DE102007031252A1 - Rohrweiche für Zweizylinder-Dickstoffpumpen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Rohrweiche für Zweizylinder-Dickstoffpumpen mit einer zylinderseitigen Brillenplatte (30), die zwei mit Förderzylindern (10, 12) kommunizierende Öffnungen (14) aufweist, und mit einem vor der Brillenplatte (30) zwischen den beiden Öffnungen (14) hin- und herverschwenkbaren Schwenkrohr (32). Das Schwenkrohr (32) trägt auf seinem brillenplattenseitigen Ende einen begrenzt axial verschiebbaren, gegen die Brillenplatte (30) anpressbaren Schneidring (34). Der Schneidring (34) weist seinerseits einen Tragring (46) sowie eine zumindest auf der brillenplattenseitigen Stirnfläche stoffschlüssig mit dem Tragring (46) verbundene, in Umfangsrichtung geschlossene Schutzstruktur (48) aus verschleißfestem Material auf. Um einen übermäßigen Verschleiß an radial überstehenden Schwenkrohrteilen zu vermeiden, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, dass der Tragring (46) des Schneidrings ein radial über die Schutzstruktur (48) überstehendes, verschleißfest ausgerüstetes Abschirmelement (82) aufweist, das eine das schneidringseitige Ende (80) des Schwenkrohrs (32) abschattende Umlenkfläche (84) für das bei einem Umschaltvorgang durch die Öffnung (14) austretende Dickstoffmaterial bildet.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Rohrweiche für Zweizylinder-Dickstoffpumpen mit einer zylinderseitigen Brillenplatte, die zwei mit Pumpenzylindern kommunizierende Öffnungen aufweist, und mit einem vor der Brillenplatte zwischen den beiden Öffnungen hin- und herverschwenkbaren Schwenkrohr, das auf seinem brillenplattenseitigen Ende einen begrenzt axial verschiebbaren, gegen die Brillenplatte anpressbaren Schneidring trägt, wobei der Schneidring einen Tragring sowie eine zumindest auf der brillenplattenseitigen Stirnfläche des Tragrings angeordnete, mit dem Tragring stoffschlüssig verbundene, in Umfangsrichtung geschlossene Schutzstruktur aus verschleißfestem Material aufweist.
- Verschleißringe dieser Art werden beispielsweise in Rohrweichen von Zweizylinder-Betonpumpen benötigt. Zweizylinder-Betonpumpen weisen zwei Förderzylinder auf, deren stirnseitige Öffnungen in einen Materialaufgabebehälter münden und abwechselnd während des jeweiligen Druckhubs über die Rohrweiche mit einer Förderleitung verbindbar und während des Saughubs unter Ansaugen von Material zum Materialaufgabebehälter hin offen sind. Die stirnseitigen Öffnungen der Förderzylinder sind durch die Brillenplatte abgedeckt. Die Rohrweiche enthält ferner ein in das Innere des Materialaufgabebehälters eingreifendes Schwenkrohr, das mit seiner einen Schneidring tragenden Stirnseite vor der Brillenplatte um eine horizontale Achse so hin- und herverschwenkbar angeordnet ist, dass seine zylinderseitige Öffnung abwechselnd vor die eine oder die andere mit je einem der Förderzylinder kommunizierende Öffnung der Brillenplatte gelangt und die andere Öffnung zum Inneren des Materialaufgabebehälters freigibt. Für den druckdichten Anschluss des Schwenkrohrs an die Brillenplatte ist der Schneidring auf einer zylindrischen Zentrierfläche des Schwenkrohrs axial verschiebbar gelagert. Die Betätigung des Schwenkrohrs erfolgt über einen mit hydraulischen Mitteln ansteuerbaren Schalthebel. Die Öffnungen in der Brillenplatte haben die Gestalt von Verschleißringen, die ebenso wie der schwenkrohrseitige, als Verschleißring ausgebildeten Schneidring eine mit einer im Umriss kreisförmigen Öffnung versehene Tragstruktur und mehrere unter Bildung einer ringförmig geschlossenen ebenen Dichtfläche über Stoßfugen aneinander anschließende, mit der Tragstruktur stoffschlüssig verbundene Ringsegmente aus verschleißfestem Material aufweisen.
