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DE102007042436B3 - Verfahren und Vorrichtung zur Auf-, Um- oder Entladung von Aerosolpartikeln durch Ionen, insbesondere in einen diffusionsbasierten bipolaren Gleichgewichtszustand - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Auf-, Um- oder Entladung von Aerosolpartikeln durch Ionen, insbesondere in einen diffusionsbasierten bipolaren Gleichgewichtszustand Download PDF

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DE102007042436B3
DE102007042436B3 DE102007042436A DE102007042436A DE102007042436B3 DE 102007042436 B3 DE102007042436 B3 DE 102007042436B3 DE 102007042436 A DE102007042436 A DE 102007042436A DE 102007042436 A DE102007042436 A DE 102007042436A DE 102007042436 B3 DE102007042436 B3 DE 102007042436B3
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ions
neutralization
aerosol
space
ion
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DE102007042436A
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English (en)
Inventor
Christian Dipl.-Ing. Lübbert
Ulrich Prof. Dr.-Ing. Riebel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Brandenburgische Technische Universitaet Cottbus
Original Assignee
Brandenburgische Technische Universitaet Cottbus
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Auf-, Um- oder Entladung durch Ionen, insbesondere zum Umladen von gasgetragenen Partikeln in den bipolaren Ladungszustand, wie er bei der reinen Diffusionsaufladung nach Fuchs vorliegt, unter Verwendung eines hochfrequenten Plasmas in Kombination mit einer oszillierenden Strömung. Weiterhin betrifft die Anmeldung die Verwendung der Vorrichtung zum Zweck der Neutralisation von Oberflächenladungen, der Erzeugung eines "Synthetic Jet" sowie zur Erzeugung von Schall.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Auf-, Um- oder Entladung durch Ionen, bei welchem die Produktion der Ionen außerhalb des eigentlichen Neutralisationsbereiches in einem Ionenerzeugungsbereich stattfindet. Als Neutralisationsbereich wird dabei allgemein der Bereich bezeichnet, in welchem die Auf-, Um- oder Entladung der aufzuladenden, umzuladenden oder zu entladenden Substanzen oder Gegenstände durch die Ionen erfolgt.
  • Das Verfahren und eine Vorrichtung dienen dabei insbesondere der Auf-, Um- oder Entladung von gasgetragenen Partikeln, insbesondere in einen diffusionsbasierten bipolaren Gleichgewichtszustand, und dabei insbesondere zur Aerosolauf- oder Aerosolumladung in den definierten Ladungszustand der bipolaren Diffusionsaufladung (Neutralisation nach Fuchs /1/).
  • Technische Aerosole in der Industrie und Forschung weisen oft eine mittlere bis hohe elektrische Ladung auf. Die elektrische Neutralisation ermöglicht neben dem Abbau der Nettoladung die Herstellung von Aerosolen definierten Ladungszustandes. Vor allem in der Forschung und in der Messtechnik (DMA) kann dies eine unumgängliche Voraussetzung sein. Zusätzlich kann mit Hilfe der Neutralisation die Wahrscheinlichkeit von elektrischen Entladungen oder Staubexplosionen reduziert und z. B. einer verstärkten Abscheidung in Rohren und Anlagenteilen entgegengewirkt werden.
  • Bekannte Aerosol-Neutralisatoren basieren auf radioaktiven Quellen oder auf einer oder mehreren Corona-Entladungen.
  • Radioaktive Präparate produzieren aufgrund des radioaktiven Zerfalls Strahlung, die im Aerosolraum gleiche Anzahlen an Anionen und Kationen erzeugt. Die Gasionen laden anschließend das Aerosol in den theoretisch gut beschreibbaren Ladungszustand der bipolaren Diffusionsaufladung auf.
  • Die Anwendung radioaktiver Quellen ist, abgesehen von der Beachtung sicherheitstechnischer Aspekte, sehr einfach. Eine Einstellung oder Nachregelung muss bei ordnungsgemäßer Auslegung nicht vorgenommen werden. Allerdings ist der Anwendungsbereich radioaktiver Quellen beschränkt, einige Nachteile sind:
    • • Die sicherheitstechnischen Anforderungen an den Anwender der radioaktiven Quelle sind hoch.
    • • Es können nur kleine Aerosol-Volumenströme (< 150 l/min) neutralisiert werden.
    • • Die Neutralisation in den Gleichgewichtszustand nach Fuchs kann nur für recht kleine Aerosolkonzentrationen und geringe Anfangsladungen erfolgen.
    • • Die Kosten sind sehr hoch.
