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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines einen ersten
Bus und mehrere Busteilnehmer umfassenden Bussystems, bei dem die
Busteilnehmer über
einen von dem ersten Bus gesonderten unidirektionalen zweiten Bus
in einer Reihenanordnung hintereinander geschaltet sind, wobei während der
Initialisierung des Bussystems jeder Busteilnehmer in Richtung des
Betriebs des zweiten Busses eine Nachricht an den in der Reihenanordnung
nachgeschalteten Busteilnehmer sendet.
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Bussysteme
zur Kommunikation räumlich verteilter
Systemkomponenten, etwa Aktoren, Sensoren und Steuergeräte sind
bekannt. Verwendung finden Bussysteme beispielsweise in Fahrzeugen,
in Systemen für
die Bürokommunikation
und im Bereich der Automatisierungstechnik. Zur Automatisierung der
Gebäudetechnik
werden Installationsbusse eingesetzt, wobei mittels eines Bussystems
Haushaltsgeräte,
Komponenten einer Alarmanlage und die Geräte zur Gebäudeheizung bzw. Klimatisierung
zentral gesteuert und fernbedient werden können.
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Die
Steuerung lichttechnischer Geräte
mittels eines Bussystems ermöglicht
einem Benutzer, beispielsweise eine Vielzahl von Leuchtmitteln gleichzeitig
zu steuern und mittels einer einzigen Schalterbedienung beispielsweise
eine programmierte Beleuchtungsszene auszuwählen, für die für eine Vielzahl von Lampen
eine vorbestimmte Helligkeit eingestellt wird, die einer typischen
Nutzungssituation entspricht. Eine solche Beleuchtungssteuerung
kann auch automatisiert vorgenommen werden, indem mit Helligkeitssensoren
bestückte
Busteilnehmer Sensordaten an das Steuergerät zurückliefern, das dann entsprechend
seiner Programmierung die Gebäudebeleuchtung
automatisch anpasst.
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Beispiele
für Bussysteme
zur Steuerung von lichttechnischen Geräten sind das Steuerprotokoll DALI
(Digital Addressable Lighting Interface), das vorzugsweise für die Bühnenbeleuchtung
eingesetzte Steuerprotokoll DMX (Digital Multiplex) und der auf dem
europäischen
Installationsbus (EIB) aufbauende KNX-Standard. Jedes an einem solchen
Bussystem angeschlossene lichttechnische Gerät umfasst neben dem eigentlichen
Leuchtmittel bzw. dem lichttechnischen Sensor ein Betriebsmittel
mit ei nem Busankoppler, durch den das jeweilige lichttechnische
Gerät den
Datenaustausch mit der Signalübertragungseinrichtung
des Bussystems realisiert und das zugehörige digitale Protokoll ausführt.
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Nachfolgend
wird für
die unterschiedlichen an den Bus angeschlossenen Geräte der Ausdruck „Busteilnehmer" verwendet, vorzugsweise
sind dieses busfähige
lichttechnische Geräte.
Für einen
solchen Busteilnehmer liegt eine Trennung der Stromversorgung und
der Gerätesteuerung
vor, sodass der Betriebszustand, etwa der Ein-/Aus-Zustand oder eine
Dimmerstellung, für
jeden Busteilnehmer individuell gesetzt werden kann.
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Zum
Ansprechen eines einzelnen Busteilnehmers ist es notwendig, diesem
bei der Initialisierung eine eindeutige Adresse zuzuweisen. Im einfachsten
Fall erfolgt dies durch die Einstellung von Codierschaltern am jeweiligen
Teilnehmer. Dieser Vorgang kann aus Gründen der Zugänglichkeit
der Codierschalter bzw. deren kleinen Baugröße aufwendig sein. Darüber hinaus
stellt das Setzen von Codierschaltern eine mögliche Fehlerquelle bei der
Systeminitialisierung dar.
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Alternativ
kann mit vorbestimmten Seriennummern oder Zufallsadressen gearbeitet
werden, die der Busteilnehmer im Falle eines bidirektionalen Bussystems
bei der Initialisierung an das Steuergerät melden kann. Ist diese Möglichkeit
nicht gegeben, so muss eine Adresseingabe unmittelbar am Steuergerät vorgenommen
werden, wodurch wiederum die Gefahr einer Falscheingabe besteht.
Als Alternative zur Initialisierung wird in
DE 199 09 646 A1 eine individuelle
Adresszuweisung für
einen Installationsbus zur Beleuchtungssteuerung offenbart. Dabei
umfasst jeder an den Installationsbus angeschlossene Busteilnehmer
ein Betriebsmittel und ein Leuchtmittel. Nach dem Anschluss an den
Installationsbus wird der Kontakt zwischen Leuchtmittel und Betriebsmittel kurzzeitig
getrennt. Durch diese Maßnahme
wird der Busteilnehmer für
das Steuergerät
erkennbar ausgewählt,
da bei einem nicht angeschlossenem Leuchtmittel das Betriebsmittel
eine Nachricht über
den Bus an das Steuergerät
sendet. Während
der Initialisierungsphase reagiert das Steuergerät daraufhin mit einer Adresszuweisung.
