DE102007030090B4 - Montageplattform mit integriertem Hubtisch - Google Patents
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Abstract
Montageplattform (10, 12, 14, 16) mit integriertem Hubtisch (30), dessen Hubmechanismus durch Antriebsenergie antreibbar ist, die von der Bewegung der Montageplattform (10, 12, 14, 16) abgeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass an der Montageplattform (10, 12, 14, 16) ein mit dem Hubmechanismus in Antriebsverbindung stehendes Eingangselement (45, 46) vorgesehen ist, das durch die Relativbewegung zur ortsfesten Bewegungsbahn antreibbar ist, und dass je ein Eingangselement (45, 46) der Montageplattform (10, 12, 14, 16) für Heben und Senken vorgesehen ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Montageplattform mit integriertem Hubtisch, dessen Hubmechanismus durch Antriebsenergie antreibbar ist, die von der Bewegung der Montageplattform abgeleitet wird.
- Eine derartige Montageplattform ist aus der
DE 10 2004 057 664 A1 bekannt. - Montageplattformen der hier interessierenden Art werden in der Automobilindustrie zumeist als Schubskidplattformen bezeichnet. Sie werden im Zuge der Endmontage von Kraftfahrzeugen verwendet und sind mit Aufnahmeeinrichtungen, zumeist mit Hubtischen für die Abstützung der einzelnen Kraftfahrzeuge ausgestattet. Sie bieten um die Position des Kraftfahrzeugs herum ausreichend Platz für das mit der Montage befasste Montagepersonal. Sie laufen auf Rollen oder Rollenbahnen und können mit Hilfe geeigneter Antriebe kontinuierlich oder schrittweise vorgeschoben werden, so dass sie nacheinander verschiedene Montagepositionen durchlaufen.
- Für die Betätigung des Hubtisches wird üblicherweise eine geeignete Energiequelle benötigt, in der Regel ein Stromanschluß. Das bedeutet, dass für den in die Montageplattform integrierten Hubtisch ein relativ aufwendiger Antrieb notwendig ist, und dass mit relativ hohem Aufwand eine Stromverbindung vorgesehen werden muß, die über Leitungen oder Schleifkontakte die ständige Stromversorgung sicherstellt. Noch schwieriger wäre es, einen ständig verfügbaren Druckluft- oder Hydraulikanschluss vorzusehen.
- Aus der
DE 42 17 698 A1 und derDE 101 45 238 C1 sind Hubtische bekannt, die während der Bewegung entlang einer Förderbahn mit Hilfe von parallel zur Förderbahn laufenden Steuerkurven anhebbar und absenkbar sind. Wenn die Position der Hebe- oder Senkbewegung verändert werden soll, ist es notwendig, die Steuerkurven vollständig auszuwechseln. Dies ist naturgemäß sehr aufwändig. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen relativ leicht ver- und einstellbaren Steuerungsmechanismus für die Hub- und Senkbewegung zu schaffen, der eine relativ einfache und kostengünstige Veränderung der jeweiligen Hub- und Senkpositionen ermöglicht.
- Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Montageplattform dadurch gekennzeichnet, dass an der Montageplattform ein mit dem Hubmechanismus in Antriebsverbindung stehendes Eingangselement vorgesehen ist, das durch die Relativbewegung zur ortsfesten Bewegungsbahn antreibbar ist, und dass je ein Eingangselement der Montageplattform für Heben und Senken vorgesehen ist.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Der Antrieb des Hubtisches wird also von dem Antrieb bzw. der Bewegung der Montageplattform abgeleitet. In bestimmten Bereichen ihrer Bewegungsbahn bewirkt die Bewegung der Montageplattform, dass der Hubtisch angehoben oder abgesenkt wird.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird das Eingangselement für die Bewegung des Hubtisches gebildet durch Zahnräder, die mit dem Hubmechanismus des Hubtisches in Antriebseingriff steht. Diese Zahnräder arbeiten vorzugsweise mit Zahnstangen zusammen, die entlang der Bewegungsbahn der Montageplattform verlegt sind. Auf diese Weise kann der Hubantrieb betätigt werden, so lange sich die Montageplattform bewegt.
- Die Steuerung der Hubtische ist relativ einfach. Nur in den Bewegungsabschnitten der Plattform, in denen der Hubtisch gehoben oder gesenkt werden soll, können Zahnstangenabschnitte verlegt werden, die dann automatisch bewirken, dass in diesen Bereichen gehoben oder gesenkt wird.
- Anstelle der Verwendung eines Zahnrades in Verbindung mit einer Zahnstange kann naturgemäß auch eine andere Paarung von Antriebsgliedern verwendet werden, beispielsweise ein Reibrad oder auch eine Schnecke.