  • Die Neutralisatoren auf Basis der Corona-Entladung sind grundsätzlich in der Lage, größere Volumenströme, höhere Konzentrationen und höhere Anfangsladungen des Aerosols zu bewältigen.
  • Romay et al. sprechen von drei Problemen bei der Neutralisation mit Corona-Entladungen /2/:
    • • ungleiche Produktionsraten von positiven und negativen Ionen
    • • Ozonproduktion
    • • Partikelproduktion durch Sputtern oder chemische Reaktionen
  • In den meisten Fällen erfolgt die Ionenproduktion dabei außerhalb des Aerosolraumes, da der Aerosolraum in diesem Fall feldfrei bleibt und eine Abscheidung von Partikeln durch Wanderung im elektrischen Feld so verhindert wird. In diesem Fall werden die benötigten Ionen in einem getrennten Prozessraum produziert und dann mit Hilfe eines sauberen Trägergasstroms in den feldfreien Aerosolraum eingetragen (z. B. Romay et al. /2/, Zamorani et al. /3/, Adachi et al. /4/). Die Verdünnung des Aerosols ist dabei ungewollt, zusätzlich geht der Großteil der Gasionen durch Abscheidung an den Wänden und Rekombination verloren. Die daraus entstehende Notwendigkeit einer Überproduktion an Gasionen erhöht auch den Ozoneintrag.
  • Apparaturen, die mit elektrischen Entladungen direkt im Aerosolraum arbeiten, wurden von Hinds /5/, Gutsch /6/ und Stommel /7/ entwickelt.
  • Die Apparaturen von Hinds und Gutsch erreichen jedoch nur das Ziel einer Ladungsreduktion oder der Aufladung in einen undefinierten bipolaren Ladungszustand. Für keine der beiden genannten Vorrichtungen konnte eine Auf- oder Umladung des Aerosols in das diffusionsbasierte Ladungsgleichgewicht beobachtet werden. Zusätzlich konnte eine merkbare Abscheidung nicht verhindert werden.
  • Eine Apparatur, die bei geringer Ozonproduktion und ohne Verdünnung des Aerosols ein nicht oder nur gering netto geladenes Aerosol in den Zustand der bipolaren Diffusionsaufladung überführen kann, wurde durch Stommel /7/ entwickelt. Sie arbeitet mit einer Corona-Entladung wechselnder Polarität direkt im Aerosolraum. Probleme mit statischen Aufladungen der großteils aus Kunststoff bestehenden Konstruktion führen hier, mit Blick auf die messtechnische Verwertung des Verfahrens, teilweise zu nicht zufriedenstellenden Neutralisationsergebnissen.
  • Die bisher entwickelten elektrischen Verfahren sind damit nur in der Lage einen makroskopisch neutralen Ladungszustand zu erreichen und/oder reagieren empfindlich auf bestimmte Stoffe in der Gasphase und Verschmutzungen, sodass zumindest ein erheblicher Regelaufwand erforderlich ist, um den gewünschten Ladungszustand einzustellen. Dadurch entstehen einerseits erhebliche Kosten und andererseits eine teils nicht ausreichende Zuverlässigkeit der Systeme.
  • Der Eintrag positiver und negativer Ladungsträger findet in den elektrischen Systemen räumlich oder zeitlich getrennt statt. Daher haben Ionenmobilitäten und Leitfä higkeiten von Oberflächen, die mit der Raumladung in Kontakt stehen, einen erheblichen Einfluß auf das Neutralisationsergebnis.
  • Des weiteren besteht bei elektrischen Verfahren, bei denen das Aerosol mit den Elektroden in Berührung steht, Gefahr durch die verwendete Hochspannung.
  • In DE 199 09 333 A1 werden ein Gerät und ein Verfahren zum Neutralisieren geladener Teilchen beschrieben. Ein Neutralisieren geladener Teilchen beinhaltet das Vorsehen eines Neutralisiergehäuses mit einer sich zwischen einem Einlaß und einem Auslaß des Neutralisiergehäuses erstreckenden Längsachse. Ein Strom von Ionen mit einer ersten Polarität wird in den Einlaß des Neutralisiergehäuses für eine vom Einlaß zum Auslaß parallel zur Längsachse verlaufende Strömung eingeführt. Ein Strom von Ionen mit einer der ersten Polarität entgegengesetzten zweiten Polarität wird so gelenkt, daß er parallel zur Längsachse des Neutralisiergehäuses zum Einlaß hin strömt, wobei dieser zum Neutralisieren der geladenen Teilchen dient. Eine Elektrodenkonfiguration ist in der Lage, innerhalb des Neutralisiergehäuses ein elektrisches Feld zu erzeugen, das zum Lenken eines Stroms von Ionen derart dient, daß sie parallel zur Längsachse des Neutralisiergehäuses zum Einlaß hin strömen. Das Neutralisiergerät liefert eine Strömung von durch ein elektrisches Feld gelenkten Ionen. Die Strömung der Ionen verläuft der Strömung der geladenen Teilchen/Tröpfchen der Entladung entgegen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Auf-, Um- oder Entladung durch Ionen zu schaffen, insbesondere um die geschilderten Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden.
  • Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 und eine Vorrichtung gemäß Anspruch 35 gelöst und ergibt sich durch die Erzeugung der Ionen außerhalb des Aerosolraums, in Kombination mit einer oszillierenden Strömung. Vorteilhafterweise erfolgt die Erzeugung der Ionen dabei mittels einer elektrischen Entladung.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Die vorliegende Erfindung ermöglicht es dabei, ein Verfahren zu schaffen, bei dem Gasionen beider Polaritäten – vorteilhafterweise mit Hilfe hoch- bzw. höchstfrequenter elektrischer Entladungen – gleichzeitig hergestellt und ohne Verwendung eines Trägergases sehr schnell in den Aerosolraum transportiert werden.
  • In der vorliegenden Erfindung wird vorteilhafterweise ein Plasma verwendet, um zunächst gleiche Mengen positiver und negativer Ladungsträger zu erzeugen, welche dann mittels einer oszillierenden Strömung in den Neutralisationsraum eingebracht werden. Insbesondere wird dabei ein hochfrequentes Plasma in Kombination mit einer oszillierenden Strömung verwendet.
  • Mit der Vorrichtung kann so die Aufladesituation in radioaktiven Aufladern bestmöglich nachgestellt werden. Es kann damit auch auf nicht-radioaktivem Weg eine Umladung des Aerosols in den diffusionsbasierten Gleichgewichtszustand erfolgen.
  • Erfindungsgemäß werden die genannten Aufgaben weiterhin durch eine günstige Entladungsführung, Strömungserzeugung und -führung, Elektrodengestaltung und Geometrie des Neutralisators gelöst.
  • Die vorliegende Erfindung wird nun anhand von Zeichnungen und Ausführungsbeispielen näher beschrieben.
  • Dabei zeigen:
  • Die 1 und 2: eine Prinzipdarstellung der Erzeugung einer erfindungsgemäßen oszillierenden Strömung,
  • 3: ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
  • 4: ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
  • 5: ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
  • 6: ein viertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
  • 7: ein fünftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
  • 8: ein sechstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
  • 9: ein siebtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
  • 10: ein achtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
  • 11: ein neuntes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
  • 12: ein zehntes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
  • 13: ein elftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
  • 14: ein Diagramm, welches die Aufladung von Aerosolen gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren zeigt, und
  • 15: eine Prinzipdarstellung eines SMPS-Systems.
  • In einem abgeschlossenen, zum Aerosol hin einseitig offenen Ionenerzeugungsraum wird eine Gasentladung in Form eines Hoch- oder Höchstfrequenzplasmas erzeugt. Die so erzeugten Ionen werden mit Hilfe einer oszillierenden Strömung in den Neutralisationsraum getragen, wo eine intensive Vermischung der Ionenwolke mit dem zu behandelnden Aerosol erfolgt. In den 1 und 2 ist dieser Vorgang dargestellt. Bei der Zündung des Plasmas (1) wird durch das untere Plasma 71 eine Gasexpansion verursacht, in Folge derer die Ionen, die im oberen Plasma 61 erzeugt wurden, aus dem Ionenerzeugungsvolumen ausgetragen werden. Wird das Plasma abgeschaltet, strömt Gas aus dem Neutralisationsvolumen zurück in das Ionenerzeugungsvolumen (2).
  • Da die Ionenproduktion und Partikelumladung räumlich getrennt stattfinden und die Partikelumladung daher in einem quasi feldfreien und mit geerdeten Wänden umgebenen Raum erfolgt, wird die Umladungssituation in Neutralisatoren, die mit radioaktiven Quellen arbeiten, gut nachgestellt. Die Ionenbewegung wird durch Raumladung, Diffusion und Konvektion dominiert.
  • Wegen des Ionentransports mittels einer oszillierenden Strömung erfolgt keine Verdünnung des Aerosols. Die oszillierende Strömung sorgt gleichzeitig für eine schnelle Vermischung des Aerosols mit dem ionenangereicherten Gas aus dem Ionenerzeugungsraum.
