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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abdichtung eines Fensterschachts
an einer Kraftfahrzeugtür nach der im Oberbegriff von Anspruch
1 näher definierten Art.
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Eine
gattungsgemäße Fensterschachtabdichtung für
versenkbare Scheiben von Kraftfahrzeugen ist in der
DE 2 008 291 A1 beschrieben.
Dabei ist sowohl an der Außen- als auch an der Innenseite
des Fensters jeweils ein Dichtungselement angeordnet, welches jeweils
mit zwei Dichtlippen versehen ist, die zum Einen das Eindringen
von Wasser und Verschmutzungen in die Fahrzeugtür und zum
Anderen das Austreten von Geräuschen aus der Fahrzeugtür in
den Innenraum des Kraftfahrzeugs verhindern sollen.
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Insbesondere
bei rahmenlosen Fahrzeugtüren kommt es beim Schließen
der Tür zu starken Schwingungen der in derselben verschieblich
gelagerten Fensterscheibe, was erhebliche und insbesondere bei hochwertigen
Fahrzeugen unerwünschte Geräusche erzeugt. Üblicherweise
werden zur Dämpfung der Schwingungen und der dadurch hervorgerufenen
Geräusche im Inneren der Kraftfahrzeugtür angebrachte
Dämpfungselemente eingesetzt, deren Lage allerdings verhältnismäßig
schwierig zu ermitteln ist, die einen hohen Montageaufwand erfordern
und im Wirkungsgrad bezüglich Schwingungsdämpfung
sehr schwach sind.
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Zur
stärkeren Dämpfung der Schwingungen der Fensterscheibe
wäre es prinzipiell auch möglich, härtere
Dichtlippen einzusetzen, was jedoch hinsichtlich des mit diesen
Dichtlippen vorgenommenen Toleranzausgleichs nachteilig ist.
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Es
ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur
Abdichtung eines Fensterschachts an einer Kraftfahrzeugtür
zu schaffen, welche für eine gute Abdichtung des Fensterschachts sorgt,
welche in der Lage ist, die Schwingungen der Fensterscheibe zu dämpfen
und welche dabei einen möglichst geringen Fertigungs- und
Montageaufwand erfordert.
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Erfindungsgemäß wird
diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
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Das
erfindungsgemäße, einen inneren Hohlraum aufweisende
und an dem Dichtungselement angebrachte Dämpfungselement
ist über seine Anbringung an dem Dichtungselement in der
Lage, die über die wenigstens eine Dichtlippe auf das Dämpfungselement
einwirkenden Schwingungen der Fensterscheibe zu dämpfen,
so dass eine effektive Geräuschminimierung, insbesondere
beim Schließen der Kraftfahrzeugtür erreicht werden
kann. Eine effektive Dämpfung der Schwingungen ergibt sich auch
durch die Lage des Dämpfungselements am Fensterschacht,
da hier die Fensterscheibe maximal von ihrer Aufhängung
entfernt ist und somit die größten Schwingungsamplituden
derselben auftreten.
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Hierbei
wird vorteilhafterweise nicht in die Wirkungsweise der wenigstens
einen Dichtlippe zur Abdichtung des Fensterschachts gegenüber
dem Eindringen von Wasser oder anderen Substanzen von außen
und zur Abdichtung des Innenraums des Kraftfahrzeugs gegenüber
der Geräusche von innerhalb der Tür eingegriffen,
da das Dämpfungselement in keiner Position der Fensterscheibe
mit derselben in Kontakt kommt, so dass das Verformungsverhalten
der wenigstens einen Dichtlippe und deren Fähigkeit, Toleranzen
auszugleichen, vollständig erhalten bleibt.
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Eine
besonders gute Abdichtung des Fensterschachts ergibt sich, wenn
an dem Anbringteil zwei Dichtlippen angeordnet sind.
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In
diesem Fall kann eine besonders gute Dämpfung der Schwingungen
der Fensterscheibe erreicht werden, wenn das Dämpfungselement
zwischen den beiden Dichtlippen angeordnet ist.
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Des
weiteren kann vorgesehen sein, dass das Dämpfungselement
mit den beiden Dichtlippen über einen jeweiligen Steg verbunden
ist. Eine solche Anbindung des Dämpfungselements an die
Dichtlippen hat sich als hinsichtlich der Dämpfung der Schwingungen
der Fensterscheibe besonders wirkungsvoll herausgestellt. Darüber
hinaus stellen derartige Stege keine wesentliche Kostenerhöhung
dar und führen zu einer guten Fixierung des Dämpfungselements
an den Dichtlippen des Dichtungselements.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den restlichen Unteransprüchen. Nachfolgend sind
Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung
prinzipmäßig dargestellt.
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Es
zeigt:
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1 eine
Kraftfahrzeugtür mit einem Fensterschacht und einer erfindungsgemäßen
Abdichtvorrichtung;
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2 einen
Schnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung
nach der Linie II-II aus 1;
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3 die
Vorrichtung aus 2 mit der Fensterscheibe in
einer anderen Position;
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4 eine
alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung; und
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5 eine
schematische Seitenansicht der Fensterscheibe und dem darin angeordneten
Dichtungselement.