- Erfindungsgemäß sind zwei Zahnräder vorgesehen, die mit dem Hubmechanismus im Sinne von Heben und Senken verbunden sind. Dementsprechend sind zwei Zahnstangen entlang der Bewegungsbahn der Montageplattform angebracht, die wahlweise mit dem Zahnrad für ”Heben” oder dem Zahnrad für ”Senken” in Verbindung gebracht werden können. Beispielsweise können die Zahnstangen quer zur Bewegungsrichtung der Montageplattform verschiebbar sein, so dass alternativ der Antrieb für Heben und Senken eingeschaltet wird.
- Der Antrieb für Heben und Senken ist dynamisch selbsthemmend, so dass der Tisch unverzüglich stehen bleibt, wenn die Zahnräder die jeweilige Zahnstange verlassen. Der Hubantrieb kann auch einen Bremsmechanismus aufweisen, der durch Ausklinken des Eingangselements automatisch aktiviert wird. Vergleichbare Bremssysteme sind beispielsweise bei Fahrstühlen bekannt.
- Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
-
1 ist eine Draufsicht auf eine Reihe von Montageplattformen gemäß der Erfindung, die unmittelbar hintereinander angeordnet sind; -
2 ist eine Seitenansicht zu1 ; -
3 zeigt eine Draufsicht auf einen Montageplattform gemäss der Erfindung; -
4 zeigt die Montageplattform in Seitenansicht. - In
1 sind vier unmittelbar aufeinander folgende Montageplattformen10 ,12 ,14 ,16 dargestellt. Die Montageplattformen bewegen sich von links nach rechts in1 , während nicht dargestellte Montagearbeiten an einem nicht dargestellten Gegenstand durchgeführt werden. Die Montageplattformen10 bis16 verfügen nicht über einen eigenen Antrieb. Wie1 zeigt, liegen auf beiden Seiten der letzten Montageplattform10 Reibrollen18 ,20 , die sich um eine senkrechte Achse drehen und mit den seitlichen Kanten der einzelnen Montageplattformen nacheinander in Reibeingriff treten. Durch die Drehung der Reibrollen18 ,20 werden die Montageplattformen von links nach rechts in1 verschoben. Bei der dargestellten Ausführungsform stehen die Montageplattformen10 ,12 ,14 ,16 in unmittelbarer Berührung, so dass durch die Vorwärtsbewegung der letzten Montageplattformen10 die gesamte Reihe vorwärts bewegt wird. Die Montageplattformen laufen auf Rollen in vorgegebenen Bahnen oder auf Schienen. - Die Montageplattform
10 soll sich bei der dargestellten Ausführungsform in1 in dem Zustand ”Heben” befinden, während die Montageplattform12 auf ”Senken” eingestellt ist. Dies geschieht mit Hilfe von verstellbaren Zahnstangen22 ,24 bzw.26 ,28 , die sich beispielsweise an der Unterseite der Montageplattformen in deren Bewegungsbahn befinden. - Nähere Einzelheiten sind anhand der
3 und4 erkennbar. In3 ist eine erfindungsgemäße Montageplattform in schematischer Draufsicht und in4 in Seitenansicht gezeigt. - Gemäß
3 und4 umfaßt eine erfindungsgemäße Montageplattform einen Hubtisch30 , der eine untere Grundplatte32 , eine obere Tischplatte34 und zwischen beiden ein Scherenkreuz36 umfaßt. Die Grundplatte32 und die Tischplatte34 weisen jeweils einen umlaufenden Rahmen mit Seitenholmen38 ,40 und Querholmen42 ,44 auf, wie es in3 gezeigt ist. In4 sind vor allem die Seitenholme40 erkennbar. Zwischen der Grundplatte32 und der Tischplatte34 befinden sich Federn37 ,39 , die den Aufprall beim Erreichen der tiefsten Stellung dämpfen. - Ein nicht im einzelnen dargestellter Hubantrieb
43 dient dazu, das Scherenpaar aufzurichten und damit die Tischplatte34 anzuheben. Hubantriebe dieser Art sind in sehr verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Sie können hydraulisch sein und entsprechende Zylinder aufweisen. Bekannt sind auch Spindelantriebe für den Mechanismus. Daneben gibt es Antriebe mit Seilzügen oder Kettenzügen und so weiter. Wie erwähnt, soll es hier auf die Art des verwendeten Antriebs nicht ankommen. - In
3 sind einige Traversen gezeigt, die den Tisch oder den Grundrahmen versteifen und nicht im einzelnen erläutert werden sollen. - In
3 ist im übrigen schematisch erkennbar, dass zwei Zahnräder45 und46 vorgesehen sind. Das Zahnrad46 gehört zu der Betriebsart ”Heben” und das Zahnrad45 zu der Betriebsart ”Senken”. Die Zahnräder45 ,46 sind an der Unterseite der Montageplattform gelagert. Unterhalb der Montageplattform befinden sich zwei Zahnstangen48 ,50 , die in der Bewegungsrichtung der Montageplattform verlaufen, jedoch quer zu der Bewegungsrichtung verschiebbar sind. Dies ist anhand von1 durch einen Doppelpfeil52 verdeutlicht worden. Durch das Verschieben der Zahnstangen quer zur Bewegungsrichtung der Montageplattformen wird erreicht, dass entweder das Zahnrad45 oder das Zahnrad46 mit einer der Zahnstangen48 ,50 in Eingriff kommt. Dies ist insbesondere den1 und3 in Kombination zu entnehmen. Während die Montageplattformen mit Hilfe der Reibrollen18 ,20 vorgeschoben werden und dadurch eine gewisse Bewegungsenergie aufweisen, tre ten die Zahnräder45 oder46 in Eingriff mit der jeweiligen Zahnstange, so dass der Hubtisch während der Fahrt angehoben oder gesenkt wird. Ein Eigenantrieb des Hubtisches ist nicht erforderlich. - Die Positionierung und die Länge der Zahnstangen muß so gewählt werden, dass die gewünschte Hub- oder Senkbewegung erreicht wird.