- Beim Pumpvorgang in einer Zweizylinder-Dickstoffpumpe tritt beim Umschalten der Rohrweiche ein Spalt auf, der mit abrassivem Material aus dem zuvor einen Druckhub ausführenden Zylinder beaufschlagt wird. Befindet sich im Ausströmbereich oder in der Ausströmrichtung dieses Materials ein Bauteil, beispielsweise ein Teil der Rohrweiche, so kann dies zu einem übermäßigen Strahlverschleiß an der betreffenden Stelle führen. Dieses Problem tritt besonders an Rohrweichen auf, bei denen der Schneidring unter Zwischenlage eines elastischen Gummirings auf dem Ende des Schwenkrohrs axial geführt ist. Die Axialführung kann dabei entweder innen- oder außenzentriert erfolgen. Vor allem bei innenzentrierten Schneidringen kommt es häufig vor, dass das stirnseitige Abschlussende des Schwenkrohrs radial über den Schneidring übersteht. Dort kann es zu einem übermäßigen Verschleiß kommen, wenn das Schwenkrohr aus einem duktilen, wenig verschleißfesten Material besteht.
- Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die bekannte Rohrweiche der eingangs angegebenen Art dahingehend zu verbessern, dass Verschleißerscheinungen an einem überstehenden, zylindernahen Teil des Schwenkrohrs vermieden werden.
- Zur Lösung dieser Aufgabe wird die im Patentanspruch 1 angegebene Merkmalskombination vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
- Die erfindungsgemäße Lösung besteht im Wesentlichen darin, dass der Tragring ein radial über die Schutzstruktur überstehendes, verschleißfest ausgerüstetes Abschirmelement aufweist, das eine das schneidringseitige Ende des Schwenkrohrs abschattende Umlenkfläche für das bei einem Umschaltvorgang durch die Öffnung austretende Dickstoffmaterial bildet.
- Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Abschirmelement als geschlossener Abschirmring ausgebildet, dessen Umlenkfläche radial nach außen hin schräg in Richtung Schwenkrohr konisch oder konisch konkav gekrümmt verläuft.
- Eine erste Ausführungsvariante der Erfindung sieht vor, dass der Tragring im Bereich des Abschirmelements einen aufgeschweißten, verschleißfesten Materialauftrag trägt.
- Eine zweite bevorzugte Ausführungsvariante der Erfindung sieht vor, dass das vorteilhafterweise als Abschirmring ausgebildete Abschirmelement als Formteil aus Hartmetall ausgebildet und am Tragring angeklemmt, angelötet oder angeschraubt ist.
- Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die Schutzstruktur des Schneidrings durch mehrere sich in Umfangsrichtung über Stoßfugen zu einem Vollring ergänzende, am Tragring angelötete Ringsegmente gebildet ist. Vorteilhafterweise weisen die Ringsegmente an ihren die Stoßfugen begrenzenden Stoßkanten paarweise zueinander komplementäre, in Umfangsrichtung formschlüssig ineinander greifende Kantenpartien auf. Die beiden in Umfangsrichtung nach einander entgegengesetzten Seiten weisenden Stoßkanten der einzelnen Ringsegmente weisen dabei zweckmäßig auf der einen Seite eine konkave und auf der anderen Seite eine hierzu komplementär konvexe Kantenpartie auf, wobei sich an die kon kaven und konvexen Kantenpartien bis zum jeweiligen Außenrand der Ringsegmente reichende Radialpartien anschließen können.
- Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Ringsegmente der Schutzstruktur im Querschnitt L-förmig ausgebildet sind, wobei die ersten, an der Tragstruktur stirnseitig angeordneten L-Schenkel sich zu einer gegen die Brillenplatte anliegenden Dichtfläche ergänzen, während die zweiten, hierzu senkrechten L-Schenkel die Innenfläche der Schneidringöffnung begrenzen.
- Die Montage des Abschirmrings am Schneidring wird erleichtert, wenn die Schutzstruktur einen radial über die Tragstruktur überstehenden Bund bildet, gegen welchen der Abschirmring von der Tragringseite her anliegt.
- Die Verwendung des erfindungsgemäßen Abschirmelements oder Abschirmrings hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn der Schneidring am Schwenkrohr innenzentriert geführt ist. In diesem Fall kommt es besonders häufig vor, dass das Schwenkrohr mit seinem schneidringseitigen Ende radial über die Schutzstruktur des Schneidrings übersteht.