  • Die Aufenthaltszeit des Aerosols im Neutralisator ist mit Werten zwischen 1 und 5 Sekunden sehr klein und erlaubt damit nur vernachlässigbar kleine Diffusionsverluste und Agglomerationseinflüsse. Die Partikelgrößenverteilung des Aerosols bleibt somit erhalten.
  • Durch günstige Entladungsführung und Geometrie des Neutralisators, insbesondere im Hinblick auf einen sehr schnellen Ionentransport in das Neutralisationsvolu men, können Transportverluste an Ionen und Nachladungseffekte aufgrund der entstehenden UV-Strahlung minimiert beziehungsweise verhindert werden.
  • Eine Nutzung der UV-Strahlung zum Abbau starker Nettoladungen mittels Photoeffekt ist bei geeigneter Aorosolführung möglich.
  • Die Ozon- und Stickoxidproduktion sollen durch eine effiziente Nutzung der produzierten Ionen möglichst gering gehalten werden. Eine günstige Auslegung des Neutralisators in Bezug auf schnelle Vermischung der ausgestoßenen Ionenwolke mit dem Aerosol hat durch Verlangsamung der Ionenrekombination eine gute Ausnutzung der produzierten Ionen zufolge.
  • Eine Regelung der Konzentrationen von positiven und negativen Ionen, wie sie bei anderen nicht-radioaktiven Verfahren erfolgt, ist nicht erforderlich, weil der isolierend begrenzte Ionenerzeugungsraum praktisch nur von gasgetragenen Ladungsträgern verlassen werden kann. Die Ladungsträger liegen im Gleichgewichtszustand des Systems in Form einer bipolaren Raumladung vor.
  • Die Ionenproduktion kann über die (mittlere) Leistung der Entladung gesteuert werden, der Ionentransport über die Amplitude und die Frequenz der oszillierenden Strömung. Damit ist eine Anpassung der Ionenkonzentration im Neutralisationsvolumen an den Aerosolvolumenstrom und die Partikelkonzentration prinzipiell möglich.
  • Eine Maßstabsvergrößerung ist für eine gewählte Geometrie nur in geringem Maße möglich. Aufgrund der sehr einfachen und kostengünstigen Möglichkeiten, dieses Verfahren umzusetzen, bietet sich hier eine Parallel- oder Reihenschaltung einzelner Neutralisationsvolumina an.
  • Erste Versuche mit Partikeln zwischen 30 und 300 nm zeigten, dass die entwickelte Apparatur nach 3 auch für Aerosole mit starker Nettoladung gut in der Lage ist, die Aufladung in den diffusionsbasierten Gleichgewichtszustand nachzubilden (14). Der Abbau stark positiver oder negativer Nettoladungen ist also möglich. Für die Messung wurde die neuartige Vorrichtung an Stelle der zur Neutralisation vorgesehenen radioaktiven Kr85 Quelle in dem SMPS-System der Firma TSI eingebaut (15).
  • Die Abscheidung im Neutralisator ist sehr gering und behindert eine korrekte Funktionsweise auch dann nicht, wenn eine Partikelablagerung im Ionenerzeugungsraum stattfindet.
  • Erfindungsgemäß werden die aufgeführten Effekte durch die Kombination der folgenden Schritte besonders effektiv genutzt:
    • 1. Positive und negative Ladungsträger werden gleichzeitig, bevorzugt durch ein VHF-Plasma (z. B. ein Mikrowellenplasma), in einem mit dem Neutralisationsvolumen in Verbindung stehenden, aber praktisch nicht vom Aerosol durchströmten Ionenerzeugungsvolumen (z. B. in einem einseitig verschlossenen Glasröhrchen) hergestellt.
    • 2. Die Ladungsträger werden mittels einer oszillierenden Strömung in den feldfreien Neutralisationsraum befördert.
    • 3. Die Entladung wird so moduliert, dass eine Ionenproduktion vornehmlich oder ausschließlich dann erfolgt, wenn die oszillierende Strömung so gerichtet ist, dass ein Ladungseintrag in das Neutralisationsvolumen erfolgt.
    • 4. Der Neutralisationsraum ist so gestaltet, dass der Impulseintrag durch die oszillierende Strömung zu einer schnellen Vermischung des Aerosols mit der ionenangereicherten Strömung führt.
    • 5. Das Aerosol wird während der Durchströmung des Neutralisators mehreren Ioneneintragsvorgängen ausgesetzt.
  • Es ist weiterhin denkbar, dass die vom Plasma emittierte UV-Strahlung Ionen im Neutralisationsraum erzeugt, die an der Neutralisation beteiligt sind.