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1 zeigt
eine Kraftfahrzeugtür 1 für ein in den
Figuren nicht dargestelltes Kraftfahrzeug. Im vorliegenden Fall
handelt es sich um eine in der mit "x" bezeichneten Fahrtrichtung
des Kraftfahrzeugs links vorn angeordnete Tür, die nachfolgende
Beschreibung könnte jedoch auch auf jede andere seitliche Tür
des Kraftfahrzeugs zutreffen.
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Die
Kraftfahrzeugtür 1 weist an ihrer Oberseite in
an sich bekannter Weise einen Fensterschacht 2 auf, in
dem eine Fensterscheibe 3 in an sich bekannter Weise in
der mit "z" bezeichneten Richtung verschieblich angeordnet ist.
Bei der Kraftfahrzeugtür 1 handelt es sich im
vorliegenden Fall um eine so genannte rahmenlose Tür, also
eine Tür, die keinen sich nach oben erstreckenden Bügel
bzw. Rahmen aufweist, in dem die Fensterscheibe 3 in ihren
geschlossenen, also aus dem Fenster schacht 2 ausgefahrenen
Zustand untergebracht ist. Die nachfolgende Beschreibung ist jedoch
auch für eine Kraftfahrzeugtür 1 geeignet,
die einen derartigen Rahmen aufweist.
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Am
oberen Rand des Fensterschachts 2 ist eine Vorrichtung 4 zur
Abdichtung des Fensterschachts 2 vorgesehen, welche in 1 aus
Gründen der Übersichtlichkeit in ihrem nicht montierten Zustand
dargestellt ist. Mittels der strichpunktierten Linien ist jedoch
die montierte Lage der Vorrichtung 4 angedeutet, welche
ein in Längsrichtung des Fensterschachts 2 verlaufendes
Dichtelement 5 aufweist.
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In
dem Schnitt gemäß 2 ist die
Vorrichtung 4 zur Abdichtung des Fensterschachts 2 detaillierter
dargestellt. Hierbei ist zu erkennen, dass das in Längsrichtung
des Fensterschachts 2 verlaufende Dichtungselement 5 der
Vorrichtung 4 ein Anbringteil 6 aufweist, welches
zur Anbringung des Dichtungselements 5 an einer oberen
Blechkante 7 der Kraftfahrzeugtür 1 dient.
Nach oben ist das Anbringteil 6 von einem Abdeckelement 8 abgeschlossen,
welches eine im Inneren des Kraftfahrzeugs sichtbare Brüstungsleiste
der Kraftfahrzeugtür 1 bildet. Um dem Dichtungselement 5 einen
besseren Halt an der Blechkante 7 zu ermöglichen,
ist in dem Anbringteil 6 ein Versteifungselement 9 integriert,
welches insbesondere aus einem metallischen Werkstoff bestehen kann.
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Das
Dichtungselement 5 weist des weiteren zwei von dem Anbringteil 6 ausgehende
Dichtlippen 10 und 11 auf, die in z-Richtung übereinander
angeordnet sind. Die beiden Dichtlippen 10 und 11 liegen an
der Fensterscheibe 3 an und bilden somit die Abdichtung
des Fensterschachts 2.
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Um
Schwingungen der Fensterscheibe 3 zu dämpfen,
weist das Dichtungselement 5 des weiteren ein aus einem
elastischen Material bestehendes Dämpfungselement 12 auf.
Zur Erreichung dieser Dämpfungswirkung weist das Dämpfungselement 12 einen
inneren Hohlraum 13 auf und ist gegenüber den
beiden Dichtlippen 10 und 11 derart positioniert, dass
es in sämtlichen Positionen der Fensterscheibe 3 von
der Fensterscheibe 3 beabstandet ist. Dies ist in 3 näher
veranschaulicht. Das Dämpfungselement 12 weist
im vorliegenden Fall einen im wesentlichen ringförmi gen
Querschnitt und damit eine zylindrische Körperform auf,
es wäre jedoch auch mit einem anderen Querschnitt ausführbar.
Durch eine Vergrößerung der Wandstärke
des Dämpfungselements 12 kann eine Anpassung der
Dämpfungswirkung desselben an unterschiedliche zu erwartende Schwingungen
der Fensterscheibe 3 erreicht werden. Im vorliegenden Fall
ist das Dämpfungselement 12 zwischen den beiden
Dichtlippen 10 und 11 angeordnet und über
jeweilige Stege 14 und 15 mit den beiden Dichtlippen 10 und 11 verbunden.
Ein weiterer Steg 16 verbindet das Dämpfungselement 12 mit dem
Anbringteil 6 des Dichtungselements 5. Die Stege 14, 15 und 16 können
eine Dicke von ca. 0,2 mm aufweisen.