- Im Folgenden wird die Erfindung anhand der in der Zeichnung in schematischer Weise dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen
-
1 einen Ausschnitt aus einer Dickstoffpumpe mit S-förmigem Schwenkrohr in teilweise geschnittener schaubildlicher Darstellung; -
2a einen Schnitt durch eine Rohrweiche mit S-förmigem Schwenkrohr und innenzentriertem Schneidring; -
2b und c eine Draufsicht und eine Schnittdarstellung des Schneidrings der Rohrweiche nach2a ; -
3 und4 einen vergrößerten Ausschnitt aus einem Schneidring mit angeklemmtem Abschirmring; -
5 Tragring und Ringsegmente einer Schutzstruktur des Schneidrings in schaubildlicher Explosionsdarstellung. - Die in
1 dargestellte Dickstoffpumpe weist zwei Förderzylinder10 ,12 auf, deren stirnseitige Öffnungen14 in einen Materialaufgabebehälter18 münden und abwechselnd während des Druckhubs (Pfeil19 ) über eine Rohrweiche20 mit einer Förderleitung22 verbindbar und während des Saughubs (Pfeil24 ) unter Ansaugen von Material zum Materialaufgabebehälter18 hin offen sind. Die Kolben26 ,28 der Förderzylinder10 ,12 werden mit nicht dargestellten hydraulischen Mitteln im Gegentakt angetrieben. - Die stirnseitigen Öffnungen
14 der Förderzylinder10 ,12 sind durch eine Brillenplatte30 abgedeckt. Auf der Innenseite des Materialaufgabebehälters18 ist das bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel S-förmige Schwenkrohr32 der Rohrweiche20 mit ihrer einen Schneidring34 tragenden Stirnseite vor der Brillenplatte30 um eine horizontale Achse35 so hin- und herverschwenkbar angeordnet, dass seine zylinderseitige Öffnung36 abwechselnd vor die eine oder andere Öffnung14 des Förderzylinders10 ,12 gelangt und die andere Öffnung14 zum Inneren des Materialaufgabebehälters18 freigibt. Für den druckdichten Anschluss des Schwenkrohrs32 an die Brillenplatte30 ist am stirnseitigen Ende des Schwenkrohrs32 der Schneidring34 axial verschiebbar gelagert. Die Betätigung des Schwenkrohrs32 erfolgt über einen mit hydraulischen Mitteln38 ansteuerbaren Schalthebel40 . Wie aus2a zu ersehen ist, trägt das Schwenkrohr32 außerdem einen Dichtring42 , auf welchem der auf dem Schwenkrohr32 geführte Schneidring34 axial abgestützt ist. - Der Schneidring
34 auf dem Schwenkrohr32 bildet einen Verschleißring, bestehend aus einer Tragstruktur46 mit im Umriss kreisförmiger Öffnung50 sowie einer ringförmigen Schutzstruktur48 aus verschleißfestem Material. Die Schutzstruktur weist mehrere in Umfangsrichtung der Öffnung50 unter Bildung einer ringförmig geschlossenen ebenen Dichtfläche52 über Stoßfugen54 aneinander anschließende, mit der Tragstruktur46 stoffschlüssig verbundene, vorzugsweise dort angelötete Ringsegmente48' aus verschleißfestem Material auf. Auch die Brillenplatte trägt verschleißfeste Ringsegmente48" aus verschleißfestem Material. Die Ringsegmente48' ,48'' weisen an ihren die Stoßfugen54 begrenzenden Stoßkanten paarweise zueinander komplementäre, in Umfangsrichtung formschlüssig ineinandergreifende konkave und konvexe Kantenpartien56 ,58 auf, an die sich bis zum jeweiligen Außenrand der Ringsegmente reichende Radialpartien60 anschließen. Wie insbesondere aus den2 bis5 zu ersehen ist, weisen die verschleißfesten Ringsegmente48' einen L-förmigen Querschnitt auf, bestehend aus je einem sich in ihrer Gesamtheit zur geschlossenen Dichtfläche52 ergänzenden Stirnschenkel62 und je einem hierzu senkrechten, sich zu einer geschlossenen inneren Begrenzungsfläche der Öffnung50 in der Tragstruktur46 ergänzenden Innenschenkel64 . Die Innenschenkel64 sind in Umfangsrichtung kreissegmentförmig mit dem Krümmungsradius der Öffnung50 gekrümmt (vgl.5 ). Sie schließen an ihren Seitenkanten66 über achsparallel verlaufende Stoßfugen68 in Umfangsrichtung aneinander an. - Die Ringsegmente