  • Der Neutralisationsraum kann elektrisch leitfähige Wände haben, sodass überschüssige Ladungsträger durch das Raumladungsfeld zur Wand transportiert werden und abfließen können.
  • Die Entladung kann dabei selbst als Quelle der oszillierenden Strömung dienen. Es ist aber auch denkbar, eine oszillierende Strömung über einen Lautsprecher oder ähnliches zu erzeugen.
  • Die Erfindung ermöglicht neben der Aerosolneutralisation auch die Neutralisation statischer Ladungen auf Objekten aller Art, die der ionisierten Strömung ausgesetzt werden. Daneben kann die Erfindung auch einfach als „Synthetic Jet" oder Schallgenerator mit sehr kleinen Abmessungen verwendet werden.
  • 3 zeigt einen typischen Aufbau der Vorrichtung. In einen Mikrowellenhohlleiter 1 ist durch eine Öffnung ein einseitig geschlossenes Röhrchen aus einem dielektrischen Material 31 eingelassen, welches das Ionenerzeugungsvolumen darstellt. Die verschlossene Seite des Röhrchens befindet sich dabei im Hohlleiter, die offene Seite im Neutralisationsvolumen 21. Im Röhrchen befindet sich ein feldverstärkendes Element 41 aus einem Material hoher Dielektrizitätskonstante. Bei eingeschalteter Energiezufuhr bildet sich im Röhrchen am oberen und unteren Ende des feldverstärkenden Elements 6, 61 (1) und 7, 71 (1) ein Plasma aus. Das untere Plasma 71 (1) erzeugt dabei eine Druckwelle, mittels der die Ionen des oberen Plasmas 61 (1) gemäß 62 (1) in den Neutralisationsraum 21 transportiert werden. Wird die Energieversorgung abgeschaltet kühlt sich das Gas im Inneren des Röhrchens schnell ab. Es strömt Gas gemäß 62 (2) aus dem Neutralisationsraum 21 in das Röhrchen 31. Ein ständiges Ein- und Ausschalten z. B. durch eine getaktete Entladung führt wegen des kleinen Durchmessers des dielektrischen Röhrchens 31 aufgrund einer nichtlinearen Schallausbreitung zu einer oszillierenden Strömung („Synthetic Jet"), mittels der die Ionen aus dem Röhrchen 31 in den Neutralisationsraum 21 befördert und mit dem Aerosol vermischt werden (1; 2).
  • Der Taktfrequenz und dem Taktverhältnis sind lediglich schaltungstechnische Grenzen gesetzt. Taktfrequenzen vom Einzelpuls bis zu mehreren 10 kHz lassen sich problemlos einstellen.
  • 4 stellt eine Vorrichtung dar, in der das Neutralisationsvolumen 22 so gestaltet ist, dass der Aerosolstrom koaxial mit der oszillierenden Strömung verläuft. Au ßerdem ist ein feldmodulierendes Element 5 dargestellt, mit welchem die räumliche Verteilung des unteren Plasmas 7 beeinflusst wird.
  • In 5 ist eine Vorrichtung mit tangentialem Aerosoleintritt und axialem Aerosolaustritt in das Neutralisationsvolumen, ähnlich einem Zyklon, 23 zu sehen. Die Begrenzung des Ionenerzeugungsvolumens 32 ist hier durch eine kugelförmige Auswölbung im unteren Teil so gestaltet, dass die von dem intermittierend gezündeten Plasma erzeugte Schallwelle resonant im Ionenerzeugungsvolumen schwingt.
  • In 6 ist am unteren Ende des feldverstärkenden Elements 42 eine Kugel angebracht, die, wie das feldmodulierende Element 5, ebenfalls der Modulation des elektrischen Feldes dient.
  • Eine Vorrichtung, bei der das feldverstärkende Element 43 mittels einer Spule auf die Resonanzfrequenz der elektromagnetischen Welle eingestellt wird, ist in 7 abgebildet. Dies bietet sich insbesondere bei der Verwendung niedriger Frequenzen an, um die Baugröße klein zu halten. Desweiteren ist das Neutralisationsvolumen 21 mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung aus einem Material mit hoher Austrittsarbeit 9 versehen, um störende Ladungsträgererzeugung durch den Photoeffekt zu verhindern.
  • 8 stellt eine Vorrichtung dar, in der das feldverstärkende Element als Beschichtung auf das dieelektrische Röhrchen 44 aufgebracht ist. In Kombination mit dem feldmodulierenden Element 5 und der Wand des Neutralisationsvolumens bilden sich hier Hohlkathodenanordnungen für die Erzeugung der beiden Plasmen in den Bereichen 6 und 7.
