DE102009005867A1 - Aufbaustruktur für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
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Abstract
Zur Verstärkung einer Aufbaustruktur eines Kraftfahrzeugs, die sich an eine vordere Seitentür des Fahrzeugs anschließend erstreckt, ist in der Aufbaustruktur eine durch Schachtverstärkungen gebildete Hohlträgerstruktur angeordnet. Diese erstreckt sich etwa in einer horizontalen Ebene von der B-Säule bis in einen hinteren Bereich der Aufbaustruktur. Die Schachtverstärkungen sollen bei einem Frontcrash über die Tür in das Seitenteil eintretende Kräfte stabil aufnehmen.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Aufbaustruktur für ein Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Aus der
DE 10 2004 018 745 B4 ist eine Aufbaustruktur für ein Personenkraftwagen mit einer Abstützeinrichtung bekannt, die sowohl an einer seitlichen Tür mit innen liegendem Hohlträger als auch an einer angrenzenden schlossseitigen Aufbausäule angeordnet ist. Die Abstützeinrichtung weist ein Abstützteil an der B-Säule und ein weiteres Abstützteil an der Tür auf, die beabstandete Abstützflächen umfassen, welche bei einem auf die Aufbaustruktur einwirkenden Frontcrash in eine gegenseitige Anlage gelangen. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aufbaustruktur für ein Kraftfahrzeug zu schaffen, die bei einem Frontcrash eine optimale Abstützung einer vorderen Fahrzeugtür an einer anschließenden hinteren angrenzenden Aufbaustruktur gewährleistet.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Merkmale beinhalten die Unteransprüche.
- Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile bestehen darin, dass durch eine Verstärkung der Aufbaustruktur hinter der seitlichen Tür bei einem Frontcrash eine wesentliche Versteifung der Karosserie erreicht wird. Dies wird dadurch erzielt, indem in einem Schacht der Aufbaustruktur zwischen einem inneren und einem äußeren Seitenteil eine sich in Fahrzeuglängsrichtung erstreckende Hohlträgerstruktur angeordnet ist, welche durch miteinander verbundene Schachtverstärkungen gebildet wird. Die Schachtverstärkungen sind mit einem vorderen Ende an einem abgestellten Schenkel des äußeren Seitenteils abgestützt gehalten und mindestens ein hinteres Ende der Schachtverstärkung ist mit einem inneren Seitenteil verbunden.
- Insbesondere ist nach der Erfindung vorgesehen, dass die durch die Schachtverstärkungen gebildete Hohlträgerstruktur in einem Bereich der Aufbaustruktur unmittelbar unterhalb einer unteren Fensterkante oder unterhalb der Gürtellinie des Fahrzeugs eines – in Bezug auf die Fahrtrichtung gesehen – hinteren Seitenfensters des Fahrzeugs angeordnet ist. Die Schachtverstärkungen bestehen vorzugsweise aus einer inneren ersten Schachtverstärkung und einer äußeren zweiten Schachtverstärkung, die einen Hohlraum einschließend miteinander zu der die Hohlträgerstruktur bildenden Baueinheit verbunden sind.
- Durch diese Ausbildung und Anordnung der die Hohlträgerstruktur bildenden Schachtverstärkung innerhalb der beiden Seitenteile der Aufbaustruktur des Fahrzeugs, wird in vorteilhafter Weise nach der Erfindung erreicht, dass vorzugsweise bei einem Frontcrash die seitliche Tür Kräfte in die hintere Fahrzeugstruktur überträgt und von dieser wirksam aufgenommen werden können und somit beispielsweise die Tür in Schließstellung verbleibt und problemlos zu öffnen ist.
- Zur wirksamen Aufnahme von Kräften über die in die hintere Aufbaustruktur integrierte Schachtverstärkung, besteht diese vorzugsweise aus profilierten Blechteilen, wobei die innere Schachtverstärkung mit einem oberen abgestellten Rand mit abgestellten Schenkeln des äußeren und inneren Seitenteils verbunden ist, welche die untere Fensterkante des hinteren Seitenfensters bildet.
- Des Weiteren ist nach der Erfindung vorgesehen, dass die innere Schachtverstärkung am vorderen Ende einen Schenkel mit einer Abwinklung aufweist, die mit einem äußeren Profil der B-Säule verbunden ist und der Schenkel am abgestellten Schenkel des äußeren Seitenteils flächig abgestützt ist. Durch diese flächige Abstützung des vorderen Endes der Schachtverstärkung an dem dem hinteren Stegblech der Fahrzeugtür unmittelbar zugerichteten abgestellten Schenkel des äußeren Seitenteils, wird eine direkte Abstützung der Fahrzeugtür und eine direkte Einleitung von Crashkräften erzielt. Diese direkte Einleitung der Crashkräfte wird auch noch dadurch begünstigt, indem nach der Erfindung ferner vorgesehen ist, dass die äußere Schachtverstärkung mit dem vorderen Schenkel am Schenkel der inneren Schachtverstärkung gehalten ist und beide Schenkel gemeinsam am abgestellten Schenkel der äußeren Seitenwand abgestützt werden. Dadurch, dass die Schachtverstärkung von der vorderen Anbindung an der B-Säule und dem äußeren Seitenteil bis zur hinteren Anbindung am inneren Seitenteil eine sich keilförmig verjüngende Bauform aufweist wird zudem eine relativ große vordere Abstützfläche erzielt.