Das voranstehend beschriebene Verfahren ist insbesondere bei der
Inbetriebnahme größerer, örtlich verteilter
Beleuchtungsinstallationen aufwendig.
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Ein
weiteres Initialisierungsverfahren wird durch die
DE 44 22 215 A1 offenbart.
Zu Beginn der Initialisierung weisen alle Busteilnehmer Ursprungsadressen
auf, die keine Information bezüglich
ihrer Anordnung oder Gruppierung umfassen. Diese Ursprungsadressen
werden zunächst
an das Steuergerät
im Bussystem übermittelt.
Daraufhin aktiviert das Steuergerät jedes der Busteilnehmer einzeln
mit seiner Ursprungsadresse. Diese Aktivierung kann beispielsweise
im Fall eines im Busteilnehmer vorgesehenen Leuchtmittels eine Änderung
der Beleuchtungsstärke
sein. An einem ausgewählten
Busteilnehmer wird eine Überwachungsvorrichtung
installiert, die im Fall einer Aktivierung eine Rückmeldung an
das Steuergerät
liefert. Für
diesen Fall wird die Ursprungsadresse durch eine Betriebsadresse
ersetzt, aus der sich die räumliche
Anordnung bzw. die Eingruppierung des Busteilnehmers ablesen lässt. Diese
Prozedur wird dann für
jeden der anderen Busteilnehmer wiederholt, d. h. die Überwachungsvorrichtung
wird dann jedes Mal neu platziert. Demnach ist auch dieses Initialisierungsverfahren
insbesondere für
räumlich
ausgedehnte Installationsbussysteme in der Durchführung aufwendig.
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Eine
Alternative zur Vergabe individueller Adressen bei der Initialisierung
besteht dann, wenn ein Busteilnehmer ausschließlich durch seine physikalische
Positionierung im Bussystem adressiert werden kann. Dies ist für den Sonderfall
eines Bussystems in Daisy-Chain-Anordnung gegeben, bei dem die Signalübertragungseinrichtung
so ausgebildet ist, dass die Busteilnehmer in einer Reihenanordnung
geschaltet sind. Hierunter wird eine spezielle Bustopologie verstanden,
für die
jeder Busteilnehmer einen Empfänger
und einen Sender umfasst. Der Empfänger nimmt den Datenstrom der
Signalübertragungseinrichtung
auf, verarbeitet diesen, eventuell werden die Datenpakete modifiziert
oder umgruppiert, bevor sie wiederum über den Sender an den nachfolgenden
Busteilnehmer weitergeleitet werden. Demnach durchläuft der
Datenstrom sukzessiv jeden Busteilnehmer in der Reihenanordnung.
Daher ist es möglich,
jeden einzelnen Busteilnehmer aufgrund seiner Position innerhalb
der Reihenanordnung eindeutig zu identifizieren und zu selektieren.
Ein Bussystem mit der voranstehend beschriebenen Reihenanordnung
ist beispielsweise in
EP
1 530 108 B1 offenbart. Nachteilig an einem Bussystem mit
Daisy-Chain-Anordnung
ist, dass bei Ausfall eines einzelnen Busteilnehmers die in der
Reihenanordnung nachfolgenden Busteilnehmer aufgrund der Trennung
im Bus mangels Ansteuerbarkeit ausfallen.
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Ferner
besteht die grundlegende Forderung bei Installations-Bussystemen,
deren Energieverbrauch zu minimieren. Insbesondere komplex angelegte
Bussysteme und die Summe der daran angeschlossenen Busteilnehmer
weisen einen merklichen Stromverbrauch auf. Entsprechend wird vielfach
ein Energiesparmodus vorgesehen, bei dem das Bussystem oder Teile
des Bussystems bzw. die daran angeschlossenen Busteilnehmer in einen
Schlafmodus übergehen.
Um sicherzustellen, dass eine Bedienung durch einen Benutzer zu
einer Steuerungsreaktion führt,
ist es notwendig, wenigstens die Abfragefunktion der Bedienelemente
regelmäßig aus
dem Schlafmodus zu reaktivieren. Allerdings besteht bei längeren Schlafphasen
die Problematik, dass ein Benutzer eine deutliche Verzögerung in
der Abarbeitung einer Stellanforderung wahrnimmt, was nachteilig
ist.
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Aus
DE 44 28 502 A1 ist
ein Bussystem bekannt, umfassend ein Steuergerät sowie einen vom Steuergerät ausgehenden
Bus mit einer Signalübertragungseinrichtung
und wenigstens zwei über Busankopplungspunkte
mit der Signalübertragungseinrichtung
des Busses verbundene Busteilnehmer. Dem Bussystem ist ferner eine
zweite Busleitung zugeordnet, die mit den Busteilnehmern derart
verbunden ist, dass diese entsprechend ihrer physikalischen Anordnung
in dieser weiteren Busleitung adressierbar sind. Hierdurch wird
eine selbsttätige Adressvergabe
an die Busteilnehmer entsprechend der jeweiligen Aktivierung der
Ein- und Ausgänge
der einzelnen Busteilnehmer vorgenommen.