  • 9 zeigt eine Vorrichtung, bei der der für den Ionentransport erforderliche Schall nicht durch ein Plasma 7 erzeugt wird, sondern mittels eines Lautsprechers 11. Die Intensitäten der Wechselströmung und des Plasmas können so hier unabhängig voneinander eingestellt werden.
  • Eine Vorrichtung, bei der ein unerwünschter Photoeffekt im Neutralisationsvolumen 22 verhindert werden kann, ist in 10 dargestellt. Durch den Knick im dieelektrischen Röhrchen 35 trifft im Plasma erzeugtes Licht auf die Wand des dieelektrischen Röhrchens und gelangt somit nicht in das Neutralisationsvolumen 22.
  • Eine Vorrichtung in Sondenform ist in 11 zu sehen. Die elektromagnetische Welle wird über ein Koaxialkabel 9 zum Ionenerzeugungsvolumen geführt. Die Ein kopplung der elektromagnetischen Welle erfolgt über die Abschirmung des Koaxialkabels und das feldmodulierende Element 52 welches mit dem inneren Leiter des Koaxialkabels verbunden ist.
  • Eine Vorrichtung in Helikaltopfkreisbauweise ist in 12 abgebildet. Die elektromagnetische Welle wird hier durch ein Koaxialkabel zugeführt und induktiv gekoppelt. In das elektrisch leitfähige Gehäuse des Topfkreises ist ein Röhrchen aus einem dieelektrischen Material 31 eingelassen. Zwischen dem feldmodulierenden Element 5 und dem freien Ende des elektrisch leitfähigen Innenleiters 45 entsteht ein kapazitiv gekoppeltes Plasma bei 7, welches die Wechselströmung erzeugt. Im Spulenteil, am offenen Ende des dielektrischen Röhrchens 6, werden in einem induktiv gekoppelten Plasma die für Neutralisation zur Verfügung stehenden Ionen erzeugt. Der Innenraum des Topfkreises 10 kann mit einem Dielektrikum gefüllt werden.
  • Die in 13 dargestellte Vorrichtung stellt eine topfkreisähnliche Anordnung dar. In einem elektrisch leitfähigen Gehäuse 8 befindet sich ein beidseitig offenes, dielektrisches Röhrchen 33, in dem sich ein feldverstärkendes Element 46 befindet. Im Betrieb bilden sich an den beiden Enden des feldverstärkenden Elements bei 6 Plasmen aus, die die Ionen für die Neutralisation zur Verfügung stellen. Das dielektrische Röhrchen ist seiner Mitte von einem feldmodulierenden Element 53 umgeben, das mit dem Innenleiter eines Koaxialkabels 9 verbunden ist. Diese Konstruktion zur Einspeisung der elektromagnetischen Welle dient gleichzeitig als Halterung für das dielektrische Röhrchen. Zwischen dem feldmodulierenden Element 53 und dem feldverstärkenden Element 46 bildet sich bei 7 das Plasma aus, das zur Erzeugung der Wechselströmung erforderlich ist. Der Innenraum des Topfkreises 10 stellt hier gleichzeitig das Neutralisationsvolumen dar. Das Aerosol kann über geeignete Öffnungen in den Topfkreis ein- und ausströmen.
  • Als zu verwendende Frequenzen für das plasmaerzeugende Feld kommen aus praktischen Gründen insbesondere die ISM-Frequenzen 6765 kHz bis 6795 kHz, 13553 kHz bis 13567 kHz, 26957 kHz bis 27283 kHz, 40,66 MHz bis 40,70 MHz, 433,05 MHz bis 434,79 MHz, 902 MHz bis 928 MHz, 2400 MHz bis 2500 MHz, 5725 MHz bis 5875 MHz, 24 GHz bis 24,25 GHz, 61 GHz bis 61,5 GHz, 122 GHz bis 123 GHz, 244 GHz bis 246 GHz in Betracht. Prinzipiell kann aber auch mit anderen, auch niedrigeren Frequenzen gearbeitet werden.
