnet. Bei den Walzen 21, 22, 23 und 24 handelt es sich um traversierende Reiberwalzen, wobei die Reiber 23 und 24 gekühlt sind. Der Duktor 15 sowie die Walzen 16, 17, 18, 19, 20 sind ebenso wie die vier Farbauftragswalzen 28 bis 31 mit einem Gummimantel versehen, während die Brückenwalze 32, die zwischen der Feuchtauftragswalze 37 und der ersten Farbauftragswalze 28 angeordnet ist, ebenso wie die Walzen 27, 26 und 25 Stahlwalzen sind.
  • Mit Ausnahme der Walzen 34, 35 und 36 des Feuchtwerks sowie der Duktorwalze 14 und der nachstehend noch beschriebenen Walze 24 sind alle anderen Walzen 15 bis 31, 32 und 37 des Farbwerks mit einer so genannten „phobierten" Beschichten von ca. 0,1 mm Dicke aus einem Flourelastomer versehen, wie das durch die dickere Strichstärke am Umfang der Walzen angedeutet ist. Bei dem Material kann es sich beispielsweise um TFE-HFP-VDF (Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Vinylidenfluoridcopolymer) handeln.
  • Dieses Material besitzt eine relativ niedrige Oberflächenenergie verglichen mit der Oberflächenenergie herkömmlich verwendeter Rilsan-, Hartgummi- oder Kupferwalzen. Die Beschichtung schützt jedoch die relativ weichen Gummimäntel der Walzen 15 bis 20, 28 bis 31 und 37 gegen Verschleiß und verhindert das Eindringen von Farbpigmenten in die Gummischicht. Die Beschichtung sorgt auch dafür, dass sich die Farbe bei einem Waschvorgang relativ leicht von der Oberfläche der Walzen entfernen lässt.
  • Für das Waschen des Farbwerks ist eine Wanne 42 mit einer Waschrakel 41 vorgesehen, die an die Walze 24 angestellt werden kann. Weiterhin sind an den mit 43 und 44 bezeichneten Stellen Sprührohre vorgesehen, von denen Waschflüssigkeiten in das Farbwerk gesprüht werden können.
  • Die Reiberwalze 24 trägt im Gegensatz zu den anderen Walzen des Farbwerks keine „phobierte" Beschichtung, sondern vielmehr eine auch sonst für Reiber übliche Rilsan-Beschichtung. Auf dieser Rilsan-Oberfläche sammelt sich während des Waschvorganges die von der Waschflüssigkeit gelöste Farbe bevorzugt, da Rilsan im Vergleich zu einer „phobierten" Beschichtung aus TFE-HFP-VDF eine vergleichsweise hohe Oberflächenenergie besitzt. Deshalb ist es möglich, mit der Waschrakel 41 an dieser Stelle die Farbe effektiv aus dem Farbwerk zu entfernen.
  • Bei der Walze 24 kann es sich natürlich auch um eine aus Hartgummi oder Kupfer oder aus einem anderen Material bestehende Walze bzw. mit solchen Materialien vergleichsweise hoher Oberflächenenergie beschichtete Walzen handeln.
  • Das Ausführungsbeispiel nach 3 unterscheidet sich von dem nach 2 dadurch, dass wie hier auch durch die dickere Strichstärke am Außendurchmesser angedeutet die zur Walze 24 benachbarten Walzen 18a und 31a nicht mit einer „phobierten" Beschichtung versehen sind, sondern eine Rilsanbeschichtung bzw. lediglich den „nackten" Gummimantel aufweisen. Daher ziehen diese beiden Walzen ebenfalls die gelöste Farbe an, und zwar aus dem „hinteren" Zweig des Farbflusses und von der Druckplatte auf dem Plattenzylinder 6a.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist auch die bezogen auf die Drehrichtung des Plattenzylinders 6a dritte Farbauftragswalze 30 lediglich mit einem Gummimantel, nicht jedoch mit der phobierten Beschichtung aus dem Flourelastomer versehen. In diesem Ausführungsbeispiel sind dann alle der Reiberwalze 24 benachbarten Walzen an ihrer Oberfläche mit farbfreundlichen Materialien mit vergleichsweise hoher Oberflächenenergie ausgestattet, wodurch sich aufgrund des mehrfachen Kontakts dieser Walzen mit den „phobierten" Walzen im Farbwerk und im Plattenzylinder optimale Ergebnisse in Bezug auf das „Sammeln" von gelöster Farbe beim Waschvorgang ergeben.