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Prinzipiell
gleichartig aufgebaute Bussysteme, wie in
DE 44 28 502 A1 beschrieben,
sind auch aus
DE 197
56 564 A1 sowie
EP
1 284 556 A1 bekannt. Letztgenanntes Dokument offenbart
zudem die Vornahme einer Rückmeldung
einer individuellen Adressenvergabe eines neu adressierten Busteilnehmers
auf dem ersten Bus an das Steuergerät.
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Eine
automatische Adressierung einzelner Busteilnehmer während der
Initialisierung eines Bussystems wird in
DE 10 2004 052 075 A1 beschrieben. Ferner
ist aus
DE 199 47
407 C2 bekannt, schlafende Busteilnehmer durch ein über den
zweiten Bus gesendetes Signal zu wecken, so dass dieser eine Kommunikationsverbindung
mit dem Steuergerät über den
ersten Bus aufnimmt.
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DE 197 15 880 C1 und
FR 2 844 085 B1 offenbaren
jeweils ein Verfahren zum Betreiben eines Bussystems mit einem Energiesparbetrieb,
bei dem die Busteilnehmer in einen Schlafmodus versetzt und bei
Bedarf aus diesem reaktiviert werden.
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Ausgehend
von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren der Eingangs genannten Art dergestalt weiterzubilden,
dass dieses hinsichtlich eines geringeren Stromverbrauches optimiert
betrieben werden kann.
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Gelöst wird
diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1.
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Dieses
Bussystem zeichnet sich durch die Verwendung zweier voneinander
unabhängiger
und bevorzugt unterschiedlicher Busse aus. Ein erster Bus ist für den Normalbetrieb
vorgesehen und kann in Abhängigkeit
der vorliegenden Steuerungsaufgabe angepasst gewählt werden. Insbesondere ist
es für
den ersten Bus nicht notwendig, diesen als Strukturbus auszubilden,
da die physikalische Position eines einzelnes Busgeräts sich
nicht unmittelbar aus der Bustopologie ergeben muss. Für den normalen Betrieb
bedeutet dies, dass ein einzelner Busteilnehmer aufgrund eines Fehlers
wegfallen kann, ohne die dem ersten Bus zugeordnete Signalübertragungseinrichtung
zu unterbrechen. Typischerweise ist der erste Bus ausgebildet, damit über diesen
auch größere Datenvolumina
rasch übertragen
werden können.
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Als
erster Bus kann ferner ein serieller oder ein paralleler Bus verwendet
werden. Für
beide Ausgestaltungen wird bevorzugt, den ersten Bus bidirektional
auszulegen, sodass eine Rückmeldung
von den einzelnen Busteilnehmern zum Steuergerät möglich ist.
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Der
erfindungsgemäß für das Bussystem verwendete
zweite Bus ist als Strukturbus, insbesondere in Form einer Daisy-Chain-Anordnung
angelegt. Demnach ergibt sich aus der speziell gewählten Bustopologie
auto matisch die physikalische Anordnung der angeschlossenen Busgeräte. Bevorzugt
wird dies dadurch erreicht, dass der Strukturbus eine Signalübertragungseinrichtung
aufweist, die jeweils über die
Busgeräte
führt.
Demnach weist jedes Busgerät einen
Empfänger
und einen Sender auf, wobei eine Kommunikationsverbindung zwischen
dem Sender eines Busgeräts
und dem Empfänger
eines physikalisch nachfolgenden weiteren Busgeräts besteht. Hierdurch entsteht
eine definierte Reihenanordnung, die zu einer vereinfachten Installation
des gesamten Bussystems verwendet werden kann. Dieser zweite, als
Strukturbus ausgelegte Bus braucht in einer sehr einfachen Ausgestaltung
nur eine sehr geringe Datenmenge und letztendlich nur ein Signal übertragen zu
können.
Aus diesem Grunde ist dieser sehr viel einfacher aufgebaut und kann
mit einem deutlich geringeren Energieverbrauch betrieben werden.
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Zum
Initialisieren des Bussystems mit seinen Busteilnehmern werden folgende
Schritte durchgeführt:
Ausgangspunkt
ist zunächst
ein bidirektional betriebener erster Bus. Über diesen wird einheitlich
an die angeschlossenen Busteilnehmer eine Erstadresse übermittelt.
Diese Erstadresse kann beispielsweise einen Strukturzähler mit
seinem Startwert, beispielsweise dem Wert 1, umfassen bzw. im einfachsten
Fall wird die Adresse der Strukturzähler selbst sein.
