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Die
Erfindung betrifft ein Transportgebinde eines Dehnungsfugenstreifens
für Estrichböden, welcher Dehnungsfugenstreifen
mindestens eine Schicht aus einem elastisch kompressiblen Material und
mindestens eine Verstärkungsschicht aus reißfesterem
Material aufweist.
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Dehnungsfugenstreifen
dienen in erster Linie dazu, einen Estrichboden in mehrere voneinander getrennte
Felder aufzuteilen und Dehnungen oder Schwindungen des Estrichs
auszugleichen, um das Auftreten von mechanischen Spannungen zu begrenzen
und damit die Entstehung von Spannungsrissen zu vermeiden. Bekannte
Dehnungsfugenstreifen dieser Art werden beschrieben in
DE 10 2004 045 278 A1 ,
DE 20 2004 014 558
U1 ,
EP 1 637
669 A2 und
DE
20 2005 016 224 U1 .
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Vor
dem Vergießen des Estrichs wird der Dehnungsfugenstreifen
vertikal auf der Unterlage aufgestellt, und die so voneinander abgetrennten Felder
werden bis zu der gewünschten Höhe mit flüssiger
Estrichmasse ausgegossen. Nach dem Abbinden kann ein eventuell überstehender
oberer Randabschnitt des Dehnungsfugenstreifens abgeschnitten werden.
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In
einer anderen Ausführungsform wird der Dehnungsfugenstreifen
als sogenannter Randstreifen angrenzend an eine Gebäudewand
am Rand der Estrichfläche aufgestellt.
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Der
Dehnungsfugenstreifen wird bisher als Endlosmaterial und zu einer
Rolle aufgewickelt zur Baustelle angeliefert. Da der Dehnungsfugenstreifen ein
relativ geringes spezifisches Gewicht hat, wird die Transportkapazität
des Fahrzeugs, mit dem der Dehnungsfugenstreifen angeliefert wird,
beispielsweise eines Lkw, weniger durch das Gewicht als vielmehr durch
das Volumen begrenzt. Zwischen den zu Rollen gewickelten Dehnungsfugenstreifen
verbleiben im Laderaum des Lkw jedoch relativ große Toträume, mit
der Folge, daß der Transportraum schlecht ausgenutzt wird
und deshalb die Frachtkosten im Vergleich zum Warenwert relativ
hoch sind.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, einen Dehnungsfugenstreifen der eingangs genannten
Art als Transportgebinde zu konfigurieren, das sich platzsparender
transportieren und lagern läßt.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß der Dehnungsfugenstreifen in gewissen Intervallen auf
einem Teil seiner Dicke, jedoch auf seiner gesamten Höhe,
durch Aufteilungsschlitze aufgeteilt ist, und daß der Dehnungsfugenstreifen
jeweils an der Stelle der Aufteilungsschlitze so gefaltet ist, daß er
einen quaderförmigen Block bildet.
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Die
Transportgebinde in Gestalt quaderförmiger Blöcke
lassen sich platzsparend auf einem Lkw oder einem anderen Transportfahrzeug
anordnen, ohne daß nennenswerte Toträume entstehen.
Auf diese Weise können die Frachtkosten erheblich gesenkt
werden. Die Aufteilungsschlitze erleichtern es, den Dehnungsfugenstreifen
an präzise vorgegebenen Stellen in definierter Weise zu
falten, und verhindern außerdem die Tendenz des kompressiblen
Materials des Dehnungsfugenstreifens, wieder in die ungefaltete
Stellung zurückzufedern. Ebenso wird durch die Aufteilungsschlitze
erreicht, daß der Dehnungsfugenstreifen auch dann, wenn
er über längere Zeit als Transportgebinde gelagert
wird, keine bleibende Verformung erfährt, so daß er
sich bei Gebrauch problemlos wieder in die gestreckte Lage falten
und auf der mit Estrich auszugießenden Bodenfläche
aufstellen läßt. Die reißfeste Verstärkungsschicht
verhindert, daß der Dehnungsfugenstreifen an der Stelle
der Aufteilungsschlitze versehentlich abgerissen wird.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Die
Verstärkungsschicht kann beispielsweise durch eine Stegplatte
oder eine mehrlagige Folie mit Wellpappstruktur gebildet werden,
wie in den eingangs genannten Druckschriften beschrieben wird, und
kann erforderlichenfalls an den Stellen der Aufteilungsschlitze
durch Rillung oder dergleichen vorgeschwächt sein, so daß sie
sich dort leichter falten läßt. In einer bevorzugten
Ausführungsform wird die Verstärkungsschicht jedoch
durch ein reißfestes Vlies gebildet.