  • Das Farbwerk im Ausführungsbeispiel nach 4 entspricht im Wesentlichen dem nach 2, wobei jedoch jetzt auch die Heberwalze 15 lediglich den konventionellen Gummimantel trägt und nicht mit einer phobierten Beschichtung versehen ist. Grund dafür ist die hin- und hergehende Bewegung der Heberwalze 15, bei der sie zyklisch an den Duktor 14 und die Reiberwalze 21 schlägt. Hierdurch kann die phobierte Beschichtung verschleißen, so dass es besser ist, von Anfang an beim Heber auf die Beschichtung zu verzichten. Weiterhin ist bei diesem Ausführungsbeispiel die Feuchtauftragswalze 37 im Gegensatz zu den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen lediglich mit einem konventionellen Gummimantel ausgestattet, um die wasserführenden Eigenschaften der Oberfläche dieser Walze zu verbessern bzw. nicht durch eine phobierte Beschichtung zu beeinflussen.
  • Das Farbwerk nach 5 unterscheidet sich in seinem Aufbau von den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen. Das Farbwerk besitzt an zentraler Steller im Farbfluss eine Reiberwalze 122. Dieser Reiberwalze ist im Gegensatz zu den anderen wie durch die dicke Strichstärke angedeutet phobierten Walzen des Farbwerks nicht mit einer phobierten Beschichtung versehen, sondern besitzt eine Rilsan-, Hartgummi- oder Kupferoberfläche. An dieser Reiberwalze 122 ist im Waschbetrieb das Waschrakel 141 mit der Auffangwanne 142 angestellt. Walzen mit gleicher oder ähnlicher Funktion wie die im Farbwerk nach den 2 bis 4 tragen ein um 100 erhöhtes Bezugszeichen und werden deshalb an dieser Stelle nicht nochmals erwähnt.
  • Das Ausführungsbeispiel nach 6 unterscheidet sich von dem nach 5 dadurch, dass hier nun auch neben der Reiberwalze 122 die benachbarten Walzen 117a und 120a sowie die daran anliegende Reiberwalze 132a unbeschichtet sind und eine konventionelle Ummantelung aus Material mit vergleichsweise hoher Oberflächenenergie besitzen. Diese vier nicht phobierten Walzen liegen an zentraler Stelle im Farbfluss und sind deshalb besonders zum Sammeln der angelösten Farbreste für das anschließende Abrakeln an der Reiberwalze 120 geeignet. Natürlich ist es ebenfalls möglich, in diesem Farbwerk die Feuchtauftragswalze 137 oder den Heber 115 wie im Ausführungsbeispiel nach 4 unbeschichtet zu lassen.
