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Die
Erfindung betrifft eine Trinkhilfe zum lösbaren Befestigen
an einem Trinkgefäß, insbesondere an einem Becher
oder einer Tasse, mit einem Aufsatz, der zumindest weitgehend flüssigkeitsdicht
auf den oberen Rand eines Trinkgefäßes aufsetzbar
ist und der ein Mundstück aufweist.
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Aus
der
EP 1 543 751 A1 ist
eine Trinkhilfe zum lösbaren Befestigen an einem Trinkgefäß,
insbesondere an einer Trinktasse oder einer Trinkflasche, bekannt,
die einen mit dem Trinkgefäß flüssigkeitsdicht
zu verbindenden Aufsatz aufweist, welcher ein Mundstück
zum Saugen und einen Auslaufschutz zum Abdichten des Mundstückes
nach außen aufweist. Die Trinkhilfe besitzt benachbart
zum Mundstück angeordnet ein Druckausgleichsventil. Trinkhilfen
dieser Art sind allgemein bekannt und werden häufig für
die Versorgung von Kleinkindern, älteren Menschen der Kranken
eingesetzt. Der lösbare Aufsatz, an welchem das Mundstück
ausgebildet ist, dient zur Aufnahme von Flüssigkeiten oder
dünnflüssigem Nahrungsbrei durch Saugen. Um das
Auslaufen des Trinkgefäßes zu verhindern, wenn
das Mundstück nicht im Mund gehalten wird, ist häufig
ein Auslaufschutz in Form eines Ventils im Mundstück vorgesehen.
Dieses Ventil führt jedoch während des Trinkens
zu einem Unterdruck im Gefäß, der das Trinken erheblich
erschwert. Abhilfe kann hier, wie bereits angedeutet, das zusätzliche
Ventil schaffen. Die genannte Trinkhilfe hat jedoch den Nachteil,
dass der Aufsatz für eine konkrete Durchmesserform angepasst
ist, so dass eine Verwendung des Aufsatzes an einem Trinkgefäß mit
einem anderen Durchmesser nicht möglich ist.
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Dies
gilt auch für Deckel oder wiederverschließbare
Aufsätze aus starrem Material, die auf eine Getränkedose
aufgesetzt werden können. Beispiele hierfür finden
sich in der
DE 202
15 265 U1 oder der
WO 00/51908 A1 .
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Im Übrigen
sind Trinkgefäßadapter für quaderförmige
Getränkebehälter aus beschichtetem Karton aus
der
DE 38 27 723 A1 bekannt.
Diese Adapter sind quaderförmig ausgebildet und an die
kubische Getränkebox angepasst. Der an seinem unteren Ende
offene Trinkgefäßadapter wird über die
kubische Getränkeverpackung aufgeschoben, bis ein Anstechdorn
die Verpackung aufstößt. Gleichzeitig wird über
eine Belüftungseinrichtung ein Entlüftungsloch
eingestoßen. Der Anstechdorn dient gleichzeitig als Ausgusstülle.
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Die
DE 20 2007 005 604
U1 stellt sich die Aufgabe eine universell einsetzbare
Trinkhilfe zu schaffen, welche die Getränkeaufnahme aus
nahezu allen herkömmlichen handelsüblichen weltweit
vertriebenen Flaschen mit unterschiedlichen Längen der Flaschenhälse
und unterschiedlichen Durchmessern der Flaschenöffnungen
für eine Person ermöglicht. Hierzu wird vorgeschlagen,
dass ein Mundstück am oberen Ende eines zylindrischen Körpers
und ein Entfaltungsapparat am unteren Ende des zylindrischen Körpers
angeordnet sind. Zwischen dem Mundstück und dem Ende des
Entfaltungsapparats ist ein Trinkkanal vorgesehen, den zwei ringförmige Aufbauten
umschließen, die über Verbindungsstäbe miteinander
verbunden sind. Diese Trinkhilfe ermöglicht nach der Einführung
des zylindrischen Körpers in einen Flaschenhals einer herkömmlichen
Flasche die Entfaltung bzw. das Zusammenfahren des Entfaltungsapparates
durch die Verschiebung eines Befestigungsringes an der Außenwand
des zylindrischen Körpers. Die Verschiebung des Befestigungsringes hat
die korrespondierende Verschiebung eines um den Trinkkanal herumplatzierten
ringförmigen Aufbaus im Inneren des zylindrischen Körpers
zur Folge. Die Verschiebung dieses ersten ringförmigen
Aufbaus führt zu einer Verschiebung eines zweiten ringförmigen
Aufbaus mit Hilfe von Verbindungsstäben, welche die Schnittstelle
zwischen dem ersten und dem zweiten ringförmigen Aufbau
bilden. Die Verschiebung des zweiten ringförmigen Aufbaus
führt zu der Entfaltung bzw. dem Zusammenführen
des Entfaltungsapparates mit Hilfe von zusätzlichen Verbindungsstäben.