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Die
kompressible Schicht des Dehnungsfugenstreifens wird vorzugsweise
durch Schaumkunststoff gebildet. Die Verstärkungsschicht
kann mittig zwischen zwei kompressiblen Schichten angeordnet sein.
In dem Fall wird an der Stelle des Aufteilungsschlitzes jeweils
eine der beiden kompressiblen Schichten durchtrennt, so daß sich
der Dehnungsfugenstreifen dort leichter falten läßt.
In einer anderen Ausführungsform ist die Verstärkungsschicht
auf einer Seite oder vorzugsweise auf beiden Seiten des Dehnungsfugenstreifens
angebracht. Wenn beidseitig eine Verstärkungsschicht angebracht
ist, so sind die Aufteilungsschlitze vorzugsweise in gleichen Intervallen
und abwechselnd auf entgegengesetzten Seiten des Dehnungsfugenstreifens
angebracht, und zwar so, daß sie eine der Verstärkungsschichten
und zumindest den größten Teil der kompressiblen Schicht
durchtrennten, die andere Verstärkungsschicht jedoch unbeschädigt
lassen. Dies ermöglicht es, den Dehnungsfugenstreifen zieharmonikaförmig zu
einem kompakten Block zu falten.
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Die
Verstärkungsschicht oder die Verstärkungsschichten
können auch über den unteren Rand der kompressiblen
Schicht hinaus nach unten verlängert sein und so einen
oder zwei Fußflansche bilden, die sich rechtwinklig nach
außen abwinkeln und auf eine Unterlage aufkleben lassen,
so daß das Aufstellen des Dehnungsfugenstreifens auf der
Unterlage erleichtert wird. In der Konfiguration als Transportgebinde
können die Fußflansche in der Ebene des Dehnungsfugenstreifens
liegen oder um 180° auf diesen zurückgefaltet
sein.
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Im
folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der Zeichnung näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1 eine
Ansicht eines Transportgebindes gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung;
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2 einen
Querschnitt eines Dehnungsfugenstreifens, der das Transportgebindes
gemäß 1 bildet, in seiner Gebrauchsstellung;
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3 den
Dehnungsfugenstreifen gemäß 2,
in der Draufsicht, in einem Übergangsstadium währen
der Faltung zu dem Transportgebinde;
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4 einen
Grundriß einer Palette mit drei Transportgebinden gemäß 1;
und
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5 ein
Transportgebinde gemäß einer anderen Ausführungsform.
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1 zeigt
einen Dehnungsfugenstreifen 10, der zieharmonikaartig zu
einem quaderförmigen Transportgebinde 12 gefaltet
ist.
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Wie
deutlicher in 2 zu erkennen ist, weist der
Dehnungsfugenstreifen 10 eine kompressible Schicht 14 auf,
die beispielsweise aus elastischem Schaumkunststoff besteht, und
auf beiden Seiten der kompressiblen Schicht 14 ist jeweils
eine Verstärkungsschicht 16 aufkaschiert, die
beispielsweise durch ein reißfestes Vlies gebildet wird.
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Im
gezeigten Beispiel sind die Verstärkungsschichten 16 nach
unten über die kompressible Schicht 14 hinaus
verlängert, so daß zwei rechtwinklig abwinkelbare
Fußflansche 18 gebildet werden, die es erlauben,
den Dehnungsfugenstreifen aufrecht auf einer nicht gezeigten Unterlage
aufzustellen. In der Konfiguration des Dehnungsfugenstreifens als Transportgebinde 12 gemäß 1 sind
die Fußflansche 18 entweder nach oben auf dem
Dehnungsfugenstreifen zurückgefaltet, wie in 2 durch
Pfeile angedeutet wird, oder nach unten in die gestreckte Lage gefaltet,
wie in 2 strichpunktiert angedeutet ist. In jedem Fall
wird so die zieharmonikaförmige Faltung des Dehnungsfugenstreifens
nicht durch die Fußflansche 18 behindert.