  • Das Ausführungsbeispiel nach 7 entspricht dem nach 5, jedoch mit folgendem Unterschied: Die Reiberwalze 122a ist in 7 wie die übrigen Walzen des Farbwerks mit einer phobierten Beschichtung aus einem Flourelastomer oder einer Siliziumorganischen Verbindung versehen. Die Wascheinrichtung besteht allerdings aus dem Waschrakel 241, der Auffangwanne 242 und einer Walze 243, die baulich mit der Waschreinrichtung 240 vereinigt ist. Die Walze 243 ist mit Rakel 241 und Wanne 242 beim Druckbetrieb abgeschaltet und wird beim Waschbetrieb zugeschaltet, so dass sich beim Waschbetrieb die Walze 243 an den „phobiert" beschichteten Reiber 122 anlegt. Die Walze 243 besitzt einen Walzenmantel aus Kupfer, Hartgummi oder Rilsan, der farbannehmend ist und wegen den vergleichsweise höheren Oberflächenenergien dieser Materialien die beim Waschen von den Walzen des Farbwerks gelösten Farbreste aufnimmt, so dass sie durch die Waschrakel 241 abgerakelt werden können. Dieses Ausführungsbeispiel hat den Vorteil, dass alle Walzen im Farbwerk „phobiert" beschichtet sind und die nicht „phobierte" Walze lediglich beim Waschbetrieb zugeschaltet wird. Natürlich lässt sich diese Zuschaltbarkeit mechanisch auch so konstruieren, dass die Wanne 242 und das Rakel 241 feststehen und allein die Walze 243, die die Brücke zwischen dem Reiber 122a und dem Waschrakel 241 bildet, für den Waschbetrieb zugeschaltet wird, d. h. die Brücke geschlossen wird, während sie beim Druckbetrieb z. B. schräg nach unten von der Walze 122a und dem Rakel 241 weggeschwenkt werden kann.
  • In 8 ist ein Druckwerk 402 für den Offsetdruck mit einem Anilox-Farbwerk 403 dargestellt. Das Druckwerk besitzt einen Druckformzylinder 433, einen Gummituchzylinder 434 sowie ein Feuchtwerk 405 bestehend aus der Tauchwalze 417, der Dosierwalze 419, der Feuchtauftragswalze 420 und dem Feuchtreiber 421. Das Anilox-Farbwerk 403 umfasst eine Rasterwalze 406 und eine Farbauftragswalze 407, die beide mit dem Druckformzylinder 433 durchmessergleich sind. Außerdem umfasst das Anilox-Farbwerk 403 zwei an der Rasterwalze anliegende Walzen 408 und 409 und eine Walze 410, wobei die dritte Walze 410 ihrerseits brückenförmig an beiden Walzen 408 und 409 anliegt. Die Farbauftragswalze 407 besitzt den gleichen Durchmesser wie die Rasterwalze 406 und der Druckformzylinder 433. Sie ist jedoch mit einer Spanneinrichtung 411 zum Aufspannen eines Gummituchs 412 versehen, mit dem der Farbübertrag von der Rasterwalze 406 auf den Druckformzylinder 433 bzw. die darauf aufgespannte Druckplatte erfolgt. Mit 415 ist ein Farbrakel bezeichnet, das an der Rasterwalze 406 anliegt und einen Druckfarbevorrat 416 aufnimmt. Die Rasterwalze 406 ist wie z. B. in der DE 101 03 585 A1 beschrieben mit einer hydrophoben Beschichtung aus einem Siliziumorganischen Material oder aus einem anderen Material mit relativ niedriger Oberflächenenergie versehen. Gleiches gilt für die Walzen 409 und 408 und 420 und 422 sowie für das auf den Zylinder 414 aufgespannte Gummituch 412. Die Walze 410 hingehen trägt einen ansonsten unbeschichteten Mantel aus Rilsan. An ihr liegt im Waschbetrieb eine Waschrakel 441 an. Wenn nun bei entleertem Farbvorrat 416 bzw. abgeklapptem Farbrakel 415 das Anilox-Farbwerk gereinigt werden soll, wird an der mit 443 bezeichneten Stelle Waschmittel auf die Rasterwalze gesprüht. Die gelösten Farbreste sammeln sich dann an der Oberfläche der nicht beschichteten Walze 410 mit der z. B. Rilsan-Oberfläche und können dort vom Waschrakel 441 effektiv entfernt werden.