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Um
eine kostengünstige Herstellung des insbesondere aus einem
geeigneten Gummi bestehenden Dichtungselements 5 zu erreichen,
können das Dämpfungselement 12, die beiden
Dichtlippen 10 und 11 sowie das Anbringteil 6 durch
gemeinsames Extrudieren hergestellt sein. Da es sich beim Extrudieren
um ein an sich bekanntes Verfahren handelt, wird hierin nicht näher
darauf eingegangen. Gegebenenfalls kann das Extrudieren des Dichtungselements 5 um
das Versteifungselement 6 durchgeführt werden.
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In 3 ist
das Dichtungselement 5 in einem Zustand dargestellt, in
dem die Fensterscheibe 3 eine Bewegung um in diesem Fall
ca. 2 mm in Richtung des Fahrzeuginnenraums, also in der mit "y"
bezeichneten Richtung, durchgeführt hat. Dabei ist die Verformung
der beiden Dichtlippen 10 und 11 zu erkennen und
es wird deutlich, dass das Dämpfungselement 12 dieser
Schwingung der Fensterscheibe 3 durch seine Deformation
bzw. die Deformation der Stege 14, 15 und 16 entgegenwirkt,
um dieselbe zu dämpfen und keine zu großen Bewegungen
in y-Richtung zuzulassen.
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Eine
alternative Ausführungsform der Vorrichtung 4 zur
Abdichtung des Fensterschachts 2 zeigt 4.
Hierbei sind ebenfalls zwei an dem Anbringteil 6 des Dichtungselements 5 angebrachte Dichtlippen 10 und 11 vorgesehen,
das wiederum im wesentlichen ringförmige, den inneren Hohlraum 13 aufweisende
Dämpfungselement 12 ist jedoch zwischen die beiden
Dichtlippen 10 und 11 eingelegt und nicht notwendigerweise
fest mit denselben verbunden. Zwar kann mit dieser Ausführungsform
ebenfalls eine Dämpfung der Schwingungen der Fensterscheibe 3 erreicht
wer den, die Herstellung des gesamten Dichtungselements 5 und
die Montage des Dämpfungselements 12 zwischen
den beiden Dichtlippen 10 und 11 ist jedoch erheblich
aufwändiger als die oben unter Bezugnahme auf das Ausführungsbeispiel
der 2 und 3 beschriebene Extrusion des
Dichtungselements 5. Außerdem geht bei der Ausführungsform
gemäß 4 die Dämpfungswirkung
durch die Anbindung des Dämpfungselements 12 an
die Dichtlippen 10 und 11 sowie an das Anbringteil 6 mittels
der Stege 14, 15 und 16 verloren.
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In 5 ist
die Fensterscheibe 3 in einer sehr schematischen Vorderansicht
dargestellt. Des weiteren ist die Position des Fensterschachts 2 angedeutet
und es sind zwei Befestigungspunkte 17 und 18 zu
erkennen, an denen die Fensterscheibe 3 an einer nicht
dargestellten Antriebseinrichtung zum Bewegen derselben in z-Richtung
angebracht ist. An ihrer oberen Seite weist die Fensterscheibe 3 eine
an die Karosserie des Kraftfahrzeugs angepasste Bombierung 19 auf,
die selbstverständlich von der Karosserieform des jeweiligen
Kraftfahrzeugs abhängig ist. Um Gewicht einzusparen, verläuft
das Dämpfungselement 12 nur über diejenige
Länge entlang des Dichtungselements 5, entlang
der die Fensterscheibe 3 in ihrem versenkten Zustand an
wenigstens einer der beiden Dichtlippen 10 bzw. 11 anliegt.
Zur Vereinfachung sind die Dichtlippen 10 und 11 in 5 nicht dargestellt,
sie verlaufen jedoch über die gesamte Länge des
Fensterschachts 2. Durch die oben beschriebene Anbringung
des Dämpfungselements 12 mittels der Stege 14, 15 und 16 an
den Dichtlippen 10 und 11 sowie dem Anbringteil 6 ist
eine sehr einfache Entfernung derjenigen Teile des Dämpfungselements 12 möglich,
die im versenkten Zustand der Fensterscheibe 3 außerhalb
der Kontur derselben liegen würden. Dieser Vorgang des
Entfernens der nicht benötigten Abschnitte des Dämpfungselements 12,
der beispielsweise durch einfaches Abreißen durchgeführt
werden kann, kann unmittelbar nach der Herstellung der Vorrichtung 4 vorgenommen
werden und somit bereits erheblich vor der Montage der Vorrichtung 4 an
dem Fensterschacht 2 der Kraftfahrzeugtür 1.
Zusätzlich zu dem Abreißen des Dämpfungselements 12 an
den Stegen 14, 15 und 16 ist selbstverständlich
auch ein Durchschneiden des Dämpfungselements 12 an
den beiden Trennstellen erforderlich, was jedoch ohne großen
Aufwand durchgeführt werden kann. Das Dämpfungselement 12 verläuft,
wie in 5 zu erkennen ist, ca. 20 bis 30 mm unterhalb der
Oberkante des Fensterschachts 2.
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Die
Vorrichtung 4 wurde in den Figuren für die Innenseite
des Fensterschachts dargestellt und beschrieben, sie kann jedoch
auch an einer außenseitigen Fensterscheibe vorgesehen sein.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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