Abgesehen davon, dass diese Trinkhilfe nur für Flaschen
geeignet ist, ist deren Aufbau sehr kompliziert und zudem kostenintensiv.
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Es
gibt viele Bereiche, in denen ein in einem preiswerten Plastikbecher
gereichtes Getränk verzehrt werden soll. Insbesondere bei
Marathonläufen oder sonstigen Sportarten, bei denen im
Vorbeilaufen oder Vorbeifahren bereitgestellte oder gereichte Getränkebecher
aufgenommen werden, soll die Lauf- oder sonstige Fort bewegung beim
Trinken nicht unterbrochen werden. Ein großer Teil der
in dem Becher dargereichten Flüssigkeit wird somit verschüttet.
Die eingangs genannten starren Deckel könnten hier Abhilfe
schaffen, jedoch würde dies bedeuten, dass solche Deckel
beim Laufen oder Fahren (z. B. mit einem Fahrrad) mitgeführt
werden müssen. Da die Deckel passgenau auf den oberen Durchmesser
des Bechers abgestimmt sind, führen bereits kleine Druckbewegungen,
welche den Becherrand aus der Rundform bewegen, zu Schwierigkeiten
beim Aufsetzen eines Deckels.
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Aber
auch im Gartenbereich besteht nicht selten ein Bedürfnis,
z. B. Fruchtsäfte, die Wespen anlocken, abzudecken, um
die sich ansonsten ergebende Gefahr, von einer Wespe im Rachenraum
gestochen zu werden, zu minimieren. Zwar besteht in diesem Freizeitbereich
die Zeit, einen Deckel mit hinreichender Ruhe befestigen zu können,
jedoch ist dieses Hantieren zumeist auch wegen der damit verbundenen
Umständlichkeit unerwünscht.
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Es
ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Trinkhilfe zu
schaffen, welche universal für viele Trinkbecher und sonstige
oben offene Gefäße, insbesondere aus Plastik,
verwendbar ist, und die wiederholt einfach ein hinreichendes Abdecken
des Getränkebechers ermöglicht und gleichzeitig
eine Trinkhilfe in Form eines Mundstückes bereitstellt, durch
das ein Verschütten des Getränkes weitgehend vermieden
wird.
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Diese
Aufgabe wird durch die Trinkhilfe nach Anspruch 1 gelöst.
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Diese
Trinkhilfe ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufsatz zumindest in Teilbereichen aus einem in radialer
Richtung elastischem Material besteht und dass der Aufsatz an seinem
Randbereich ringförmige oder zylinderförmige Halteelemente
aufweist. Der Vorteil dieser Trinkhilfe liegt darin, dass die Elastizität
des Materials eine relativ flexible Anpassung an die üblichen
Trinkbecherdurchmesser ermöglicht. Die Halteelemente dienen dazu
die Trinkhilfe mit Daumen und Zeigefinder erfassen zu können,
so dass bei einer Auseinanderspreizung des Daumens und des Zeigefingers
eine hinreichend große Abdeckfläche aufgespannt
wird, wonach der Aufsatz über den aufzunehmenden Becher
bzw. das Trinkgefäß geführt und anschließend dieses
Trinkgefäß am oberen Rand mit Daumen und Zeigefinger
umgriffen wird. Die Elastizität des Materials des Aufsatzes
ermöglicht hierbei auch ein längsaxiales Überziehen
der Trinkhilfe über den Becherrand, so dass der Aufsatz
auch in den Bereichen, in denen der Becher nicht vom Daumen oder
Zeigefinger gehalten wird, von dem Aufsatz umschlossen wird. Nach
der Entleerung des Bechers über das Mundstück
kann durch abermaliges Spreizen von Daumen und Zeigefinger der Becher
freigesetzt und abgestellt oder abgeworfen werden. Vorteilhafter Weise
kann der Aufsatz als Trinkhilfe an der Hand befestigt verbleiben,
bis das nächste Getränk aufgenommen und getrunken
werden soll. Der gesamte Aufbau der Trinkhilfe ist einfach, preiswert
herstellbar, leicht handhabbar und gewichtsarm, was insbesondere
den Einsatz bei Laufdisziplinen wie Marathonläufen oder
Radfahrwettbewerben ermöglicht. Wie auch Kunststoffbecher
kann die vorliegende Trinkhilfe als recycelbarer Wegwerfartikel
konzipiert sein.
