DE102007045931A1 - Schienenfahrzeug - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C15/00—Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels
- B61C15/08—Preventing wheel slippage
- B61C15/10—Preventing wheel slippage by depositing sand or like friction increasing materials
- B61C15/102—Preventing wheel slippage by depositing sand or like friction increasing materials with sanding equipment of mechanical or fluid type, e.g. by means of steam
-
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- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C15/00—Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels
- B61C15/08—Preventing wheel slippage
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Schienenfahrzeug mit Rädern - mit einer Streueinrichtung zum Aufbringen von Sand auf die Schienen oder auf die Räder oder auf diese beiden; - mit einem Druckluftsystem zum Fördern des Sandes; - mit einer Umsteuereinrichtung zum wahlweisen Richten eines Sandstrahles oder eines sandfreien Luftstrahles gegen die Schienen; - mit einem Sensor zum Erfassen von auf den Schienen liegenden Partikeln oder zum Erfassen eines beginnenden Schleuderns der Räder; - mit einer zentralen Prozesseinheit (CPU) zum Betätigen der Umsteuereinrichtung in Abhängigkeit vom Ausgang des Sensors.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Schienenfahrzeug mit Rädern, die auf Schienen abrollen. Ein solches Schienenfahrzeug weist unter anderem einen sogenannten Kasten auf. Es kommen sowohl Triebwagen oder Lokomotiven als auch Wagen ohne Antrieb in Betracht.
- Die Gewichte von Schienenfahrzeugen können außerordentlich groß sein. Das Gewicht einer Lokomotive kann mehr als 100 Tonnen betragen. Daher ist sowohl das Beschleunigen als auch das Abbremsen mit besonderen Problemen verbunden. Diese sind vor allem beim Abbremsen gravierend. Sie bestehen in relativ großen Bremswegen.
- Es besteht somit beim Beschleunigen als auch beim Abbremsen die Gefahr des Durchdrehens der Räder, wobei kein oder nur noch ein geringes Drehmoment von den Rädern auf die Schiene übertragen wird.
- Bei der Beschleunigung ist der Zustand der miteinander zusammenarbeitenden Oberflächen von Schiene und Rad entscheidend. Dies gilt insbesondere für die Phase der Beschleunigung. Beide unterliegen einem Verschleiß. Dieser kann ganz erheblich sein. Er wird beim Betrieb verursacht, und zwar vor allem beim Schleudern der Räder.
- Der Verschleiß der Räder und er Schienen der Lokomotiven wird vor allem von dem Reibwert und der Differenzbewegung zwischen Rad und Schiene beeinflusst. Differenzbewegungen treten nicht nur beim Schleudern (Räder drehen durch beim Beschleunigen) und Gleiten (Räder blockieren beim Bremsen) auf, sondern auch beim sogenannten Sinuslauf beziehungsweise bei der normalen Beschleunigung und Verzögerung des Fahrzeugs. Abressive Materialien zwischen Rad und Schiene, wie zum Beispiel Sand, bewirken eine extreme Erhöhung des Reibwerts und damit des Verschleißes am Rad und Schiene.
- Sand wird bei hoher Zugkraft oder Bremskraft beziehungsweise zur Vermeidung von Schleudern und Gleiten bewusst auf die Schiene aufgebracht um den Reibwert zu erhöhen. Dazu wird ein sogenanntes Streugerät benutzt, mit dem Sand zum Beispiel per Druckluft vor dem Rad auf die Schienen aufgebracht wird.
- Hierbei sind Schienenfahrzeuge mit Streugeräten ausgerüstet, um zwischen Rad und Schiene Sand aufzubringen und damit ein Durchdrehen oder Schleudern der Räder zu verhindern. Eine solche Einrichtung umfasst eine Düse, die – in Fahrtrichtung gesehen – vor dem betreffenden Rad angeordnet ist, um bei Bedarf Sand auf die Schiene zu fördern. Der Sand ist dabei ein notwendiges Übel.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen anzugeben, mit denen sich der Verschleiß verringern lässt, vor allem der Verschleiß von Schienen.
- Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst.