- Die Baueinheit der Schachtverstärkung, vorzugsweise bestehend aus zwei profilierten miteinander verbundenen Blechteilen, ist in einfacher vormontierter Bauweise ins Fahrzeug einsetzbar bzw. nachrüstbar.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.
- Es zeigen:
-
1 eine schaubildliche Darstellung einer teilweise gezeigten Schachtverstärkung in Anordnung hinter einer B-Säule einer Aufbaustruktur, -
2 eine Ansicht in Pfeilrichtung Z der1 gesehen auf die Schachtverstärkung mit Anbindung an die B-Säule der Aufbaustruktur, -
3 einen Horizontalschnitt durch die Aufbaustruktur nach der Linie III-III der1 mit Seitenteilen und Schachtverstärkungen sowie einer B-Säule und angrenzender seitlichen Vordertür und -
4 einen Vertikalschnitt nach der Linie II-II der1 durch die Aufbaustruktur mit Seitenteilen und Schachtverstärkungen. - Eine Aufbaustruktur
1 für ein Kraftfahrzeug umfasst im Wesentlichen einen in einer A-Säule über Scharniere befestigte seitliche Tür2 , welche über ein Türschloss3 an einer profilierten B-Säule verschließbar gehalten ist. Mit der B-Säule3 sind ein inneres Seitenteil4 und ein äußeres Seitenteil5 verbunden. Eine Verbindung des äußeren Seitenteils5 mit der B-Säule3 erfolgt über einen vorderen abgestellten Schenkel6 , der einem hinteren Stegblech7 der geschlossenen Tür2 mit einem geringen Abstand gegenübersteht. In einem Schacht8 der Aufbaustruktur1 zwischen dem inneren Seitenteil4 und dem äußeren Seitenteil5 ist eine aus zwei Schachtverstärkungen9 ,10 bestehende Hohlträgerstruktur11 angeordnet. Die eine Schachtverstärkung10 ist mit einem vorderen Ende12 am abgestellten Schenkel6 des äußeren Seitenteils5 abstützend gehalten, wobei ein hinteres Ende14 mindestens einer Schachtverstärkung9 ,10 mit dem inneren Seitenteil4 verbunden ist. - Die Schachtverstärkungen
9 ,10 bestehen aus einer inneren Schachtverstärkung10 und einer äußeren Schachtverstärkung9 , welche einen Hohlraum der Hohlträgerstruktur11 einschließen. Diese ist im Bereich der Aufbaustruktur1 unmittelbar unterhalb einer unteren Fensterkante15 eines – in Bezug auf die Fahrtrichtung F gesehen – hinteren Seitenfenster des Fahrzeugs etwa in einer horizontalen Ebene x-x verlaufend angeordnet. - Die Schachtverstärkungen
9 ,10 erstrecken sich als verbundene Baueinheit von der vorderen Anbindung an der B-Säule3 und am äußeren Seitenteil5 bis zur hinteren Anbindung am inneren Seitenteil4 in einer keilförmig verjüngenden Bauform K, wie3 in strichpunktierten Linien in der Draufsicht näher zeigt. - Die beiden Schachtverstärkungen
9 ,10 bestehen vorzugsweise aus geformten profilierten Blechteilen, wobei die äußere Schachtverstärkung9 auf die innere Schachtverstärkung10 aufgesetzt und über Randschenkeln16 ,17 mit der inneren Schachtverstärkung10 verbunden ist. - Die innere Schachtverstärkung
10 weist einen oberen abgesellten Rand21 auf, der mit abgestellten Schenkeln19 ,20 des äußeren und inneren Seitenteils5 ,4 verbunden ist und diese Schenkel19 ,20 und ein oberer abgestellter Rand21 die untere Fensterkante15 des Seitenfensters des Fahrzeugs bilden. - Die innere Schachtverstärkung
10 weist am vorderen Ende12 einen Schenkel25 mit einer Abwinklung23 auf, die mit einem äußeren Profil24 der B-Säule3 verbunden ist, wobei der Schenkel25 am abgestellten Schenkel6 des äußeren Seitenteils5 flächig abgestützt ist. - Die äußere Schachtverstärkung
9 übergreift die innere Schachtverstärkung10 bombiert von außen und ist über die Randschenkel16 ,17 auf der inneren Schachtverstärkung10 befestigt. Ein vorderer Schenkel25 der inneren Schachtverstärkung10 ist am abgestellten Schenkel6 des äußeren Seitenteils5 innenseitig flächig abgestützt gehalten. Insbesondere ist die äußere Schachtverstärkung9 mit dem vorderen Schenkel22 am Schenkel25 der inneren Schachtverstärkung10 gehalten und beide Schenkel22 und25 sind gemeinsam am abgestellten Schenkel6 der Seitenwand5 innenseitig abgestützt bzw. der äußere Schenkel6 ist an den beiden Schenkeln22 und25 der Schachtverstärkung9 ,10 abgestützt gehalten. - Die Schachtverstärkungen