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Weiterentwicklungen
der Trinkhilfe sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
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So
ist zur optimalen Befestigung der Trinkhilfe an der menschlichen
Hand vorgesehen, die vorzugsweise elastischen Halteelemente als
Ringe im Abstand voneinander anzuordnen, so dass die über den
Zeigefinger und den Daumen einer menschlichen Hand aufgeschobenen
Ringe eine Aufspannung und ein Überstülpen über
den oberen Trinkgefäßrand erlauben. Statt der
vier, oder auch mehr Ringe können als Halteelemente zwei
Fingerlinge für Daumen und Zeigefinger an dem Aufsatz befestigt sein.
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Um
das Trinken zu erleichtern ist vorzugsweise das Mundstück
aus im Wesentlichen inflexiblem Kunststoff gefertigt. Hiermit wird
einem Verschließen der Saugöffnung, das bei einer
flexiblen Ausgestaltung droht, entgegengewirkt.
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Nach
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung besitzt der Aufsatz um
das Mundstück herum eine ringförmige Zone, die
elastisch ausgebildet ist und vorzugsweise aus Latex besteht. Die
Verwendung dieses elastischen Kunststoffes schafft eine hohe Reißfestigkeit,
die eine verschleißfreie Mehrfachbenutzung der Trinkhilfe
erlaubt. Das Elastizitätsmodul des verwendeten Materials
ist so zu wählen, dass ein Aufspannen durch Spreizen von
Daumen und Zeigefinger gegen den Federdruck des Materials leicht
und ohne größere Kraftaufwendung möglich
ist. Die Rückstellkraft ist so groß, dass sie
ein weitgehend dichtes Verschließen der Becheröffnung mit
der Trinkhilfe gewährleistet.
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Vorzugsweise
kann die Trinkhilfe an ihrer im wesentlichen kreisförmigen
Peripherie einen verstärkten elastisch dehnbaren Ring aufweisen,
der sich bei Aufspreizen von Finger und Daumen über den
Becherrand führen lässt, so dass diese Peripherie
des Aufsatzes im wesentlichen flüssigkeitsdicht an dem
Becher anliegt, solange nicht abermals Daumen und Zeigefinger gespreizt
werden.
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Zur
Erleichterung des Tragekomforts können die ring- oder zylinderförmigen
Halteelemente an ihrer Innenseite mit einem Frotteestoff ausgebildet sein.
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Vorzugsweise
besitzt die Trinkhilfe eine Ausbildung, bei der im druckentspanntem
Zustand alle das feste Mundstück umrandenden Teile inmitten
des konisch ausgebildeten Mundstückes haltbar oder kontrahierbar
sind. Das feste Mundstück dient somit als Aufnahmebehälter
für die übrigen elastischen Teile des Aufsatzes.
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Prinzipiell
kann das Mundstück die nach dem Stand der Technik bekannten
Ausgestaltungen aufweisen, gegebenenfalls auch mit einem Ventilkörper ausgestattet
sein. Vorzugsweise und im Hinblick auf eine preiswerte Fertigung
reicht es jedoch aus, wenn das Mundstück einen Längsspalt
zur Flüssigkeitsdurchführung besitzt. Um einen
leichten Druckausgleich im Becherinnenraum zu ermöglichen,
kann fakultativ neben dem Mundstück ein Druckausgleichsventil
vorgesehen sein.