- Der Erfinder hat Folgendes erkannt: Ein ganz wesentlicher Grund für den Verschleiß von Schiene und Rad sind auf den Schienen liegende Partikel, vor allem Sand. Derartige Partikel lagern sich immer wieder auf den Laufflächen der Schienen ab, insbesondere in sandigen Gegenden, in denen Winde oder Stürme herrschen. Mit dem in Anspruch 1 beschriebenen System lassen sich solche Partikel entfernen, so dass die Laufflächen der Schienen völlig frei von abrasiven Partikeln wie Sande sind. Ein Verschleiß der Lauffläche der Schiene und damit auch der Lauffläche des Rades wird hierdurch verringert oder vermieden. Hierdurch wird auch ein Durchdrehen der Räder vermieden. Es wird Drehmoment in optimaler Weise vom Rad auf die Schiene übertragen, und zwar sowohl beim Beschleunigen als auch beim Abbremsen.
- Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin ist die Erfindung schematisch dargestellt.
- Ein Rad
1 eines sonst nicht gezeigten Schienenfahrzeuges rollt auf einer Schiene2 ab. - Das erfindungsgemäße System umfasst eine Druckluftquelle mit einem Druckluftanschluss
3 . Die geförderte Druckluft gelangt zu einem 3/2-Wegeventil4 . Dieses erlaubt eine Aufteilung der Druckluft auf zwei Stränge3.1 und3.2 . - Druckluftstrang
3.1 führt zu einem Sandbehälter5 . Dieser enthält Streusand. - Druckluftstrang
1 ist vom Sandbehälter4 weitergeführt zu einem Sandabschalter6 und endet in einer Sandauslassdüse7 . Die Sandauslassdüse ist gegen die Schiene2 gerichtet. - Der vom 3/2-Wegeventil ausgehende zweite Druckluftstrang
3.2 ist über ein Druckluft-Regelventil8 geführt, und weiter zu einer Druckluftdüse9 . Die Druckluftdüse9 ist ebenfalls gegen die Schiene2 gerichtet, genau wie die Sandauslassdüse6 . - Es ist ein Sensor
10 vorgesehen. Dieser erfasst den Zustand der Schiene2 . Genauer gesagt ermittelt der Sensor, ob die Lauffläche der Schiene2 blank ist, das heißt frei von Fremdpartikeln, oder ob Fremdpartikel auf der Lauffläche liegen, beispielsweise Sand. Der Sensor kann beispielsweise ein optischer Sensor sein. - Eine Steuereinrichtung
11 steuert das 3/2-Wegeventil4 . Je nach dem Zustand der Lauffläche der Schiene2 wird das 3/2-Wegeventil4 derart gesteuert, dass Druckluft allein dem Druckluftstrang3.1 oder allein dem Druckluftstrang3.2 zugeführt wird. Erfasst der Sensor10 auf der Schiene2 liegende Partikel, so wird Druckluftstrang3.2 beaufschlagt. Druckluftregelventil8 kann den Druckluftstrom in Druckluftstrang3.2 beeinflussen, indem er diesen Strom je nach dem Verschmutzungsgrad der Lauffläche der Schiene2 freigibt oder drosselt. - Druckluftstrang
3.1 wird hingegen dann beaufschlagt, wenn es darum geht, ein Durchdrehen oder Schleudern der Räder des Schienenfahrzeuges zu verhindern. Ein solcher Betriebszustand kann durch bekannte Einrichtungen erfasst werden, beispielsweise der Zustand des beginnenden Durchdrehens der Räder. Eine weitere, hier nicht dargestellte Steuereinrichtung kann sodann das 3/2-Wegeventil4 entsprechend steuern, dass alleine Druckluftstrang3.1 beaufschlagt wird, und dass damit Streusand aus der Sandauslassdüse7 austritt. - Die Fahrtrichtung ist durch den Pfeil
12 bezeichnet. Demgemäß befinden sich die beiden Düsen – Sandauslassdüse7 und Druckluftdüse9 – in Fahrtrichtung vor dem Rad1 , und der Sensor10 befindest sich in Fahrtrichtung vor den beiden genannten Düsen7 und9 . - Durch die Kombination der beiden Systeme, nämlich des Systemes zum Aufbringen von Streusand und des Systemes zum Reinigen der Schiene
2 mittels Druckluft wird eine Einheit geschaffen, die kostengünstig und raumsparend ist. -