- Die Art und Weise, wie die Bewegungsenergie der Plattform auf den Hubantrieb des Hubtisches übertragen wird, kann sehr unterschiedlich sein. In der Beschreibung wurde als Beispiel ein Zahnradantrieb mit einer in der Bewegungsbahn der Plattform verlegten Zahnstange beschrieben.
- Stattdessen könnte jedoch ein Reibradantrieb vorgesehen sein oder eine Schnecke mit Schneckengetriebe. Alternativ könnte beispielsweise auch ein Seilzug verwendet werden, bei dem das Ende des Seils am Ausgangspunkt der Bewegung der Montageplattform befestigt ist und das Seil mit der Bewegung der Montageplattform zunehmend ausgezogen wird und auf diese Weise den Hubantrieb des Tisches betätigt.
Claims (11)
- Montageplattform (
10 ,12 ,14 ,16 ) mit integriertem Hubtisch (30 ), dessen Hubmechanismus durch Antriebsenergie antreibbar ist, die von der Bewegung der Montageplattform (10 ,12 ,14 ,16 ) abgeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass an der Montageplattform (10 ,12 ,14 ,16 ) ein mit dem Hubmechanismus in Antriebsverbindung stehendes Eingangselement (45 ,46 ) vorgesehen ist, das durch die Relativbewegung zur ortsfesten Bewegungsbahn antreibbar ist, und dass je ein Eingangselement (45 ,46 ) der Montageplattform (10 ,12 ,14 ,16 ) für Heben und Senken vorgesehen ist. - Montageplattform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Eingangselement für den Hubmechanismus ein Zahnrad (
45 ,46 ) vorgesehen ist. - Montageplattform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingangselement (
45 ,46 ) ein Reibrad ist. - Montageplattform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingangselement (
45 ,46 ) ein Schneckenrad ist. - Montageplattform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Ableiten von Antriebsenergie der Montageplattform (
10 ,12 ,14 ,16 ) eine in der Bewegungsbahn der Plattform verlaufende Zahnstange (47 ,50 ) ist. - Montageplattform nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Ableiten von Antriebsenergie eine Laufbahn mit erhöhtem Reibwert ist.
- Montageplattform nach einem der Ansprüche 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Bewegungsrichtung der Montageplattform (
10 ,12 ,14 ,16 ) zwei Zahnstangen (47 ,50 ) parallel nebeneinander angeordnet sind. - Montageplattform nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnstangen (
47 ,50 ) quer zur Bewegungsrichtung der Montageplattform (10 ,12 ,14 ,16 ) verstellbar sind. - Montageplattform nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite der Montageplattform (
10 ,12 ,14 ,16 ) zwei Zahnräder (45 ,46 ) montiert sind, die mit dem Hubantrieb (43 ) in Antriebsverbindung stehen und von denen jeweils ein Zahnrad (45 ,46 ) mit der Zahnstange (47 ,50 ) für Heben und alternativ ein Zahnrad (45 ,46 ) mit der Zahnstange (47 ,50 ) für Senken in Eingriff bringbar ist. - Montageplattform nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubmechanismus dynamisch selbsthemmend ist.
- Montageplattform nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubantrieb (
43 ) einen Bremsmechanismus aufweist, der durch Ausklinken des Eingangselements (45 ,46 ) automatisch aktiviert wird.
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Publications (2)
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| DE102007030090B4 true DE102007030090B4 (de) | 2010-02-04 |
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| DE29506704U1 (de) * | 1995-04-20 | 1995-06-14 | Gebhardt Fördertechnik GmbH, 74889 Sinsheim | Verfahrstation zum zeitgleichen horizontalen und vertikalen Umsetzen von Transportgut |
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