48' werden unter Bildung der Schutzstruktur48 mit einem geeigneten Lotmaterial, beispielsweise auf Kupfer- oder Silberbasis, auf die Tragstruktur46 aufgelötet. Beim Herstellvorgang sorgen die formschlüssig ineinander greifenden Kantenpartien56 ,58 dafür, dass die Ringsegmente48' sich auf der Tragstruktur46 nicht radial nach außen verschieben können. Die im Umriss kreisförmig gekrümmten Kantenpartien56 ,58 rollen beim Gegeneinanderstoßen aufeinander ab, so dass sich während des Verbindungsvorgangs keine inneren Spannungen innerhalb des Materialverbunds aufbauen können. Die ineinander greifenden Kantenpartien56 ,58 sorgen au ßerdem dafür, dass die betreffenden Stoßfugen54 eine Art Labyrinthdichtung bilden, die dem ausströmenden Material beim Öffnen und Schließen der Rohrweiche20 einen hohen, verschleißmindernden Strömungswiderstand entgegensetzen. - Bei den in den
2 bis5 gezeigten Ausführungsbeispielen ist der Schneidring34 am Schwenkrohr32 innenzentriert geführt. In diesem Fall steht das stirnseitige Ende80 des Schwenkrohrs32 radial über die Schutzstruktur48 über. Eine Besonderheit der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass das Schwenkrohr32 von einem am Tragring46 radial über die Schutzstruktur48 überstehenden, verschleißfest ausgerüsteten Abschirmelement82 übergriffen wird. Das Abschirmelement weist zu diesem Zweck eine das schneidringseitige Ende80 des Schwenkrohrs32 abschattende Umlenkfläche84 für das bei einem Umschaltvorgang durch die Öffnung14 in den Materialaufgabebehälter18 zurückströmende Dickstoffmaterial auf. - Bei den in
2 bis4 gezeigten Ausführungsbeispielen ist das Abschirmelement als geschlossener Abschirmring82 ausgebildet. Der Abschirmring82 verläuft radial nach außen hin schräg in Richtung Schwenkrohr32 unter Bildung einer konischen Umlenkfläche84 . Bei den Ausführungsbeispielen nach2 und4 ist die Umlenkfläche84 konisch ausgebildet, während sie im Falle der3 konisch konkav gekrümmt ist. - Der Umlenkfläche
84 ist bei dem in2a , b, c gezeigten Ausführungsbeispiel als mit dem Tragring46 verschweißter Materialauftrag aus verschleißfestem Material ausgebildet. - Bei den Ausführungsbeispielen nach
3 und4 ist ein als Formteil aus Hartmetall ausgebildeter Abschirmring82 vorgesehen, der am Tragring46 mittels einer durch eine Klemmpratze86 hindurchgreifenden Senkkopfschraube88 angeklemmt ist. Die Schutzstruktur48 steht dort mit ihrem Stirnschenkel62 radial über den Tragring46 über und bildet einen Bund90 , gegen welchen der Abschirmring82 von der Tragringseite her anliegt. - Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfindung betrifft eine Rohrweiche für Zweizylinder-Dickstoffpumpen mit einer zylinderseitigen Brillenplatte
30 , die zwei mit Förderzylindern10 ,12 kommunizierende Öffnungen14 aufweist, und mit einem vor der Brillenplatte30 zwischen den beiden Öffnungen14 hin- und herverschwenkbaren Schwenkrohr32 . Das Schwenkrohr32 trägt auf seinem brillenplattenseitigen Ende einen begrenzt axial verschiebbaren, gegen die Brillenplatte30 anpressbaren Schneidring34 . Der Schneidring34 weist seinerseitis einen Tragring46 sowie eine zumindest auf der brillenplattenseitigen Stirnfläche stoffschlüssig mit dem Tragring46 verbundene, in Umfangsrichtung geschlossene Schutzstruktur48 aus verschleißfestem Material auf. Um einen übermäßigen Verschleiß an radial überstehenden Schwenkrohrteilen zu vermeiden, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, dass der Tragring46 des Schneidrings ein radial über die Schutzstruktur48 überstehendes, verschleißfest ausgerüstetes Abschirmelement82 aufweist, das eine das schneidringseitige Ende80 des Schwenkrohrs32 abschattende Umlenkfläche84 für das bei einem Umschaltvorgang durch die Öffnung14 austretende Dickstoffmaterial bildet.