- 1
- Rad
- 2
- Schiene
- 3
- Druckluftanschluss
- 3.1
- Druckluftstrang für den Sand
- 3.2
- Druckluftstrang für reine Druckluft
- 4
- 3/2-Wegeventil
- 5
- Sandbehälter
- 6
- Sandabscheider
- 7
- Sandauslassdüse
- 8
- Druckluft-Regelventil
- 9
- Druckluftdüse
- 10
- Sensor
- 11
- Steuereinrichtung
- 12
- Fahrtrichtung
Claims (3)
- Schienenfahrzeug mit Rädern 1.1 mit einer Streueinrichtung zum Aufbringen von Sand auf die Schienen (
2 ) oder auf die Räder (1 ) oder auf diese beiden; 1.2 mit einem Druckluftsystem zum Fördern des Sandes; 1.3 mit einer Umsteuereinrichtung zum wahlweisen Richten eines Sandstrahles oder eines sandfreien Luftstrahles gegen die Schienen (2 ); 1.4 mit einem Sensor (10 ) zum Erfassen von auf den Schienen (2 ) liegenden Partikeln oder zum Erfassen eines beginnenden Schleuderns der Räder (2 ); 1.5 mit einer zentralen Prozesseinheit (CPU) zum Betätigen der Umsteuereinrichtung in Abhängigkeit vom Ausgang des Sensors (10 ). - Schienenfahrzeug nach Anspruch 1 2.1 mit einer Streueinrichtung zum Aufbringen von Sand auf die Schienen oder auf die Räder oder zwischen diese beiden; 2.2 mit einem Vorratsbehälter (
5 ) zum Aufnehmen des Sandes; 2.3 das Druckluftsystem ist willkürlich an den Vorratsbehälter (5 ) zum Aufnehmen des Sandes anschließbar oder hiervon abkoppelbar; 2.4 das Druckluftsystem wird ausgenutzt zum Beaufschlagen wenigstens einer Düse, die gegen die Schienen (2 ) oder gegen die Räder (1 ) oder gegen diese beiden gerichtet ist, um Sand oder sandfreie Druckluft aufzubringen. - Schienenfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Düsen (
7 ,9 ) vorgesehen sind, deren eine (7 ) Sand, und deren andere (9 ) sandfreie Druckluft aufbringt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200710045931 DE102007045931A1 (de) | 2007-09-27 | 2007-09-27 | Schienenfahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200710045931 DE102007045931A1 (de) | 2007-09-27 | 2007-09-27 | Schienenfahrzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102007045931A1 true DE102007045931A1 (de) | 2009-04-16 |
Family
ID=40435213
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200710045931 Withdrawn DE102007045931A1 (de) | 2007-09-27 | 2007-09-27 | Schienenfahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102007045931A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102018000219A1 (de) * | 2018-01-12 | 2019-07-18 | Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH | Verfahren zur Verbesserung des Kraftschlusses zwischen Rad und Schiene |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6276281B1 (en) * | 1999-09-20 | 2001-08-21 | General Electric Company | Method and apparatus for control of a rail contaminant cleaning system |
| WO2004080778A1 (de) * | 2003-03-11 | 2004-09-23 | Goldmann, Norbert | Verfahren und vorrichtung zur verbesserung der traktion von schienenfahrzeugen, insbesondere im herbst-/winterbetrieb |
| DE10305551B4 (de) * | 2003-02-10 | 2007-02-15 | Deutsche Bahn Ag | Vorrichtung zur Verbesserung der Traktion von Schienenfahrzeugen im Winterbetrieb |
-
2007
- 2007-09-27 DE DE200710045931 patent/DE102007045931A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE10305551B4 (de) * | 2003-02-10 | 2007-02-15 | Deutsche Bahn Ag | Vorrichtung zur Verbesserung der Traktion von Schienenfahrzeugen im Winterbetrieb |
| WO2004080778A1 (de) * | 2003-03-11 | 2004-09-23 | Goldmann, Norbert | Verfahren und vorrichtung zur verbesserung der traktion von schienenfahrzeugen, insbesondere im herbst-/winterbetrieb |
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