DE2138642A1 - Gießtulle fur Flüssigkeitsbehälter - Google Patents
Gießtulle fur FlüssigkeitsbehälterInfo
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Description
,Die Erfindung bezieht sich auf eine Gießtülle für Flüssigkeitsbehälter, insbesondere für handelsübliche Dosen oder Kanister
für Speiseöl, die einteilig aus biegsam-federndem Kunststoff
herzustellen ist, an einem zylindrischen Einsteckstutzen sitzt, im wesentlichen aus einem zum freien Ende verjüngt zulaufenden,
flachen Gießkanal, einem den Gießkanal einfassenden Hand und einem auf den Hand passenden Flachdeckel besteht, der
in seiner Schließstellung den Einsteckstutzen und den Gießkanal bedeckt, ohne diese Teile zu verschließen, mit ihnen aber durch
ein schmales Kunststoffband bleibend verbunden ist»
Ahnliche Gießtüllen sind in unterschiedlichen Ausführungen
bekannt„ Meist bestehen sie aus einem in einen Flaschen- oder
Behälterhals passenden Stöpsel oder Hing, der" mit einem Gießröhrchen
oder einer Gießtülle versehen ist, am Flaschen- oder Behälterhals in unterschiedliche Stellungen gedreht werden kann
und mitunter auch einen Verschluß für das Gießröhrchen oder die GieOtüllo oder einen Stöpsel für die Behälteröffnung aufweist.
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Bekannt ist auch eine Gießtülle aus federnd-biegsamem
Kunststoff, die mit einem in einen Behälterhäls passenden Rand und mit einem daran angebrachten, gleichfalls in den Behälterhals
passenden Stöpsel zum Verschließen der Behälteröffnung versehen ist (s. U.S„-Patentschrift 3 ^65 925). Diese und andere
Gießtüllen haben den Nachteil, daß man zum Abfüllen von Flüssigkeit zunächst den Behälterstöpsel abnehmen und ihn anschließend
wieder aufsetzen muß, um den Behälterinhalt gegen Verdunsten und gegen Eindringen von Staub und Luftfeuchtigkeit zu schützen,
während andererseits die Gießtülle ständig unabgedeckt bleibt, was bei ihrer Verwendung für Ölbehälter dazu führt, daß auf der
Gießtülle nach ihrem Gebrauch ein Ölfilm verbleibt, an dem sich ebenfalls Staub und Schmutz absetzen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einteilig herzustellende Gießtülle aus Kunststoff, die vornehmlich für
Speiseölbehälter verwendet vier den soll, so auszubilden, daß sie
keinen Stöpsel benötigt, den Behälter dennoch gegen Verdunsten des Inhaltes, wenn er nicht gerade aus einer leicht flüchtigen
Flüssigkeit besteht, sowie gegen Eindringen von Luft und Staub schützt und deren beim .ausgießen von Flüssigkeit benetzte Oberfläche
von Verschmutzungen und Verkrustungen freigehalten bleibt. Ferner soll die Gießtülle so beschaffen sein, daß sich der Behälterinhalt
ohne Spritzgefahr gut ausgießen läßt, und zwar auch dann, wenn sich nur noch wenig Flüssigkeit im Behälter befindet,
und daß ein Nachtropfen von Flüssigkeit aus der Gießtülle nach Gebrauch vermieden wird,
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Gießtülle einen zylindrischen Einsteckstutzen aufweist, der mit Reibung in den zylindrischen Hals einer Kanne, Dose oder eines
Speiseolkanisters paßt, am oberen Ende mit einem abgestuften, nach außen abgewinkelten Band in eine flache Gießtülle übergeht,
die in ihrer Breite vom Einsteckstutzen zum äußeren Ende verjüngt zuläuft und mit einem Flachdeckel von gleicher Gestalt
versehen ist, der an seinem hinteren Ende durch ein flaches Kunststoffband mit dem hinteren Ende der Gießtülle verbunden
ist.