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Eine
konkrete Ausgestaltung der Trinkhilfe ist in den Zeichnungen dargestellt.
Es zeigen:
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1 und 2 jeweils
perspektivische Ansichten einer Trinkhilfe, 3 eine perspektivische Ansicht
einer weiteren Trinkhilfe, gehalten durch Daumen und Zeigefinger
einer rechten Hand sowie übergestülpt über
einen Becher.
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4 dieselbe
Anordnung nach 3 in einer Draufsicht.
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Das
Grundprinzip der Trinkhilfe besteht darin, dass ein zumindest in
Teilbereichen elastischer Körper 10, 11, 12 an
seinem Randbereich ringförmige Halteelemente 13 bis 16 (oder
2 Fingerlinge, welche die Ringpaare 13, 14 und 15, 16 ersetzen)
aufweist, die von einem Zeigefinger 17 und einem Daumen 18 einer
menschlichen Hand durchgriffen werden, wobei die Trinkhilfe lösbar
mit der Hand verbunden ist. Durch die Materialwahl der Trinkhilfe
wird jedenfalls gewährleistet, dass diese beim Laufen ohne störende
Beeinträchtigung mitgeführt werden kann. Die Verbindung
der Trinkhilfe mit einem Becher 19 zeigt 3,
in der die Trinkhilfe 12 über den oberen Becherrand
gestülpt und mit seiner Mantelfläche 20 an
der Bechermantelfläche anliegend dargestellt ist. Die ringförmigen
Halteelemente 13, 14, 15 und 16 können
entweder im Bereich 20 der Trinkhilfe oder weiter oben,
wie bsw. in den 1 und 2 dargestellt
ist, an der Außenperipherie eines kreisförmigen elastischen
Körpers mit einer Verstärkung seines Randes 21 an
diesem Rand befestigt sein. Trotz Randverstärkung und wie
in 2 ersichtlich ist über einen Führungsregler
in Richtung des Pfeils 22 auf Grund der vorhandenen Elastizität
des Körpers 10 eine Eindellung 23 oder
sonstige Formgebung durch ein Auseinanderführen von Daumen
und Zeigefinger bzw. ein Zusammenführen möglich.
Die zumindest teilweise Elastizität der Trinkhilfe 10, 11 oder 12 ist auch
Voraussetzung für die vorgesehene Handhabung, nämlich
das Überstülpen über einen Becherrand.
Entlang der Peripherie der Trinkhilfe (bzw. des Randes 21)
soll eine vollständige oder zumindest weitgehende Dichtigkeit
zum Trinkbecher 19 erreicht werden. Die Ausbildung des
Mundstückes 24 kann entsprechend der Darstellung
in einer Draufsicht im Wesentlichen kreisförmig oder auch
lippenartig mit einer Längsöffnung sein. Grundsätzlich
sollte es möglich sein, über das Mündstück
in kurzer Zeit in ausreichender Dosierung Flüssigkeit (Wasser, Fruchtsaft,
etc.) zu sich nehmen zu können, wonach der Becher wieder
weggeworfen wird. Das Mundstück 24 sollte zu diesem
Zweck, wie in den Figuren dargestellt, leicht hervorstehen und auch
gegenüber umliegenden Bereichen weniger flexibel ausgebildet sein,
damit das Mundstück auch zwischen den Lippen erfasst werden
kann.
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Im
Rahmen der vorliegenden Erfindung kann auch ein Halteelement vorgesehen
sein, mittels dessen die Trinkhilfe am Handgelenk oder an einer
Gürtelschnalle befestigt werden kann. Die Anzahl der Halteelemente
ist auch nicht zwingend auf die vier ringförmigen Halteelemente
festgelegt, gegebenenfalls reichen auch zwei oder drei dieser Elemente aus.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - EP 1543751
A1 [0002]
- - DE 20215265 U1 [0003]
- - WO 00/51908 A1 [0003]
- - DE 3827723 A1 [0004]
- - DE 202007005604 U1 [0005]