  • Natürlich ist es auch hier möglich, die Walze 410 phobiert zu beschichten und z. B. eine zusätzliche unbeschichtete Walze der Reinigungsvorrichtung zuzuordnen, die im Waschbetrieb z. B. in den Spalt zwischen der Walze 408 und dem Zylinder 407 angestellt wird, wo sie die Farbreste sammelt und von der die Farbreste dann abgerakelt werden.
  • 1
    Druckmaschine
    2
    Anleger
    3
    Papierstapel
    4a–d
    Gegendruckzylinder
    5a–d
    Gummituchzylinder
    6a–d
    Druckformzylinder
    7a–d
    Druckwerke
    8a–d
    Farbwerke
    13
    Messerfarbkasten
    14
    Duktorwalze
    15–27
    Walzen
    28, 29, 30 und 31
    Farbauftragswalzen
    32
    Brückenwalze
    34–36
    Feuchtwerkswalzen
    37
    Feuchtauftragswalze
    40
    Reinigungsvorrichtung
    41
    Waschrakel
    42
    Wanne
    43, 44
    Sprührohre
    107
    Farbwerk
    115
    Heber
    117 und 120
    Walzen
    122
    Reiberwalze
    141
    Waschrakel
    142
    Auffangwanne
    137
    Feuchtauftragswalze
    240
    Waschreinrichtung
    241
    Waschrakel
    242
    Auffangwanne
    243
    Walze
    402
    Druckwerk
    403
    Anilox-Farbwerk
    405
    Feuchtwerk
    406
    Rasterwalze
    407
    Farbauftragswalze
    408 bis 410
    Walzen
    411
    Spanneinrichtung
    412
    Gummituch
    415
    Farbrakel
    416
    Druckfarbevorrat
    417
    Tauchwalze
    419
    Dosierwalze
    420
    Feuchtauftragswalze
    421
    Feuchtreiber
    433
    Druckformzylinder
    434
    Gummituchzylinder
    440
    Wascheinrichtung
    441
    Waschrakel
    442
    Auffangwanne

Claims (20)

  1. Druckmaschine mit einem oder mehreren Druckwerken (7a–d) sowie Farbwerken (8a–d, 403) zur Einfärbung der jeweiligen Druckform, die Farbwalzen enthalten, und den Farbwalzen zugeordneten Reinigungsvorrichtungen (40, 240, 440), wobei die jeweilige Reinigungsvorrichtung eine Rakeleinrichtung (41, 241, 441) aufweist, über die Farbe aus dem Farbwerk entfernbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Farbwerk (8a) sowohl erste Walzen (1623, 2532; 117121, 124126, 128132, 147, 155) mit einer Oberfläche aus einem oder mehreren Stoffen aufweist, die eine verhältnismäßig geringe Oberflächenenergie besitzen als auch mindestens während des Reinigungsbetriebs eine oder mehrere zweite Walzen (24, 18a, 31a; 122, 117a, 120a) mit einer Oberfläche aus einem oder mehreren Stoffen aufweist, die eine im Vergleich mit den ersten Walzen höhere Oberflächenenergie besitzen, und dass die Rakeleinrichtung(en) (41; 241; 441) mit einer der zweiten Walzen (24; 122; 243; 410) zusammenwirkt.
  2. Druckmaschine nach Anspruch 1, wobei die Oberfläche der ersten Walzen mit einem Fluorelastomer und/oder einer siliziumorganischen Verbindung beschichtet sind.
  3. Druckmaschine nach Anspruch 1, wobei die Oberfläche mindestens einer (24; 122; 243; 410) der zweiten Walzen aus Rilsan, Hartgummi oder Kupfer besteht.
  4. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die zweite(n) Walze(n) (24; 122; 410) Teil des Farbwerks sind und die Rakeleinrichtung zum Reinigen des Farbwerks an eine der zweiten Walzen mit vergleichsweise höherer Oberflächenenergie anstellbar ist.