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In
einem zweiten Verfahrensschritt wird der zweite Bus – der Strukturbus – vom Steuergerät aus durchlaufen,
wobei entlang der Reihenanordnung der Busteilnehmer die empfangene
Nachricht von jedem Busteilnehmer so verarbeitet wird, dass für den nachfolgenden
Busteilnehmer eine individuelle Adresse entsteht. Im einfachsten
Fall wird dies mittels des Strukturzählers realisiert, der wie voranstehend
dargestellt, beim Beginn des Durchlaufs auf einen definierten Anfangswert,
beispielsweise auf 1 gesetzt ist. Wird in jedem Busteilnehmer der
Strukturzähler
um den Wert 1 erhöht,
so erhält
jeder Busteilnehmer eine eindeutige Strukturzähler-Zuweisung, die im einfachsten
Fall der individuellen Adresse entspricht. Aufgrund der unterschiedlichen
Busgeschwindigkeiten, wobei die Geschwindigkeit des ersten Busses
einem vielfachen der Geschwindigkeit des zweiten, als Strukturbus
ausgebildeten Busses entspricht, können die beiden Verfahren grundsätzlich auch
gleichzeitig gestartet werden.
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Ist
der erste Bus bidirektional ausgebildet, besteht die Möglichkeit,
dass jeder Busteilnehmer nach der Zuteilung einer individuellen
Adresse eine Rückmeldung über den
ersten Bus an das Steuergerät
leitet, entsprechend erhält
das Steuergerät
als Information die Gesamtanzahl der am Bussystem angeschlossenen
Busteilnehmer und kann folglich die individuellen Adressen ableiten.
Entsprechend ist dann in der Folge eine Adressierung einzelner Busteilnehmer
möglich,
die deren physikalische Anordnung widerspiegelt. Außerdem kann
das Steuergerät die
Fehlerfreiheit des Verfahrensablaufs durch eine sukzessive Adressierung
der einzelnen Busteilnehmer abfragen.
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Alternativ
zur Rückmeldung
kann am Steuergerät
unmittelbar die Anzahl der Busteilnehmer eingegeben werden, sodass
es auch möglich
ist, einen vereinfachten, lediglich unidirektional betreibbaren ersten
Bus zu verwenden. Alternativ kann der Strukturbus so angelegt sein,
dass er eine ringförmige
Topologie aufweist, d. h. der Sender des in der Reihenanordnung
letzten Busteilnehmers steht in Kommunikationsverbindung mit dem
Steuergerät,
sodass beim Durchlaufen der Reihenanordnung der Stand des Strukturzählers am
letzten Busteilnehmer mittels des zweiten Busses an das Steuergerät zurückgemeldet
wird, das dann wiederum Kenntnis über die gesetzten individuellen
Adressen erhält
und somit über
den ersten Bus die einzelnen Busteilnehmer ansprechen kann.
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Gemäß einem
weiteren Ausgestaltungsbeispiel erfolgt das Durchlaufen der Reihenanordnung der
Busteilnehmer im zweiten Bus nicht vom Steuergerät aus, sondern vom Ende der
Reihenanordnung aus, d. h. beginnend mit jenem Busteilnehmer, der bezüglich der
reihenförmigen
Topologie des zweiten Busses am weitesten vom Steuergerät entfernt
angeordnet ist. Wird diesem der Startwert des Strukturzählers, typischerweise
1, zugeordnet und entsprechend beim Rückwärtsdurchlaufen der Reihenanordnung
der Busteilnehmer der Strukturzähler
in jedem einzelnen Busgerät
um den Wert 1 erhöht,
so entsteht wiederum eine individuelle Adressierung. Zusätzlich wird
der letzte Strukturzählerwert
vom Sender des dem Steuergerät
nächstkommenden
Busteilnehmers an das Steuergerät übermittelt,
sodass das Steuergerät
die notwendigen Informationen bezüglich der Adresszuordnung erhält. Im einfachsten
Fall ist dies wiederum die Kenntnis über die Anzahl der angeschlossenen
Busteilnehmer.
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Der
als Strukturbus angelegte zweite Bus dient einer die physikalische
Anordnung der Busteilnehmer widerspiegelnden Adressierung und wird deshalb
vorwiegend während
der Installationsphase des Bussystems eingesetzt. Demnach kann gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltung während
des Normalbetriebs, in denen die Busteilnehmer hinsichtlich ihrer
Funktion nicht benötigt
werden, der zweite Bus abgeschaltet sein.
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Der
zweite Bus wird zur Ausführung
eines Energiesparbetriebs des Bussystems verwendet, indem der einfach
angelegte und damit wenig Energie verbrauchende zweite Bus zur Überführung des
Bussystems bzw. des ersten, der Datenübermittlung dienenden Busses
aus dem Schlafmodus in den Normalbetriebsmodus verwendet wird. Dabei
kann der zweite Bus zur Erfüllung
dieser Aufgabe unterschiedlich eingesetzt werden, je nachdem, ob
beim Schlafmodus nur die Busteilnehmer oder ein Teil dieser oder
auch zusätzlich
das Steuergerät
auf einen Standby-Betrieb gesetzt wird.