    • /1/ Fuchs, N., On the stationary charge distribution an aerosol particles in a bipolar ionic atmosphere, Geofis. Pura Appl., Vol. 56, 1963, pp. 185–192
    • /2/ Romay, F., Liu, B., Pui, D., A sonic jet corona ionizer for electrostatic discharge and aerosol neutralization, Aerosol Sci. Tech., Vol. 20, 1994, pp. 31–41
    • /3/ Zamorani, E., Ottobrini, G., Aerosol particle neutralization to Boltzmann's equilibrium by AC corona discharge, J. Aerosol Sci., Vol. 9, 1978, pp. 31–39
    • /4/ Adachi, M., Pui, D., Liu, B., Aerosol charge neutralisation by a corona ionizer, Aerosol Sci. Tech., Vol. 18, 1993, pp. 48–58
    • /5/ Hinds, W., Kennedy, N., An ion generator for neutralizing concentrated aerosols, Aerosol Sci. Tech., Vol. 22, 2000, pp. 214–220
    • /6/ Gutsch, A., Agglomeration feinster gasgetragener Partikel unter dem Einfluss elektrischer Kräfte, Dissertation, Universität Fridericiana Karlsruhe, 1995
    • /7/ Stommel, Y. G., Neutralisation submikroner Aerosole durch hochfrequente Corona-Entladung. Dissertation, Brandenburgische Technische Universität Cottbus, 2006
  • 1
    Mikrowellenhohlleiter
    21
    Neutralisationsraum – Aerosolströmung senkrecht zur Wechselströmung
    22
    Neutralisationsraum – Aerosolströmung parallel zur Wechselströmung
    23
    Neutralisationsraum – Aerosolströmung tangential zur Wechselströmung
    31
    Dielektrisches Röhrchen
    32
    Dielektrisches Röhrchen mit akustischem Resonator
    33
    Dielektrisches Röhrchen beidseitig offen
    34
    Dielektrisches Röhrchen mit Ankopplung an einen Lautsprecher
    35
    Dielektrisches Röhrchen mit Knick
    41
    Stabförmiges, feldverstärkendes Element
    42
    Stabförmiges, feldverstärkendes Element mit Endkugel
    43
    Stabförmiges, feldverstärkendes Element mit Spule
    44
    Feldverstärkendes Element in Form einer Beschichtung im dielektrischen Röhrchen
    45
    Feldverstärkendes Element mit Spule bei Topfkreiskonfiguration
    46
    Stabförmiges, feldverstärkendes Element bei Topfkreiskonfiguration
    5
    Feldmodulierendes Element
    52
    Feldmodulierendes Element, welches gleichzeitig zur Energieeinkopplung verwendet wird
    53
    Feldmodulierendes Element, welches gleichzeitig zur Energieeinkopplung verwendet wird
    6
    Ort des oberen Plasmas
    60
    Oberes Plasma (aus)
    61
    Oberes Plasma (ein)
    62
    Strömung am offenen Rohrende
    7
    Ort des unteren Plasmas
    70
    Unteres Plasma (aus)
    71
    Unteres Plasma (ein)
    8
    elektrisch leitfähige Wand
    9
    koaxiale Leitung
    10
    Innenraum des Topfkreises
    11
    Lautsprecher

Claims (47)

  1. Verfahren zur Auf-, Um- oder Entladung durch Ionen, insbesondere zur Auf- und Umladung von Aerosolpartikeln insbesondere in einen diffusionsbasierten bipolaren Gleichgewichtszustand, bei welchem die Produktion der Ionen außerhalb eines Neutralisationsbereiches in einem Ionenerzeugungsbereich stattfindet, dadurch gekennzeichnet, dass der Transport der Ionen aus dem Ionenerzeugungsbereich in den Neutralisationsbereich konvektiv mittels einer oszillierenden Strömung erfolgt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei im Ionenerzeugungsbereich eine gleichzeitige Produktion positiver und negativer Ionen stattfindet, insbesondere zur Herstellung einer neutralen, bipolaren Ionenatmosphäre.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Produktion der Ionen in einem elektrisch gegen die Umgebung isolierten Ionenerzeugungsraum stattfindet.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ionen mittels elektrischer Entladungen erzeugt werden.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ionen mittels eines Plasmas erzeugt werden.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ionen mittels eines Plasmas mit einer Frequenz zwischen 100 kHz und 250 GHz erzeugt werden.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Plasma mit einer ISM-Band-Frequenz betrieben wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ionen durch ein Mikrowellenplasma bereitgestellt werden.
  9. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ionen durch ein RF-Plasma bereitgestellt werden.
  10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ionen mittels einer dielektrischen Barriereentladung bereitgestellt werden.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 10, bei dem der Ionentransport durch eine oszillierende Strömung erfolgt, die durch die Entladung selbst induziert wird.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 10, bei dem der Ionentransport durch eine oszillierende Strömung erfolgt, die nicht durch die Entladung selbst induziert wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem die oszillierende Strömung mittels eines Lautsprechers erzeugt wird.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladungsproduktion zeitlich konstant erfolgt.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladungsproduktion nicht zeitlich konstant erfolgt.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladungsproduktion gepulst erfolgt.