  5. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei mindestens eine der zweite(n) Walze(n) (243) Teil der Reinigungsvorrichtung (240) ist und zum Reinigen des Farbwerks an eine Walze (122a) des Farbwerks anstellbar ist.
  6. Druckmaschine nach Anspruch 4, wobei mindestens eine der zweiten Walzen (24; 122) eine Reiberwalze ist.
  7. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei an diejenigen der zweiten Walzen (24; 122), die beim Waschbetrieb Kontakt zur Rakel (41, 141, 241; 441) der Reinigungseinrichtung (40, 240, 440) besitzen, weitere Walzen (18a, 31a; 117a, 120a, 132a) des zweiten Typs mit der vergleichsweise hohen Oberflächenenergie anliegen.
  8. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei an der zweiten Walze (24; 122; 243), die beim Waschbetrieb Kontakt zur Rakel (41, 141, 241) der Reinigungseinrichtung besitzt, nur erste Walzen (18, 31; 117, 120) mit vergleichsweise niedriger Oberflächenenergie anliegen.
  9. Druckmaschine nach Anspruch 6, wobei mindestens eine der an der Reiberwalze (24; 122) anliegenden Walzen zur Gruppe der zweiten Walzen (18a, 31a; 117a, 120a) mit vergleichsweise hoher Oberflächenenergie gehört.
  10. Druckmaschine nach Anspruch 6, wobei mehrere der an der Reiberwalze (24; 122) anliegenden Walzen zur Gruppe der zweiten Walzen (18a, 31a; 117a, 120a) mit vergleichsweise hoher Oberflächenenergie gehören.
  11. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei den Farbwerken (8a–d, 403) jeweils ein Feuchtwerk (3437; 405) zugeordnet ist, welches Walzen besitzt, deren Oberfläche aus Material mit einer vergleichsweise hohen Oberflächenenergie besteht.
  12. Druckmaschine nach Anspruch 11, wobei sich die Reinigungseinrichtung (40) auf der Seite des Farbwerks (7a) befindet, die dem Feuchtwerk abgewandt ist.
  13. Druckmaschine nach Anspruch 11, wobei sich die Reinigungseinrichtung (140) auf der Seite des Farbwerks (107a) befindet, die dem Feuchtwerk zugewandt ist.
  14. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das Farbwerk ein Heberfarbwerk ist.
  15. Druckmaschine nach Anspruch 14, wobei der Heber des Heberfarbwerks eine mit Gummi ummantelte Walze ist, wobei das Gummi eine vergleichsweise höhere Oberflächenenergie besitzt, als die Beschichtungsmaterialien der übrigen Walzen des Farbwerks.
  16. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei das Farbwerk ein Kurzfarbwerk (405) mit einer Rasterwalze (406) ist.
  17. Verfahren zum Entfernen von Farbe aus Farbwerk(en) von Druckmaschinen bestehend aus mehreren ersten farbführenden Walzen oder Zylindern, deren Oberfläche aus Materialien mit vergleichsweise niedriger Oberflächenenergie besteht, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest beim Betrieb des Entfernens von Farbe aus dem Farbwerk diesem eine oder mehrerer Walzen eines zweiten Typs zugeordnet werden, deren Oberfläche aus Material mit vergleichsweise höherer Oberflächenenergie besteht, und dass die Farbe von mindestens einer dieser Walzen des zweiten Typs abgerakelt wird.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei die Walze(n) des zweiten Typs Teil des Farbwerks sind und die Rakel an eine der Walzen des zweiten Typs angestellt wird.
  19. Verfahren nach Anspruch 17, wobei mindestens eine der Walzen des zweiten Typs Teil der Reinigungsvorrichtung ist und mit der Reinigungsvorrichtung an eine oder mehrere der Walzen des Farbwerks angestellt wird.
  20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, zur Reinigung von Farbwerken in Offsetbogendruckmaschinen
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