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Wird
beispielsweise für
die erste Variante ein busfähiges
Schaltelement von einem Benutzer bedient, so kann im Fall eines
bidirektionalen ersten Busses dieser Busteilnehmer eine Meldung
an das Steuergerät
liefern. Alle weiteren Busteilnehmer sind zu diesem Zeitpunkt zur
Einsparung von Energie in einem Schlafmodus, d. h. deren Ankopplungsvorrichtungen
zum ersten Bus sind deaktiviert, sodass eine über den ersten Bus ausgegebene
Meldung von einem schlafenden Busteilnehmer, beispielsweise einer
Leuchte, nicht verarbeitet wird. Daher wird zunächst mittels des zweiten Busses,
der während
des Energiesparbetriebs aktiv ist, das Schalten der Busteilnehmer
in den Normalbetriebszustand bewirkt. Zu diesem Zweck sind bevorzugt
wenigstens die Empfänger
der Busteilnehmer für
den zweiten Bus ständig
aktiv, sodass ausgehend vom Steuergerät die gesamte Reihenanordnung
beginnend mit dem dem Steuergerät
nächstkommenden
Busgerät
aktiviert werden kann. Dabei wird bei einer Aktivierung eines Busteilnehmers
dieses seine Verbindung zum ersten Bus wieder aufnehmen und zusätzlich ein
Signal mittels seines Senders am zweiten Bus zur Aktivierung des
nachfolgenden Busgeräts
absenden. Sukzessiv werden auf diese Weise alle Busteilnehmer reaktiviert
und sind über
den ersten Bus ansprechbar und damit steuerbar.
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Wie
voranstehend dargelegt, besteht eine weitere Variante bei der Ausgestaltung
des Energiesparbetriebs darin, zusätzlich das Steuergerät selbst in
einen Standby-Modus zu bringen. Wird für diesen Fall ein einzelner
Busteilnehmer etwa durch einen Eingriff seitens eines Benutzers
von außen
aktiviert, so wird zunächst
eine vom jeweiligen Busteilnehmer auf dem bidirektionalen ersten
Bus abgegebene Nachricht nicht vom schlafenden Steuergerät wahrgenommen.
Zu dessen Aktivierung wird wiederum der zweite Bus verwendet. Hierbei
ist es notwendig, dass entlang der Reihenanordnung am zweiten Bus von
Busteilnehmer zu Busteilnehmer eine Nachricht an das Steuergerät weitergegeben
werden kann. Dies setzt voraus, dass die Abfolge aus Empfängern und
Sendern zum Steuergerät
hinführt.
Gemäß einer Ausgestaltung
gelingt dies mittels einer ringförmig angelegten
Topologie für
den zweiten Bus.
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Alternativ
ist für
jeden Busteilnehmer die Paarung aus Sender und Empfänger bezüglich der Senderseite
zum Steuergerät
hin auszurichten, d. h. der dem Steuergerät nächstkommende Busteilnehmer
steht mittels seines Senders mit dem Steuergerät in Verbindung. Voranstehend
wurde eine entsprechende Ausgestaltungsvariante im Zusammenhang mit
einer umgekehrten, vom Busterminationspunkt ausgehenden Initialisierung
dargestellt. Besteht demnach eine Verbindung zum Steuergerät, so kann die
Reaktivierung der einzelnen Busteilnehmer bis zum Steuergerät selbst
vorgenommen werden. Ist dieses aktiviert, so kann die eigentliche
Nachricht auf dem ersten Bus verarbeitet werden und zu einem entsprechenden
Steuerresultat führen.
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Nachfolgend
wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beigefügten
Figuren beschrieben. Es zeigen:
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1:
Ein schematisiert dargestelltes Bussystem mit einem ersten Bus für die Steuerung
von Busteilnehmern beim Normalbetrieb und einem zusätzlichen
zweiten Bus in Form eines Strukturbusses, optional als Ringstruktur
ausgebildet,
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2:
eine weitere Ausgestaltung eines Bussystems mit einem zweiten Bus,
dessen unidirektionale Kommunikation zum Steuergerät hin erfolgt und
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3:
ein Diagramm zur Darstellung des Initialisierungsverfahrens zum
Initialisieren des in 1 gezeigten Bussystems.
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Ein
in 1 gezeigtes Bussystem B umfasst ein Steuergerät 1,
von dem zwei Busse 5, 12 ausgehen. Das Steuergerät 1 dient
zum Steuern der beiden Busse 5, 12. Ein erster
Bus 5 umfasst eine Signalübertragungseinrichtung 2 und
reicht bis zu einem Terminationspunkt 15. Mit diesem ersten
Bus 5 steht ein erster Busteilnehmer 3 über den
ersten Busankopplungspunkt 6 und ein zweiter Busteilnehmer 4 über den
zweiten Busankopplungspunkt 7 in Verbindung. In dieser
Figur sind lediglich zwei Busteilnehmer, nämlich die Busteilnehmer 3, 4 der
Einfachheit halber gezeigt. An den ersten Bus 5 können eine
Vielzahl weiterer Busteilnehmer angeschlossen sein.