9 ,10 schließen unmittelbar an den abgestellten Schenkel6 des äußeren Seitenteils9 sowie an die B-Säule3 an. Der Schenkel25 der inneren Schachtverstärkung10 stützt sich mit einem Bereich B seines Schenkels25 in einer Einformung26 der B-Säule3 ab. Der unmittelbare Anschluss des vorderen Endes12 der Schachtverstärkungen9 ,10 an die dem hinteren Stegblechs7 der Tür gegenüberliegenden äußeren Seitenteil5 ergibt eine direkte Krafteinleitung und Abstützung von aus einem Crash resultierenden Kräften. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102004018745 B4 [0002]
Claims (8)
- Aufbaustruktur für ein Kraftfahrzeug mit einer an einer Aufbausäule durch Scharniere befestigten seitlichen Tür, welche durch ein Türschloss mit einer profilierten B-Säule des Aufbaus verbindbar ist, welcher ein äußeres und inneres Seitenteil umfasst, wobei das äußere Seitenteil mit einem zur B-Säule abgestellten Schenkel einem hinteren Stegblech der geschlossenen Tür mit einem geringen Abstand gegenübersteht, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Schacht (
8 ) der Aufbaustruktur (1 ) zwischen dem inneren und äußeren Seitenteil (4 und5 ) eine sich in Fahrzeuglängsrichtung erstreckende Hohlträgerstruktur (11 ) angeordnet ist, welche durch miteinander verbundene Schachtverstärkungen (9 ,10 ) gebildet wird und die Schachtverstärkungen (9 ,10 ) mit einem vorderen Ende (12 ) an dem abgestellten Schenkel (6 ) des äußeren Seitenteils (5 ) abgestützt gehalten sind und mindestens ein hinteres Ende (14 ) der Schachtverstärkungen (9 ,10 ) mit dem inneren Seitenteil (4 ) verbunden ist. - Aufbaustruktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Schachtverstärkungen (
9 ,10 ) gebildete Hohlträgerstruktur (11 ) in einem Bereich der Aufbaustruktur (1 ) unmittelbar unterhalb einer unteren Fensterkante (15 ) oder unterhalb einer Gürtellinie des Fahrzeugs etwa in einer horizontalen Ebene (x-x) eines – in Bezug auf die Fahrtrichtung (F) gesehen – hinteren Seitenfensters des Fahrzeugs angeordnet ist. - Aufbaustruktur nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schachtverstärkungen aus einer inneren ersten Schachtverstärkung (
10 ) und einer äußeren zweiten Schachtverstärkung (9 ) bestehen, die einen Hohlraum einschließend miteinander zu der die Hohlträgerstruktur (11 ) bildenden Baueinheit verbunden sind. - Aufbaustruktur nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schachtverstärkungen (
9 ,10 ) aus profiliert geformten Blechteilen bestehen, wobei die innere Schachtverstärkung (10 ) mit einem oberen abgestellten Rand (21 ) mit abgestellten Schenkeln (19 ,20 ) des äußeren und inneren Seitenteils (5 ,4 ) verbunden ist, welche die untere Fensterkante (15 ) des hinteren Seitenfensters bildet. - Aufbaustruktur nach den Ansprüchen 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Schachtverstärkung (
10 ) an dem vorderen Ende (12 ) einen Schenkel (25 ) mit einer Abwinklung (23 ) aufweist, die mit einem äußeren Profil (24 ) der B-Säule (3 ) verbunden ist und der Schenkel (25 ) am abgestellten Schenkel (6 ) des äußeren Seitenteils (5 ) innenseitig flächig abgestützt ist. - Aufbaustruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Schachtverstärkung (
9 ) die innere Schachtverstärkung (10 ) von außen übergreift und mittels Randschenkel (16 ,17 ) die äußere Schachtverstärkung (9 ) mit der inneren Schachtverstärkung (10 ) verbunden ist und der vordere Schenkel (25 ) der inneren Schachtverstärkung (10 ) am abgestellten Schenkel (6 ) des äußeren Seitenteils (9 ) innenseitig flächig abgestützt ist. - Aufbaustruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Schachtverstärkung (
9 ) mit einem vorderen Schenkel (22 ) am Schenkel (25 ) der inneren Schachtverstärkung (10 ) gehalten ist und beide Schenkel (22 ,25 ) am abgestellten Schenkel (6 ) des äußeren Seitenwandteils (5 ) innenseitig gemeinsam abgestützt gehalten sind. - Aufbaustruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die Hohlträgerstruktur (
11 ) bildenden Schachtverstärkungen (9 ,10 ) von der vorderen Anbindung an der B-Säule (3 ) und dem äußeren Seitenteil (5 ) bis zur hinteren Anbindung am inneren Seitenteil (4 ) eine sich keilförmig verjüngende Bauform (K) aufweist.
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