Weitere Merkmale ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung
und bilden den Gegenstand der Unteransprüche«
Die Zeichnung zeigt ein Beispiel für die Ausführung der Gießtülle nach der Erfindung, und zwar zeigen
Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Gießtülle und den oberen Teil des sie tragenden Behälters in etwas
abgehobener Stellung des 'Tüllendeckels,
Fig. 2 einen Grundriß der Gießtülle und ihres Deckels in voll geöffneter Lage und
Fig. 3 eine schaubildliche Ansicht der Gießtülle und ihres
Deckels in der Schließstellung,
Die abgebildete Gießtülle ist einteilig hergestellt, Vorzugspreise
aus etwas federndem Kunststoff, und weist einen flachen Gießkanal 1 auf, der an seiner Bodenfläche Id in Verrichtung
zur Längsmitte hin abfallend gewölbt ist, zum vorderen Ende
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hin verjüngt zuläuft und in der Längsrichtung zu diesem Ende
hin auch geneigt ist. Das hintere Ende ist halbkreisförmig gerundet
xind weist einen aufwärts ragenden Band la auf, der nach
vorn in öeitliche Bänder Ib und Ic übergeht. Die Bänder Ia7 Ib und
Ic sind mit einer nach außen abgewinkelten Flanschleiste Ie versehen,
die am hinteren Ende der Gießtülle mit einer Nut If unterbrochen
ist.
Am hinteren Ende der Bodenfläche Id ist eine kreisrunde öffnung
vorgesehen, die nach unten von einem zylindrischen Einsteckstutzen 2 begrenzt ist.- Der Stutzen ist an seinem unteren Hand
von einem nach außen ragenden Band 3 eingefaßt, mit dem er den Hals ^a eines Dosen- oder Behälterdeckeis k untergreift. Mit dem
zylindrischen Einsteckstutzen 2 ist die Gießtülle im Behälterhals ^-a drehbar. Bei Bedarf kann sie auch vom Behälterhals abgehoben
und in den Hals eines anderen Behälters eingesteckt werden.
Die Gießtülle ist mit einem Flachdeckel 5 versehen, der im Umriß die gleiche Gestalt aufweist, am hinteren Ende einen
abwärts abgewinkelt en, halbkreisförmigen Band 5a hat, der an beiden Seiten in geradlinige Bänder 5b und 5c übergeht. Der Flachdeckel
5 ist an seinem hinteren üäide durch ein flaches Kunststoffband
6 mit dem hinteren Band la der Gießtülle unverlierbar verbunden. Die abgewinkelten Bänder 5a,5b und 5c sind mit einer
einwärts ragenden Flanschleiste 5d versehen, die die auswärts ragende Flanschleiste Ie des Tüllenrandes untergreift, wenn
der Deckel 5 auf die Gießtülle 1 gedrückt ist. Der Flachdeckel ist hierdurch auf der Gießtülle fest verklemmt, kann jedoch bei
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Bedarf leicht abgehoben werden, wenn dies zum Reinigen der
Teile oder aus sonstigem Anlaß erwünscht ist. In seiner Schließstellung
bildet der Flachdeckel 5 zusammen mit der Gießtülle eine rohrförmige Leitung, die einen guten Abfluß der im .Behälter
befindlichen Flüssigkeit beim Ausgießen des Behälters gewährleistet, und zwar auch dann, wenn der Behälter nur noch
vjenig Flüssigkeit enthält und zum Ausgießen des Restes stark gekippt werden muß. Infolge der geringen Neigung der Gießtülle
zum freien linde braucht der Behälter in gefülltem Zustand nur
wenig gekippt zu werden.
Durch den Flachdeckel 5 der Gießtülle ist der Behälter
gegen .Eindringen von Staub und Schmutz durch den Einsteckstutzen 2 und überdies auch durch die Neigung und i^uerwölbung des Tüllenbodens
gegen Absetzen von Flüssigkeitsresten auf der Bodenfläche weitgehend geschützt, weil die auf der Bodenfläche verbleibende
BenetZungsflüssigkeit zur Längsmitte der Tülle zusammenläuft
und. nach vorn abrieselt. Dies ist besonders wichtig für 01 und ähnliche Flüssigkeiten, die an ebenen Flächen leicht
einen zusammenhängenden Film bilden und dann haftenbleiben. Sollte dennoch im Laufe der Zeit eine Verschmutzung der Gießtülle
durch Flüssigkeitsreste und möglicherweise durch eindringende Insekten eintreten, so läßt sich die Tülle durch Abheben
des Flachdeckels 5 leicht öffnen und reinigen. Soll die Gießtülle auf einen Behälter aufgesetzt werden, dessen Öffnung durch
eine am Behälterhals fest angebrachte Folie oder Membran vor
Gebrauch verschlossen ist, so kann dieser BehälterverSchluß nach
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Abheben des Tüllendeekels geöffnet werden, ohne daß die Gießtülle
als Ganzes abgenommen zu werden braucht.