Claims (13)
- Rohrweiche für Zweizylinder-Dickstoffpumpen mit einer zylinderseitigen Brillenplatte (
30 ), die zwei mit Förderzylindern (10 ,12 ) kommunizierende Öffnungen (14 ) aufweist, und mit einem vor der Brillenplatte (30 ) zwischen den beiden Öffnungen (14 ) hin- und herverschwenkbaren Schwenkrohr (32 ), das auf seinem brillenplattenseitigen Ende einen begrenzt axial verschiebbaren, gegen die Brillenplatte anpressbaren Schneidring (34 ) trägt, wobei der Schneidring einen Tragring (46 ) sowie eine zumindest auf der brillenplattenseitigen Stirnfläche des Tragrings (46 ) angeordnete, mit dem Tragring stoffschlüssig verbundene, in Umfangsrichtung geschlossene Schutzstruktur (48 ) aus verschleißfestem Material aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragring (46 ) ein radial über die Schutzstruktur (48 ) überstehendes, verschleißfest ausgerüstetes Abschirmelement (82 ) aufweist, das eine das schneidringseitige Ende des Schwenkrohrs (32 ) abschattende Umlenkfläche (84 ) für das bei einem Umschaltvorgang durch die Öffnung (14 ) austretende Dickstoffmaterial bildet. - Rohrweiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (
82 ) als geschlossener Abschirmring ausgebildet ist. - Rohrweiche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkfläche (
84 ) radial nach außen hin schräg in Richtung Schwenkrohr (32 ) konisch oder konisch gekrümmt verläuft. - Rohrweiche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkfläche (
84 ) konisch konkav gekrümmt ist. - Rohrweiche nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragring (
46 ) im Bereich des Abschirmrings (82 ) mit einem verschleißfesten Materialauftrag verschweißt ist. - Rohrweiche nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschirmring (
82 ) als Formteil aus Hartmetall ausgebildet und am Tragring (46 ) angeklemmt, angelötet oder angeschraubt ist. - Rohrweiche nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzstruktur (
48 ) durch mehrere sich in Umfangsrichtung über Stoßfugen (54 ) zu einem Vollring ergänzende, am Tragring (46 ) angelötete Ringsegmente (48' ) gebildet ist. - Rohrweiche nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringsegmente (
48' ) an ihren die Stoßfugen (54 ) begrenzenden Stoßkanten paarweise zueinander komplementäre, in Umfangsrichtung formschlüssig ineinandergreifende Kantenpartien (56 ,58 ) aufweisen. - Rohrweiche nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden in Umfangsrichtung nach einander entgegengesetzten Seiten weisenden Stoßkanten der einzelnen Ringsegmente (
48 ) auf der einen Seite eine konkave und auf der anderen Seite eine hierzu komplementär konvexe Kantenpartie (56 ,58 ) aufweisen. - Rohrweiche nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an die konkaven und konvexen Kantenpartien (
56 ,58 ) bis zum jeweiligen Außenrand der Ringsegmente (48' ) reichende Radialpartien (60 ) anschließen. - Rohrweiche nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringsegmente (
48' ) der Schutzstruktur (48 ) im Querschnitt L-förmig ausgebildet sind, wobei die ersten, am Tragring (46 ) stirnseitig angeordneten L-Schenkel (62 ) sich zu einer gegen die Brillenplatte (30 ) anliegenden Dichtfläche (52 ) ergänzen, während die zweiten, hierzu senkrechten L-Schenkel (64 ) die Innenfläche der Schneidringöffnung (50 ) begrenzen. - Rohrweiche nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzstruktur (
48 ) einen radial über den Tragring (46 ) überstehenden Bund (90 ) bildet, gegen welchen der Abschirmring (82 ) von der Tragringseite her anliegt. - Rohrweiche nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidring (
34 ) am Schwenkrohr (32 ) innenzentriert geführt ist.
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2008
- 2008-06-05 WO PCT/EP2008/056987 patent/WO2009003785A2/de not_active Ceased
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