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Am
oberen Ende ist die kompressible Schicht 14 über
die Verstärkungsschichten 16 hinaus verlängert.
Nach dem Gießen der Estrichschicht kann dieser überstehende
Teil der kompressiblen Schicht in Höhe der oberen Oberfläche
der Estrichschicht abgeschnitten oder abgerissen werden.
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3 zeigt
den Dehnungsfugenstreifen 10 nach 2 in der Draufsicht
und in einem Zustand, in dem die Fußflansche 18 nach
oben zurückgefaltet sind, Die Gebrauchsstellung des Fußflansche
ist nur strichpunktiert angedeutet.
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Wie
weiterhin in 3 zu erkennen ist, weist der
Dehnungsfugenstreifen 10 eine Vielzahl von Aufteilungsschlitzen 20 auf,
die in Längsrichtung des Dehnungsfugenstreifens in gleichmäßigen
Intervallen und abwechselnd auf entgegengesetzten Seiten des Dehnungsfugenstreifens
angeordnet sind und so die Faltlinien definieren, an denen der Dehnungsfugenstreifen 10 in
der in 1 gezeigten Weise zu dem Transportgebinde 12 gefaltet
werden kann. Im unteren Teil der 3 ist einer
der Aufteilungsschlitze 20 in einem teilweise aufklaffenden
Zustand gezeigt.
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Die
Aufteilungsschlitze 20 erstrecken sich jeweils über
die gesamte Höhe des Dehnungsfugenstreifens, und jeweils
eine der Verstärkungsschichten 16 einschließlich
des zugehörigen Fußflansches 18 wird
durch den Aufteilungsschlitz vollständig getrennt. Auch
die kompressible Schicht 14 wird durch den Aufteilungsschlitz
nahezu vollständig durchtrennt, jedoch ist die Tiefe des
Schlitzes so bemessen, daß die Verstärkungsschicht 16 auf
der gegenüberliegenden Seite unbeschädigt bleibt
und eine reißfeste Brücke bildet, die die verschiedenen
Abschnitte des Dehnungsfugenstreifens miteinander verbindet.
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Die
Dicke des Dehnungsfugenstreifens 10 liegt typischerweise
in der Größenordnung von 5 bis 10 mm, und seine
Höhe beträgt je nach Höhe der gewünschten
Estrichschicht beispielsweise 5 bis 12 cm. Die Abstände
zwischen den Aufteilungsschlitzen 20 betragen im gezeigten
Beispiel 80 cm, so daß sich durch geeignete Wahl der Anzahl
der aufeinandergefalteten Schichten ein Transportgebinde 12 mit
Abmessungen von 80 cm × 40 cm herstellen läßt,
dessen Höhe der jeweiligen Höhe des Dehnungsfugenstreifens 10 entspricht.
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In 4 ist
im Grundriß eine genormte Transportpalette 22 mit
Abmessungen von 120 cm × 80 cm gezeigt, die durch drei
Transportgebinde 12 vollständig ausgefüllt
wird. Die Transportgebinde 12 lassen sich in dieser Form
abwechselnd in spiegelbildlicher Anordnung auf der Palette stapeln,
so daß ein stabiler Verband geschaffen wird. Die einzelnen Transportgebinde 12 können
durch geeignete Fixierungsmittel, beispielsweise durch umschlingende Bänder
oder dergleichen in ihrem gefalteten Zustand gehalten werden. Wahlweise
können auch mehrere Transportgebinde 12 gemeinsam
auf der Palette in eine Schrumpffolie eingeschweißt werden.
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5 zeigt
als weiteres Ausführungsbeispiel einen Querschnitt durch
ein quaderförmiges Transportgebinde 24, bei dem
der Dehnungsfugenstreifen 10 nur die kompressible Schicht 14 und
eine einseitig an dieser angebrachte Verstärkungsschicht 16 aufweist.
Die Aufteilungsschlitze 20 durchtrennen hier jeweils nur
die kompressible Schicht 14, und die Intervalle zwischen
den einzelnen Aufteilungsschlitzen sind ungleichförmig
und so gewählt, daß sich der Dehnungsfugenstreifen
zu einer rechteckigen (oder wahlweise auch quadratischen) Spirale
aufwickeln läßt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102004045278
A1 [0002]
- - DE 202004014558 U1 [0002]
- - EP 1637669 A2 [0002]
- - DE 202005016224 U1 [0002]