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Jeder
Busteilnehmer 3, 4 umfasst typischerweise ein
im Einzelnen nicht dargestelltes Betriebsmittel, das die Mittel
zur Busankopplung umfasst sowie die Mittel zum Betrieb der Gerätekomponente des
Teilnehmers. Für
ein lichttechnisches Gerät
ist dies beispielsweise ein Leuchtmittel, wie eine LED, eine Lampe
oder dergleichen, oder eine Leuchtmittelgruppe oder ein sensorisch
verwendetes Gerät, etwa
einen Helligkeitssensor. In der schematisch vereinfachten Darstellung
aus 1 ist die Spannungsversorgung für die Busteilnehmer
bzw. das Steuergerät
im Einzelnen nicht dargestellt.
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Der
als 2-Draht-Anordnung exemplarisch skizzierte erste Bus 5 kann
für den
Normalbetrieb des Bussystems, d. h. die Steuerung der Busteilnehmer 3, 4,
geeignet gewählt
sein. Dabei kann der Bus seriell angelegt sein, für diesen
Fall kann die 2-Draht-Anordnung zur Ausführung eines nichtinvertierten
und eines invertierten Kanals zur seriellen Übertragung verwendet werden.
Ferner ist die Verwendung eines parallelen Busses als erster Bus 5 denkbar.
Für diesen
Fall ist die Signalübertragungseinrichtung 2 entsprechend
auszugestalten. Darüber
hinaus kann der erste Bus 5 mit einer beliebigen Topologie
angelegt werden – zur
Vereinfachung der Darstellung ist in 1 der erste
Bus 5 strangförmig
dargestellt.
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Dem
Bussystem B ist, wie bereits hingewiesen, ein zweiter Bus 12 zugeordnet,
der ebenfalls vom Steuergerät 1 ausgeht
und der als Strukturbus ausgebildet ist. Dabei wird von einem einfachen,
unidirektionalen zweiten Bus 12 ausgegangen. Dargestellt
ist eine Daisy-Chain-Anordnung, bei der die Busteilnehmer 3, 4 in
einer Reihenanordnung in den Strukturbus 12 eingebunden
sind. Dabei erhält
jeder Busteilnehmer 3, 4 in der Reihenanordnung
die über den
zweiten Bus 12 übertragenen
Signale vom bezüglich
der Anordnung vorausgehenden Busteilnehmer. Entsprechend erfolgt
die Weitergabe des Datenflusses an den nachfolgenden Busteilnehmer,
wobei der Datenstrom innerhalb eines Busteilnehmers modifiziert
oder umgruppiert werden kann. Zur Ausführung einer solchen Daisy-Chain-Anordnung umfasst der
erste Busteilnehmer 3 einen ersten Empfänger 8 und einen ersten
Sender 9 und der zweite Busteilnehmer 4 einen
zweiten Empfänger 10 und
einen zweiten Sender 11. Entsprechend der Skizze aus 1 besteht
eine Kommunikationsverbindung 13 jeweils zwischen dem Sender
des vorausgehenden Busteilnehmers zum Empfänger eines nachfolgenden Busteilnehmers.
Skizziert in 1 ist eine Kommunikationsverbindung 13 zwischen
dem ersten Sender 9 und dem zweiten Empfänger 10.
Ferner steht der erste Empfänger 8 mit
dem Steuergerät 1 und
der zweite Sender 11 über
eine Verbindungsleitung 14 mit dem Steuerge rät 1 in
Kommunikationsverbindung, sodass gemäß dieser Ausgestaltung der zweite
Bus 12 ringförmig
ausgebildet ist und ein vom Steuergerät 1 ausgehendes Durchlaufen
wieder zum Steuergerät 1 zurückführt. Es
wird darauf hingewiesen, dass die Verbindungsleitung 14 optional
ist und grundsätzlich
nur dann benötigt
wird, wenn von dem in der Reihenanordnung letzten Busteilnehmer,
hier dem Busteilnehmer 4 über den Strukturbus 12 eine Rückmeldung
an das Steuergerät 1 erfolgen
soll. Grundsätzlich
wird die Verbindung 14 nicht benötigt.
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2 zeigt
eine Ausgestaltungsvariante, die keine Verbindungsleitung 14 aufweist.
Dabei bezeichnen die mit 1 übereinstimmenden Bezugszeichen
des dargestellten Bussystems B' die
für dieses
Ausführungsbeispiel
beibehaltenen Komponenten. In Abweichung zu 1 wird für die dargestellte Ausgestaltung
eine linienförmige
Topologie für
den zweiten Bus 12' verwendet.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Empfänger/Senderpaare
für jeden
Busteilnehmer 3, 4 jeweils so angeordnet, dass
der unidirektional angelegte zweite Bus 12' vom dem am weitesten vom Steuergerät 1 angeordneten
Busteilnehmer aus in Richtung auf das Steuergerät 1 hin durchlaufen
wird. Gemäß der Skizze
von 2 sendet damit der letzte Busteilnehmer 4 beim Betrieb
des zweiten Busses 12' mit
seinem zweiten Sender 11 an den ersten Empfänger 8 des
ersten Busteilnehmers 3. Der erste Busteilnehmer 3 übergibt
den Datenstrom für
den zweiten Bus über
seinen ersten Sender 9 an das Steuergerät 1.