Durch die Nut If am hinteren Ende der Gießtülle im Bereich
des nach außen ragenden Flansches Ie wird ein Schlitz zwischen dem halbkreisförmigen Rand la der Gießtülle 1 und dem einwärts
ragenden Flansch 5d des halbkreisförmigen Handes 5a des Flachdeckels
hergestellt, der einen Luftdurchlaß gestattet, wenn die Flüssigkeit mit der Gießtülle aus dem Behälter Ll· ausgegossen
werden soll, damit die Flüssigkeit nicht durch Vakuumbildung in der Gießtülle hängenbleibt. Die Nut If bleibt aber dennoch
verschlossen, so daß kein Staub oder Schmutz durch die Nut If in den Behälter kommen kann. An ihrem vorderen Ende v/eist die Bode/nfläche
Id der Gießtülle eine abwärts ragende Lippe 8 auf, die als Tropfenfänger dient und das Nachtropfen der Gießtülle
verhindert, wenn der Behälter nach dem Gießen wieder aufgerichtet wird.
Zweckmäßig wird der Flachdeckel j? etwas langer ausgebildet
als gie Gießtülle, so daß seine vordere Kante 9 über das vordere Ende des Tüllenbodens etwas hervorsteht. Hierdurch wird
das Abheben des Flachdeckels vom Gießkanal der Tülle erleichtert. Zusätzlich ist zweckmäßig der über das vordere Ende der
Tülle hervorstehende Hand 9 des Flachdeckels gekrümmt, womit das Abheben des Deckels zusätzlich erleichtert ist.
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Claims (1)
- Patentansprüche|ϊ\ Gießtülle für Flüssigkeitsbehälter, besonders für handelsübliche Dosen oder Kanister für Speiseöl^ die einteilig aus Kunststoff hergestellt ist, einen zylindrischen Einsteckstutzen und einen flachen Gießkanal aufweist, der zum vorderen Ende geneigt und von einem aufwärts ragenden Hand eingefaßt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Tüllenrand (la,Ib,Ic) mit einem nach außen ragenden Flansch (Ie) versehen und der Tülle ein Flachdeckel (5) zugeordnet ist, der einen nach unten abgewinkelten Hand (5a,5t>,5c) mit einem einwärts abgewinkelten Flansch ■ (5d) trägt und in seiner Schließstellung zusammen mit der Gießtülle einen nach vorn yerjüngt zulaufenden, flachen Gießkanal begrenzt.2. Gießtülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Flanschränder (le,5d) der Gießtülle (1) und des Flachdeckels (5) in der Schließstellung des Deckels festsitzend hintergreifen.3· Gießtülle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der auswärts ragende Flansch (Ie) des Tüllenrandes (5a,5b,5c) am hinteren Ende der Gießtülle eine Ausnehmung (If) aufweist, die bei aufgesetztem Flachdeckel einen begrenzten hinteren Lufteinlaß in die Gießtülle vermittelt.^. Gießtülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zylindrische Einsteckstutzen (2) der Gießtülle (1) an seinem unteren Ende mit einem den Hals (^a) der Behälteröffnung unter-209810/0271greifenden Flansch (3) versehen ist,5. Gießtülle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gießkanal der Gießtülle an seinem vorderen Ende eine nach unten ragende, als Tropfenfänger dienende Gießlippe (8) aufweist,6. Gießtülle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der der Gießtülle zugeordnete Flachdeckel (5) an seinem hinteren Ende mit dem hinteren Ende der
Gießtülle durch ein an beiden Teilen (1,5) bleibend befestigtes Flachband (6) verbunden ist.7. Gießtülle nach einem der"vorhergehenden Ansprüche,^ dadurch gekennzeichnet, daß der Flachdeckel (5) etwas langer als die Gießtülle (1) bemessen ist, mit seinem vorderen Ende über
den Tüllenkanal hervorsteht und an diesem Ende leicht gekrümmt und aufwärts gebogen ist.209810/0271
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