  17. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Intensität der Ladungsproduktion zeitlich variiert.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15, 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Intensität der Ladungsproduktion periodisch variiert.
  19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein feldverstärkendes Element zur Erzeugung der Entladung verwendet wird.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, wobei als feldverstärkendes Element ein Dipol aus Metall oder einem Dielektrikum mit hoher Dielektrizitätskonstante besteht.
  21. Verfahren nach Anspruch 20, wobei als Metall Tantal oder Platin verwendet wird.
  22. Verfahren nach Anspruch 20, wobei der Dipol als gerader oder gebogener Stab ausgeführt ist.
  23. Verfahren nach Anspruch 20, wobei der Dipol als Beschichtung auf einem geeigneten Substrat ausgeführt ist.
  24. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verstärkung der oszillierenden Strömung ein akustischer Resonator verwendet wird.
  25. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Energiezufuhr über Koaxial- oder Streifenleitung.
  26. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass sich der/die Ionenerzeugungsraum/-räume ganz oder teilweise in einem Hohlleiter oder Topfkreis befindet/befinden.
  27. Verfahren nach Anspruch 11 zur Erzeugung von Schall.
  28. Verfahren nach Anspruch 11 zur Erzeugung eines „Synthetic Jet".
  29. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, zur Neutralisation statischer Ladungen, insbesondere von Oberflächenladungen.
  30. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass die Ionen in einem abgeschlossenen, zum Neutralisationsraum hin einseitig offenen Ionenerzeugungsraum erzeugt werden.
  31. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass das Aerosol durch den Neutralisationsraum hindurchfließt, insbe sondere über voneinander getrennte Zu- und Abflüsse, insbesondere kontinuierlich.
  32. Verfahren nach Anspruch 31, wobei das Aerosol den Neutralisationsraum in 1 bis 5 Sekunden durchströmt.
  33. Verfahren nach Anspruch 31 oder 32, wobei das Aerosol während der Durchströmung des Neutralisationsraums mehreren Ioneneintragsvorgängen ausgesetzt wird.
  34. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Neutralisationsraum elektrisch leitfähige Wände aufweist, über welche überschüssige Ladungsträger abfließen.
  35. Vorrichtung zur Auf-, Um- oder Entladung durch Ionen, insbesondere von Aerosolpartikeln insbesondere in einen diffusionsbasierten bipolaren Gleichgewichtszustand, mit einem Neutralisationsbereich und einem räumlich vom Neutralisationsbereich getrennten Ionenerzeugungsbereich, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Erzeugen einer oszillierenden Strömung vorgesehen sind, mittels welcher der konvektive Transport der Ionen aus dem Ionenerzeugungsbereich in den Neutralisationsbereich erfolgt.
  36. Vorrichtung nach Anspruch 35 zur Durchführung eines der Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 34.
  37. Vorrichtung nach Anspruch 36, welche zur Durchführung des Verfahrens eine entsprechende Steuerung aufweist.
  38. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 35 bis 37, mit einem abgeschlossenen, zum Neutralisationsraum hin einseitig offenen Ionenerzeugungsraum.
  39. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 35 bis 38, gekennzeichnet dadurch, dass der Neutralisationsraum voneinander getrennte Zu- und Abflüsse für das Aerosol aufweist.
  40. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 35 bis 39, wobei der Neutralisationsraum elektrisch leitfähige Wände aufweist.
  41. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 35 bis 40, mit Mitteln zur Erzeugung elektrischer Entladungen im Ionenerzeugungsbereich.
  42. Vorrichtung nach Anspruch 41, wobei im Ionenerzeugungsbereich ein feldverstärkendes Element angeordnet ist.
  43. Vorrichtung nach Anspruch 41, wobei sich der Ionenerzeugungsraum ganz oder teilweise in einem Hohlleiter oder Topfkreis befindet.
  44. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 35 bis 43, mit getrennten Bereichen zur Erzeugung der Ionen und zur Erzeugung der oszillierenden Strömung.
  45. Vorrichtung nach Anspruch 44, mit einem ersten Entladungsbereich zur Erzeugung einer oszillierenden Strömung und einem zweiten Entladungsbereich zur Erzeugung der Ionen.
  46. Vorrichtung nach Anspruch 44, mit einem Lautsprecher zur Erzeugung der oszillierenden Strömung.
  47. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 35 bis 46 zur Neutralisation von Oberflächenladungen, zur Erzeugung eines „Synthetic Jet" oder zur Erzeugung von Schall.
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