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Nachfolgend
wird ein Initialisierungsverfahren zur Vergabe individueller Adressen
an die Busteilnehmer 3, 4 dargestellt (vgl. auch 3):
In einem ersten Schritt wird den an dem ersten Bus 5 angeschlossenen
Busteilnehmern 3, 4 über diesen Bus 5 eine
erste Adresse zugewiesen. Diese ist für alle Busteilnehmer gleich.
Das Steuergerät 1 vergibt
sich selbst dieselbe Adresse. Diese vergebene individuelle Adresse
kann beispielsweise ein Strukturzähler sein, der bei dem beschriebenen
Ausführungsbeispiel
zunächst
auf den Wert SZ = 0 gesetzt wird.
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Die
weitere Initialisierung zur Adressvergabe wird über den als Strukturbus ausgebildeten
Bus 12 vorgenommen. Jeder Busteilnehmer 3, 4 wozu
auch das Steuergerät 1 zählt, haben
durch die erste Adressierung jeweils gleichermaßen die Adresse SZ = 0 erhalten.
In jedem Busteilnehmer 1, 3, 4 wird dieser
erhaltene Strukturzähler
um einen Zähler
erhöht
und anschließend über den
zweiten Bus 12 an den in der Reihenanordnung nachgeschalteten
Busteilnehmer übermittelt.
Somit übermittelt
das Steuergerät 1 an den
ersten Busteilnehmer 3 seinen um einen Zähler erhöhten Strukturzähler und
somit das Signal SZ = 1. Der erste Busteilnehmer 3 sendet
an den ihm nachgeschalteten zweiten Busteilnehmer 4 den
gleichen Strukturzähler,
nämlich
SZ = 1.
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Der
erste Busteilnehmer 3, der von dem Steuergerät 1 über den
zweiten Bus 12 den Strukturzähler SZ = 1 erhalten hat, erhöht diesen
Strukturzähler
um einen Zähler
und sendet erneut einen Strukturzähler, nämlich SZ = 2 an den ihm nachgeschalteten
Busteilnehmer 4. Jeder Busteilnehmer behält diejenige
Adresse, die dem höchsten
von diesem Teilnehmer empfangenen Strukturzähler entspricht. Somit wird
dem Steuergerät 1 als
Adresse der Strukturzähler
SZ = 0, dem Busteilnehmer 3 als Adresse der Strukturzähler SZ
= 1 und dem Busteilnehmer 4 der Strukturzähler SZ
= 2 zugeordnet werden. Diese Schritte werden so lange weiter durchlaufen,
bis sämtliche
Busteilnehmer über
den Strukturbus 12 eine individuelle Adresse erhalten haben.
Ist, wie in 1 dargestellt, der letzte Busteilnehmer,
hier der Busteilnehmer 4 über die Verbindungsleitung 14 mit dem
Steuergerät 1 verbunden,
erfolgt auf diese Weise eine Rückmeldung
an das Steuergerät 1,
dass sämtliche
Busteilnehmer eine Adresse erhalten haben.
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Das
von dem in der Reihenanordnung jeweils vorgeschalteten Busteilnehmer
an den in der Reihenanordnung nachfolgenden Busteilnehmer gesendete
Signal kann – wie
vorstehend beschrieben – der
Strukturzähler
als solcher sein oder lediglich ein Signal, durch das der Zähler des
das Signal empfangenden Busteilnehmers um einen Zähler hochgesetzt
wird.
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Das
vorstehend beschriebene Adressierungsverfahren kann auch in umgekehrter
Richtung durchgeführt
werden und zwar ausgehend von dem in der Reihenanordnung letzten
Busteilnehmer hin in Richtung zum Steuergerät.
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Die
Notwendigkeit einer Verbindung zum Steuergerät 1 entfällt auch
dann, wenn der erste Bus 5 bidirektional ausgelegt ist.
Für diesen
Fall ist es möglich,
dass jeder einzelne Busteilnehmer nach Erhalt seiner individuel len
Adresse über
den ersten Bus 5 eine Nachricht an das Steuergerät 1 sendet
und damit seine Initialisierung, d. h. den Erhalt der individuellen
Adresse, anzeigt. Aus der Gesamtheit dieser Nachrichten erhält das Steuergerät 1 die
notwendigen Adressierungsinformationen für den ersten Bus 5.
Gleichermaßen
können
nach erfolgter Adressvergabe über
den ersten Bus 5 auch gerätespezifische Daten an das
Steuergerät 1 gesandt
werden, so dass steuergeräteseitig
eine Auswertung der einzelnen, an den Bus 5 angeschlossenen
Geräte
erfolgen kann.
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Bei
dem in 2 gezeigten Ausführungsbeispiel wird das vorbeschriebene
Verfahren entsprechend in umgekehrter Reihenfolge und somit ausgehend
von dem letzten Busteilnehmer, hier dem Busteilnehmer 4 durchgeführt.
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Ferner
beinhaltet die Erfindung ein Verfahren, aufbauend auf dem erfindungsgemäßen Bussystem
mit einem ersten Bus 5 und einem zweiten Bus 12 zur
Realisierung eines Energiesparbetriebs. Für diesen Fall wird beispielhaft
angenommen, dass der erste Busteilnehmer 3 als Gerätekomponente
ein Leuchtmittel umfasst und der zweite Busteilnehmer 4 einen
Schalter, der von einem Benutzer betätigt werden kann, mit dem Ziel,
das Leuchtmittel des ersten Busteilnehmers 3 zu schalten.
Für eine
Systemgestaltung gemäß 1 wird
zunächst
davon ausgegangen, dass sich der erste Busteilnehmer 3 und
der zweite Busteilnehmer 4 im Schlafmodus befinden, nicht
jedoch das Steuergerät 1.
Wird der Schalter im zweiten Busteilnehmer 4 von einem
Benutzer geschaltet, so erfolgt die Reaktivierung des zweiten Busteilnehmers 4 vom
Schlafzustand in den Normalbetrieb aufgrund der Bedienung von extern.
Als Folge wird auf dem ersten Bus 5, der für diesen
Fall bidirektional angelegt ist, eine Nachricht über die Schalterbetätigung an
das Steuergerät 1 weitergeleitet.
Das Steuergerät
kann nicht unmittelbar eine Nachricht an den ersten Busteilnehmer 3 zur
Anpassung der Beleuchtungsstärke
des Leuchtmittels ausgeben, da sich der erste Busteilnehmer 3 noch
im Schlafzustand befindet. Daher wird über den zweiten Bus 12 eine
Nachricht bis zum Empfänger
des Busteilnehmers, im vorliegenden Fall dem ersten Empfänger 8, zugestellt.
Sie stellt die einzige Komponente des ersten Busteilnehmers 3 dar,
die auch im Schlafmodus noch regelmäßig abgefragt werden muss.
Mit Eingang des Signals auf dem ersten Empfänger 8 reaktiviert
sich der erste Busteilnehmer 3 und nimmt (wieder) an der
Kommunikation über
den ersten Bus 5 teil und kann somit im Sinne der Benutzeranforderung durch
einen Steuerbefehl seitens des Steuergeräts 1 dazu gebracht
werden, das Leuchtmittel entsprechend zu schalten.
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Wird
für eine
Verfahrensalternative davon ausgegangen, dass für den Energiesparbetrieb auch das
Steuergerät 1 zusätzlich zu
den einzelnen Busteilnehmern in den Schlafmodus übergeht, wird ausgehend vom
voranstehend beschriebenen Fall nach der Aktivierung des zweiten
Busteilnehmers 4 aufgrund der Schalterbedienung zunächst eine
Reaktivierung des Steuergeräts 1 auszuführen sein.
Dieses kann wiederum über
den zweiten Bus 12 ausgehend von einem extern aktivierten
Busteilnehmer dann erfolgen, wenn über den zweiten Bus 12 eine
Nachricht bis zum Steuergerät 1 übermittelt
werden kann. Bei dem Ausführungsbeispiel
der 1 gelingt dies aufgrund der ringförmigen Topologie
des zweiten Busses 12, d. h. die Reaktivierungsnachricht
setzt sich so lange über
die Reihenanordnung der Busteilnehmer am zweiten Bus 12 fort,
bis über
die Verbindung zum Steuergerät 14 das
Steuergerät 1 erreicht
ist und reaktiviert werden kann. Wurde beim Durchlauf der bisherigen
Busteilnehmer entlang des zweiten Busses 12 der anzusprechende
Busteilnehmer noch nicht reaktiviert, so erfolgt ein Durchlaufen
der Reihenanordnung in diesem Fall vom Steuergerät 1 aus bis der entsprechende
Busteilnehmer erreicht, reaktiviert und über den ersten Bus 5 adressierbar
ist. Wie voranstehend dargestellt erfolgt die Aktivierung von Busteilnehmern über den
zweiten Bus 12 jeweils durch das Verschicken einer Nachricht
auf dessen Empfänger
durch den zuvor aktivierten vorausgehenden Busteilnehmer.
-
Die
Erfindung kann im Rahmen der nachfolgenden Ansprüche modifiziert werden, insbesondere kann
die Gestalt des ersten Busses und des zweiten Busses an die erforderliche
Verwendung angepasst werden. Im Allgemeinen wird sich jedoch der
erste Bus durch eine schnelle Kommunikation und durch ein komplexeres,
digitales Protokoll auszeichnen, während der als Strukturbus ausgebildete
zweite Bus langsam sein darf und im Gegenzug zum ersten Bus besonders
energiesparend ausgelegt werden kann.
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- 1
- Steuergerät
- 2
- Signalübertragungseinrichtung
- 3
- erstes
Busgerät
- 4
- zweites
Busgerät
- 5
- erster
Bus
- 6
- erster
Busankopplungspunkt
- 7
- zweiter
Busankopplungspunkt
- 8
- erster
Empfänger
- 9
- erster
Sender
- 10
- zweiter
Empfänger
- 11
- zweiter
Sender
- 12,
12'
- zweiter
Bus
- 13
- Kommunikationsverbindung
- 14
- Verbindung
zum Steuergerät
- 15
- Terminationspunkt
- B,
B'
- Bussystem